Showing posts with label Windows XP. Show all posts
Showing posts with label Windows XP. Show all posts

Tuesday, January 5, 2021

Immer noch 100 Millionen Windows 7 PCs

Nach einer langen Warnfrist hat Microsoft vor einem Jahr die Unterstützung für Windows 7 eingestellt. Der Wechsel wurde den Usern leicht gemacht: Wer eine Lizenznummer für sein Betriebssystem hatte, konnte Windows 10 problemlos und kostenfrei vom Internet downloaden und installieren. Doch Windows 7 will auch heute noch nicht sterben. Berechnungen zeigen, dass immer noch rund 100 Millionen PCs mit dem System genutzt werden.

Die Windows-7-Flagge flattert immer noch auf Millionen von PCs. 
                                                                                                              Bild Pixabay
Man kann ja ein gewisses Verständnis dafür haben, dass Windows 7 von vielen Anwendern nur ungern losgelassen wird: Das Betriebssystem war benutzerfreundlich und bekam fast durchwegs gute Noten. Dass es aber immer noch fast 5 Prozent Anwender gibt, die mit dem von Anfang an ungeliebten Windows 8 unterwegs sind, erstaunt dann doch eher. Immerhin: Windows XP, das ebenfalls sehr beliebt und erfolgreich war, ist jetzt endlich quasi ausgerottet. Microsoft Support für dieses Betriebssystem war schon vor sechs Jahren, im Frühling 2014 eingestellt worden. (Damals hielt Windows noch rund 90 Prozent des Marktanteils der Betriebssysteme. Im letzten Jahr waren es noch 77 Prozent.)  

Es gibt verschiedene Erhebungen, welche die Marktanteile der verschiedenen Windows Versionen messen. Die Resultate ähneln sich aber. Diese Prozentzahlen könnten eigentlich in Anzahl PCs umgerechnet werden – wenn man wüsste, wie viele Computer insgesamt mit Windows OS laufen:

"Microsoft hat uns jahrelang erzählt, dass die Zahl der Windows-Anwender 1,5 Milliarden beträgt, aber die Zahl der Windows-PCs ist wahrscheinlich viel niedriger, selbst bei einem pandemiebedingten Wiederaufleben der PC-Verkäufe. Selbst wenn man diese Ungewissheit berücksichtigt, ist es klar, dass mindestens 100 Millionen PCs immer noch mit Windows 7 laufen, und diese Zahl könnte noch deutlich höher sein. Einige dieser Verweigerer bezahlen Microsoft für das Privileg, Sicherheitsupdates zu erhalten, obwohl es nicht klar ist, wie viele davon Teil des Extended Security Update-Programms sind. Und diese Kunden werden im Jahr 2021 noch mehr unter Druck stehen, ein Upgrade durchzuführen, da sich die Kosten für diese Updates verdoppeln werden.“ (zdnet.de)

Monday, December 16, 2019

Immer noch bei Windows 7? Microsoft empfiehlt dringend, dass Sie sich ein neues OS kaufen

Auch wenn Sie als Windows 7-Benutzer immer noch nicht gehört haben, dass Ihr geliebtes Betriebssystem im Sterben liegt, werden Sie bald nicht mehr darum herum kommen, die Realität zu akzeptieren: Windows-7-Nutzer, die nicht Domain-gebunden sind, werden schon bald wieder von Microsoft daran erinnert werden, dass das Betriebssystem von Microsoft ab Mitte Januar nicht mehr unterstützt wird. Microsoft hat diese Entscheidung wohl getroffen, weil weltweit immer noch fast 27 Prozent aller Windows-User mit Windows 7 unterwegs sind.

Diese Warnung hat Microsoft mit den letzten Patches bereits auf Ihren
Windows-7-PC geladen. Sie wird schon bald auf Ihrem Bildschirm auftauchen.
                                                                                             Screenshot YouTube
Microsoft informiert in einem Blog zum Thema End of Support für Windows 7 über die Kampagne, die widerspenstige User zum Upgrade auf Windows 10 bringen soll: Das Windows 7-Update dieses Monats macht es für Microsoft möglich, ganzseitige Anzeigen über den bevorstehenden Supportstopp für Windows 7 auf Ihren PC zu beamen. Microsoft betont allerdings, dass die Warnungen abgeschaltet werden könnten, schlägt aber auch vor, dass jeder, der noch Windows 7 verwendet, entweder eine Kopie von Windows 10 oder gar einen neuen PC kauft:
“Microsoft empfiehlt dringend, dass Sie vor Januar 2020 zu Windows 10 wechseln, damit Sie nicht auf Service und Support angewiesen sind, die später nicht mehr verfügbar sind.
Sie können Windows 7 weiterhin verwenden, aber nach Ablauf des Supports wird Ihr PC anfälliger für Sicherheitsrisiken und Viren. Windows wird weiterhin gestartet und ausgeführt, aber Sie erhalten keine Software-Updates und keine Sicherheitsupdates mehr von Microsoft."
Der immer noch massive Marktanteil von Windows 7 weist darauf hin, dass es viele Anwender gibt, die noch nicht so recht an Windows 10 glauben und solche, die Windows 10 ganz einfach nicht installieren möchten. Für diese gäbe es die (theoretische) Möglichkeit, auf Windows 8.1 zu aktualisieren - dann hätten sie wieder drei Jahre Ruhe.  Eine weitere Alternative ist Linux - auf beide Varianten hat hat Microsoft natürlich nicht hingewiesen.
Nach dem 14. Januar wird es also für Windows 7 keine Sicherheits-Updates und Patches mehr geben - ausser vielleicht im Extremfall.
Und so gibt es wohl keinen Zweifel: Wer jetzt noch mit Windows 7 arbeitet, wird über kurz oder lang nicht umhin kommen, auf Windows 10 umzustellen. Die Frage ist: Was passiert, wenn man den Wechsel hinauszögert? Es wird schwierig werden, Experten finden, die Sie ermuntern, sorglos mit Windows 7 weiter zu arbeiten. Falls Sie aber zögern, ist es sicher empfehlenswert, zumindest mit einem guten AV-System im Hintergrund dafür zu sorgen, dass das Risiko überschaubar bleibt. (+Eigentlich ist es ja überraschend, dass Norton  und Co. ihre Software nicht auf jene Millionen von Anwendern abstimmen, die lieber bei ihrem Windows 7 bleiben möchten.)
Windows 10 hat heute einen Marktanteil von 53 Prozent und wird, falls Sie sich nicht ganz von Microsoft verabschieden, früher oder später auch auf Ihrem Computer Einzug halten. Windows 7 wird deswegen aber nicht einfach verschwinden. Immerhin hat auch das Uralt-OS Windows XP heute immer noch einen messbaren Marktanteil von 2 Prozent!

Monday, January 14, 2019

Windows 7: In einem Jahr soll endgültig Schluss sein

Am 14. Januar 2020, also genau in einem Jahr, will Microsoft den Support für Windows 7 endgültig auslaufen lassen. Damit sollen die User dazu veranlasst werden, neuere Programmversionen oder sogar neue Computer anzuschaffen. Windows 7 ist allerdings so beliebt, dass - wie bei Windows XP - die Microsoft Rechnung nicht so einfach aufgehen könnte.

Funktioniert hervorragend und wird von sehr vielen Usern weiterhin geschätzt:
Und trotzdem will Microsoft das OS loswerden.                          Bild Microsoft
Microsoft macht gar keinen Hehl daraus: Man erhoffe sich, sagt Mark Linton, General Manager of Product Development bei Microsoft, gegenüber TechRadar, dass das Ende der Unterstützung von Windows 7 die Akzeptanz von Windows 10 erhöhe. Das wird wohl auch passieren. Denn Software-Firmen wie Microsoft gehören zu einer sehr privilegierten Gruppe von Herstellern, die ihre Kunden dazu zwingen können, ein altes durch ein neues Produkt zu ersetzen. Etwa so, wie wenn Ihr Fernseher eines Abends plötzlich eine Nachricht zeigen würde, die Sie dazu auffordert, ein neues Gerät zu kaufen, falls Sie damit auch in Zukunft weiter fernsehen wollen. Das Geschäftsmodell funktioniert - generell auch mit enthusiastischem Support verschiedener Medienpublikationen:
“Stichtag für das Ende der Sicherheits-Updates für Windows 7 ist der 14. Januar 2020. Bis dahin raten wir Ihnen zum Wechsel des Systems. Wer das nicht schafft, aus welchen Gründen auch immer, findet in diesem Artikel Tipps, wie man Windows 7 noch für eine kurze Übergangszeit weiter nutzen kann. Beachten Sie, dass Sie dafür mehr Zeit investieren müssen, etwa in Handarbeit mit den Anti-Exploit-Tool EMET. Doch Vorsicht, die Betonung liegt auf "kurz", denn für Hacker und Datendiebe wird es sicher ein Fest werden, nicht geschlossene Windows 7-Lücken auszunutzen. Die Strategie "Augen zu und durch" sollten Sie nicht zu lange fahren…“ (chip.de)
Bei der Kundschaft löst die Microsoft-Businessstrategie allerdings gemischtere Reaktionen aus - wie in den Kommentarspalten betreffender Medienberichte festzustellen ist. Ausserdem gibt es Anwender, die davon ausgehen, dass mit dem Support-Ende für Windows 7 der Windows-XP-Effekt Einzug halten wird:
“Aktuell liegt Windows 7 bei einem Marktanteil von 36,9 Prozent, zum Vergleich: Windows XP lag rund ein Jahr vor dem Supportende noch bei 38,7 Prozent. Damit hat Windows 7 übrigens gerade erst die Position als am meisten genutzte Windows-Version abgegeben. Was aktuell aber noch verschärfend hinzukommt: Während Windows XP zum damaligen Zeitpunkt hoffnungslos veraltet war und auch primär auf entsprechender Hardware zum Einsatz kam, sieht die Situation bei Windows 7 etwas anders aus. Viele Windows 7-User sind mit dem Betriebssystem hochzufrieden und wollen schlicht nicht auf eine neuere Version wechseln. Den direkten Nachfolger Windows 8 haben ohnehin die meisten ausgelassen, aber auch Windows 10 ist längst nicht bei allen populär. Viele Nutzer wollen sich nicht mit den dauernden Updates sowie der zunehmenden Datensammlung und Werbung durch Microsoft abfinden.“ (derstandard.at)
Immerhin: Microsoft bietet Unternehmen (und wohl auch eingefleischten Windows-7-Fans) die Möglichkeit, die Support-Fristen zu verlängern - gegen Bezahlung natürlich.

Tuesday, January 13, 2015

Der Anfang vom Ende für Windows 7

Eigentlich fühlt es sich an, als ob wir Windows 7 erst grad gekauft und installiert hätten. Aber das ist wohl eine Täuschung. Schliesslich stellt Microsoft wie geplant, ab heute keinen grundlegenden Support für dieses beliebte Betriebssystem mehr zur Verfügung.

Windows 7 soll noch fünf Jahre lang mit erweitertem Support versorgt
werden - obwohl schon Windows 10 vor der Türe steht.
User sollten sich darob allerdings keine allzu grossen Sorgen machen. Der erweiterte Support für Windows 7 wird nämlich noch bis 2015 zur Verfügung gestellt. Doch worin unterscheiden sich grundlegender und erweiterter Support? Microsoft definiert wie folgt:
“Grundlegender Support wird von Microsoft für mindestens 5 Jahre ab Markteinführung des Produkts oder für 2 Jahre nach der Veröffentlichung des Nachfolgeprodukts bereitgestellt, je nachdem, welcher der längere Zeitraum ist. Wenn Sie zum Beispiel eine neue Version von Windows erwerben und fünf Jahre später eine neue Version auf den Markt kommt, wird die frühere Version noch zwei Jahre lang unterstützt.Erweiterter Support wird von Microsoft entweder für mindestens 5 Jahre ab Markteinführung des Produkts oder für 2 Jahre nach der Veröffentlichung des zweiten Nachfolgeprodukts (zwei Versionen später) bereitgestellt, je nachdem, welcher der längere Zeitraum ist.“
Jetzt wissen wir immer noch nicht genau, wie sich die beiden Supportarten unterscheiden. Der Spiegel erklärt:
“Nicht mehr rechnen dürfen Windows-7-Nutzer mit neuen Funktionen für ihr Betriebssystem oder mit Updates, die nicht die Sicherheit des Systems betreffen. Wenn zum Beispiel künftig ein neues Programm Fehlermeldungen erzeugt, dürfte es zumindest von Microsoft selbst keine Aktualisierung mehr geben, die das Problem löst.Bei derzeit über 50 Prozent Marktanteil wird Windows 7 wohl noch länger das weitesten verbreitete PC-Betriebssystem bleiben - was auch bedeutet, dass man zum Beispiel online genug andere Nutzer findet, mit denen man sich über Probleme austauschen kann.“

Kein Grund zur Panik also: Windows 7 wird auch die nächsten Jahre noch durchaus sicher und benutzerfreundlich funktionieren – nicht wie Windows XP, dessen sicherer Betrieb nicht mehr gewährleistet ist.


Wednesday, March 26, 2014

Microsoft und das Ende von Windows XP

Das Ende des Microsoft-Supports für Windows XP ist deshalb ein Thema, weil XP immer noch weit verbreitet ist. Gemäss neusten Zahlen läuft das Betriebssystem, das vor 13 Jahren auf den Markt kam, immer noch auf den Geräten von rund 30 Prozent aller User. Die Zahl der XP-Benutzer wird nun wohl relativ schnell und stark abhnehmen, da ihnen von verschiedenster Seite dringend ans Herz gelegt wird, aus Sicherheitsgründen auf ein neues OS umzusteigen.

Eine Alternative für den Laptop: Chrome OS von Google.
Wir haben an dieser Stelle auch schon über das bevorstehende Ende des Supports für Windows XP geschrieben und auch über Alternativen wie Linux Ubuntu berichtet. Viele andereMedien haben das auch getan. So auch der Tagesanzeiger, der einen ausführlichenArtikel zum Thema publiziert hat. Darin wird auch auf die verschiedenen XP-Alternativen eingegangen, die den bisherigen Usern offenstehen. Neben Windows 7 und 8 oder Linux ist das auch Chrome OS von Google. Zitat:
“Wer einen Sorglos-Computer möchte, keine grossen Ansprüche und keine Datenschutzbedenken hat, ist mit einem Chromebook (ab 300  Franken) gut bedient. So heissen die Laptops mit dem Betriebssystem von Google. Der grösste Vorteil der Chromebooks ist es, dass sie die Einfachheit eines Smartphones mit den Vorzügen eines PCs verbinden. Wer sich an Windows XP gewöhnt hat, findet sich auch auf einem Chromebook schnell zurecht.
Man muss jedoch beachten, dass auf Chromebooks nur ausgewählte Programme laufen. Microsoft Office oder Skype gibt es beispielsweise nicht für Chrome OS. Für beide Fälle hat Google aber Gratisalternativen parat.“
Der Tagi hat auch einen Tipp für jene, die zwar bei Windows bleiben möchten - lieber aber auf Windows 8 verzichten würden:

“Wer in der Windows-Welt verhaftet ist und sich mit Windows 8 nicht an­freunden mag, kann sich vorerst mit Windows 7 behelfen – dieses System bleibt uns noch bis 2020 erhalten. Ansonsten lässt sich Windows 8.1 so konfigurieren, dass man selten bis nie mit der Kacheloberfläche in Berührung kommt (indem man die «Boot to Desktop»- Option einschaltet und die wichtigen Symbole an die Taskleiste pinnt). Wer das abgeschaffte Startmenü vermisst, kann es mit Utilities von Drittherstellern ersetzen – mit der Classic Shell oder mit Start 8 von Stardock.com.“


Monday, March 10, 2014

Windows XP: den Wölfen zum Frass vorgeworfen

Am 8. April ist endgültig Schluss mit der Windows XP-Unterstützung durch Microsoft. - obwohl noch Millionen von PCs damit betrieben werden und zwar durchaus nicht nur auf privater Ebene.  Allerorten wird davor gewarnt, Windows XP nach dem Stichtag weiter zu verwenden, dies sei schlicht zu gefährlich. Ob das tatsächlich so ist, darüber gehen die Meinungen allerdings auseinander.

Am 8. April ist Schluss mit dem Microsoft-Support für Windows XP.
Für Windows sollte das Ende des Supports für Windows XP eigentlich sehr lukrativ werden. Werden die XP-User nämlich sozusagen den Cyber-Wölfen zum Frass vorgeworfen, bleibt ihnen gar nichts anderes übrig, als auf ein moderneres OS umzusteigen, wenn sie sich nicht ohne Windows-Support den Gefahren des Internets aussetzen wollen.
Es sind nämlich Millionen von Anwender, die am 8. April ohne Support dastehen.  Aktuellen Zahlen zufolge ist Windows XP weltweit noch auf fast einem Drittel aller Computer installiert und schlägt damit Windows 8 ( 8.1), das gut zehn Prozent Nutzer hat,  um das Dreifache.  Zum Vergleich, Windows 7 ist im Moment das beliebteste MS-OS mit gegen 50 Prozent Nutzeranteil.
Was also tun, wenn der PC immer noch mit XP läuft? Da gehen die Meinungen der Experten auseinander. Zitat aus c’t magazin:
“Voraussagen dazu, wie sich die Sicherheitslage von XP ab April konkret entwickelt, sind etwa so zuverlässig wie solche für das Wetter zu Ostern. Die Zeiten, in der ein Original-XP, das ohne Router direkt am Internet hängt, binnen Sekunden infiziert war, sind allerdings längst vorbei. Im Service Pack 2 hat Microsoft in XP eine Firewall nachgerüstet, die das System vor derlei Angriffen zuverlässig schützt.
Schädlinge lauern Windows-Nutzern heute eher anderswo auf: Die Daten, die übers Internet hereinkommen, sprich E-Mail-Attachments und Web-Seiten sind die Hauptrisiken. Wer meint, dass er durch umsichtige Arbeitsweise und bewusste Auswahl besuchter Angebote ungefährdet bleibt, begibt sich auf einen morschen Holzweg. Selbst auf eigentlich vertrauenswürdigen Seiten im Netz kann Malware liegen, die den Rechner kapert. Mit jedem Monat ohne Sicherheitsupdates steigt die Chance, dass das passiert…“
Auch bei  PC-Tipp wird vor der weiteren Verwendung von Windows-XP gewarnt:
“Es war schon immer so, dass Virenscanner und Firewalls nicht 100% der Gefahren fernhalten. Virenscanner hinken den tatsächlichen Bedrohungen immer hinterher. Nehmen wir an, im Juli wird in XP eine Sicherheitslücke entdeckt, die Microsoft nicht mehr stopft. Es ist keine Kristallkugel erforderlich, um zu wissen, dass Cyberkriminelle sich für den Rest des Jahres mit Wonne auf jede Sicherheitslücke in Windows XP stürzen werden. Immerhin ist XP dann nach wie vor recht weitverbreitet - und von Microsoft im Stich gelassen. Und wenn eine Sicherheitslücke im Spiel ist, dann hilft unter Umständen auch das vorsichtigste Verhalten des Nutzers nichts. Da ist übrigens noch die Frage der Software, die Sie unter XP laufen haben: Ist da noch Office 2000 im Spiel? Sind andere Programme installiert, die auf anderen Plattformen erhebliche Updates erhalten haben? Auch Office & Co. sind vor Sicherheitslücken nicht gefeit.“
Es gibt aber auch Autoren, die nicht glauben, dass die weitere Nutzung von Windows XP für die Nutzer zur Katastrophe führt. Ip-insider.de gibt in einem ausführlichen Artikel Tipps dazu, wie XP weiterhin nutzbringend eingesetzt werden kann:
“Natürlich ist es unbedingt zu empfehlen das Betriebssystem und alle installierten Anwendungen bis zu diesem Datum auf den neusten Stand zu bringen. Sind die Rechner mit dem Internet verbunden, sollte ein aktueller und sicherer Browser eingesetzt werden, keinesfalls eine veraltete Version des Internet Explorers. Enorm wichtig ist ein guter Virenschutz für Rechner. Große Unternehmen wie Kaspersky haben abgekündigt, bis auf weiteres auch Windows XP zu unterstützen und mit Definitionsdateien für installierte Antivirenprogramme zu versorgen. Enorm wichtig für Unternehmen ist es, ein Archiv mit den vorhandenen Sicherheitspatches, Updates und Treibern anzulegen. Denn es ist zu erwarten, dass auf Dauer neue Computer nicht mehr mit Windows XP installiert werden können, weil die passenden Treiber fehlen. Für PCs auf denen Windows XP aber bereits installiert ist, sollten keine Probleme zu erwarten sein, wenn die Software und Patches alle im Unternehmen verfügbar sind.“

Wie gross die Gefahr einer Weiterbenutzung von Windows XP nach dem 8. April tatsächlich ist, können wir nur schwer beurteilen. Wer absolut keine Risiken eingehen will, muss
wohl auf ein neues OS wechseln. Wir werden im nächsten Blogeintrag auf verschiedene Vorgehensweisen und Alternativen eingehen.


Sunday, October 28, 2012

Windows 8: wieso eigentlich?

Für Microsoft macht Windows 8 durchaus Sinn: Endlich ein Betriebssystem, mit dem man in der Domäne der Tablets, die bis jetzt von den Anderen beherrscht wurde, auch mitreden kann. Gleichzeitig hat man auch noch das OS für die PCs rundum-erneuert. Doch wie sieht es für den Anwender aus? Macht Windows 8 da auch Sinn? Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Anwender skeptisch sind.

Windows 8 auf dem Microsoft Surface: Umgewöhnen und dazulernen
ist erforderlich.
Ich hab mir vor rund 8 Monaten ein brandneues PC-System angeschafft. Total leistungsfähig, schnell und bewährt. Es läuft mit Windows 7, einem Betriebssystem das eigentlich rundum gute Noten bekommen hat. Auch die restliche Software von Microsoft ist ziemlich neu: Office 2010 bringt gegenüber meiner vorherigen Version, Office 95, die noch auf XP lief, viele Vorteile.
Doch jetzt kommt Windows 8 – und alles soll ganz anders werden.
“Windows 8 ist dafür optimiert worden, auf berührungsempfindlichen Bildschirmen zu laufen. Dazu wurde der altbekannte Desktop in den Hintergrund geschickt und durch eine neue Startseite ersetzt, auf der große Kacheln Programme und Apps repräsentieren. Microsoft hat hier das von Windows Phone 8 bekannte Prinzip der Live Tiles übernommen, die Inhalte dynamisch aus dem Netz nachladen. So können auf einer Kachel beispielsweise Wetterinformationen, Börsenkurse oder die neuesten Tweets von Freunden angezeigt werden. Für den Umgang mit diesen Kacheln und Windows-8-Apps hat Microsoft ein ganz neues System von Fingergesten eingeführt. Weil die ganz anders sind als das System von Maus und Tastatur, nach dem ältere Windows-Versionen gesteuert wurden, legen viele Hardware-Hersteller ihren Touchscreen-Computern Merkblätter zur Gestensteuerung bei…“
Gestensteuerung? Brauch ich denn das?
Die Antwort des Handelsblattes fällt so aus, wie ich sie mir im Moment wünsche. Wer keine Zeit hat, sich mit dem neuen Windows vertieft einzulassen, soll noch die Finger davon lassen:
“Microsoft hat Windows so gründlich überarbeitet wie seit 1995 nicht mehr. Das neue Gesicht des Betriebssystems ist modern und schick. Doch selbst Computer-Kenner werden einige Zeit benötigen, um sich an die neue Bedienung zu gewöhnen. Zumal es noch nicht ohne die alte Windows-Welt geht und somit ein umständliches Hin- und Herschalten nicht zu vermeiden ist. Zusätzliche Verwirrung stiften die verschiedenen Versionen des Systems. Obwohl alle Windows im Namen tragen, laufen beispielsweise bestimmte Programme nicht auf der RT-Version für Tablet-Computer.Angesichts dieser Umstellungen ist gut möglich, dass gerade unerfahrene Anwender lieber gleich die Finger vom doppelten Windows lassen. Wer sich einen Rechner mit dem Betriebssystem zulegt, sollte sich unbedingt Zeit nehmen, um das neue System mit seinen Tricks kennen zu lernen. Es lohnt sich durchaus.”
Wie die meisten professionellen Anwender hab auch ich nicht stunden-, tage und wochenlang Zeit, mich an das neue System zu gewöhnen. Zumal Windows 7 ein hervorragendes OS ist.
Ich habe mir aber vorgenommen, den Einstieg schrittweise vorzunehmen. Meinen Laptop werde ich durch ein Windows 8 Tablet ersetzen. Daswird mir Gelegenheit geben, das neue Betriebssystem kennenzulernen. Und wenn dann mein Hauptsystem in ein paar Jahren ersetzt werden muss, werde ich Win 8 schon kennen.
Ich erhoffe mir vom neuen OS technischen Fortschritt, mehr Stabilität und Schnelligkeit. Wer das nicht braucht, könnte ja heute immer noch mit Windows XP arbeiten - wie das übrigens Millionen von Anwendern tatsächlich tun.