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Friday, January 13, 2023

Wo Hamburger von Robotern serviert werden

Steigende Arbeitskosten und die Inflation haben McDonalds Vorstoss in die Automatisierung beschleunigt. Die Fast-Food-Kette McDonald’s hat kürzlich in Forth Worth, Texas, ihr erstes Konzeptrestaurant vorgestellt, das ohne menschliche Interaktion auskommt. Sieht so die Zukunft der Fast-Food-Branche aus?

Kleiner, dafür automatisiert: Das Testrestaurant in Texas.          Bild Mc'Donald's

«So ein McDonald's-Restaurant hat es noch nie gegeben», schreibt McDonald’s in einer Mitteilung. Tatsache ist aber, dass Fast-Food-Restaurants schon seit Jahren Roboter testen. Es geht ganz einfach darum, Arbeitskosten zu sparen und die Qualität der Angebote zu steigern. Da die Kosten für die Robotik immer weiter sinken, können Unternehmen in diesem Bereich umfangreichere Investitionen tätigen. Die Schattenseite dieser Entwicklung: Experten gehen davon aus, dass diese Form der Automatisierung schon in den nächsten Jahren weltweit hunderttausende oder gar Millionen von schlecht qualifizierten und gering entlohnten Arbeitnehmern verdrängen wird.

In einer Pressemitteilung von McDonald’s wird beschrieben, was sich das Unternehmen vom automatisierten Restaurant verspricht:

 «Unsere Technologie sorgt für ein besseres Personal- und Kundenerlebnis. Es kommt eine Technologie zum Einsatz, die es dem Restaurantteam ermöglicht, die Bestellungen der Kunden bereits vorzubereiten, wenn diese sich in der Nähe des Restaurants befinden. Die verbesserte Technologie hilft auch dem Restaurantteam. Die App-Updates des Restaurants, das Förderband für Speisen und Getränke und das neue Küchenformat rationalisieren die Abläufe und sorgen für ein schnelles, nahtloses Erlebnis für Kunden und Mitarbeiter. Die Technologie in diesem Restaurant ermöglicht es uns nicht nur, unsere Kunden auf neue, innovative Weise zu bedienen, sie gibt unserem Restaurantteam auch die Möglichkeit, sich mehr auf die Schnelligkeit und Genauigkeit der Bestellungen zu konzentrieren, was das Erlebnis für alle angenehmer macht».

Ganz ohne Menschen geht es im Texanischen Testrestaurant dann aber doch nicht. Ein Sprecher von McDonald's erklärte gegenüber dem Guardian, dass das Testkonzept «nicht vollständig automatisiert» sei und betonte, dass das Restaurant ein Team beschäftige, das mit dem einer traditionellen Filiale vergleichbar sei.


Monday, June 7, 2021

KI kommt ins Hamburger-Restaurant

KI hält Einzug im Burger-Business: McDonalds rüstet zehn Filialen in Chicago mit Computern aus, die Bestellungen der Kunden entgegennehmen und in die Küche weiterreichen. Das System funktioniert noch nicht hundertprozentig, man darf aber davon ausgehen, dass sich der Trend zu KI und allgemeiner Automatisierung im Fastfood-Geschäft nicht verlangsamen, sondern beschleunigen wird.

Automatisierung scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.                           pixabay.com
Die Screens, auf denen die McDonald’s Kunden ihre Bestellungen eingeben können, sind schon länger im Einsatz – waren allerdings während der Covid-Pandemic nicht sehr populär. Berührungsbildschirme sind ja bekanntlich Virenschleudern, wenn sie nicht ständig geputzt werden. Beim neuen KI-Projekt von McDonalds in Chicaco geht es aber darum, dass die Computer die menschliche Sprache verstehen. Die KI kommt nämlich im Drive-thru zum Einsatz. Die Kunden bestellen also aus ihren Autos – und die Computer müssen die Bestellung verstehen. McDonald’s CEO Chris Kempczinski sagte an einer Konferenz, dass jene Restaurants, welche die Voice-Ordering-Technologie verwenden, eine Bestellgenauigkeit von etwa 85 Prozent erreichen. Nur etwa ein Fünftel der Bestellungen müsse an diesen Standorten von einem Menschen entgegengenommen werden. Bis die Technologie durchwegs implementiert sei, werde es etwa zwei Jahre dauern, sagte er. Es sei ein grosser Sprung von zehn Restaurants in Chicago zu 14‘000 Restaurants in den USA, mit einer unendlichen Anzahl von Aktionen, Menüänderungen, verschiedenen Dialekten  und anderen Unterschieden. Eine weitere Herausforderung besteht darin, die Restaurantangestellten daran zu gewöhnen, dass sie nicht vorschnell versuchen, der KI zu helfen.

McDonald's hat sich natürlich auch mit der Automatisierung der Küche befasst. Kempczinski hielt fest, dass dieser Schritt jetzt schon möglich - aber noch nicht rentable wäre:

"Die Höhe der Investitionen, die erforderlich wären, die Investitionskosten, wir sind nicht annähernd in der Lage, den Break-even aus der Sicht der Arbeitskosten zu erreichen, um dies zu einer guten Geschäftsentscheidung für Franchisenehmer zu machen“. (CNBC)

Monday, June 29, 2020

Automatisierung: Journalisten durch Software-Roboter ersetzt

Journalisten sind entbehrlich. Das haben tausende Mitglieder dieser Berufsgruppe seit dem Aufkommen des Internets schmerzlich erfahren. Doch auch für viele Journalisten, die heute noch einen Job haben,  ist die Zukunft alles andere als sicher: Die zunehmende Digitalisierung im News-Business führt dazu, dass deren Aufgaben vermehrt von Software-Robotern übernommen werden.

Das Geschäft mit den News wurde die Digitalisierung der Gesellschaft gewaltig
aufgemischt - und die Rewvolution hat erst begonnen.                    Bild Pixabay
Nun ist es also Microsoft mit seinem Medienunternehmen MSN, das dafür sorgt, dass wieder mal eine ganze Reihe von Mitarbeitern im Newsgeschäft auf der Strasse stehen. Sie werden schlicht nicht mehr gebraucht; ein Computer kann das auch, was sie bisher gemacht haben. Genau dieses Phänomen ist zufällig das Thema eines aktuellen Artikels in der Computerwoche unter dem Titel “Automatisierungsschub: Knowledge-Worker-Jobs in Gefahr“. Die CW basiert ihren Bericht auf einer Forrester-Studie, welche die Corona-Krise als Auslöser für eine solche Automatisierungswelle sieht, die Menschen durch Maschinen ersetzen werde.  Knowledge Worker mit eher einfachen Aufgaben soll es demnach besonders hart treffen. Im Falle von MSN ist es vorwiegend die Auswahl von News, die jetzt von Software übernommen werden soll, wie die Zeit berichtet:
“MSN gehört zu Microsoft, der Konzern beauftragte zuletzt externe Agenturen, Artikel zu kuratieren. Deren Redakteure und Redakteurinnen wählten Texte von Medienpartnern aus – für die deutschsprachige Plattform zum Beispiel Beiträge von ZEIT ONLINE, dem Spiegel oder auch der Gala –, texteten neue Überschriften, fügten Bilder ein. Nun sollen diese Verträge auslaufen…“
Betroffene gibt es weltweit – auch in Europa:
“Allein bei der wunder media production GmbH, einer digitalen Redaktionsagentur, verlieren laut einer Mitarbeiterin viele Kolleginnen und Kollegen zum Monatsende ihren Job. Die Agentur war bisher für das MSN-Newsportal in Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern zuständig. "Die Ankündigung kam für uns alle sehr überraschend. Erst seit einer Woche wissen wir, dass unsere Verträge nicht verlängert werden. Ab dem ersten Juli sind wir arbeitslos", sagte sie gegenüber ZEIT ONLINE. Auf Anfrage hat sich die Agentur bislang nicht zu den genauen Gründen und der Zahl der Mitarbeiter geäußert.“
Tatsächlich erledigt Software bereits viel ‘journalistische‘ Arbeit:
“ Mario Haim, Juniorprofessor für Datenjournalismus an der Universität Leipzig, versteht die Aufregung um Kuration durch Software nicht ganz: "Ähnliche Portale wie Google News, Apple News oder Yahoo News greifen schon lange auf automatisierte Programme zurück, die die Artikel für die jeweilige Plattformen kuratieren, aber da verlief die Umstellung offensichtlich diskreter als bei MSN." 
Den Kommentaren nach zu beurteilen, die  im Artikel der Zeit zu diesem Thema publiziert wurden, weinen viele Leser den betroffenen Schreibern keine Tränen nach. Ein Leser namens Hai kommentiert:
“Auch Journalisten nutzen vermehrt automatisierte Texte. Werden sie ersetzbar?" Das will ich doch stark hoffen! Eine KI wird vielleicht mehr Wert auf Fakten als auf Meinung und Moral legen…“

Wednesday, September 11, 2019

Die Roboter kommen - in den Einkaufsladen

Automatisierung und Roboterisierung sind nicht aufzuhalten, soviel ist klar. Weniger klar ist, welche Auswirkungen dieser Megatrend haben wird. Steigenden Renditen durch den Einsatz von Robotern steht die Befürchtung engegen, dass Millionen von Jobs verloren gehen könnten. Im Einzelhandel nimmt diese Automatisierung sehr schnell Form an: Und zwar geht es nicht nur um Selbstbedienungskassen, sondern auch um Roboter, die im Ladenlokal Personal ersetzen.
Gartner zum Beispiel sagt voraus, dass Millionen von Stellen durch den Einsatz von Robotern verloren gehen werden - der Marktforscher prognostiziert dadurch aber auch die Kreation von Millionen von (besseren) Arbeitsstellen.

Ein Roboter scannt die Waren im Regal in einer amerikani-
schen Walmart Filiale.                                     Bild Walmart
Bei Walmart, dem grössten Detailhändler der Welt, ist man auf jeden Fall davon überzeugt, dass es sich bei dieser Entwicklung um einen unaufhaltsamen Technolgietrend handelt. Deshalb plant das Unternehmen, Tausende von Robotern in fast 5‘000 seiner 11‘348 Filialen an Bord zu bringen. Laut CNN Business werden diese Roboter Böden schrubben, Kartons scannen, Lastwagen entladen und vor allem auch Lagerbestände im Ladenregal überwachen. Grundsätzlichen sollen die Maschinen schlechter qualifizierte Arbeitsplätze ersetzen, Hausmeisterfunktionen übernehmen und grundlegende Inventararbeiten durchführen. Das Ziel ist klar: Personalkosten sparen. Ein neuer Roboter-Entlader, der Kartons aus den Lieferwagen zieht und die Ware automatisch scannt und sortiert, wird  bereits an den Docks in Hunderten von Filialen eingesetzt. Dieser Roboter soll schon bald an mehr als 1‘100 Verkaufsstellen eingesetzt werden.
Walmart wird durch den grossangelegten Einsatz von Robotern, die sich zwischen den Regalen unter die Kunden mischen, zu einem Versuchslabor. Mensch und Maschine müssen aneinander vorbeikommen - wobei der Roboter dem Menschen immer Platz machen muss. Man darf davon ausgehen, dass die Roboter erst ganz am Anfang ihrer Entwicklung stehen - auch was ihre Kommunikationsfähigkeiten betrifft. Dass Ihr Einsatz finanziell Sinn macht, scheint für die Walmart-Manager ganz klar zu sein:
"Die Automatisierung bestimmter Aufgaben", so Walmart CEO, Doug McMillon auf CNN, "gibt den Mitarbeitern mehr Zeit, ihre Arbeit zu verrichten, die sie erfüllen, und mit den Kunden zu interagieren. Roboter sind eine Quelle für mehr Effizienz, mehr Umsatz und geringere Mitarbeiterfluktuation.“


Monday, April 23, 2018

Was ist der der Preis der Digitalisierung?

Innovationschub und Digitalisierung führen dazu, dass immer mehr Computer und Roboter Arbeiten übernehmen, die noch vor kurzem von Menschen erledigt worden sind. Trotzdem herrscht bei den meisten Arbeitnehmern keine Panik - vielleicht auch deshalb, weil diesbezüglich viel Optimismus verbreitet wird. Es gibt allerdings Industrieführer, die das Thema nicht ganz so unproblematisch sehen, wie viele andere.

Die erste industrielle Revolution führte zur vierten: Die digitale Revolution
bringt erneut grosse wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen.
                                                                       Illustration Wikimedia Commons
Bis in etwa 30 Jahren werde jeder zweite Arbeitnehmer durch Roboter ersetzt, und ganze Berufsgruppen könnten ganz auf Menschen verzichten, errechnete vor fünf Monaten eine globale McKinsey-Studie. Millionen von Beschäftigten müssten sich deshalb in den nächsten Jahren umschulen lassen, neue Fähigkeiten lernen und ihren Beruf wechseln, wenn sie beschäftigt bleiben wollen.
Das sind, wie die Amerikaner sagen, the bad News. The good News, gemäss McKinsey, ist die Tatsache, dass diese digitale Revolution keine Krise auslösen werde:
“Mit ausreichendem wirtschaftlichem Wachstum, Innovation und Investitionen können ausreichend neue Jobs geschaffen werden, um den Einfluss der Automatisierung zu kompensieren, auch wenn in fortgeschrittenen Ökonomien zusätzliche Investitionen benötigt werden, um das Risiko von Arbeitslosigkeit zu reduzieren."
Auch andere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen: “In der Summe“ werde die Digitalisierung bis zum Jahr 2035 zu keinem gravierenden Anstieg der Arbeitslosigkeit führen, da sich der Stellenabbau mit dem Aufbau neuer Jobs die Waage halten dürfte, gab zum Beispiel letzte Woche das  Bundesinstitut für Berufsbildung in Deutschland bekannt, und die Deutschlandchefin von Dell-EMC erklärt, dass es notwendig sei, auf allen Ebenen „disruptiv“ zu denken und auch eine generelle Neubewertung der Erwerbsarbeit vorzunehmen.
Alles palletti also?
Das sehen nicht alle so. In den Büros drohe der grosse Jobabbau, titelt die Welt und lässt sich nicht vom verbreiteten Optimismus beschwichtigen:
“Zwar werden auch künftig Mitarbeiter die Software-Roboter programmieren und überwachen, aber trotzdem können die Firmen künftig auf viele Sachbearbeiter oder kaufmännische Angestellte verzichten. „Die grosse Herausforderung wird sein, dass man künftig nur noch einen statt zehn Mitarbeitern braucht, um eine Funktion abzudecken“ […]. Die Frage, die mit dieser neuen Digitalisierungswelle auf Politik und die Gesellschaft zurollt, wird sein: Was machen künftig die anderen neun? Es geht dabei potenziell um Millionen Betroffene.“
Überhaupt zeigt die erst in ihren Anfängen steckende digitale Arbeitsmarktdiskussion, dass die Fronten nicht entlang den üblichen Linien verlaufen. Nachdem zum Beispiel Siemens Chef Joe Kaeser in einem Handelsblatt-Interview dargelegt hatte, dass sich der gesellschaftliche Wert eines Unternehmens nicht nur daran messen dürfe, wie viel Gewinn es erziele, sondern auch daran, wie viele Arbeitsplätze es bereitstelle, fühlte sich dasselbe Handelsblatt dazu bemüssigt, in einem Kommentar zu widersprechen:
“Arbeit ist kein Selbstzweck. In der Vergangenheit sind Jobverluste durch Rationalisierungswellen stets kompensiert worden, teils durch neue Arbeitsplätze in anderen Bereichen, teils durch kürzere Arbeitszeiten. Sollte der derzeitige Trend zur Digitalisierung tatsächlich erstmals so rasant verlaufen, dass es zu grösseren Anpassungsschwierigkeiten kommt, dann wäre am ehesten die Politik gefordert: Sie muss das deutsche Sozialsystem umbauen, damit nicht mehr ein Grossteil der Beiträge und Leistungen am Normarbeitsverhältnis hängt.“
Ob der gesellschaftliche Wert von Unternehmen in Zukunft nur an deren Effizienz gemessen wird, hängt wohl stark davon ab, ob die digitale Revolution die nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die Arbeitnehmer profitieren lässt - durch den Gewinn von mehr Freizeit, zum Beispiel. Wenn die Optimisten Recht behalten, wird genau das der Fall sein. Wenn nicht, wird sich wohl der Preis der Digitalisierung heraus kristallisieren.

Friday, December 4, 2015

Die Roboter kommen: Ist Ihr Beruf besonders gefährdet?

Die Aussichten für den Arbeitsmarkt durch die fortschreitende Computerisierung sehen nicht grossartig aus: Fast die Hälfte aller Beschäftigten muss damit rechnen, dass ihre Jobs mittelfristig durch Maschinen erledigt werden. Nach einer Analyse des Unternehmensberaters A.T. Kearney  sind in den nächsten 20 Jahren 318 und damit ein Viertel aller Jobprofile einem hohen Automatisierungsrisiko für die nächsten zwei Dekaden ausgesetzt. Der mögliche Effekt für den Arbeitsmarkt ist drastisch, weil in diesen Bereichen fast die Hälfte der Arbeitnehmer tätig ist.

Die Studie ist auf den deutschen Arbeitsmarkt ausgereichtet, aber auch für die Schweiz von Interesse. 45 Prozent aller Beschäftigten könnten gemäss der Analyse in den nächsten 20 Jahren von einer Automatisierung betroffen sein. Allerdings, so stellen die Verfasser der Studie in einer Mitteilung fest, entfällt auch ein Beruf mit hoher Automatisierungswahrscheinlichkeit nicht unbedingt vollständig.
Die Berechnungen von A.T. Kearney orientieren sich an Forschungsergebnissen der beiden Wissenschaftler Carl Benedikt Frey und Michael Osborne von der Oxford University, die 2013 anhand der zu erwartenden technologischen Entwicklung und heutiger beruflicher Tätigkeitsprofile die Wahrscheinlichkeit der Automatisierung von über 700 Berufen bestimmt haben. Berufe mit einer Automatisierungswahrscheinlichkeit von über 70 Prozent werden als gefährdet betrachtet.
Zu den zehn Berufen, die am meisten durch Automatisierung gefährdet sind (siehe nebenstehende Tabelle), gehören Büro- und Sekretariatstätigkeiten, Berufe in Verkauf und Gastronomie oder kaufmännischer und technischer Betriebswirtschaft. Auch Köche und Bankkaufleute sind bedroht.
Die Top zehn der nicht bedrohten Berufe betreffen vor allem Branchen, in denen Empathie oder emotionale Intelligenz gefordert sind -in der Pflege, Erziehung und Sozialarbeit oder auch bei Führungsaufgaben und in Forschung und Lehre. Nicht überraschend ist, dass auch viele MINT-Berufe  (in den Fachgebieten Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik) als Roboter-resistent gelten.

Zum Vergrössern bitte anklicken.                                        Quelle A.T. Kearney
"Es macht keinen Sinn, rasant wandelnden Jobprofilen nachzutrauern", sagt Volker Lang, verantwortlich für die Studie "Wie werden wir morgen leben?" und Partner bei A.T. Kearney. "Bei der Einführung der Eisenbahn hieß es, jetzt seien Kutscher und Droschkenfahrer bedroht. Doch tatsächlich haben technologische Innovationen und Strukturwandel bisher auch neue Jobs und Wohlstand mit sich gebracht. So wird auch die fortschreitende Automatisierung neue Optionen eröffnen, die zu neuen Tätigkeitsfeldern mit Wachstumspotential führen werden."