Saturday, December 3, 2022

Das drahtlose Internet erlebt einen Wachstumsschub durch FWA

Grosse Fortschritte in der 5G-Technologie erleichtern den Einsatz von drahtlosen Breitbandlösungen für Privathaushalte und Geschäftskunden. Die hohen Geschwindigkeiten und geringen Latenzzeiten von FWA machen die Technologie zu einem Ersatz für kabelgebundene Breitbandverbindungen. Auch die Swisscom bietet den Dienst an - für Geschäftskunden mit Gebäuden ohne Kabelanschluss.

Eine 5G-Antenne. Bild Swisscom
Das Kommunikationsunternehmen Ericsson geht davon aus, dass es bis Ende dieses Jahres weltweit eine Milliarde 5G-Nutzer geben wird. Ausserdem werde sich der Datenverkehr in den globalen Mobilfunknetzen in Zukunft alle zwei Jahre verdoppeln, prognostiziert das Unternehmen in seinem Mobility Report 2022. In sechs Jahren soll es gemäss diesem Report bereits fünf Milliarden 5G-Abonnenten geben. In Europa liegt die 5G-Abdeckung gegenwärtig bereits bei rund 65 Prozent – nur drei Jahre nachdem 5G-Netze erstmals gebaut wurden. 5G ist definitiv nicht mehr aufzuhalten.
Was heisst das für private und geschäftliche Nutzer?
Ericsson rechnet bis 2028 mit 300 Millionen Fixed-Wireless-Verbindungen, die durch 5 G ermöglicht werden. Derartige Verbindungen, auch FWA genannt, entwickeln sich zu einer exzellenten Alternative, was Breitband-Internet betrifft. FWA in Verbindung mit 5G ist eine skalierbare, kosteneffiziente Hochgeschwindigkeits-Breitbandtechnologie, bei der eine drahtlose Verbindung die «letzte Meile» abdeckt. Während der Mobilfunkturm über Kabel und/oder Funkverbindungen mit einem größeren Netz verbunden ist, sind für den Kundenanschluss keine Kabel notwendig, sondern nur ein drahtloses Empfangsgerät. 
Auch die Swisscom will FWA nun für Geschäftskunden anbieten. Laut Swisscom eignet sich die FWA-Lösung für abgelegene Gebäude, die nicht durch den Standardnetzausbau abgedeckt sind, sowie für temporäre Geschäftsstandorte ohne Festnetzanschluss. 5G FWA biete ein grosses Potenzial, lässt Swisscom verlauten. Kunden könnten damit an ihren Standorten vom schnellsten Internet profitieren und alle Dienste in vollem Umfang nutzen. Die Netzwerklösung "Enterprise Connect" von Swisscom ermöglicht es Kunden ohne Glasfaser- oder Kupferanschluss, einen oder mehrere Geschäftsstandorte über 5G FWA in ihr Büronetzwerk zu integrieren.
In den USA gibt es bereits heute mehr als sieben Millionen Haushalte, die durch FWA mit dem Internet verbunden sind. Neue Antennentechnologien wie Multiple-Input-Multiple-Out (MIMO) in Mobilfunkmasten liefern mehr Kapazitäten über größere Entfernungen. Intelligente Signale zielen genau auf den Empfänger. So entwickelt sich FWA zu einer Lösung für vorstädtische und ländliche Gebiete mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s (!) über vier Meilen. Diese Leistungsfähigkeit zahlt sich aus: Die schnelle Verbreitung von Drahtlostechnologien hat in den USA bereits zu Preissenkungen bei drahtgebundenen Breitbandanschlüssen geführt - in den letzten sechs Jahren um bis zu 42 Prozent. Die Fortschritte in der 5G-Technologie machen die Realisierbarkeit von günstigeren  drahtlosen Breitbandlösungen einfach. Die hohen Geschwindigkeiten und geringen Latenzzeiten von FWA sind ein echter Ersatz für kabelgebundene Breitbandverbindungen.

Sunday, November 27, 2022

5G fürs Handy kommt ins Flugzeug

Amerikanischen Behörden lassen aus Sorge um die Flugsicherheit den Einsatz von 5G-Mobilfunktürmen in der Nähe von Flughäfen nur bedingt zu. In Europa soll 5G hingegen schon bald zum Fliegen gehören – zur Freude der einen, zum Leid der anderen.

5G und Fliegen passen laut EU doch zusammen.
Bild Pixnio.com
Fluggesellschaften werden schon bald in der Lage sein, in ihren Flugzeugen die neueste 5G-Technologie bereitzustellen, da die Europäische Kommission den Durchführungsbeschluss über Frequenzen für die mobile Kommunikation an Bord von Flugzeugen angepasst hat; es wurden Frequenzen für die 5G-Technologie während des Fluges zugewiesen. Die Kommission hat schon seit 2008 bestimmte Frequenzen für die mobile Kommunikation in Flugzeugen reserviert, so dass Fluggesellschaften in der EU ihren Fluggästen Nachrichten, Telefonate und Datendienste anbieten konnten. Die aktuelle Anpassung soll gemäss EU-Mitteilung zu einem weit verbreiteten Angebot von 5G-Diensten in Flugzeugen führen.

Passagiere an Bord von Flugzeugen in der EU werden können dann ihre Mobiltelefone mit der maximalen Kapazität und den besten Funktionen nutzen können – genauso, wie bei einem bodengestützten 5G-Mobilfunknetz.

Der Dienst wird in der Flugzeugkabine mit einer speziellen Netzausrüstung, der sogenannten «Pico-Zelle», bereitgestellt, um die Nutzer zu verbinden und Anrufe, Texte und Daten - in der Regel über ein Satellitennetz - zwischen dem Flugzeug und dem Mobilfunknetz am Boden weiterzuleiten.


Tuesday, November 22, 2022

Trotz Gegenwind: Der Schweizer IT-Markt wächst weiter

Laut einer IDC-Studie, die von Microsoft in Auftrag gegeben wurde, werden sich die gesamten IT-Ausgaben in der Schweiz bis 2026 auf 38 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr belaufen. Das Wachstum der Public Cloud in der Schweiz wird für die nächsten Jahre auf jährliche 22 Prozent geschätzt, da immer mehr Kunden die Cloud nutzen, um mit Ihrer digitalen Transformation vorwärts zu kommen.

Quelle IDC
Eigentlich wurde die Studie von Microsoft in Auftrag gegeben, um nachzuweisen, dass sich partnerschaftliche Beziehungen mit Microsoft im IT-Business auszahlen (die Resultate können hier nachgelesen werden). Die Studie zeigt aber auch andere interessante Fakten bezüglich des Schweizer IT-Marktes auf. Zum Beispiel:

·         Für Software-Ausgaben in der Schweiz wird bis 2026 eine mittlere jährliche Wachstumsrate von 10 Prozent vorausgesagt.

·         Für Hardware-Ausgaben wird bis 2026 mit einem durchschnittlich fünfprozentigen jährlichen Wachstum gerechnet.

·         Für IT-Services wird die Jährliche Wachstumsrate bis 2026 durchschnittliche vier Prozent betragen.

·         Der Markt für Public Cloud-Dienste in der Schweiz wächst weiter und soll bis im Jahr 2026 mehr als 11 Milliarden Franken (pro Jahr) wert sein.

Die Autoren der Studie begründen das stärkere Wachstum im Software-Sektor damit, dass die Kunden in der Schweiz softwarebasierte Lösungen in ihren Technologiestacks und Strategien priorisieren. Was den Schweizer Cloud-Markt betrifft, sind die von IDC prognostizierten Wachstumsraten beeindruckend:

·         Der Cloud-Markt in der Schweiz wird sich zwischen 2022 und 2026 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 22 Prozent mehr als verdoppeln.

·         Software as a Service (SaaS) bleibt die grösste Kategorie der Cloud-Dienstleistungen und wird mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 18 Prozent bis 2026 56 Prozent des Cloud-Marktes einnehmen können.

·         Platform as a Service (PaaS) legt mit durchschnittlichen jährlichen 32 Prozent Wachstum am schnellsten zu.

·         Infrastructure as a Service (IaaS) kann bis 2026 23 Prozent durchschnittliches jährliches Wachstum erwarten.

Monday, November 14, 2022

Ende eines Booms: Auch Amazon entlässt 10'000 Mitarbeiter

Wieder scheint ein Boom-Kapitel zu Ende zu gehen. Bei Meta (Facebook, Instagram trifft es, wie vor einer Woche angekündigt wurde, 11'000 Mitarbeiter.  Bei Twitter mussten zum Beginn der Ära von Elon Musk vorerst 3'700 Angestellte ihre Arbeitsplätze räumen, und in der Krypto-Branche läuft es auch nicht mehr so recht. Die ersten Konkurse werden gerade angemeldet – was ebenfalls zu zahlreichen Entlassungen führen wird. Und nun trifft es auch noch den weltgrössten Internethändler.

Auch der grösste Laden der Welt ist von der wirtschaftlichen Unsicherheit betroffen.
Screengrab amazon.com
Statt wie jedes Jahr zusätzliche Mitarbeiter anzustellen, entlässt Amazon nur sechs Wochen vor Weihnachten 10'000 Menschen. Die sieben fetten Jahre scheinen, jedenfalls für den Moment, vorbei zu sein. Der Grund ist offensichtlich: Der Krieg in Osteuropa und finanzielle Erschütterungen weltweit haben das Vertrauen vieler Unternehmer und Konsumenten in die nahe Zukunft geschmälert. Bei Amazon erwartet man eine Rezession und spricht deshalb Entlassungen aus. Gemäss amerikanischen Medienberichten werde man die Geräteeinheit (Alexa etc.), die Handelsabteilung und die Personalabteilung des Unternehmens verkleinern. Der Schritt kommt, nachdem Amazon-CEO Andy Jassy kürzlich mit Kürzungen im Unternehmen begonnen hat. Schon Anfang des Monats hatte Amazon einen Einstellungsstopp für verschiedene Abteilungen im Unternehmen verhängt. In einer Mitteilung an die Mitarbeiter gab man bei Amazon bekannt, dass diese Entscheidung aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage und der Zahl der Mitarbeiter, die Amazon in den letzten Jahren eingestellt habe, getroffen worden sei. Man sehe sich mit einem ungewöhnlichen makroökonomischen Umfeld konfrontiert und wolle Rekrutierung und Investitionen mit Rücksicht auf die Wirtschaft abwägen.

Auch Amazon-Gründer Jeff Bezos hatte schon vor einem Monat davor gewarnt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA gross sei. 

Sunday, November 13, 2022

Google Chrome auf älteren Systemen bald nicht mehr sicher

Google Chrome, weltweit der wichtigste und am weitesten verbreitete Browser, zieht einen Schlussstrich, was Windows 7 und Windows 8.1 betrifft. Google will den Chrome Browser in einer allerletzten Version im nächsten Frühjahr veröffentlichen.


Der Chrome Browser beherrscht den Browser-Markt.
 Chrome 110 soll am 7. Februar 2023 veröffentlicht werden und wird die letzte Version sein, welche die beiden Microsoft-Betriebssysteme 7 und 8.1 unterstützt, wie Google auf einer Support-Seite mitteilt. Chrome soll auch nach Version 110 weiterhin funktionieren, einfach ohne Support und ohne jegliche Updates.

Windows 7 kam im Jahr 2009 auf den Markt; Support dafür wurde von Microsoft offiziell 2020 einstellt. Trotzdem wird das Betriebssystem immer noch auf Millionen Computern eingesetzt. Googles Schritt bedeutet, dass viele User im nächsten Jahr mit einem nicht mehr unterstütztes Betriebssystem und einem nicht unterstützten Webbrowser unterwegs sein werden. Das ist ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Für alle User, die immer noch mit altem Betriebssystem unterwegs sind heisst das: Es ist wohl an der Zeit, ein Upgrade durchzuführen. Betroffene gibt es nicht wenige:

«Windows 11 hatte laut "Statcounter" erst im Juli die Nutzerzahlen von Windows 7 überholt, knapp 15 Prozent der Windows-Nutzer setzen auf ein Windows, das älter als Windows 10 ist. Bedenkt man, dass laut Microsoft etwa 1,4 Milliarden Menschen Windows 10 und 11 nutzen, dürften knapp 200 Millionen Menschen von dem Aus [von Google Chrome] betroffen sein.» (Stern.de)

Thursday, November 10, 2022

Die Erfahrungen der Anderen

Fast alle Schweizer Konsumenten stützen sich auf die Erfahrungen der Anderen, wenn es um die Anschaffung eines Produktes oder den Kauf einer Dienstleistung im Internet geht. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 99 Prozent der potentiellen Kunden Online-Bewertungen konsultieren. 83 Prozent gaben an, sich immer oder fast immer vor einem Einkauf im Internet zu informieren. Das sind vier Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

Quelle: Xeit

Die Bedeutung von Online-Bewertungen steigt also weiterhin an, während gleichzeitig immer mehr Schweizerinnen und Schweizer online einkaufen – 74 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal im Monat Einkäufe im Internet zu tätigen. Spitzenreiter sind die Schweizer Onlineshops Galaxus und Digitec sowie der deutsche Online-Händler Zalando. Dies sind zentrale Erkenntnisse des dritten Online Marketing Monitors der Digital-Agentur xeit GmbH aus Zürich. Die wichtigste Quelle für Bewertungen ist – wen wundert’s - für 85 Prozent der Befragten der Internetriese Google. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Suchmaschine als Anlaufstelle für Online-Bewertungen volle 32 Prozentpunkte zugelegt. An zweiter Stelle folgt die jeweilige Unternehmenswebsite; mehr als die Hälfte der Befragten sucht dort auch nach Kundenbewertungen. Weitere wichtige Informationsquellen sind YouTube, Booking.com und Tripadvisor. Die Digital-Spezialisten von xeit gehen davon aus, dass die Relevanz von Online-Bewertungen weiterhin steigen wird. Die öffentlichen Rückmeldungen über Kauferfahrungen beschränken sich dabei nicht auf ein Produkt, sondern beziehen sich oftmals auch auf den gesamten Service, der mit der Anschaffung eines Produkts oder der Beanspruchung einer Dienstleistung in Verbindung steht. Dazu gehören auch die Beratung in einem Geschäft und die After-Sales-Aktivitäten. Viele und vor allem gute Bewertungen können einen massgeblichen Einfluss darauf haben, ob das entsprechende Unternehmen und das entsprechende Produkt von Kundinnen und Kunden berücksichtigt werden.
Fazit: Massnahmen zur Förderung von Kundenbewertungen und zur Überwachung solcher Aussagen sollten unbedingt auf der Marketing-Agenda stehen und auf der eigenen Website verwirklicht werden.