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Friday, May 6, 2022

Peking will ausländische PCs in staatlichen Unternehmen loswerden

Die chinesische Regierung hat die Behörden sowie staatlich unterstützte Unternehmen angewiesen, PCs ausländischer Marken innerhalb von zwei Jahren durch einheimische Alternativen zu ersetzen, wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg meldet. Die Kampagne könnte gemäss Bloomberg mindestens 50 Millionen PCs ausländischer Hersteller aus staatlichen Büros verbannen.

Der Chinesische Staat will, dass im staatlichen Umfeld nur noch einheimische
PCs verwendet werden
.                                                     Bild Pixabay
Es sei dies eine der bisher aggressivsten Massnahmen Pekings, um Schlüsseltechnologien aus dem Ausland aus den sensibelsten Bereichen des Landes zu verbannen. Nicht nur PCs sind im Fadenkreuz der staatlichen Wirtschaftslenker: Auch Office-Software soll ab sofort aus chinesischen Quellen bezogen werden.

Die Aktien der am meisten betroffenen PC-Hersteller haben bereits auf den Report reagiert. Die Kurse von HP und Dell gaben an der New Yorker Börse nach. Profitieren wird vor allem Lenovo, der grösste chinesische PC-Hersteller, der in China fast die Hälfte des PC-Marktes beherrscht und weltweit bereits der grösste PC-Hersteller ist, wenn es um die Anzahl verkaufter Geräte geht.

«Der Vorstoss, ausländische Zulieferer zu ersetzen, ist Teil der langjährigen Bemühungen, China von seiner Abhängigkeit von amerikanischer Technologie zu befreien - eine Schwachstelle, die nach den Sanktionen gegen Unternehmen wie Huawei Technologies Co. aufgedeckt wurde. Diese Initiative hat sich seit 2021 beschleunigt, als die chinesische Zentralregierung in aller Stille eine geheime, von der Regierung unterstützte Organisation ermächtigte, lokale Zulieferer in sensiblen Bereichen von der Cloud bis zu Halbleitern zu überprüfen und zu genehmigen.»  (Bloomberg)

Tuesday, January 14, 2020

Windows-Updates fördern den PC-Markt

Nach sieben mageren Jahren, während deren der PC-Markt weltweit schrumpfte, scheinen jetzt wieder bessere Zeiten anzubrechen. Der weltweite Markt für PCs, einschliesslich Desktops, Notebooks und Workstations, schloss das Jahr 2019 mit einem beeindruckenden Wachstum von 4,8 Prozent ab. Das berichtet International DataCorporation (IDC). Dabei spielte Microsoft eine wichtige Rolle.


Insgesamt stiegen die weltweiten Auslieferungen im Jahr 2019 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das macht 2019 zum ersten vollen Jahr mit PC-Wachstum seit dem Jahr 2011. "Das vergangene Jahr war ein wildes Jahr in der PC-Welt, was zu einem beeindruckenden Marktwachstum führte“, sagt Ryan Reithvon IDC. "Der Markt wird auch 2020 mit Herausforderungen zu kämpfen haben, aber dieses Jahr war ein klares Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach PCs trotz des Trends zu neuen Formfaktoren und der Nachfrage nach mobilen Computern immer noch vorhanden ist.“
Gemäss IDC hat die Einstellung der Unterstützung für Windows 7 viel zu diesem Aufschwung beigetragen. Das habe besonders den grössten drei Herstellern Lenovo, HP und Dell dabei geholfen, ihre Position auf dem Markt weiter zu festigen. Die drei Grössten besitzen einen gemeinsamen Anteil von etwas mehr als 65 Prozent des Marktes - im Jahr 2018 waren es noch 63 Prozent.

Lenovo behielt die Spitzenposition und konnte im Vergleich zu 2018 weitere Marktanteile gewinnen. Das Unternehmen schloss das Jahr mit einem Marktanteil von 24,3 Prozent ab.
HP steigerte den PC-Verkauf 2019 um 4,8 Prozent mit einem starken Wachstum von 6,9 Prozent im vierten Quartal. HP konnte seinen Marktanteil auf 23,6 Prozent steigern - von 23,1 Prozent im Jahr 2018. Dell behielt auch 2019 die dritte Position im PC-Markt und konnte seinen Marktanteil gegenüber 2018 um 0,5 Punkte auf 17,5 Prozent weltweit ausbauen. Dell verbuchte im letzten Quartal ein eigenes Rekordhoch bei den Auslieferungen und führte die Top-OEMs mit einem Wachstum von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Das Wachstum kam hauptsächlich dank eines robusten US-Markts.
Das Verkaufsvolumen der Macs von Apple ging im vierten Quartal mit 4,7 Millionen ausgelieferten Einheiten zurück, was einem Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch im Gesamtjahr 2019 ging das Auslieferungsvolumen um 2,2 Prozent zurück. Die anhaltende Dynamik von Apple im Bereich iPad und iPhone hat die Herausforderungen bei den Mac-PCs jedoch mehr als ausgeglichen.


Sunday, March 17, 2013

Blackberry-PR fast so gut wie der Blackberry Z10

Die Talfahrt für Blackberry, den Kanadischen Smartphone-Hersteller scheint gestoppt zu sein. Diese Feststellung basiert nicht auf Business-Zahlen, Quartals- oder gar Jahresabschluss. Sie basiert darauf, was so alles in den Medien über den Blackberry geschrieben wird. Und dass überhaupt wieder über den Blackberry geschrieben wird.

Der Blackberry Z10: Eine Million
bestellt.
Medienberichte sind für den Erfolg von Smartphones extrem wichtig. Erste Reportagen von neuen Geräten lösen Begeisterung oder Enttäuschung aus, manchmal sogar einen Massenwahn – wie anfänglich beim iPhone. 
In der IT-Fachpresse gibt es wohl kaum eine Materie, über die so intensiv und oft berichtet wird, wie das Smartphone. Der Grund dafür ist einfach: Alle Leser haben eins, möchten gerne ein neues und lesen gerne darüber (auch auf unserem Blog gehören Smartphone-Einträge zu den absoluten Leserfavoriten).  
Deshalb darf man durchaus annehmen, dass für Blackberry (vor kurzem noch bekannt als RIM) jetzt bessere Zeiten anbrechen werden.  Die neuen Geräte und die Firma sind in den Schlagzeilen, und die Leser interessieren sich dafür.
So gingen vor wenigen Tagen Meldungen um die Welt, dass der PC-Konzern Lenovo sich für Blackberry interessiere:
“Der chinesische Computerkonzern Lenovo macht Blackberry den Hof. Nach ersten Avancen schon im Januar schürte Lenovo-Chef Yang Yuanqing nun mit neuen Äußerungen Übernahmegerüchte an.
Prompt legte die Aktie des kanadischen Konzerns, der um seinen Verbleib in der Smartphone-Weltelite kämpft, um 14 Prozent zu. "Bei Blackberry könnte ein Zugriff wirklich Sinn machen", sagte Yuanqing der Zeitung ‘Les Echos‘.“
Dann wurde berichtet, dass Blackberry eine Megabestellung in die Bücher habe schreiben dürfen:
Es ist mysteriös – oder einfach nur ein bisschen geheim und ein gelungener PR-Coup: Blackberry hat angekündigt, dass ein Partner eine Million Geräte mit dem neuen Betriebssystem BB10 kaufen will. Es wäre der umfangreichste Kaufvertrag, den der Hersteller je abgeschlossen hat. Wer hinter der Sache steckt, will Blackberry nicht verraten. Also darf spekuliert werden. In Frage kommen große Organisationen oder Behörden, sogar das Militär wird als möglicher Käufer genannt. Möglicherweise ist es aber auch profaner: es könnte ein Carrier sein, der Blackberry in sein Portfolio hievt.“  
Für Blackberry ist es wichtig in den Schlagzeilen zu bleiben. Der neue Z10 mit dem brandneuen Betriebssystem kommt jetzt auch auf den amerikanischen Markt. Der Erfolg dort könnte über Sein oder Nichtsein für Blackberry entscheidend sein.  
Die Konkurrenz im Smartphone-Geschäft ist unheimlich gross. Es geht zu, wie im Showbusiness: Wer nicht ständig auf der Hut ist, wird abserviert. Das kündigt sich oft damit an, dass die Konkurrenz die grösseren Schlagzeilen macht – wie zum Beispiel dieser Tage das Samsung Galaxy S4. Wenn es nach den Fachjournalisten geht, muss sich da sogar das Smartphone aller Smartphones, das Apple iPhone in acht nehmen.  

Sunday, October 23, 2011

Ultrabook heisst ultradünn

Auch im Zeitalter der Tablets und der Smartphones hat der Laptop eine Zukunft. Das glauben nicht nur wir, sondern auch Intel, mit der neuen Ultrabook-Definition.

 Ob der iPad und das Smartphone dem Notebook und dem Netbook den Garaus machen werden, ist wohl nicht abzusehen. Smartphones und Tablets übernehmen jedenfalls viele Aufgaben mobiler PCs und genügen damit den Anforderungen zahlreicher User. Das zeigt sich auch darin, dass schon in Vor-iPad-Zeiten  viele Anwender vom Laptop zum günstigen Netbook gewechselt haben.
Das Asus Ultrabook.
Wir sind davon überzeugt, dass es immer eine Gruppe von Anwendern geben wird, die das Notebook-Konzept schätzt und auch damit umgehen kann. Umso erfreulicher ist es, dass der Chiphersteller-Intel in Zukunft für schlankere, schnellere und sparsamere Notebooks planen will. Für diese sogenannten Ultrabooks hat Intel eine genaue Definition erarbeitet, die unter anderem auch bei Wikipedia nachzulesen ist:
  • Maximal 21 mm dick
  • Weniger als 1,4 kg schwer
  • Lange Batterielaufzeit von 5 bis 8+ Stunden
  • Mainstream-Preise – unter 1000 Dollar ohne Mehrwertsteuer für die Einstiegsmodelle
  • Keine optischen Laufwerke
  • SSDs als Festspeicher
  • Low-Voltage-Prozessoren: Sandy Bridge mit 17 Watt TDP
  • Intel Core i5-2467M (1,6 GHz)
  • Intel Core i5-2557M (1,7 GHz)
  • Intel Core i7-2637M (1,7 GHz)
  • Intel Core i7-2677M (1,8 GHz)
  • Fortgeschrittene integrierte Grafiklösung (Intel HD 3000)“
Solche Geräte sind auch schon auf dem Markt – zum Beispiel von Asus, Toshiba und Lenovo. Doch die Entwicklung hört da nicht auf. In einem zweiten Schritt möchten die Intel-Entwickler schon im nächsten Jahr die Prozessoren und die Schnittstellen der Ultrabooks verbessern: 
  • Low-Voltage (ca. 17 W TDP) Intel Ivy Bridge-Prozessoren
  • 30 % höhere Grafikleistung gegenüber Sandy Bridge
  • 20 % höhere CPU-Leistung gegenüber Sandy Bridge
  • USB 3.0, PCI Express 3.0

Die Initiative von Intel ist sicher lobenswert, ob sie erfolgreich sein wird, ist allerdings alles andere als sicher. Zitat ZDNet:
Ultrabooks sind die Nachfolger der wenig erfolgreichen "Ultra Thin"-Kategorie von Laptops, die Intel intern "CULV" (Consumer Ultra Low Voltage) nannte. Sie kamen vor etwa zwei Jahren auf den Markt, verkauften sich aber trotz erster Begeisterung nicht sonderlich gut. Die meisten Konsumenten entschieden sich für Geräte, die zwar weniger schick waren, fürs gleiche Geld aber mehr Leistung boten. Zwar hat Intel das Performanceniveau mit Sandy Bridge deutlich angehoben, aber in den flachen Gehäusen können nach wie vor nur die niedriger getakteten und langsameren Ultra-Low-Voltage-CPUs verbaut werden. Der Performanceabstand zu einem größeren Gerät bleibt also weitgehend erhalten. Man darf gespannt sein, ob sich der Geschmack der Käufer mittlerweile geändert hat."

Tuesday, December 1, 2009

Welche Lebenserwartung hat Ihr Notebook?

Die Chance, dass Ihr Laptop in den ersten drei Jahren nach der Anschaffung stirbt, beträgt rund 30 Prozent – Unfälle und Missgeschicke inbegriffen. Die Ausfallquote wegen Hardware-Defekten liegt bei durchschnittlichen 20 Prozent. Das hat eine Untersuchung des amerikanischen Geräteversicherers Squaretrade ergeben. Netbooks sind noch kurzlebiger als Notebooks, und teure PCs der gleichen Marke halten länger als billige. Doch welches sind die zuverlässigsten Laptops?

Die Überraschung findet sich am Ende der Rangliste: Hier steht HP, mit einer Ausfallquote von 25,6 Prozent in den ersten drei Jahren. Aber auch andere grosse Namen schneiden nicht viel besser ab. Gateway weist eine Sterberate von 23,5 Prozent aus, Acer liegt bei 23,3 und Lenovo etwas bei 21,5 Prozent. Im Mittelfeld sind Dell und Apple zu finden, mit 18,3 respektive 17,4 Prozent. Die ersten drei Plätze der Liste belegen Asus, Toshiba und Sony, mit 15,6 Prozent, 15,7 Prozent und 16, 8 Prozent.
HP verkauft übrigens weltweit am meisten Laptops. Gemäss IDC waren es im letzten Jahr gegen 16 Millionen Stück. 
Squaretrade hat für die obige Studie insgesamt 30'000 ausgefallene Laptops und Netbooks analysiert. Netbooks, die kleinen und billigen Geschwister der Notebooks, die in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen haben, haben gemäss dieser Untersuchung eine um 20 Prozent höhere Ausfallrate als die günstigsten Notebooks, die im Übrigen eher kaputt gehen, als teurere Geräte.
Man kann davon ausgehen, dass die relativ hohen Ausfallraten viel damit zu tun haben, wie die Geräte benutzt und behandelt werden. Mit anderen Worten: Je besser Sie Ihr Notebook behandeln, desto grösser ist die Chance, dass es länger lebt.

Thursday, November 19, 2009

Spieglein, Spieglein an der Wand...

… welcher Computerhersteller bietet den besten Service im ganzen Land? Das wollte das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) wissen, und da es über keinen magischen Spiegel verfügt, führte es bei 16 führenden Computerherstellern einen Servicetest in den Bereichen Beratung und Support durch. Mit 500 Anfragen wurde die Servicequalität der PC-Hersteller am Telefon und per e-Mail untersucht. Die Tester holten Auskünfte zu Produkten, Leistungsmerkmalen und technischen Problemen ein. Zudem wurden die Internetseiten der Unternehmen analysiert.

Die DISQ-Studie wurde im Auftrag von n-TV durchgeführt. Den besten Service bot, wie schon im letzten Jahr, die Firma Samsung. Das Unternehmen liefert den besten telefonischen Service, überzeugte bei der e-Mail-Bearbeitung sowie mit einem guten Internetauftritt. Der zweite Platz ging an Fujitsu, wo der beste e-Mail-Service geboten wurde. Lenovo erzielte mit solidem Service in allen untersuchten Bereichen den dritten Rang. Sechs der 16 Computerhersteller konnten nur mit dem Prädikat „ausreichend“ bewertet werden, lediglich fünf erzielten ein „gut“. Große Defizite gab es bei der telefonischen Beratung. Bei 60 Prozent der Telefonate bemängelten die Tester die unstrukturierte Gesprächsführung. Bei fast einem Drittel der Beratungen wurden Fachbegriffe benutzt, ohne diese zu erklären. Bei der e-Mail-Beantwortung wurde oft die geringe Individualität kritisiert. Im Durchschnitt dauerte es 37 Stunden, bis die Anfragen beantwortet wurden. Unrühmlicher Höhepunkt: Apple und MSI antworteten auf nur jede zehnte Anfrage. Nur mit dem Prädikat „befriedigend“, wurden die Internetauftritte der Hersteller bewertet. Fast die Hälfte der Tester war mit der optischen Gestaltung der Internetseiten nicht zufrieden.
Fas gleichzeitig hat DISQ übrigens auch die Servicequalität der zehn wichtigsten Handyhersteller getestet. Auch in dieser Studie landete Samsung auf dem Spitzenplatz – die Koreaner scheinen nicht nur zu wissen, was guten Service ausmacht, sondern auch, wie er kompetent und konstant geboten wird. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten Nokia und Sony Ericsson.