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Sunday, January 5, 2020

Ist Ihr Smartphone zu alt für WhatsApp?

Falls WhatsApp auf Ihrem Smartphone seit dem Einzug des neuen Jahres plötzlich nicht mehr läuft, hat das womöglich einen ganz einfachen Grund: Ihr Smartphone gehört in eine Kategorie, dessen Betriebssystem nicht mehr von WhatsApp unterstützt wird.

When WhatsApp nicht mehr unterstützt wird, ist es vielleicht Zeit ein neues
Smartphone anzuschaffen.                                                    Logo: WhatsApp
WhatsApp läuft auf unzähligen Betriebssystemen, aber für Windows-Phone will nicht einmal mehr die beliebteste Messaging-App Ressourcen aufwenden. Deshalb hat WhatsApp den Stecker gezogen: Unterstützung für ältere Versionen von Android und iOS sowie das selten genutzte Windows Phone OS wird eingestellt.
Gemäss WhatsApp-Website werden die folgenden Geräte weiter unterstützt:
- iPhone mit iOS 9+
- Android mit OS 4.0.3+
- Smartphones mit KaiOS 2.5.1+, einschliesslich JioPhone und JioPhone 2. 
Wenn Sie Ihr WhatsApp-Account auf ein neues Gerät übertragen wollen (oder müssen), können Sie Ihren Chat-Verlauf nicht zwischen den Plattformen übertragen. Sie können Ihren Chat-Verlauf jedoch als E-Mail-Anhang exportieren.
Der Rückzug von WhatsApp von alten Betriebssystemen erfolgt zu einer Zeit, in der viele User ihr Smartphone länger behalten, als noch vor wenigen Jahren:
“Während die treuesten Fans jedes Jahr zum neuesten Modell greifen, hat die grosse Mehrheit viele Jahre lang im Zwei-Jahres-Rhythmus ein neues iPhone gekauft. Das lag auch an den stark vergünstigten Konditionen, mit denen die Mobilfunkanbieter bei einer Vertragsverlängerung die neuesten Modelle angeboten haben. Doch inzwischen müssen die Kunden deutlich tiefer als bisher in die Tasche greifen. So beträgt beispielsweise bei der High-End-Variante des iPhones XS Max der subventionierte Preis immer noch über 1.000 Euro. Zudem sind die älteren Modelle langlebig und vergleichsweise immer noch Top-Smartphones mit leistungsfähiger Technik. Aus diesen Gründen erneuern iPhone-Besitzer ihr Gerät immer seltener. Zuletzt soll sich der Zyklus auf drei Jahre ausgedehnt haben. Toni Sacconaghi, Wirtschafts-Analyst der Investmentbank Bernstein, ist laut „Business Insider“ der Auffassung, dass die Kunden ihr iPhone inzwischen nun sogar vier Jahre lang behalten, bevor sie es austauschen. Und vielleicht trägt auch das Batterietauschprogramm von Apple dazu bei, dass die Lebensdauer von iPhones beim Kunden verlängert wird.“ (focus.de)
Zahlen des Marktforschungsunternehmens Gartner weisen auf einen starken Rückgang der Smartphone-Verkäufe im Jahr 2019 hin, die von 1,81 Milliarden im Jahr 2018 um 3,2 Prozent auf 1,74 Milliarden zurückgingen, da viele User nach Abschluss eines Zwei-Jahres-Standardvertrags grosse Zurückhaltung bei der Aufrüstung zeigen.

Monday, January 21, 2019

Was kommt nach dem Smartphone?

Die Smartphone-Produktion sinkt weltweit - und zwar ziemlich rasant. Apple und seine Aktienkurse sind nur ein Symptom dieser Entwicklung. Auch andere Hersteller wissen, dass sie sich auf magerere Jahre einstellen müssen.

Chinesische Elektronikproduktion: Der Markt schrumpft weltweit.
                                                                                  Bild Wikimedia Commons
Fast 20 Prozent weniger Smartphones als im letzten Jahr sollen gemäss Analysten der CS dieses Jahr  auf der Welt hergestellt werden. Das ist ein massiver Rückgang und entspricht ungefähr den globalen Produktionszahlen im Jahr 2013.  Schon im letzten Jahr schrumpfte die Smartphone-Produktion; gemäß CS um ganze sieben Prozent. Diese Verkaufsschwierigkeiten im Smartphone-Markt dauern nun schon mehrere Jahre an und es ist klar, dass nicht nur die Chinesische Wirtschaft daran schuld ist. Viele Hersteller hätten immer mehr Probleme, ihre Kunden davon zu überzeugen, ein neues Handy zu kaufen - die Unterschiede zwischen alt und neu sind ganz einfach nicht gross genug. Die CS-Experten warnen ihre Kunden vor der Marktentwicklung bei Smartphones: Die Produktion der Geräte befinde sich sozusagen im freien Fall, und ein Ende sei nicht in Sicht.
Natürlich könnte auch die Preisentwicklung der letzten Jahre etwas mit dem stockenden Smartphone-Markt zu tun haben:
“Trotz des Rückgangs der Stückzahlen, stieg der weltweite Durchschnittspreis eines Smartphones im vergangenen Jahr um zehn Prozent an, wie das Techportal Recode schreibt. Ein Smartphone kostete 2017 im globalen Durchschnitt 363 Dollar. Um diesen Preisrange zu halten, sind Innovationen und Erneuerungen bei Smartphones nötig. Man setze Hoffnung in Multi-Kamera-Upgrades oder die Einführung von faltbaren Smartphones, wie sie Samsung vor einigen Monaten vorgestellt hatte, schreibt die Credit Suisse. Gemäss den Analysten arbeite Apple weiter an 3D-Kameras für das iPhone. Diese könnten für die Modellreihe 2020 eingesetzt werden und allenfalls zu einer Erholung führen.“ (handelszeitung.ch)
Wirtschaftstheoretiker sind allerdings nicht sicher, dass neue Kameras das Handy-Verkaufsproblem lösen werden. Sie glauben an einen jahrzehntelangen Zyklus, der zu Ende geht:
“VWL-Studenten erinnern sich an den Kondratjew-Zyklus, benannt nach Nikolai K., der vor fast 100 Jahren seine Theorie Die langen Wellen der Konjunktur veröffentlichte. Die These: Am Anfang langer Wellen steht eine bahnbrechende Innovation (wie das iPhone), die massenhaft Investitionen und Nachahmer anlockt und jenseits der Konjunkturschwankungen einen langen Aufschwung erzeugt. Ist die Technik assimiliert, sinken die Einsätze; es folgt der lange Abschwung – bis zur nächsten Welle 40 bis 60 Jahre später. Die Dampfmaschine löste Muskelkraft ab und die erste Welle aus. Die Eisenbahn, die jahrzehntelang die Kohle- und Stahlindustrie beflügelte, die zweite. Nummer drei: Elektrotechnik und Grosschemie. Dann die Massenmotorisierung, die in Amerika nach dem Ersten Weltkrieg einsetzte. Der Siegeszug des Transistors und Computers begann nach dem Zweiten. Seit 1990: Informations- und Kommunikationstechnologie. Das iPhone, ein ganz kleines Ding, hat seine eigene Welle freigesetzt. Angesichts des rasanten Tech-Wandels mag diese viel kürzer sein als der Kondratjew-Zyklus…“ (zeit.de)
Einen solchen Trend wird auch das mächtige Apple nur schwer aufhalten können. Immerhin sollte aber genug Expertise und Geld vorhanden sein, um herauszufinden, wo “das nächste grosse Ding“ liegt. Dann kann das Geldscheffeln auch in den nächsten paar Jahrzehnten munter weiter gehen.

Monday, January 9, 2017

Besuchermagnet CES: Alles wird smart

Die CES in Las Vegas wurde dieses Jahr zum fünfzigsten Mal durchgeführt und zog wie immer eine riesige Zahl von Besuchern an. Kein Wunder: Unterhaltungselektronik gehört in jene Produktegruppe, die bei vielen Konsumenten eine besondere Faszination auslöst, und die Digitalisierung transformiert den Alltag immer stärker.

3800 Aussteller und mehr als 175'000 Besucher kamen dieses Jahr an die CES.
                                                                                                                        Bild pd
Die professionellen Besucher der CES sind sich einig: Die grossen Würfe und Überrschungen sind dieses Jahr ausgeblieben. Dafür dringt die Elektronik dank der Digitalisierung und der Vernetzung immer weiter ins tägliche Leben vor. Zitat aus heise.de:
“Es scheint, als hätte die Branche sich die Aufgabe gesetzt, jeden Lebensbereich des Menschen zu erfassen – von der Wiege an rund um die Uhr. Alles wird smart und zum Gesprächspartner: Amazons Alexa soll künftig in Smart-Home Komponenten integriert werden, die den ganzen Alltag abdecken: So hören dank Alexa ein Kühlschrank von LG, ein Staubsauger von Samsung, Waschmaschinen von Whirlpool und gleich mehrere Fernseher aufs Wort. Das Lenovo in Zusammenarbeit mit Amazon einen vernetzten Lautsprecher anbieten will, der Echo sehr stark ähnelt, mutet da eher einfallslos an."
Der Reporter der Süddeutsche Zeitung sah an der CES “alten Wein in neuen Schläuchen“ aber auch zahlreiche Ausnahmen:
“Razors Project Valerie ist der erste Gaming-Laptop mit drei Bildschirmen. Asus stellte mit dem ZenFOne AR das erste Smartphone vor, das Googles AR- und VR-Technologien unterstützt. HTC lässt Nutzer seines VR-Systems Vive nun mit Hilfe eines kleinen Aufsatzes Gegenstände wie Baseball- oder Tennisschläger in die virtuelle Realität "importieren". Anderswo lassen sich Langfrist-Trends erkennen: Das aktuelle Fernseh-Schisma verläuft zwischen OLED und klassischem LED. LG, Panasonic, Philips und jetzt auch Sony setzen auf OLED-Displays, Samsung steigt in die QLED-Technik ein, in der Nanokristalle aus Halbleiter-Materialien das Licht absorbieren und in verstärkter Form wieder abgeben…“
Verschiedene Berichterstatter zeigen sich vor allem über die Fortschritte im Virtual-Reality-Bereich enttäuscht; es sei eine Chance verpasst worden, schreibt zum Beispiel vrodo.de, das Magazin für virtuelle Realität:
“Auch erfahrene Hersteller wie Intel und speziell Microsoft demonstrierten nur halbfertige Hardware. Von brauchbaren Anwendungsszenarien ganz zu schweigen […] Als Analogie funktioniert auch hier der Smartphone-Markt: Die Taschencomputer feierten die größten Erfolge, als sie sexy wurden, einen hohen Nutzungskomfort und neue Wege der sozialen Vernetzung boten. Zahlreiche Killer-Apps – kostenfreie Navigation, hochwertiges mobiles Internet, Social-Apps und viele andere – wurden erst veröffentlicht, nachdem die Hardware wirtschaftlich und technisch ein solides Fundament bot […] Das vielleicht größte ungelöste Problem ist das Design der VR-Brillen. Wer das nicht glauben mag, kann sich gerne die Gehäuse der kommenden Windows-Brillen anschauen. Es sind Geräte, die außer Technerds niemand auch nur in der Nähe des Schreibtischs sehen, geschweige denn auf den Kopf ziehen mag.“
Die Fachjournalisten sind sich also einig, dass an der CES 2017 die absoluten Knaller gefehlt haben. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass sich die Medien zum zehnjährigen Jubiläum des iPhones mit Lobeshymnen überbieten.

Thursday, November 14, 2013

Eine Tastatur zum Ausdrucken

 Es kommt immer mal wieder eine App, die als Idee und Umsetzung brillant ist. Wenn sie dann auch noch gratis ist, darf man sie ruhig auch weiterempfehlen.

Raffiniert: Eine Tastatur aus Papier, damit man nicht auf dem
Screen des iPhones tippen muss.                 Bild iTunes
Damit das Ganze funktioniert, muss anfänglich ein Drucker zur Verfügung stehen, mit dem das Bild einer Tastatur auf ein A4-Blatt ausgedruckt werden kann. Auf dem gleichen Blatt markiert der Drucker auch den genauen Ort, um das iPhone zu platzieren. Danach geht’s wie geschmiert: Die Kamera im Smartphone sieht, welche Buchstaben auf der Papiertastatur angetippt werden und schon kann geschrieben werden, wie mit einer echten Tastatur.

Die App funktioniert auf dem iPhone 4 und auf neueren Modellen. Sie kann auf iTunes kostenlos
heruntergeladen werden und enthält auch noch einige Games; wer damit auch chatten will, muss dafür EUR 4.50 bezahlen.

Wednesday, June 19, 2013

Schlankes (6,18 mm) aus dem Reich der Mitte

Hätten Sie wieder mal Lust auf ein neues Smartphone? Falls Sie sich eines kaufen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es in Asien hergestellt wird. China zum Beispiel ist zu einem der wichtigsten Player im Smartphone-Markt geworden – nicht nur weil dort auch das iPhone zum grössten Teil hergestellt wird, sondern auch weil es dort einen mächtigen, erfolgreichen Konzern gibt, der mit Erfolg Geräte für unsere Märkte herstellt.

Die Zahlen sind beeindruckend: Huawei, der Chinesische Telekommunikationsgerätehersteller wurde 1988 gegründet und hat heute 140‘000  Mitarbeiter.  Die aktuellsten verfügbaren Zahlen zeigen Umsätze in der Höhe von über 30 Milliarden Dollar und einen jährlichen Reingewinn (2012) von 2,5 Milliarden Dollar. Die Firma hat auch in der Schweiz eine Tochter, die mehrere hundert Angestellte beschäftigt; Hauptsitz ist in Könitz im Kanton Bern.
Wieso uns das alles interessieren soll?
Der Grund liegt bei der Produkte-Palette des Chinesischen Herstellers. Da gibt es zum Beispiel eine ganze Reihe interessanter Smartphones, und das Neuste bricht sogar Rekorde. Zitat aus dem Spiegel:
“Der erste Smartphone-Superlativ, mit dem Huawei Schlagzeilen machte, war noch das billigste Smartphone der Welt. Jetzt hat der Handy-Konzern in London das dünnste vorgestellt. Auf gerade mal 6,18 Millimeter bringt es das Ascend P6 genannte Highend-Handy. Damit ist es knapp zwei Millimeter dünner als beispielsweise das Sony Xperia Z und so schlank, dass es fast zweimal in ein Nokia Lumia 920 passen würde.Für Huawei ist die Neuvorstellung ein wichtiger Schritt. Auch wenn das Unternehmen schon bisher verschiedene Design-Handys unter dem Namen Ascend angeboten hat, ist es ihm mit dem P6 zum ersten Mal gelungen, die Konkurrenz deutlich zu über-, beziehungsweise zu unterbieten.“
 Ab July soll das dünne Gerät auch in der Schweiz erhältlich sein – für etwa 450 Franken ohne Vertrag. 

P.S.: Wissen Sie übrigens, was die Herstellung eines Smartphones kostet? Das kommt natürlich auf die Bestandteile an – aber wenn man sich nur die Kosten der Arbeitsleistung in China anschaut, kommt man gerade mal auf rund 8 Dollar pro Gerät, die bei der Firma hängenbleiben, welche die Fliessbandarbeiter oder –arbeiterinnen beschäftigt.  Im Falle eines iPhone  ist das etwa 1 Prozent des Verkaufspreises! 

Friday, March 23, 2012

RIMs BlackBerry verliert das Heimspiel gegen Apples iPhone


Kanada ist die Heimat des BlackBerrys, doch RIM (Research In Motion Ltd.), die eigentlichen Erfinder des Smartphones, verlieren immer mehr Terrain an die Konkurrenz. Nun passiert es auch in Kanada: im letzten Jahr wurden da erstmals weniger BlackBerrys ausgeliefert als iPhones.

Apple ist also auch in Kanada auf der Überholspur, dort, wo sich RIM bisher hervorragend geschlagen hat. Diese Entwicklung scheint all jenen Analysten Recht zu geben, die für RIM höchstens noch einen Nischenmarkt  in der Zukunft sehen.
Die Zahlen, veröffentlicht von Bloomberg und IDC, sprechen für sich: RIM, mit Hauptquartier in Waterloo, Ontario, hat im letzten Jahr in Kanada 2,08 Millionen BlackBerrys verkauft – Apple brachte hier 2,85 Millionen Geräte an die Kunden. Nur ein Jahr vorher, lag RIM noch mit einer halben Million Geräten in Führung. Ein Jahr, nachdem das erste iPhone auf den Markt gekommen war, waren in Kanada noch fünfmal mehr BlackBerrys verkauft worden, als iPhones.
Die neue RIM-Führung scheint diese Entwicklung trotzdem nicht sehr zu beunruhigen:
“Noch im Januar hatte der neue RIM-CEO Thorsten Heins zugegeben, dass RIM im vergangenen Jahr den Faden verloren habe, man sei aber auf dem richtigen Weg. "Haben wir einige Kunden verloren? Ja, das gebe ich zu. Das passiert im High-Tech-Sektor. Wir sind hier nicht beim Plätzchenbacken." Laut New York Times kritisierte er den auf den US-Markt konzentrierten Blick vieler Beobachter. "Wir haben bei RIM einen globalen Fokus", erklärte Heins. "Das sind zwei ziemlich verschiedene Märkte. Im Rest der Welt wächst Blackberry sehr schnell."
Wenn wir bei RIM in der Chefetage sässen, wären wir trotzdem beunruhigt. Die User lieben das iPhone – weil es unschlagbar benutzerfreundlich ist und buchstäblich unzählige Apps zur Verfügung stellt, mit denen sich hervorragend leben und spielen lässt. Das ist ein Vorsprung, denn RIM wohl nicht mehr einholen kann.

Friday, November 25, 2011

Selbstbewusst mit Galaxy

Samsung, der Koreanische Hersteller des iPhone- und iPad-Konkurrenten Galaxy, wird gegenüber Apple immer selbstbewusster. Das zeigt sich auch in der Werbung.

Wie wir an dieser Stelle schon berichtethaben, hat Samsung durchaus Grund zum Selbstbewusstsein: Die Firma hat bereits ein knappes Viertel des weltweiten Smartphone-Marktes für sich gewinnen können; Apple gehören rund 15 Prozent.
Nun zielt Samsung in seiner Werbung in Nordamerika direkt auf die iPhone-Fans und macht sich sogar über sie lustig. Ins Fadenkreuz nehmen die Werber insbesondere die Tatsache, dass viele Apple-Fanatiker stundenlang für neue Produkte in Schlange stehen – aber eigentlich gar nicht so genau wissen, wieso. Die Werber haben es geschafft, das Stereotyp des Apple-Apostel (mit Starbucks-Becher) genau zu treffen. Sagt einer der iPhone-Fans: “Da hat soeben jemand die Warteschlange verlassen und ist gegangen!“ Sagt ein Anderer: “Wieso würde jemand jetzt aufgeben, wenn wir nur noch 9 Stunden warten müssen? Schliesslich ist das Ganze ein Event…“. Im Hintergrund fragt ein Schlangensteher: “Wie merken denn die Leute, dass ich eine neues iPhone habe, wenn es genau gleich aussieht, wie das Vorherige?“
Das Video ist witzig und auch treffend,  spricht für sich selbst - allerdings in Englisch. Apple hat ja selber sehr populäre (und treffende) Werbespots gedreht, als es darum ging, die Vorteile gegenüber MS-Windows herauszustreichen. Diesmal teilt die Firma nicht aus, sonder ist selbst Empfänger der Kritik. Eine ungewohnte Position für Apple, aber eine, die unvermeidlich war im Zuge der enorm gewachsenen Popularität.  


Friday, November 18, 2011

Frühe Weihnachten für Gadget-Fans

Eine Tischlampe, die sich nicht nur als LED-Lichtlieferant anbietet, sondern auch noch als iPod- oder iPhone Dockingstation Dienste leistet und diese Geräte auch noch auflädt. Wäre das nicht ein Weihnachtsgeschenk für den Gadget-Fan in der Familie?

Die Lampe für fast Alles: Kaffee macht sie allerdings
noch nicht.
T'Light S heisst das Gerät das in China hergestellt wird (wo denn sonst). Die LED-Lampe zeichnet sich im Vergleich zu anderen Lichtquellen durch eine sehr lange Lebensdauer und einen geringen Stromverbrauch aus (5 Watt), ohne dass dadurch die Lichtqualität negativ beeinflusst wird. Das t'Light S ist zum Lesen geeignet, kann aber abgedunkelt werden. Wenn Sie während des Schlafes ein Nachtlicht wünschen, lässt sich das LED-Licht mittels Fernbedienung in verschiedenen Stufen zum Night-Light verwandeln.
Für Musikfreunde bietet das t'Light S eine integrierte Audiolösung. Zwei eingebaute Lautsprecher machen nach dem Andocken ihres iPod oder iPhone aus der Lampe eine Stereoanlage. Die TDMA-Technologie eliminiert sämtliche Interferenz des iPhone, und die Fernbedienung ermöglicht das Abspielen, Pausieren, Vor- und Zurückspringen sowie die Lautstärkeregelung. Das t'Light S lässt sich auch als reiner Stereolautsprecher verwenden. Mit dem mitgelieferten 3,5 mm Line-in Kabel lassen sich sämtliche Audiogeräte anschliessen. 
iPod oder das iPhone werden von der Lampe auch noch aufgeladen. Ein 10-Jack-USB-Mehrfachkabel wird für das Anschliessen und Aufladen anderer Telefone und Geräte mitgeliefert. Das Gerät gibt es in 3 Farben; die weltweite Zustellung erfolgt mit Express Post.
Der Hersteller bietet die vielseitige Lampe für 199 US-Dollar auf seiner Website an, die Versandkosten sollten im Preis inbegriffen sein.  

Friday, November 11, 2011

Auch die Apple-Götter sind nicht unfehlbar

Die Firma Apple, Erzeuger des iPods, des iPhones und des iPads (neben anderen Produkten) wird von vielen Fans regelrecht verehrt. Die Marke ruft bisweilen sogar religiöse Gefühle hervor – das wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen. Doch auch IT-Götter sind nicht unfehlbar, wie das neuste iPhone wieder mal zeigt.

Apple: je mehr User, desto mehr Kritik?
Apple-User waren schon immer eine überzeugte und extrem loyale Gemeinde – Jahre bevor Kreti und Pleti mit einem Apple-Produkt in der Hosentasche herumliefen. Doch Apple ist nun mal gross und mächtig geworden – und wie Microsoft schon seit Jahren weiss, ist es nicht nur ein Vorteil, eine IT-Grossmacht zu sein. Im Amerikanischen gibt es ein Sprichwort: “Pigs are fed, Hogs are slaughtered“ (etwa: Schweinchen werden gefüttert, Schweine geschlachtet), das durchaus in diesem Bereich Anwendung finden kann. Mächtige Firmen, genau wie mächtige Leute auch, machen sich Feinde; manchmal werden sie ganz einfach gehasst, weil sie gross sind.
Mit Apple ist es noch nicht ganz soweit – eine Google-suche in Englisch ergibt ganze 11 Resultate für Apple-Hasser, während es 71'000 Resultate für Microsoft-Hasser gibt.
Bei Apple darf man aber davon ausgehen, dass man diesbezüglich aufholen wird. Das zeigt auch die Aufregung um die Batterieleistung und andere Mängel des neusten iPhone-Modells und iPads. Zitat aus der NZZ:
“Apple stellt  seit Donnerstag das Update auf iOS 5.0.1 bereit. Es ist das erste, welches auch installiert werden kann, ohne das Gerät per Kabel mit dem Rechner verbinden zu müssen. Die Aktualisierung soll Multitasking aufs iPad 1 bringen, Fehler mit Dokumenten in der Cloud beheben, die Spracherkennung für australische Nutzer verbessern sowie Mängel beheben, wegen denen vor allem das iPhone 4S in der Kritik steht. Das neue Apple-Smartphone gibt wegen deutlich kürzerer Akkulaufzeiten als das iPhone 4 zu reden.Apple räumte den Fehler zwar zwischenzeitlich ein, machte aber keine Angaben zur Ursache. Die Nutzerbeschwerden im Forum des Herstellers reissen unterdessen nicht ab. «Ich habe die Aktualisierung vor anderthalb Stunden installiert. Ohne dass ich das Gerät benutzt habe, hat sich der Akku um 20 Prozent geleert», schreibt beispielsweise coloradoappleuser. Das Testgerät von NZZ Online musste auch nach der Aktualisierung wieder schneller an die Buchse als das Vorgängermodell…“
Schon bevor diese Schwierigkeiten ruchbar geworden sind, zeigte sich, dass das iPhone trotz seiner beispiellosen Popularität nicht mehr das meistverkaufte Smartphone ist: Der Koreanische Hersteller Samsung besetzt bereits 23.8 Prozent des globalen Smartphone-Marktes, für Apple sind es 14,6 Prozent.

Saturday, May 14, 2011

Wetteralarm auf dem Smartphone

Wetteralarm auf dem Smartphone.
 Der Sommer kommt und damit sicher auch die Zeit der Unwetter. Solche Ereignisse können, abgesehen vom Potenzial für Sachschäden, recht gefährlich sein – vor allem für Leute, die sich viel in der freien Natur aufhalten. Mit der neuen Wetteralarm-App auf dem iPhone kann man sich da zumindest warnen lassen.

Die neue Wetteralarm-Applikation wurde vor vier Wochen eingeführt und erfreut sich schon grosser Beliebtheit. Bereits nutzen mehr als 20'000 Personen das neue Gratisangebot auf dem iPhone. Im Sommer soll dann die Version für Android- Smartphones folgen.
Wetter-Alarm richtet sich an den Personenkreis, der vor drohenden Unwettern und Gewittern gewarnt werden möchte. Die rechtzeitige Information mit Verhaltenstipps trägt dazu bei, dass Schäden soweit als möglich vermieden werden können. Schon vor der Einführung der Smartphone-Apps hat Wetter-Alarm per SMS, E-Mail und Fax über 190'000 Abonnenten in der Schweiz vor potenziell gefährlichen Wetterereignissen gewarnt. Das Angebot ist gratis und eine Dienstleistung der Kantonalen Gebäudeversicherungen, SF Meteo und der Mobiliarversicherung. Geboten werden nicht nur Alarme, sondern auch ein Niederschlagsradar, Wetterprognosen und einer Unwetterkarte.

Sunday, January 9, 2011

Das iPhone aufmotzen - mit Apps, die Apple nicht gefallen

Apple ist seit Jahrzehnten eine Kultmarke. Einer der Gründe dafür war – neben den coolen Produkten – der Umstand, dass Apple-User immer eine relativ kleine Gruppe darstellten, zumindest im Vergleich mit der Masse der PC-Sklaven. Doch je mehr User auf Apple schwören, desto mehr Widerstände entwickeln sich in der Anwendergemeinde gegen gewisse protektionistische Geschäftspolitiken des iPhone-Herstellers.

dTunes: Screenshoot Cydia
Apple ist da stur: Was auf’s iPhone geladen werden kann, wird von Apple abgesegnet, ob die User das wollen oder nicht. Doch funktionieren tut das schon eine ganze Weile nicht mehr: Das iPhone kann geknackt werden, und zwar mit geringstem Aufwand. Dann kann der Anwender auch jene Apps installieren, an denen Apple keinen Gefallen findet. “Ausbruch aus dem Käfig“ titelt die NZZ einen Artikel zu diesem Thema:
“Jailbreaking nennt man das Manipulieren des iPhones, so dass darauf auch Software installiert werden kann, die nicht den Kontrollprozess von Apple durchlaufen hat. Seit einiger Zeit braucht man dafür keinerlei Hacker-Kenntnisse mehr, sondern muss lediglich mit dem Safari-Browser auf dem iPhone die Website jailbreakme.com ansteuern. Dort aktiviert man dann mit einem Fingerwisch die Schaltfläche «slide to jailbreak» (siehe Kasten). Das ist alles. Nach einigen Minuten erscheint eine Vollzugsmeldung, und man entdeckt auf dem Home-Bildschirm die neue Applikation Cydia.Cydia wird im Grossen und Ganzen gleich bedient wie der App-Store – es lassen sich damit weitere Applikationen suchen und herunterladen. So hat man fortan eine alternative Bezugsquelle für Softwareanwendungen, die in Apples eigenem Vertriebskanal nicht zur Verfügung stehen…“
 Der Artikel listet eine ganze Reihe von nützlichen Apps auf, die man bei Cydia finden kann – unter anderem dTunes (das auf Cydia ganz einfach mit “Free iTunes“ beschrieben wird), mit dem kostenlos Musik vom Net aufs iPhone gestreamt werden kann – kein Wunder, dass Apple keine Freude an derartigen Anwendungen hat, die der Milchkuh iTunes das Wasser abgraben!
Der Ausbruch aus dem Apple-Gefängnis kann übrigens auch wieder rückgängig gemacht werden. Wer aus was für Gründen auch immer, sich wieder mit dem Apple-Angebot begnügen möchte, kann dies tun. Die Anleitung dazu findet man auf jailbreakme.com/faq.html

Friday, April 9, 2010

Das iPhone wird Business-fähig

Na endlich: Mit dem neuen Betriebssystem wird das Apple iPhone vom Kommunikationsstatussymbol zum Business-fähigeren Smartphone. Vor allem, weil es damit bald auch ein wenig multitasken kann. Flash-Inhalte wird das Gerät allerdings auch in Zukunft nicht anzeigen.

Dass das iPhone mit dem Alter Business-tauglicher wird, ist kein Zufall. Mehr und mehr Firmenanwender sind bereit dazu, ihren Blackberry abzulegen und die Konkurrenz auszuprobieren, wie gerade kürzlich wieder eine Studie gezeigt hat. Apple zielt auf dieses Publikum ab, aber auch auf Google, indem das neue iPhone-Betriebssystem 4.0 auch Werbung durch Apps möglich macht:
“Um den Entwicklern und sich selbst dennoch zu einem Einkommen zu verhelfen, lässt Apple mit dem neuen Betriebssystem auch Werbung zu. Beim sogenannten iAd kassiert der Entwickler 60 Prozent der Werbeerlöse, Apple zwackt 40 Prozent ab. Damit attackiert Apple ein weiteres Mal Google. Der Internet- Konzern macht das meiste Geld mit Werbung rund um seine Suchmaschine.“
Das neue OS soll etwa ab Mitte Jahr erhältlich sein, wahrscheinlich etwa zur gleichen Zeit, wie das neuste iPhone vorgestellt werden wird. Selbstverständlich gibt es im Net zahlreiche Artikel darüber, was das neue Betriebssystem alles kann. Bemerkenswert ist aber auch, was es immer noch nicht kann:
“ Der Wunsch vieler iPhone-Nutzer, Flash-Unterstützung ins OS zu integrieren, wird nicht erfüllt. Auch Java beherrscht das neue Betriebssystem nicht. Über Tethering (Modem-Funktion) wurde kein Wort verloren. Da liegt aber das Hauptproblem immer noch bei den Telekommunikationsanbietern, die diese Funktion nicht erlauben, da sie um ihre Bandbreiten und Datenumsätze fürchten. Nach wie vor unterbindet Apple die Nutzung des iPhones als Massenspeicher. Auch von Speicherkarten war nicht die Rede. Dennoch sind viele neue Features eingeführt worden, die sich die Anwender gewünscht haben. Beim Multitasking hat Apple getrickst – richtiges Multitasking beherrscht das iPhone immer noch nicht. Apple bietet den Entwicklern jetzt nur eine neue Möglichkeit, mehr Multitasking-fähige Apps zu programmieren.“
Dass das neue iPhone-OS auch Multitasking möglich macht, bringt laut Computerwoche klare Business-Vorteile:
“Dieses von Konkurrenzplattformen wie Android, BlackberryOS oder Windows Mobile lang bekannte und in Windows Phone 7 kurioserweise wieder entfernte Feature [Multitasking] ermöglicht es dem iPhone-Besitzer, Anwendungen im Hintergrund weiterlaufen zu lassen. Vorausgesetzt, die Entwickler haben diese Funktion in den Programmen integriert, kann der Nutzer damit nicht nur wie auf dem PC bequem von einer offenen Anwendung zur anderen wechseln. Gleichzeitig wird der Anwender besser als mit dem Konzept Push-Notifications über Veränderungen in einem Programm informiert. Dies ist nicht nur praktisch, weil er so einfach via VoIP erreichbar ist. In Unified-Communications-Szenarien lassen sich künftig auch problemlos bekannte Funktionen einer TK-Anlage wie One-Numbering oder Presence nutzen.“

Tuesday, April 6, 2010

Nicht genug Spass mit dem BlackBerry?

Auch BlackBerry-User wollen Spass mit ihrem Smartphone – und deshalb schielen viele von ihnen nach einem iPhone von Apple, einem Nexus One von Google oder einem Droid von Motorola.

Dass auch Business-Kunden Bedürfnisse haben, die nur durch den sogenannten Spass-Faktor abgedeckt werden können, ist ja eigentlich klar. Dass aber so viele BlackBerry-User mehr Spass haben wollen, könnte sich für RIM, den Kanadischen Hersteller des Gerätes, langfristig doch negativ auswirken. Eine Anwenderumfrage des amerikanischen Marktforschers Crowd Science hat nämlich ergeben, dass mehr als zwei Drittel der BlackBerry-Nutzer sich dem Gerät nicht sehr verpflichtet fühlen. Gefragt, was für ein Smartphone sie denn auswählen würden, wenn sie morgen eines kaufen würden, sagten 39 Prozent, dass sie sich sicher oder wahrscheinlich ein iPhone anschaffen würden. Knapp ein Drittel würde ein Nexus One von Google anschaffen. Im Vergleich dazu sind iPhone- und Nexus-User extrem loyal: In beiden Fällen würden rund 90 Prozent der Anwender kein anderes Gerät wählen.
Für Blackberry ergibt sich hiermit ein strategisches Problem. Soll der BlackBerry zum Business-iPhone mutieren, oder soll sich das Gerät auf seine Kernkompetenzen, das Versenden und Empfangen von e-Mails, besinnen? Die Frage zu beantworten wird nicht einfach sein. So schreibt ein Anwender, in einem Kommentar zum Thema:
“I am unhappy with my Blackberry mostly because it has gotten way too feature rich. It's great for corporate email (including Outlook integration), and I wish they would offer a version with no phone, no apps, no gps and the awesome battery life in the first generation, black & white Blackberry (and I would pay EXTRA for this).”
Mehr Features, weniger Features? Touch-Screen oder Minitastatur? Fun-Phone oder BlackBerry?
Laut der Finanz-Website MarketWatch wollen User mehr Spass, weil sie ihre Smartphones längst nicht mehr nur fürs Geschäft brauchen. Zitat:
“Was ist der Nutzen einer Tastatur, wenn das iPhone weiss, wo Sie parkiert haben? Wieso soll jemand Microsoft Exchange benutzen, wenn der Droid nahtlos mit Gmail funktioniert – eine Dienstleistung, die sowieso mehr Unternehmen nutzen? Gibt es einen Grund, auf die BlackBerry-Version einer App zu warten, die es bereits in Dutzenden von Varianten im App Store oder im Android Market gibt? Wenn nicht ein neues BlackBerry-Gerät erscheint, dem es gelingt, das schwerfällige Image der Marke abzuschütteln, wird RIM all den Spass verpassen – und damit auch die Kunden.“

Thursday, November 5, 2009

Nachschlagen war gestern

Wer etwas sucht, sei es ein Name, ein Geschäft oder eine Auskunft, findet die Antwort im Net, sofern ein Zugang verfügbar ist. Deshalb überrascht es nicht, dass eine GfK-Studie in Deutschland herausgefunden hat, dass Bücher gerade bei der lokalen Suche in einigen Bereichen bereits ins Hintertreffen geraten sind. Mit dem PC oder dem iPhone geht’s halt einfach viel einfacher!

Es ist wohl nicht allzu vermessen, die Prognose zu wagen, dass grosse Teile der jungen Generation schon in wenigen Jahren nicht mehr über die Fähigkeiten verfügen werden, in einem Nachschlagewerk nach Information zu suchen und diese auch zu finden. Das wird keine Katastrophe sein, weil bis dann der Zugriff auf das allwissende Net noch viel permanenter und einfacher sein wird, als heute. Mobile Geräte werden weiterhin grosse Fortschritte machen und so benutzerfreundlich werden, dass das iPhone von heute im Vergleich kompliziert aussieht. Die ersten Trends in diese Richtung hat kürzlich eine GfK-Studie aufgezeigt.
Danach haben deutsche User laut GfK im letzten Jahr rund 1,3 Milliarden Mal nach lokalen Kontaktdaten und Informationen zu Branchen und Dienstleistern gesucht. Dabei entfallen auf das Telefon- und Branchenbuch immerhin noch 44 Prozent aller Suchvorgänge, das mobile und stationäre Internet bevorzugen 38 Prozent der Verbraucher. Kontakt zur Telefon- und SMS-Auskunft stellen die Deutschen in 12 Prozent der Nutzungsfälle her. Die Suche über CD-ROM hat einen Marktanteil von 6 Prozent. Betrachtet man aber ausschließlich die Suche nach Branchen, Gewerbetreibenden und Dienstleistern mit rund 600 Millionen Suchvorgängen pro Jahr, liegt das Internet – ob stationär oder mobil – mit einem Anteil von rund 43 Prozent heute erstmalig vor den gedruckten Branchenbüchern mit etwa 40 Prozent der Suchabfragen.
Dass das mobile Internet vor allem für die lokale Suche immer beliebter wird, bestätigen auch die Praxis-Anwenderdaten des Such-Anbieters telegate. Diese zeigen, dass die User von iPhone, BlackBerry und Google Android viermal häufiger nach lokalen Brancheninformationen suchen als die Nutzer der stationären Internet-Portale.

Wednesday, August 19, 2009

Eierlegende Wollmilchsau?

Dieses Fabeltier wird vom Spiegel in einem Artikel zum iPhone heraufbeschworen. Konkret geht es darum, dass der Navi-Hersteller Tomtom eine App anbietet, mit der man mit dem dem iPhone den Weg findet. Tatsächlich werden immer mehr Smartphones auch als Navi genutzt. Zitat aus dem Stern:

"Im zweiten Quartal ging die Zahl verkaufter Navis gegenüber dem Vorjahr weltweit um 16 Prozent auf 8,3 Millionen zurück, hat die britische Marktforschungsfirma Canalys ermittelt. "Die Mobilnavigation hatte eine harte Zeit", sagte Canalys-Analyst Tim Shepherd. Dagegen steigt der Absatz von leistungsfähigen Smartphones. Im zweiten Quartal legte deren Zahl laut dem Marktforscher Gartner um 27 Prozent zu - und immer mehr davon sind mit dem Satellitennavigationssystem GPS ausgestattet. Mit der eingebauten Ortungstechnik und großen Touchscreen-Displays würden Smartphones wie das iPhone zunehmend in Konkurrenz zu PND treten, sagte Shepherd. 2012 wird sich rund ein Viertel der Navinutzer von einem Handy durch die Gegend lotsen lassen, schätzt Canalys."

Wer immer noch ohne Smartphone lebt und sich mit einem ganz normalen Handy zufrieden gibt, muss aber nicht verzagen. Die eierlegende Wollmilchsau ist längst nicht bei allen Anwendern so populär, wie bei den Techno-Kolumnisten. Der Grund: Sie ist temperamentvoll und kompliziert. Mit anderen Worten: Geräte, die (fast) alles können, sind vor allem bei Usern beliebt, die gerne mit Technologie herummachen. Für die grosse Masse der Konsumenten wird also das einfache Navi noch lange im Laden zu finden sein.