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Thursday, May 18, 2017

Das Internet zieht alle an - auch die ganz Kleinen

Fortschritt lässt sich nicht aufhalten – man weiss es. Das gilt auch für das Leben unserer Kinder, das heute so ganz anders aussieht, als unsere eigene Kindheit. Verursacht wurde dieser enorme gesellschaftliche Wandel durch die Digitalisierung der Gesellschaft. Es scheint als ob es da kein Halten mehr gibt: Das Internet entwickelt sich immer mehr zum Leitmedium unserer Kleinen. Eine neue deutsche Studie zeigt, dass schon die Hälfte der Sechs- bis Siebenjährigen das Internet nutzt!

Zum Vergrössern bitte anklicken.
Während 2014 noch 39 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen angaben, das Internet zu nutzen, ist es heute bereits rund die Hälfte. Auch die verbrachte Zeit im Internet stieg sprunghaft an, von elf Minuten 2014 auf heute 39 Minuten pro Tag. Ähnlich sieht die Entwicklung bei den Acht- bis Neunjährigen aus. Hier steigerten sich die Werte der Internetnutzer auf 81Prozent(!). Die Zeit im Internet hat sich dabei binnen drei Jahren fast verdreifacht von damals 16 auf heute 43 Minuten. Deutlich öfter als noch vor drei Jahren nutzen Kinder und Jugendliche Smartphones und Tablets, oft sogar die eigenen. Während vor drei Jahren erst 20 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen ein Smartphone beziehungsweise Handy nutzten, sind es jetzt 38 Prozent. Die Zahlen sind beeindruckend, und wenn Sie mehr Details über die Bitkom-Studie erfahren möchten, können Sie das hier tun.
Ins Internet zu gehen, sei den Kindern von heute völlig fremd, sie seien immer drin – egal wo und wann, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg bei der Vorstellung der Studie. “Die Generation Y ist in die entstehende digitale Welt reingewachsen. Die Generation Z ist nun die erste Altersgruppe, die vom Kindesalter an mit digitalen Technologien aufwächst.“
Aber es gibt durchaus Kritiker. Einer davon ist der Hirnforscher Manfred Spitzer, der selbst oft viel Kritik an seiner Haltung einstecken muss. Er nimmt trotzdem kein Blatt vor den Mund. In einem Interview sagte er kürzlich, dass Grundschüler definitiv kein Smartphone benutzen sollten und ab 14 Jahren nur unter Aufsicht. Schliesslich schicke man ja eine 13jährige auch nicht auf die Reeperbahn:
“Ich denke, wir werden soweit kommen wie in Südkorea, da hat man vor einem Jahr Gesetze erlassen, deren Ziel es ist, die nächste Generation zu schützen. Und das in Südkorea, von wo die meisten Smartphones herkommen. Die haben die beste digitale Infrastruktur, aber auch 31 Prozent Smartphone-Süchtige unter 19 Jahren. Wenn Sie dort unter 19 sind und ein Smartphone kaufen, passiert Folgendes: Es wird eine Software installiert, die dafür sorgt, dass Sie auf die schlimmsten Porno- und Gewaltseiten nicht kommen, die misst, wie oft Sie Ihr Smartphone benutzen. Wenn das eine eingestellte Zeit überschreitet, dann erhalten Ihre Eltern eine Mitteilung. Und wenn Sie nach Mitternacht spielen wollen, dann kommen Sie da nicht ran, weil die Server für die Smartphones von unter 19-Jährigen gesperrt sind. In Südkorea hat man begriffen, dass Smartphones Kindern schaden, und es wird Zeit, dass wir das hier auch begreifen.“

Thursday, March 9, 2017

Unsere Geräte können uns ausspionieren - was tun?

Die neuste Nachrichtenschwemme von Wikileaks lässt uns irgendwie in der Luft hängen: Die Geheimdienste können Smartphones als Wanzen benutzen, Kommunikation abhören bevor sie verschlüsselt wird und den Smart-TV im Wohnzimmer als Überwachungsgerät einsetzen. Ganz so unerwartet kommen ja diese Enthüllungen nicht, und trotzdem wissen wir nicht wirklich, wie wir uns der allgegenwärtigen Bedrohung anpassen können – und ob sie uns überhaupt betrifft.

Wikileaks erklärt uns, wie die Spione unsere alltäglichen digitalen Tools
anzapfen können - und kaum jemand regt sich darüber auf.  Screengrab Wikileaks
Da wir uns von morgens bis abends mit digitaler Elektronik umgeben, die das Potenzial hat unsere Tätigkeiten aufzuzeichnen und gleich übers (drahtlose) Internet weiterzuleiten, ist es eigentlich nicht überraschend, dass es Spione gibt, die diese riesige globale Infrastruktur ausnutzen. Gewisse Leute haben es schon immer geahnt – und sind dafür als paranoid verschrien worden. Zum Beispiel Facebook-Milliardär Mark Zuckerberg, der dabei ertappt wurde, dass er die Kamera und den Mikrofonstecker seines Laptops abgeklebt hat. Zuckerberg war schon damals nicht der Einzige, der ein Spionagepotential erkannt hatte. Zitat aus der Zeit, vom Juni 2016:
Zuckerbergs mutmassliche Paranoia lässt sich also ebenso leicht nachvollziehen wie das Bedürfnis, die eigene Webcam abzukleben. Kaum etwas dürfte Computernutzer so sehr verunsichern wie die Vorstellung, ein Unbekannter könnte einem jederzeit heimlich zugucken, ob nun auf der Arbeit oder während des abendlichen Serienguckens im Bett. Selbst FBI-Direktor James Comey gab im April am Rande einer Veranstaltung zu, seine Webcam abzukleben.“
Wahrscheinlich hat Mr. Comey schon damals mehr gewusst, als wir. Aber müssen wir nun, aufgrund der neuen Informationen, auch noch die Kamera und das Mikrofon unseres Smartphones abkleben?
Wohl kaum. Tatsächlich hat die neuste Wikileaks Lawine erstaunlich wenig  Aufregung ausgelöst. Wired.de glaubt zu wissen, weshalb das so ist:
“Während die Snowden-Leaks und die daraus folgende NSA-Affäre im Sommer 2013 noch für vergleichsweise grosse Empörung sorgten, scheinen die Leser (und so manche Redaktion) des Themas überdrüssig geworden zu sein. Dazu kommen die klassischen Argumente: Ich habe nichts zu verbergen und Das betrifft mich sowieso nicht. Andere wünschen sich angesichts von Terrorismus sogar mehr Überwachung, der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt ist noch keine vier Monate her. Einige dürften aber auch einfach von der Komplexität der Materie und der schieren Informationsmenge überfordert sein.“
Allerdings gibt es schon weitergehende Bedenken, was das Spionagepotential unserer digitalen Alltagsgeräte betrifft. Der Stern weist darauf hin, dass die Werkzeuge der Staatsspione in noch falschere Hände gelangen könnten:
“Dass ein Geheimdienst eines demokratischen Staates in einem solchen Ausmass Zugriff auf die Technologie der Weltbevölkerung hat, ist gruselig genug. Der Durchschnittsbürger dürfte in der Regel aber nicht ins Visier der Schnüffler geraten. Wenn die Cyberwaffen in falsche Hände gelangen, sieht das schon deutlich anders aus. Von korrupten Autokratien bis zu kleinen Kriminellen gibt es weltweit jede Menge Abnehmer für das digitale Einbruchswerkzeug. Und je weiter es sich verbreitet, desto günstiger könnte es zu bekommen sein.“
Was tun?
Dran bleiben, mit bewusst sicherem Verhalten und leistungsfähigen Antivirus-Programmen. Und wenn Sie etwas wirklich Vertrauliches zu besprechen haben, den Smart-TV ausstecken und das Smartphone auf grösstmögliche Distanz halten. Das gilt vor allem auch für Business-Meetings, während denen vertrauliche Themen besprochen werden.
Wer seine digitalen Geräte weiter nutzen will, hat momentan leider kaum eine andere Option.

Saturday, December 12, 2015

Handy-Empfang: Je neuer, desto schlechter

Hatten Sie auch schon das Gefühl, dass sie mit ihrem alten Klapphandy den besseren Empfang hatten, als mit Ihrem neusten Smartphone? Dieser Eindruck hat Sie nicht getäuscht. Tatsächlich darf man, wie eine neue britische Studie zeigt, bezüglich Handyempfang durchaus sagen, dass die Funkleistung der neuen Geräte massiv schlechter ist, als jene unserer alten Handys.

Vielleicht haben Sie auch noch
ein Klapphandy in der Schublade...
Die Untersuchung wurde von der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom in Auftrag gegeben und mit einer Auswahl von beliebten Smartphones und Handys, die aktuell noch im Handel sind, durchgeführt. Die Resultate sind klar und einigermassen ernüchternd: Sie zeigen, dass die billigen Handys Funksignale viel besser auffangen, als neue, viel teurere Smartphones. Gemäss einem Bericht der britischen Tageszeitung The Telegraph, muss das Funksignal für ein Smartphone bis zu zehnmal so stark sein, wie für ein Billighandy, damit überhaupt telefoniert oder getextet werden kann. Im Durschnitt benötigen die getesteten Smartphones ein siebenmal stärkeres Signal als ein billiges Handy. Das wirkt sich vor allem in dünner besiedelten und ländlichen Gebieten entscheidend auf den Empfang aus.
Einige der getesteten Smartphones zeigten klare Leistungsschwankungen, je nachdem ob mit der linken oder mit der rechten Hand telefoniert wurde. Das hat mit der Platzierung der Antenne zu tun. Gesamthaft gesehen sind aber die festgestellten Leistungsunterschiede vor allem auf die verwendeten Baumaterialien zurückzuführen
“Während Funksignale durch die Plastikgehäuse älterer Modelle mühelos durchdrangen, schwächen Metall und Glas bei Smartphones den Empfang. Das ernüchternde Fazit der Forscher: Smartphones performen im Hinblick auf den Signalempfang unter den internationalen Standards für mobile Kommunikation.“ 
Leider hat Ofcom die getesten Handys und Smartphones nicht beim Namen genannt. Die Begründung: Man habe nicht eine genügend grosse Anzahl von Gerätetypen getestet… 

Wednesday, October 21, 2015

Helvetische Digitalisierung: Google statt Migros, Toblerone, Victorinox

Die Digitalisierung spielt in der Schweiz auch im internationalen Vergleich eine sehr bedeutende Rolle – sowohl auf privater als auch auf geschäftlicher Ebene. Zwei Beispiele dafür: Google, ein Unternehmen aus dem amerikanischen Silicon Valley, ist neu die stärkste Marke der Schweiz und lässt namhafte und bodenständig helvetische Firmen wie Migros, Toblerone oder Victorinox hinter sich - und altmodisch aussehen. Das zweite Beispiel: Fast die Hälfte aller Schweizer surft mit einem Tablet im Netz. Damit belegt das Land weltweit den Spitzenplatz.

Quelle: Media Use Index 2015, Y&R Group 2015. Anklicken zum Vergrössern.
Herkunft und Verankerung spielen zwar für die Stärke einer Marke in der Schweiz eine wichtige Rolle. Geschäftserfolg und digitale Mediendurchdringung scheinen aber heutzutage noch wichtiger zu sein. Deshalb ist Google, ein kalifornisches Unternehmen, das erst 17 Jahre alt ist, jetzt die stärkste Marke in der Schweiz und verdrängt die Spitzenreiterin 2013, die Migros, auf den zweiten Platz. An dritter Stelle folgt die Rega, welche 2013 den 4. Rang belegte.
Digitales Gewicht zählt nicht nur im Bereich der Schweizer Wirtschaft. Auch im privaten Verhalten hat sich in den letzten Jahren so einiges geändert. Smartphones und Tablets erschienen vor einigen Jahren sozusagen aus dem Nichts im digitalen Panoptikum – und dominieren seither unser Kommunikationsverhalten. Das unterstreicht aktuell eine Studie der Y&R Group Switzerland:
Die mobile Internetnutzung nimmt in der Schweiz weiter zu. 85 Prozent der Befragten nutzen ihr Smartphone oder Tablet, um mobil zu surfen. Inzwischen sind mehr als die Hälfte der Digital Natives öfter via Smartphone im Internet als per Computer. Auf hohem Niveau stabil ist die Internetnutzung per Computer, während die TV-Nutzung leicht rückläufig ist. Dies ist wahrscheinlich auf die stärkere Nutzung von Streaming und Video on Demand  zurückzuführen sein. Radio und Gratiszeitungen werden von zwei Drittel der Schweizer konsumiert, während bezahlte Tagesnews von nur 50 Prozent der Befragten gelesen werden.

Die Schweizer lassen sich natürlich nicht lumpen, wenn es um technische Neuheiten geht. 82 Prozent der Bevölkerung verfügen über ein eigenes Smartphone. Bei den Digital Natives sind es sogar 91 Prozent, während ältere User mit 70 Prozent weiter aufholen. Über alle Generationen hinweg hat der Besitz von Tablets um 11 Prozent zugenommen und liegt neu bei 50 Prozent. Kein Wunder: Mobiles Surfen liegt voll im Trend: Im Segment der 14- bis 29jährigen surfen 95 Prozent mobil. Am stärksten ist das Wachstum der mobilen Internetnutzung bei den älteren Semestern. 71 Prozent der über 55-Jährigen surfen mittlerweile mit einem mobilen Endgerät im Netz. Das entspricht einem Anstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Thursday, September 17, 2015

Junge Schweizer: Lieber ein Smartphone als ein Auto

Der Besitz eines eigenen Autos wird vor allem für junge Schweizer immer unwichtiger. Bereits jeder dritte Konsument legt mehr Wert auf moderne Smartphones und Computer als auf ein eigenes Auto - in der Altersgruppe der 18- bis 34Jährigen sind es sogar schon 53 Prozent. Und 41 Prozent der befragten Schweizer können sich ein Leben ganz ohne Führerschein und eigenes Auto vorstellen.

Dass Autos, vor allem bei jungen Menschen,  nicht mehr den selben Stellenwert als
Statussymbol aufweisen, wie früher, passt zum kommenden Zeitalter der selbstfahrenden
Autos - im Bild das Mercedes-Konzept Luxury in Motion.                            Bild Mercedes
Im digitalen Zeitalter scheint auch die Rangliste der Statussymbole sich massiv verändert zu haben:
Das Auto, jahrzehntelang eines der wichtigsten Statussymbole überhaupt, hat für viele schweizer Konsumenten an Reiz verloren und ist offenbar immer weniger Ausdruck des gesellschaftlichen Wohlstandes – vor allem bei der Generation Y, den sogenannten Millennials.  Das sind die zentralen Ergebnisse einer Online-Umfrage der weltweit tätigen Markenberatung “Prophet“ zum Thema "Welche Rolle spielt das Auto in Ihrem Leben", zu dem 250 Schweizer befragt worden sind.
Jeder zweite befragte Schweizer ist der Meinung, dass das Auto in den vergangenen Jahren als Statussymbol an Bedeutung verloren hat. 53 Prozent der Befragten meinten zudem, dass ihnen der Besitz eines Autos zu teuer sei und sie lieber finanziell flexibel bleiben möchten. Als Alternative zum Besitz eines Fahrzeuges sehen immerhin schon 42 Prozent der Schweizer das Carsharing - also die gemeinschaftliche Nutzung.
Dafür schätzen die befragten Schweizer ihre digitalen Gadgets umso mehr: Hochwertige PCs, Laptops oder Smartphones seien ihnen wichtiger, als ein Auto, gaben mehr als die Hälfte der befragten Millennials zu Protokoll.
Die Zukunft der Autoindustrie liege deshalb mehr in der Nutzung eines Autos als in dessen Besitz, bewerten die Autoren die Ergebnisse der Umfrage. Der Kauf eines Autos um dessen Besitz zu unterstreichen, gehöre der Vergangenheit an und die Generation Y werde in Zukunft vermehrt Gebrauchtwagen kaufen, um finanziell flexibel zu bleiben und Geld eher in Elektronik und Reisen investieren.
Die Prioritäten der Millenials passen auch zur gegenwärtig wohl wichtigsten Entwicklung in der Autoindustrie: derv rasanten Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Wenn sich derartige autonome Automobile genügend weit verbreitet haben, wird Carsharing sich noch einfacher werden; Autos können sich dann selbständig dorthin bewegen, wo sie gerade benötigt werden. Das wohl am meisten verbreitete Steuerungsinstrument für derartige Anwendungen wird, soweit das heute absehbar ist, das Smartphone sein – womit sich der Kreis wieder geschlossen hätte.

Wednesday, June 24, 2015

Wer braucht denn noch ein Tablet?

Rund eine Million Tablets wurden im letzten Jahr in der Schweiz verkauft – das sind immerhin acht Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist der Tablet-Markt in der Schweiz zum ersten Mal geschrumpft und folgt einem weltweiten Trend. Es sieht so aus, als ob die von Apple so erfolgreich auf den Markt gebrachten flachen Computer ihre beste Zeit hinter sich hätten. Schuld daran sind wohl die immer leistungsfähigeren Smartphones.

Der iPad Air 2 von Apple: die Weiterentwicklung des iPads
ist elegant und leistungsfähig, scheint aber trotzdem weniger
Käufer zu finden.                                                       Bild Apple
Der weltweite Tablet-Markt verkleinert sich schon seit dem Jahr 2013 – und Apple ist von dieser Entwicklung natürlich besonders betroffen. Allerdings ist man dort über die Entwicklung wahrscheinlich nicht besonders traurig, weil gleichzeitig die Verkäufe des Mac stark zugenommen haben. Im letzten Jahr hat nun auch der Schweizer Tablet-Markt zu schrumpfen begonnen, wie dem IT-Markt-Report Weissbuch 2015 des Branchenbeobachters Robert Weiss zu entnehmen ist, das vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Die massiv sinkenden Tablet-Verkaufszahlen haben sich auf den ganzen Schweizer IT-Markt ausgewirkt: Der Umsatz sank um 9,7 Prozent auf 1,77 Milliarden Franken, bei 2,75 Millionen verkauften Computern.
Doch was sind die Gründe dafür, dass Tablets plötzlich nicht mehr so gefragt sind?
Tablets sind nicht mehr neu, haben ihren Cool-Faktor definitiv schon eine ganze Weile eingebüsst. Daran mögen auch die vielen User nicht ganz unschuldig sein, die als Touristen mit ihren Tablets vor dem Kopf fast die ganze Welt unsicher machen.
Es gibt aber auch handfestere Gründe, wie das Wall Street Journal schreibt:
"Weil Smartphones immer grösser und Laptops immer dünner und leichter werden, sprechen Tablets immer weniger User an; sie sind nicht mehr notwendig im Gegensatz zum Smartphone und auch nicht so leicht tragbar. Zwar gibt es immer noch viele Anwender, die auf dem Tablet Artikel lesen oder sich Videos anschauen; trotzdem ist das Gerät für viele Konsumenten nicht mehr unbedingt nötig.“ (Übersetzung durch den Autor).
Falls Sie trotzdem nach einem neuen Tablet Ausschau halten, kommen Sie sicher auf Ihre Rechnung. Das Angebot ist riesig – und es gibt immer auch sehr günstige Geräte. Wenn Sie aber voll im Trend liegen, dann vergessen Sie den Tablet-Computer und schaffen sich ein Smartphone an, das dessen Funktionen ü
bernehmen kann…

Sunday, June 1, 2014

Dank Smartphones (noch) leichter Geld ausgeben

Die zunehmende Nutzung von Smartphones führt laut einer europaweit durchgeführten breit abgestützten Studie über die Mobiltelefonnutzung bei vielen Usern zu "Spontaneinkäufen".  Doch unsere Handys verleiten uns nicht nur zum schnellen Geldausgeben; immer mehr Anwender erledigen auch ihre Bankgeschäfte mit dem Smartphone. Eine Folge dieses Verhaltens: Cash ist längst nicht mehr King – die Generation E-Commerce gewöhnt sich daran, ohne Bargeld auszukommen.

Immer mehr User nutzen das Smartphone
als Einkuafs- und Bankassistenten, wenn
sie unterwegs sind.   Screenshot UBS-App
Wir wissen längst, dass uns das Handy viel Geld kostet. Allein das Abonnement kann pro Jahr leicht auf über 1000 Franken zu stehen kommen, im Extremfall auch auf vielmehr. Nun bestätigt eine grosse europäische Studie des FinanzdienstleistersING, dass das Smartphone fast die Hälfte der User zu Spontankäufen verleitet: Mehr als 139,5 Millionen Europäer kaufen inzwischen regelmässig über das Mobiltelefon ein. 42 Prozent dieser Nutzer sagen, dass sie regelmässig "spontan" einkaufen.  Zuoberst auf der Liste der spontanen Verführer stehen dabei Kleider, Elektronik und Games. Sogar Lebensmittel gehören, zwar weiter unten auf der Liste, zu den spontan gekauften Produkten. Am schnellsten zum digitalen Einkaufswagen greifen übrigens die Briten.
Hand in Hand mit dem spontanen Geldausgeben geht auch das mobile Banking per Smartphone. Hier sind die Niederländer führend; fast die Hälfte von ihnen führen Bankgeschäfte über ihr Smartphone durch.
(Gerade das mobile Banking gerät allerdings immer wieder in die Negativschlagzeilen, weil digitale Wegelagerer wieder mal Lücken in Smartphone-Betriebssystems ausgemacht haben, mit dem sie an Passwörter und Kontodaten kommen können; dies scheint allerdings dem Enthusiasmus der User keinen Abbruch zu tun.)

Dieser zunehmende Enthusiasmus für das mobile Management von Geld trägt laut der ING-Studie auch dazu bei, dass in Europa immer weniger Bargeld benutzt wird. Fast die Hälfte der Europäer erklären, dass sie Bargeld heute weniger oft als noch vor 12 Monaten benutzen und immerhin 40 Prozent sagen, dass sie kaum mehr Bargeld benutzen. Das verwundert eigentlich nicht: Regierungen und Finanzistitute fördern des Bargeldlosen Umgang mit Geld, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Dem Staat ermöglicht das bargeldlose Zahlen die bessere Kontrolle über steuerzahlende Bürger, Finanzinstitute  schätzen die Sicherheit und die Spesen, die das bargeldlose Zahlen abwirft. Auch der User profitiert: Wer einmal für längere Zeit im Land der Plastikkarten über dem grossen Teich gelebt hat, weiss, dass man sich sehr schnell daran gewöhnen kann, ohne Bargeld auszukommen... 

Sunday, February 9, 2014

Das Smartphone als Einkaufstool

Detailhändler, die den Boom mobiler Geräte unterschätzen, tun dies auf eigenes Risiko. Dass immer mehr Konsumenten Smartphones und Tablets unterwegs nutzen, ist nicht schwer festzustellen. Studien zeigen, dass dabei die Zahl jener, die mit ihrem mobilen Gerät auch einkaufen, schnell und stark zunimmt.

Shopping-Apps werden immer beliebter, wie diese Google-Liste zeigt;
sie verwandeln das Handy in ein Einkaufstool.       
Die Multichannel-Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt zum Beispiel, dass jeder vierte Konsument sein Mobilgerät mindestens einmal im Monat für den Online-Einkauf nutzt; 2011 war es noch nicht einmal jeder neunte Befragte. Zwar wurde die Studie in Deutschland durchgeführt - sie zeigt aber einen Trend, der sich global abzeichnet und nicht aufzuhalten sein wird. Man braucht nicht weit zu suchen, um die Gründe für diese Entwicklung zu finden. Smartphones und Tablets sind heute derart verbreitet, dass sie für viele Verbraucher sogar den Platz des PCs eingenommen haben. Statt sam Abend am PC  Online einzukaufen, erledigen das viele Konsumenten dank Shopping-Apps und optimierten mobilen Webseiten zeitsparend von unterwegs.
Die PwC-Studie zeigt denn auch, dass das Smartphone unterwegs als regelrechtes Einkaufstool genutzt wird. 44 Prozent der Befragten nutzen ihr Mobilgerät zum Preisvergleich, wenn sie in einem Laden sind. Etwa jeder Dritte holt zusätzliche Informationen zu den angebotenen Produkten ein, und knapp jeder Fünfte sucht beim Einkaufsbummel in der Stadt mit dem Smartphone ein bestimmtes Geschäft oder die nächstgelegene Filiale.
Für den stationären Einzelhandel ist dieser Trend natürlich eine riesige Herausforderung aber auch eine Chance: Einerseits bringen die Mobilgeräte maximale Preistransparenz; der günstigste Anbieter profitiert. Andererseits können die stationären Händler das Einkaufserlebnis durch intelligente Verknüpfung mit den Möglichkeiten des mobilen Internets deutlich aufwerten. Beispielsweise lassen sich über QR-Codes technische Daten, Anwendungshinweise oder Videos zum Produkt im Regal direkt auf das Smartphone schicken. Immerhin 29 Prozent der befragten Konsumenten würden es begrüßen, wenn sie mit dem Smartphone oder Tablet im Geschäft den Warenbestand in anderen Filialen oder auch im Internet-Shop abrufen könnten. Das alles geht natürlich am einfachsten, wenn im Laden ein WLAN bereitsteht, dass die Kunden benutzen können. Für 20 Prozent der Konsumenten ist das denn auch ein positiver Faktor beim Einkaufserlebnis.
Zu denken geben muss der relativ grosse Teil der Verbraucher, die ihr mobiles Gerät gar nie für den Einkauf nutzen würden - weil es ihnen zu unsicher ist. Hier besteht ein grosses Kundenpotential, das mit technischen Innovationen aber auch Aufklärungsarbeit gewonnen werden kann.  




Monday, June 24, 2013

Android hängt sie alle ab

Die Entwicklung scheint nicht mehr aufzuhalten sein:  Der Verkauf von PCs wird auch in diesem Jahr zurückgehen, während gleichzeitig immer mehr Tablets und Smartphones an die Kundschaft gebracht werden – und zwar weltweit. Das schlägt sich dann auch in den Betriebssystem-Anwenderzahlen nieder, wo Android der grosse Sieger und Windows der Verlierer sein wird.

Wer schon einmal beobachtet hat, wie der moderne Tourist sein Smartphone einsetzt, versteht auch, wieso der durchschnittliche Anwender nicht mehr viel mit einem Laptop-PC anfangen kann. Das Tablet ist (wie auch das Smartphone) immer zur Hand. Es wird benutzt um zu fotografieren, Reiseinformationen abzurufen, den Weg zu finden, via WhatsApp, Skype und E-Mail zu kommunizieren und so weiter und so fort. Die Anwendungsmöglichkeiten sind tatsächlich fast unbeschränkt. Dagegen mutet der PC schon bezüglich Form, Grösse, Batterieverbrauch und Betriebssystem geradezu steinzeitlich an.
Genua dieses Benutzerverhalten schlägt sich in den neusten Voraussagen des IT-Marktforschungsunternehmens Gartner nieder.
Konkret sagt Gartner voraus, dass die Zahl an verkauften Geräten (Tablets, Smartphones und PCs) um knapp sechs Prozent auf total 2,3 Milliarden (2‘348‘497‘000) zunehmen wird.  Davon wird es sich nur gerade bei 305 Millionen Geräten um traditionelle PCs handeln, was einem Rückgang von 10,6 Prozent seit letztem Jahr enstpricht. Ganz anders sieht der Trend bei den Tablets aus: 202 Millionen dieser Geräte sollen verkauft werden, als ganze 68 Prozent mehr als im letzten Jahr. Und auch die Smartphones, die bei weitem beliebteste Gerätekategorie, werden weiter zulegen: um 4,3 Prozent auf mehr als 1,8 Milliarden Geräte.
Diese Entwicklung widerspiegelt sich natürlich auch im Betriebssystemmarkt, wo Android sich klar an die Spitze setzen wird. Im  Jahr 2014 sollen über eine Milliarde Android-Geräte  verkauft werden  – verglichen mit 378 Millionen Windows-Geräten. Immerhin rechnet Gartner damit, dass Windows 2014 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt – dank Windows 8.1. Interessant sind auch die Voraussagen für das Blackberry-Betriebssystem (RIM): Hier prognostiziert Gartner trotz neuer Geräte, die bis jetzt ein gutes Echo fanden, einen stetigen Rückgang.

Operating System
2012
2013
2014
Android
505,509
866,781
1,061,270
Windows
346,464
339,545
378,142
iOS/MacOS
212,878
296,356
354,849
RIM
34,584
25,224
22,291
Others
1,118,004
820,592
689,877
Total
2,217,440
2,348,497
2,506,429

Betriebssystemverkäufe weltweit in Tausend.  Quelle: Gartner (Juni 2013)



Monday, June 3, 2013

Das Smartphone und Ihr Stress

Gerade wieder ist ein langes Wochenende vorbei – immerhin vier lockere Tage für all jene, die auch am Freitag nicht zur Arbeit gehen mussten. Doch Hand aufs Herz: Gehören Sie auch zu jenen wichtigen Mitarbeitern in Ihrer Firma, die quasi immer erreichbar sind – auch am Wochenende, oder sogar in den Ferien? Vielleicht ist das gut für die Karriere, vielleicht werden Sie ausgenutzt, und vielleicht nehmen Sie sich ganz einfach viel zu wichtig!

Entspannen: Die Füsse und die Seele baumeln lassen, ohne dass das Handy
klingelt!
Inzwischen ist auch statistisch belegt, was viele Mitarbeiter schon längst ahnen: Das Smartphone hat dazu geführt, dass wir auch für Vorgesetzte und Mitarbeiter nahezu immer erreichbar sind. Auch wenn wir es nicht sein sollten – zum Beispiel am langen Wochenende.
“How the Smartphone Killed the Three-Day Weekend”. titelte NBC-News kürzlich eine Story zum Thema. Die Kernaussage:
“Wir haben in unserer Gesellschaft die Erwartung geschaffen, dass die Menschen jederzeit sofort auf Alles reagieren – ohne jegliche Verspätung. Das ist ungesund, umproduktiv und kann nicht so weitergehen. Denn, sagen die Autoren, dieses Verhalten hat zu viele negative Seiten: Es macht dümmer, es stresst, es verursacht Schlafstörungen und Depressionen“.
Selbstverständlich gibt es inzwischen auch schon Apps, die es übernehmen, uns vom Net fernzuhalten, weil wir es selber nicht schaffen, auszuschalten.
Was uns zu den am Anfang genannten Statistiken bringt. Diese kommen vom Deutschen IT-Verband Bitkom und beweisen, dass es sich beim Immer-verbunden-sein tatsächlich um ein Problem handelt, das viel Druck ausüben kann.
Demzufolge sind nämlich mehr als drei Viertel aller Beschäftigten nach der Arbeit für ihren Arbeitgeber weiterhin erreichbar – per Handy oder E-Mail. Ein Drittel dieser pflichtbewussten Mitarbeiter lässt ihr Handy auch in den Ferien und während der Nacht eingeschaltet – kein Wunder, dass da die Schlafqualität leidet. Das Interessante dabei: Die meisten dieser Mitarbeiter tun dies, ohne dass ihre Erreichbarkeit vertraglich geregelt ist.
Hoffentlich lohnt es sich!


Monday, April 15, 2013

Zeit, diese PC-Aktien zu verkaufen?

Stirbt der private PC eines langsamen Todes? Es sieht so aus: Der PC-Markt schrumpft nämlich gewaltig – fast 14 Prozent allein im ersten Quartal dieses Jahres. Verwunderlich ist diese Entwicklung ja wirklich nicht: Private Anwender, die den PC nicht zum Arbeiten brauchen, können im Zeitalter der Smartphones und Tablets ganz gut ohne Laptop oder Desktop leben. Ausserdem scheint vielen Anwendern Windows 8 nicht so recht zu gefallen.

Ist die hohe Zeit des PCs vorbei? Was Privathaushalte betrifft, muss man die
Frage wahrscheinlich mit einem Ja beantworten.                          Grafik: Statista
Gemäss den Marktforschern bei IDC, sind die PC- und Notebook-Verkäufe in den ersten drei Monaten 1013 um 13,9 Prozent zurückgegangen, wenn man sie mit dem Vorjahr vergleicht. Das ist neu, in der Geschichte des persönlichen Computers. Seit IDC vor 20 Jahren mit der statistischen Aufarbeitung dieses Marktes begonnen hat, hat es noch nie einen derartigen Rückgang gegeben. Auch Gartner verfolgt die PC-Verkäufe und kommt dabei zu ähnlichen Schlüssen. Die Gartner-Experten errechneten einen Marktrückgang von 11,2 Prozent und weisen darauf hin, dass die PC-Verkäufe  bereits seit vier Quartalen in Folge schrumpfen.  Was sind die Ursachen für diesen stetigen und starken Rückgang? Smartphones, Tablets und Windows 8! Zitat aus heise.de:
“Während die PC-Verkäufe im gewerblichen Umfeld sogar noch leicht zulegen konnten, brach das Consumer-Geschäft umso stärker ein – weil Kunden lieber zu Smartphones und Tablets greifen. Auch die Markteinführung von Windows 8 hat daran nichts geändert.  Für IDC-Analyst Bob O'Donnell hat Windows 8 nicht nur seine erhoffte marktbelebende Wirkung verfehlt, sondern sogar den PC-Verkauf noch weiter gedämpft. "Es scheint klar, dass die Veröffentlichung von Windows 8 nicht nur dahingehend gescheitert ist, den PC-Markt anzukurbeln. Es scheint sogar, dass der Markt abgebremst wurde." Die Verwirrung der Verbraucher, die durch Windows 8 und seine neue Oberfläche ausgelöst worden sei, habe zu den sinkenden PC-Absatzzahlen beigetragen." 
Dass sieht der Hersteller Microsoft natürlich ganz anders. Gegenüber BILD.de bemängelt der Windows-Hersteller die „PC"-Definition von IDC:
“Während wir mit Windows 8 für zahlreiche neue Geräteklassen sorgen, verharren Marktanalysten auf einer veralteten Definition des PCs. Kurz: Der PC ist nicht tot, er ist quicklebendig und sieht nur anders aus.“
 Die grossen PC-Hersteller werden das wahrscheinlich nicht ganz so locker sehen. Von den fünf grössten traf der Rückgang Lenovo am wenigsten, die anderen schrumpften deutlich (siehe Grafik). Acer büsste ganze 30 Prozent ein, beim Marktführer HP sind es immerhin noch 23 Prozent.

Wednesday, February 20, 2013

Das Smartphone als Lebensmittelpunkt

Die Zeiten haben sich schon immer geändert – so schnell, dass schon im 16. Jahrhundertlateinische Sprichwörter zum Thema geprägt wurden. Doch das digitale Zeitalter scheint die gesellschaftliche Revolution zu beschleunigen.

Der amerikanische Historiker Viktor David Hanson schreibt in seiner Kolumne:
“Zivilisationen bewegen sich vorwärts, und die Menschen merken nicht, dass die Welt direkt unter ihren Nasen neu erfunden wird. Im Jahr 2000 konnte noch niemand vorhersehen, dass Fussgänger miteinander kollidieren würden, weil sie sich auf ihr iPhone konzentrieren. Heute, 13 Jahre später, ist es fast eine Seltenheit, dass man jemanden auf der Strasse trifft, der nicht an seinem Smartphone herummacht. Trotzdem sind die meisten von uns sich nicht bewusst, dass diese neuen seltsamen Gewohnheiten, die sich täglich millionenfach wiederholen, einen kollektiven Effekt haben. Millionen von Büchern werden nicht gelesen, Millionen von “guten Tag“ nicht ausgesprochen; Gehirne sind verkabelt mit kleinen Bildschirmen, statt mit der Welt, die sie umgibt. Früher nahm man an, ein Lenker sei betrunken, wenn sein Wagen auf die Gegenfahrbahn driftete, heute schreibt er wahrscheinlich gerade ein SMS“.
Vom Morgen bis am Abend: Der Schweizer und das Smartphone.
Gemäss einer neuen repräsantiven Untersuchung von Comparis (überschrieben mit “Guten Morgen liebes Smartphone“) scheint diese Analyse durchaus auch für die Schweiz zuzutreffen.
Zwei von drei Smartphone-Besitzern überprüfen auf ihrem Mobiltelefon ihre Nachrichten, noch bevor sie am Arbeitsplatz eintreffen. Jeder Zehnte informiert sich sogar schon im Bett noch vor dem Aufstehen über Aktualitäten. Die frühmorgendliche Smartphone-Nutzung ist weit verbreitet. Insgesamt nehmen mehr als 50 Prozent der Smartphone-Besitzer ihr Mobiltelefon zur Hand und überprüfen Nachrichten oder Aktualitäten, noch bevor sie ihr Haus verlassen. Nebst den 10 Prozent, die das bereits im Bett tun, greifen 20 Prozent direkt nach dem Aufstehen zum Gerät; 21 Prozent tun es, während sie sich zu Hause für den Tag fertig machen. Weitere 18 Prozent schauen auf dem Weg zur Arbeit oder Ausbildungsstätte auf ihr Handy. Alles in allem ergibt das folgende Rechnung: Zwei Drittel der Smartphone-Nutzer sind über ihre Nachrichten informiert, bevor sie am Arbeitsplatz eintreffen.
Sind die Smartphone-Nutzer dann bei der Arbeit, überprüfen fast 60 Prozent von ihnen regelmässig, ob auf ihrem Smartphone private Nachrichten oder andere Neuigkeiten eingegangen sind. Rund jeder Vierte nutzt sein Smartphone am Arbeitsplatz intensiv auf diese Weise: 17 Prozent etwa jede Stunde, 9 Prozent alle zwei Stunden. 27 Prozent lassen sich weniger häufig durch private Nachrichten unterbrechen, und zwar «bloss» zwei oder drei Mal pro Tag.
Unsere Schlussfolgerung: Einige wenige dieser Anwender werden vielleicht sogar ab und zu einmal Zeit finden, sich auf etwas Anderes zu konzentrieren, als auf ihr Smartphone. 

Monday, September 3, 2012

Wer braucht denn einen Smart-TV?

Medienkonsumenten in Schwellenländern wie China, Brasilien oder Indien nutzen die vielfältigen Kombinationen von Fernsehen und Internet besser aus als die Zuschauer in westlichen, hochindustrialisierten  Ländern. Eine neue GfK-Studie zeigt, dass westliche Konsumenten eher an ihrer analogen Mentalität festhalten. Das wird wohl den kommenden Smart-TV-Boom nicht aufhalten.

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, als man mit dem Telefon nur telefonieren konnte? Das ist schon ziemlich lange her, heute gehören Smartphones zu den meist verkauften Produkten weltweit - neben Parmesan Käse, Harry Potter Büchern  und dem Rubik Cube. Natürlich gibt es gute Gründe beim Smartphone-Boom nicht mitzumachen  - dass ändert aber nichts an der Tatsache, dass es Millionen von Usern gibt, die nicht mehr ohne das multifunktionale Handy leben wollen oder gar können.
Wir wagen die Prognose, dass es mit dem Smart TV ähnlich laufen wird. Diese Geräte versprechen mehr Vernetzung und Kommunikation – der Zuschauer wird in Zukunft viel mehr zu sagen haben, als heute.
Allerdings ist es noch nicht so weit.
Die GfK Studie zeigt, dass "Social TV" sich noch nicht voll durchgesetzt hat: Weltweit gaben lediglich 28 Prozent der Zuschauer an, dass sie interaktive Programme interessanter finden. Und nur 25 Prozent sind der Ansicht, dass Tweets und Kommentare zu Programmen das Fernseh-Erlebnis steigern. Insgesamt zeigen auch hier wiederum Zuschauer  in China, Brasilien und Indien ein deutlich höheres Interesse an interaktiven Programmen als  Verbraucher in Grossbritannien, den USA oder Deutschland.
In allen untersuchten Ländern ist die Internetfähigkeit beim Kauf eines neuen Fernsehers weniger wichtig als Preis, Bildschirmgrösse und -technologie. Verbraucher in den westlichen Märkten zeigen sich auch hier distanzierter - während nur 26 Prozent der Verbraucher in Grossbritannien und 29 Prozent der Verbraucher in den USA bei einem Fernseher auf Internetfähigkeit achten, sind es in Indien 61 Prozent und in China 64 Prozent.
Es gibt schon eine ganze Reihe von Herstellern, die Smart-TV-Geräte anbieten. Seit Monaten hält sich ausserdem das hartnäckige Gerücht, dass Apple in Kürze mit einem solchen Gerät in den Markt kommen werde. Analysten sind sich sicher, dass Apple daran arbeitet. Es wird kommen, aber niemand weiss, was es ist, heisst eszum Beispiel bei Investment U.
Das Smart-TV-Konzept hat ein riesiges Potential - doch wie verhält es sich im Alltag. Wiwo.de hat eines der Spitzengeräte getestet. Zitat:
"Beim Stichwort Mediathek aber wird auch meine Frau hellhörig. Sie ist berufstätig wie ich und hat sich angewöhnt, Sendungen auf einem digitalen Rekorder aufzuzeichnen. Lineares Fernsehen entlang den Sendeplänen der TV-Programmgestalter ist bei uns längst Ausnahme.Und genau hier liegt die große Stärke vernetzter Fernsehgeräte: Sie machen Videoinhalte aller Arten – unabhängig von den starren Vorgaben der Sender – jederzeit verfügbar. Etwa in den umfangreichen Mediatheken, die sowohl die öffentlich-rechtlichen als auch die privaten TV-Sender inzwischen im Internet betreiben.Viele Sendungen könnten wir dort schon heute nachträglich ansehen – wenn wir uns an den Computer setzen. Denn nur dort war es bisher möglich, das umfangreiche Angebot komfortabel zu nutzen. Das aber ändert sich jetzt, wie unser Selbsttest belegt: Die Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Kanäle sind auf fast allen Web-Fernsehern als TV-App eingebunden. Und auch die oft kostenlosen Streams der Privaten lassen sich auf vielen Smart-TVs abrufen. Ob Tagesschau oder Dr. House – die Fernseh-Konserve im Internet ist dann nur noch ein paar Tastendrücke auf der Fernbedienung entfernt.Und mit dem Angebot kann ich sogar meine bessere Hälfte für die vernetzte Fernsehwelt begeistern. Aus Twittern beim Tatort allerdings wird wohl auch im Zeitalter des Smart-TV nichts mehr…"

Friday, August 24, 2012

Sind Smartphones schuld am Facebook Sinkflug?

Es ist noch nicht lange her, da wurde Facebook als einer der ganz grossen Internetstars gefeiert – sogar ein Hollywood Film schaute dabei heraus. Wieso stehen denn nun, nach dem Börsengang, plötzlich so viele Zweifel im Raum?

Einer der Gründe, dass es seit dem Börsengang mit Facebook nur abwärts ging, hat wohl damit zu tun, dass die Aktien von Anfang an zu viel gekostet haben. Wer da am Anfang einstieg, hat ganz einfach zu teuer eingekauft, weil er sich von den Marketing-Strategen der Banken und vom Facebook-Hype blenden liess. Es gibt aber auch noch andere, tieferliegende Gründe. Einer der gewichtigeren: Der Trend zum mobilen Surfen. Immer mehr User greifen mit ihren Smartphones oder Tablets auf das Internet zu – Analysten gehen davon aus, dass bald mehr Tablets als PCsverkauft werden.
Dieser Trend kommt zu früh für Facebook. 
Weltweit werden die Internet-Zugriffe via Handy und Tablet im kommenden Jahr erstmals ein größeres Datenvolumen haben als die Zugriffe über den PC daheim oder im Büro, schätzt das Marktforschungsunternehmen Gartner. Facebook spürt die mobile Revolution bereits deutlich: Von seinen rund 955 Millionen Nutzern haben bereits mehr als die Hälfte die Facebook-App auf ihrem Handy. Die täglichen Zugriffe erfolgen immer öfter über mobile Endgeräte statt über stationäre. Eine Umfrage unter Google-Nutzern ergab ähnliche Ergebnisse für die Web-Suche. Daraus ergeben sich drei Probleme:
  • Die Seitenabrufe über Smartphones bringen nur einen Bruchteil der Werbeeinnahmen.
  • Neue Geschäftsmodelle, die diese Verluste kompensieren befinden sich noch im Entwicklungsstadium.
  • Es ist nicht sicher, dass die Giganten des stationären Internets ihre Marktführerschaft im mobilen Web verteidigen können.“
Es wird wahrscheinlich nicht sehr lange dauern, bis man sieht, wie Facebook diese Herausforderungen meistert. Die Resultate werden sich im Aktienkurs niederschlagen. Gegen oben gibt es da riesiges Potential – gegen unten ist die Grenze klar definiert …
Im untenstehenden Video erklärt ein Fachmann im Börsen-TV, was beim Facebook-IPO sonst noch alles so falsch gelaufen ist.

Friday, July 20, 2012

Altmodische Feriengrüsse sind am beliebtesten

Alte Gewohnheiten sterben nur langsam: Auch im digitalen Zeitalter schicken die meisten Schweizer ihre Feriengrüsse am liebsten ganz altmodisch – nämlich per Postkarte. Auf dem zweiten Rang folgt dann das SMS. Auch bei jungen Erwachsenen ist die gute alte Postkarte immer noch populärer als Facebook und E-Mail. Das mag unter anderem damit zu tun haben, dass man eine e-Mail-Nachricht normalerweise nicht an den Kühlschrank oder and Anschlagbrett hängt. 

Internet? Die Postkarte schlägt auch im alle digitalen Zeitalter immer noch alle
 modernen Kommunikationsmittel. 
“Das Wasser ist warm, der Sand ist weiss, die Sonne scheint, das Essen ist hervorragend…“ Die Schweizer haben in den Ferien ein starkes Bedürfnis, sich den Daheimgebliebenen mitzuteilen. Fast 70 Prozent lassen ihre Familie und Bekannten wissen, wie es ihnen in den Ferien geht. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch. In den meisten Fällen werden die Feriengrüsse mit einer Postkarte verschickt, gefolgt von der SMS.
Die beliebteste Kommunikationsform für Grüsse aus den Ferien ist die Postkarte. Von den Befragten, die Feriengrüsse versenden, geben 77 Prozent an, Postkarten zu verschicken. Auf Platz zwei folgen SMS- und MMS-Nachrichten (61 Prozent). Den dritten Platz - allerdings bereits weit zurückliegend - belegt das Telefon (39 Prozent). E-Mails nutzen 26 Prozent, Facebook 18 Prozent. Etablierte und traditionelle Kommunikationsformen haben also klar die Nase vorn.
Je nach Alter gibt es deutliche Unterschiede in der Art, wie Feriengrüsse verschickt werden. So nutzen die Befragten zwischen 15 und 29 Jahren Facebook, E-Mails und überraschenderweise auch Briefe häufiger als die restlichen Befragten. Zudem sind SMS-Nachrichten sowie das Telefon bei dieser Altersgruppe signifikant beliebter als bei den über 50-Jährigen. Hingegen verschicken die Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich weniger Postkarten als die über 30-Jährigen. Die Postkarte ist aber mit 69 Prozent auch bei den unter 30-Jährigen die klare Nummer Eins für Feriengrüsse.
Jeder fünfte Schweizer surft auch in den Ferien regelmässig im Internet, jeder dritte immerhin gelegentlich.  45 Prozent nutzen das Internet beim Ausspannen nicht. Auch hier unterscheiden sich die Antworten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen von den restlichen Befragten. Die unter 30-Jährigen nutzen das Internet in ihren Ferien häufiger. Nur 27 Prozent dieser Altersgruppe geben an, während den Ferien gar nicht im Netz zu surfen.

Wer in den Ferien im Internet surft, macht dies in erster Linie mit dem Smartphone (40 Prozent). 22 Prozent gehen mit einem Laptop online und nahezu gleich viele mit einem Computer des Hotels (21 Prozent). Das überrascht nicht: Mit einem Smartphone kann man bequem unterwegs online gehen und zum Beispiel Touristeninformationen abrufen. Im Ausland ist dabei aber Vorsicht geboten: Surfen mit einem Schweizer Handy über das Mobiltelefonnetz kann sehr viel Geld kosten! 

Monday, June 11, 2012

Smartphones immer noch ein "Männerspielzeug"

Wenn es um die Nutzung von Smartphones geht, sind Männer wesentlich aktiver als Frauen: Nahezu doppelt so viele Männer (32,3 Prozent) wie Frauen (16,8 Prozent) besitzen oder nutzen einen der portablen Minicomputer  – und sie benutzen das Gerät deutlich häufiger als Frauen, um Online einzukaufen, auch wenn es sich oft nur um Apps handelt, die so erworben werden.
Das smarte Handy, eine leistungsfähiger Computer, den
deutlich mehr Männer als Frauen in der Tasche haben. 

Diese neusten Smartphone-Nutzungszahlen gehen aus einer exklusiv für die Fachzeitung Horizont durchgeführten, repräsentativen Umfrage zur Smartphone-Nutzung in Deutschland hervor. Die Besitzer bzw. Nutzer von Smartphones machten darüber hinaus Angaben dazu, für was sie ihr Smartphone abseits vom Telefonieren und Kurznachrichten versenden verwenden. Dabei zeigt sich, dass sich Männer und Frauen beim Surfen (46,1 Prozent) und Recherchieren (36,3 Prozent) via Smartphone nahezu die Waage halten. Mehr als doppelt so häufig (21,8 Prozent) nutzen Männer das Gerät, um auf klassische Medienkanäle wie TV und Zeitung zuzugreifen. Deutlich seltener als Frauen (38 Prozent) verwenden sie ihr Mobiltelefon hingegen, um in sozialen Netzwerken aktiv zu sein (27,5 Prozent). Ihrem Spieltrieb lassen sie ebenfalls seltener freien Lauf (15,4 Prozent) als weibliche Smartphone-Besitzer (17,2 Prozent).Interessant für Online-Detailhändler ist die Tatsache, dass dreimal mehr männliche als weibliche Nutzer  per Smartphone einkaufen. Mobiler E-Commerce steht bei Männern (6,4 Prozent) ebenfalls höher im Kurs als bei Frauen (4,9 Prozent). Nur für den E-Book-Kauf hat die männliche Zielgruppe weniger übrig als die weibliche (1,5 Prozent). Keiner der männlichen Befragten gibt an, digitale Bücher häufig bis sehr häufig über das Smartphone zu erstehen.

Friday, November 11, 2011

Auch die Apple-Götter sind nicht unfehlbar

Die Firma Apple, Erzeuger des iPods, des iPhones und des iPads (neben anderen Produkten) wird von vielen Fans regelrecht verehrt. Die Marke ruft bisweilen sogar religiöse Gefühle hervor – das wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen. Doch auch IT-Götter sind nicht unfehlbar, wie das neuste iPhone wieder mal zeigt.

Apple: je mehr User, desto mehr Kritik?
Apple-User waren schon immer eine überzeugte und extrem loyale Gemeinde – Jahre bevor Kreti und Pleti mit einem Apple-Produkt in der Hosentasche herumliefen. Doch Apple ist nun mal gross und mächtig geworden – und wie Microsoft schon seit Jahren weiss, ist es nicht nur ein Vorteil, eine IT-Grossmacht zu sein. Im Amerikanischen gibt es ein Sprichwort: “Pigs are fed, Hogs are slaughtered“ (etwa: Schweinchen werden gefüttert, Schweine geschlachtet), das durchaus in diesem Bereich Anwendung finden kann. Mächtige Firmen, genau wie mächtige Leute auch, machen sich Feinde; manchmal werden sie ganz einfach gehasst, weil sie gross sind.
Mit Apple ist es noch nicht ganz soweit – eine Google-suche in Englisch ergibt ganze 11 Resultate für Apple-Hasser, während es 71'000 Resultate für Microsoft-Hasser gibt.
Bei Apple darf man aber davon ausgehen, dass man diesbezüglich aufholen wird. Das zeigt auch die Aufregung um die Batterieleistung und andere Mängel des neusten iPhone-Modells und iPads. Zitat aus der NZZ:
“Apple stellt  seit Donnerstag das Update auf iOS 5.0.1 bereit. Es ist das erste, welches auch installiert werden kann, ohne das Gerät per Kabel mit dem Rechner verbinden zu müssen. Die Aktualisierung soll Multitasking aufs iPad 1 bringen, Fehler mit Dokumenten in der Cloud beheben, die Spracherkennung für australische Nutzer verbessern sowie Mängel beheben, wegen denen vor allem das iPhone 4S in der Kritik steht. Das neue Apple-Smartphone gibt wegen deutlich kürzerer Akkulaufzeiten als das iPhone 4 zu reden.Apple räumte den Fehler zwar zwischenzeitlich ein, machte aber keine Angaben zur Ursache. Die Nutzerbeschwerden im Forum des Herstellers reissen unterdessen nicht ab. «Ich habe die Aktualisierung vor anderthalb Stunden installiert. Ohne dass ich das Gerät benutzt habe, hat sich der Akku um 20 Prozent geleert», schreibt beispielsweise coloradoappleuser. Das Testgerät von NZZ Online musste auch nach der Aktualisierung wieder schneller an die Buchse als das Vorgängermodell…“
Schon bevor diese Schwierigkeiten ruchbar geworden sind, zeigte sich, dass das iPhone trotz seiner beispiellosen Popularität nicht mehr das meistverkaufte Smartphone ist: Der Koreanische Hersteller Samsung besetzt bereits 23.8 Prozent des globalen Smartphone-Marktes, für Apple sind es 14,6 Prozent.

Wednesday, October 12, 2011

Mobile Anwendungen in KMU oft unsicher

Eine neue Studie zur IT- und Informationssicherheit zeigt die potenzielle Gefahren auf und gibt Handlungsempfehlungen zu diesem Thema. Das überraschende Ergebnis: Nur jedes fünfte Unternehmen schützt Smartphones und Tablets mit einem Virenschutzprogramm. Damit gehen rund 80 Prozent aller Unternehmen erhebliche Sicherheitsrisiken ein.

Zwar handelt es sich bei der zitierten Untersuchung um eine Deutsche Studie – wir gehen davon aus, dass viele Resultate auch in der Schweiz anwendbar sind. Mobile Engeräte, wie Smartphones oder mobile Datenträger sind in kleinen und mittleren Unternehmen mittlerweile weit verbreitet und werden damit immer attraktiver für digitale Attacken. Der Schutz vor solchen Angriffen ist jedoch noch nicht im Bewusstsein aller Unternehmen verankert. Während drei von vier Befragten angeben, dass ihre Laptops über einen aktuellen Virenschutz verfügen, schützt nur jeder fünfte Befragte auch den Tablet PC. Bei Smartphones sind es sogar nur 15 Prozent, die ihr Gerät schützen. Auch bei der persönlichen Firewall und der WLAN-Verschlüsselung zeigen sich deutliche Unterschiede. So verfügen nur etwa zehn Prozent der Smartphones und dreizehn Prozent der Tablets über eine persönliche Firewall und nur jedes vierte bis fünfte Unternehmen verschlüsselt den kabellosen Internetzugang (WLAN) für Tablets und Smartphones. Und das, obwohl es sich bei Smartphones mittlerweile um leistungsfähige Kleincomputer handelt, die häufig mit sehr sensiblen Daten gefüllt sind.
Natürlich ist auch der Verlust mobiler Endgeräte und Datenträger ein nicht zu vernachlässigendes Risiko. Jedes Zwölfte der befragten Unternehmen gab an, dass im vergangenen Jahr mindestens ein mobiles Endgerät verloren gegangen oder gestohlen wurde. Auch wenn der materielle Schaden von den betroffenen Unternehmen als sehr gering eingeschätzt wird, birgt der Verlust von sensiblen Unternehmensdaten ein erhebliches immaterielles Schadenspotenzial.
Fazit: Unternehmen sollten achtsamer mit mobilen Endgeräten umgehen und diese auch schützen, zum Beispiel durch die Verschlüsselung der gespeicherter Daten.
Der Berichtsband kann hier gratis heruntergeladen werden.

Monday, May 9, 2011

Per Smartphone suchen - im Laden kaufen

Smartphones und andere mobile Endgeräte entwickeln sich mit zunehmender Verbreitung zum ständigen Begleiter im täglichen Leben auch während des Einkaufs. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt, dass mehr als 25 Prozent aller Smartphone-User ihr Gerät zur Informationssuche einsetzen, bevor sie im stationären Handel etwas einkaufen.

Klicken Sie die Grafik an um sie zu vergrössern.
Am Anfang wurden Smartphones vor allem zum E-mailen eingesetzt, so wurde der Blackberry weltweit populär. Natürlich war ein solches Gerät auch ein Statussymbol - man demonstrierte, dass man immer verbunden und gefragt war. Mit dem iPhone von Apple und dem Erscheinen der Apps wurde das Smartphone dann so richtig multitalentiert - für fast jeden Alltagseinsatz gibt es eine Applikation. Das wirkt sich nun auch auf das Konsumverhalten aus, wie die Studie "Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel“ des ECC Handel in Zusammenarbeit mit hybris, dem Experten für Multichannel Commerce und Communication, demonstriert. Dafür wurden über 1000 Internetnutzer und zusätzliche 500 Smartphone-Nutzer, jünger als 30 Jahre, zu ihrem Informationsverhalten bei ihrem letzten Kauf im stationären Handel, im Internet und über den Katalog befragt. 
Das Resultat: Sowohl für den stationären Handel als auch für den Online-Handel hat die Bedeutung von Smartphones während der Kaufentscheidung deutlich zugenommen. Interessant ist hier vor allem der Zeitpunkt der Nutzung: 50 Prozent der Befragten geben an, sich vor dem Besuch im Ladengeschäft mobil informiert zu haben. 35,6 Prozent haben ihr Smartphone sogar während des Besuchs im stationären Handel genutzt. Bei jedem dritten Kauf im stationären Handel findet eine Informationssuche im Internetstatt. Da sich tendenziell vor allem bei hochwertigeren und teureren Produkten vorab im Internet informiert wird, entspricht dies 60 Prozent des gesamten Umsatzes, der im stationären Handel mit Gebrauchsgütern getätigt wird.
"Es kommt zu einer im Handel noch nie dagewesenen Herausforderung – das Verschmelzen zweier Vertriebskanäle. Smartphones ermöglichen das gleichzeitige Informieren und Einkaufen im On- und Offline-Handel“
sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer beim Marktforscher IfH. Mark Holenstein von Hybris ergänzt:
 "Immer mehr Unternehmen erweitern ihren Auftritt um ein M-Commerce-Angebot. Dabei ist es elementar, den mobilen Kanal nicht losgelöst von den anderen Kanälen zu betrachten. Vielmehr müssen alle Instrumente – Online, Print, Mobile, POS, Kundendienst – so miteinander verknüpft werden, dass dem Kunden ein nahtloses Cross-Channel-Einkaufserlebnis ermöglicht wird.“

Tuesday, February 15, 2011

Die Apple-Konkurrenz holt auf

In Barcelona geht im Moment wieder die Lieblingsveranstaltung aller Handy-Fans über die Bühne, die Mobilfunkmesse Mobile World Congress 2011.

Da stellen die wichtigen Hersteller ihre neusten Produkte vor, und es zeigt sich, dass die iPhone-Konkurrenz stark am Aufholen ist. Hier ist ein Link zu einer Bildfolge des Stern mit den neusten Smartphones die in Spanien gezeigt und lanciert werden. Die Neuen sind ziemlich beeindruckend; oder wie es die Süddeutsche formuliert:
"Handy-Hersteller präsentieren in Barcelona die neuesten Smartphones und Tablets. Die Geräte lassen aktuelle Modelle bereits jetzt alt aussehen. Selten herrschte beim Mobile World Congress eine solche Aufbruchstimmung: Auf der Mobilfunk-Messe in Barcelona erfreut sich die Branche daran, dass Kunden immer häufiger zu internetfähigen Handys greifen. Doch nicht nur das: Mit Tablet-Computern ist in den vergangenen zwölf Monaten eine neue Gerätegattung entstanden, die weitere Innovationen und Umsätze verspricht."