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Monday, August 2, 2021

Erpressen lohnt sich, Bezahlen nicht immer

Comparis, das Schweizer Vergleichsportal untersucht Daten, Produkte und Preise. Nun hat Comparis im Zusammenhang mit einer Ransomware-Attacke auf das Unternehmen, einen weiteren Beweis geliefert: Erpressung lohnt sich.

Ransomware ist zu einer Plage geworden, die sich immer weiter ausbreitet.
                                                                                                                               Bild pixabay
Verschiedene Medienberichte holten sich die Bestätigung von Comparis: Nach der Cyberattacke von Anfang Juli war also doch Lösegeld geflossen. Zwar gab das Unternehmen nicht bekannt, wieviel Geld es den Erpressern bezahlt hat, verschiedene Medien nannten aber die Summe von 400‘000 US-Dollar – was wiederum eine vergleichsweise kleine Summe wäre. 
Comparis war am Morgen des 7. Juli Opfer einer Cyberattacke geworden. Kriminelle Hacker blockierten IT-Systeme, darunter auch die Webseite des Vergleichsdienstes. Für die Entschlüsselung der Daten verlangten die Angreifer Lösegeld. 
Die Zürcher Kantonspolizei teilte damals mit, dass die Täterschaft wahrscheinlich auch Zugang zu kundenbezogenen Daten der Comparis-Gruppe hatte. Bei diesen Daten handelte es sich demnach unter anderem um Email-Adressen der Nutzer.
Comparis hielt seinerzeit fest, man habe kein Lösegeld bezahlt. Nun tönt es allerdings anders. Man habe eine Einigung mit den Erpressern gefunden, liess Comparis in einer Stellungnahme gegenüber der Wirtschaftsagentur AWP verlauten. Zwar habe man den grössten Teil der Systeme selber wiederherstellen können. Durch die Einigung habe man aber einige “operativ essenzielle Dateien“ entschlüsseln können, die sonst nur mit grossem Aufwand und Zeit hätten wiederhergestellt werden können. Mit anderen Worten: Erpressergeld zahlen war die einfachere Lösung.

Wie eine Studie des Sicherheitsunternehmens Kaspersky zeigt, ist Comparis in guter Gesellschaft:
Mehr als die Hälfte der Opfer von Ransomware habe im vergangenen Jahr Lösegeld gezahlt, um den Zugriff auf ihre Daten wiederherzustellen. Unabhängig davon, ob sie bezahlt haben oder nicht, konnten aber nur gerade 29  Prozent der Opfer alle verschlüsselten oder gesperrten Dateien wiederherstellen. Die Hälfte verlor Daten: 32 Prozent eine beträchtliche Menge, 18 Prozent eine geringe Anzahl von Dateien. Bei 13 Prozent der Opfer gingen fast alle Daten verloren.

Thursday, November 12, 2020

Corona beeinflusst den Smartphone-Markt

 Bei den Smartphones ist die Nachfrage in der Schweiz im Seuchenjahr eingebrochen: Im Vergleich zu 2019 wollen zehn Prozent weniger Konsumenten in den nächsten zwölf Monaten ein neues Smartphone kaufen. Es gibt aber auch User, die bereit sind, für ein neues Smartphone noch tiefer in die Tasche zu greifen.


Die Schweizer seien "knapp bei Kasse“, titelt die Handelszeitung ihren Artikel Smartphonestudie 2020 des Online-Vergleichsportals comparis.ch. Comparis meldet nämlich, dass deutlich weniger Konsumentinnen und Konsumenten planen, in den nächsten zwölf Monaten ein neues Smartphone zu kaufen, als noch 2019. Im Oktober des letzten Jahres waren es noch gute 57 Prozent; jetzt sind es nur noch  nur noch knappe 47 Prozent. Comparis-Telecomexperte Jean-Claude Frick kennt den Grund dafür:

«Der Wirtschaftseinbruch durch die Corona-Pandemie und die verbreitete Kurzarbeit führen dazu, dass viele Leute über weniger Geld verfügen. Daher wird die Anschaffung eines neuen Smartphones aufgeschoben».

Mehr Smartphone-User wollen zudem ihr Gerät wegen der gestiegenen Preise länger nutzen als noch im letzten Jahr. Der grösste Anteil von Personen, die ihr Handy vier Jahre und länger nutzen wollen, findet sich bei den über 55jährigen Konsumenten.

Corona hin oder her: Fast ein Fünftel der Smartphone-User ist inzwischen bereit, für ihr nächstes Handy 800 Franken und mehr auszugeben. Das sind rund 50 Prozent mehr als noch im Vorjahr.
Was den Schweizer Markt für Smartphones betrifft, hält sich Apple stabil. Fast 45 Prozent der Smartphone-User nutzen ein Apple-Gerät. Apple, Samsung und Huawei zusammen kontrollieren seit 2018 rund 88 Prozent des Marktes. Das Android-Lager wird dabei nach wie vor von Samsung dominiert. Der Marktanteil des südkoreanischen Herstellers schrumpfte zwar weiter, liegt aber nach wie vor bei 32 Prozent. Auf dem dritten Platz im Schweizer Handy-Markt liegt Huawei mit knapp elf Prozent Marktanteil.

Monday, July 22, 2019

Mikromobilität mit Konfliktpotenzial: Velo, E-Bike und E-Scooter

Im für die Schweiz ziemlich neuen Boom-Markt für Miet-E-Trottinette und Velos gibt es eine grosse Zahl von Anbietern, und die Übersicht fehlt. Unterschiedliche Ausleih-und Abrechnungssysteme erschweren die Orientierung für Konsumenten. Das zeigt eine Analyse von Comparis in den zehn grössten Schweizer Städten.

So sieht es aus, wenn die Polizei den Fahrern ihre E-Scooter wegnimmt, weil sie
im Fahrverbot unterwegs waren. Die Geräte haben ein enormes Konfliktpotential,
das in vielen Schweizer Städten erst noch zu Streit führen wird.
                                                                      Bild Santa Monica Police Department
Mikromobilität in Schweizer Städten und das Sharing von elektrisch unterstützten und digital verwalteten ‘Scooters‘ und Velos liegt voll im Trend. Noch ist nicht klar, wie sich die neue Mobilität auf das Zusammenleben auswirken wird, und der Markt ist gemäß den Comparis-Testern “so undurchsichtig wie einst den Mobilfunkmarkt in den Nullerjahren“. In Zürich bezahlen E-Trottinett-Nutzer beispielsweise für eine Strecke von 1,5 Kilometern oder eine Fahrzeit von sieben Minuten je nach Anbieter bis zu 50 Prozent höhere Preise. Der Anbieter Circ verlangt für die Fahrt 2.75 Franken. Gleich teuer ist auch der nur in Winterthur operierende Verleiher Voi. Tier ist mit 3.10 Franken rund 35 Rappen teurer als der günstigste Anbieter. Bird-Nutzer greifen mit 4.15 Franken nochmals deutlich tiefer in die Tasche.
Am günstigsten lässt sich die Strecke in Zürich mit einem E-Bike bewältigen. Smide verlangt für eine siebenminütige Fahrt 1.75 Franken. Die Tretunterstützung der Smide-E-Bikes liegt bei maximal 35 Kilometern pro Stunde. Doch nicht alle E-Bike-Anbieter sind für eine mittlere Strecke so preiswert. Bei E-Publibike (Tretunterstützung bis 25 Kilometer pro Stunde) kostet die Strecke 4.50 Franken.
«Wer sich vorgängig über die Distanz und Fahrzeit zu seinem Ziel Gedanken macht, kann viel Geld sparen», analysiert Comparis-Mobilitätsexpertin Andrea Auer. Für längere Fahrten seien E-Trottinette in der Regel teurer als beispielsweise Velos. Allerdings haben Zweiradfahrer nur in der Stadt Zürich die Wahl zwischen E-Trottinett, E-Bikes und Velos.
So unterschiedlich die Preise sind, so unterschiedlich gestalten sich auch die Abrechnungsarten. Der Trottinett-Verleih Tier verrechnet die Minute erst nach Vollendung. Konkurrent Bird dagegen verlangt bereits für jede angebrochene Minute den vollen Minutentarif. Bei Circ und Voi bezahlen Nutzer jeweils für die tatsächliche Fahrtdauer.
Wiederum anders rechnet der stationsgebundene E-Trottinett-Anbieter Scoobox (Basel). Der Verleiher verlangt jeweils 3 Franken für 30 Minuten. Ähnlich ist es bei Publibike (verfügbar in Bern, Lausanne, Lugano und Zürich). Velonutzer bezahlen ohne Abo 3 Franken (für E-Bikes bis 25 km/h 4.50 Franken) für die ersten 30 Minuten. Ab der 31. Minute kommen jeweils pro Minute 0.05 Franken bzw.0.10 Franken bei E-Bikes dazu.
Der in Luzern tätige Anbieter Nextbike rechnet pro Stunde ab. Der Service ist für Einwohner der Stadt Luzern kostenlos; andere Nutzer ohne Abo bezahlen zwei Franken pro Stunde. Genèveroule (Service über die App Donkey Republic) verleiht Velos generell für die Zeit von vier Stunden gratis. Allerdings ist die Flexibilität, von A nach B zu gelangen, mit nur elf Stationen eingeschränkt. Velospot (Biel und Genf) bietet aktuell noch keine Stundentarife, sondern nur Tageskarten für 10 Franken und ist somit für kürzere Fahrten teuer.
Vier von fünf E-Trottinett-Anbietern in der Schweiz funktionieren nach dem sogenannten Freefloating-System. Bedeutet: Die Fahrzeuge haben jeweils keinen festen Standort und können nach der Nutzung an einem beliebigen Ort abgestellt werden. Nur Scoobox in Basel muss an der Station abgegeben werden, wo es abgeholt wurde. Klassische Velos sind in der Regel ebenfalls stationsgebunden. Allerdings können die Fahrzeuge meist an verschiedenen Stationen geliehen und zurückgegeben werden. Bei den E-Bikes mit Geschwindigkeiten über 35 km/h sind zwei Anbieter mit Freefloating-Systemen auf dem Markt (Smide in Zürich und Bern sowie Pick-E-Bike in Basel).

Friday, June 12, 2015

Abstottern mit Scheinrabatten: Handy mit Abo ist meistens zu teuer

Der Internet-Vergleichsdienst Comparis hat es genau ausgerechnet: In den allermeisten Fällen lohnt es sich nicht, ein Mobilfunk-Abo zu lösen, bei dem das Handy gleich mitgeliefert wird. Das neueste Smartphone für einen Franken oder sogar für null Franken – mit solchen Angeboten locken Mobilfunkanbieter Kunden an. Sie versprechen Rabatte von bis zu 900 Franken. Gratis ist das Gerät aber nicht – statt das Telefon auf einmal zu bezahlen, stottert es der Kunde einfach mit der monatlichen Handy-Abo-Rechnung ab. Für jemanden, der das Geld für ein teures Smartphone nicht auf einmal auslegen möchte (oder kann), mag das interessant sein. In fast allen anderen Fällen, lohnt es sich nicht.

Comparis.ch  hat nachgerechnet, ob die Variante «Telefon mit Abo» oder «Abo plus separat gekauftes Telefon» günstiger ist. Als Marktpreis wurde jeweils der Preis berechnet, den man im Handel für das Gerät bezahlt. Die Resultate unterscheiden sich je nach Anbieter. Ziemlich klar ist der Fall bei der Swisscom: Da kann der Kunde nämlich richtig schön Geld sparen, wenn er kein Kombinationsabo kauft, sondern sein Handy selber beschafft. Swisscom bietet unter der Marke M-Budget das «Mobile One-Abo» ohne Gerät an. Die Analyse von comparis.ch zeigt: Über 24 Monate gerechnet spart der Konsument, der sein Handy selber kauft und dann ein  M-Budget-Abo abschliesst, zwischen happigen 580 Franken und 870 Franken im Vergleich zum günstigsten Swisscom-Abo.
Ob auf dem London Eye (Bild) oder in Paris, Rom oder Prag: Cablecom-Kunden zahlen
diesen Sommer in Europa nur 30 Rappen pro Minute an Roaming-Gebühren. 
Auch bei Sunrise lohnt es sich, das Gerät getrennt vom Abo anzuschaffen (mit Ausnahme des Samsung Galaxy A5). Sunrise ist diesbezüglich kundenfreundlich mit strikter Trennung von Abos und Geräten. Es sind zwar Geräte auf Ratenzahlung erhältlich, doch der Kunde muss dafür einen Vertrag abschliessen. Vergleicht man die Gerätepreise von Sunrise mit den Preisen, die man auf dem Markt für dasselbe Gerät bezahlt, zeigt sich auch hier: Der Kunde fährt günstiger, wenn er das Gerät im Handel kauft.
Bei Salt lohnt es sich genau hinzuschauen; Gerät und Nutzungsverhalten entscheiden, was billiger ist.
In 15 von 30 Fällen ist das Gerät mit Abo günstiger, sonst teurer. Berücksichtigt man zusätzlich zu den normalen Salt-Produkten auch «Das Abo», welches nur über die Post vertrieben wird, zeigt sich ein etwas anderes Bild: Durchschnitts- und Vielnutzer fahren meistens günstiger, wenn sie das Gerät auf dem freien Markt besorgen und nicht mit einem Abo von Salt abzahlen. Bei den Wenignutzern kommt es ganz auf das gewählte Gerät an: Bei sieben Handys fährt man besser, wenn man sie in Raten mit dem Abo abbezahlt, bei drei Geräten ist es günstiger, wenn man das Handy separat kauft.
Ein interessantes Detail in diesem Comparis-Vergleich: Viele Mobilfunkanbieter werben mit hohen Rabatten, wenn das Handy in Raten bezahlt wird. Comparis nennt diese Angebote  “Scheinrabatte“ und erklärt, dass die Anbieter viel höhere Handypreise angäben, als im Handel bezahlt werden müssten.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Kunde mit dem M-Budget-Angebot von Swisscom und einem separat gekauften Gerät am günstigsten fährt. Allerdings offeriert Swisscom auch das durchschnittlichste teuerste Angebot. Und zwar bei den Abos unter der Marke «Swisscom», bei denen jeweils ein Gerät eingeschlossen ist.
Da UPC Cablecom nur fünf der zehn ausgewählten Geräte verkauft, konnte comparis.ch den Anbieter nicht in der Auswertung berücksichtigen. Bei den Geräten, die UPC Cablecom verkauft, bietet der Kabelnetz-Betreiber aber sehr gute Preise. Bei den drei Nutzerprofilen ist UPC Cablecom in 11 Fällen günstiger als alle anderen untersuchten Angebote, viermal ist UPC Cablecom nur rund 10 Franken teurer als das günstigste Angebot.
Noch ein  Wort zu diesem Anbieter – schliesslich steht die Ferien- und Reisezeit vor der Tür. Wie UPC Cablecom gestern bekanntgab, wird diesen Sommer eine Roaming-Offensive mit Preissenkungen von bis zu 80 Prozent lanciert. Per 1. Juli 2015 gilt bei Cablecom der  Roaming-Einheitstarif von 30 Rappen pro Minute; und zwar für eingehende Gespräche in der EU, für lokale Gespräche innerhalb des EU-Landes und für Gespräche aus der EU in die Schweiz. SMS und mobile Daten kosten ebenfalls nur 30 Rappen pro SMS und pro Megabyte. Vom 1. Juli bis 31. August 2015 werden diese Preise im Rahmen einer Promotion sogar noch halbiert. Da kann man nur sagen: Schöne Ferien!

Friday, February 20, 2015

Roaming wird nicht billig, aber billiger

Telefonieren im Europäischen Ausland wird nun endlich auch für Schweizer Anwender günstiger. Sunrise und Swisscom haben die Initiative ergriffen und bieten relativ günstige Auslandspakete an. Im Falle der Swisscom sind es diejenigen Kunden, die mit “Infinity Plus“ telefonieren, die billiger roamen können, bei Sunrise kann eine monatliche Roaming-Option gekauft werden. Auch Orange bietet schon länger eine EU-Roaming-Flatrate, die allerdings mit 85 Franken am oberen Ende der Preisskala steht.

Telefonieren vom Strand nach Hause ist gerade etwas günstiger geworden.                     PfW
Die hochregulierte EU möchte es den Mobilfunkprovidern in ihren Mitgliederländern schon lange vorschreiben: Roaming müsste billiger werden. In der Schweiz kamen jetzt zwei grosse Anbieter den Politikern zuvor und haben die Roaming-Preise für Europa gesenkt, bevor sie gesetzlich dazu verpflichtet wurden.
Konkret: Sunrise lanciert ein kombiniertes Angebot für alle Roaming-Arten. Die neue Option travel 200 enthält ein Paket bestehend aus Telefonminuten, SMS und Datenvolumen. Die Option kostet 35 Franken pro Monat und gilt für Europa. Darin enthalten sind: 200 Minuten ausgehende Anrufe,unlimitierte eingehende Anrufe, 200 SMS und 200 MB Daten.
Die neuen Natel infinity plus Abos der Swisscom bieten den Kunden bereits mit der günstigsten Variante von CHF 59 pro Monat während 30 Tagen im Ausland unbeschränktes Telefonieren und SMS-Verschicken innerhalb der EU. Wer mehr als 30 Tage im Ausland telefonieren will,
muss dann allerdings schon tiefer in die Tasche greifen.
Laut Angaben der Swisscom wird das neue Angebot mit mehr als 100 Millionen Franken zu Buche schlagen. Trotzdem sind nicht alle Konsumenten begeistert, wie die Kommentare zu den Zeitungsartikeln zeigen, und auch Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Comparis ist nicht total hingerissen:
“Nur wer öfters telefoniert, fährt mit einem Infinity-Abo besser, selbst wenn man den neuen Vorteil des Gratis-Roamings berücksichtigt», sagt Beyler.
Und welches Abo würde Profi Beyeler kaufen, wenn er eine neues haben müsste? «Ich würde das M-Budget-Angebot nehmen, das kostet 29 Franken im Monat». Dieses Angebot decke all seine Bedürfnisse ab.“


Wednesday, October 15, 2014

Nicht nur fliegen - auch billiger telefonieren, mit Swiss Air Lines

Im Rahmen ihres Swiss Choice Serviceangebots lanciert die Fluggesellschaft Swiss mit “Swiss Mobile“ eine eigene Pre-paid SIM-Karte, die das Telefonieren und Surfen im Internet zu günstigen Roaming-Gebühren ermöglicht, und zwar weltweit. Das Geschäftsmodell macht Sinn: Swiss Mobile ist ab 1. November im Duty-Free-Verkauf an Bord der Swiss Flüge verfügbar. Wer nicht fliegt, kann die Karte Online kaufen.

Die Swiss fliegt nicht mehr nur - sie verkauft jetzt auch Telco-Dienstleistungen
(hier ein Screengrab der Website).
Swiss verbindet die Schweiz mit der Welt nicht nur mit Flugzeugen, sondern jetzt auch im Bereich Telekommunikation. Die neue internationale Pre-paid SIM-Karte der Swiss greift die bestehenden Telcos dort an, wo sie verwundbar sind. Die Karte macht es möglich, mit wenig Aufwand im Ausland zu telefonieren, ohne dass man riesige Summen für Roaming-Gebühren auslegen muss.
„Swiss Mobile“ ermöglicht es, in über 180 Ländern zu telefonieren und zu surfen und damit bis zu 80 Prozent der heute üblichen Roaming-Kosten zu sparen. Telefonate können beispielsweise innerhalb der EU, Südafrika oder Australien bereits ab 14 Rappen pro Minute geführt werden, das Surfen kostet 10 Rappen pro Megabyte. Innerhalb der Schweiz kostet das Telefonieren 19 Rappen pro Minute, das Surfen ist für 10 Rappen pro Megabyte möglich. Eingehende Anrufe aus über 50 Ländern sind gratis! Die Kunden können ausserdem Datenpakete dazukaufen, die das Surfen im Internet zu noch attraktiveren Preisen erlauben. Die “Swiss Mobile“ SIM-Karte wird in allen Grössen ausgeliefert und kann somit in unterschiedlichen Generationen von mobilen Geräten verwendet werden. Sie ist besonders attraktiv für Vielreisende, aber auch für den Gebrauch als Zweitkarte, zum Beispiel zum Surfen mit dem Tablet zuhause.
Die Karte kostet CHF 29.90, davon stehen 20 Franken als Startguthaben zur Verfügung. Sie kann Online unter swiss.com/swiss-mobile oder ab 1. November im Duty-Free-Verkauf an Bord bezogen werden. Zudem ist es möglich, sie über den neuen Duty-Free-Pre-Order Service für den nächsten Flug vorzubestellen.
Tarife, Nutzungsbedingungen und weiter Infos zur Karte finden Sie hier.
Die ersten Reaktionen zum Vorpreschen der Swiss ins Telco-Geschäft sind äussert positiv: So schreibt zum Beispiel Ralph Beyeler, der Telco-Experte von Comparis:
“ Die Roamingpakete der Schweizer Mobilfunk-Anbieter Swisscom, Sunrise und Orange sind erheblich teurer […] Ein Nachteil des neuen Produkts ist, dass Kunden nicht eine Schweizer, sondern eine britische Telefonnummer bekommen. Ausserdem fällt eine monatliche Gebühr von 1 Franken an, wenn die SIM-Karte während 9 Monaten nicht verwendet wurde. Fazit: Das Angebot ist in zweierlei Hinsicht interessant: Einerseits sind die Roaming-Preise attraktiv, andererseits ist es sehr bequem, unterwegs in die Ferien noch schnell eine SIM-Karte zu kaufen. Swiss unterbietet die Preise der Schweizer Netzbetreiber erheblich.“


Thursday, January 2, 2014

Schweizer Handynutzer zahlen viel zu viel

Schweizer Handybesitzer geben pro Jahr rund 3,1 Milliarden Franken zu viel aus, weil sie nicht zum günstigsten Angebot wechseln. Bei den verlockenden Flatrate-Abos wählen viele Kunden überteuerte Angebote. Viele Anwender sind  überdies unzufrieden mit dem mobilen Internet.

Die obigen Feststellungen sind das Ergebnis einer Berechnung des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch auf Grundlage einer Online-Umfrage unter 3000 Handybesitzern. Das diesjährige Sparpotenzial von 3,1 Milliarden Franken ist die höchste Einsparung, seit comparis.ch diese
Analysen durchführt. Es ist seit dem Vorjahr um eine halbe Milliarde Franken gestiegen. Damals hatte die Swisscom mit den «Infinity»-Flatrate-Abos eine Preisrunde eingeläutet, und Sunrise und Orange reagierten darauf und senkten ihre Tarife.
Dieses Jahr liegt einer der Gründe für das enorme Sparpotenzial in den Flatrate-Abos. Die Befragung zeigt, dass die Anzahl der Handybesitzer, die mit einer Flatrate telefonieren, surfen und SMS schreiben, im Vergleich zum Vorjahr enorm gewachsen  ist. «Die Verbreitung der Flatrate-Angebote hat sich etwa verdreifacht», sagt Ralf Beyeler, der Telecom-Experte von comparis. Es zeigt sich aber, dass die Kunden häufig ein zu teures Flatrate-Abo abschliessen, obwohl es günstigere Flatrates gibt. Laut der Befragung geben Flatrate-Kunden im Durchschnitt um die 100 Franken im Monat aus. Die günstigste Flatrate gibt es aber bereits für 49 Franken. Die Gründe für den Siegeszug der Pauschalangebote sind klar: Die Schwelle, ab der sich eine Flatrate finanziell lohnt, ist tiefer geworden. Auch wer sein Mobiltelefon nur durchschnittlich nutzt, fährt mit einer Flatrate oft günstig. Zudem haben inzwischen die meisten Handynutzer ein Smartphone, viele möchten damit möglichst unbeschränkt im Internet surfen.

In der Comparis-Umfrage konnten die Handynutzer auch angeben, wie zufrieden sie mit ihrem Mobilfunkanbieter sind. Die Bewertungen führten zu Schulnoten (6 ist die beste, 1 die schlechteste Note). Die Überrschung: Keiner der etablierten Anbieter – Swisscom, Sunrise und Orange – erhält eine gute Gesamtnote. Nur Aldi und M-Budget, die über kleine Marktanteile verfügen, erhalten ein «gut». Der Kundendienst wird von den Swisscom-Kunden mit «befriedigend» bewertet (4,9). Die Hauptkonkurrenten schneiden mit ihrem Kundendienst bei ihren Kunden deutlich schlechter ab: Orange erhält hier ein «genügend» (4,2), Sunrise sogar ein «ungenügend» (3,8). Auch bei der Netzabdeckung bestehen grosse Differenzen, und zwar zwischen 5,2 für Swisscom bis 4,1 für Orange und Sunrise. Schliesslich fällt auch auf, dass die Handynutzer mit der Verfügbarkeit und der Geschwindigkeit des mobilen Internets nicht richtig zufrieden sind. Alle drei grossen Anbieter erhalten nur knapp ein «genügend». Das mobile Internet wird bei der Handynutzung immer wichtiger. Die Anbieter müssten eigentlich alles daran setzen, um mit guter Netzqualität und hoher Geschwindigkeit zu punkten - die Kunden würden es bestimmt schätzen.

Friday, July 20, 2012

Altmodische Feriengrüsse sind am beliebtesten

Alte Gewohnheiten sterben nur langsam: Auch im digitalen Zeitalter schicken die meisten Schweizer ihre Feriengrüsse am liebsten ganz altmodisch – nämlich per Postkarte. Auf dem zweiten Rang folgt dann das SMS. Auch bei jungen Erwachsenen ist die gute alte Postkarte immer noch populärer als Facebook und E-Mail. Das mag unter anderem damit zu tun haben, dass man eine e-Mail-Nachricht normalerweise nicht an den Kühlschrank oder and Anschlagbrett hängt. 

Internet? Die Postkarte schlägt auch im alle digitalen Zeitalter immer noch alle
 modernen Kommunikationsmittel. 
“Das Wasser ist warm, der Sand ist weiss, die Sonne scheint, das Essen ist hervorragend…“ Die Schweizer haben in den Ferien ein starkes Bedürfnis, sich den Daheimgebliebenen mitzuteilen. Fast 70 Prozent lassen ihre Familie und Bekannten wissen, wie es ihnen in den Ferien geht. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch. In den meisten Fällen werden die Feriengrüsse mit einer Postkarte verschickt, gefolgt von der SMS.
Die beliebteste Kommunikationsform für Grüsse aus den Ferien ist die Postkarte. Von den Befragten, die Feriengrüsse versenden, geben 77 Prozent an, Postkarten zu verschicken. Auf Platz zwei folgen SMS- und MMS-Nachrichten (61 Prozent). Den dritten Platz - allerdings bereits weit zurückliegend - belegt das Telefon (39 Prozent). E-Mails nutzen 26 Prozent, Facebook 18 Prozent. Etablierte und traditionelle Kommunikationsformen haben also klar die Nase vorn.
Je nach Alter gibt es deutliche Unterschiede in der Art, wie Feriengrüsse verschickt werden. So nutzen die Befragten zwischen 15 und 29 Jahren Facebook, E-Mails und überraschenderweise auch Briefe häufiger als die restlichen Befragten. Zudem sind SMS-Nachrichten sowie das Telefon bei dieser Altersgruppe signifikant beliebter als bei den über 50-Jährigen. Hingegen verschicken die Jugendlichen und jungen Erwachsenen deutlich weniger Postkarten als die über 30-Jährigen. Die Postkarte ist aber mit 69 Prozent auch bei den unter 30-Jährigen die klare Nummer Eins für Feriengrüsse.
Jeder fünfte Schweizer surft auch in den Ferien regelmässig im Internet, jeder dritte immerhin gelegentlich.  45 Prozent nutzen das Internet beim Ausspannen nicht. Auch hier unterscheiden sich die Antworten der Jugendlichen und jungen Erwachsenen von den restlichen Befragten. Die unter 30-Jährigen nutzen das Internet in ihren Ferien häufiger. Nur 27 Prozent dieser Altersgruppe geben an, während den Ferien gar nicht im Netz zu surfen.

Wer in den Ferien im Internet surft, macht dies in erster Linie mit dem Smartphone (40 Prozent). 22 Prozent gehen mit einem Laptop online und nahezu gleich viele mit einem Computer des Hotels (21 Prozent). Das überrascht nicht: Mit einem Smartphone kann man bequem unterwegs online gehen und zum Beispiel Touristeninformationen abrufen. Im Ausland ist dabei aber Vorsicht geboten: Surfen mit einem Schweizer Handy über das Mobiltelefonnetz kann sehr viel Geld kosten! 

Tuesday, June 8, 2010

Roaming ist immer noch viel zu teuer!

Mit dem Handy im Ausland zu telefonieren ist immer noch unverschämt teuer. Die Preise verharren auf ihrem viel zu hohen Niveau, wie die jährliche Analyse des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch zeigt. Wer mit dem Handy im Ausland auch noch surft, läuft Gefahr, sich dabei buchstäblich zu ruinieren.

Im Vergleich zu den Vorjahren hat bei den Standard-Roamingtarifen kein einziger Anbieter die Preise gesenkt. Wer in Europa zum Standardtarif telefoniert, fährt mit Swisscom, M-Budget oder Coop Prepaid am besten. Mit Sunrise oder Orange bezahlt man gleich doppelt so viel. Ausserhalb Europas ist hingegen das getestete Angebot bei Sunrise am günstigsten. Sparen beim Telefonieren im Ausland kann man mit - kostenpflichtigen - Roaming-Optionen. Im Vergleich zum Standardtarif spart man für die Gespräche aus Europa bei Orange (Abo und Prepaid) satte 60 Prozent. Bei Sunrise (Abo) immer noch 38 Prozent. Bei Swisscom beträgt die Einsparung mit Option nur gerade 4 Prozent, trotzdem steht Swisscom auch hier preislich noch durchaus attraktiv da, da die Marktführerin die attraktivsten Standardtarife anbietet. Bei Gesprächen aus Ägypten, Tunesien und der Türkei sind Einsparungen von 10 Prozent bei Swisscom (Abo und Prepaid), 32 Prozent bei Sunrise (Abo) und 57 Prozent bei Orange (Abo und Prepaid) möglich.
Ralf Beyeler, Telecom-Experte von comparis.ch rät zum Abschluss einer Roaming-Option vor der Reise ins Ausland. Allerdings würden diese nicht nur Vorteile bringen. «Bei Sunrise und Orange zum Beispiel werden die Optionen jeden Monat belastet, auch wenn man sie nicht braucht - das heisst, auch wenn man das Handy im betreffenden Monat im Ausland nicht einsetzt. Es obliege dem Kunden, die Option nach den Ferien wieder abzubestellen. In dieser Hinsicht kundenfreundlicher ist Swisscom: Dort wird die Option nur verrechnet, wenn sie auch tatsächlich gebraucht wird.
Schnell mit dem Smartphone die E-Mails abrufen, ein Foto nach Hause schicken, die News aus der Heimat lesen oder das nächste Restaurant auf Google Maps suchen geht im Ausland richtig ins Geld. Die drei grossen Anbieter verrechnen fürs mobile Surfen im europäischen Ausland regelrechte Abzockerpreise von 8 bis 15 Franken pro Megabyte. Zum Vergleich: In der Schweiz kostet ein gängiges Abo mit einem Inklusivvolumen von 100 Megabyte zum Beispiel 25 Franken pro Monat. Würde man im Ausland ebenfalls 100 Megabyte Daten brauchen, käme die Rechnung auf 800 bis 1500 Franken.
Wer trotzdem nicht aufs Surfen verzichten will oder kann, sollte dies nur mit einer entsprechenden Option tun. Damit wird das Surfen bei allen Anbietern um rund 70 Prozent günstiger.