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Saturday, April 9, 2022

Viele Drucker sind billig – aber sind sie auch gut?

So richtig gute Tinten-Multifunktionsdrucker waren gemäss den Tests der Stiftung Warentest in letzter Zeit selten. Doch die neuste Testreihe macht Hoffnung und stellt gleich mehrere Geräte zur Auswahl: Von 14 neu getesteten Druckern sind vier von guter Qualität.

Der Canon Maxify GX6050 ist der Testsieger                 Bild Canon
Drucker sind billig – Druckertinte ist teuer. Das ist eine Regel, die sehr oft stimmt. Es gibt aber immer mehr Ausnahmen – Drucker sind, was den Kaufpreis betrifft, nicht unbedingt billig, Tinte muss nicht teuer sein – wenn man sie richtig kauft. Auf der neusten Rangliste der Stiftung Warentest haben alle führenden Drucker nachfüllbare Tanks und drucken weitaus günstiger als Drucker mit Patronen. Das zahlt sich auf die Dauer auch bei höheren Gerätepreisen aus.

Sieger im neusten Warentest ist der Canon Maxify GX6050 (480 Euro). Er erhält eine "gute" Bewertung. Die höheren Kosten lohnen sich schon nach 2600 Farbseiten, denn der Canon setzt auf das erwähnte Flaschensystem und kann sehr günstig aufgefüllt werden. Laut Warentest handelt es sich bei dem Maxify GX6050 "seit langem" um das erste Gerät, das gut drucken, scannen und kopieren kann.
Auf dem Schlussrang des Tests landet ebenfalls ein Canon-Drucker – der allerdings ziemlich viel billiger ist. Er erhält nur die Bewertung "ausreichend". Die Tester waren unzufrieden mit der Druckqualität und der Genauigkeit beim Kopieren. Dazu kommen hohe Tintenkosten. Insgesamt sind es vier Drucker, die im Test nur ausreichend abschneiden. Fünf Modelle von Brother, Canon und HP kopieren Farbfotos mangelhaft: Die Kopien haben einen deutlichen Farbstich, zu viel Kontrast oder beides. Und schliesslich sollten Käufer auch auf die Druckdauer achten - die Unterschiede sind nämlich gewaltig: Ein Drucker brauchte im Test für eine Textseite nur zwei Sekunden, ein anderer dagegen ganze 16 Sekunden.

Saturday, February 26, 2022

Test: Welches ist die beste Messenger-App?

WhatsApp ist ein Messenger-Favorit für sehr viele User. Man ist sich daran gewöhnt, und die App funktioniert meistens so, wie sie sollte. Ein umfassender Test der Stiftung Warentest ergab jetzt aber, dass WhatsApp trotz grosser Beliebtheit nicht am besten abschneidet. Datenschutz ist nicht nur bei WhatsApp, sondern generell ein schwacher Punkt, wenn es um Messenger-Apps  geht: Von den 16 getesteten Apps weisen 15 essenzielle Mängel in der Datenschutzerklärung auf. Wire bildet hier die löbliche Ausnahme. Die Stiftung Warentest empfiehlt Signal als Alternative zum Marktführer WhatsApp, denn sie sei funktional besser und technisch vielseitiger.

Von Warentest als Alternative zu WhatsApp empfohlen: Die Messenger-App Signal.
Screengrab signal.org

Alle Messenger-Dienste wurden sowohl für Android als auch für iOS geprüft, sofern sie für beide Systeme angeboten werden. Acht Apps konnten mit voreingestellter End-to-End-Verschlüsselung punkten. Bei anderen der grösstenteils kostenlosen Apps muss die Verschlüsselung zuerst aktiviert werden. In einigen Fällen landen die Chats unverschlüsselt auf den Servern der Anbieter.

 Das Testteam prüfte auch die Bandbreite der Funktionen, die Bedienungsfreundlichkeit der Apps und wie sparsam sie mit Nutzerdaten umgehen. Bei der Kernfunktion Nachrichten überzeugten fast alle Dienste. Wenn es ums Telefonieren bei schlechtem Empfang ging, überzeugte allerdings nur WhatsApp. Weitere Unterschiede offenbarten sich bei Gruppen-Funktionen, dem Anhängen von Dateien, der Durchsuchbarkeit von Chats und der Emoji-Suche. Kein Qualitätsurteil vergab die Stiftung für Telegram, da der Dienst inzwischen kein reiner Messenger mehr ist, sondern laut Bundesjustizministerium auch ein soziales Netzwerk. Gruppen können dort bis zu 200‘000 Mitglieder haben. Daraus ergeben sich rechtliche Pflichten, deren Erfüllung im Rahmen des Tests nicht geprüft werden konnte. Telegram steht ausserdem in der Kritik, weil auch gemeldete strafbare Inhalte dort oft nicht gelöscht werden.

 
Falls Sie daran interessiert sind, eine neue Messenger-App auszubropieren: Der Test findet sich in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/messenger abrufbar.

Friday, February 7, 2020

5G in der Schweiz: vom Vorsprung zum Politikum

Der 5G-Aufbau in der Schweiz ist bis jetzt sehr schnell vorangegangen. Die Schweiz ist weltweit ganz vorne mit dabei, was funktionierende 5G-Standorte betrifft; nur die USA hat mehr 5G-Anlagen in Betrieb. Dieser Vorsprung, der vor allem für die Industrie und das Internet der Dinge, sowie für die Versorgung von Randgebieten sehr wichtig sein wird, könnte schon bald schrumpfen, weil die Schweiz eben auch sehr tiefe Strahlungsgrenzwerte festgeschrieben hat.

Die Schweiz, eine 5G-Insel in Europa: Die Ookla 5G Map zeigt die aktuellen
5G-Betriebsstandorte weltweit an. Nur die USA haben mehr 5G als die
Schweiz.                                               Screengrab speedtest.net/ookla-5g-map
90 Prozent aller Schweizer besitzen und nutzen ein Smartphone. Man darf davon ausgehen, dass die Mehrheit dieser Menschen sich nicht allzu grosse Sorgen über die Strahlung der Mobilfunkanlagen macht. Schliesslich sind sich die Experten (ausnahmsweise) ziemlich einig: Es gebe kaum Grund zur Sorge, was die Strahlung betreffe - vor allem wenn man als User selber auch zur Sicherheit beitrage, heisst der Konsens:
“Die deutsche Stiftung Warentest unterzog die Argumente der 5G-Kritiker im Herbst einem Faktencheck. Fazit: Nach aktuellem Stand der Forschung "besteht kaum Grund zur Sorge", dass Handystrahlung Krebs verursache oder Spermien schade. Auch durch den 5G-Ausbau seien keine großen Veränderungen zu erwarten. Wer sich davon nicht beruhigen lässt, kann die Strahlenbelastung mit einigen simplen Methoden reduzieren. So helfe es, beim mobilen Telefonieren Abstand zu halten. Bereits wenige Zentimeter Sicherheitsabstand zwischen Ohr und Handy senken demnach die Strahlenbelastung deutlich.“ (heise.de)
Natürlich lassen die 5G-Gegner solche Schlussfolgerungen nicht einfach stehen: Warentest wurde für den Expertenbericht stark kritisiert und musste sich rechtfertigen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass zahlreiche Studien zum gleichen Schluss kommen, wie die Experten, welche die Stiftung Warentest beigezogen hat. Für die 5G- Gegner scheint es schwierig zu sein, vor diesem Hintergrund genügend besorgte Bürger zu mobilisieren: Nur 2000 Teilnehmer (gemäss Angaben der Veranstalter) protestierten am internationalen Protesttag gegen 5G in 16 Schweizer Städten gegen die Technologie.
Die kleine aber lautstarke Gruppe der 5G-Gegner konnte den 5G-Ausbau bis jetzt tatsächlich verzögern; allerdings ist die Zahl der betriebenen Standorte kürzlich plötzlich stark angestiegen:
“Anfang Dezember 2019 waren in der Schweiz erst rund 660 Anlagen in Betrieb, die den Mobilfunk der fünften Generation nutzten. Nach Neujahr waren es plötzlich 2300. Wie konnte sich die Anzahl der 5G-Antennen innert Monatsfrist mehr als verdreifachen? […] Der Urheber des sprunghaften Anstiegs war schnell ausgemacht: Swisscom. Der grösste Schweizer Telekomkonzern hatte im Frühling 2019 versprochen, bis zum Jahresende 90 Prozent der Bevölkerung mit dem neuen Standard zu versorgen. Um dieses Versprechen einzulösen, musste der Telekomkonzern im Dezember offensichtlich einen Schlussspurt hinlegen. Dazu brauchte er indessen keine Heerscharen von Technikern, die heimlich auf den Dächern Antennen montierten. Es war viel einfacher: Swisscom hat ein Software-Update eingespielt, das die Sendestationen 5G-fähig macht. Weil sich an den Antennen physisch nichts änderte, musste dafür keine Baubewilligung eingeholt werden. Entsprechend machtlos waren die 5G-Gegner. Denn wo es keine Bewilligung braucht, nützen Einsprachen nichts…“ (NZZ)
Swisscom-Chef Urs Schaeppi ist natürlich nicht glücklich darüber, dass 5G zu einem Schweizer Politikum geworden ist, wie er kürzlich in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Keystone/SDA sagte. Die Diskussion um 5G werde "emotional" geführt. Fakten spielten oft kaum eine Rolle. Angst machen mit Halbwahrheit sei einfach, Aufklären mit Fakten schwierig. Die Politik müsse sich endlich klar zu 5G äussern, fordert der Swisscom-Manager. Bereits beim Wechsel von 2G auf 3G habe es eine grosse Opposition gegeben. Klar sei aber: “Ohne diesen Wechsel hätte der Siegeszug des Smartphones nie stattfinden können."

Tuesday, February 26, 2019

Internet-Shopping: Wie nutzlos sind Kundenrezensionen?

Kundenbewertungen in Internet-Shops könnten sehr hilfreich sein - zumindest möchten wir das glauben. Das Problem ist nur, dass man ihnen zu oft nicht trauen kann. Das zumindest sagt die Stiftung Warentest - und die müsste es ja eigentlich wissen.

Wieviel Wert sind die vielen Sterne wirklich?
                                                           Screengrab amazon.de
Internet-Shopping entspreche der berühmten Pralinenschachtel von Forrest Gump, sagen die Tester: Man wisse nie, was man bekomme. Ganz so schlimm ist es wohl nicht, aber immerhin zeigt eineUntersuchung der Technischen Universität Dortmund, die 1‘322 Elektronikprodukte unter die Lupe nahm, die von der Stiftung Warentest geprüft und von Internet-Shoppern bewertet worden waren, dass die Tester und Kunden oft zu ganz unterschiedlichen Bewertungen kommen. Nur in knapp einem Drittel der Fälle wurde der Warentest-Testsieger auch vom Publikum am besten bewertet. Die Autoren der Studie mit dem Titel „Should We Reach for the Stars?“ kommen zum Schluss, dass sich Sterne-Bewertungen von Amazon nicht eignen, um die Qualität eines Produkts einzuschätzen. Die Warentest-Spezialisten wissen auch wieso:
“Internet­Shopper äußern sich oft emotional und vertreten häufig extreme Meinungen zu den gekauften Produkten. Wer sich den Aufwand macht, eine Rezension zu schreiben, hat sich meist über eine Ware wahnsinnig gefreut oder geärgert. Das Mittelmaß ist in vielen Sterne-Bewertungen unterrepräsentiert. Die Stiftung Warentest prüft dagegen nach wissenschaftlichen und transparenten Kriterien. Unsere Tester bevorzugen keine bestimmte Marke und sind nicht sauer, weil die teure Neuanschaffung nicht ihren Vorstellungen entspricht. Außerdem bewerten wir in einem Test mehrere Geräte untereinander, unsere Urteile sagen auch etwas darüber aus, wie gut etwa ein Radio im Vergleich zu anderen getesteten Radios ist. Manche Produkteigenschaften können Laien zudem gar nicht selbst prüfen. Im Labor zerlegen wir zum Beispiel Kopfhörer und untersuchen sie auf Schadstoffe. Unsere IT-Cracks entschlüsseln den Datenstrom von Baby-Webcams und probieren aus, ob Fremde die Videos abfischen können. Ingenieure nehmen in unserem Auftrag die elektrische Sicherheit von Haartrocknern unter die Lupe…“
Die Warentester sprechen den Kundenkritiken die Nützlichkeit nicht vollständig ab. Man rate aber, ganz genau hinzusehen und sich nicht von den angezeigten Sternen blenden zu lassen, heisst es im Warentest-Bericht zur Studie. Grundsätzlich gelte: Negative Kundenrezensionen seien eher vertrauenswürdig, positive Kritiken würden häufiger manipuliert. 

Diese Tipps gibt die Stiftung Warentest zum Umgang mit Bewertungen:
Mängel suchen. Lassen Sie sich nicht von vielen positiven Bewertungen beeindrucken. Suchen Sie bei den negativen Kritiken nach Übereinstimmungen. Klagen mehrere Nutzer über denselben Mangel, ist das ein Indiz für eine Schwachstelle am Produkt.Gezielt abklopfen. Fahnden Sie über die Suchfunktion Ihres PCs oder Handys in den Kommentaren nach Schlagwörtern, die Ihnen wichtig sind. Etwa nach dem Begriff „kaputt“, wenn Sie heraus­bekommen wollen, wie lange die Ware gehalten hat.
Gekonnt aussieben. Blenden Sie im Kopf Bewertungen wie „Ware flott geliefert“ aus. Sie beeinflussen die Sterne-Berechnung, sagen aber nichts über die Qualität des Produkts aus.
Täuschungen erkennen. Vorsicht bei besonders langen Bewertungen, üblicherweise haben Käufer dafür keine Zeit und halten sich kurz. Bezahlte Rezensenten schildern die Ware dagegen gern ausführlich. Klingt eine Formulierung merkwürdig, geben Sie sie in eine Such­maschine ein – taucht sie im selben Wort­laut auch bei anderen Produkten auf, ist das sehr verdächtig. Klicken Sie auf das Amazon-Profil eines zweifelhaften Rezensenten, dort lassen sich seine übrigen Kritiken einsehen. Wer etwa in einem Monat zehn Handys bewertet, ist sehr wahrscheinlich kein gewöhnlicher Verbraucher.“

Wednesday, February 25, 2015

Google zum Fliegen

In Deutschland gibt es die Google Flugsuche schon seit zwei Jahren, in den USA schon seit fünf. Jetzt ist das Angebot auch in der Schweiz angekommen. Google Flight bietet bezüglich Flugsuche das volle Programm, nur buchen muss man direkt beim entsprechenden Anbieter. Google Flight funktioniert gut; wir haben es ausprobiert.

Die Europakarte auf Google Flight Schweiz zeigt die verfügbaren Flughäfen und Ticketpreise an
 (anklicken zum Vergrössern).                                                         Screenshot Google Flight
Die Google Flugsuche ist eigentlich nicht erklärungsbedürftig, sondern bietet einfache, umfangreiche und sehr schnelle Suchfunktionen an. Dazu gibt es schöne Zusätze, wie Routenkarten und Hinweise auf billigere Flüge an Alternativdaten. Wir haben diese Option benutzt und einen Flug (direkt bei der Fluggesellschaft) einen Tag früher gebucht, wie von Google Flight vorgeschlagen – das sparte uns 25 Prozent des Ticketpreises.
Wie funktioniert das Buchen? Blick fasst zusammen:
Auf www.google.ch/flights die gewünschten Daten (Abflugsort, Reiseziel, Zeitraum) eingeben. Wer flexibel ist, kann bis zu drei Abflug-Airports (zum Beispiel Zürich, Basel, Genf) eintragen oder seinen Abflugtag anhand eines Preis-Kalenders (wann ist ein Flug wie teuer) auswählen.
Die ersten drei Ergebnisse ermittelt Googles künstliche Intelligenz als besten Mix aus Preis, Flugzeit und Flugdauer («Beste Flüge»). Darunter stehen die Flüge sortiert nach Preis.Automatisch werden auch mögliche bessere Alternativen errechnet. Beispiel: Andere Flugtage oder benachbarte Abflug- oder Ankunftsorte (zum Beispiel Málaga statt Granada), die den Flug billiger machen würden.Wer kein festes Reiseziel hat, kann auch nur ein Budget (zum Beispiel Nonstop-Flüge bis 300 Fr.) festlegen und sich auf einer Weltkarte ansehen, welche Flugziele dafür buchbar wären.Wer einen interessanten Flug gefunden hat, kann ihn speichern und wird automatisch auf seinem Handy informiert, falls sich der Preis ändert. Über «Teilen» lässt sich das Angebot an einen Reisepartner schicken, um dessen Meinung einzuholen.“
Nach der Ankunft von Google Flight in Deutschland im Jahr 2013, hat übrigens die Stiftung Warentest das Angebot unter die Lupe genommen und kam zum Schluss, dass die Google-Flugsuche “zwar nicht perfekt“ sei, “im Vergleich mit anderen Portalen aber am häufigsten vorne“ liege. Trotzdem warnen die Warentester davor, sich nur auf eine Flug-Suchmaschine zu verlassen:

“Nutzen Sie immer mehrere Preisvergleichsdienste. Prüfen Sie genau, wie viel das Ticket am Ende wirklich kostet. Sehen Sie nach, wie viel die Fluggesellschaft bei Direktbuchung verlangt. Seien Sie bei der Onlinebuchung sehr aufmerksam. Viele Portale versuchen mit diversen Tricks, den Kunden Zusatzangebote wie Versicherungen unterzujubeln.“

Tuesday, April 3, 2012

Wer testet die Tester? Warentest und die Virenschutzprogramme

Das Resultat hat wohl manchen Anwender erschreckt: Die Angesehene Stiftung Warentest hat dieser Tage 18 der bekanntesten Virenschutzprogramme unter die Lupe genommen und nur vier davon für gut befunden.  Marktführer wie Symantec (Norton) und McAfee wurden zwar noch knapp mit “ausreichend“ bewertet, landeten aber am Schluss der Rangliste. Was ist da los?

Was wissen die Warentester über
Computer-Viren?
Sind wir, die uns jedes Jahr eines der angesehenen Virenschutzprogramme kaufen, um unseren PC zu schützen, ganz einfach die Deppen? Wenn man dem Test der Stiftung Warentest glaubt, darf man diese Frage mit ja beantworten. Nicht etwa, weil es deppert ist, den PC mit Antivirusmassnahmen zu schützen, sondern weil man – immer gemäss Stiftung Warentest - den besseren Schutz völlig gratis erhält. Zitat aus dem Tagi:
“Gratis-Programme schneiden im Test durchwegs positiv ab. Das Fehlen einer Firewall sei nicht tragisch, da Microsoft eine solche standardmässig laufen lasse. Die kostenlosen Programme Avira Free Antivirus, Avast Free Antivirus, AVG Anti-Virus-Free Edition 2012 und Microsoft Security Essentials würden den PC ausserdem kaum langsamer machen. Nutzer solcher Softwarelösungen müssten aber wissen, dass Extras wie Phishingschutz, Spam-Filter und Kindersicherung nicht mitgeliefert werden. «Ein kostenloses Antivirenprogramm plus die Windows-Firewall schützen den PC hinreichend», so der Rat von Stiftung Warentest.“
Na also! Wieso denn noch bezahlen, wenn gratis sogar besser ist?
Das lassen die grossen Hersteller, die sich für ihre Dienste bezahlen lassen, natürlich nicht so im Raum stehen. Der Test stehe auf so einer wackligen Basis, dass die Ergebnisse so gut wie keine Aussagekraft hätten, schreibt ZDNet. Zitat:
“Die Tester, Gerüchten zufolge ein italienisches Testlabor, nicht die Stiftung Warentest selbst, hatten 1800 Schadprogramme auf ihren Geräten versteckt. Die Viren und Trojaner wurden auf identische virtualisierte Windows-7-Systeme aufgespielt. Darauf liefen zusätzlich einige alltagstypische Anwendungen. Der Virenschutz floss zu 40 Prozent in die Gesamtbewertung ein, die Leistung der Firewall zu 10 Prozent, die Handhabung zu 30 Prozent und die Rechnerbelastung zu 20 Prozent.
Schon mit diesen wenigen Angaben tun sich viele Fragen auf: Beispielsweise, warum so eine geringe Anzahl an Malware zum Test genutzt wurde, warum ein virtualisiertes System verwendet wurde oder wieso beim Test auf eine Internetanbindung des Rechners weitgehend verzichtet wurde. "Wenn man sich den Test genauer anschaut, stellt man fest, dass es im Wesentlichen um die signaturbasierende Erkennung von inaktiver Schadsoftware ging", sagt etwa Stefan Wesche, Experte für die Norton-Sicherheitsprodukte bei Symantec, auf Anfrage gegenüber ZDNet. "Das kann man testen, man sollte aber nicht den Fokus darauf legen." Er vermutet, dass es sich bei den verwendeten Viren um älteren Schadcode handelte, für den es schon Signaturen gibt. Allerdings greife gut 75 Prozent des weltweit verbreiteten Schadcodes heute weniger als 50 Nutzer an. Eine in erster Linie auf Virensignaturen basierende Erkennung sei daher nicht sinnvoll.“
Wenn Sie den ganzen Test trotz all dem noch lesen, und dafür auch bezahlen wollen, finden Sie ihn in der April-Ausgabe der Zeitschrift "Test" - oder hier, als kostenpflichtiges PDF.
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Monday, March 7, 2011

Gratis Virenschutz ist gar nicht so schlecht

Die Firewall mancher Sicherheitspakete schützt den Rechner schlechter vor Angriffen als Windows 7. Das zeigt ein Test von 13 Internetsicherheitspaketen und vier  kostenlosen Virenscannern, den die Stiftung Warentest in der März-Ausgabe ihrer Zeitschrift test veröffentlicht. Auch der Virenschutz liess bei einigen Paketen zu wünschen übrig. 

Avira: Auch das Gratisprogramm schützt den PC. 
Gegenüber Angriffen von aussen, etwa von Hackern, machen die Sicherheitspakete von AVG, F-Secure, G Data, McAfee, Panda und Symantec den Rechner eher unsicherer. Sie wollen bei der Installation die Windows-Firewall gegen ihre eigene, schlechtere austauschen. Die schlechteste Firewall war die von Kaspersky Internet Security. Sie erwies sich als besonders brüchig.
Wichtigste Aufgabe von Sicherheitsprogrammen ist der Virenschutz. Auch hier war so manches kostenpflichtige Sicherheitspaket schlechter als die vier getesteten Gratis-Virenschutzprogramme. Gar nur "mangelhaft" war der Virenschutz der Agnitum Outpost Pro Security Suite (60 Euro).
Bei den bezahlten Sicherheitspaketen schnitt Bitdefender Internet Security 2011 am besten ab. Wer für das Gratis-Programm AntiVir von Avira einen kleinen Aufpreis bezahlt, erhält das zweitbeste Paket im Warentest. 
Von den getesteten Gratis-Virenscannern war Avira AntiVir Personal sogar der Beste. Zusammen mit der Windows-7-Firewall schützt er den PC ordentlich. Ein Vorteil dieser Kombination gegenüber so manchem Bezahlpaket ist auch die recht niedrige Rechnerbelastung. Einige Schutzpakete beanspruchen nämlich so viel Speicher und Rechenleistung, dass sie den PC spürbar ausbremsen – etwa beim Hochfahren oder beim Kopieren von Dateien.
Die Bewertung der einzelnen Produkte findet sich hier, oder sie kann im Detail Online bei der Stiftung Warentest abgerufen werden, was allerdings kostenpflichtig ist.