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Friday, March 5, 2021

"Lieber kein Auto als kein Smartphone"

Stimmt das auch in der Schweiz? Eine Bitkom-Umfrage in Deutschland hat ergeben, dass fast drei Viertel der Befragten lieber auf ihr Auto verzichten würden, als auf ihr Smartphone! Kein Wunder, dass das Smartphone-Geschäft auch weiterhin boomt.

Das Smartphone ist die Wunderwaffe des modernen Kommunikators.            Bild Pixabay

"Für sehr viele Menschen ist das Smartphone ihr wichtigstes persönliches Gerät – weil es so vielseitig einsetzbar wie kein anderes ist. Kommunikation, Unterhaltung, Bildung oder Steuerzentrale für vernetzte Geräte: All das kann ein Smartphone“, sagt Markus Haas von Bitkom. Für alle Smartphone-Fans hat er eine gute Nachricht: Der Durchschnittspreis pro Gerät steigt auf dem 2020 erreichten Spitzenniveau nur noch minimal um einen Euro auf 495 Euro an (2020: 494 Euro). Dass die Preise nicht stärker steigen, habe zwei Ursachen: Der Anteil chinesischer Hersteller mit günstigen Modellen im Markt wachse, und auch Geräte im mittleren Preissegment böten einen grösseren Funktionsumfang, sagt Haas.

Der Anteil der Smartphone-Nutzer in der Bevölkerung nimmt hingegen weiter zu, nach Bitkom-Berechnungen um 3 Prozentpunkte. Die meisten User schätzen ihr Gerät sehr. Neun von zehn Nutzern können sich ein Leben ohne die mobilen Geräte nicht mehr vorstellen. Das gilt gerade auch in der Corona-Pandemie: 82 Prozent der Befragten sagen, dass ihnen das Smartphone geholfen hat, besser durch die Krise zu kommen. Fast drei Viertel würden lieber auf ihr Auto verzichten als auf ihr Smartphone. Corona hat sich aber auch direkt auf die Intensität der Nutzung ausgewirkt: Fast jeder vierte Befragte legt bewusst Smartphone-freie Tage ein. Dieser Wert ist während der Corona-Pandemie stark gefallen, Anfang 2020 sagte noch jeder dritte Smartphone-Nutzer, dass er manchmal bewusst auf das Gerät verzichtet.

Die Mehrheit der Nutzer legt Wert auf ein möglichst aktuelles Gerät: Sechs von zehn sagen, sie möchten immer das neueste Modell. Wichtigste Kriterien bei einer Neuanschaffung sind die Verarbeitungsqualität und dabei insbesondere ein robustes Display, sowie die Akkulaufzeit und der Preis. Überraschend ist: Die Marke des Geräts ist für knapp die Hälfte der Käufer nicht entscheidend.

Saturday, January 11, 2020

Wer Online ist, begibt sich in Gefahr

Cyberkriminalität nimmt weiterhin zu: Mehr als jeder zweite Onliner war im vergangenen Jahr Opfer von kriminellen Vorfällen im Internet – ein Anstieg von fünf Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Am häufigsten klagen User dabei über Schadprogramme auf dem Smartphone oder Computer: Fast die Hälfte der Internutzer war davon betroffen. Von jedem Vierten wurden persönliche Daten ungefragt an Dritte weitergegeben. Und nahezu jeder Fünfte(! ) gibt an, beim privaten Einkaufen oder bei Verkaufsgeschäften im Internet betrogen worden zu sein.

Das Internet wird nicht ungefährlicher - im Gegenteil.                Bild Pixabay
Diese Zahlen geben einen Überblick über die Kriminalität im Internet. Sie sind das das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1000 Internetnutzern in Deutschland. Von 15 Prozent der Internetnutzer wurden im vergangenen Jahr Zugangsdaten zu einem Online-Dienst ausspioniert, etwa zu sozialen Netzwerken oder Online-Shops. Etwa jeder Achte gab an,  beim Online-Banking betrogen worden zu sein oder dass Kontodaten missbraucht worden seien. Grund dafür sind in vielen Fällen sogenannte Phishing-Attacken auf Verbraucher, bei denen Kontodaten durch betrügerische Emails erbeutet werden.
Internetnutzer haben aber nicht nur mit Diebstahl oder Betrug zu kämpfen. Neun Prozent geben an, dass sie im Internet verbal massiv angegriffen oder beleidigt worden seien. Über sexuelle Belästigung im digitalen Raum klagen acht Prozent der Onliner. Bei fünf Prozent der Nutzer haben sich andere Personen gar der eigenen digitalen Identität bemächtigt, bei genauso vielen wurden unerwünscht Mails im eigenen Namen versendet.  Und bei vollen zwei Prozent der Onliner wurde der Computer oder das Smartphone mit sogenannter Ransomware infiziert, die Daten wurden verschlüsselt und die Betroffenen wurden aufgefordert, Lösegeld zu bezahlen, um die Daten zu entschlüsseln.
Bitkom hat in sechs Tipps zusammengefasst, wie sich Internetnutzer mit einfachen Mitteln vor kriminellen Vorfällen schützen können: Sie können hier abgerufen werden.

Thursday, December 27, 2018

Immer mehr Rücksendungen machen dem Handel das Leben schwer

Interneteinkäufe werden immer häufiger an die Onlinehändler zurückgeschickt. In Deutschland zum Beispiel, wird jeder achte Kauf im Netz mittlerweile retourniert, wie eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergab. Die Retourquoten seien gerade in speziellen Warengruppen wie Kleidung enorm hoch und nähmen von Jahr zu Jahr zu. Die häufigsten Rücksender sind junge Frauen.

Heute geht's auf dem Fliessband zur Auslieferung - morgen kommt die Sendung
vielleicht schon wieder zurück.                                                       Bild flickr.com
 Online-Shopping könnte eigentlich recht umweltfreundlich sein, wenn man bedenkt, dass sich Millionen von Kunden die Reise zu einem Ladengeschäft sparen und die Einkäufe in Sammelsendungen per Kurier oder Post angeliefert werden. Wenn dann allerdings jedes achte Paket wieder zurückgeschickt wird, verschlechtert sich die Umweltbilanz massiv - und schlägt auf die Kosten der Händler. In den letzten zwei Jahren stieg die Retourenquote laut Bitkom um volle 20 Prozent. Vor zwei Jahren wurden noch zehn Prozent aller Onlinekäufe zurückgeschickt, inzwischen sind es zwölf Prozent. Der Grund: Viele Kunden bestellen ihre Kleidung online gleich in mehreren Grössen, um zu Hause eine Auswahl zu treffen. Jeder zweite Onlinekäufer gab in der Bitkom-Umfrage an, Waren im Internet hin und wieder mit der Absicht zu bestellen, sie wieder zurückzuschicken. 28 Prozent der Befragten tun das nach eigener Auskunft eher selten, 17 Prozent manchmal und sechs Prozent regelmässig. Vor allem jüngere Kunden schicken zurück:
14- bis 29-jährige Käufer senden 18 Prozent ihrer Internetbestellungen wieder zurück. Frauen senden nach eigener Auskunft jeden siebenten Einkauf wieder an den Händler, bei Männern ist es fast jeder zehnte Einkauf.
Gemäss Schätzungen der Welt machen allein die Rücksendungen  in Deutschland hunderte Millionen Pakete aus:
“Schätzungen zufolge werden die Kurier-, Express- und Paketdienste in Deutschland in diesem Jahr insgesamt gut 3,5 Milliarden Sendungen transportieren. Bis 2022 dürfte die Zahl den Prognosen zufolge auf gut 4,3 Milliarden Sendungen ansteigen. Auch ohne Retouren sind die Logistikunternehmen schon längst an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit gekommen […] Längst nicht alle Sendungen lassen sich wieder so aufarbeiten, dass sie in den normalen Verkauf gehen. Händler verkaufen diese Ware oft an Retourenaufkäufer weiter, spenden sie oder geben sie in den Personalverkauf. Zahlreiche Produkte werden, obwohl neuwertig, auch vernichtet…“ 
Der Online-Handel  per se ist nicht umweltschädlich - das Verhalten vieler Kunden allerdings schon. Die Retouren-Welle, die jeweils vor allem nach den Festtagen zu den Händlern zurückschwappt, wird aber so lang nicht kleiner, als sowohl Gesetzgeber als auch Händler das Retournieren fördern. Kulanz ist bei den Kunden gefragt und fördert das Geschäft. Also wird sie auch weiterhin praktiziert werden.

Monday, April 16, 2018

Arbeitgeberbewertungen: herausfinden, “wie es wirklich ist“

Die Kollegen sind zwar nett, die Büros modern, aber unbezahlte Überstunden ohne Ende verderben den Spass an der Arbeit. Jeder dritte Internetnutzer hat schon einmal Online Bewertungen von Arbeitgebern gelesen. Arbeitgeberportale gewinnen bei der Jobsuche und Karriereplanung an Bedeutung. Seit 2015 hat die Zahl derjenigen, die sich auf Online-Plattformen wie kununu.com, jobvote.com oder companize.com informieren, um sieben Prozentpunkte zugenommen.

Digitale Bewertungen gewinnen an Wichtigkeit - auch auf dem Arbeitsmarkt.
                                                                                     Screengrab kununu.com
“Finde heraus, wie es wirklich ist“, fordert das Jobbewertungsportal kununu.com seine User auf. Immer mehr greifen die Anregung auf. Vor drei Jahren waren es noch weniger als ein Drittel der Internetnutzer, die sich darüber informiert haben, wie aktuelle und ehemalige Mitarbeiter ein Unternehmen bewerten. Berufstätige Internetnutzer interessieren sich besonders für Arbeitgeber-Bewertungen im Netz. Hier sagt beinahe jeder Zweite, dass er im Internet entsprechende Bewertungen liest. Besonders relevant sind die Online-Bewertungen für die jüngeren Berufstätigen. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen hat jeder Zweite schon einmal Online-Arbeitgeberbewertungen gelesen, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 46 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 39 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Digitalverbands Bitkom. Arbeitgeber tun gut daran, die Internet-Bewertungen ernst zu nehmen. Im digitalen Zeitalter sind sind Online-Bewertungen für viele User die erste Visitenkarte eines Arbeitgebers.
Wie ein Arbeitgeber beurteilt wird, hat grosse Auswirkungen darauf, ob sich ein geeigneter Kandidat für einen Job überhaupt bewirbt. Mehr als acht von zehn der wechselwilligen Interessenten liess
en sich schon einmal durch derartige Bewertungen beeinflussen. Jeder zweite Befragte wurde dabei in seiner Entscheidung für ein Unternehmen bestärkt. 54 Prozent haben sich danach gegen das Unternehmen als Arbeitgeber entschieden.
Arbeitgeberbewertungen werden nicht nur gelesen, sondern immer öfter selbst verfasst. Dem eigenen Arbeitgeber hat jeder vierte Internetnutzer schon einmal online eine Bewertung hinterlassen. Vor drei Jahren war das nur jeder Sechste. Besonders aktive Rezensenten sind die 30- bis 49-Jährigen. Hier liegt der Anteil derjenigen, die ihrem Arbeitgeber Online-Bewertungen schreiben, bei 32 Prozent.
Selbstverständlich gilt auch für Arbeitsplatzbewertungen, wie auch für andere Internetbewertungen, dass sie mit einer gewissen Vorsicht zu geniessen sind - schliesslich bleiben die meisten Verfasser anonym. 



Wednesday, September 20, 2017

Vorschriften machen ist einfach – sie zu erfüllen nicht

Der grossen Mehrheit der Unternehmen in Deutschland drohen in wenigen Monaten Millionen an Bussgeldern. Am 25. Mai 2018 müssen nämlich die Vorgaben der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) umgesetzt sein – doch nur eine Minderheit wird diesen Termin einhalten können. Selbst von den Unternehmen, die sich aktuell mit der DS-GVO beschäftigen, gehen nur 19 Prozent davon aus, dass sie die Vorgaben der Verordnung an diesem Datum vollständig umgesetzt haben. Die Notwendigkeit für Datenschutz ist gegeben, die gesetzlich geregelte Durchführung auf EU-Ebene wird allerdings von vielen Unternehmen als Innovationsbremse und sogar als Gefahr fürs eigene Geschäft eingestuft.


Falls Sie noch nicht mit dem Lesen begonnen haben: Die vierte und finale 
Version der DS-GVO als PDF umfasst 261 Seiten.  
Man weiss es: Vorschriften machen ist nicht schwer – diese einzuhalten hingegen sehr. Was dem bürokratischen Apparat einer Regierung oder eines Verwaltungsgiganten wie der EU als durchaus vernünftig und machbar erscheint, kann für ein Unternehmen zu einem schweren und teuren Klotz am Bein werden. So ist es wohl zu verstehen, dass gemäss einer grossen Bitkom-Befragung nur gerade 20 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten, dass sie die Anforderungen der neuen Datenschutzverordnung am Stichdatum zum grössten Teil erfüllen werden. Mehr als jedes zweite dieser Unternehmen gibt an, in acht Monaten werde die Umsetzung nur teilweise erfolgt sein.  Bitkom-Sprecherin Susanne Dehmel warnt die trödelnden Unternehmen: „Wer den Kopf in den Sand steckt, verstösst demnächst gegen geltendes Recht und riskiert empfindliche Bussgelder zu Lasten seines Unternehmens.“
Aktuell haben erst 13 Prozent der Unternehmen erste Massnahmen zur Umsetzung der DS-GVO begonnen oder abgeschlossen. Jedes dritte Unternehmen gibt an, sich bislang noch überhaupt nicht mit den Vorgaben der Verordnung beschäftigt zu haben. Von den Unternehmen, die sich bereits mit der DS-GVO beschäftigt haben, sagt rund die Hälfte, dass sie bisher höchstens zehn Prozent aller notwendigen Arbeiten erledigt hat. Nur drei Prozent gehen davon aus, dass sie mehr als die Hälfte der Aufgaben abgearbeitet haben.
Das ist eine magere Bilanz für die Umsetzung einer Verordnung, die bei der Einführung nicht nur von den verantwortlichen Beamten Lob erhalten hat. Woran liegt es?
Die Unternehmen, die sich mit der DS-GVO beschäftigt haben oder dies noch tun wollen, nennen als grösste Herausforderungen bei der Umsetzung den schwer abzuschätzenden Aufwand, die Rechtsunsicherheit und mangelnde praktische Umsetzungshilfen. Künftig rechnen 35 Prozent mit Mehraufwand im Unternehmen durch die DS-GVO. Jedes fünfte Unternehmen erwartet dabei sogar deutlich mehr Aufwand.

So befürchten 57 Prozent kurzfristig mehr Rechtsunsicherheit, 42 Prozent glauben, dass Geschäftsprozesse komplizierter werden. Mehr als jeder dritte Befragte sagt zudem, die DS-GVO bremse die Innovationskraft in Europa, jeder Vierte sieht einen Wettbewerbsnachteil für europäische Unternehmen. Und 14 Prozent gehen sogar so weit zu sagen, die Datenschutzverordnung stelle eine Gefahr für die eigene Geschäftstätigkeit dar.

Tuesday, July 25, 2017

Künstliche Intelligenz, skeptische Konsumenten und das Ende der Welt

Es waren wohl die immer zahlreicheren Roboter und vielleicht auch die selbstfahrenden Autos, die das Thema künstliche Intelligenz in den letzten Jahren und Monaten immer populärer gemacht haben. Trotzdem wissen wir nicht, wohin die Entwicklung führen wird. Aktuelle Umfragen zeigen, dass Künstliche Intelligenz mit viel Skepsis betrachtet wird. Eigentlich kein Wunder – wenn sogar wichtige Wirtschaftsführer eindringlich davor warnen.

Künstliche Intelligenz: Frauen sind skeptischer als Männer, was die positiven
Auswirkungen von KI auf unseren Alltag betrifft.  Bild Wikimedia Commons
Tesla-Chef Elon Musk sieht künstliche Intelligenz als die grösste Gefahr für die Menschheit. Er wolle nicht alarmierend klingen, sagte Musk, tat es dann aber doch:
"Ich habe Zugang zur modernsten künstlichen Intelligenz, die es gibt. Und ich glaube, die Leute sollten besorgt darüber sein.“
Wer den neuen Technologien ein gesundes Misstrauen entgegen bringt, befindet sich also durchaus in guter Gesellschaft. Wie sich zeigt, sind das recht viele Konsumenten – wenn auch nicht aus existenziellen Gründen, wie Mr. Musk. Durchschnittliche Konsumenten sorgen sich nicht so sehr darüber, dass KI die Menschheit vernichten könnte, sondern eher darüber, ob ihre Daten bei einem Chatbot in sicheren Händen sind, oder ob sie sich auf KI-Dienste überhaupt verlassen können, wie eine aktuelle Bitkom-Studie in Deutschland zeigt:
“Grundsätzlich legen die Deutschen nach wie vor hohen Wert auf eine persönliche Interaktion, auch wenn angenommen wird, dass KI das Leben künftig in Form von Robotern, Chatbots und anderen intelligenten Maschinen immer mehr beeinflussen wird. Zudem ist jeder Zweite (55 Prozent) der Meinung, dass ein Chatbot ein größeres Sicherheitsrisiko im Hinblick auf persönliche Daten darstellt, als ein Mensch. Auch wenn zwei Drittel der Befragten Vorteile in vollautomatisierten Dienstleistungen für sich als Kunden erkennen, macht sich die Mehrheit (71 Prozent) dennoch Sorgen, dass vollautomatisierte Dienstleistungen die Sicherheit ihrer persönlichen Daten gefährden. [...] Nicht einmal jeder zweite Verbraucher (44 Prozent) würde einem vollautomatisierten Einkaufsservice vertrauen, der Lebensmittel automatisch nachbestellen würde, wenn diese aufgebraucht sind. Ebenso skeptisch stehen die Deutschen der Frage gegenüber, ob Smart-Home-Geräte ihnen den Alltag erleichtern…“
Und natürlich ist das nicht die einzige Unsicherheit gegenüber KI. Wie eine andere Umfrage im Aufrag von Trusted Shops ergab, erwarten zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten, dass durch den Einsatz von intelligenten Maschinen in den kommenden Jahren ganze Berufsgruppen verschwinden werden. Trotzdem erwarten viele Bürger, dass sie von KI profitieren werden:
Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) sehen die Vorteile, die mit der Ausbreitung künstlicher Intelligenz einhergehen. Sie stimmen der Aussage zu, dass der Einsatz von KI das Leben der Menschen in den kommenden Jahren deutlich angenehmer machen wird. Sie erwarten eine Erleichterung des Alltags durch die weitere Inanspruchnahme intelligenter Maschinen. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während 60 Prozent der männlichen Teilnehmer eher die positiven Begleiterscheinungen einer solchen Technologie-Entwicklung für den Alltag sehen, sind Frauen dieser Entwicklung gegenüber eher skeptisch eingestellt...“
 Nach Meinung der Befragten sind es Beschäftigte in den Sektoren Industrie und Produktion, deren Jobs am meisten durch KI gefährdet sind – am wenigsten gefährdet sei der Handel.

Thursday, May 18, 2017

Das Internet zieht alle an - auch die ganz Kleinen

Fortschritt lässt sich nicht aufhalten – man weiss es. Das gilt auch für das Leben unserer Kinder, das heute so ganz anders aussieht, als unsere eigene Kindheit. Verursacht wurde dieser enorme gesellschaftliche Wandel durch die Digitalisierung der Gesellschaft. Es scheint als ob es da kein Halten mehr gibt: Das Internet entwickelt sich immer mehr zum Leitmedium unserer Kleinen. Eine neue deutsche Studie zeigt, dass schon die Hälfte der Sechs- bis Siebenjährigen das Internet nutzt!

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Während 2014 noch 39 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen angaben, das Internet zu nutzen, ist es heute bereits rund die Hälfte. Auch die verbrachte Zeit im Internet stieg sprunghaft an, von elf Minuten 2014 auf heute 39 Minuten pro Tag. Ähnlich sieht die Entwicklung bei den Acht- bis Neunjährigen aus. Hier steigerten sich die Werte der Internetnutzer auf 81Prozent(!). Die Zeit im Internet hat sich dabei binnen drei Jahren fast verdreifacht von damals 16 auf heute 43 Minuten. Deutlich öfter als noch vor drei Jahren nutzen Kinder und Jugendliche Smartphones und Tablets, oft sogar die eigenen. Während vor drei Jahren erst 20 Prozent der Sechs- bis Siebenjährigen ein Smartphone beziehungsweise Handy nutzten, sind es jetzt 38 Prozent. Die Zahlen sind beeindruckend, und wenn Sie mehr Details über die Bitkom-Studie erfahren möchten, können Sie das hier tun.
Ins Internet zu gehen, sei den Kindern von heute völlig fremd, sie seien immer drin – egal wo und wann, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg bei der Vorstellung der Studie. “Die Generation Y ist in die entstehende digitale Welt reingewachsen. Die Generation Z ist nun die erste Altersgruppe, die vom Kindesalter an mit digitalen Technologien aufwächst.“
Aber es gibt durchaus Kritiker. Einer davon ist der Hirnforscher Manfred Spitzer, der selbst oft viel Kritik an seiner Haltung einstecken muss. Er nimmt trotzdem kein Blatt vor den Mund. In einem Interview sagte er kürzlich, dass Grundschüler definitiv kein Smartphone benutzen sollten und ab 14 Jahren nur unter Aufsicht. Schliesslich schicke man ja eine 13jährige auch nicht auf die Reeperbahn:
“Ich denke, wir werden soweit kommen wie in Südkorea, da hat man vor einem Jahr Gesetze erlassen, deren Ziel es ist, die nächste Generation zu schützen. Und das in Südkorea, von wo die meisten Smartphones herkommen. Die haben die beste digitale Infrastruktur, aber auch 31 Prozent Smartphone-Süchtige unter 19 Jahren. Wenn Sie dort unter 19 sind und ein Smartphone kaufen, passiert Folgendes: Es wird eine Software installiert, die dafür sorgt, dass Sie auf die schlimmsten Porno- und Gewaltseiten nicht kommen, die misst, wie oft Sie Ihr Smartphone benutzen. Wenn das eine eingestellte Zeit überschreitet, dann erhalten Ihre Eltern eine Mitteilung. Und wenn Sie nach Mitternacht spielen wollen, dann kommen Sie da nicht ran, weil die Server für die Smartphones von unter 19-Jährigen gesperrt sind. In Südkorea hat man begriffen, dass Smartphones Kindern schaden, und es wird Zeit, dass wir das hier auch begreifen.“

Thursday, January 19, 2017

Online-Shopping: Retouren kosten auch jene Kunden, die nicht retournieren

Januar ist für viele Online-Shopper die Zeit des Umtauschs und der Retouren. In Deutschland zum Beispiel wird jeder zehnte Online-Einkauf wieder zurückgeschickt; in den USA waren es in der ersten Januarwoche allein 5,8 Millionen Pakete. Die Kosten für den immensen Aufwand, den diese Rückgaben verursachen, sind in den meisten Fällen im Verkaufspreis eingebaut. Bezahlen tun alle Kunden – auch jene, die sich nicht an der Rückgabeorgie beteiligen.

Im Internethandel wird Kleidung besonders oft retourniert.  Screengrab Zalando
Die Kosten, die für Warenrücksendungen beim Onlinehandel anfallen sind beträchtlich. Studien zeigen, dass  im Durchschnitt für jeden zurückgesandten Artikel Kosten von rund zehn Euro anfallen, bei einigen Händlern liegen die durchschnittlichen Rücksendungskosten gar bei mehr als 50 Euro pro Artikel. Weshalb das Rückgabeverhalten der Onlinekunden viel Geld kostet, zeigen Zahlen, die durch eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1‘166 Internetnutzern erhoben wurden. Rund die Hälfte der Shopper schickt nämlich bis zu 10 Prozent der Einkäufe zurück. Ein Prozent der Kunden schickt gar mehr als die Hälfte aller bestellten Waren zurück an den Lieferanten. Die meisten Retouren bringt übrigens die Altersgruppe der 14- bis 29-jährigen Online-Shopper auf den Weg. Sie schickt 14 Prozent der Einkäufe wieder zurück. Die höchste Rückgabequote verzeichnet der Modehandel.
Immerhin gibt mehr als die Hälfte der Online-Shopper an, Waren im Internet gelegentlich schon mit der festen Absicht zu bestellen, diese wieder zurückzuschicken, etwa um Kleidung in verschiedenen Grössen auszuprobieren. Fünf Prozent tun dies sogar regelmässig. Allerdings geben auch 44 Prozent der Online-Shopper an, noch nie ein Produkt retourniert zu haben. "Wahlloses Bestellen im Internet ist zwar kein Massenphänomen, aber eine nicht zu vernachlässigende Herausforderung für die Händler. Retouren bedeuten für die Anbieter nicht nur einen entgangenen Umsatz, sie verursachen auch Personal- und Prozesskosten, etwa um die Retoure zu prüfen und in den Lagerbestand zurückzuführen“, sagen die Bitkom-Experten.
Ein weiteres Problem: Rund 30 Prozent der Rücksendungen sind nicht mehr neuwertig, was Millionenschäden verursacht, wie golem.de berichtet: 
“Die Anzahl der Rücksendungen seit dem Weihnachtsfest kostet den Onlinehandel laut Schätzungen Hunderte Millionen Euro […]Fast ein Drittel der Retouren lasse sich nicht mehr als Neuware verkaufen.
[…] Bei einem E-Commerce-Umsatz von rund 44 Milliarden Euro im Jahr 2016 und einer Rücksendequote von 10 Prozent ergibt sich laut Bitkom ein geschätzter dreistelliger Millionenverlust für die Branche."
Das Online-Shopping-Retourenproblem besteht natürlich auch in anderen Ländern - zum Beispiel in den USA. Berechnungen von Kurierunternehmungen gehen davon aus, dass allein in der ersten Januarwoche dieses Jahres fast sechs Millionen Pakete von amerikanischen Kunden an die Händler zurückgesandt wurden. Aber wer bezahlt denn eigentlich am Ende für diesen Millionenaufwand?
Laut  einem Retouren-Experten, den die “Welt“ aufgetrieben hat, zahlen wir alle – ob wir zurücksenden oder nicht:
"Bei der von vielen Versandhändlern propagierten ,kostenlosen Rücksendung‘ handelt es sich um einen Marketingschwindel, da der Händler die erwarteten Kosten bereits vorab in den Verkaufspreis einkalkuliert. So gesehen subventionieren Kunden, die wenig zurückschicken, über höhere Verkaufspreise die Vielretournierer.“

Friday, July 29, 2016

Cash immer noch am beliebtesten - mobile Payment stark im Kommen

Immer mehr Konsumenten bezahlen ihre Einkäufe mittels Plastikkarte oder gar ihrem Smartphone, und immer mehr können sich vorstellen, ohne Bargeld einzukaufen. Doch die alternativen Zahlungsmittel müssen noch massiv aufholen, um die Beliebtheit von kaltem, hartem Cash zu erreichen.

Die Swatch Bellamy, eine mit NFC-Technologie ausgerüstete "Bezahl-Uhr".
Experten glauben, dass allein die Zahl der mit NFC ausgerüsteten Zahlstellen
die Verbreitung des mobilen Payments bremsen.                                 Bild Swatch
Bargeld ist immer noch bei weitem das meistgenutzte Zahlungsmittel beim Einkauf im Laden. Wie der deutsche Digitalverband Bitkom durch eine repräsentativen Umfrage herausgefunden hat, bezahlen immer noch 96 Prozent aller Konsumenten ihre Einkäufe meistens mit Cash. Immerhin können sich 36 Prozent der Befragten vorstellen, in Zukunft fast ausschliesslich bargeldlos zu bezahlen. In der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 46 Prozent, und selbst bei den Befragten ab 65 Jahren, halten 29 Prozent einen weitgehend bargeldlosen Alltag für vorstellbar.
Dass viele Verbraucher gegenüber alternativen Zahlungsmitteln positiver eingestellt sind, zeigt auch die Tatsache, dass immerhin 82 Prozent auch eine Debit-Karte nutzen, 35 Prozent setzen eine Kreditkarte ein. Selbstverständlich werden auch mobile Bezahldienste genutzt: Immerhin 10 Prozent der Einkäufer bezahlen auch mit dem Smartphone. Bei den Jungen zwischen 14 und 29 Jahren sind es sogar 20 Prozent. Auch eine Umfrage in der Schweiz hat gezeigt, dass die Konsumenten den neuen Zahltechniken gegenüber sehr positiv eingestellt sind: Über 60 Prozent würden mit ihrem Smartphone bezahlen, wenn es möglich wäre.
Diejenigen, die im Geschäft am liebsten Bargeld nutzen, tun dies grösstenteils, weil sie sich davon eine bessere Kontrolle über die eigenen Finanzen versprechen – und weil es einfach ist. Befürworter der Kartenzahlung nennen das Komfortargument an erster Stelle. An zweiter Stelle stehen Sicherheitsgründe –  ein Faktor, den Cash-Liebhaber eher selten nennen. Tatsächlich haben Kartennutzer mehr Sicherheit: Bei Diebstahl oder Verlust lassen sich Karten sperren, und missbräuchliche Belastungen können zurückgebucht werden.
Neben der bereits etablierten Kartenzahlung werden aus Bitkom-Sicht vor allem Verfahren zum kontaktlosen Bezahlen mittels NFC-Technologie künftig an Bedeutung gewinnen. Plastikkarten, Smartphones oder Wearables (zum Beispiel die kürzlich in der Schweiz vorgestellte Swatch Bellamy) können einfach an ein Lesegerät gehalten werden, um eine Zahlung zu tätigen – das sogenannte “Tap-and-Go-Verfahren“. Laut der Bitkom-Umfrage steht derzeit fast ein Drittel der Befragten dem kontaktlosen Bezahlen per Smartphone aufgeschlossen gegenüber. Allerdings sind die hiesigen Verkaufsgeschäfte im Vergleich mit vielen Asiatischen oder den USA und Kanada stark im Hintertreffen, was die Infrastruktur betrifft.
Derzeit gibt es zum Beispiel in Deutschland erst rund 60‘000 Akzeptanzstellen für das kontaktlose Bezahlen per NFC, das entspricht rund 8 Prozent aller Kassenterminals. In den kommenden zwei Jahren soll die Anzahl der NFC-fähigen Terminals nach Einschätzung des BITKOM aber rasch wachsen. Wenn die Kassenterminals flächendeckend umgerüstet seien, werde das Bezahlen per Smartphone in kürzester Zeit einen Durchbruch erleben, prognostizieren die Experten. 

Monday, March 14, 2016

Den Schweizern ist die digitale Kommunikation viel Geld wert

Schweizer User, Firmen und Organisationen geben im weltweiten Vergleich pro Kopf am meisten Geld für Informationstechnologie und Telekommunikation aus. Die Ausgaben sind im letzten Jahr um zwei Prozent auf fast 3‘300 CHF (2‘992 Euro) gestiegen. Das ist deutlich mehr, als im Durchschnitt in anderen EU-Länder ausgegeben wird (1.213 Euro) und fast doppelt so viel wie in Deutschland.

IK-Pro-Kopf-Ausgaben in ausgewählten Ländern für 2015 (ohne Consumer
Electronics)                                                                               Quelle Bitkom 
Die Zahlen meldet der Digitalverband Bitkom in Deutschland; erhoben wurden sie auf Grundlage von aktuellen Berechnungen des European Information Technology Observatory (EITO). Dazu Bernhard Rohleder, Bitkom-Hauptgeschäftsführer:
“Die Pro-Kopf-Ausgaben für IT-Produkte und Telekommunikation sind ein wichtiger Indikator für die Digitalisierung einer Volkswirtschaft und für die digitale Ausstattung von Privathaushalten. Die Zahlen belegen, mit welchem Nachdruck Politik und Wirtschaft in der Schweiz die Digitalisierung vorantreiben. Uhren und Schokolade sind das Schweizer Klischee, Spitzenplätze in den internationalen Digital-Rankings sind die Realität.“
Die Schweiz ist dieses Jahr zu Gast auf der CeBIT in Hannover und findet deshalb in der Branche ein Mass an Aufmerksamkeit, das ihr sonst versagt bleibt – unter anderem deshalb, weil sie als Nicht-EU-Mitglied in den meisten europäischen Statistiken und Studien fehlt.
Im Ländervergleich steht Norwegen hinter dem Spitzenreiter Schweiz auf dem zweiten Platz (2‘474 Euro), gefolgt von den USA (2‘468 Euro). Auch in Dänemark, Schweden und Großbritannien werden pro Kopf mehr als 2‘000 Euro für ITK ausgegeben.
Am schnellsten wachsen die ITK-Ausgaben in Indien (plus 10 Prozent auf 42 Euro pro Kopf), Lettland (plus 9 Prozent auf 388 Euro), in der Türkei (plus 8 Prozent auf 256 Euro) sowie in China (plus 8 Prozent auf 237 Euro).
ITK-Ausgaben können auch als Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung dienen: In Russland gingen die Ausgaben je Einwohner im Zuge der Rezession um rund 8 Prozent auf 281 Euro zurück. Griechenland meldet einen leichten Rückgang um 2 Prozent auf 480 Euro, in Japan beträgt das Minus 1 Prozent auf 1‘429 Euro.

Sunday, February 7, 2016

Smartphone-Bedienung: Lieber sprechen als Schreiben

Tippen am Smartphone gehört wohl bald der Vergangenheit an. Schon heute bedient jeder zweite Smartphone-Nutzer das Gerät mit der Stimme – zum Beispiel, um einen Anruf aufzubauen, eine SMS zu diktieren oder um nach dem Wetter zu fragen. Besonders beliebt ist die Sprachsteuerung unter jungen Smartphone-Usern: Bei den 14- bis 29-Jährigen verwenden schon 58 Prozent die Spracheingabe, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 54 Prozent und bei den 50- bis 64-Jährigen 52 Prozent. Sogar bei den Smartphone-Nutzern ab 65 gibt schon jeder Vierte Fragen oder Befehle per Stimme ein.

Diesr Screenshot von handylist.de zeigt nur einen Teil der Geräte, die mit
Sprachsteuerung erhältlich sind - das Angebot wird ständig erweitert.
                                                                                            Screenshot handylist.de
Wie beliebt die Spracheingabe am Smartphone tatsächlich ist, zeigt eine neue Studie des Digitalverbands Bitkom. Darin zeigt sich, dass die Sprachsteuerung vor allem benutzt wird, um Anrufe aufzubauen, Textnachrichten zu verfassen oder um aktuelle Informationen wie Wettervorhersagen oder Fussballresultate abzufragen. Ebenfalls beliebt ist das Navigieren oder das Starten von Apps per Spracheingabe.
Die Website turn-on.de hat übrigens eine ganze Liste von klaren Befehlen für Android-Geräte publiziert, die zur allgemeinen Systemsteuerung, zur Navigation oder zum Herausfinden allgemeiner Informationen nützlich ist. Und auf handylist.de findet sich eine grosse Anzahl von Smartphones mit Sprachsteuerung.
Die Steuerung von Mobiltelefonen hat sich in den letzten Jahren stark geändert: Die ersten Handys hatten Tasten, die mehrfach belegt waren. Entsprechend langwierig war das Tippen von SMS. Die Worterkennung beschleunigte die Tastatureingabe. Später wurde dann zudem bei bestimmten Modellen jeder Taste ein einzelner Buchstabe zugeordnet. Beim Smartphone wurde die physische Tastatur durch ein Touch-Display ersetzt. Die neuen Betriebssysteme der Smartphones unterstützen in aller Regel Sprachbefehle. Für den Durchbruch auf dem Massenmarkt sorgte Apple im Jahr 2011. Damals stellte das Unternehmen die Spracherkennungssoftware Siri für das iPhone 4s vor. Ein Jahr später zog Google mit Google Now nach. Die Verarbeitung der Spracheingabe geschieht dabei nicht auf dem Mobiltelefon, sondern auf Servern der Unternehmen. Dieses Verfahren erhöht die Zuverlässigkeit beim Erkennen der gesprochen Befehle. Allerdings sind dafür schnelle mobile Internet-Verbindungen notwendig. Die Spracherkennung profitiert also vom Trend zum Cloud Computing, schnelleren mobilen Internetverbindungen aber auch von mobilen Daten-Flatrates.

Wir glauben, dass sich Spracherkennung in den nächsten Jahren noch viel stärker durchsetzen wird; für viele User wird das Schreiben dann – zumindest am Smartphone – endgültig der Vergangenheit angehören. 

Friday, May 29, 2015

Sitzungen mit Smartphones: simsen, gamen, twittern und shoppen!

Die meisten Sitzungen, zu denen wir im Laufe eines Arbeitstages eingeladen werden, sind nicht sehr ergiebig oder gar langweilig – um es mal milde auszudrücken. Doch dafür gibt es heute das perfekte Ablenkungsmittel: Ihr Smartphone. Genau dafür wird das schlaue Handy während vieler Meetings denn auch genutzt: WhatsApp, SMS, Facebook und Co. bieten hervorragende Möglichkeiten, dem Sitzungsleiter oder der Kollegin mit der Präsentation nicht zuhören zu müssen. Schauen Sie bei Ihrem nächsten Meeting über Ihre Schulter – ihr Nachbar ist wahrscheinlich gerade dabei, einige wichtige Online-Einkäufe zu tätigen.

Zum Vergrössern bitte anklicken.
Eine brandneue repräsentative Studie des deutschen Digitalverbandes Bitkom zeichnet ein doch ziemlich unproduktives Bild der Aktivitäten in unseren Sitzungszimmern. Vier von zehn Sitzungsteilnehmern erledigen ihre privaten Dinge mit dem Smartphone während der Besprechungen; sechs Prozent kaufen gar online ein! Seltsamerweise geben aber auch 75 Prozent der Befragten an, dass sie dieses Verhalten störend finden.
Das Smartphone ist also für sehr viele Arbeitnehmer eine willkommene Ablenkung in dienstlichen Besprechungen, obwohl zwei Drittel der Befragten das unhöflich finden, und 41 Prozent meinen, dass darunter die Qualität des Meetings leidet. Hingegen findet immerhin jeder Fünfte, dass die Ablenkung mit dem Smartphone “heutzutage normal“ sei.
Wer sein Smartphone während des Meetings für private Dinge nutzt, liest oder beantwortet überwiegend private Nachrichten wie E-Mails, WhatsApp-Nachrichten oder SMS (67 Prozent). Fast jeder dritte Sitzungsteilnehmer nutzt soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, jeder Vierte spielt oder liest aktuelle Nachrichten im Netz; 15 Prozent informieren sich über Sportergebnisse und 6 Prozent kaufen mit ihrem Smartphone während der Besprechung auf Online-Shopping-Portalen ein…
Es scheint also ziemlich klar zu sein, wie man die Kollegen dazu bringen könnte, sich im Meeting zu konzentrieren: das Smartphone draussen lassen oder zumindest abschalten.
Das sei nicht ganz so einfach, sagt Bitkom Geschäftsführer Bernhard Rohleder:
“Das Smartphone ist inzwischen für viele Nachrichtenzentrale, Adressbuch, Kalender und Notizbuch. Es in der Besprechung einfach auszuschalten und wegzulegen, ist für viele kaum möglich und würde gerade auch von jenen nicht akzeptiert, die umgekehrt ganz selbstverständlich dringende dienstliche Belange auch in der Freizeit oder sogar im Urlaub erledigen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass es soziale Spielregeln gibt, wann und wie die Geräte genutzt werden.“
Uns scheint, dass es diese Spielregeln eigentlich schon lange gibt; sie haben viel mit Höflichkeit und Respekt  zu tun.

Seinen Gegenüber nicht mit dem Smartphone vor den Kopf zu stossen, ist übrigens nicht nur während Sitzungen empfehlenswert .Wenn Sie Ihre Smartphone-Etikette also wieder mal auffrischen möchten, können Sie das hier tun – aber bitte nicht während dem nächsten Meeting.

Wednesday, June 4, 2014

"Brauchen wir ein neues Internet?"

Wie viel Vertrauen haben Sie noch in die Datensicherheit im Internet? Edward Snowden hat mit seinen Enthüllungen über die digitalen Spionagetätigkeiten der US-Regierung nicht dazu beigetragen, dass sich die Benutzer des Internets sicherer fühlen. Tatsächlich hat sich der Vertrauensverlust der User seit den ersten Veröffentlichungen über den Abhörskandal noch einmal beschleunigt. Nur eine kleine Minderheit glaubt noch daran, dass Ihre Daten im Netzt sicher sind.

Die Verunsicherungskurve zeigt stetig nach oben.               Graphik BITKOM
Das Internet ist für die zivilisierte Welt immens wichtig geworden. Die Wirtschaft hängt genauso davon ab, wie das persönliche Wohlergehen einer grossen Mehrheit der Weltbürger (stellen Sie sich vor, wie sich ihr Leben verändern würde, wenn Sie plötzlich wieder vollständig ohne digitale Kommunikation und Internet auskommen müssten). Trotz dieser enormen Wichtigkeit besteht die Gefahr, dass das Internet immer mehr zum digitalen Schmuddelquartier verkommt, wo man sich lieber nicht aufhält, weil man sich da nicht sicher fühlt – eine virtuelle No-Go-Zone sozusagen. Abgesehen von Edward Snowden, der der Welt eindrücklich demonstriert hat, dass nichts und niemand vor der riesigen Abhörindustrie der amerikanischen Behörden sicher ist, vergeht kaum ein Tag, an dem nicht von Hackerangriffen, kompromittierten Kreditkartendaten, gestohlenen Passwörtern und verseuchten E-Mails berichtet wird. Auf der anderen Seite wird eher selten von verhafteten oder gar verurteilten Hackern berichtet, die bei ihren Verbrechen ertappt wurden und dafür teuer bezahlen müssen. Kein Wunder, dass die Benutzer der globalen digitalen Infrastruktur sich nicht mehr sicher fühlen. Das Vertrauen in die Verwalter unserer Daten schwindet kontinuierlich. Das zeigt auch die neuste Studie des deutschen Hightech-Verbandes Bitkom. Danach halten inzwischen 86 Prozent der Internetnutzer ihre persönlichen Daten im Internet für unsicher. Zum Vergleich: Noch im Jahr 2011 waren es nur 55 Prozent. Laut Umfrage misstrauen aktuell 71 Prozent der Internetnutzer Staat und Behörden beim Umgang mit ihren persönlichen Daten. Im Jahr 2011 war es mit 40 Prozent noch eine Minderheit, die staatlichen Stellen misstraute. Ähnlich schlecht ist das Ergebnis für die Wirtschaft: 67 Prozent der befragten Internetnutzer misstrauen der “Wirtschaft allgemein“, wenn es um den Umgang mit ihren Daten im Web geht. Im Jahr 2011 war es mit 46 Prozent ebenfalls weniger als die Hälfte. Auch hier haben sich die Werte innerhalb des vergangenen Jahres kontinuierlich verschlechtert.
Dass der Vertrauensverlust im Zusammenhang mit der Sicherheit digitaler Daten auch auf die Wirtschaft abgefärbt hat, ist nicht verwunderlich, aber sicherlich nicht gut fürs Geschäft.
Was also tun?

Selbst eine professionelle Branchenorganisation wie Bitkom scheint eher ratlos zu sein, was mögliche Gegenmassnahmen anbelangt. Deren Präsident Dieter Kempf zieht denn Schluss, dass “ Die politische Aufarbeitung der NSA-Affäre weitergehen muss“. Ob das eine wirksame Medizin gegen den Vertrauensverlust der User sein kann, ist zu bezweifeln. “Arte.tv“ kommt da der Realität wohl schon näher. Über dem Interview mit Wikipedia Gründer Jimmy Wales zum Thema Datensicherheit im Internet prangt nämlich der Titel: “Brauchen wir ein neues Internet?“ 


Thursday, May 8, 2014

Die User von morgen: mobil und extrem aktiv

Kinder und Jugendliche lieben das Internet und die digitale Technologie - und sie fangen schon früh mit der Nutzung an. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zum Thema zeigt, dass die jungen User, also jene, die in wenigen Jahren die Trends im digitalen Business bestimmen werden, sehr aktiv und sehr mobil sind.

Spiegel Online (spiegel.de): Auch Jugendliche lesen Zeitungen und
Zeitschriften; je älter sie werden, desto öfter online.
Der deutsche Branchenverband Bitkom hat die Untersuchung durchgeführt, und kommt zu interessanten Ergebnissen. Eines der überraschenden Resultate sei hier zuerst angeführt: die meisten der Kinder und Jugendlichen lesen auch im digitalen Zeitalter noch Zeitungen und Zeitschriften. Je älter diese Leser werden, desto eher gehen sie aber ins Internet, um ihre Medien zu lesen.
Zusammenfassend hat die Studie die folgenden Ergebnisse erbracht:
Mit 10 Jahren sind fast alle Kinder online, mit 12 Jahren haben sie ein eigenes Smartphone in der Tasche und mit 14 Jahren sind die meisten Jugendlichen in sozialen Netzwerken unterwegs. Die große Mehrheit achtet darauf, welche Informationen sie selbst oder andere über sie ins Internet stellen. Laut der Umfrage nutzen 39 Prozent der 6- bis 7-Jährigen  das Internet und 76 Prozent der 8- bis 9-Jährigen! In der Altersgruppe von 10 bis 11 Jahren sind mit einem Anteil von 94 Prozent nahezu alle Kinder online und verbringen im Schnitt 22 Minuten pro Tag im Internet. Bei Jugendlichen von 16 bis 18 Jahren sind es mit 115 Minuten schon fast zwei Stunden.
Nach den Ergebnissen der Umfrage nutzen ein Fünftel der 6- bis 7-Jährigen Smartphones. Im Alter von 12 bis 13 Jahren gehören Smartphones mit einer Verbreitung von 85 Prozent zur Standardausstattung. Für ältere Jugendliche ist das Smartphone zudem das wichtigste Zugangsgerät zum Internet: 89 Prozent der 16- bis 18-Jährigen gehen damit ins Web. Zum Vergleich: Bei Onlinern ab 19 Jahren sind es nur 47 Prozent. Auf Platz zwei der wichtigsten Zugangsgeräte zum Internet liegen Notebooks mit 69 Prozent, gefolgt von stationären Computern mit 52 Prozent. Immerhin 26 Prozent der Jugendlichen ab 16 Jahre gehen mit Tablet Computern ins Web.
Die Nutzung sozialer Netzwerke beginnt mit 10 bis 11 Jahren. In dieser Gruppe sind erst 10 Prozent der jungen Internetnutzer in sozialen Netzwerken aktiv. Unter den 12- bis 13-Jährigen 42 Prozent, bei den 14- bis 15-Jährigen 65 Prozent und bei den 16- bis 18-Jährigen 85 Prozent. Im Ranking der beliebtesten sozialen Netzwerke liegt WhatsApp inzwischen vor Facebook. 72 Prozent der 10- bis 18-jährigen Onliner nutzen WhatsApp und 56 Prozent Facebook. Auf Platz drei der beliebtesten Netzwerke liegt Skype mit 46 Prozent vor Google+ mit 19 Prozent und Instagram mit 18 Prozent. Twitter kommt auf 8 Prozent.

Die User von Morgen sind also schon heute extrem aktiv im Internet. Sie bevorzugen die mobile Kommunikation und scheinen sich im digitalen Raum bestens auszukennen. Das ist jene Generation, die in wenigen Jahren erwachsen ist und die Internetangebote der Zukunft in Anspruch nehmen wird. Es ist abzusehen, dass die Ansprüche dieser User hinsichtlich Technologie und Nutzung extrem hoch sein werden. Wer mit mithalten will, muss sich dessen jetzt schon bewusst sein.


Monday, June 3, 2013

Das Smartphone und Ihr Stress

Gerade wieder ist ein langes Wochenende vorbei – immerhin vier lockere Tage für all jene, die auch am Freitag nicht zur Arbeit gehen mussten. Doch Hand aufs Herz: Gehören Sie auch zu jenen wichtigen Mitarbeitern in Ihrer Firma, die quasi immer erreichbar sind – auch am Wochenende, oder sogar in den Ferien? Vielleicht ist das gut für die Karriere, vielleicht werden Sie ausgenutzt, und vielleicht nehmen Sie sich ganz einfach viel zu wichtig!

Entspannen: Die Füsse und die Seele baumeln lassen, ohne dass das Handy
klingelt!
Inzwischen ist auch statistisch belegt, was viele Mitarbeiter schon längst ahnen: Das Smartphone hat dazu geführt, dass wir auch für Vorgesetzte und Mitarbeiter nahezu immer erreichbar sind. Auch wenn wir es nicht sein sollten – zum Beispiel am langen Wochenende.
“How the Smartphone Killed the Three-Day Weekend”. titelte NBC-News kürzlich eine Story zum Thema. Die Kernaussage:
“Wir haben in unserer Gesellschaft die Erwartung geschaffen, dass die Menschen jederzeit sofort auf Alles reagieren – ohne jegliche Verspätung. Das ist ungesund, umproduktiv und kann nicht so weitergehen. Denn, sagen die Autoren, dieses Verhalten hat zu viele negative Seiten: Es macht dümmer, es stresst, es verursacht Schlafstörungen und Depressionen“.
Selbstverständlich gibt es inzwischen auch schon Apps, die es übernehmen, uns vom Net fernzuhalten, weil wir es selber nicht schaffen, auszuschalten.
Was uns zu den am Anfang genannten Statistiken bringt. Diese kommen vom Deutschen IT-Verband Bitkom und beweisen, dass es sich beim Immer-verbunden-sein tatsächlich um ein Problem handelt, das viel Druck ausüben kann.
Demzufolge sind nämlich mehr als drei Viertel aller Beschäftigten nach der Arbeit für ihren Arbeitgeber weiterhin erreichbar – per Handy oder E-Mail. Ein Drittel dieser pflichtbewussten Mitarbeiter lässt ihr Handy auch in den Ferien und während der Nacht eingeschaltet – kein Wunder, dass da die Schlafqualität leidet. Das Interessante dabei: Die meisten dieser Mitarbeiter tun dies, ohne dass ihre Erreichbarkeit vertraglich geregelt ist.
Hoffentlich lohnt es sich!


Thursday, July 5, 2012

Hilfe - mein Handy ist weg!

Deutsche Studien zeigen, dass jeder zehnte Benutzer sein Handy schon mal verloren hat. Das Schlimme dabei: In  drei Viertel der Fälle bleibt das Gerät verschwunden. Auch wenn  man nicht gerne diesen Handy-GAU denkt, kann und sollte man sich durchaus darauf vorbereiten. Der Branchenverband BITKOM hat einige Tipps parat.  

Das ist dann schon sehr unangenehm: Nicht nur dass alle Daten weg sind, die im Handy gespeichert sind: jeder siebte Handy-Besitzer (14 Prozent), dessen Gerät weg gekommen ist, hatte anschliessend eine höhere Telefonrechnung. Nur jeder Zehnte, dessen Handy verschwunden war, bekommt es durch einen ehrlichen Finder zurück. Weitere 3 Prozent konnten es bei Polizei oder Fundbüro abholen. Einige finden ihr vermisstes Mobiltelefon selbst wieder, indem sie es orten: 4 Prozent der Befragten, die schon einmal ihr Handy vermisst haben, konnten ihr Gerät auf diese Weise zurückbekommen. Diese Zahlen hat das Institut Forsa für den BITKOMin einer repräsentativen Umfrage erhoben.
Der Verlust des eigenen Telefons kann sehr ärgerlich sein und auch weitreichende Konsequenzen haben. Insbesondere auf Smartphones sind ja heute viele persönliche Informationen gespeichert. Daher sollten unbedingt Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, bevor das Gerät dann plötzlich mal weg ist.  Auf jeden Fall sollte eine PIN-Sperre eingestellt werden. Ohne den Code kann der Finder oder Dieb das Gerät nicht nutzen und hat keinen Zugriff auf die gespeicherten Daten. Ausserdem sollte die IMEI-Nummer des Mobiltelefons notiert werden, durch die das Gerät eindeutig identifiziert werden kann. Die Seriennummer wird zudem benötigt, um bei der Polizei Anzeige wegen Diebstahls erstatten zu können. Die fünfzehnstellige Zahl befindet sich meistens auf einem Aufkleber unter dem Akku. Sie kann auch über die Eingabe *#06# auf der Handytastatur abgefragt werden. Sollte das Handy, nachdem der Verlust bemerkt wurde, nicht durch einen Anruf auf dem Gerät oder eine Ortung wiedergefunden werden, ist es ratsam die SIM-Karte beim Mobilfunk-Provider sperren zu lassen. So kann niemand auf Kosten des Handy-Besitzers telefonieren, SMS verschicken oder im Internet surfen.
Hilfreich sind auch Lokalisierungs-Dienste. Sie helfen ein verlorenes Handy wiederzufinden. Viele der Services für Smartphones erlauben zudem das Löschen der eigenen Daten aus der Ferne. Apple und Microsoft bieten für ihre Smartphone-Plattformen entsprechende Dienste an. Unter www.icloud.com oder www.windowsphone.com können sich die Smartphone-Nutzer für den Service anmelden. Einige Hersteller von Android-Smartphones, etwa Samsung oder Motorola, bieten für viele Modelle ebenfalls vergleichbare Dienste an. Zudem gibt es für das Smartphone-Betriebssystem Android Apps wie Android Lost (immer noch in der Betaversion), die ähnliche Sicherheits-Features bieten. 
Wie das untenstehende Video zeigt, ist das Handyklauen oft zu einfach. Das Gerät zurückzubekommen ist aber auch nicht schwierig, wenn man sich richtig auf den Eventualfall vorbereitet.