Showing posts with label whatsApp. Show all posts
Showing posts with label whatsApp. Show all posts

Monday, October 3, 2022

Facebook und Co. auf Schrumpfkurs?

Facebook, Instagram und WhatApp sind die wichtigsten Services die Meta anbietet. All diese Dienste haben einen enormen Bekanntheitsgrad und sind, seit sie kreiert wurden, ständig nur gewachsen. Doch nun läuft auch bei Meta nicht mehr alles so rund wie auch schon.

Gemäss verschiedenen amerikanischen
soll Meta-Boss Mark Zuckerberg seinen Mitarbeitern mitgeteilt haben, dass Meta seine Budgets kürzen werde. Sparen ist also angesagt, auch was das Personal betrifft. Meta plane einen Einstellungsstopp und es sei auch absehbar, dass in Anbetracht von Umsatzproblemen und zunehmendem Wettbewerb, die Mitarbeiterzahl reduziert werde. Das könnte dazu führen, dass das Unternehmen im Jahr 2023 möglicherweise kleiner sein wird als dieses Jahr.

Die Sparmassnahmen bei Meta sind wohl eine Folge des ersten vierteljährlichen Umsatzrückgangs von Meta, der im Juli dieses Jahres vermeldet wurde. Mark Zuckerberg machte die ungünstigen wirtschaftlichen Bedingungen für diese Massnahmen verantwortlich. Durch den momentanen Rückgang von Werbeeinnahmen wurde für Meta mit Facebook und Instagram eine wichtige Einnahmequelle gedrosselt. "Ich hatte gehofft, dass sich die Wirtschaft bis jetzt stabilisieren würde", sagte Zuckerberg Berichten zufolge. "Aber nach dem, was wir sehen, scheint das noch nicht der Fall zu sein, also wollen wir etwas konservativ planen." Allerdings ist es auch die zunehmende Konkurrenz durch andere Social-Media-Apps welche Metas Einnahmen schmälert, da jüngere Nutzer von Instagram zu dem immer beliebteren TikTok abwandern. Auch wer sich in den letzten Jahren auf Facebook bewegte, hat einen deutlichen Rückgang an Aktivitäten festgestellt. 

Meta beschäftigt in Europa rund 6’000 Mitarbeiter in Irland. Etwa die Hälfte sind auf Vertragsbasis beschäftigt, und viele seien Medienberichten zufolge von Entlassung bedroht.


Tuesday, August 23, 2022

Social Media beeinflussen viele Kaufentscheidungen

Die erwachsene Schweizer Bevölkerung verbringt fast eine Stunde pro Tag auf Social Media. WhatsApp, YouTube, Facebook und Instagram nehmen inzwischen eine sehr wichtige Rolle im Alltag ein. Das ergibt eine aktuelle Studie zum Thema «Social Commerce 2022». Die Untersuchung zeigt, dass 84 Prozent der befragten Bevölkerung bei den Marktführern Galaxus, Digitec und Zalando online einkauft. 24 Prozent der Befragten gaben an, dass YouTube ihnen dabei hilft, Kaufentscheide zu fällen.

Zum Vergrössern bitte anklicken.
 Die Studie der Hochschule für Wirtschaft der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW in Zusammenarbeit mit gfs-zürich hatte zum Ziel, die Nutzung von Social Media und die Verschmelzung dieser Medien mit E-Commerce zu Social Commerce, zu verstehen und zu quantifizieren. Die Ergebnisse:

WhatsApp, YouTube, Facebook und Instagram sind die am häufigsten genutzten Social-Media-Plattformen bei der befragten Schweizer Bevölkerung. Frauen und Männer unterscheiden sich in ihrem Verhalten auf Social Media: Frauen nutzen häufiger WhatsApp, Facebook und Instagram, Männer nutzen häufiger YouTube, LinkedIn und Telegram.

TikTok, YouTube, Pinterest, Xing und Twitter werden mehrheitlich passiv genutzt, das heisst Beiträge werden nur gelesen oder angeschaut. Gemäss Selbsteinschätzung verbringen die Befragten 1,7 Stunden täglich am Handy, davon rund die Hälfte auf Social Media.

Auch E-Commerce ist längst in der breiten Bevölkerung angekommen: 84 Prozent der Befragten kaufen online ein, 14 Prozent davon einmal oder mehrmals wöchentlich. Je höher das monatliche Haushaltseinkommen, desto häufiger wird online eingekauft. Am häufigsten werden Modeartikel wie Kleidung, Schuhe oder Schmuck gekauft, gefolgt von technischen Produkten sowie Musik und Büchern. Galaxus, Digitec und Zalando sind die drei am häufigsten genutzten Onlineshops.
24 Prozent der Befragten gaben an, dass YouTube ihnen dabei helfe, Kaufentscheide zu fällen. Auch 
Facebook, Instagram und Pinterest wurden als Hilfe für Kaufentscheidungen genannt, wenn auch in weit geringerem Mass.

Übrigens: 64 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass gar keine Social-Media-Plattform zu ihren Kaufentscheidungen beiträgt
.

Saturday, February 26, 2022

Test: Welches ist die beste Messenger-App?

WhatsApp ist ein Messenger-Favorit für sehr viele User. Man ist sich daran gewöhnt, und die App funktioniert meistens so, wie sie sollte. Ein umfassender Test der Stiftung Warentest ergab jetzt aber, dass WhatsApp trotz grosser Beliebtheit nicht am besten abschneidet. Datenschutz ist nicht nur bei WhatsApp, sondern generell ein schwacher Punkt, wenn es um Messenger-Apps  geht: Von den 16 getesteten Apps weisen 15 essenzielle Mängel in der Datenschutzerklärung auf. Wire bildet hier die löbliche Ausnahme. Die Stiftung Warentest empfiehlt Signal als Alternative zum Marktführer WhatsApp, denn sie sei funktional besser und technisch vielseitiger.

Von Warentest als Alternative zu WhatsApp empfohlen: Die Messenger-App Signal.
Screengrab signal.org

Alle Messenger-Dienste wurden sowohl für Android als auch für iOS geprüft, sofern sie für beide Systeme angeboten werden. Acht Apps konnten mit voreingestellter End-to-End-Verschlüsselung punkten. Bei anderen der grösstenteils kostenlosen Apps muss die Verschlüsselung zuerst aktiviert werden. In einigen Fällen landen die Chats unverschlüsselt auf den Servern der Anbieter.

 Das Testteam prüfte auch die Bandbreite der Funktionen, die Bedienungsfreundlichkeit der Apps und wie sparsam sie mit Nutzerdaten umgehen. Bei der Kernfunktion Nachrichten überzeugten fast alle Dienste. Wenn es ums Telefonieren bei schlechtem Empfang ging, überzeugte allerdings nur WhatsApp. Weitere Unterschiede offenbarten sich bei Gruppen-Funktionen, dem Anhängen von Dateien, der Durchsuchbarkeit von Chats und der Emoji-Suche. Kein Qualitätsurteil vergab die Stiftung für Telegram, da der Dienst inzwischen kein reiner Messenger mehr ist, sondern laut Bundesjustizministerium auch ein soziales Netzwerk. Gruppen können dort bis zu 200‘000 Mitglieder haben. Daraus ergeben sich rechtliche Pflichten, deren Erfüllung im Rahmen des Tests nicht geprüft werden konnte. Telegram steht ausserdem in der Kritik, weil auch gemeldete strafbare Inhalte dort oft nicht gelöscht werden.

 
Falls Sie daran interessiert sind, eine neue Messenger-App auszubropieren: Der Test findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/messenger abrufbar.

Monday, January 25, 2021

Von WhatsApp zu Telegram: Vom Regen in die Traufe

Es waren hauptsächlich zwei Ereignisse, die während der letzten Wochen zu Unruhe unter Social-Media-Nutzern geführt haben: Die Ankündigung neuer Geschäftsbedingungen für WhatsApp-User führte zu Befürchtungen, dass Facebook bei Zustimmung direkt auf die Daten der WhatsApp-User zugreifen könne. Und in den USA führten die Massnahmen verschiedener Social-Media-Plattformen gegen Donald Trump dazu, dass sich viele seiner Anhänger eine neue Social-Media-Heimat suchen. 

     
     Von WhatsApp zu Telegram: aus der Datenschutzperspektive
       wahrscheinlich kein weiser Umzug.                Logo Telegram

Tatsächlich führten diese Ereignisse zu Verschiebungen bei den Social-Media-Nutzern. Die Google-Alternative DuckDuckGo verzeichnete mehr als 100 Millionen tägliche Suchanfragen. Diese Zahl ist allerdings im Vergleich zu Google nicht beeindruckend: Google verzeichnet fünf Milliarden Suchanfragen pro Tag. Ähnlich hoffnungslos sieht es für Facebook-Konkurrenten aus:MeWe hat ganze 15.5 Millionen Mitglieder, was im Vergleich zu den Milliarden von Facebook-Nutzern schlicht nicht ins Gewicht fällt. Die App-Analyse der Firma Sensor Tower verzeichnete gemäss Medienberichten immerhin ein Wachstum der WhatsApp-Konkurrenz:

“Die Downloads von WhatsApp fielen zwischen dem 5. und 12. Januar im Vergleich zur Vorwoche um mehr als 2 Millionen auf 10,6 Millionen. Im Vergleich dazu sah Signal 17,8 Millionen Downloads, während Telegram 15,7 Millionen verzeichnete..."

Die beiden WhatsApp-Alternativen geben an, dass sie Millionen von neuen Usern hätten – im Falle von Telegram habe man 500 Millionen Benutzer erreicht.

Doch ist der Abschied von WhatsApp aus Datenschutzgründen eine gute Sache? Matthias Schwarzer von RND.de ist nicht überzeugt. Denn der beliebteste Zufluchtsort nach dem aktuellen Whatsapp-Boykott scheine nicht die sichere Schweizer Alternative Threema zu sein, oder das von Elon Musk beworbene US-Pendant Signal – sondern ausgerechnet Telegram. Dabei sei nicht einmal der Standort des Unternehmens bekannt:

“Das Entwicklungsteam befindet sich nach eigenen Angaben in Dubai, bei den Gründern handelt es sich um zwei russische Entwickler. Wo genau die Server stehen, ist weitestgehend unklar. Zudem gilt Telegram laut Recherchen des Portals „heise.de“ aus dem November 2020 als Datenschutz-Albtraum.“

Wieso ist denn Telegram trotzdem die bevorzugte WhatsApp-Alternative? Matthias Schwarzer hat eine Antwort: 

“Weil der Datenschutz am Ende augenscheinlich doch eine deutlich geringere Rolle spielt als die tatsächliche Verbreitung des Dienstes. Wer garantiert jemanden per Videochat erreichen will, der setzt – trotz Sicherheitslücken – auf Zoom. Wer garantiert jemanden per Chat erreichen will, nutzt Whatsapp – oder jetzt eben Telegram. […] Dienste wie Threema und Signal dürften zwar in der Techblase boomen – in der Welt von Arbeitskollegen, Nachbarn, Schul- und Kindergartengruppen dürfte jetzt jedoch ausgerechnet ein Messenger zur Alternative herangezogen werden, der die geringste Sicherheit überhaupt bietet. Nämlich Telegram.“


Friday, January 8, 2021

WhatsApp wird mehr Daten mit Facebook teilen – aber nicht in Europa

Gratis um die ganze Welt telefonieren, Texte und Bilder verschicken, chatten: Das alles macht WhatsApp möglich, ohne dass dafür Geld bezahlt werden muss. Kein Wunder dass die Anwendung an der Spitze der App-Hitparade steht. Doch jetzt verlangt WhatsApp von vielen Usern die Zustimmung, deren Daten mit Facebook zu teilen. Das sorgt für Wirbel. Aber zumindest in Europa können WhatsApp-User die neuen Geschäftsbedingungen annehmen, ohne der Datenteilung zuzustimmen.

WhatsApp: bei Millionen von Usern
ganz vorne auf dem Handy. Bild PfW
Mehr als 100 Milliarden Nachrichten werden täglich per WhatsApp verschickt. Die Chat-App hat mehr als zwei Milliarden monatlich aktive User. Dieser Tage haben diese Anwender in ihrer App die Nachricht bekommen, dass sich die Geschäftsbedingungen geändert hätten – mit der Bitte um Zustimmung. Der Knackpunkt, gemäss unzähliger Medienberichte: Die Änderung beinhaltet den Datenfluss zu Facebook, und wer dem nicht zustimmt wird ab dem 8. Februar ausgesperrt. Die Aufregung war gross – und zumindest in Europa nicht wirklich notwendig. Denn das Update der Geschäftsbedingungen ändert in jenen Ländern, die von WhatsApp aus Irland bedient werden, nichts an den Datentausch-Praktiken mit Facebook, wie das Unternehmen bekanntgab:

"Es gibt keine Änderungen an den Praktiken der Datenweitergabe von WhatsApp in der europäischen Region, die sich aus den aktualisierten Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien ergeben. Um jeden Zweifel auszuschliessen; es gilt nach wie vor, dass WhatsApp keine WhatsApp-Nutzerdaten aus der europäischen Region mit Facebook teilt, damit Facebook diese Daten zur Verbesserung seiner Produkte oder Werbung nutzen kann."

Doch woher kam die ganze Aufregung? Sie scheint daher zu rühren, dass die Welt in zwei separaten WhatsApp-Regionen aufgeteilt ist. WhatsApp Ireland Limited deckt Länder und Territorien innerhalb der europäischen Region ab, einschliesslich der Länder der Europäischen Union und der Schweiz. Auch das Vereinigte Königreich ist unter den Gebieten aufgeführt, die von diesem Zweig von WhatsApp betreut werden. Die Änderung der Datenschutzrichtlinie gilt zwar weltweit, nicht jedoch für Nutzer in dieser Europäischen Region.
Der Grund für diese Spezialbehandlung scheint offensichtlich zu sein: Die Wettbewerbshüter der EU-Kommission haben Facebook den Datenaustausch bereits beim Kauf von WhatsApp untersagt.

Die Liste der Europäischen Länder, die  gemäss jetzigem Stand trotz Update der Geschäftsbedingungen ihre WhatsApp-Daten nicht mit Facebook teilen müssen, ist hier zu finden.

Friday, August 14, 2020

Chatten mit dem Dealer: Waffen, Drogen und gehackte Accounts

Es gibt sie schon seit sieben Jahre, aber jetzt wird die WhatsApp-Alternative Telegram immer öfter im Zusammenhang mit dem Handel von illegalen Materialien, wie Waffen, Drogen oder gehackten Accounts genannt. Die Betreiber scheint das nicht zu stören, die Händler scheinen sich auf der Chat-App sehr sicher zu fühlen, die Kunden sind zahlreich, und die Behörden scheinen überfordert.

Das Logo der Messaging-App Telegram.
Im Vergleich zu Telegram ist das Darknet doch sehr umständlich; sogar ein spezieller Browser (Tor) muss installiert werden, um überhaupt rein zu kommen. Bei Telegram ist das einfacher: Die App erfordert keine speziellen Massnahmen, um sie illegal zu nutzen. Ausserdem ist das Unternehmen, das in Russland gegründet wurde, sehr verschwiegen und niemand weiss, wo es seine Server betreibt. Auskünfte an Medien und Untersuchungsbehörden werden meistens nicht beantwortet. Zudem gibt es technische Besonderheiten, die für Kriminelle attraktiv sind:
“Der Kontakt zwischen Kunden und Dealern läuft anonym ab. Im Gegensatz zu WhatsApp sehen fremde Nutzer nicht die Telefonnummer des anderen. Die Fotos von den angebotenen Drogen speichert Telegram auf seinen Servern, und wo die stehen, weiß nur Telegram. Das ist praktisch für Dealer, denn sie müssen für das Marketing ihrer Produkte nicht erst ihren eigenen Webshop aufsetzen, dessen Server-Standort sie verraten könnte – oder eine versteckte Darknet-Website programmieren.“ (vice.com)
Gemäss der britischen Zeitung Independent sind die illegalen User durchaus erfinderisch, um ihr Geschäft zu optimieren. Kontakte knüpfen sie zum Beispiel auch mit Graffiti an:
“Dark-Web-Drogenhändler wenden sich populären Apps zu, um mit ihren Produkten zu hausieren, wobei sie oft Straßen-Graffiti verwenden, um ihre Konten bei Kunden zu bewerben und automatisierte Bots, um mit ihnen zu kommunizieren.“
heise.de berichtet ausführlich über den Schwarzmarkt per Telegram App und hält fest, wie einfach es sei, dort Onlineshopping zu betreiben:
“Dafür reicht es, in Telegram die globale Suchfunktion zu bemühen und die gewünschte Ware einzutippen. Dort listet die App nicht nur einzelne Anbieter, sondern ganze Gruppen und Kanäle, in denen Händler illegale Waren aller Art präsentieren. Bei unseren Recherchen dauerte es nur Minuten, bis wir auf Anbieter stießen, die harte Drogen wie Heroin, Kokain oder Crystal Meth verkaufen. Auch mit anderen Suchbegriffen wurden wir fündig und bekamen scharfe Waffen und gefälschte Meisterbriefe präsentiert. Die technische Hürde ist bei Telegram so niedrig, dass selbst wenig versierte Nutzer diese Gruppen finden und daran teilnehmen können. Für die Nutzung des Messengers reicht ein Smartphone, das zur Registrierung einmalig eine SMS empfangen kann…“
Das Bundeskriminalamt (BKA) überwache Telegram, schreibt heise.de, das sei bekannt. Anderenorts scheint man bei den Strafverfolgungsbehörden nicht sehr besorgt über die Aktivitäten zu sein. Es sei bekannt, „dass die Chat-Plattform Telegram vereinzelt für strafrechtlich relevante Sachverhalte genutzt“ werde. Zu konkreten aktuellen Vorgängen auf der Plattform lägen aber keine Erkenntnisse vor, teilte das Bayerische Landeskriminalamt auf Anfrage der heise-Journalisten mit.
Gemäss neusten Zahlen hat Telegram gegenwärtig rund 400 Millionen tägliche Nutzer. Im Google Play Store haben bis heute fast sechs Millionen User die App bewertet - im Durchschnitt mit 4,5 Sternen.

Thursday, June 18, 2020

Twitter bringt Voice-Tweets

Twitter macht es ab sofort möglich, nicht mehr nur Nachrichten mit 280 Zeichen zu versenden, sondern neu auch 140 Sekunden Audio. Wie sich das auf das jetzt schon oft sehr giftige Twitter-Klima auswirken wird, ist schwer vorauszusagen.

Ab sofort können bestimmte User Voice Tweets versenden.
                                                                                               Screengrab Twitter
Vor allem in der amerikanischen Politik ist Twitter ein vielgenutztes Sprachrohr für Politiker (Donald Trump ist das bekannteste Beispiel) und auch ein sehr geeignetes Instrument, um namentlich und vor allem anonym die Atmosphäre zu vergiften. Für Journalisten ist Twitter ein Geschenk vom Himmel, weil im unendlichen Twitter-Raum immer irgendjemand etwas rauslässt, das die eigene Storyline unterstützt.
Dass Twitter jetzt Audio-Tweets zulässt, kommt einerseits überraschend, andererseits haben andere Social Media dasselbe schon länger möglich gemacht. Sprachnachrichten zu verschicken, auch in Gruppen, ist zum Beispiel mit WhatsApp schon eine Weile möglich, wird allerdings nicht von allen Nutzern geschätzt.
Twitter hat als Unternehmen jetzt schon Mühe, die Zensurbegehren jener Nutzer zu befriedigen, welche die Plattform vor allem als Verstärker ihrer Ideologien und Zensur als Waffe sehen. Wenn es um gesprochene Nachrichten geht, wird es wohl nicht einfacher werden, die Inhalte zu kontrollieren.
Vorläufig sind es denn auch noch nicht alle Nutzer, die in den Genuss des neuen Features kommen. In einem Blog-Beitrag kündigte Twitter an, dass das Erstellen von Sprach-Tweets vorerst nur einer begrenzten Gruppe von iOS-Nutzern zur Verfügung stehen werde. In den kommenden Wochen sollten dann alle Twitter-Nutzer mit einem iPhone in der Lage sein, mit
ihrer Stimme zu twittern.
Manchmal reichten 280 Zeichen nicht aus, und Nuancen der Konversation zu übermitteln, heisst es in der Twitter-Mitteilung. Deshalb teste man die neue Funktion, die der Art und Weise, wie Twitter genutzt werde, eine menschlichere Note verleihe. Das Twittern via Sprache unterscheide sich nicht allzu sehr vom Twittern mit Text, heisst es:
“Um zu beginnen, starten Sie einen Tweet und tippen Sie auf das neue Symbol mit den Wellenlängen. Unten sehen Sie Ihr Profilfoto mit der Aufnahme-Schaltfläche - tippen Sie darauf, um Ihre Stimme aufzunehmen.“
Man hoffe bei Twitter, dass Voice Tweeting den Usern die Möglichkeit gebe, Ihre Sichtweise schnell und einfach mit Ihrer Stimme zu teilen. Man sei gespannt, wie die Menschen dies nutzen würden, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen und "die öffentliche Diskussion zu bereichern".

Saturday, February 15, 2020

Das WhatsApp Erfolgsrezept: keine Werbung und Verschlüsselung

WhatsApp hat heute weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzer, wie das Unternehmen bekanntgab. 2016 waren es noch eine Milliarde Nutzer gewesen, zwei Jahre später anderthalb Milliarden. Nur Facebook ist erfolgreicher. Zum Vergleich: Facebook hat 2,5 Milliarden registrierte Nutzer, Instagram hatte 2018 eine Milliarde.

WhatsApp hat mehr als zwei Milliarden
Nutzer und wächst weiter.  Bild Pixabay
WhatsApp ist quasi die Verkörperung der Kommunikation im fortgeschrittenen digitalen Zeitalter. Die App ist nämlich total gratis und ermöglicht nicht nur das Versenden von verschlüsselten Nachrichten, sondern auch das weltweite kostenfreie Telefonieren, gewöhnlich in ausgezeichneter Qualität. Eher untypisch für moderne Medien im Internet, belästigt WhatsApp die Nutzer nicht mit Werbung. Diese Tatsache, sowie die Verschlüsselung der Nachrichten tragen viel zum Erfolg der Messaging App bei. Die Verschlüsselung der Nachrichten wird weltweit allerdings von immer mehr Regierungen und Strafverfolgungsbehörden kritisiert - bis anhin allerdings erfolglos. Die Behörden argumentieren, dass die WhatsApp-Verschlüsselung zu illegalen Aktivitäten beitrage. Das ist zweifellos wahr. Aber WhatsApp hat gute Gegenargumente: CEO Will Cathcart sagt, dass das Unternehmen in keiner Weise plant, die Verschlüsselung auf seinem Dienst abzuschaffen.  
"In der gesamten Menschheitsgeschichte konnten die Menschen schon immer privat miteinander kommunizieren, und wir glauben nicht, dass dies in einer modernen Gesellschaft nicht möglich sein soll",
 sagte er dem Wall Street Journal.  Er fügte jedoch hinzu, dass WhatsApp den Behörden Metadaten zur Verfügung stelle, wenn diese für eine Untersuchung hilfreich sei.
WhatsApp hat im Moment eigentlich nur ein, wenn auch ein wichtiges Problem: Wie kann das Unternehmen selbständig Geld verdienen?
“Facebook steckt nun selbst in einem Dilemma. Natürlich weiß man auch in Menlo Park, dem Hauptsitz des Unternehmens: Der Erfolg von Whatsapp beruht darauf, dass es sehr einfach zu nutzen und werbefrei ist. Nur so hat es Whatsapp in der Welt des Internets ganz nach oben geschafft. Eine Welt, in der gilt: Der Gewinner bekommt alles. Zumindest fast. Aber die Tendenz ist schon eindeutig. Wer nicht bei Whatsapp ist, ist von vielem ausgeschlossen… […] Noch unter seinen Gründern hatte das Whatsapp-Team einiges versucht, um wenigstens einen Teil der 22 Milliarden, die Facebook ausgegeben hatte, wieder hereinzuspielen - eine Forderung, mit der Facebook die beiden Gründer mehr und mehr nervte. Doch ein Geschäftsmodell, das mit dem von Facebook vergleichbar wäre, war nicht dabei.“ (sueddeutsche.de)
So gesehen ist der Erfolg von WhatsApp nicht mehr ganz so bewundernswert. Es gibt sicher zahlreiche andere Produkte, die, sofern sie nützlich genug sind, an der Spitze der Konsumentenhitparade landen würden, wenn sie vollkommen gratis wären…



Sunday, January 5, 2020

Ist Ihr Smartphone zu alt für WhatsApp?

Falls WhatsApp auf Ihrem Smartphone seit dem Einzug des neuen Jahres plötzlich nicht mehr läuft, hat das womöglich einen ganz einfachen Grund: Ihr Smartphone gehört in eine Kategorie, dessen Betriebssystem nicht mehr von WhatsApp unterstützt wird.

When WhatsApp nicht mehr unterstützt wird, ist es vielleicht Zeit ein neues
Smartphone anzuschaffen.                                                    Logo: WhatsApp
WhatsApp läuft auf unzähligen Betriebssystemen, aber für Windows-Phone will nicht einmal mehr die beliebteste Messaging-App Ressourcen aufwenden. Deshalb hat WhatsApp den Stecker gezogen: Unterstützung für ältere Versionen von Android und iOS sowie das selten genutzte Windows Phone OS wird eingestellt.
Gemäss WhatsApp-Website werden die folgenden Geräte weiter unterstützt:
- iPhone mit iOS 9+
- Android mit OS 4.0.3+
- Smartphones mit KaiOS 2.5.1+, einschliesslich JioPhone und JioPhone 2. 
Wenn Sie Ihr WhatsApp-Account auf ein neues Gerät übertragen wollen (oder müssen), können Sie Ihren Chat-Verlauf nicht zwischen den Plattformen übertragen. Sie können Ihren Chat-Verlauf jedoch als E-Mail-Anhang exportieren.
Der Rückzug von WhatsApp von alten Betriebssystemen erfolgt zu einer Zeit, in der viele User ihr Smartphone länger behalten, als noch vor wenigen Jahren:
“Während die treuesten Fans jedes Jahr zum neuesten Modell greifen, hat die grosse Mehrheit viele Jahre lang im Zwei-Jahres-Rhythmus ein neues iPhone gekauft. Das lag auch an den stark vergünstigten Konditionen, mit denen die Mobilfunkanbieter bei einer Vertragsverlängerung die neuesten Modelle angeboten haben. Doch inzwischen müssen die Kunden deutlich tiefer als bisher in die Tasche greifen. So beträgt beispielsweise bei der High-End-Variante des iPhones XS Max der subventionierte Preis immer noch über 1.000 Euro. Zudem sind die älteren Modelle langlebig und vergleichsweise immer noch Top-Smartphones mit leistungsfähiger Technik. Aus diesen Gründen erneuern iPhone-Besitzer ihr Gerät immer seltener. Zuletzt soll sich der Zyklus auf drei Jahre ausgedehnt haben. Toni Sacconaghi, Wirtschafts-Analyst der Investmentbank Bernstein, ist laut „Business Insider“ der Auffassung, dass die Kunden ihr iPhone inzwischen nun sogar vier Jahre lang behalten, bevor sie es austauschen. Und vielleicht trägt auch das Batterietauschprogramm von Apple dazu bei, dass die Lebensdauer von iPhones beim Kunden verlängert wird.“ (focus.de)
Zahlen des Marktforschungsunternehmens Gartner weisen auf einen starken Rückgang der Smartphone-Verkäufe im Jahr 2019 hin, die von 1,81 Milliarden im Jahr 2018 um 3,2 Prozent auf 1,74 Milliarden zurückgingen, da viele User nach Abschluss eines Zwei-Jahres-Standardvertrags grosse Zurückhaltung bei der Aufrüstung zeigen.

Monday, July 30, 2018

Facebook Börsenverluste: 120 Milliarden mehr oder weniger...

Lange sah es so aus, als ob das Facebook-Geschäft unverletzlich wäre. Die Aktien stiegen in schwindelerregende Höhen, und die Anleger liessen sich auch von Datenschutz-Skandalen, parlamentarischen Anhörungen und Zuckerbergschen Schönredereien nicht aus der Ruhe bringen. Das änderte sich allerdings mit einem Knall am letzten Donnerstag. Da verlor Facebook in kurzer Zeit 121 Milliarden Dollar an Wert.

Facebook: Absturz um rund 20 Prozent.
                                                                                             Screengrab Google
Der gewaltige Absturz an der Börse geschah nicht etwa, weil wieder ein Facebook-Datenskandal aufgedeckt worden war, oder weil Facebook Chef Zuckerberg mit seinem Hoodie an einem Ort aufgetreten war, wo er besser einen Anzug getragen hätte. Nein: Die Anleger waren unzufrieden darüber, dass das Unternehmen nur   ein Wachstum von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vermelden konnte; der Gewinn nahm nur um 31 Prozent zu. Zitat aus demSpiegel:
“Gemessen an normalen Unternehmen sind das sehr gute Ergebnisse. Gemessen an den astronomischen Erwartungen der Investoren an Facebook nicht. Als die Telefonkonferenz begann, war Facebooks Aktie bereits zehn Prozent im Minus. Die Analysten wollten Erklärungen für das aus ihrer Sicht nicht ausreichende Wachstum. Was die Konzernchefs dann erzählten, besänftigte die Investoren keineswegs. Es provozierte nur noch weitere Aktienverkäufe. Der Kursrutsch wurde zum Kurscrash.“
Je nachdem, wie man zu Facebook steht, löste der Absturz Schadenfreude oder Schrecken aus. Zahlreiche Analysten finden allerdings, das Ganze sei nicht so schlimm - nach dem Motto: was sind schon 120 Milliarden… Auch bei der Süddeutschen Zeitung ist man der Meinung, Facebook stehe immer noch ausgezeichnet da:
“Der Facebook-Konzern hat die Zeit, sich in Ruhe neu aufzustellen. Konkurrenz hat er keine mehr - die beiden anderen global führenden Kommunikations-Apps gehören ja zum eigenen Laden. Der Gigant sieht also auf den ersten Blick so aus, als würde er wanken, aber in Wahrheit verlagert er nur das Gewicht von einem Bein aufs andere. Für Nutzer von Instagram und Whatsapp bedeutet das, dass sie stärker mit Werbung konfrontiert werden. Bislang ist Facebook dort eher zurückhaltend. Die Whatsapp-Gründer, die Facebook beim Kauf der App übernahm, sind schon von Bord gegangen. Facebooks Strategie passt offensichtlich nicht zu ihren Vorstellungen - Datenschutz auf hohem Niveau und keine zielgerichtete, also überwachende Werbung. Nun hat Zuckerberg freie Hand.“ 
 Tatsächlich ist es ja nicht das erste Mal, dass die Facebook-Aktie für grosse Unruhe sorgt. Dafür waren die Gewinne später umso grösser. Dass sich die Zeiten geändert haben, zeigt allerdings eine Kampagne der britischen Royal Society for Public Health: Die Gesundheitsorganisation empfiehlt den Briten, nicht nur weniger Social Media zu nutzen, sondern einen Monat ganz darauf zu verzichten und sich in der richtigen Welt zu resozialisieren. Es darf allerdings daran bezweifelt werden, ob der Ratschlag befolgt werden wird.

Monday, June 26, 2017

Stirbt das Festnetztelefon?

Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass Sie zuhause immer mehr lästige Telefonate von Verkäufern oder Marktforschungsunternehmen auf ihrem Festnetztelefon erhalten: Es gibt nämlich immer weniger Festnetztelefonanschlüsse in der Schweiz. Das hat natürlich sehr viel mit dem Handy zu tun, aber auch mit dem Kommunikationsverhalten der jüngeren Generation.

Wie altmodisch - ein Festnetztelefon.                                                   Bild PfW
Die Marktforscher benutzen den Trend, um sich für ihre sich häufenden weltweiten Fehlprognosen zu entschuldigen – man komme einfach nicht mehr an die Leute heran, die man befragen möchte. Aus unserer Erfahrung ist das eine Entschuldigung, die wir sogar akzeptieren können – es ist schon sehr lange her, dass wir uns an einer Meinungsumfrage beteiligt haben. Allerdings ist das nur die Folge einer Entwicklung, die mit der enormen Verbreitung der Mobiltelefone wohl unaufhaltsam war:
“Schon seit Jahren verzeichnen die Telekomanbieter einen rückläufigen Trend, wenn es um den klassischen Festnetzanschluss geht. 2012 berichtete die NZZ, dass in den vorhergehenden sieben Jahren einen Rückgang von 10 Prozent festzustellen war. Damals kamen in der Schweiz auf hundert Einwohner noch 39,5 Festnetzanschlüsse. Gleichzeitig gab es auf hundert Einwohner bereits rund 130 Mobilabonnemente. Seitdem hat sich die Situation was die festen Anschlüsse betrifft weiter verschlechtert, wie die Swisscom bestätigt: «Während die Festnetznummer bei Geschäftskunden nach wie vor ein wichtiges Qualitätsmerkmal darstellt, sehen wir bei Privatkunden einen rückläufigen Trend.» Grund für dieses Aussterben sind die jüngeren Generationen: Bei ihr ist das Interesse an einem festen Anschluss im eigenen Heim verschwindend klein geworden. Zu Hause ist man eh nie, Mobilität zählt mehr als alles andere.“
Diese Entwicklung wird auch dadurch gefördert, dass immer mehr Menschen Telefonieren an sich unhöflich finden. Die Welt ging sogar so weit, unter dem Titel “Telefonieren nervt! Hört endlich auf damit!“ ein Plädoyer gegen das Anrufen zu publizieren:
“Jemand, der die Nummer einer Person wählt, nimmt doch immer billigend in Kauf, sie in diesem Moment massiv zu stören. Beim Schlafen, beim Duschen, beim Kinder-ins-Bett-bringen, beim Essen, beim Sex, bei allem. Jedes plötzliche Telefonklingeln dringt ja mitten in das Leben des anderen hinein, schiebt alles beiseite, was gerade wichtig war. Wer telefoniert, schreit: Platz da, jetzt komm ich. Das ist übergriffig und, ja, rücksichtslos…“
Wie die Faz weiss, hält der Trend auch im Geschäft Einzug:
“Auch die Unternehmen verabschieden sich langsam vom Festnetz. Ausgerechnet der Telefon-Pionier Siemens, der mit dem Telegraphenbau im 19. Jahrhundert seine Erfolgsgeschichte begründete, ließ im vergangenen Jahr seine Beschäftigten entscheiden, ob sie ihren Festnetz-Anschluss im Büro abschalten wollen. Wer ein Diensthandy hat, kann auf das stationäre Gerät verzichten: „Wir wollen mobiles und flexibles Arbeiten ermöglichen“, hieß es, und natürlich habe das Projekt ‚ein gewisses Einsparpotential‘.“
Auch wir kommunizieren oft mit Menschen ohne Festnetztelefon. Mit SMS, WhatsApp und Snapchat geht das ganz wunderbar. Wenn es dann allerdings um ein Gespräch geht, merkt man sehr gut, dass moderne Smartphones wahre Alleskönner sind – nur mit der Tonqualität beim Telefonieren hapert es allerdings oft gewaltig! Man darf hoffen, dass zukünftige Smartphones im Zuge der oben geschilderten Entwicklung auch auch ihre Sprachqualität verbessern werden.

Monday, November 9, 2015

Wollen Sie wirklich, dass Ihre E-Mails gelesen werden?

Im Zeitalter von WhatsApp und Snapchat hat E-Mail einen schweren Stand – könnte man meinen. Doch E-Mail ist immer noch eine Kommunikationsform, die, vor allem im Geschäftsleben, klar bevorzugt wird. Wenn Sie also wollen, dass Ihre E-Mails gelesen werden, sollten Sie sich von den Erkenntnissen der Marketing-Profis eine Scheibe abschneiden und zumindest die Betreffzeile so formulieren, dass Ihre elektronische Post geöffnet und gelesen wird.

Je kürzer die Betreffzeile, desto eher wird Ihre E-Mail gelesen. Screengrab PfW
Sie haben es bestimmt auch schon gehört oder gelesen: Die E-Mail stirbt einen langsamen Tod, erwürgt von den neuen Kommunikations-Apps wie Snapchat und WhatsApp. Doch die Nachrichten vom Tod der digitalen Post sind nicht nur übertrieben sondern auch verfrüht. Die Zahlen sprechen nämlich eine andere Sprache. Im letzten Jahr wurden jede Stunde weltweit immerhin mehr als 122 Milliarden E-Mails verschickt. Weltweit gibt es mehr als 4 Milliarden E-Mail-Accounts, und es wird geschätzt, dass mehr als 2,5 Milliarden User  E-Mail regemlässig nutzen.
Wir wissen aber auch, aus eigener Erfahrung, dass eine grosse Zahl von E-Mails, die durchaus etwas Interessantes zu sagen hätte, nie geöffnet, geschweige denn gelesen wird. Dem kann zumindest teilweise, abgeholfen werden. Eine wichtige Rolle spielt hier die Betreffzeile. Marketing Fachleute gehen davon aus, dass ein Drittel aller E-Mail- Empfänger sich allein aufgrund dieser Überschrift entscheidet, ob sie eine Mail offnen. Die Marketing Spezialisten von HubSpot, einer digitalen Plattform für Marketing und Vertrieb, haben deshalb ein paar interessante Fakten zu diesem Thema zusammengetragen.
Sie wissen zum Beispiel, dass
- 40 Prozent aller E-Mails zuerst auf einem mobilen Gerat geöffnet werden – und da passt im Durchschnitt nur eine Betreffzeile mit vier bis sieben Wörtern auf das Display;
- E-Mails mit Betreffzeilen mit direkter Ansprache (Sie, Du) 5 Prozent weniger Chancen haben, geöffnet zu werden;
- E-Mails mit Betreffzeilen die das Wort gratis oder kostenfrei (free) enthalten, 10 Prozent mehr Chancen haben, geöffnet zu werden;
- E-Mails mit Betreffzeilen die das Wort schnell (quick) enthalten 17 Prozent weniger geöffnet werden;
- E-Mails mit Betreffzeilen die das Wort morgen enthalten, 10 Prozent mehr Chancen haben, geöffnet zu werden;
- E-Mails ohne jegliche Betreffzeile haben 8 Prozent mehr Chancen, überhaupt geöffnet zu werden;
- E-Mails mit dem Wort Newsletter in der Betreffzeile 18,7 Prozent weniger Chancen haben, geöffnet zu werden;
- E-Mails mit Betreffzeilen, die länger als 3 Wörter sind, 15 Prozent weniger geöffnet werden, als solche die nur ein Wort oder zwei Wörter lang sind.

Die Zusammenstellung aller Daten zu diesem Thema finden Sie hier - in Englisch.

Friday, May 29, 2015

Sitzungen mit Smartphones: simsen, gamen, twittern und shoppen!

Die meisten Sitzungen, zu denen wir im Laufe eines Arbeitstages eingeladen werden, sind nicht sehr ergiebig oder gar langweilig – um es mal milde auszudrücken. Doch dafür gibt es heute das perfekte Ablenkungsmittel: Ihr Smartphone. Genau dafür wird das schlaue Handy während vieler Meetings denn auch genutzt: WhatsApp, SMS, Facebook und Co. bieten hervorragende Möglichkeiten, dem Sitzungsleiter oder der Kollegin mit der Präsentation nicht zuhören zu müssen. Schauen Sie bei Ihrem nächsten Meeting über Ihre Schulter – ihr Nachbar ist wahrscheinlich gerade dabei, einige wichtige Online-Einkäufe zu tätigen.

Zum Vergrössern bitte anklicken.
Eine brandneue repräsentative Studie des deutschen Digitalverbandes Bitkom zeichnet ein doch ziemlich unproduktives Bild der Aktivitäten in unseren Sitzungszimmern. Vier von zehn Sitzungsteilnehmern erledigen ihre privaten Dinge mit dem Smartphone während der Besprechungen; sechs Prozent kaufen gar online ein! Seltsamerweise geben aber auch 75 Prozent der Befragten an, dass sie dieses Verhalten störend finden.
Das Smartphone ist also für sehr viele Arbeitnehmer eine willkommene Ablenkung in dienstlichen Besprechungen, obwohl zwei Drittel der Befragten das unhöflich finden, und 41 Prozent meinen, dass darunter die Qualität des Meetings leidet. Hingegen findet immerhin jeder Fünfte, dass die Ablenkung mit dem Smartphone “heutzutage normal“ sei.
Wer sein Smartphone während des Meetings für private Dinge nutzt, liest oder beantwortet überwiegend private Nachrichten wie E-Mails, WhatsApp-Nachrichten oder SMS (67 Prozent). Fast jeder dritte Sitzungsteilnehmer nutzt soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, jeder Vierte spielt oder liest aktuelle Nachrichten im Netz; 15 Prozent informieren sich über Sportergebnisse und 6 Prozent kaufen mit ihrem Smartphone während der Besprechung auf Online-Shopping-Portalen ein…
Es scheint also ziemlich klar zu sein, wie man die Kollegen dazu bringen könnte, sich im Meeting zu konzentrieren: das Smartphone draussen lassen oder zumindest abschalten.
Das sei nicht ganz so einfach, sagt Bitkom Geschäftsführer Bernhard Rohleder:
“Das Smartphone ist inzwischen für viele Nachrichtenzentrale, Adressbuch, Kalender und Notizbuch. Es in der Besprechung einfach auszuschalten und wegzulegen, ist für viele kaum möglich und würde gerade auch von jenen nicht akzeptiert, die umgekehrt ganz selbstverständlich dringende dienstliche Belange auch in der Freizeit oder sogar im Urlaub erledigen. Umso wichtiger ist es deshalb, dass es soziale Spielregeln gibt, wann und wie die Geräte genutzt werden.“
Uns scheint, dass es diese Spielregeln eigentlich schon lange gibt; sie haben viel mit Höflichkeit und Respekt  zu tun.

Seinen Gegenüber nicht mit dem Smartphone vor den Kopf zu stossen, ist übrigens nicht nur während Sitzungen empfehlenswert .Wenn Sie Ihre Smartphone-Etikette also wieder mal auffrischen möchten, können Sie das hier tun – aber bitte nicht während dem nächsten Meeting.

Wednesday, February 16, 2011

Gratis telefonieren mit der richtigen App

Gratis zu telefonieren oder SMS zu verschicken ist mit der richtigen App auch auf dem mobilen Telefon möglich. Laut comparis.ch kann die Handyrechnung mit Apps wie Viber, Skype oder WhatsApp bis zu einem Viertel geschrumpft werden.

Apps wie Viber, Skype oder WhatsApp machen es möglich gratis zu telefonieren oder SMS zu verschicken. Anstatt über den Mobilfunkanbieter werden die Nachrichten und Telefonate so nämlich über das Internet geführt. So betragen die Kosten für die übertragenen Daten nur noch einen Bruchteil dessen, was eine Gesprächsminute oder ein Anruf übers Mobilfunknetz kostet. “Da bei den meisten Smartphone-Abos ein ausreichend grosses Datenvolumen in der monatlichen Grundgebühr eingeschlossen ist, kann man tatsächlich von Gratis-Anrufen und Gratis-SMS sprechen“, erklärt Ralf Beyeler von comparis.ch.
   Viber, Skype und WhatsApp momentan zu den beliebtesten Miniprogrammen, die in der Schweiz für Smartphones heruntergeladen werden können.
 Am Beispiel von drei Nutzerprofilen hat comparis.ch berechnet, wie viel man mit diesen Apps beim Telefonieren und Simsen tatsächlich sparen kann: Durch die Nutzung von Apps ergibt sich für Abokunden von Swisscom, Sunrise oder Orange ein Sparpotenzial von rund 15 Prozent. Angenommen wurde, dass rund die Hälfte der SMS über WhatsApp verschickt und ein Fünftel der Anrufe über Skype oder Viber geführt wird. Einen grösseren Anteil hält Telecom-Experte Beyeler momentan für nicht realistisch. In Franken ausgedrückt spart der Wenignutzer zwischen 10 und 15 Franken im Monat, der Durchschnittsnutzer zwischen 2 und 18 Franken. Die Wenig- und die Durchschnittsnutzer können so ihre monatliche Handyrechnung bis um einen Viertel senken. Schlecht sieht es hingegen für den Vielnutzer aus: Bei Swisscom und Sunrise beträgt das monatliche Sparpotenzial nur zirka 5 Franken, bei Orange würde die Rechnung sogar teurer, da die über Skype übertragene Datenmenge das Inklusivvolumen sprengen und man ein Angebot mit einem grösseren Datenvolumen benötigen würde.    Ein grosser Nachteil dieser Apps, dass die Nutzung nur möglich ist, wenn auch der Empfänger das gleiche Programm benutzt. «Um von den Gratis-Services profitieren zu können, muss man zuerst seine Freunde und Familie dazu bringen, die gleiche App zu installieren», sagt Beyeler. Ausserdem sollten sich die User bewusst sein, dass WhatsApp und Viber auf die Kontaktdaten im Telefon zugreifen. Konkret wissen WhatsApp und Viber somit über die eigenen Kontakte Bescheid.

Eine Alternative für die Jungen bietet übrigens die Swisscom: Sie bietet für Kunden unter 26 Jahren eine App an, mit der sie ihre Gratis-SMS statt übers Internet auch über Smartphones verschicken können. Dies, auch ohne dass der Empfänger ein Smartphone besitzen muss, geschweige denn ein Smartphone mit der gleichen App. Die Swisscom-App “Xtra-Zone“ wurde bis jetzt mehr als 100’000mal heruntergeladen.