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Wednesday, May 2, 2012

Der iPad als Office-Tool

Er ist schnell, leistungsfähig, scharf und cool, der neue iPad, aber ist er auch ein brauchbares Business-Werkzeug – oder eben doch nur ein Spielzeug für Fortgeschrittene?

Die eingangs gestellte Frage kann mit „es kommt darauf an“ beantwortet werde. Wenn der iPad mit der richtigen Software ausgerüstet wird, kann er tatsächlich nutzbringend im Büro eingesetzt werden - auch wenn es noch keine Office-Suite für den Apple-Verkaufsschlager gibt. Das Handelsblatt zeigt nun in einer Slideshow auf, welche Apps und Zubehörteile notwendig sind, um aus dem iPad einen Office-Pad für Unterwegs zu machen. Zum Beispiel die “Documents-To-Go-App“ (gibt es auch für Android) die mit MS-Office-Dokumenten umgehen kann, einen nützlichen Zusatzakku  oder auch eine handliche kabellose Tastatur, die aus dem iPad schon fast ein Notebook macht.

Friday, November 25, 2011

Selbstbewusst mit Galaxy

Samsung, der Koreanische Hersteller des iPhone- und iPad-Konkurrenten Galaxy, wird gegenüber Apple immer selbstbewusster. Das zeigt sich auch in der Werbung.

Wie wir an dieser Stelle schon berichtethaben, hat Samsung durchaus Grund zum Selbstbewusstsein: Die Firma hat bereits ein knappes Viertel des weltweiten Smartphone-Marktes für sich gewinnen können; Apple gehören rund 15 Prozent.
Nun zielt Samsung in seiner Werbung in Nordamerika direkt auf die iPhone-Fans und macht sich sogar über sie lustig. Ins Fadenkreuz nehmen die Werber insbesondere die Tatsache, dass viele Apple-Fanatiker stundenlang für neue Produkte in Schlange stehen – aber eigentlich gar nicht so genau wissen, wieso. Die Werber haben es geschafft, das Stereotyp des Apple-Apostel (mit Starbucks-Becher) genau zu treffen. Sagt einer der iPhone-Fans: “Da hat soeben jemand die Warteschlange verlassen und ist gegangen!“ Sagt ein Anderer: “Wieso würde jemand jetzt aufgeben, wenn wir nur noch 9 Stunden warten müssen? Schliesslich ist das Ganze ein Event…“. Im Hintergrund fragt ein Schlangensteher: “Wie merken denn die Leute, dass ich eine neues iPhone habe, wenn es genau gleich aussieht, wie das Vorherige?“
Das Video ist witzig und auch treffend,  spricht für sich selbst - allerdings in Englisch. Apple hat ja selber sehr populäre (und treffende) Werbespots gedreht, als es darum ging, die Vorteile gegenüber MS-Windows herauszustreichen. Diesmal teilt die Firma nicht aus, sonder ist selbst Empfänger der Kritik. Eine ungewohnte Position für Apple, aber eine, die unvermeidlich war im Zuge der enorm gewachsenen Popularität.  


Wednesday, September 29, 2010

Ein PlayBook fürs Geschäft

Fast 3000 Artikel sind seit Montag über den neuen Tablet-PC von RIM geschrieben worden – wenn man Google-News glauben darf. Das Interesse ist also riesig, und das ist kein Wunder, denn der BlackBerry-Hersteller präsentiert mit dem PlayBook ein Gerät, das einiges mehr bietet als der iPad von Apple, wahrscheinlich ziemlich viel billiger sein wird, aber auch auf ein unterschiedliches Publikum abzielt.

Das RIM PlayBook ist enterprise-ready, also für den Einsatz in
Unternehmen konzipiert.
Das Wichtigste zuerst: Obwohl das RIM PlayBook schon präsentiert wurde, wird es erst im nächsten Jahr erhältlich sein – und der Preis ist auch noch nicht bekannt – im Web wird von rund 350 US-Dollars gesprochen.
Trotzdem werden vor allem BlackBerry-User aufgehorcht haben, als sie vom PlayBook gehört haben – und solche gibt es ja bekanntlich nicht wenige. Gemäss RIM soll das neue Tablet als Ergänzung zum BlackBerry dienen und mit diesem per Bluetooth kommunizieren. Trotzdem ist das RIM Tablet zum Mitnehmen gedacht: Es misst nur 13 mal 19 Zentimeter und ist nur 1 Zentimeter dick. Fast noch wichtiger. Das Gadget ist 35 Prozent leichter als der iPad. Natürlich ist es WLAN-fähig.
“Der Arbeitsspeicher des PlayBook ist mit einem Gigabyte deutlich größer als jener des Samsung Galaxy Tab (512 MB) und des iPad (256MB). Auch in puncto Kamera punktet das RIM Tablet mit zwei HD-Kameras, einer drei Megapixel-Kamera auf der Vorder- und einer fünf Megapixel-Kamera auf der Rückseite, die 1080p HD-Videos aufnehmen können gegenüber Apples iPad, das mit keiner einzigen Kamera ausgestattet wurde. Über den Micro-HDMI-Videoausgang können die Videos auf andere Geräte übertragen werden. Darüber hinaus ist das PlayBook mit einem Micro-USB-Port ausgestattet...“
Auch bei Netzwelt.de ist man mit den Video-Features des PlayBooks beeindruckt:
“Den Anspruch, ein Multimedia-Tablet zu produzieren, unterstreicht RIM mit der vollen Unterstützung von Adobe Flash 10.1 sowie HTML 5. Ebenso wird der Tablet-Computer einen HDMI-Ausgang sowie zwei Digitalkameras bieten. Damit sind dann nicht nur Videokonferenzen und die Aufnahme von Fotos möglich, sondern auch Videoaufnahmen in HD-Qualität. Als Betriebssystem kommt ein spezielles BlackBerry Tablet OS zum Einsatz, das auf dem eingekauften QNX-Betriebssystem basiert und äußerst zuverlässig arbeiten soll. Ins Netz gehen wird das PlayBook nur via WLAN, eine 3G und 4G-Variante sollen aber noch folgen. BlackBerry-Besitzer können zudem ihr Smartphone über eine gesicherte Bluetooth-Verbindung mit dem Tablet verbinden und auf dem größeren Bildschirm zum Beispiel bequem E-Mails oder Dokumente lesen. Die Daten werden dabei nur temporär auf dem Gerät gespeichert, um Firmensicherheitsstandards einzuhalten…“
Der grosse Trumpf des PlayBooks soll die Tasache sein, dass das Gerät enterprise-ready ist - das heisst, es ist ganz auf den Gebrauch in Unternehmen zugeschnitten und passt perfekt in die bereits von Millionen von Usern genutzte BlackBerry-Infrastruktur - was viele IT-Chefs und Sicherheitsspezialisten in unzähligen Unternehmen freuen wird.

Thursday, January 28, 2010

Apple iPad Round-up

Auch wenn man nicht zu den eingefleischten Apple-Fans gehört: Das ganze Theater um die Lancierung des neusten Apple-Produktes wurde sehr gekonnt über die Bühne, respektive in die Medien gebracht. Apple macht nicht nur populäre Gadgets, auch marketingmässig ist das Unternehmen führend. Zwölf Stunden nach der Lancierung des iPads berichten tausende von digitalen und anderen Publikationen über das neuste Apple-Produkt. Dabei gibt es erstaunlich viele Kritiken.

Mehr als 27'000 mal war am Morgen nach der Präsentation der Suchbegriff iPad auf Google-News zu finden. Das ist schon ziemlich beeindruckend. Was man sich von der Apple-Fangemeinde allerdings weniger gewohnt ist, sind die zahlreichen kritischen Stimmen zum neuen Produkt. Natürlich gibt es immer noch viele Apple-Apostel, die jedes Produkt, das aus Cupertino kommt, ganz toll finden – bis jetzt, war das ja auch die Regel. Dass der iPad aber vielleicht nicht unter dem gewohnt guten Stern steht, zeigt die Tatsache, dass Apple es scheinbar nicht einmal fertiggebracht hat, die Namensrechte sauber zu klären: Das Wall Street Journal berichtet heute, dass Fujitsu den Namen für sich beansprucht (siehe Bild). Es ist anzunehmen, dass dieses Problem mit Geld gelöst werden kann. Was nicht heisst, dass der iPad zu einem iPhone-ähnlichen Kassenschlager werden wird. Schliesslich ist der Apple-Flachmann längst nicht der erste Tablett-Computer der IT-Geschichte. Beim Spiegel fragt man sich denn auch, ob das Gerät überhaupt eine Marktlücke füllt:
“Eine vorstellbare Zielgruppe ist die Generation iPod. Doch gerade sie, die das Design, die Benutzerführung und die Marke schätzen wissen wird, erwartet wahrscheinlich am meisten von dem Gerät - und wird seine Schwächen als Mängel empfinden. Andererseits: Es gibt Menschen, die auch schon bisher gern 500 Euro in die Hand nahmen, um sich einen portablen Medienplayer oder einen E-Reader zu kaufen.“
Die Financial Times Deutschland nennt den IPad ein “surfendes, musizierendes Buch“, kritisiert aber unter anderem mangelnde Schnittstellen und die Multitasking-Unfähigkeit des neuen Gadgets:
“ Das wurde bereits beim iPhone bemängelt. Scheinbar hat Apple nichts aus der Kritik gelernt…“
Auch beim ORF ist man sich nicht so sicher, was das neue Produkt denn nun darstellt:
“Enttäuschung und Enthusiasmus. Firlefanz und Revolution. Das iPad polarisiert nach dem Vorschuss-Hype, 60 Tage vor seinem Erscheinen […] Setzt sich Steve Jobs mit seinem "Bindeglied zwischen iPhone und Laptop" zwischen die Stühle, oder ist es tatsächlich sein wichtigstes Vermächtnis an die IT-Welt, wie er zuletzt gerne behauptet hat?
Natürlich macht auch der Tagesanzeiger voll mit beim iPad-Hype. Zur Zeit finden wir in der Online-Ausgabe sechs aktuelle Artikel über das Gerät. Einer davon zählt auf, was am iPad stört und kommt zu einem Schluss, der für Apple nicht erfreulich sein kann:
“Wenn das Ding hier wirklich ein Netbook-Ersatz sein soll, wie soll das bitte ohne Multitasking funktionieren? Will uns Apple damit sagen, dass man nicht gleichzeitig Internetradio hören und an Textdokumenten arbeiten kann? Man kann keine Twitter-App im Hintergrund geöffnet lassen und gleichzeitig im Web surfen? Man kann keinen Messenger geöffnet haben und gleichzeitig Mails schreiben? Wollt ihr uns verarschen? Das alleine ist eine hundertprozentige Garantie, dass wir das Gerät niemals kaufen werden…“
Übrigens scheint auch die Börse nicht hell begeistert zu sein. Die Apple-Aktien fielen bis heute Nachmittag, einen Tag nach der Präsentation, um etwa vier Prozent.
Das neuste Apple-Gadget soll im März in der Schweiz erhältlich sein. Es wird wahrscheinlich in der billigsten Ausführung gegen gute 500 Franken kosten. Dazu kommen dann noch die Abokosten für die Verbindung im mobilen Netz.