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Tuesday, January 14, 2020

Windows-Updates fördern den PC-Markt

Nach sieben mageren Jahren, während deren der PC-Markt weltweit schrumpfte, scheinen jetzt wieder bessere Zeiten anzubrechen. Der weltweite Markt für PCs, einschliesslich Desktops, Notebooks und Workstations, schloss das Jahr 2019 mit einem beeindruckenden Wachstum von 4,8 Prozent ab. Das berichtet International DataCorporation (IDC). Dabei spielte Microsoft eine wichtige Rolle.


Insgesamt stiegen die weltweiten Auslieferungen im Jahr 2019 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das macht 2019 zum ersten vollen Jahr mit PC-Wachstum seit dem Jahr 2011. "Das vergangene Jahr war ein wildes Jahr in der PC-Welt, was zu einem beeindruckenden Marktwachstum führte“, sagt Ryan Reithvon IDC. "Der Markt wird auch 2020 mit Herausforderungen zu kämpfen haben, aber dieses Jahr war ein klares Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach PCs trotz des Trends zu neuen Formfaktoren und der Nachfrage nach mobilen Computern immer noch vorhanden ist.“
Gemäss IDC hat die Einstellung der Unterstützung für Windows 7 viel zu diesem Aufschwung beigetragen. Das habe besonders den grössten drei Herstellern Lenovo, HP und Dell dabei geholfen, ihre Position auf dem Markt weiter zu festigen. Die drei Grössten besitzen einen gemeinsamen Anteil von etwas mehr als 65 Prozent des Marktes - im Jahr 2018 waren es noch 63 Prozent.

Lenovo behielt die Spitzenposition und konnte im Vergleich zu 2018 weitere Marktanteile gewinnen. Das Unternehmen schloss das Jahr mit einem Marktanteil von 24,3 Prozent ab.
HP steigerte den PC-Verkauf 2019 um 4,8 Prozent mit einem starken Wachstum von 6,9 Prozent im vierten Quartal. HP konnte seinen Marktanteil auf 23,6 Prozent steigern - von 23,1 Prozent im Jahr 2018. Dell behielt auch 2019 die dritte Position im PC-Markt und konnte seinen Marktanteil gegenüber 2018 um 0,5 Punkte auf 17,5 Prozent weltweit ausbauen. Dell verbuchte im letzten Quartal ein eigenes Rekordhoch bei den Auslieferungen und führte die Top-OEMs mit einem Wachstum von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Das Wachstum kam hauptsächlich dank eines robusten US-Markts.
Das Verkaufsvolumen der Macs von Apple ging im vierten Quartal mit 4,7 Millionen ausgelieferten Einheiten zurück, was einem Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch im Gesamtjahr 2019 ging das Auslieferungsvolumen um 2,2 Prozent zurück. Die anhaltende Dynamik von Apple im Bereich iPad und iPhone hat die Herausforderungen bei den Mac-PCs jedoch mehr als ausgeglichen.


Friday, January 27, 2017

Microsoft und das Cloud-Geschäft: Gewinne machen cool

Das Cloud-Geschäft boomt, und plötzlich verdient Microsoft viel mehr Geld, als die meisten Analysten erwartet haben. Doch nicht nur der Börsenwert von Microsoft ist in letzter Zeit stark gestiegen. Auch der Cool-Faktor des Unternehmens hat sich stark erhöht.

Cloud Computing im Allgemeinen und Microsoft Azure im Besonderen spülen
bei Microsoft momentan viel Geld in die Kasse.                        Grafik Microsoft
Microsoft, 1998 noch das grösste Unternehmen der Welt,  ist heute wieder rund 500 Milliarden Dollar wert – immer noch weniger als Apple oder Google. Doch die Umsätze und Gewinne steigen – vor allem auch, weil die Geschäfte mit Cloud-Diensten so richtig gut laufen. Die von Microsoft für Unternehmen angebotene Datenwolke Azure ist äusserst populär und produziert massives Umsatzwachstum – um ganze 93 Prozent im letzten Geschäftsquartal, im Vergleich zum Vorjahr. Das führt natürlich auch zu positiven Pressestimmen, wie zum Beispiel auf stern.de. Zitat:
“[CEO] Nadella konzentrierte sich in den vergangenen Jahren auf Lösungen für den fortschreitenden Bedarf zur Digitalisierung der Weltwirtschaft. Mit Erfolg: Die Azure-Plattform, mit der Unternehmen ihre Websites, Apps und Daten verwalten, legte um herausragende 94 Prozent zu. Damit wird Microsoft zum schärfsten Gegner von Amazons Web Services (AWS) und hängt Konkurrenten wie IBM oder Oracle weiter ab. Microsoft kann optimistisch in die Zukunft blicken. Ein Ende des Cloud-Booms ist nicht in Sicht, und einige heiße Eisen sind noch im Feuer […] “ Satya Nadella führt den Konzern nun knapp drei Jahre und hat in der kurzen Zeit nicht nur umsatzseitig viel erreicht. Er hat den angestaubten Konzern auch wieder cool gemacht. Nun wird es spannend zu sehen sein, ob der Konzern nach der verpassten Smartphone-Ära sich in den neuen Geschäftsfeldern langfristig etablieren kann. Denn der Konkurrenzdruck ist groß: Amazon dominiert nicht nur das Cloud-Geschäft, der smarte Assistent Alexa entwickelt sich allmählich zur Plattform für das Internet der Dinge.“
Der Stern ist nicht die einzige Publikation, die sich plötzlich für Microsoft begeistern kann. Auch laut Manager Magazin legt das Unternehmen gerade ein “Comeback“ hin.
Dass ein Comeback für Microsoft überhaupt notwendig wurde, liegt am lange schrumpfenden PC-Markt – dem Stammgeschäft des Unternehmens, zu dem auch das Betriebssystem Windows gehört. Hier sinken die Umsätze seit Jahren, zuletzt um fünf Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal. 
Doch dass für PCs weltweit immer weniger Geld ausgegeben wird, trifft natürlich nicht nur Microsoft: Die Verlagerung vom PC zu Smartphone und Tablet sorgte dafür, dass im letzten Jahr global wieder sechs Prozent weniger PCs verkauft wurden. Laut einer  Gartner-Analyse haben alle großen PC-Hersteller, sowohl beim globalen Absatz als auch bei den Marktanteilen, deutlich verloren. Besonders hart traf es Apple mit minus 8,7 Prozent und Acer mit minus 9,9 Prozent getroffen.

Ob Microsoft in diesem Umfeld seinen Cool-Faktor weiter steigern kann, wird unter anderem das globale Cloud-Geschäft zeigen. Das Potenzial ist auf jeden Fall riesig.

Monday, April 15, 2013

Zeit, diese PC-Aktien zu verkaufen?

Stirbt der private PC eines langsamen Todes? Es sieht so aus: Der PC-Markt schrumpft nämlich gewaltig – fast 14 Prozent allein im ersten Quartal dieses Jahres. Verwunderlich ist diese Entwicklung ja wirklich nicht: Private Anwender, die den PC nicht zum Arbeiten brauchen, können im Zeitalter der Smartphones und Tablets ganz gut ohne Laptop oder Desktop leben. Ausserdem scheint vielen Anwendern Windows 8 nicht so recht zu gefallen.

Ist die hohe Zeit des PCs vorbei? Was Privathaushalte betrifft, muss man die
Frage wahrscheinlich mit einem Ja beantworten.                          Grafik: Statista
Gemäss den Marktforschern bei IDC, sind die PC- und Notebook-Verkäufe in den ersten drei Monaten 1013 um 13,9 Prozent zurückgegangen, wenn man sie mit dem Vorjahr vergleicht. Das ist neu, in der Geschichte des persönlichen Computers. Seit IDC vor 20 Jahren mit der statistischen Aufarbeitung dieses Marktes begonnen hat, hat es noch nie einen derartigen Rückgang gegeben. Auch Gartner verfolgt die PC-Verkäufe und kommt dabei zu ähnlichen Schlüssen. Die Gartner-Experten errechneten einen Marktrückgang von 11,2 Prozent und weisen darauf hin, dass die PC-Verkäufe  bereits seit vier Quartalen in Folge schrumpfen.  Was sind die Ursachen für diesen stetigen und starken Rückgang? Smartphones, Tablets und Windows 8! Zitat aus heise.de:
“Während die PC-Verkäufe im gewerblichen Umfeld sogar noch leicht zulegen konnten, brach das Consumer-Geschäft umso stärker ein – weil Kunden lieber zu Smartphones und Tablets greifen. Auch die Markteinführung von Windows 8 hat daran nichts geändert.  Für IDC-Analyst Bob O'Donnell hat Windows 8 nicht nur seine erhoffte marktbelebende Wirkung verfehlt, sondern sogar den PC-Verkauf noch weiter gedämpft. "Es scheint klar, dass die Veröffentlichung von Windows 8 nicht nur dahingehend gescheitert ist, den PC-Markt anzukurbeln. Es scheint sogar, dass der Markt abgebremst wurde." Die Verwirrung der Verbraucher, die durch Windows 8 und seine neue Oberfläche ausgelöst worden sei, habe zu den sinkenden PC-Absatzzahlen beigetragen." 
Dass sieht der Hersteller Microsoft natürlich ganz anders. Gegenüber BILD.de bemängelt der Windows-Hersteller die „PC"-Definition von IDC:
“Während wir mit Windows 8 für zahlreiche neue Geräteklassen sorgen, verharren Marktanalysten auf einer veralteten Definition des PCs. Kurz: Der PC ist nicht tot, er ist quicklebendig und sieht nur anders aus.“
 Die grossen PC-Hersteller werden das wahrscheinlich nicht ganz so locker sehen. Von den fünf grössten traf der Rückgang Lenovo am wenigsten, die anderen schrumpften deutlich (siehe Grafik). Acer büsste ganze 30 Prozent ein, beim Marktführer HP sind es immerhin noch 23 Prozent.