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Sunday, May 30, 2021

Die Preise steigen – und der PC-Markt wächst weiter

Die Preise für Informationstechnologie sind in den letzten Jahren ständig gesunken – und zwar massiv. Die Corona-Pandemie hat nun aber dazu beigetragen, dass die Inflation auch in diesem Sektor zurückkommt. Ein Grund dafür: Homeoffice und andere Corona-Kommunikationstrends haben dafür gesorgt, dass das IT-Geschäft so richtig boomt.


Der IT-Markt hat seit vielen Jahren keine Inflation mehr erlebt. Das ändert sich gerade. 
                                                                                                                Bild Picpedia.org

Gemäss IDC werden PC-Lieferungen dieses Jahr um 18,1 Prozent wachsen – prognostiziert wird der Verkauf von mehr als 357 Millionen Geräten. Das sind fast eine Million verkaufte PCs pro Tag. Dies in einer Zeit, mit Unterbrüchen in der Lieferkette und IT-Komponentenknappheit.  Das trifft vor allem jene Marktteilnehmer, die nicht ganze PCs, sondern Bestandteile kaufen. Potentielle Käufer sind gezwungen, vormontierte PCs zu kaufen, statt die Systeme selbst zusammenzubauen. Der Grund: Die Preise für Komplett-PCs sind in den meisten Fällen günstiger als die Komponenten. Auch im Laptop-Markt zeigen sich ähnliche Probleme. Auch dieser Sektor ist von der Verknappung und Verteuerung bei CPU/GPU und Speichereinheiten betroffen. Aber die Engpässe zeigen sich auch in anderen Bereichen. Displays, Audio-Chips oder Controller sind plötzlich knapp geworden. Diese Knappheit verzögert die Verfügbarkeit von Notebooks, was wiederum die Nachfrage nach Desktop-PCs ankurbelt. ZDnet.de geht in einem ausführlichen Artikel auf die sich abzeichnende Verteuerung ein:

“Die PC-Preise werden wahrscheinlich im zweiten Quartal und im restlichen Jahr 2021 steigen, da die Hersteller die höheren Kosten für Komponenten und Logistik bei starker Nachfrage weitergeben. Die aktuellen Quartalszahlen von HP, Dell Technologies und Lenovo geben einen Hinweis darauf, dass die Inflation wahrscheinlich auf den PC-Markt zukommen wird. Cisco hat bereits eine ähnliches für die Infrastruktur von Rechenzentren vorausgesagt.  Die globale Chip-Knappheit ist ein viel größeres Problem, als viele glaubten und wird auch noch länger andauern…“

Es gibt einen (kleinen) Trost für uns alle. In den letzten Jahrzehnten sind die Preise für Hardware und IT-Dienstleistungen immer nur gesunken – und zwar massiv. Nach Angaben des U.S. Bureau of Labor Statistics waren die Preise für Informationstechnologie, Hardware und Dienstleistungen im Jahr 2021 um 92,71 Prozent niedriger als 1988.  Mit anderen Worten: Informationstechnologie, Hardware und Dienstleistungen, die im Jahr 1988  noch 20 Franken gekostet haben, kosten heute  gerade noch rund einen Franken und 50 Rappen.

Tuesday, January 14, 2020

Windows-Updates fördern den PC-Markt

Nach sieben mageren Jahren, während deren der PC-Markt weltweit schrumpfte, scheinen jetzt wieder bessere Zeiten anzubrechen. Der weltweite Markt für PCs, einschliesslich Desktops, Notebooks und Workstations, schloss das Jahr 2019 mit einem beeindruckenden Wachstum von 4,8 Prozent ab. Das berichtet International DataCorporation (IDC). Dabei spielte Microsoft eine wichtige Rolle.


Insgesamt stiegen die weltweiten Auslieferungen im Jahr 2019 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das macht 2019 zum ersten vollen Jahr mit PC-Wachstum seit dem Jahr 2011. "Das vergangene Jahr war ein wildes Jahr in der PC-Welt, was zu einem beeindruckenden Marktwachstum führte“, sagt Ryan Reithvon IDC. "Der Markt wird auch 2020 mit Herausforderungen zu kämpfen haben, aber dieses Jahr war ein klares Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach PCs trotz des Trends zu neuen Formfaktoren und der Nachfrage nach mobilen Computern immer noch vorhanden ist.“
Gemäss IDC hat die Einstellung der Unterstützung für Windows 7 viel zu diesem Aufschwung beigetragen. Das habe besonders den grössten drei Herstellern Lenovo, HP und Dell dabei geholfen, ihre Position auf dem Markt weiter zu festigen. Die drei Grössten besitzen einen gemeinsamen Anteil von etwas mehr als 65 Prozent des Marktes - im Jahr 2018 waren es noch 63 Prozent.

Lenovo behielt die Spitzenposition und konnte im Vergleich zu 2018 weitere Marktanteile gewinnen. Das Unternehmen schloss das Jahr mit einem Marktanteil von 24,3 Prozent ab.
HP steigerte den PC-Verkauf 2019 um 4,8 Prozent mit einem starken Wachstum von 6,9 Prozent im vierten Quartal. HP konnte seinen Marktanteil auf 23,6 Prozent steigern - von 23,1 Prozent im Jahr 2018. Dell behielt auch 2019 die dritte Position im PC-Markt und konnte seinen Marktanteil gegenüber 2018 um 0,5 Punkte auf 17,5 Prozent weltweit ausbauen. Dell verbuchte im letzten Quartal ein eigenes Rekordhoch bei den Auslieferungen und führte die Top-OEMs mit einem Wachstum von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Das Wachstum kam hauptsächlich dank eines robusten US-Markts.
Das Verkaufsvolumen der Macs von Apple ging im vierten Quartal mit 4,7 Millionen ausgelieferten Einheiten zurück, was einem Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch im Gesamtjahr 2019 ging das Auslieferungsvolumen um 2,2 Prozent zurück. Die anhaltende Dynamik von Apple im Bereich iPad und iPhone hat die Herausforderungen bei den Mac-PCs jedoch mehr als ausgeglichen.


Tuesday, May 14, 2019

Smartphones: Huawei überholt Apple und verspricht, nicht zu spionieren

China mag mit seiner globalen Handels- und Machtpolitik eine Bedrohung für andere Nationen darstellen - die Konsumenten scheint es nicht zu kümmern. Huawei Technologies Co., jener chinesische Konzern, der vielerorts verdächtigt wird, mit seiner Technologie Spionage zu betreiben (und dies vehement bestreitet), ist jetzt im Smartphone-Sektor grösser als Apple geworden und steht damit auf dem zweiten Rang hinter Samsung.

                                                                                                         Quelle: IDC
Huwai, der Netzwerkriese, sei im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um volle 50 Prozent gewachsen, schätzt Marktforscher IDC. Huawai ist die einzige Marke unter den grossen vier Smartphone-Herstellern, der es gelungen ist, das Verkaufsvolumen zu steigern, obwohl der Gesamtmarkt seit anderthalb Jahren  schrumpft. Huawei ist Apple und Samsung mit einem zunehmend hochwertigen Geräteportfolio auf den Fersen, insbesondere im Heimatmarkt China.
Tatsächlich steht Apple im Moment im Gegenwind - vor allem auch wegen der Unstimmigkeiten im Verhältnis zwischen den USA und China. Das wird es schwierig machen, die Verkaufszahlen zu steigern.
Apple ist besonders anfällig für einen Handelskrieg mit China. Weil eben die iPhones hauptsächlich in China zusammengestzt werden, obwohl Apple auch zahlreiche amerikanische Lieferanten hat. Das heisst, dass das Endprodukt bei der Wiedereinfuhr in die USA genau so verzollt werden muss, wie ein 100prozentig chinesisches Produkt. Experten schätzen, dass ein 25prozentiger Zoll auf dem iPhone zu einer Preiserhöhung von 160 US-Dollar für das iPhone XS führen könnte.Wenn Apple die Zölle absorbieren würde, könnte das im nächsten Jahr zu einem Gewinnrückgang pro Aktie von mehr als 20 Prozent führen. Diese Aussichten haben seit Anfangs Mai bereits zu einem kräftigen Rückgang des Aktienkurses geführt.
Huawei, dessen Exporte in die USA natürlich auch von den amerikanischen Strafzöllen betroffen sind, hat inzwischen eine PR-Offensive gestartet, was den Verdacht der Spionage für die chinesische Regierung betrifft:
“Der Konzern sei bereit, Erklärungen abzugeben, dass mit den Produkten von Huawei keine Spionage betrieben werde, sagte der Konzernvorsitzende Liang Hua. Die [Deutsche] Bundesregierung zeigte sich allerdings skeptisch. "Entscheidend wäre, dass der chinesische Staat bereit ist, so etwas zu unterzeichnen", sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. "Dafür sehen wir keine Anzeichen." Die USA fordern den Ausschluss des Konzerns vom Aufbau der Funknetze für den ultraschnellen Mobilfunkstandard 5G. Sie werfen Huawei vor, die Technologie, die weltweit in Mobilfunknetzen eingesetzt wird, zur Überwachung zu nutzen. [...] Der britische Telekommunikationskonzern Vodafone hatte nach eigenen Angaben vor ein paar Jahren Sicherheitslücken in Huawei-Produkten entdeckt. Wie erst im April bekannt wurde, seien die Probleme in den Jahren 2011 und 2012 im italienischen Netzwerk entdeckt worden. Medienberichte zufolge wurden damals "geheime Hintertüren" in der Huawei-Software festgestellt, die den Chinesen Zugang zum italienischen Netzwerk mit Millionen Internetkunden hätten geben können.“ (zeit.de)

Monday, November 5, 2018

Die Hersteller versuchen, den Smartphone-Boom zu verlängern

Es ist fraglich, ob es je notwendig war, alle Jahre ein neues Smartphone-Modell anzuschaffen. Aber es scheint, dass dieses User-Verhalten zum Smartphone-Boom der vergangenen Jahre beigetragen hat. Nun scheint sich dieses Verhalten geändert zu haben: Die Technologie wird nicht schnell genug besser, um ein Upgrade zu rechtfertigen. Allerdings gibt es auch noch andere Gründe für den schrumpfenden Smartphone-Markt.

Die fünf grössten Smartphone-Hersteller und ihre Marktanteile
(zum Vergrössern anklicken).
Die Zahl der verkauften Smartphones ist auf der ganzen Welt rückläufig. Im letzten Quartal wurden immerhin noch 355,2 Millionen Geräte ausgeliefert - was gemäss IDC einem Rückgang von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr ausmacht. Allein Samsung, der grösste Hersteller mit einem globalen Marktanteil von 20,3 Prozent, lieferte im letzten Quartal 13 Prozent weniger Smartphones aus - vor allem in den riesigen Märkten China und Indien.
Dafür hat der chinesische Hersteller Huawei aufgeholt und ist bei den Auslieferungen an Apple vorbeigezogen. Huawai wurde nicht zuletzt dank dem P20 Pro Smartphone zum zweitgrößten Smartphone-Hersteller der Welt. Ob Apple wieder aufholen kann, wird sich schon bald zeigen, da gleichzeitig mit dem Verkaufsbeginn des Apple iPhone XR das Huawei Mate 20 Pro erschienen ist. Beide Geräte rangieren in der Spitzenklasse und werden generell sehr gut bewertet. Vorläufig belegt Huawei aber den zweiten Platz auf der Herstellerrangliste, gleich nach Samsung, obwohl der Huawei Marktanteil mit 14,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal ebenfalls leicht rückläufig war. Im Jahresvergleich stieg der Marktanteil allerdings um fast ein Drittel.
Die IDC-Zahlen zeigen, dass der gesamte weltweite Smartphone-Markt in diesem Jahr erstmals schrumpfen wird - um ein rundes Prozent. Zum Vergleich: In den letzten fünf Jahren betrug das durchschnittliche Wachstum 16 Prozent.
Eines der grössten Probleme im Smartphone-Markt stellt gegenwärtig China dar, das bei weitem nicht mehr das enorme Wirtschaftswachstum aufweist, wie früher. Seit anderthalb Jahren sind die Verkäufe in China rückläufig. Die hohe Penetrationsrate, gemischt mit schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, habe den grössten Smartphone-Markt der Welt verlangsamt, erklärt Ryan Reith von IDC.
Die Sättigung des Marktes lässt die Hersteller auf fortgeschrittene Technologien wie 5G und Features wie Mehrfachkameras setzen. Wie weit dies die User dazu verleiten wird, ihre Handys öfter zu ersetzen, ist schwer abzuschätzen.

Da weltweit auch grosse Lagerbestände im Vertrieb eine Rolle bei der Entwicklung des Smartphone-Marktes spielen, könnte es durchaus sein, dass auch die Verbraucher mittelfristig vom schrumpfenden Markt profitieren könnten - in der Form von sinkenden Preisen.

Wednesday, April 11, 2018

Das Internet of Things und der Schutz unserer Daten

Es steht erst am Anfang seiner Entwicklung, das Internet der Dinge (IoT), aber die Vernetzungszahlen sind trotzdem schon ganz gewaltig. Fachleute gehen davon aus, dass es bereits mehr als acht Milliarden derartig vernetzte Geräte gibt. In zwei Jahren sollen es schon über 20 Milliarden sein. Gleichzeitig scheint sich unter den Konsumenten ein plötzliches Bewusstsein für Datensicherheit gebildet zu haben. Wie lange das dauern wird, lässt sich allerdings nur erahnen.

Das Internet der Dinge und der Schutz der Anwenderdaten: Konflikte sind
vorprogrammiert.                                                                          Bild pixabay
Vielleicht ist es der Facebook-Datenschutzwirbel, der das plötzliche Erwachen unter den Anwendern ausgelöst hat. Vielleicht ist es auch die neue EU-Datenschutzgrundverordnung, die in Kürze in Kraft tritt. Auf jeden Fall wird der Schutz persönlicher Daten beim zukünftigen Wachstum des Internets der Dinge eine enorm wichtige Rolle spielen. Wenn unsere täglichen Gebrauchsgegenstände, Haushaltgeräte und Transportmittel erst einmal alle vernetzt sind, und unsere Gewohnheiten “heim“ gesendet und beim Hersteller abgespeichert werden, könnten Widerstände wach werden. Irgendeinmal wird der Punkt kommen, wo Datennutzungsrichtlinien nicht mehr nur im Kleingedruckten festgehalten werden können, weil die Zeit nicht mehr ausreicht, alles Kleingedruckte zu lesen. Trotzdem lässt sich das Internet der Dinge gemäss einer neuen IDC-Studie nicht bremsen. Zwar haben in Deutschland noch viele Firmen Startschwierigkeiten mit dem Einstieg ins IoT, trotzdem  sind ihre Planungen für 2018 durchaus ambitioniert. Im Durchschnitt planen 72 Prozent der Unternehmen ein neues IoT-Projekt. 2018 könnte daher zum Jahr des endgültigen IoT-Durchbruchs in Deutschland werden, meint IDC. Das Internet of Things (IoT) liefere den Unternehmen wertvolle Daten, die zu einer besseren Entscheidungsfindung herangezogen werden können.
Anwender und Konsumentenschutzorganisationen versuchen inzwischen, die Aufmerksamkeit auf die Datensicherheit solcher vernetzten Geräte zu lenken. Sicherheit von Anfang an in die Geräte einzubauen, werde sich als schwieriger und langwieriger erweisen als angenommen, schreibt John Grimm auf IT-daily.net:
“Es ist davon auszugehen, dass die Hersteller von IoT-Geräten, besonders bei Geräten für Endkunden, weiterhin Devices auf den Markt bringen werden, die schlecht bis gar nicht abgesichert sind. Allerdings wächst das Sicherheitsbewusstsein der Konsumenten. Wenn auch noch nicht stark genug um das Kaufverhalten zu verändern. Coole Features und ein erschwinglicher Preis geben an dieser Stelle immer noch den Ausschlag. Amazon Echo und Google Home stehen erstmals ganz oben auf den Wunschlisten technikaffiner Konsumenten. Demgegenüber steht eine kleine, aber wachsende Gruppe von Konsumenten, die große Bedenken in Bezug auf die Sicherheit dieser Produkte haben. Insbesondere bei Geräten, die so ziemlich alles belauschen, was innerhalb ihrer Reichweite gesprochen wird. [...] Der Druck auf die Hersteller wächst und mit ihm die Forderung nach besseren Sicherheits- und Datenschutzmassnahmen.“
Unterdessen scheinen sich die Europäischen Konsumenten auf die neue Datenschutzgrundverordnung zu freuen. Eine grosse Mehrheit rechnet damit, dass sich die Sicherheit ihrer Daten dadurch verbessern wird.

Friday, July 19, 2013

Hiobsbotschaften (und Chancen) für den PC-Markt

Schon wieder eine Hiobsbotschaft, die den PC-Markt betrifft. Herkömmliche Computer, sprich Desktop und Laptop PCs, verkaufen sich immer schlechter. Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen - im Gegenteil. Ersetzt werden die PCs in den meisten Fällen durch Tablets – diese kosten weniger, sind handlicher, einfacher zu bedienen und leistungsfähig genug, um den Ansprüchen der meisten Anwender zu genügen.

Nicht alle Tablets sind populär - wie Microsofts Surface beweist. Woran
liegts? Etwa an der Werbung für das Gerät?
Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden gemäss Marktforschungsunternehmen Gartner weltweit rund 11 Prozent weniger Desktop-PCs verkauft, als noch im letzten Jahr – das sind 76 Millionen Geräte.
DieForschungsabteilung der Deutschen Bank hat kürzlich das Phänomen des schrumpfenden PC-Marktes einem Erklärungsversuch unterzogen. Die Experten weisen darauf hin, dass die Gesamtzahl aller internetfähigen Endgeräte in den nächsten Jahren jährlich um 10 Prozent ansteigen wird. Allerdings vollziehe sich, so die DB-Experten, innerhalb der Endgeräte-Klassen ein dramatischer  Bedeutungswandel:
“So gewinnen Tablets immer mehr Zuspruch und dürften in dieser Frist ihren Anteil an allen Neuverkäufen von 5 Prozent auf dominante 48 Prozent ausbauen. Gleichzeitig können die Laptops bei der absoluten Verkaufszahl nicht mehr allzu stark zulegen, sodass ihr Anteil an allen Neuverkäufen von 55 Prozent auf 33 Prozent sinken dürfte. Am deutlichsten aber trifft der Umbruch die Desktops. Diese verlieren bereits heute und weiter anhaltend nicht nur relativ zu den beiden anderen Endgeräte-Klassen, sondern auch bezüglich der absoluten Verkaufszahlen.“
Die Forscher der Deutschen Bank weisen darauf hin, dass die technischen Fortschritte der Tablet-Computer, der deutliche Preisverfall und die wachsende Verbreitung von Cloud-Computing zur steigenden Popularität der Geräte beitragen. In Unternehmen würden Tablets heute nicht mehr nur im Vertrieb, sondern auch in der Wartung und der Fertigung eingesetzt. Ausserdem gebe es regionale Unterschiede:
“In regionaler Hinsicht bedeutend sind die sich ändernden Nutzungsgewohnheiten in den hoch entwickelten Ländern, aber auch den Schwellenländern. In den hoch entwickelten Ländern fühlen sich immer mehr Nutzer mit den Tablet-Anwendungen so gut versorgt, dass sie in der nächsten Generation beim Ersatzkauf auf einen zusätzlichen Desktop bzw. Laptop verzichten. Die besondere Dynamik des Umbruchs gründet allerdings auf die Entwicklung in den Schwellenländern. Hier meidet ein immer größerer Anteil der schnell wachsenden Kundengruppe die althergebrachten Alternativen und setzt schon bei der Erstausstattung allein auf Tablets.“

Mit anderen Worten: Der Wechsel ins mobile Tablet- (und Smartphone) Zeitalter wird wahrscheinlich eher schneller gehen, als die Experten annehmen. Das zeigt sich schon, wenn frühere Marktprognosen mit aktuellen Verkaufszahlen verglichen werden. Allerdings sind nicht alle Tablets gleich. Microsoft scheint zum Beispiel mit seinem Surface-Tablet eher Mühe zu haben. Gemäss aktuellen Berichten, schreibt der Konzern im aktuellen Quartal 900 Millionen Dollar für nicht verkaufte Geräte ab.

Monday, April 15, 2013

Zeit, diese PC-Aktien zu verkaufen?

Stirbt der private PC eines langsamen Todes? Es sieht so aus: Der PC-Markt schrumpft nämlich gewaltig – fast 14 Prozent allein im ersten Quartal dieses Jahres. Verwunderlich ist diese Entwicklung ja wirklich nicht: Private Anwender, die den PC nicht zum Arbeiten brauchen, können im Zeitalter der Smartphones und Tablets ganz gut ohne Laptop oder Desktop leben. Ausserdem scheint vielen Anwendern Windows 8 nicht so recht zu gefallen.

Ist die hohe Zeit des PCs vorbei? Was Privathaushalte betrifft, muss man die
Frage wahrscheinlich mit einem Ja beantworten.                          Grafik: Statista
Gemäss den Marktforschern bei IDC, sind die PC- und Notebook-Verkäufe in den ersten drei Monaten 1013 um 13,9 Prozent zurückgegangen, wenn man sie mit dem Vorjahr vergleicht. Das ist neu, in der Geschichte des persönlichen Computers. Seit IDC vor 20 Jahren mit der statistischen Aufarbeitung dieses Marktes begonnen hat, hat es noch nie einen derartigen Rückgang gegeben. Auch Gartner verfolgt die PC-Verkäufe und kommt dabei zu ähnlichen Schlüssen. Die Gartner-Experten errechneten einen Marktrückgang von 11,2 Prozent und weisen darauf hin, dass die PC-Verkäufe  bereits seit vier Quartalen in Folge schrumpfen.  Was sind die Ursachen für diesen stetigen und starken Rückgang? Smartphones, Tablets und Windows 8! Zitat aus heise.de:
“Während die PC-Verkäufe im gewerblichen Umfeld sogar noch leicht zulegen konnten, brach das Consumer-Geschäft umso stärker ein – weil Kunden lieber zu Smartphones und Tablets greifen. Auch die Markteinführung von Windows 8 hat daran nichts geändert.  Für IDC-Analyst Bob O'Donnell hat Windows 8 nicht nur seine erhoffte marktbelebende Wirkung verfehlt, sondern sogar den PC-Verkauf noch weiter gedämpft. "Es scheint klar, dass die Veröffentlichung von Windows 8 nicht nur dahingehend gescheitert ist, den PC-Markt anzukurbeln. Es scheint sogar, dass der Markt abgebremst wurde." Die Verwirrung der Verbraucher, die durch Windows 8 und seine neue Oberfläche ausgelöst worden sei, habe zu den sinkenden PC-Absatzzahlen beigetragen." 
Dass sieht der Hersteller Microsoft natürlich ganz anders. Gegenüber BILD.de bemängelt der Windows-Hersteller die „PC"-Definition von IDC:
“Während wir mit Windows 8 für zahlreiche neue Geräteklassen sorgen, verharren Marktanalysten auf einer veralteten Definition des PCs. Kurz: Der PC ist nicht tot, er ist quicklebendig und sieht nur anders aus.“
 Die grossen PC-Hersteller werden das wahrscheinlich nicht ganz so locker sehen. Von den fünf grössten traf der Rückgang Lenovo am wenigsten, die anderen schrumpften deutlich (siehe Grafik). Acer büsste ganze 30 Prozent ein, beim Marktführer HP sind es immerhin noch 23 Prozent.

Thursday, November 24, 2011

Bannerwerbung zum Echtwert

International Data Corporation (IDC) prognostiziert, dass der Bereich der Bannerwerbung im Internet bis im Jahr 2015 stark zunehmen wird. Der Wachstumsmotor heisst RTB (Real Time Bidding). Diese Technologie soll es ermöglichen, für Bannerwerbung genau soviel zu bezahlen, wie sie wert ist.

IDC (International Data Corporation) prognostiziert, dass die Bannerwerbung in Amerika in den nächsten 4 Jahren um 71 Prozent zunehmen wird. In Grossbritannien sollen es gar 114 Prozent, in Frankreich 103 Prozent und in Deutschland 99 Prozent sein. Diese Prognose dürfte vor allem die vielen Online-Medien freuen, die sich seit Jahren abmühen, mit Gratisangeboten im Web und Werbung einen Profit zu erzielen. Ein Grund für die erfreulichen Aussichten liegt in der steigenden Popularität von RTB oder RealTime Bidding. Dabei handelt es sich um eine Technologie zur Abgabe von Geboten, die es ermöglicht, mittels Drittanbietertechnologien Gebote für Bannerwerbung abzugeben, die individuelle Nutzer dann auf dem Web zu sehen bekommen.
Die positiven Onlinewerbetrends zeigen, dass sich RTB unter Werbetreibenden, Verlagen und Agenturen einer immer grösseren Nachfrage erfreut. Die Firma Avazu, aktiv in  Deutschland, Brunei, Hong Kong und China,  und Sociomantic in Deutschland zählen zu den Unternehmen, die RTB-Technologien in europäischen Ländern anbieten.
Was ist RTB?
RTB bedeutet Real Time Bidding. Durch eine Web-Plattform wird die Abgabe von Geboten und die Platzierung von Bannerwerbung zentral verwaltet. Zu Beginn sendet das System auf Basis seiner Datenrückverfolgungsfunktion Anfragen zu den jeweiligen Bildschirminformationen von Benutzern. Dann kalkuliert die Plattform den jeweiligen Anzeigewert jedes individuellen Benutzers und schickt den dazugehörigen Gebotspreis an einen Bieter zurück. Schliesslich werden die Aufträge an eine Werbebörse gesendet und der an Grossmedien übermittelte Werbecode dem jeweiligen Endanwender zugewiesen.
Der deutsche Onlinehändler Neckermann.de arbeitet schon seit geraumer Zeit mit Avazu Inc. zusammen. Mit einer leistungsstarken Datenbank und der dazugehörigen Auswertungstechnologie kann Avazu das Kundenverhalten anhand von durchgeführten Suchanfragen, Surfgewohnheiten, Mausklicks und anderen getätigten Verhalten zurückverfolgen. Auf Basis spezifischer Analysen kann Avazu Werbeinhalte dann präzise und personalisiert mittels RTB platzieren und die Wirksamkeit des Einsatzes von Werbegeldern beträchtlich erhöhen. Man darf davon ausgehen, dass diese Art der Werbung schnell an Popularität gewinnen wird, weil es damit möglich wird, ziemlich genau den Echtwert für Werbung zu bezahlen.