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Monday, February 6, 2023

Die Tech Branche streicht sich zusammen

Nun hat es auch den Computerhersteller Dell erwischt: Das Unternehmen will wegen der rückläufigen PC-Nachfrage 6650 Mitarbeiter entlassen. Das sind rund fünf Prozent der weltweiten Belegschaft. Man sei mit schwierigen Marktbedingungen und einer ungewissen Zukunft konfrontiert, und die bisherigen Kostensenkungsmassnahmen seien nicht genug, gab COO Jeff Clarke in einem Memo bekannt. Dell hat während der Pandemie sehr gute Geschäfte gemacht. Unzählige Schüler und Angestellte mussten mit PC ausgerüstet werden, damit sie ihre Aufgaben zuhause erledigen konnten. Noch im ersten Quartal 2021 wurden rund 70 Millionen Laptops und Desktops ausgeliefert. Seitdem ist jedoch ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen - die Mitarbeiter sind zum grössten Teil wieder im Büro und die Schüler wieder in der Schule.
Den Daten von IDC zufolge hat Dell im letzten Jahr im Vergleich zu seinen wichtigsten Konkurrenten den größten Rückgang bei den Auslieferungen zu verzeichnen. Dell hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres 10,8 Millionen Geräte ausgeliefert, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 17,2 Millionen gewesen – das entspricht einem Rückgang von mehr als 37 Prozent.

Dell ist allerdings kein Einzelfall. HP will ebenfalls 6000 Angestellte entlassen. Inflation und eine drohende Rezession belasten die ganze Technologiebranche:

Nach der Pandemie schrumpft der PC-Markt -
und Dell leidet darunter.             Bild dell.com

«Die Google-Mutter Alphabet etwa streicht weltweit 12 000 Stellen, beim Software-Konzern Microsoft sind es 10000 Jobs, die wegfallen. Und die Facebook-Mutter baut 11000 Jobs ab - erstmals überhaupt seit der Firmengründung 2004. […] Bei Salesforce sind es 8000 Jobs. Der SAP-Rivale will zudem auch mehrere Standorte schließen. Der Netzwerkausrüster Cisco hat sich ebenfalls ein Restrukturierungsprogramm auferlegt. In dessen Rahmen könnten bis zu fünf Prozent der Stellen gestrichen werden. Aber auch Europa bleibt nicht verschont. SAP, Europas größtes Software-Haus, hat nach einem Gewinnrückgang den Abbau von 3000 Jobs angekündigt, etwa 2,5 Prozent der SAP-Belegschaft. […] Der Online-Händler Amazon will sogar mehr als 18000 Jobs streichen, vor einigen Monaten hatte ein Insider noch von lediglich 10000 Jobs gesprochen.» (sueddeutsche.de)

Tuesday, January 14, 2020

Windows-Updates fördern den PC-Markt

Nach sieben mageren Jahren, während deren der PC-Markt weltweit schrumpfte, scheinen jetzt wieder bessere Zeiten anzubrechen. Der weltweite Markt für PCs, einschliesslich Desktops, Notebooks und Workstations, schloss das Jahr 2019 mit einem beeindruckenden Wachstum von 4,8 Prozent ab. Das berichtet International DataCorporation (IDC). Dabei spielte Microsoft eine wichtige Rolle.


Insgesamt stiegen die weltweiten Auslieferungen im Jahr 2019 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das macht 2019 zum ersten vollen Jahr mit PC-Wachstum seit dem Jahr 2011. "Das vergangene Jahr war ein wildes Jahr in der PC-Welt, was zu einem beeindruckenden Marktwachstum führte“, sagt Ryan Reithvon IDC. "Der Markt wird auch 2020 mit Herausforderungen zu kämpfen haben, aber dieses Jahr war ein klares Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach PCs trotz des Trends zu neuen Formfaktoren und der Nachfrage nach mobilen Computern immer noch vorhanden ist.“
Gemäss IDC hat die Einstellung der Unterstützung für Windows 7 viel zu diesem Aufschwung beigetragen. Das habe besonders den grössten drei Herstellern Lenovo, HP und Dell dabei geholfen, ihre Position auf dem Markt weiter zu festigen. Die drei Grössten besitzen einen gemeinsamen Anteil von etwas mehr als 65 Prozent des Marktes - im Jahr 2018 waren es noch 63 Prozent.

Lenovo behielt die Spitzenposition und konnte im Vergleich zu 2018 weitere Marktanteile gewinnen. Das Unternehmen schloss das Jahr mit einem Marktanteil von 24,3 Prozent ab.
HP steigerte den PC-Verkauf 2019 um 4,8 Prozent mit einem starken Wachstum von 6,9 Prozent im vierten Quartal. HP konnte seinen Marktanteil auf 23,6 Prozent steigern - von 23,1 Prozent im Jahr 2018. Dell behielt auch 2019 die dritte Position im PC-Markt und konnte seinen Marktanteil gegenüber 2018 um 0,5 Punkte auf 17,5 Prozent weltweit ausbauen. Dell verbuchte im letzten Quartal ein eigenes Rekordhoch bei den Auslieferungen und führte die Top-OEMs mit einem Wachstum von 10,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Das Wachstum kam hauptsächlich dank eines robusten US-Markts.
Das Verkaufsvolumen der Macs von Apple ging im vierten Quartal mit 4,7 Millionen ausgelieferten Einheiten zurück, was einem Rückgang von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch im Gesamtjahr 2019 ging das Auslieferungsvolumen um 2,2 Prozent zurück. Die anhaltende Dynamik von Apple im Bereich iPad und iPhone hat die Herausforderungen bei den Mac-PCs jedoch mehr als ausgeglichen.


Thursday, March 24, 2011

Die Halbwertszeit von IT-Applikationen

In vielen Unternehmen ist die IT-Infrastruktur nicht mehr up-to-date. Laut eigenen Aussagen von IT-Leitern in verschiedensten Branchen, müsste das Applikationsportfolio bei 85 Prozent aller Firmen rationalisiert werden. Bei 50 Prozent aller Unternehmen ist gar die Hälfte aller Anwendungen redundant.

Die Aktualität der IT-Applikationen wurde in einer Untersuchung von Capgemini und HP unter die Lupe genommen. Dafür wurden ausführliche Interviews mit IT-Leitern durchgeführt.  Beinahe 60 Prozent dieser Verantwortlichen erklärten, dass sie aktuell "mehr" oder "viel mehr" Applikationen unterstützen als sie für ihr Geschäft benötigen. Im Durchschnitt sei jede fünfte IT-Applikation redundant - die Hälfte der Befragten gibt sogar an, dass dies auf bis zu 50 Prozent ihrer Applikationen zutrifft. Nach Jahren des Sparens steigt damit also der Innovationsdruck bei den Unternehmen und deren IT-Abteilungen wieder an.
Über 55 Prozent der befragten grossen Unternehmen bestätigen, das mindestens die Hälfte ihrer Applikationen massgeschneidert sind und damit die technische Komplexität der benötigten Plattformen und Technologien erhöhen. Gleichzeitig geben nur 13 Prozent an, dass die unterschiedlichen Teams für Applikationsentwicklung und -pflege aufeinander abgestimmt sind.
Die enorme Anzahl an unterstützten Applikationen - bis zu 10.000 in grossen globalen Unternehmen - in Verbindung mit einem geschätzten Datenzuwachs von durchschnittlich fünf Prozent pro Monat bedeutet, dass das Applikationsmanagement zu einer ernsthaften Herausforderung wird. Getrieben durch die zunehmende Verlagerung von Applikationen in die Wolke (Cloud Computing), wird sich darüber hinaus der Bedarf nach einer systematischen Stilllegung von Applikationen beschleunigen. Folgende Hürden seien dabei zu überwinden:
  • Die Kosten von Abschaltprojekten,
  • kulturelle Widerstände gegen die Veränderung,
  • der Mangel an qualifizierten Entwicklern für die Migration der Daten von den Alt-Applikationen,
  • das mangelnde Bewusstsein für die hohe Bedeutung der Applikationen.
Der vollständige Application Landscape Report 2011 mit den Untersuchungsergebnissen steht hier als PDF zum Download bereit: http://www.presseportal.de/go2/application-landscape-report

Monday, November 8, 2010

Welches Notebook ist für Sie?

Brauchen Sie bald ein neues Notebook und wollen dafür so um die 1000 Franken ausgeben? Dann werden Ihnen die Ergebnisse eines Notebook-Tests der Computerwoche wie gerufen kommen.

Notebooks sind immer noch die beliebtesten PCs – sie haben sich in den letzten Jahren zu äusserst leistungsfähigen Alleskönnern entwickelt, die gerade fürs Geschäft – aber nicht nur – äusserst praktisch sind – unter anderem natürlich weil sie portabel sind. Ausserdem sind die Preise parallel zur Leistungszunahme gesunken. Bis die Notebooks von den Smartphones verdrängt werden, wie einige Experten voraussagen, wird es sicher noch eine Weile dauern. Deshalb sind wir immer dankbar für aussagekräftige Tests, die beim Kaufentscheid helfen.
Die Computerwoche hat jetzt 13 Notebooks unter die Lupe genommen, das teuerste davon kostet 800 Euros (1070 Franken). Dabei wurden interessante Ergebnisse notiert. Zitat:
“Im Test arbeiteten die Notebooks mit Intel-Prozessor um 30 bis 40 Prozent schneller als die AMD-Fraktion. Die höhere Taktrate und der größere Cache-Zwischenspeicher der Intel-Prozessoren bringen die meisten Programme mehr in Schwung als die drei oder vier echten Rechenkerne der AMD-Konkurrenten. Im internen Intel-Duell lagen die Corei5-Notebooks beim Arbeitstempo um rund 10 Prozent vor den Core-i3-Modellen. Der kleine Tempovorteil ist im Alltag aber kaum spürbar.“
Die Testergebnisse variieren nicht sehr stark – echte Ausreisser gibt es nicht. HP bildet in beiden Gruppen das Schlusslicht, Packard Bell und Acer nehmen jeweils den ersten Platz ein.

Wednesday, February 17, 2010

Milliarden-Marken

Die bekanntesten Marken der Welt sind viele Milliarden Dollar wert. Die neuste Ausgabe der Rangliste der wertvollsten Marken der Welt zeigt, dass immer noch amerikanische Marken auf den Weltmärkten am relevantesten sind. Digitale Marken sind in der Rangliste der wichtigsten zehn Brands sehr prominent vertreten.

Walmart ist die Nummer eins der Markenrangliste: Der grösste Detailhändler der Welt ist als Unternehmen rund 191 Milliarden Dollar wert, der Markenname schlägt mit 41 Milliarden Dollar zu Buch. Schon auf dem zweiten Platz der Namenshitparade kommt Google, eine Firma, die es erst seit 13 Jahren gibt. Diese Zeit haben die Gründer aber gut genutzt: Google ist heute 158 Milliarden Dollar Wert, die Marke Google immerhin 36 Milliarden Dollar. Auf dem dritten Platz findet sich eine “alte“ Marke: Der Name Coca Cola ist immerhin noch 35 Milliarden Dollar Wert.
Die neuste Rangliste der wertvollsten Marken wurde gerade wieder im Brand Finance Global 500 Report publiziert. Sie zeigt, dass die Hälfte der wertvollsten zehn Marken der Welt zu “digitalen“ Firmen gehören: Neben Google sind das IBM (Platz 4), Microsoft (Platz 5), Vodafone (Platz 7) und HP (Platz 9).
Apple hat in der Markenrangliste seit letztem Jahr ganz schön aufgeholt: Die Mac-, iPhone, iPad-Firma steht gegenwärtig auf dem 19. Platz mit einem Markenwert von 20 Milliarden Dollar. Im letzten Jahr war es noch der 27. Platz gewesen.
Die wertvollste Schweizer Marke ist übrigens Nestlé, zu finden auf dem 65. Platz. Bankenmarken haben ein hartes Jahr hinter sich, wie wir alle wissen: Es verwundert deshalb nicht weiter, dass CS und UBS sich auf den Rängen 91 und 94 finden, im Vorjahr waren es noch Rang 76 und 78 gewesen.

Das sind die 20 teuersten Marken der Welt:
1 Walmart
2 Google
3 Coca‐Cola
4 IBM
5 Microsoft
6 GE
7 Vodafone
8 HSBC
9 hp
10 Toyota
11 AT&T
12 Santander 
13 Verizon
14 Wells Fargo
15 Budweiser
16 Tesco
17 McDonald's
18 Walt Disney
19 Apple
20 Nokia

Tuesday, December 1, 2009

Welche Lebenserwartung hat Ihr Notebook?

Die Chance, dass Ihr Laptop in den ersten drei Jahren nach der Anschaffung stirbt, beträgt rund 30 Prozent – Unfälle und Missgeschicke inbegriffen. Die Ausfallquote wegen Hardware-Defekten liegt bei durchschnittlichen 20 Prozent. Das hat eine Untersuchung des amerikanischen Geräteversicherers Squaretrade ergeben. Netbooks sind noch kurzlebiger als Notebooks, und teure PCs der gleichen Marke halten länger als billige. Doch welches sind die zuverlässigsten Laptops?

Die Überraschung findet sich am Ende der Rangliste: Hier steht HP, mit einer Ausfallquote von 25,6 Prozent in den ersten drei Jahren. Aber auch andere grosse Namen schneiden nicht viel besser ab. Gateway weist eine Sterberate von 23,5 Prozent aus, Acer liegt bei 23,3 und Lenovo etwas bei 21,5 Prozent. Im Mittelfeld sind Dell und Apple zu finden, mit 18,3 respektive 17,4 Prozent. Die ersten drei Plätze der Liste belegen Asus, Toshiba und Sony, mit 15,6 Prozent, 15,7 Prozent und 16, 8 Prozent.
HP verkauft übrigens weltweit am meisten Laptops. Gemäss IDC waren es im letzten Jahr gegen 16 Millionen Stück. 
Squaretrade hat für die obige Studie insgesamt 30'000 ausgefallene Laptops und Netbooks analysiert. Netbooks, die kleinen und billigen Geschwister der Notebooks, die in den letzten Jahren enorm an Beliebtheit gewonnen haben, haben gemäss dieser Untersuchung eine um 20 Prozent höhere Ausfallrate als die günstigsten Notebooks, die im Übrigen eher kaputt gehen, als teurere Geräte.
Man kann davon ausgehen, dass die relativ hohen Ausfallraten viel damit zu tun haben, wie die Geräte benutzt und behandelt werden. Mit anderen Worten: Je besser Sie Ihr Notebook behandeln, desto grösser ist die Chance, dass es länger lebt.