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Wednesday, February 8, 2023

Bing mit KI: ChatGTP soll Google konkurrenzieren

Microsoft hat eine neue Version der Suchmaschine Bing angekündigt, in der eine grosse Portion Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Es ist die ChatGPT-Technologie von OpenAI, die seit ihrer Einführung im vergangenen Jahr für Aufsehen sorgt.

Wer hätte das gedacht - eine Warteliste für Bing.
Screengrab Bing.com
Bing antwortet jetzt auf Suchanfragen mit detaillierteren Antworten - nicht nur mit Links zu Websites. Im Gegensatz zu ChatGPT, das nicht in der Lage war, Fragen zu aktuellen Ereignissen zu beantworten, verwendet das aktualisierte Bing die neusten Quellen. Es wird Zugang zu den neuesten Informationen haben. Es wird auch in der Lage sein, Links zur Verfügung zu stellen, um zu zeigen, woher die Antworten kommen, eine Funktion, die nicht Teil von ChatGPT war.
Dieser Schritt von Microsoft ist die bei weitem grösste Bedrohung für Googles Dominanz bei der Websuche - und markiert den Beginn eines KI-Wettrüstens zwischen den Unternehmen. 
Die Nutzer können auch mit dem Bot chatten, um ihre Suchanfragen besser anzupassen. 

Die neue Bing-Suchmaschine soll ab sofort verfügbar sein - mit einer begrenzten Anzahl von Suchanfragen für jede Person. Wer das neue Bing benutzen will, muss sich eine Warteliste setzen und seine PC-Standardeinstellungen auf Microsoft einstellen. Die neue KI-Bing-App kann dann mittels QR-Code installiert werden.  In den kommenden Wochen werde man die Vorschau auf Millionen von Nutzern ausweiten, schreibt Microsoft. 

Techcrunch.com kommentiert: «Microsoft hat offensichtlich eine sehr enge Beziehung zu OpenAI. Nach der anfänglichen Investition in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar hat das Unternehmen kürzlich angekündigt, dass es noch mehr investieren und seine Partnerschaft mit OpenAI ausbauen würde, was wiederum zur heutigen Ankündigung führte. Obwohl Bing schon immer eine kompetente Suchmaschine war (und wohl besser, als die meisten Leute ihr je zugetraut haben), konnte sie sich nie wirklich im Mainstream durchsetzen. Sie war immer gut genug, aber das für die Nutzer nicht genug, zu wechseln. ChatGPT könnte nun dieser Grund sein - zumindest bis auch Google seine Konkurrenz-App einem breiteren Publikum vorstellt.»

Saturday, June 26, 2021

Microsoft ist mehr als 2'000'000'000'000 Dollar wert

Cloud Computing ist ein enorm schnell wachsendes und auch rentables Geschäft – und Microsoft ist ganz vorne mit dabei, mit der Azure Cloud. Das hat sich für das Unternehmen und die Aktionäre gelohnt: Microsoft ist seit letzter Woche das zweite US-Unternehmen, das mehr als 2 Billionen Dollar wert ist. Damit hat das Unternehmen Amazon im Rennen um die Börsenkapitalisierung geschlagen und ist jetzt das zweite Mitglied in einem Club, der bisher nur Apple als Mitglied hatte.

Azure, der Cloud-Service von Microsoft: Die Cloud hilft Microsoft beim
Wachstum.                                                     Screengrab Microsoft Azure
2 Billionen sind 2000 Milliarden – eine Zahl mit 12 Nullen also. Analysten führen den steigenden Wert von Microsoft darauf zurück, dass die von der Corona-Pandemie ausgelösten Änderungen im Geschäftsleben, dem Unternehmen grossen Nutzen bringen. Hybride Arbeitsplätze und Homeoffice funktionieren nur mit der Cloud – und da ist Microsoft marktführend.  Auch wenn jetzt viele Angestellte ins Geschäft zurückkehren, darf Microsoft Chef Satya Nadella wohl mit einer anhaltend erhöhten Nachfrage nach seinen Software-Suiten Office 365 und Teams und auch für die Azure Cloud rechnen.Auch Amazon ist mit AWS (Amazon Web Services) im Cloud-Geschäft und profitierte dort, aber natürlich vor allem im Versandhandel, massiv von Corona. Das hilft beim Umsatzwachstum und wird dazu führen, dass das Unternehmen auch bald einen Marktwert von zwei Billionen US-Dollar erreichen wird.
Apple erreichte die 2 Billionen Dollar erstmals am 20. August 2020. Es war die steigende Nachfrage nach Smartphones, die Apples Wert von einer Billion am 2. August 2018 auf 2 Billionen Dollar in 749 Tagen möglich machte.
Bei Microsoft ging es ein paar Tage länger: Es dauerte nur 786 Tage, um von 1 Billion Dollar am 30. April 2019 auf 2 Billionen Dollar am 24. Juni 2021 zu wachsen. Microsoft erreichte die 2-Billionen-Marke nur 308 Kalendertage nach Apple?

Wenn die Prognosen der Experten richtig sind, wird Amazon die 2-Billionen-Marke in weniger als 360 Tagen erreichen. Amazon war am 5. Februar 2020 zum ersten Mal mehr als 1 Billion Dollar wert.


Wednesday, March 10, 2021

Der Cloud-Boom macht Investoren glücklich

Gerade im IT-Markt sind es die jungen Firmen, die Start-Ups, die in der Regel für Freude bei den Investoren sorgen. Wer rechtzeitig einsteigt, hat die Chance, schnell Geld zu verdienen. Aber es müssen nicht immer Start-Ups sein. Auch ganz grosse IT-Unternehmen, die bei Investoren jahrelang als langweilig galten, bieten gute Anlagemöglichkeiten.

       Grafik wikimedia.org

Gerade jetzt ist es Microsoft, das den professionellen Investoren auffällt. Der Grund: Ein riesiger Cloud-Boom, der durch die Corona-Pandemie zumindest stark gefördert wurde.  Dieser Boom zeigt sich unter anderem am Verlauf des  BVP Nasdaq Emerging Cloud Index, der die Performance von jungen börsennotierten Unternehmen, die Cloud-Software anbieten, abbildet. Dieser erreichte anfangs Februar einen Rekordwert von 2,2 Billionen Dollar. Nur ein Jahr zuvor, vor der Pandemie, lag der Wert des Index‘ bei einer Billion. Und vor zwei Jahren, im Februar 2019, noch bei 690 Milliarden Dollar. Dieses Wachstum haben nicht nur aufstrebende junge Firmen verzeichnet, auch Microsoft Chef Satya Nadella ist happy mit dem Wachstum des Cloud-Geschäfts: Man habe in zwei Monaten so viel digitale Transformation erlebt, wie vor der Pandemie in zwei Jahren, sagte er letztes Jahr. Das haben auch die Analysten von Goldman Sachs festgestellt. Sie prognostizieren, dass die Microsoft-Aktie 38 Prozent zulegen werde, da das Cloud-Geschäft des Unternehmens weiterhin  und anhaltend zweistellig wachsen werde. Auch was Office 365 betrifft, sind die Finanzexperten optimistisch: Sie sagen voraus, dass sich die Zahl der User auf 500 Millionen erhöhen wird.

Die Aussichten für Investoren sind also gut. Wenn Microsoft es jetzt noch in den Griff bekommt, seine Patch-Days so abzuwickeln, dass für die User keine Probleme mehr mitgeliefert werden, können sich auch jene Anwender freuen, die keine Aktien des Unternehmens im Portfolio haben.

 

 

Thursday, August 6, 2020

TikTok: Aus Spass wird Politik

Vor einigen Jahren war es nur eine kleine App, um kurze Videos zu posten und zu teilen. Eine App, die vor allem von Kindern und Jugendlichen genutzt wurde. Dann wurde die App, die aus China stammt, so richtig erfolgreich – und die Schwierigkeiten mit der Politik begannen. Nun stehen die Tiktok-Erfinder vor der Wahl: Verkaufen oder verlieren. Facebook (Instagram) hat zur Sicherheit schon mal eine sehr ähnliche App auf den Markt gebracht.

Die Zukunft von TikTok ist ungewiss.            Bild pixabay
Am letzten Freitag wurde der amerikanische Präsident Trump ganz konkret: An Bord seiner Boeing-747 erklärte er, er werde die populäre Video-Sharing-Anwendung TikTok in den USA verbieten. Gedroht hatte der Präsident mit dieser Massnahme schon seit etwa einem Monat. Der Grund: Den amerikanischen Behörden gefällt es gar nicht, wie das chinesische Unternehmen amerikanische Benutzerdaten sammelt und – angeblich – weitergibt. Das Wochenende kam, und Präsident Trump sprach dann doch keinen Bann aus, dafür gab es in den Medien eine angeregte Diskussion darüber, ob und weshalb Microsoft TikTok kaufen oder nicht kaufen könnte.
TikTok hat heute 100 Millionen US-User und ist zu einer der am häufigsten heruntergeladenen Apps aller Zeiten geworden – und damit automatisch auch zu einem Konkurrenten von Facebook und Google. Die Übernahme von TikTok müsste sowohl von den US-Aufsichtsbehörden als auch von den Kartellbehörden genehmigt werden, und obwohl es andere Unternehmen oder Investoren geben könnte, die an TikTok interessiert sind, scheint Microsoft in einer guten Position zu sein, sich sowohl TikTok leisten zu können (der Kaufpreis wird auf über 20 Milliarden Dollar geschätzt) als auch die Genehmigung der US-Regierung zu erhalten.
Allerdings ist die Situation seit Präsident Trumps Bemerkungen nicht mehr ganz klar. Microsoft habe die Verhandlungen pausiert, heisst es. Auf der anderen Seite hat Microsoft bereits klar gemacht, was nach einem etwaigen Kauf des Unternehmens geschehen würde. Man werde dafür sorgen, dass alle US-Benutzerdaten in die USA transferiert und von ausländischen Servern gelöscht würden. Wie Microsoft dieses Ziel erreichen will, wurde nicht erklärt. Microsoft versprach auch, dass die Sicherheit und der Datenschutz der App verstärkt würden. Man sei sich voll und ganz bewusst, wie wichtig es sei, auf die Bedenken des Präsidenten einzugehen, gab das Unternehmen bekannt. Man werde sich jetzt nicht mehr weiter zum Thema äussern, teilte das Unternehmen mit und  bedankte sich beim Präsidenten für seine Einmischung:
“Microsoft schätzt das persönliche Engagement der US-Regierung und von Präsident Trump wenn es darum geht, die USA sicherer zu machen. Diese Gespräche sind vorläufig, und es kann nicht garantiert werden, dass eine Transaktion, an der Microsoft beteiligt ist, durchgeführt wird. Wir haben nicht die Absicht, weitere Informationen zu publizieren, bis ein endgültiges Ergebnis unserer Gespräche vorliegt.“
Für Präsident Trump könnte ein Bann von Tiktok auch politisch negative Folgen haben, schreibt das Wirtschaftsmagazin Forbes, schliesslich stehen im November Wahlen an:
“Die riesige TikTok-Benutzerbasis ist so wertvoll, dass es schwierig ist, sich vorzustellen, dass kein kommerzieller Ausweges gefunden wird. Der politische Rückschlag gegen destruktive Maßnahmen wäre wahrscheinlich schwerwiegend. Nicht nur von den vielen Millionen US-TikTok-Nutzern, sondern auch von den Medien und den grossen Technologieunternehmen, die es nicht gerne sehen würden, wenn ein Technologie/Medienunternehmen auf diese Weise zu Fall gebracht würde.“

Monday, June 29, 2020

Automatisierung: Journalisten durch Software-Roboter ersetzt

Journalisten sind entbehrlich. Das haben tausende Mitglieder dieser Berufsgruppe seit dem Aufkommen des Internets schmerzlich erfahren. Doch auch für viele Journalisten, die heute noch einen Job haben,  ist die Zukunft alles andere als sicher: Die zunehmende Digitalisierung im News-Business führt dazu, dass deren Aufgaben vermehrt von Software-Robotern übernommen werden.

Das Geschäft mit den News wurde die Digitalisierung der Gesellschaft gewaltig
aufgemischt - und die Rewvolution hat erst begonnen.                    Bild Pixabay
Nun ist es also Microsoft mit seinem Medienunternehmen MSN, das dafür sorgt, dass wieder mal eine ganze Reihe von Mitarbeitern im Newsgeschäft auf der Strasse stehen. Sie werden schlicht nicht mehr gebraucht; ein Computer kann das auch, was sie bisher gemacht haben. Genau dieses Phänomen ist zufällig das Thema eines aktuellen Artikels in der Computerwoche unter dem Titel “Automatisierungsschub: Knowledge-Worker-Jobs in Gefahr“. Die CW basiert ihren Bericht auf einer Forrester-Studie, welche die Corona-Krise als Auslöser für eine solche Automatisierungswelle sieht, die Menschen durch Maschinen ersetzen werde.  Knowledge Worker mit eher einfachen Aufgaben soll es demnach besonders hart treffen. Im Falle von MSN ist es vorwiegend die Auswahl von News, die jetzt von Software übernommen werden soll, wie die Zeit berichtet:
“MSN gehört zu Microsoft, der Konzern beauftragte zuletzt externe Agenturen, Artikel zu kuratieren. Deren Redakteure und Redakteurinnen wählten Texte von Medienpartnern aus – für die deutschsprachige Plattform zum Beispiel Beiträge von ZEIT ONLINE, dem Spiegel oder auch der Gala –, texteten neue Überschriften, fügten Bilder ein. Nun sollen diese Verträge auslaufen…“
Betroffene gibt es weltweit – auch in Europa:
“Allein bei der wunder media production GmbH, einer digitalen Redaktionsagentur, verlieren laut einer Mitarbeiterin viele Kolleginnen und Kollegen zum Monatsende ihren Job. Die Agentur war bisher für das MSN-Newsportal in Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern zuständig. "Die Ankündigung kam für uns alle sehr überraschend. Erst seit einer Woche wissen wir, dass unsere Verträge nicht verlängert werden. Ab dem ersten Juli sind wir arbeitslos", sagte sie gegenüber ZEIT ONLINE. Auf Anfrage hat sich die Agentur bislang nicht zu den genauen Gründen und der Zahl der Mitarbeiter geäußert.“
Tatsächlich erledigt Software bereits viel ‘journalistische‘ Arbeit:
“ Mario Haim, Juniorprofessor für Datenjournalismus an der Universität Leipzig, versteht die Aufregung um Kuration durch Software nicht ganz: "Ähnliche Portale wie Google News, Apple News oder Yahoo News greifen schon lange auf automatisierte Programme zurück, die die Artikel für die jeweilige Plattformen kuratieren, aber da verlief die Umstellung offensichtlich diskreter als bei MSN." 
Den Kommentaren nach zu beurteilen, die  im Artikel der Zeit zu diesem Thema publiziert wurden, weinen viele Leser den betroffenen Schreibern keine Tränen nach. Ein Leser namens Hai kommentiert:
“Auch Journalisten nutzen vermehrt automatisierte Texte. Werden sie ersetzbar?" Das will ich doch stark hoffen! Eine KI wird vielleicht mehr Wert auf Fakten als auf Meinung und Moral legen…“

Wednesday, October 23, 2019

Windows war gestern - Microsoft plant den 'Welt-Computer'

Intelligent Edge, heisst das Computer-Konzept, von dem Microsoft Chef Satya Nadella glaubt, das ihm die Zukunft gehört. Bestandteile davon sind sie Cloud, künstliche Intelligenz und Edge Computing - speziell die Microsoft Cloud Azure. Windows hat in diesen Zukunftsplänen nicht mehr viel Platz.

Microsoft am Rheinauhafen in Köln: Das Unternehmen ist
heute an der Börse mehr als eine Billion Dollar wert.    Bild pd
Nadellas Vision schlägt sich in Microsofts Büchern nieder, und zwar äusserst positiv. Microsoft kombiniert Server-Produkte, Cloud-Dienstleistungen und Enterprise Services im Rahmen seines Intelligent-Cloud-Business-Unternehmens. Das Segment trägt bereits 30 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Im Geschäftsjahr 2019 stieg der Umsatz mit der Intelligent Cloud um 21 Prozent auf 38,9 Milliarden US-Dollar und trägt heute am meisten zum Umsatz und zur Rentabilität von Microsoft bei. Microsoft Azure allein verzeichnete ein Umsatzwachstum von 72 Prozent. Doch der Microsoft Boss will mehr. Er sieht Azure als zukünftigen Welt-Computer:
“Denn die Zukunft gehört nicht den Geräten in unserer Tasche sondern ihrem Zusammenspiel mit der intelligenten Cloud, so Nadella. Lange Zeit mussten unsere Rechner ihre Berechnungen entweder selbst erledigen, oder sie waren auf die Leistung der Cloud angewiesen. Die Intelligent Edge bricht diesen Gegensatz auf - und öffnet so unzählige neue Möglichkeiten. Aus Cloud und Gerät wird ein Zusammenspiel. Die smarten Geräte - Edge genannt - arbeiten im Alltag vor sich hin und sammeln dabei Daten. Die werden dann an die Cloud geschickt und dort von künstlicher Intelligenz weiterverarbeitet. Die dabei entstandenen Verbesserungen der KI werden dann wieder auf die Edge übertragen, die dadurch noch smarter vor Ort agieren kann. So verbessert sich das System ständig selbst.“ (stern.de)
Was es braucht, damit dieses Intelligent-Edge-Konzept funktioniert, weiss Nadella auch. An einer Regierungskonferenz in Washington nannte er Zahlen. Der Schlüssel dazu sei, dass bis in zehn Jahren 50 Milliarden Geräte global vernetzt seien, ob man sie nun Edge-Geräte oder das Internet der Dinge nenne. Diese Geräte würden Unmengen von Daten erzeugen. Nadella nennt diese Datenflut und deren Verarbeitung den Treibstoff für künstliche Intelligenz.
Man darf davon ausgehen, dass auch Amazon, Google und andere Mitbewerber sich Gedanken über Nadellas Vision machen und dabei hart an ihren eigenen Konzepten arbeiten. Microsoft hat sich aber  mit Azure eine sehr solide Geschäftsbasis zurechtgelegt, die auch an der Börse erkannt wird. Seit Nadella im Jahr 2014 ins Chefbüro einzog, stieg die Microsoft Aktie um 280 Prozent, allein dieses Jahr waren es 40 Prozent.

Wednesday, April 24, 2019

Datensicherung in der Cloud ist oft nicht gut genug

Daten-Backup wird immer komplexer: In vielen Unternehmen müssen Daten an mehr als einem Standort gesichert werden, viele Organisationen nutzen mehr als eine Cloud. Aber es gibt Lücken, wenn es zur Datensicherung kommt. Das zeigt eine Untersuchung des Sicherheitsunternehmens Barracuda.  So wird zum Beispiel die Notwendigkeit, SaaS-Daten zu schützen, unterschätzt. Nur 16 Prozent gaben an, dies zu tun.

Software as a Service kommt aus der Cloud - aber werden solche Anwendungs-
daten automatisch auch in der Cloud geschützt?                     Grafik bagogames
Barracuda hat mehr als 1‘000 IT-Experten, Führungskräfte und Backup-Administratoren befragt, um mehr über deren Datenschutzstrategien zu erfahren. Insgesamt zeigt die Studie, dass die Migration in die Cloud schon weit fortgeschritten ist, aber dass viele Unternehmen ihre Cloud- und SaaS-Daten nicht effektiv schützen. Die wichtigsten Ergebnisse:
  • Der Datenschutz wird mit dem Aufkommen von Multi-Cloud- und Multi-Site-Backups immer schwieriger.
  • 57 Prozent der Befragten sind für die Sicherung von mehr als zwei Standorten verantwortlich.
  • 35 Prozent nutzen mehrere Cloud-Services.
  • Das Vertrauen in die Cloud wächst, und die Nutzung der Cloud als sekundärer Backup-Standort nimmt zu.
  • 64 Prozent der globalen Unternehmen sagen, dass sie Backup-Daten in die Cloud replizieren.
  • 36 Prozent tun dies noch nicht, obwohl dieses Verfahren Best-Practice-Standards entspricht.
  • IT-Teams betrachten E-Mail-, SQL- und proprietäre Anwendungsdaten als die häufigsten Workloads, die mit Backup geschützt werden müssen. SaaS-Daten werden nicht als kritisch angesehen. Nur 16 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihre SaaS-Daten sichern.
  • Office 365 ist eine der beliebtesten Cloud-basierten Produktivitätsplattformen, aber die Verwirrung über Office 365 setzt Unternehmen einem erheblichen Risiko aus. Mehr als 60 Prozent aller befragten KMU nutzen Office 365. 40 Prozent dieser Organisationen verwenden keine Backup-Tools von Drittanbietern zum Schutz unternehmenskritischer Daten, weil sie glauben, dass Office 365 alle benötigten Backups durchführt - was definitiv so nicht der Fall ist.
"Während immer mehr IT-Experten die Möglichkeiten der Cloud zur Unterstützung des Datenschutzes nutzen, wie zum Beispiel die Replikation von Backup-Daten in die Cloud, gefährden viele falsche Annahmen über SaaS- und Cloud-Daten, den Geschäftsbetrieb", sagt Chris King, von Barracuda Networks.

Die heutigen komplexen Infrastrukturen und gezielten Cyberangriffe erfordern eine vollständige Backup-Strategie. Daten müssen überall dort geschützt werden, wo sie sich befinden - vor Ort oder in der Cloud. SaaS-Angebote wie Office 365 müssen genau geprüft werden, was die Verantwortung für die Datensicherung betrifft. Gemäss Microsoft teilt sich dass Unternehmen die Backup-Verantwortung mit seinen Cloud-Kunden.


Friday, May 4, 2018

Neues Windows 10-Update liefert Probleme direkt auf Ihren PC


Ganz neu ist es nicht: Microsoft kündigt ein grosses Update für Windows 10 an - und die Anwender müssen mit den unangenehmen Folgen leben. Wenn Ihr PC in den letzten Tagen plötzlich gar nichts mehr gemacht hat - auch Ctrl+Alt+Del nichts mehr nutzte - ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie ein Opfer des grossen Windows-Updates 1803 geworden sind.

Windows-Updates: Lästig und notwendig. Schön wäre es, wenn Microsoft
die Fehler ausbügeln würde, bevor die Updates verteilt werden.      
Microsoft hat es (schon wieder) nicht fertiggebracht, ein umfassendes Windows-Update bereitzustellen, das von allen Usern ohne Pannen installiert und verwendet werden kann.  Wie zahlreiche Publikationen weltweit berichten und auch Microsoft inzwischen bestätigt (und auch wir in der Praxis bereits ganz persönlich erlebt haben), lässt das April-Update für Windows 10, das doch so viele gute neue Sachen bringen soll, vorerst mal viele PCs ganz einfach abstürzen. Betroffen ist vor allem Google-Chrome, der weltweit populärste Browser, der nach der Installation des Updates plötzlich ohne Warnung einfriert:
“Microsoft hat dieses Problem im offiziellen Windows-10-Forum mittlerweile bestätigt. Nicht nur Chrome sei betroffen, sondern in einigen Fällen auch Cortana. Hier sorge der Zuruf "Hey Cortana" zum Wecken der persönlichen Assistentin ebenfalls zum Einfrieren des Systems. In solchen Fällen reagiert die App bzw. Anwendung nicht mehr und kann auch nicht über den Task-Manager (Strg + Shift + Esc) beendet werden. Eine Lösungsmöglichkeit ist das Drücken der Tastenkombination "Windows-Taste + Strg + Shift + B", wodurch die Grafikkartentreiber zurückgesetzt werden. Auf Tablets müssen gleichzeitig beide Lautstärke-Tasten (lauter, leiser) drei Mal hintereinander innerhalb von zwei Sekunden gedrückt werden, was vom System mit einem kurzen Ton bestätigt wird. Laptop-Nutzer müssen das Gerät kurz schließen und öffnen, um das gleiche Ergebnis zu erreichen…“

Es ist nicht abzuschätzen, wieviel Schaden durch Produktionsausfälle derartige Update-Pannen verursachen - und es ist erstaunlich, dass sie ohne grössere Diskussionen akzeptiert werden. Wie wir hier schon im letzten Jahr festgehalten haben, nehmen wir Konsumenten solchen Ärger mehrheitlich geduldig hin, weil uns gesagt wird, es gehe nicht anders, währendem man sich in den Redaktionen der Computerzeitschriften darüber freut, dass über Problemlösungen berichtet werden kann.Je weiter sich aber das Internet der Dinge entwickelt, desto schneller müssen soclhe Probleme gemeistert werden:
Stellen Sie sich vor, was alles passieren kann, wenn denn auch Ihr Auto, Ihr Kühlschrank oder die Heizung Ihres Hauses mit automatischen Software-Updates versorgt werden.  Werden dann wie nach dem Computer-Update „Fehler und nervige Details, Treibersorgen, zurückgesetzte Einstellungen und fehlende Neuerungen“ zu beklagen sein? Es ist leider anzunehmen. Uns bleibt, wie bis anhin, nichts anderes übrig, als beim Software-Hersteller auf der Webseite zusammen mit unzähligen anderen Usern nach Lösungen zu suchen - oder gleich ein neues Gerät anzuschaffen. Im schnelllebigen digitalen Zeitalter könnte das durchaus ein aussichtsreiches Geschäftsmodell sein.“
Immerhin dürfen wir uns damit trösten, dass Microsoft bis zum nächsten Patch-Day in einer Woche ein Update für das Update bereitgestellt hat. Am 8. Mai soll dieser die ursprüngliche Panne beheben. Wenn nicht, gibt’s dann halt irgendwann ein Update für das Update des Updates…

Friday, January 27, 2017

Microsoft und das Cloud-Geschäft: Gewinne machen cool

Das Cloud-Geschäft boomt, und plötzlich verdient Microsoft viel mehr Geld, als die meisten Analysten erwartet haben. Doch nicht nur der Börsenwert von Microsoft ist in letzter Zeit stark gestiegen. Auch der Cool-Faktor des Unternehmens hat sich stark erhöht.

Cloud Computing im Allgemeinen und Microsoft Azure im Besonderen spülen
bei Microsoft momentan viel Geld in die Kasse.                        Grafik Microsoft
Microsoft, 1998 noch das grösste Unternehmen der Welt,  ist heute wieder rund 500 Milliarden Dollar wert – immer noch weniger als Apple oder Google. Doch die Umsätze und Gewinne steigen – vor allem auch, weil die Geschäfte mit Cloud-Diensten so richtig gut laufen. Die von Microsoft für Unternehmen angebotene Datenwolke Azure ist äusserst populär und produziert massives Umsatzwachstum – um ganze 93 Prozent im letzten Geschäftsquartal, im Vergleich zum Vorjahr. Das führt natürlich auch zu positiven Pressestimmen, wie zum Beispiel auf stern.de. Zitat:
“[CEO] Nadella konzentrierte sich in den vergangenen Jahren auf Lösungen für den fortschreitenden Bedarf zur Digitalisierung der Weltwirtschaft. Mit Erfolg: Die Azure-Plattform, mit der Unternehmen ihre Websites, Apps und Daten verwalten, legte um herausragende 94 Prozent zu. Damit wird Microsoft zum schärfsten Gegner von Amazons Web Services (AWS) und hängt Konkurrenten wie IBM oder Oracle weiter ab. Microsoft kann optimistisch in die Zukunft blicken. Ein Ende des Cloud-Booms ist nicht in Sicht, und einige heiße Eisen sind noch im Feuer […] “ Satya Nadella führt den Konzern nun knapp drei Jahre und hat in der kurzen Zeit nicht nur umsatzseitig viel erreicht. Er hat den angestaubten Konzern auch wieder cool gemacht. Nun wird es spannend zu sehen sein, ob der Konzern nach der verpassten Smartphone-Ära sich in den neuen Geschäftsfeldern langfristig etablieren kann. Denn der Konkurrenzdruck ist groß: Amazon dominiert nicht nur das Cloud-Geschäft, der smarte Assistent Alexa entwickelt sich allmählich zur Plattform für das Internet der Dinge.“
Der Stern ist nicht die einzige Publikation, die sich plötzlich für Microsoft begeistern kann. Auch laut Manager Magazin legt das Unternehmen gerade ein “Comeback“ hin.
Dass ein Comeback für Microsoft überhaupt notwendig wurde, liegt am lange schrumpfenden PC-Markt – dem Stammgeschäft des Unternehmens, zu dem auch das Betriebssystem Windows gehört. Hier sinken die Umsätze seit Jahren, zuletzt um fünf Prozent auf 11,8 Milliarden Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal. 
Doch dass für PCs weltweit immer weniger Geld ausgegeben wird, trifft natürlich nicht nur Microsoft: Die Verlagerung vom PC zu Smartphone und Tablet sorgte dafür, dass im letzten Jahr global wieder sechs Prozent weniger PCs verkauft wurden. Laut einer  Gartner-Analyse haben alle großen PC-Hersteller, sowohl beim globalen Absatz als auch bei den Marktanteilen, deutlich verloren. Besonders hart traf es Apple mit minus 8,7 Prozent und Acer mit minus 9,9 Prozent getroffen.

Ob Microsoft in diesem Umfeld seinen Cool-Faktor weiter steigern kann, wird unter anderem das globale Cloud-Geschäft zeigen. Das Potenzial ist auf jeden Fall riesig.

Tuesday, August 2, 2016

Wissen ist Macht: Der Reichtum der Tech-Giganten

Vor wenigen Jahren haben wir die ganz Grossen der IT-Branche noch nicht einmal gekannt – unter anderem deshalb, weil es sie noch nicht gab. Heute üben diese Konzerne enorme ökonomische Macht aus: Google, Facebook, Amazon und Co. verdienen unvorstellbar viel Geld und beschäftigen hunderttausende Menschen. Ein Grund dafür: Wir kaufen nicht nur die Produkte dieser Unternehmen, wir stellen ihnen ohne viel Aufhebens auch unsere Daten zur Verfügung.

Google lebt von Informationen, die gesammelt werden, aber auch Informationen die den Nutzern zur Verfügung gestellt werden. Google ist die mächtigste Suchmaschine der Welt, hat mit Chrome am meisten Browser-User und kontrolliert mit Android das am weitesten verbreitete Betriebssystem für Smartphones, und trotzdem, wie die NZZ in einer ausgezeichneten Anleitung zum persönlichen Datenschutz festhält, scheint es den allermeisten Usern gleichgültig zu sein, dass sie Google ununterbrochen mit ihren persönlichen Daten füttern:
Wie findet man unzählige Parodien des Google Mottos "Do no evil"? Natürlich,
mit Google.                                                                                                Screenshot
“Kaum ein Kunde macht von der Möglichkeit Gebrauch, Googles Umgang mit Daten zu kontrollieren. Dabei wäre das eigentlich kein Problem. Fast alle Daten, die Google gespeichert hat, kann man aufrufen und löschen – einzeln oder über beliebige Zeiträume. Und auch das zukünftige Datensammeln kann man personalisieren, sofern man – wie zwangsweise bei jedem Android-Nutzer der Fall – mit einem Google-Konto angemeldet ist.“
Dabei sind diese persönliche Daten unheimlich viel Geld wert, wie die Welt in einem ausführlichen Artikel unter dem Titel “Die unheimliche Macht der Tech-Giganten“ erklärt:
“20,2 Milliarden Dollar nahm Google im vergangenen Quartal ein, 17,5 Milliarden davon mit Online-Werbung. Zwar muss der Konzern einen Gutteil davon an Partner-Webseiten weitergeben – doch am Ende bleibt ein Gewinn von 4,2 Milliarden Dollar. Die Umsatz-Rendite fällt auch deswegen niedriger als beim Konkurrenten Facebook aus, da Google aktuell massiv in den Versuch investiert, sich mittelfristig vom sehr konjunkturabhängigen Werbegeschäft zu emanzipieren. Allein in den vergangenen zwölf Monaten stellte der Konzern 9000 neue Mitarbeiter ein, mittlerweile arbeiten 66.000 Menschen für Google.“
Google ist nur einer dieser “unheimlich mächtigen Tech-Giganten“, zusammen sind sie noch viel reicher – und natürlich mächtiger. Nach dem Motto "Geld regiert die Welt“ könnten sie schon mal die Schulden eines Krisenstaates bezahlen - wenn sie denn wollten:
“Die jüngsten Quartalszahlen zeigen: Apple, Google, Microsoft, Facebook und Amazon sind in ihren Marktsegmenten uneinholbar Marktführer. Doch wie groß sind die Konzerne inzwischen wirklich?
Ein Vergleich mit den Leistungen ganzer Volkswirtschaften zeigt, welche Dimensionen sie erreicht haben: Der addierte Quartalsumsatz der fünf Firmen beträgt 122,1 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als die Quartalswirtschaftsleistung von Polen oder Belgien und nur knapp weniger als die von Schweden, dem asiatischen Tech-Mekka Taiwan oder dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas, Nigeria. Apples Quartalsgewinn allein würde ausreichen, um das griechische Staatsdefizit im Krisenjahr 2014 von gut sechs Milliarden Euro auszugleichen. Gemeinsam könnten die Firmen mit ihren Gewinnen nach Steuern von 18 Milliarden die Quartals-Neuverschuldung der Euro-Krisenstaaten Griechenland, Spaniens und Portugal problemlos schultern.“

Thursday, January 21, 2016

Die "Schrecklichen 5" des IT-Business'

Das neuste Werk des Amerikanischen Regisseurs Quentin Tarantino hat schon vor der Oscar-Verleihung für Schlagzeilen gesorgt. “The Hateful 8“ heisst der Titel des blutigen Westerns, und genau auf diesen Titel bezieht sich der Tech-Kolumnist der New York Times, wenn er von den “Frightful 5“ im IT-Business schreibt. Gemeint sind Amazon, Apple, Facebook, Google und Microsoft, die fünf Giganten der Computer-Industrie, denen der Kolumnist eine lange Herrschaft der digitalen Welt vorhersagt.

Wie schrecklich sind sie, die Frightful 5 des IT-Business‘? So schrecklich und mächtig, dass sie den anderen Firmen kaum mehr die Luft zum Atmen lassen, weil sie die einträglichen Räume in der IT-Industrie längst für sich gepachtet haben und immer grösser und reicher werden, schreibt Farhad Manjoo:
“Wie auch immer der Massstab angelegt wird, diese fünf amerikanischen  Verbrauchertechnologie-Unternehmen werden immer grösser, in ihrem jeweiligen Sektor mehr und mehr etabliert, immer stärker in neuen Sektoren und immer besser isoliert gegen plötzlich autauchende neue Konkurrenten. Und obwohl der Wettbewerb zwischen den fünf Schrecklichen heftig ausgetragen wird – jedes Jahr scheinen einige davon zu gewinnen, einige zu verlieren – wird es immer schwieriger sich vorzustellen, dass eine dieser Firmen, geschweige denn zwei oder drei, irgendeinmal ihren Einfluss auf die amerikanische Wirtschaft und Gesellschaft aufgeben werden.“ 
Tatsächlich liegt die enorme Macht der grössten fünf IT-Unternehmen der Welt darauf begründet, dass es quasi unmöglich ist, ihre Dienste nicht in Anspruch zu nehmen: Netflix spielt zum Beispiel seine Filme aus der Amazon-Cloud auf die Geräte der Abonnenten, während Google mit einer Risikokapital-Firma das Taxi-Unternehmen Uber mitfinanziert. Farhad Manjoo schliesst daraus dass
“die Plattformen der fünf Grossen unvermeidbar sind. Es mag möglich sein, auf eine oder zwei davon zu verzichten. Zusammengenommen bilden diese Plattformen aber ein vergoldetes Geflecht, das die ganze Wirtschaft abdeckt“.
Auch andere Marktbeobachter geben sich besorgt, wenn es um die Dominanz der grossen IT-Firmen geht, wie die Welt berichtet. Bei der EU macht man sich vor allem über vier grosse IT-Unternehmen Sorgen – da werden aus den Schrecklichen 5 die Schrecklichen 4 – Microsoft gehört nicht mehr dazu:
“Der Zirkel besteht aus vier Unternehmen, die sich von Start-ups zu globalen Giganten aufgeschwungen haben: Google, Apple, Facebook und Amazon. GAFA. So lautet die Kurzform für das Quartett, erfunden von der Europäischen Union. Die vier amerikanischen Internetunternehmen besitzen einen Marktwert von 1,7 Billionen Dollar – das entspricht in etwa dem Bruttoinlandsprodukt der einstigen Supermacht Russland. Diese schiere Größe ist zu einem Risiko für die Welt geworden […]Brüssel rüstet deshalb auf gegen die gefürchtete GAFA. So hatte etwa der frühere Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia jahrelang versucht, Googles Vormachtstellung unter den Suchmaschinen mittels Diplomatie zu begrenzen – seine Nachfolgerin Margrethe Vestager hingegen geht direkt zum Angriff über. Vestager leitete ein Klageverfahren ein, das für Google zu einer Geldstrafe von bis zu 6,6 Milliarden Dollar und harten Auflagen führen könnte…“
Die Zukunft wird interessant werden im IT-Sektor. Wir glauben nicht daran, dass die Dominanz der “Schrecklichen 5“ unverrückbar ist. Die IT-Industrie ist immer in Bewegung; nicht vorhersehbare Entwicklungen sind an der Tagesordnung. Wurde nicht IBM, vor noch nicht allzu langer Zeit, einmal als Gigant der Giganten angesehen, der unaufhaltsam der technischen und wirtschaftlichen Weltherrschaft zustrebte…?
Hateful 8 oder Frightful 5: Die Ersteren sind definitiv brutaler, aber auch unterhaltsamer...

Thursday, August 6, 2015

Wenn Windows 10 die Internetverbindung bremst

Windows 10 hat schon viele Lorbeeren, aber auch schon viel Kritik eingesteckt - wie sich das eben für eine neue Software gehört, die jetzt schon von Millionen Menschen eingesetzt wird. Trotzdem gibt es einige besonders interessante Kritikpunkte, die durchaus die Entscheidung beeinflussen können, ob man das neue Microsoft-Betriebssystem jetzt schon auf den eigenen PC laden sollte.

Windows 10 wird rasant verteilt - vielleicht auch über Ihren PC.  Bild Microsoft
Zum Beispiel die Tatsache, dass Windows 10 dazu beitragen kann, in Ihrem Netzwerk den Datenverbrauch nach oben und die Übertragungsgeschwindigkeit nach unten zu treiben. Der Grund dafür liegt darin, dass Microsoft das neuste Betriebssystem so eingerichtet hat, dass es Updates an andere Nutzer nicht nur über die eigenen Server, sondern auch über die PC der User verschicken kann. Zitat aus einem Artikel der Welt:
“Je nach Windows-Version nutzt Microsoft den Internetbreitbandanschluss seiner Nutzer, um Update-Datenpakete via Peer-to-Peer-Verbindung, also von Nutzer zu Nutzer ohne den Umweg über Microsoft-Server, weiterzuleiten. Windows Update Delivery Optimization nennt Microsoft das – doch optimiert wird vor allem die Serverlast des Konzerns auf Kosten der Datenverbindungen seiner Nutzer.[…] Da das Programm nur die Upload-Verbindung nutzt, dürften normale Nutzer beim reinen Internetsurfen nicht durch die Update-Weiterleitung gestört werden – doch schon einfache Foto-Uploads oder Cloud-Back-ups könnten durch die Funktion ausgebremst werden.[…] Endgültig problematisch wird die Update-Funktion für alle Nutzer von Internetverbindungen mit limitiertem monatlichem Datenvolumen. Wer etwa über einen LTE-Router surft, der muss bereits nach wenigen Gigabyte Uploads fürchten, dass der Mobilfunkanbieter den Anschluss auf Schneckentempo drosselt.“

Immerhin ist Microsoft transparent, was die Peer-to-Peer-Updates in Windows 10 betrifft. Auf einer FAQ-Page erklärt Microsoft die Funktion und zeigt auch, wie sie abgeschaltet werden kann.
Das empfiehlt auch pcwelt.de, wo auch eine ausführliche Anleitung gegeben wird, wie die Funktion abgeschaltet werden kann:
"Zwar verspricht Microsoft, dass die Funktion nur dann aktiv wird, wenn die Bandbreite vom Nutzer nicht benötigt wird. Dennoch kann es durchaus Sinn machen, die Funktion manuell abzuschalten und stattdessen - wie bisher unter Windows - die Updates und Apps ausschließlich über die Microsoft-Server zu beziehen."

Tuesday, January 13, 2015

Der Anfang vom Ende für Windows 7

Eigentlich fühlt es sich an, als ob wir Windows 7 erst grad gekauft und installiert hätten. Aber das ist wohl eine Täuschung. Schliesslich stellt Microsoft wie geplant, ab heute keinen grundlegenden Support für dieses beliebte Betriebssystem mehr zur Verfügung.

Windows 7 soll noch fünf Jahre lang mit erweitertem Support versorgt
werden - obwohl schon Windows 10 vor der Türe steht.
User sollten sich darob allerdings keine allzu grossen Sorgen machen. Der erweiterte Support für Windows 7 wird nämlich noch bis 2015 zur Verfügung gestellt. Doch worin unterscheiden sich grundlegender und erweiterter Support? Microsoft definiert wie folgt:
“Grundlegender Support wird von Microsoft für mindestens 5 Jahre ab Markteinführung des Produkts oder für 2 Jahre nach der Veröffentlichung des Nachfolgeprodukts bereitgestellt, je nachdem, welcher der längere Zeitraum ist. Wenn Sie zum Beispiel eine neue Version von Windows erwerben und fünf Jahre später eine neue Version auf den Markt kommt, wird die frühere Version noch zwei Jahre lang unterstützt.Erweiterter Support wird von Microsoft entweder für mindestens 5 Jahre ab Markteinführung des Produkts oder für 2 Jahre nach der Veröffentlichung des zweiten Nachfolgeprodukts (zwei Versionen später) bereitgestellt, je nachdem, welcher der längere Zeitraum ist.“
Jetzt wissen wir immer noch nicht genau, wie sich die beiden Supportarten unterscheiden. Der Spiegel erklärt:
“Nicht mehr rechnen dürfen Windows-7-Nutzer mit neuen Funktionen für ihr Betriebssystem oder mit Updates, die nicht die Sicherheit des Systems betreffen. Wenn zum Beispiel künftig ein neues Programm Fehlermeldungen erzeugt, dürfte es zumindest von Microsoft selbst keine Aktualisierung mehr geben, die das Problem löst.Bei derzeit über 50 Prozent Marktanteil wird Windows 7 wohl noch länger das weitesten verbreitete PC-Betriebssystem bleiben - was auch bedeutet, dass man zum Beispiel online genug andere Nutzer findet, mit denen man sich über Probleme austauschen kann.“

Kein Grund zur Panik also: Windows 7 wird auch die nächsten Jahre noch durchaus sicher und benutzerfreundlich funktionieren – nicht wie Windows XP, dessen sicherer Betrieb nicht mehr gewährleistet ist.


Wednesday, November 5, 2014

Digitalisierung bringt Innovation - Innovation bringt Umsatz

Es überrascht nicht, dass innovative Unternehmen derzeit besonders in der Technologie- und Telekommunikationsbranche zu finden sind. Firmen aus diesen Branchen belegen die vorderen Plätze in der aktuellen Innovationsstudie von The Boston Consulting Group (BCG). Der Grund: Innovationen die zu grossen Änderungen und Neuerungen in Geschäftsprozessen führen, können bestehende Geschäftsmodelle, Produkte und Abläufe komplett auf den Kopf zu stellen. Die Digitalisierung vereinfacht und beschleunigt die Einführung derartiger Innovationen stark. Das wird gemäss der BCG-Studie vielen Unternehmern erst so richtig bewusst.

Klicken Sie auf die Rangliste für bessere Lesbarkeit.
„Heutzutage reicht es immer weniger aus, allein die bestehenden Geschäftsmodelle schrittweise weiter zu entwickeln. Vielmehr sind zusätzlich Innovationen von disruptiver Kraft notwendig, um zu den Spitzenreitern einer Branche zu gehören“, sagt BCGs Carsten Kratz.
Beleg hierfür ist das starke Abschneiden von Technologie- und Telekommunikationsunternehmen in der diesjährigen Rangliste: Insgesamt gehen sieben Plätze der Top 10 und 21 der Top 50 an Unternehmen aus diesen Branchen.
Apple führt die Liste der innovativsten Unternehmen seit 2005 ununterbrochen an, in diesem Jahr gefolgt von Samsung, Google, Microsoft und IBM. Darüber hinaus stammen sechs der elf Neueinsteiger aus der Technologiebranche – und zwar Xiaomi, Yahoo!, Hitachi, Oracle, Salesforce und Huawei.
Insgesamt ist die Rangliste stark von US-amerikanischen Firmen dominiert, was Europäische Beobachter überraschen mag. Trotz Finanzkrise und langandauernder Rezession sind die USA immer noch die grösste Wirtschaftsmacht der Welt mit einem gewaltigen Innovations- und Produktivitätspotential. Europa hinkt da hinterher.
Die BCG-Studie zeigt, dass viele Befragte den digitalen Technologien in den kommenden drei bis fünf Jahren nur eine begrenzte Bedeutung beimessen, was deren Innovationswirkung angeht. Nicht einmal die Hälfte der Befragten meint, dass Trends wie Big Data und Mobile einen großen Einfluss haben werden. Weniger als ein Drittel sagt, dass ihre Unternehmen diese digitalen Innovationsthemen in ihren Innovationsprogrammen berücksichtigen würden. Bei BCG schätzt man diese Entwicklung als gefährlich ein. Digitale Trends, basierend auf Big Data und mobilen Diensten, seien die Innovationshebel schlechthin, wie man an den Aktivitäten von Unternehmen in Telekommunikation oder IT sehe. Andere Branchen nähmen das jedoch noch nicht so eindeutig wahr.
Innovation bleibt eine der höchsten Prioritäten in den Unternehmen der Befragten, allerdings gelingt es den Wenigsten, bahnbrechende Innovationen zu entwickeln. In diesem Zusammenhang untersuchte die BCG-Studie was bahnbrechende Innovatoren von anderen Unternehmen unterscheidet:

“Sie denken breiter in der Ideenfindung, nutzen stärker Geschäftsmodell-Innovationen und haben Unternehmenskulturen, die stärker auf durchschlagenden Erfolg ausgerichtet sind. Fast die Hälfte der bahnbrechenden Innovatoren sagten aus, dass sie über die vergangenen drei Jahre mehr als 30 Prozent ihrer Umsätze mit Innovationen erzielten – mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt.“

Die BCG-Studie (in englischer Sprache, 28 Seiten PDF) kann hier heruntergeladen werden.



Thursday, October 2, 2014

Von 8 zu 10: Das neue Windows will (wieder mal) Nägel mit Köpfen machen

Zwar haben Millionen von User keine Notiz davon genommen, dass über die Jahre Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 mit Pauken, Fanfaren und Trompeten eingeführt wurden; so laufen weltweit immer noch Millionen PCs mit Windows XP. Nun gibt’s wieder eine Chance, mit der Zeit zu gehen und betriebssystemmässig aufzurüsten. Windows 10 steht vor der Tür, und Sie können jetzt schon eine Vorversion herunterladen um auszuprobieren, was geboten wird und Ihren Input an Microsoft liefern.

Back to the Future mit Windows 10: Das Startmenü ist zurück.         Bild Microsoft
Die wichtigste Neuheit: Windows 10 ist ein Betriebssystem für alle Geräte; es passt sich den Geräten an - von der Xbox bis zu PCs und Smartphones - Windows 10 soll gemäß Angaben von Microsoft auf der größten Bandbreite von Geräten laufen, die es je gab, vom Internet der Dinge bis hin zu Unternehmensrechenzentren weltweit. Microsoft bietet außerdem für Entwickler eine konvergierte Anwendungsplattform auf allen Geräten mit einem einheitlichen App-Store. Die Entwickler können so eine App einmal schreiben und sie dann über verschiedene Gerätetypen hinweg zum Einsatz bringen, was für die Kunden das Auffinden, den Kauf und die Updates leichter macht als je zuvor.
Windows 10 baut fast alles, was Unternehmen brauchen, direkt im Zentrum des Produkts ein - einschließlich Funktionen zu Sicherheits-, Identitäts- und Informationsschutz auf Unternehmensniveau. Verbessert wurde auch die Prävention von Datenverlust, da Datencontainer- und Datentrennung auf der Anwendungs- und Dateiebene verwendet werden. Dadurch wird ein durchgehender Schutz ermöglicht, der die Daten von einem Tablet über einen PC zu einem USB-Laufwerk, zur E-Mail oder zur Cloud verfolgt.
Auch Management und Einsatz wurden vereinfacht. Dazu gehören direkte Upgrades von Windows 7 und Windows 8, die Szenarien mit Löschen-und-Neuaufspielen von Geräten überflüssig machen.
Zu den Funktionen gehören unter anderem:
·         Erweitertes Startmenü. Das gewohnte Startmenü ist zurück und bietet schnellen Zugriff mit einem Klick auf die Funktionen und Dateien, die man am häufigsten nutzt, und es umfasst einen neuen Bereich, den man mit bevorzugten Apps, Programmen, Leuten und Websites personalisieren kann.
·         Apps, die in einem Fenster laufen. Apps aus dem Windows Store öffnen sich jetzt im gleichen Format wie Desktop-Programme. Sie können in ihrer Größe angepasst und verschoben werden und haben oben Titelbalken, mit denen die Nutzer sie mit einem Klick maximieren, minimieren und schließen können.
·         Snap-Verbesserungen. Die Arbeit mit mehreren Anwendungen gleichzeitig ist einfacher und intuitiver mit Snap-Verbesserungen zur Anordnung der Fenster. Ein neues Quadrant-Layout erlaubt es, bis zu vier Anwendungen auf dem gleichen Bildschirm anzuordnen. Windows wird auch andere laufende Anwendungen und Programme zum zusätzlichen Anordnen zeigen und sogar smarte Vorschläge machen, um verfügbaren Bildschirmplatz mit weiteren offenen Anwendungen auszufüllen.
·         Neue Task View-Schaltfläche. Die neue Schaltfläche Task View auf der Taskleiste ermöglicht auf einen Blick alle offenen Apps und Dateien zu sehen, was schnelles Wechseln und Zugriff mit einem Klick auf jeden erstellten Desktop erlaubt.
·         Mehrere Desktops. Statt zu viele und sich überlappende Apps und Dateien auf einem einzigen Desktop zu zeigen, kann man einfach bestimmte Desktops zu verschiedenen Zwecken oder für Projekte erstellen und zwischen ihnen wechseln - sei es für die Arbeit oder die persönliche Verwendung.

Übrigens wird in der Fachpresse bereits eine Geschichte herumgeboten, die erklärt wieso Windows 10 nicht Windows 9 heisst:
“Auf dem Diskussionsportal Reddit meldete sich ein Nutzer zu Wort, der behauptet, als Softwareentwickler bei Microsoft zu arbeiten. Seinem Beitrag zufolge habe man bei frühen Tests festgestellt, dass einige Drittherstellerprogramme beim Start abfragen, ob auf dem jeweiligen PC womöglich Windows 95 oder 98 läuft. Aus Faulheit, oder um Platz zu sparen, lassen sie dabei die zweite Ziffer weg und beschränken sich darauf, abzufragen, ob ein Windows, das mit "Windows 9" beginnt, läuft. Weil das eine weit verbreitete Vorgehensweise sei, sei man auf die pragmatische Lösung verfallen, das große Update einfach Windows 10 zu nennen…“

Wednesday, June 11, 2014

Wie Sie die Generation Y (vielleicht) erreichen können

Eigentlich sollte es ja nicht schwierig sein, die Generation Y, auch Millennials genannt, zum Konsum zu verleiten; schliesslich sind die Kinder dieser Generation in einer Gesellschaft aufgewachsen – oder wachsen immer noch auf -  in der Image, Selbstverwirklichung und Hedonismus zuoberst auf der Prioritätenliste stehen. Dazu kommt eine extreme technologische Affinität – und voila, da haben wir sie, jene User, die immer das neuste Smartphone oder Tablet besitzen – ganz zu schweigen vom coolen Outfit natürlich.

Skype: Microsofts bevorzugte Marketingplattform um die Millenials zu erreichen.
Nicht schlecht wenns funktioniert - schliesslich gehören die beiden Unternehmen
ja zusammen.
Ganz so einfach scheint es dann aber doch nicht zu sein, die Millennials mit Marketing für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu gewinnen. Das wissen alle, die schon mal die Generation Y als Zielpublikum ausgesucht haben. Dazu gehört auch die Marketingabteilung des Software-Giganten Microsoft, von dem wir in diesem Fall vielleicht etwas lernen können. Mascha Driessen von Microsoft erklärte gegenüber der Marketingwebsite persönlich.com:
"Die 'Millennials' eignen sich neue Technologien und Anwendungen sehr schnell an. Aber wenn sie etwas nicht innerhalb weniger Sekunden packt, dann sind sie für immer weg".
In einer Marketingmitteilung berichtet das Unternehmen nun über seine Anstrengungen, diese junge Generation zu erreichen:
“Für Online-Marketer stellen Millennials eine attraktive Zielgruppe dar, da sie besonders affin für digitale Kommunikation sind. Gleichzeitig erschwert ihre Vorliebe für neue Medien ihre Erreichbarkeit. Denn die Generation Y wird auch dadurch charakterisiert, dass sie verschiedene Kommunikationsplattformen auf mehreren Plattformen nutzt, teilweise gar parallel. Ihre Wechselbereitschaft zu neuen Diensten macht die Mediaselektion zur Herausforderung. Die Wahl des richtigen Kanals, um Millennials zu erreichen, ist eine Schlüsselfrage. Die Streuung über diverse Plattformen hinweg wird als ineffizient empfunden…“
Microsoft sieht den (hauseigenen) Internet-Kommunikationsdienst Skype als Lösung zu diesem Problem: Während die Nutzung von Facebook oder ähnlichen Diensten innerhalb dieser Altersgruppe stagniere oder abnehme, habe Skype in den vergangenen drei Jahren weltweit einen Zuwachs um 28 Prozent verbucht. Knapp ein Viertel aller Skype-Nutzer des vergangenen Jahres waren zwischen 18 und 24 Jahre alt. Millennials verbrächten einen signifikanten Teil ihrer Zeit auf Skype: Im Schnitt 30 Minuten pro Verbindung und 150 Minuten pro Monat – insgesamt addiert sich das zu acht Milliarden Stunden jährlich!
Doch warum ist Skype bei Millennials so beliebt? Microsoft nennt vier auf Marktforschung basierende Faktoren:
·      Vertrauenswürdig: Millennials vertrauen Skype, weil sie in einer geschützten Umgebung kommunizieren können, ohne dass sich persönliche Mitteilungen unerwünscht öffentlich verbreiten.
·      Mobil: Millennials sind häufig unterwegs und Skype eine der am weitesten verbreiteten mobilen Kommunikationsplattformen weltweit. Mehr als ein Drittel der weltweiten 340 Millionen Skype-Anwender nutzt den Messaging-Dienst mindestens einmal im Monat auf einem mobilen Endgerät.
·      Verfügbarkeit: Skype ist auf den Endgeräten verfügbar, die Millennials am meisten verwenden. Mit Versionen für Android, iOS, Windows Phone, Xbox sowie einer Reihe von SmartTVs lässt sich Skype stets dort nutzen, wo die junge Zielgruppe es am liebsten tut.
·      Flexibel: Telefonieren, Video, Chat und In-Mail gibt es bei Skype aus einer Hand. Millennials kommunizieren und tauschen Inhalte auf vielfältige Weise. 


Thursday, October 24, 2013

Tablets sind ein Hit - auch in der Schweiz

Während früher der Fernseher die volle Aufmerksamkeit für sich beanspruchen konnte, nimmt heute mehr als die Hälfte aller Schweizer beim Fernsehen ein Tablet-Computer zur Hand, bei den jüngeren Personen sind es mehr als zwei Drittel. Vor vier Jahren noch ein völliges Nischenprodukt, werden Tablets heute auch in der Schweiz intensiv genutzt. Bereits steht in jedem dritten Haushalt ein Tablet zur Verfügung, und mehr als 20 Prozent der Schweizer Haushalte haben gar zwei dieser flachen Computer, wie eine Erhebung der Marktforschungsinstituts GfK Schweiz ergab.

Tablets sind gegenwärtig das Wachstumsprodukt in der Heimelektronik. So haben sich die Verkäufe in der Schweiz in den letzten zwei Jahren jedes Jahr mehr als verdoppelt. Im laufenden Jahr rechnet man damit, dass mehr als eine Million Geräte abgesetzt werden. Dies ist eine beachtliche Zahlt für ein Land mit 3 Millionen Haushalten.
Zur hohen Penetration beigetragen haben natürlich auch die stark sinkenden Durchschnittspreise, die nicht zuletzt aufgrund des Trends zu kleineren Bildschirmen möglich geworden sind. Waren im vergangenen Jahr noch praktisch alle Tablets grösser als 8 Zoll, so steht das neue Segment der 6-8 Zoll Bildschirme im ersten Halbjahr für 40 Prozent der Verkäufe.
Bei alle grossen Heimelektronik-Herstellern stehen die Tablets inzwischen strategisch im Fokus. Die Dominanz von Apple ist gebrochen und die Konkurrenten um Android und Microsoft setzen ebenfalls auf die Karte Tablets. Die Konsumenten dürfen sich also auf viele neue Produkte freuen; umso mehr als die Marktforscher davon ausgehen, dass auch die Preise weiter sinken werden. Die Hersteller freuen sich über die enormen Zuwachsraten bei den Verkaufszahlen: Die Marktforscher von Gartner sagen voraus, dass der Absatz dieses Jahr um mehr als 50 Prozent auf über 184 Millionen Tablets steigen wird – im nächsten Jahr soll es ähnlich rasant weitergehen!
Der nachstehende Link führt auf das Video auf suedeutsche.de vom 23. Oktober, das  über die Vorstellung gleich drei neuer Tablets am gleichen Tag - von Microsoft, Nokia und Apple - berichtet. 

Friday, July 19, 2013

Hiobsbotschaften (und Chancen) für den PC-Markt

Schon wieder eine Hiobsbotschaft, die den PC-Markt betrifft. Herkömmliche Computer, sprich Desktop und Laptop PCs, verkaufen sich immer schlechter. Ein Ende dieses Trends ist nicht abzusehen - im Gegenteil. Ersetzt werden die PCs in den meisten Fällen durch Tablets – diese kosten weniger, sind handlicher, einfacher zu bedienen und leistungsfähig genug, um den Ansprüchen der meisten Anwender zu genügen.

Nicht alle Tablets sind populär - wie Microsofts Surface beweist. Woran
liegts? Etwa an der Werbung für das Gerät?
Im zweiten Quartal dieses Jahres wurden gemäss Marktforschungsunternehmen Gartner weltweit rund 11 Prozent weniger Desktop-PCs verkauft, als noch im letzten Jahr – das sind 76 Millionen Geräte.
DieForschungsabteilung der Deutschen Bank hat kürzlich das Phänomen des schrumpfenden PC-Marktes einem Erklärungsversuch unterzogen. Die Experten weisen darauf hin, dass die Gesamtzahl aller internetfähigen Endgeräte in den nächsten Jahren jährlich um 10 Prozent ansteigen wird. Allerdings vollziehe sich, so die DB-Experten, innerhalb der Endgeräte-Klassen ein dramatischer  Bedeutungswandel:
“So gewinnen Tablets immer mehr Zuspruch und dürften in dieser Frist ihren Anteil an allen Neuverkäufen von 5 Prozent auf dominante 48 Prozent ausbauen. Gleichzeitig können die Laptops bei der absoluten Verkaufszahl nicht mehr allzu stark zulegen, sodass ihr Anteil an allen Neuverkäufen von 55 Prozent auf 33 Prozent sinken dürfte. Am deutlichsten aber trifft der Umbruch die Desktops. Diese verlieren bereits heute und weiter anhaltend nicht nur relativ zu den beiden anderen Endgeräte-Klassen, sondern auch bezüglich der absoluten Verkaufszahlen.“
Die Forscher der Deutschen Bank weisen darauf hin, dass die technischen Fortschritte der Tablet-Computer, der deutliche Preisverfall und die wachsende Verbreitung von Cloud-Computing zur steigenden Popularität der Geräte beitragen. In Unternehmen würden Tablets heute nicht mehr nur im Vertrieb, sondern auch in der Wartung und der Fertigung eingesetzt. Ausserdem gebe es regionale Unterschiede:
“In regionaler Hinsicht bedeutend sind die sich ändernden Nutzungsgewohnheiten in den hoch entwickelten Ländern, aber auch den Schwellenländern. In den hoch entwickelten Ländern fühlen sich immer mehr Nutzer mit den Tablet-Anwendungen so gut versorgt, dass sie in der nächsten Generation beim Ersatzkauf auf einen zusätzlichen Desktop bzw. Laptop verzichten. Die besondere Dynamik des Umbruchs gründet allerdings auf die Entwicklung in den Schwellenländern. Hier meidet ein immer größerer Anteil der schnell wachsenden Kundengruppe die althergebrachten Alternativen und setzt schon bei der Erstausstattung allein auf Tablets.“

Mit anderen Worten: Der Wechsel ins mobile Tablet- (und Smartphone) Zeitalter wird wahrscheinlich eher schneller gehen, als die Experten annehmen. Das zeigt sich schon, wenn frühere Marktprognosen mit aktuellen Verkaufszahlen verglichen werden. Allerdings sind nicht alle Tablets gleich. Microsoft scheint zum Beispiel mit seinem Surface-Tablet eher Mühe zu haben. Gemäss aktuellen Berichten, schreibt der Konzern im aktuellen Quartal 900 Millionen Dollar für nicht verkaufte Geräte ab.

Monday, May 20, 2013

Windows 8: Kampf gegen die Gewohnheit?

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier– wenn er etwas gut findet, wiederholt er es gerne. Genau da mag das Problem bei der Einführung von neuer Software liegen. Plötzlich sieht der Bildschirm ganz anders aus, man muss sich umgewöhnen, vielleicht sogar etwas Neues lernen. Das möchten die meisten von uns doch lieber bleiben lassen - schliesslich haben wir Besseres zu tun.

Joystick statt Steuerrad im Auto - fast wie Kacheln statt Start-Menu am PC...
(Daimler)
Die meisten von uns haben es schon erlebt: Es kommt der Punkt, an dem sich der Kauf der neuen Software nicht mehre länger aufschieben lässt. Sei es, weil neue Hardware beschafft werden muss, oder weil in der Firma ein Upgrade angeordnet wird. Wenn Anwender eine solche Umstellung, grundsätzlich gegen ihren Willen, mitmachen, dauert es in der Regel eine Weile, bis beim Arbeiten mit der neuen Software wieder Frieden herrscht. Vorerst wird mal viel reklamiert und kritisiert.
Nicht immer zu Unrecht, selbstverständlich.  Änderungen bringen nicht immer nur Vorteile (und zwar nicht nur was Software betrifft, sondern häufig auch wenn Websites neu gestaltet werden. Aber das ist wieder ein anderes Thema).
Microsoft ist gerade dabei, diesen Effekt zu erfahren – und noch ist nicht klar, ob sich Windows 8 zu einem negativen Wendepunkt in der Microsoft Erfolgsgeschichte entwickeln wird. Immerhin ist es jetzt soweit, dass Microsoft versprochen hat, Windows 8 massgeblich anzupassen, um den gewohnheitsbedingten Bedürfnissen der Anwender entgegenzukommen. Vermutlich wird die neue Version, die unter dem Namen Windows Blue entwickelt wird,  Windows 8.1 heissen und für Windows 8-Käufer gratis sein.   
Doch nur weil es einen Kritikerchor gibt, heisst das noch lange nicht, dass Windows 8 auch wirklich schlecht ist. Es gibt durchaus Anwender, und zwar sehr fachkundige, die nicht nur keine Probleme mit Windows 8 haben, sondern das OS bereits schätzen. Einer davon ist Christoph Hugenschmidt von Inside-IT. Unter dem Titel “Rettet Windows 8“plädiert er mit Engagement für das neue OS:
“Ich bin offensichtlich der einzige User überhaupt, der Windows 8 gut findet. Das neue Betriebssystem wird weltweit als riesige Niederlage von Microsoft wahrgenommen.
[…]  Die meisten blasen ins gleiche Horn und raten Microsoft, doch wieder zur alten "Aero"-Oberfläche zurückzukehren oder wenigstens den lieben Startbutton links unten wieder einzuführen. Doch es geht um mehr und paradoxerweise zeigen gerade die relativ miesen Verkäufe von Windows 8, dass Microsoft Recht hat. Denn Windows 8 verkauft sich schlecht, weil sich klassische PCs und Notebooks schlecht verkaufen. Der "Personal Computer" ist tot, die PCs der Zukunft sind Tablets, Smartphones, Velocomputer und Kühlschränke. In diesem Markt ist Microsoft schwach. Will der Konzern nicht auf dem "Müllhaufen der Geschichte" landen,  muss er dringend Innovationen bringen. […]Das neue Windows hat viele, heftige Kinderkrankheiten, ist aber ein Anfang. Denn es bietet potentiell über viele Plattformen hinweg die gleichen Funktionen und das gleiche "Look & Feel". Deshalb muss Microsoft das neue Betriebssystem nicht "zurückbauen", sondern schnell weiterentwickeln.“
Hugenschmidt ist natürlich nicht der einzige Anwender, der Windows 8 gut findet. Auch einige seiner Leser finden das und geben das in ihren Kommentaren zum Artikel zum Ausdruck. Allerdings liegt vielleicht gerade hier der Hund begraben: Hugenschmidt (und viele seiner Leser) sind nicht einfach gewöhnliche Anwender, sondern eben IT-Profis. Denen fällt es in der Regel leichter sich an neue Umgebungen zu gewöhnen – oft haben sie sogar Spass daran. Für die meisten “gewöhnlichen“ Anwender gilt das mit Sicherheit nicht, ob das neue System nun leistungsfähiger ist oder nicht. Man stelle sich vor, in der Autoindustrie würde etwas Ähnliches passieren. Wie würden wohl die Autofahrer reagieren, wenn sie ihre neuen Wagen plötzlich mit Joysticks lenken müssten – weil das Modell ab sofort nicht mehr mit einem Steuerrad geliefert wird?

Wednesday, August 1, 2012

Microsoft will "E-Mail neu erfinden"

Hotmail wird zu Outlook werden: Microsoft lanciert einen neuen Webmailservice, der auf mobile User zugeschnitten ist und besonders gut mit Facebook und Co. korrespondieren soll. Auf den ersten Blick ist allerdings nicht wirklich Revolutionäres zu erkennen.

„Wir glauben, dass es Zeit ist, die persönliche E-Mail neu zu erfinden“, erklärte der zuständige Microsoft-Manager Chris Jones im Microsoft Firmen-Blog. Outlook.com sei von Grund auf neu gestaltet worden. Der neue Dienst wurde so eingerichtet, dass Hotmail-User mit wenigen Klicken ihre ganze Bagage an Mails, Kontakten usw. zügeln können. 
Derzeit ist das neue outlook.com als als “Preview-Version“ auf dem Netz, kann aber bereits bereits als vollwertiger E-Mail-Dienst genutzt werden. Der Service soll dann ständig weiter verbessert und ausgebaut werden, verspricht Microsoft. Immerhin: Wer ein neues Webmail-Account braucht, kann  jetzt schon versuchen, seine Wunschadresse bei Outlook zu erhalten – denn, gerade auch bei E-Mail-Adressen ist es ja so, dass die populärsten und die einfachsten Namen zuerst vergeben werden. Verschiedene Pressestimmenstellen stellen übrigens fest, dass der neue Dienst im Windows-8-Look gehalten sei - was uns nicht speziell aufgefallen ist.
Gemäss Microsoft sind das die wichtigsten Highlights des neuen Dienstes:

  • direkte Anbindung an Twitter, Facebook, LinkedIn, Google und zukünftig Skype im Posteingang;
  • Outlook.com sortiert Nachrichten automatisch nach Kategorien wie Kontakte oder Newsletter;
  • Office Web Apps – Word, Excel, PowerPoint und OneNote, sowie SkyDrive sind integriert;
  • mehr Kontrolle über private Daten (keine Anzeigen in privaten Mails).
Microsofts Ziel scheint klar zu sein: Es geht um Googles Gmail-Dienst, der in den letzten 8 Jahren mehr als 400 Millionen Nutzer für sich gewionnen konnte – unter anderem mit einer exzellenten Suchfunktion und beinahe unbegrenztem und kostenlosem Speicherplatz. Hotmail war 1996 gegründet und 1998 von Microsoft übernommen worden. Der Dienst wird heute gemäss Schätzungen von über 300 Millionen Menschen genutzt.