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Friday, July 16, 2021

Smartphones: Chinas Xiaomi schlägt Apple

Chinesische Marken ringen heute mit sehr populären Produkten sehr erfolgreich um Marktanteile im Smartphone-Markt.  Nun hat Xiaomi sogar Apple vom zweiten Platz verdrängt.

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Auf dem ersten Platz, vorerst noch unangefochten, steht mit 19 Prozent Marktanteil immer noch Samsung mit seinem Lineup an technisch hochstehenden Smartphones, die in Europa im Allgemeinen und in der Schweiz im Besonderen längst auf viele loyale User  zählen können. Gemäss dem Marktforschungsinstitut Canalys hat jetzt aber der chinesische Hersteller Xiaomi den iPhone-Konzern Apple vom zweiten Platz verdrängt, was die Marktanteile betrifft. Xiaomi sei vor allem dank einer hohen Nachfrage in Lateinamerika und Afrika auf einen Marktanteil von 17 Prozent gekommen, was einem weltweiten Plus von drei Prozent zum Vorquartal entspreche. Apple erreichte nur noch einen Marktanteil von 14 Prozent. Xiaomi bietet eine grosse Auswahl verschiedener Geräte in allen Preisklassen und erhält von der Fachpresse gute Kritiken. So schreibt zum Beispiel die das britische-amerikanische Magazin techradar.com:

“Die Firma mag ein relativer Neuling auf dem Gebiet sein, aber Xiaomi Telefone haben oft beeindruckende Spezifikationen und Funktionen, mit niedrigeren Preisen als man erwarten würde. Wer auf der Suche nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist, für den ist Xiaomi eine gute Wahl – auch im Vergleich zu Geräten von Apple, Samsung und Huawei.“

Oppo und Vivo, zwei weitere Chinesische Hersteller, stehen auf dem vierten und fünften Platz der weltweiten Marktanteil-Rangliste.

Thursday, September 26, 2019

Smartphones: nicht mehr wie heisse Weggli, aber immer noch gut

Smartphones verkaufen sich nicht mehr so gut wie früher; die Verbraucher lassen sich von technischen Verbesserungen nur noch schwer beeinflussen. Der weltweite Absatz von Smartphones an Endverbraucher ging auch im zweiten Quartal 2019 um fast zwei Prozent zurück. 368 Millionen Geräte wurden gemäss Gartner Inc. verkauft. Der Markt ist also offensichtlich nicht mehr so vital wie in den vergangenen Jahren, aber die Verkaufszahlen sind immer noch beeindruckend.

Grosse Hersteller hätten Premium-Features wie mehrlinsige Front-/Rückkameras, lünettenlose Displays und grosse Batterien von ihren Flaggschiff-Smartphones in preiswertere Modelle gebracht, heisst es bei Gartner - alles, um die User dazu zu bewegen, ein neues Smartphone zu kaufen. Das funktioniert recht gut, aber nicht für alle Hersteller: Unter den fünf weltweit führenden Smartphone-Herstellern verzeichneten Huawei und Samsung im zweiten Quartal 2019 mit 16,5 Prozent und 3,8 Prozent die stärksten jährlichen Umsatzsteigerungen. Deshalb vergrösserten beide ihren Marktanteil, was dazu führte, dass sie mehr als ein Drittel des weltweiten Gesamtumsatzes mit Smartphones ausmachen.
Die Ankündigung des Huawei-Verbotes führte allerdings zu einem starken Rückgang der Smartphone-Umsätze von Huawei auf dem Weltmarkt. Während der Gesamtumsatz mit Smartphones weltweit schwächer war, verhalf viel Werbung und Markenpositionierung Huawei im vierten Quartal zu Rekordverkäufen von Smartphones in Greater China mit beeindruckenden plus 31 Prozent.
Samsung verkaufte im zweiten Quartal 2019 über 75 Millionen Smartphones und steigerte seinen Anteil im Jahresvergleich um 1,1 Prozent. Die starke Nachfrage nach den neuen Smartphones der Galaxy A-Serie von Samsung und die Überarbeitung der gesamten Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphone hätten zu dieser Entwicklung beigetragen, sagt Gartner.
Apples Anteile schrumpfen hingegen weiter: Die Verkäufe von iPhones gingen im Jahresvergleich weiter zurück, wenn auch mit einer geringeren Rate als im ersten Quartal. Apple verkaufte im zweiten Quartal etwas mehr als 38 Millionen iPhones, ein Rückgang von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zu wenige zusätzliche Vorteile hindern bestehende iPhone-Nutzer daran, ihre Smartphones zu ersetzen.
Die NZZ sieht im Angebot an faltbaren Smartphones ein Ausdruck dieses sich konsolidierenden Marktes:
“Um die Konsumenten dazu zu bewegen, sich ein neues Smartphone zuzulegen, genügt eine Kamera mit noch mehr Megapixeln und etwas mehr Speicherplatz nicht aus. Gefragt ist eine stärkere Differenzierung. Und genau diese Überlegung dürfte hinter der Renaissance des Klapp-Handys stecken.
Anfang des Jahres sorgte Samsung mit dem «Galaxy Fold» für Aufsehen, das sich dank dem faltbaren Display zu einem Tablet aufklappen lässt. Fast zeitgleich hat auch Huawei ein Falt-Handy angekündigt. Das «Mate X» hat in zusammengefalteten Zustand einen Bildschirm auf der Vorder- sowie auf der Rückseite und wird nach aussen aufgeklappt…“
Gartner Analysten gehen davon aus, dass der weltweite Verkauf von Smartphones an Endverbraucher im Jahr 2019 insgesamt noch 1,5 Milliarden Einheiten erreichen wird.
Immerhin!

Tuesday, May 14, 2019

Smartphones: Huawei überholt Apple und verspricht, nicht zu spionieren

China mag mit seiner globalen Handels- und Machtpolitik eine Bedrohung für andere Nationen darstellen - die Konsumenten scheint es nicht zu kümmern. Huawei Technologies Co., jener chinesische Konzern, der vielerorts verdächtigt wird, mit seiner Technologie Spionage zu betreiben (und dies vehement bestreitet), ist jetzt im Smartphone-Sektor grösser als Apple geworden und steht damit auf dem zweiten Rang hinter Samsung.

                                                                                                         Quelle: IDC
Huwai, der Netzwerkriese, sei im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um volle 50 Prozent gewachsen, schätzt Marktforscher IDC. Huawai ist die einzige Marke unter den grossen vier Smartphone-Herstellern, der es gelungen ist, das Verkaufsvolumen zu steigern, obwohl der Gesamtmarkt seit anderthalb Jahren  schrumpft. Huawei ist Apple und Samsung mit einem zunehmend hochwertigen Geräteportfolio auf den Fersen, insbesondere im Heimatmarkt China.
Tatsächlich steht Apple im Moment im Gegenwind - vor allem auch wegen der Unstimmigkeiten im Verhältnis zwischen den USA und China. Das wird es schwierig machen, die Verkaufszahlen zu steigern.
Apple ist besonders anfällig für einen Handelskrieg mit China. Weil eben die iPhones hauptsächlich in China zusammengestzt werden, obwohl Apple auch zahlreiche amerikanische Lieferanten hat. Das heisst, dass das Endprodukt bei der Wiedereinfuhr in die USA genau so verzollt werden muss, wie ein 100prozentig chinesisches Produkt. Experten schätzen, dass ein 25prozentiger Zoll auf dem iPhone zu einer Preiserhöhung von 160 US-Dollar für das iPhone XS führen könnte.Wenn Apple die Zölle absorbieren würde, könnte das im nächsten Jahr zu einem Gewinnrückgang pro Aktie von mehr als 20 Prozent führen. Diese Aussichten haben seit Anfangs Mai bereits zu einem kräftigen Rückgang des Aktienkurses geführt.
Huawei, dessen Exporte in die USA natürlich auch von den amerikanischen Strafzöllen betroffen sind, hat inzwischen eine PR-Offensive gestartet, was den Verdacht der Spionage für die chinesische Regierung betrifft:
“Der Konzern sei bereit, Erklärungen abzugeben, dass mit den Produkten von Huawei keine Spionage betrieben werde, sagte der Konzernvorsitzende Liang Hua. Die [Deutsche] Bundesregierung zeigte sich allerdings skeptisch. "Entscheidend wäre, dass der chinesische Staat bereit ist, so etwas zu unterzeichnen", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. "Dafür sehen wir keine Anzeichen." Die USA fordern den Ausschluss des Konzerns vom Aufbau der Funknetze für den ultraschnellen Mobilfunkstandard 5G. Sie werfen Huawei vor, die Technologie, die weltweit in Mobilfunknetzen eingesetzt wird, zur Überwachung zu nutzen. [...] Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hatte nach eigenen Angaben vor ein paar Jahren Sicherheitslücken in Huawei-Produkten entdeckt. Wie erst im April bekannt wurde, seien die Probleme in den Jahren 2011 und 2012 im italienischen Netzwerk entdeckt worden. Medienberichte zufolge wurden damals "geheime Hintertüren" in der Huawei-Software festgestellt, die den Chinesen Zugang zum italienischen Netzwerk mit Millionen Internetkunden hätten geben können.“ (zeit.de)

Thursday, April 11, 2019

Swisscom bringt 5G für die ganze Schweiz

Swisscom wird bis Ende Jahr die ganze Schweiz mit dem neusten Mobilfunkstandard 5G versorgen. Bisher war 5G für Privatkunden reine Theorie, denn es fehlten die Endgeräte. Nun ist das Warten vorbei. Swisscom kündigt jetzt gleich vier Endgeräte für den Verkauf an. Das allererste 5G-Gerät im Swisscom Shop stammt vom Hersteller Oppo, weitere Marken wie LG (ab Mai), Samsung (ab Juli) und Huawei (im dritten Quartal) werden folgen.

Auch 5G braucht Sendemasten (hier ein Sunrise-Exemplar, das
schon im Juni letzten Jahres in Oerlikon in Betrieb genommen
wurde).                                                                                Bild pd
In Fernost gehören die Smartphones von Oppo zu den beliebtesten Endgeräten, weltweit gehört Oppo zu den führenden Herstellern. Oppo Reno 5G, gibt es ab Mai im Swisscom Shop. Mit den neuen
Geräten werden sich die Anwendungen vervielfachen. Swisscom präsentierte an einem Medienanlass reale Anwendungen rund um Virtual- und Augmented Reality und Gaming. Demonstriert wurden die Möglichkeiten der neuen Technologie - Geschwindigkeit, tiefe Latenz und hohe Kapazität. Urs Schaeppi, der CEO von Swisscom weiss, dass es Unternehmen sind, die zunächst das volle Potenzial von 5G nutzen werden - im Internet der Dinge, der Cloud oder auch für Data Analytics. Während viele Anwendungen für Privatkunden noch in den Kinderschuhen stecken, ist 5G in Unternehmen bereits in den Startlöchern und ermöglicht etwa die intelligente Steuerung von Industrieanlagen.
Sobald das Bundesamt für Kommunikation die Konzession erteilt, wird Swisscom das mit Technologiepartner Ericsson aufgebaute 5G-Netz einschalten. Die ersten 5G-Geräte laufen auf einer bewährten Frequenz im 3.5 Gigahertz-Band, die bis anhin etwa für TV-Aussenreportagen genutzt und vom Bund nun für den Mobilfunk freigegeben wurde. Diese Frequenz ist ausgelegt, um jetzt schon Geschwindigkeiten von bis zu 2 Gbit/s zu erreichen. Am Medienanlass demonstrierte Swisscom eine Spitzengeschwindigkeit von 1.86 Gbit/s.
5G wird von den meisten Anwendern geschätzt werden - die Technologie ist unheimlich leistungsfähig und bietet Möglichkeiten, die bis jetzt nicht verfügbar waren. Allerdings regt sich jetzt auch konkreter Wiederstand von Umweltschützern, vorerst in der Westschweiz:
“Das Genfer Kantonsparlament hat am Mittwochabend eine Motion für ein Moratorium von 5G-Antennen auf Kantonsgebiet überwiesen. Die Motion verlangt vor Aufhebung des Moratoriums unabhängige wissenschaftliche Erkenntnisse über etwaige Gesundheitsschäden. […]m Kanton Waadt will der Staatsrat ein Moratorium für die Installation von 5G-Antennen prüfen. Das hatte die Regierung Anfang Woche im Zusammenhang mit der Antwort auf eine entsprechende Resolution des Grossrats Raphaël Mahaim (Grüne) beschlossen. Nach einer langen Debatte hiess der Grossrat die Resolution schliesslich mit 95 Stimmen zu 9 bei 25 Enthaltungen gut. Bis Mitte 2019 soll eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Bafu einen Bericht mit Empfehlungen zum Bereich Mobilfunk und Strahlung verfassen. Den Einsatz der Arbeitsgruppe hatte noch die ehemalige Bundesrätin Doris Leuthard im vergangenen Herbst veranlasst…“ (Tagesanzeiger)

Monday, November 5, 2018

Die Hersteller versuchen, den Smartphone-Boom zu verlängern

Es ist fraglich, ob es je notwendig war, alle Jahre ein neues Smartphone-Modell anzuschaffen. Aber es scheint, dass dieses User-Verhalten zum Smartphone-Boom der vergangenen Jahre beigetragen hat. Nun scheint sich dieses Verhalten geändert zu haben: Die Technologie wird nicht schnell genug besser, um ein Upgrade zu rechtfertigen. Allerdings gibt es auch noch andere Gründe für den schrumpfenden Smartphone-Markt.

Die fünf grössten Smartphone-Hersteller und ihre Marktanteile
(zum Vergrössern anklicken).
Die Zahl der verkauften Smartphones ist auf der ganzen Welt rückläufig. Im letzten Quartal wurden immerhin noch 355,2 Millionen Geräte ausgeliefert - was gemäss IDC einem Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr ausmacht. Allein Samsung, der grösste Hersteller mit einem globalen Marktanteil von 20,3 Prozent, lieferte im letzten Quartal 13 Prozent weniger Smartphones aus - vor allem in den riesigen Märkten China und Indien.
Dafür hat der chinesische Hersteller Huawei aufgeholt und ist bei den Auslieferungen an Apple vorbeigezogen. Huawai wurde nicht zuletzt dank dem P20 Pro Smartphone zum zweitgrößten Smartphone-Hersteller der Welt. Ob Apple wieder aufholen kann, wird sich schon bald zeigen, da gleichzeitig mit dem Verkaufsbeginn des Apple iPhone XR das Huawei Mate 20 Pro erschienen ist. Beide Geräte rangieren in der Spitzenklasse und werden generell sehr gut bewertet. Vorläufig belegt Huawei aber den zweiten Platz auf der Herstellerrangliste, gleich nach Samsung, obwohl der Huawei Marktanteil mit 14,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal ebenfalls leicht rückläufig war. Im Jahresvergleich stieg der Marktanteil allerdings um fast ein Drittel.
Die IDC-Zahlen zeigen, dass der gesamte weltweite Smartphone-Markt in diesem Jahr erstmals schrumpfen wird - um ein rundes Prozent. Zum Vergleich: In den letzten fünf Jahren betrug das durchschnittliche Wachstum 16 Prozent.
Eines der grössten Probleme im Smartphone-Markt stellt gegenwärtig China dar, das bei weitem nicht mehr das enorme Wirtschaftswachstum aufweist, wie früher. Seit anderthalb Jahren sind die Verkäufe in China rückläufig. Die hohe Penetrationsrate, gemischt mit schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, habe den grössten Smartphone-Markt der Welt verlangsamt, erklärt Ryan Reith von IDC.
Die Sättigung des Marktes lässt die Hersteller auf fortgeschrittene Technologien wie 5G und Features wie Mehrfachkameras setzen. Wie weit dies die User dazu verleiten wird, ihre Handys öfter zu ersetzen, ist schwer abzuschätzen.

Da weltweit auch grosse Lagerbestände im Vertrieb eine Rolle bei der Entwicklung des Smartphone-Marktes spielen, könnte es durchaus sein, dass auch die Verbraucher mittelfristig vom schrumpfenden Markt profitieren könnten - in der Form von sinkenden Preisen.

Thursday, October 6, 2016

Ein ganz heisses Smartphone

Man darf wohl sagen, dass die neuen Samsung Galaxy Note 7 Smartphones ganz heiss sind – in vielen Fällen ganz klar zu heiss. Auch für die Betreiber von Kreuzfahrtschiffen.

Das Samsung Galaxy Note 7 ist zu heiss und deshalb auf vielen
Kreuzfahrtschiffen verboten.                                                  Bild EW
Der letzte Fall hätte ganz bös enden können: Ein Passagierflugzeug mit 75 Menschen an Bord musste in den USA evakuiert werden, nachdem ein Samsung Galaxy Note 7 Smartphone die Maschine mit Rauch füllte. Immerhin verlief die Evakuation ohne Schwierigkeiten – nicht auszudenken, was passieren hätte können, wenn der Flieger schon in der Luft gewesen wäre.
Dieser Vorfall ist darum besonders schlecht für Samsung, weil es sich allem Anschein nach nicht um eines der ursprünglich zu heiss werdenden Handys handelt, sondern um ein Ersatzmodell. Samsung hatte ja bereits Millionen der Smartphones zurückgerufen und ausgetauscht – in einer eigentlich vorbildlichen und sehr, sehr teuren Aktion, die jetzt noch viel teurer werden könnte.
Falls sich bestätigen sollte, dass es sich beim Smartphone, das auf dem Flugplatz von Kentucky Rauch entwickelte, tatsächlich um eines der ausgetauschten Geräte handelt, hätte Samsung ein riesiges Problem. Tatsächlich ist das Image der Geräte jetzt schon schwer angeschlagen. So schwer, dass bereits viele Kreuzfahrt-Unternehmen ihren Passagier verbieten, die Handys auf ihren Schiffen überhaupt einzuschalten. Gemäss  einem Artikel des “Telegraph“ ist es eine ganze Reihe von Reedereien, die zu dieser Massnahme gegriffen hat, wie Cunard, Holland America Line, Princess Cruises, Seabourn, P&O Cruises, Costa Cruises und Fathom, sowie Royal Caribbean International, Azamara Club Cruises, Thomson Cruises, Windstar und Disney Cruise Line.
Wie das Verbot durchgesetzt werden soll, haben die Kreuzfahrt-Unternehmen nicht erklärt.
Tatsächlich ist nicht nur besorgniserregend, dass auch die ausgetauschten Samsung-Geräte nicht sicher sein sollen – erstaunlich ist auch, dass die allermeisten der gefährdeten Handys immer noch benutzt werden. In den USA, wo rund eine Million der Geräte verkauft worden sind, wurden bis Ende September nur 130‘000 umgetauscht, obwohl fast 100 Fälle von überhitzten oder explodierenden Batterien registriert wurden.
Zumindest war der letzte Vorfall im Flugzeug auf dem Fluplatz von Louisville keine Explosion. Das Smartphone habe zwar Rauch entwickelt, Flammen seien aber nicht entstanden. “Der Teppich im Flieger wurde ein bisschen verschmort“, erklärte eine Sprecherin der Fluggesellschaft.
Immerhin…


Wednesday, December 10, 2014

Tatsächlich? Das Klapphandy feiert ein Comeback?

Trends verbreiten sich blitzschnell in der digitalen Gesellschaft. Wenn auf Social Media plötzlich reihenweise zumeist sehr gut aussehende Prominente auftauchen, die ihr Smartphone in der Schublade lassen, dafür aber ohne sich zu schämen mit dem guten alten Klapphandy telefonieren, dann wissen die coolen User was sie zu tun haben. Fort mit dem iPhone, her mit dem noch vor kurzem nur von Ewiggestrigen benutzten Flip-Phone.

Eine Weihnachtsgeschenkidee, voll im Trend - und dennoch günstig: das Klapphandy
ist wieder da.                                                                                                    PfW
Wie lange denn dieser Trend zum Klapphandy wirklich anhalten wird, sei mal dahingestellt. Immerhin ist es aber schon bemerkenswert, dass eine absolute Stil-Päpstin wie die Vogue-Chefredaktorin Anna Wintour (die im Hollywood-Streifen “The Devil Wears Prada“ portraitiert wurde) sich mit dem Ding in der Öffentlichkeit ablichten lässt, ohne dass es ihr im geringsten peinlich zu sein scheint. Auch jüngere Berühmtheiten, wie Rhianna, Scarlett Johansson oder Kate Beckinsale telefonieren mit dem Retro-Handy.
Auch für Anwender, die sich nicht unbedingt zu den absoluten Trendsettern oder Stil-Ikonen  zählen, gibt es gute Gründe, den Rückschritt zum Klapphandy zu wagen, wie Chiara Atik in einem Aufsatz im Wissenschaftsmagazin “Matter“ kürzlich schrieb:
“Ein Flip-Phone repräsentiert den ultimativen Luxus: Unerreichbarkeit."
Natürlich gibt es andere sehr gute Gründe, die jetzt überall zum Vorschein kommen und aufgezählt werden. Die schlüssigste Liste ist allerdings auf mashable.com zu finden::
  • Flip phones literally repel muggers, making them the smartest option for the safety conscious. (Klapphandys stossen Räuber buchstäblich ab und sind deshalb die beste Wahl für Sicherheitsbewusste.)
  • The iPhone screen shatters when you drop it 3 feet. A flip phone's screen doesn't shatter if you drop it out of an 11th-story window and a garbage truck runs it over. (Der iPhone-Bildschirm zerbricht wenn Sie es einen Meter fallen lassen. Ein Flip-Phone-Bildschirm geht nicht kaputt, wenn es aus dem elften Stock fällt und ein Lastwagen drüber fährt.) 
  • What is it about flip phones that keeps them alive for a week at a time? Uranium? The battery in a flip phone lasts longer than the paint on its buttons. (Was ist es, das Flip Phones für Wochen laufen lässt? Uranium? Die Batterie in einem Flip-Phone hält länger als die Farbe auf der Tastatur.)
  • The older your phone is, the lower your bill is going to be. Imagine what you could do with the money you'd save on data fees? (Je älter das Klapphandy ist, desto tiefer wird die Handyrechnung sein. Stellen Sie sich mal vor, was Sie mit dem Geld tun könnten, das Sie an Datengebühren sparen!)
Wir, die wir immer noch ein funktionierendes Klapphandy besitzen, haben das alles natürlich schon längst gewusst!


Wednesday, November 5, 2014

Digitalisierung bringt Innovation - Innovation bringt Umsatz

Es überrascht nicht, dass innovative Unternehmen derzeit besonders in der Technologie- und Telekommunikationsbranche zu finden sind. Firmen aus diesen Branchen belegen die vorderen Plätze in der aktuellen Innovationsstudie von The Boston Consulting Group (BCG). Der Grund: Innovationen die zu grossen Änderungen und Neuerungen in Geschäftsprozessen führen, können bestehende Geschäftsmodelle, Produkte und Abläufe komplett auf den Kopf zu stellen. Die Digitalisierung vereinfacht und beschleunigt die Einführung derartiger Innovationen stark. Das wird gemäss der BCG-Studie vielen Unternehmern erst so richtig bewusst.

Klicken Sie auf die Rangliste für bessere Lesbarkeit.
„Heutzutage reicht es immer weniger aus, allein die bestehenden Geschäftsmodelle schrittweise weiter zu entwickeln. Vielmehr sind zusätzlich Innovationen von disruptiver Kraft notwendig, um zu den Spitzenreitern einer Branche zu gehören“, sagt BCGs Carsten Kratz.
Beleg hierfür ist das starke Abschneiden von Technologie- und Telekommunikationsunternehmen in der diesjährigen Rangliste: Insgesamt gehen sieben Plätze der Top 10 und 21 der Top 50 an Unternehmen aus diesen Branchen.
Apple führt die Liste der innovativsten Unternehmen seit 2005 ununterbrochen an, in diesem Jahr gefolgt von Samsung, Google, Microsoft und IBM. Darüber hinaus stammen sechs der elf Neueinsteiger aus der Technologiebranche – und zwar Xiaomi, Yahoo!, Hitachi, Oracle, Salesforce und Huawei.
Insgesamt ist die Rangliste stark von US-amerikanischen Firmen dominiert, was Europäische Beobachter überraschen mag. Trotz Finanzkrise und langandauernder Rezession sind die USA immer noch die grösste Wirtschaftsmacht der Welt mit einem gewaltigen Innovations- und Produktivitätspotential. Europa hinkt da hinterher.
Die BCG-Studie zeigt, dass viele Befragte den digitalen Technologien in den kommenden drei bis fünf Jahren nur eine begrenzte Bedeutung beimessen, was deren Innovationswirkung angeht. Nicht einmal die Hälfte der Befragten meint, dass Trends wie Big Data und Mobile einen großen Einfluss haben werden. Weniger als ein Drittel sagt, dass ihre Unternehmen diese digitalen Innovationsthemen in ihren Innovationsprogrammen berücksichtigen würden. Bei BCG schätzt man diese Entwicklung als gefährlich ein. Digitale Trends, basierend auf Big Data und mobilen Diensten, seien die Innovationshebel schlechthin, wie man an den Aktivitäten von Unternehmen in Telekommunikation oder IT sehe. Andere Branchen nähmen das jedoch noch nicht so eindeutig wahr.
Innovation bleibt eine der höchsten Prioritäten in den Unternehmen der Befragten, allerdings gelingt es den Wenigsten, bahnbrechende Innovationen zu entwickeln. In diesem Zusammenhang untersuchte die BCG-Studie was bahnbrechende Innovatoren von anderen Unternehmen unterscheidet:

“Sie denken breiter in der Ideenfindung, nutzen stärker Geschäftsmodell-Innovationen und haben Unternehmenskulturen, die stärker auf durchschlagenden Erfolg ausgerichtet sind. Fast die Hälfte der bahnbrechenden Innovatoren sagten aus, dass sie über die vergangenen drei Jahre mehr als 30 Prozent ihrer Umsätze mit Innovationen erzielten – mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt.“

Die BCG-Studie (in englischer Sprache, 28 Seiten PDF) kann hier heruntergeladen werden.



Friday, September 6, 2013

Fernseher: immer schärfer, immer grösser

Wie die Überschrift lässt sich der Trend der diesjährigen Ifa in Berlin zusammenfassen. Den Herstellern und Verkäufern geht es darum,  die Konsumenten für noch schärfere Fernsehgeräte zu interessieren. Teure Ultra-HD-Geräte werden angepriesen, obwohl es noch kaum Inhalte dafür gibt.

Scharf und schärfer - und ganz schön gross: Nicht jedes Wohnzimmer ist
geräumig genug für den UHDTV Samsung S 9.
Ultra-HD oder 4K-Fernseher liefern ein viel schärferes Bild als die heute gebräuchlichen High-Definition-Geräte. Ultra-HD-Geräte haben viermal mehr Pixel als ein 1080p-Gerät, wie es vermutlich bei Ihnen zu Hause in der Stube steht. Trotzdem will sich die Begeisterung über die neuen Fernseher nicht so richtig einstellen: Die NZZ titelt ihre Berichterstattung und ein Videointerview zum Thema mit “Abwarten kann man immer“. Und der Spiegel-Reporter spricht von einem Wettrüsten:
“Jahrelang ging es den TV-Herstellern darum, wer die größte Glotze hat. Dann darum, wer den dünnsten Bildschirm liefert. Von diesem Schaulaufen ist auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin in diesem Jahr nicht mehr die Rede. Jetzt geht es darum, wer die meisten Pixel auf der kleinsten Fläche zusammenpresst. Eingeleitet wurde das Wettrüsten der Pixelverdichter von Apple mit dem iPhone 4. Dessen Display zeigte mit 960 x 640 Bildpunkten auf 4 Zoll Diagonale mehr Pixel pro Zoll an als irgendein anderes Handy zu jener Zeit. Apple bewarb es damit, dass die Pixel so dicht beieinander lägen, dass man sie mit bloßem Auge nicht mehr auseinanderhalten könne.“
Doch braucht man diese Schärfe auch im Wohnzimmer? Die Frage stellt sich vor allem auch deshalb, weil die meisten Ultra-HD-Geräte noch sehr teuer sind.  Ein richtiges grosses Gerät, wie Toshibas84-Zoll UHDTV (was einer Bilddiagonale von über zwei Metern entspricht) wird für ganze 20‘000 Euro angeboten. Der Samsung S 9 kostet gar 35'000 Euro. Das Fazit des Spon-Reporters:
“So laut die TV-Hersteller auf der Ifa für die neue Technik trommeln, so unfertig wirkt das Angebot noch. UHDTVs sind groß, teuer und können derzeit kaum Inhalte in ihrer nativen Auflösung anzeigen. In mancherlei Hinsicht erinnert die Technik an Full HD, dass zu seiner Einführung mit ähnlichen Problemen bei ähnlich hohen Preisen zu kämpfen hatte. Wer sich jetzt ein solches Gerät ins Wohnzimmer stellt, kann sich mit Recht als Early Adopter bezeichnen, mit allen Nachteilen, die es mit sich bringt, früh auf eine neue Technik zu setzen.
Mit Full HD hat die neue Technik aber auch gemein, dass sie sehr verlockend wirkt, hat man erst einmal eine Weile vor einem solchen Gerät gesessen. Schaut man danach auf einen Full-HD-TV, den man eben noch toll fand, erscheint dessen Bild plötzlich grobpixelig. Eben deshalb wird sich UHDTV durchsetzen, genau wie seinerzeit Full HD. Aber ein paar Jahre wird es noch dauern.“

Tuesday, February 14, 2012

Tablet-Fieber

Der Märzmonat sollte dieses Jahr für Tablet-Fans weltweit etwas zu bieten haben. Die beiden populärsten Tablet-Hersteller Apple und Samsung haben nämlich für diesen Frühling beide neue Produkte angekündigt – wenn man der digitalen Klatschpresse glauben darf. 

Samsung will den Galaxy Tab 2 in Kürze in die Läden
bringen. Über seinen Preis wird noch spekuliert.
Der Kampf um den globalen Spitzenplatz in den Herzen der Tablet-Fans wird zwischen Apple und Samsung, zwischen Apple OS und Android ausgetragen. Zwar gibt es inzwischen Anwärter, die ebenfalls Aussichten haben, auf das Tablet-Podest zu steigen, derFire von Amazon zum Beispiel, der zugleich noch als Lesegerät fungiert und erst noch billig ist. So richtig kann dieses Gerät aber die Tablet-Fans nicht begeistern, dafür ist es zu wenig leistungsfähig und raffiniert. (Welcher iPad-Fan will schon ein Tablet ohne Kamera, Mikrofon oder GPS-Funktionen…?)
Deshalb bleiben wir im Moment bei den Ankündigungen für den iPad 3 und den Galaxy Tab 2, die beide im Frühling auf den Markt, beziehungsweise vorgestellt werden sollen. ZDNet.de hat zu beiden Geräten einen Bericht bereit. Ausführlich wird über den Galaxy Tab 2 informiert, der gestern von Samsung offiziell angekündigt wurde. Zitat:
Wie das Ur-Tablet von 2010 kommt das Galaxy Tab 2 (7.0) mit einem 7 Zoll großen Display und einem 1 GHz schnellen Prozessor. Letzterer besitzt jetzt jedoch zwei Kerne statt einen. Als Betriebssystem dient Android 4.0 Ice Cream Sandwich mit Samsungs überarbeiteter TouchWiz-Oberfläche; das erste Galaxy Tab kam damals mit Android 2.2 Froyo. […] Samsung plant eine reine WLAN-Version und eine 3G-Variante. Letztere enthält außer WLAN nach IEEE (802.11b/g/n) auch Bluetooth 3.0 und ein UMTS-Modul mit HSPA+, das Datentransferraten von bis 21 MBit/s im Downstream erlaubt. Die weitere Ausstattung umfasst ein GPS-Modul, Bewegungs- und Lagesensor, ein 4000-mAh-Akku sowie zwei Kameras. Die 3-Megapixel-Kamera auf der Rückseite eignet sich für Fotos, während mit der VGA-Webcam in der Front Videotelefonate geführt werden können.“
Die Informationen zum iPad 3 sind dagegen eher noch im Bereich der Spekulationen angesiedelt – was das Ganze für die Fans nur noch aufregender macht. Immerhin machen aber auch die ganz Grossen, wie zum Beispiel das Wall Street Journal, beim Anheizen der Gerüchteküche mit. ZDNet zitiert verschieden Publikationen mit verschiedenen Prognosen, wie der neue iPad aussehen könnte:
“Die Ankündigung des iPad 3 ist für 7. März geplant. Das schreibt iMore, das sich auf "in der Vergangenheit zuverlässige Quellen" bezieht. Es bestätigt ferner Daten aus früheren Spekulationen: Der Bildschirm wird mit 2048 mal 1536 Pixeln auflösen, als Prozessor gibt es einen Apple A6 mit vier Kernen, und auch eine Option mit LTE-Mobilfunkchip ist geplant. […] Bei iLounge ist seit Januar zu lesen, dass Apple die Kamera verbessert habe. Für FaceTime gebe es eine hochauflösende Frontkamera, auf der Rückseite sogar 8 Megapixel Auflösung…“
Auch was die Preise für die neusten Generation Tablets betrifft, schwirren schon Gerüchte umher. Der Galaxy soll demzufolge je nach Ausführung zwischen 420 und knapp 600 US-Dollar kosten (was nicht billig wäre). Vom iPad 3 sind noch keine Preise durchgesickert - billig wird das Teil aber mit Sicherheit nicht sein. 

Sunday, January 15, 2012

Displays am Kopf und zum Falten

Die Monitor-Display-Technologie hat in den letzten Jahren immense Fortschritte gemacht. Vergleichsweise riesige Röhrenbildschirme sind durch ultraflache Bildschirme abgelöst worden, die qualitativ erst noch viel besser sind. Der nächste Schritt sind transparente und flexible Displays, deren Anwendungsmöglichkeiten grenzenlos sind. Eine Israelische Firma stellt bereits eine Brille mit eingebautem Bildschirm her. 
So sieht der Brillenträger die Welt: durch das Web.
Die Firma heisst Lumus und hat sich auf sogenannte Light-guide Optical Elemet Technolgy spezialisiert. Eines der Resultate ist eine Brille, die zwar etwas schwer aussieht, aber auch etwas mehr kann, als gewöhnliche Linsen. Wer diese Brille trägt, sieht nämlich nicht nur seine Umgebung, sondern auch einen Bildschirm der voll farbfähig und sehr gut lesbar ist. Damit können dann zum Beispiel unterwegs e-Mails abgerufen oder  Navigationshilfen benutzt werden – zwei Beispiele, die die Firma Lumus auf ihrer Website zeigt. Das Produkt existiert bereits für professionelle Anwender und natürlich das Militär; Lumus hofft aber, dass die Brille bald Massenmarkt-fähig wird. (Wir Fussgänger können nur hoffen, dass nicht schon bald Web-surfende Menschen halbblind durch die Strassen torkeln, iPod im Ohr, Lumus-Brille aufgesetzt. Zusammenstösse wären da wohl vorprogrammiert.)
Dass sich die Display-Technologie extrem schnell entwickelt, beweist auch Samsung – auch hier wird mit transparenten und hochflexiblen Produkten aufgetrumpft. Samsung will schon in diesem Jahr die ersten flexiblen Handys auf den Markt bringen. Ausserdem hat das koreanische Unternehmen ein flexibles, voll transparentes Tablet konzeptualisiert, das unter anderem Hologramme projizieren kann. Es wird noch eine Weile dauern, bis wir das Gerät kaufen können – aber kaufen können werden wir es, und im Vergleich mit dieser Technologie werden wohl wieder mal  alle unsere bisherigen Gadgets uralt aussehen…

Friday, November 25, 2011

Selbstbewusst mit Galaxy

Samsung, der Koreanische Hersteller des iPhone- und iPad-Konkurrenten Galaxy, wird gegenüber Apple immer selbstbewusster. Das zeigt sich auch in der Werbung.

Wie wir an dieser Stelle schon berichtethaben, hat Samsung durchaus Grund zum Selbstbewusstsein: Die Firma hat bereits ein knappes Viertel des weltweiten Smartphone-Marktes für sich gewinnen können; Apple gehören rund 15 Prozent.
Nun zielt Samsung in seiner Werbung in Nordamerika direkt auf die iPhone-Fans und macht sich sogar über sie lustig. Ins Fadenkreuz nehmen die Werber insbesondere die Tatsache, dass viele Apple-Fanatiker stundenlang für neue Produkte in Schlange stehen – aber eigentlich gar nicht so genau wissen, wieso. Die Werber haben es geschafft, das Stereotyp des Apple-Apostel (mit Starbucks-Becher) genau zu treffen. Sagt einer der iPhone-Fans: “Da hat soeben jemand die Warteschlange verlassen und ist gegangen!“ Sagt ein Anderer: “Wieso würde jemand jetzt aufgeben, wenn wir nur noch 9 Stunden warten müssen? Schliesslich ist das Ganze ein Event…“. Im Hintergrund fragt ein Schlangensteher: “Wie merken denn die Leute, dass ich eine neues iPhone habe, wenn es genau gleich aussieht, wie das Vorherige?“
Das Video ist witzig und auch treffend,  spricht für sich selbst - allerdings in Englisch. Apple hat ja selber sehr populäre (und treffende) Werbespots gedreht, als es darum ging, die Vorteile gegenüber MS-Windows herauszustreichen. Diesmal teilt die Firma nicht aus, sonder ist selbst Empfänger der Kritik. Eine ungewohnte Position für Apple, aber eine, die unvermeidlich war im Zuge der enorm gewachsenen Popularität.  


Friday, November 11, 2011

Auch die Apple-Götter sind nicht unfehlbar

Die Firma Apple, Erzeuger des iPods, des iPhones und des iPads (neben anderen Produkten) wird von vielen Fans regelrecht verehrt. Die Marke ruft bisweilen sogar religiöse Gefühle hervor – das wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen. Doch auch IT-Götter sind nicht unfehlbar, wie das neuste iPhone wieder mal zeigt.

Apple: je mehr User, desto mehr Kritik?
Apple-User waren schon immer eine überzeugte und extrem loyale Gemeinde – Jahre bevor Kreti und Pleti mit einem Apple-Produkt in der Hosentasche herumliefen. Doch Apple ist nun mal gross und mächtig geworden – und wie Microsoft schon seit Jahren weiss, ist es nicht nur ein Vorteil, eine IT-Grossmacht zu sein. Im Amerikanischen gibt es ein Sprichwort: “Pigs are fed, Hogs are slaughtered“ (etwa: Schweinchen werden gefüttert, Schweine geschlachtet), das durchaus in diesem Bereich Anwendung finden kann. Mächtige Firmen, genau wie mächtige Leute auch, machen sich Feinde; manchmal werden sie ganz einfach gehasst, weil sie gross sind.
Mit Apple ist es noch nicht ganz soweit – eine Google-suche in Englisch ergibt ganze 11 Resultate für Apple-Hasser, während es 71'000 Resultate für Microsoft-Hasser gibt.
Bei Apple darf man aber davon ausgehen, dass man diesbezüglich aufholen wird. Das zeigt auch die Aufregung um die Batterieleistung und andere Mängel des neusten iPhone-Modells und iPads. Zitat aus der NZZ:
“Apple stellt  seit Donnerstag das Update auf iOS 5.0.1 bereit. Es ist das erste, welches auch installiert werden kann, ohne das Gerät per Kabel mit dem Rechner verbinden zu müssen. Die Aktualisierung soll Multitasking aufs iPad 1 bringen, Fehler mit Dokumenten in der Cloud beheben, die Spracherkennung für australische Nutzer verbessern sowie Mängel beheben, wegen denen vor allem das iPhone 4S in der Kritik steht. Das neue Apple-Smartphone gibt wegen deutlich kürzerer Akkulaufzeiten als das iPhone 4 zu reden.Apple räumte den Fehler zwar zwischenzeitlich ein, machte aber keine Angaben zur Ursache. Die Nutzerbeschwerden im Forum des Herstellers reissen unterdessen nicht ab. «Ich habe die Aktualisierung vor anderthalb Stunden installiert. Ohne dass ich das Gerät benutzt habe, hat sich der Akku um 20 Prozent geleert», schreibt beispielsweise coloradoappleuser. Das Testgerät von NZZ Online musste auch nach der Aktualisierung wieder schneller an die Buchse als das Vorgängermodell…“
Schon bevor diese Schwierigkeiten ruchbar geworden sind, zeigte sich, dass das iPhone trotz seiner beispiellosen Popularität nicht mehr das meistverkaufte Smartphone ist: Der Koreanische Hersteller Samsung besetzt bereits 23.8 Prozent des globalen Smartphone-Marktes, für Apple sind es 14,6 Prozent.

Thursday, November 19, 2009

Spieglein, Spieglein an der Wand...

… welcher Computerhersteller bietet den besten Service im ganzen Land? Das wollte das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) wissen, und da es über keinen magischen Spiegel verfügt, führte es bei 16 führenden Computerherstellern einen Servicetest in den Bereichen Beratung und Support durch. Mit 500 Anfragen wurde die Servicequalität der PC-Hersteller am Telefon und per e-Mail untersucht. Die Tester holten Auskünfte zu Produkten, Leistungsmerkmalen und technischen Problemen ein. Zudem wurden die Internetseiten der Unternehmen analysiert.

Die DISQ-Studie wurde im Auftrag von n-TV durchgeführt. Den besten Service bot, wie schon im letzten Jahr, die Firma Samsung. Das Unternehmen liefert den besten telefonischen Service, überzeugte bei der e-Mail-Bearbeitung sowie mit einem guten Internetauftritt. Der zweite Platz ging an Fujitsu, wo der beste e-Mail-Service geboten wurde. Lenovo erzielte mit solidem Service in allen untersuchten Bereichen den dritten Rang. Sechs der 16 Computerhersteller konnten nur mit dem Prädikat „ausreichend“ bewertet werden, lediglich fünf erzielten ein „gut“. Große Defizite gab es bei der telefonischen Beratung. Bei 60 Prozent der Telefonate bemängelten die Tester die unstrukturierte Gesprächsführung. Bei fast einem Drittel der Beratungen wurden Fachbegriffe benutzt, ohne diese zu erklären. Bei der e-Mail-Beantwortung wurde oft die geringe Individualität kritisiert. Im Durchschnitt dauerte es 37 Stunden, bis die Anfragen beantwortet wurden. Unrühmlicher Höhepunkt: Apple und MSI antworteten auf nur jede zehnte Anfrage. Nur mit dem Prädikat „befriedigend“, wurden die Internetauftritte der Hersteller bewertet. Fast die Hälfte der Tester war mit der optischen Gestaltung der Internetseiten nicht zufrieden.
Fas gleichzeitig hat DISQ übrigens auch die Servicequalität der zehn wichtigsten Handyhersteller getestet. Auch in dieser Studie landete Samsung auf dem Spitzenplatz – die Koreaner scheinen nicht nur zu wissen, was guten Service ausmacht, sondern auch, wie er kompetent und konstant geboten wird. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten Nokia und Sony Ericsson.