Sunday, October 28, 2012

Windows 8: wieso eigentlich?

Für Microsoft macht Windows 8 durchaus Sinn: Endlich ein Betriebssystem, mit dem man in der Domäne der Tablets, die bis jetzt von den Anderen beherrscht wurde, auch mitreden kann. Gleichzeitig hat man auch noch das OS für die PCs rundum-erneuert. Doch wie sieht es für den Anwender aus? Macht Windows 8 da auch Sinn? Aktuelle Umfragen zeigen, dass die Anwender skeptisch sind.

Windows 8 auf dem Microsoft Surface: Umgewöhnen und dazulernen
ist erforderlich.
Ich hab mir vor rund 8 Monaten ein brandneues PC-System angeschafft. Total leistungsfähig, schnell und bewährt. Es läuft mit Windows 7, einem Betriebssystem das eigentlich rundum gute Noten bekommen hat. Auch die restliche Software von Microsoft ist ziemlich neu: Office 2010 bringt gegenüber meiner vorherigen Version, Office 95, die noch auf XP lief, viele Vorteile.
Doch jetzt kommt Windows 8 – und alles soll ganz anders werden.
“Windows 8 ist dafür optimiert worden, auf berührungsempfindlichen Bildschirmen zu laufen. Dazu wurde der altbekannte Desktop in den Hintergrund geschickt und durch eine neue Startseite ersetzt, auf der große Kacheln Programme und Apps repräsentieren. Microsoft hat hier das von Windows Phone 8 bekannte Prinzip der Live Tiles übernommen, die Inhalte dynamisch aus dem Netz nachladen. So können auf einer Kachel beispielsweise Wetterinformationen, Börsenkurse oder die neuesten Tweets von Freunden angezeigt werden. Für den Umgang mit diesen Kacheln und Windows-8-Apps hat Microsoft ein ganz neues System von Fingergesten eingeführt. Weil die ganz anders sind als das System von Maus und Tastatur, nach dem ältere Windows-Versionen gesteuert wurden, legen viele Hardware-Hersteller ihren Touchscreen-Computern Merkblätter zur Gestensteuerung bei…“
Gestensteuerung? Brauch ich denn das?
Die Antwort des Handelsblattes fällt so aus, wie ich sie mir im Moment wünsche. Wer keine Zeit hat, sich mit dem neuen Windows vertieft einzulassen, soll noch die Finger davon lassen:
“Microsoft hat Windows so gründlich überarbeitet wie seit 1995 nicht mehr. Das neue Gesicht des Betriebssystems ist modern und schick. Doch selbst Computer-Kenner werden einige Zeit benötigen, um sich an die neue Bedienung zu gewöhnen. Zumal es noch nicht ohne die alte Windows-Welt geht und somit ein umständliches Hin- und Herschalten nicht zu vermeiden ist. Zusätzliche Verwirrung stiften die verschiedenen Versionen des Systems. Obwohl alle Windows im Namen tragen, laufen beispielsweise bestimmte Programme nicht auf der RT-Version für Tablet-Computer.Angesichts dieser Umstellungen ist gut möglich, dass gerade unerfahrene Anwender lieber gleich die Finger vom doppelten Windows lassen. Wer sich einen Rechner mit dem Betriebssystem zulegt, sollte sich unbedingt Zeit nehmen, um das neue System mit seinen Tricks kennen zu lernen. Es lohnt sich durchaus.”
Wie die meisten professionellen Anwender hab auch ich nicht stunden-, tage und wochenlang Zeit, mich an das neue System zu gewöhnen. Zumal Windows 7 ein hervorragendes OS ist.
Ich habe mir aber vorgenommen, den Einstieg schrittweise vorzunehmen. Meinen Laptop werde ich durch ein Windows 8 Tablet ersetzen. Daswird mir Gelegenheit geben, das neue Betriebssystem kennenzulernen. Und wenn dann mein Hauptsystem in ein paar Jahren ersetzt werden muss, werde ich Win 8 schon kennen.
Ich erhoffe mir vom neuen OS technischen Fortschritt, mehr Stabilität und Schnelligkeit. Wer das nicht braucht, könnte ja heute immer noch mit Windows XP arbeiten - wie das übrigens Millionen von Anwendern tatsächlich tun.

Wednesday, October 24, 2012

Amazon - und wie man im Kundendienst alles falsch macht

Da hat sich der führende Buchverkäufer der Welt böse in den Fuss geschossen. Wegen eines Problems mit einem Kundenkonto, habe das Unternehmen einer Kundin in Norwegen den Kindle ferngesteuert gelöscht und ihr zugleich empfohlen, sie soll sich einen anderen Buchladen suchen. Was das Problem sei, hat man Linn, der Kundin, allerdings nicht mittgeteilt.

Alles nur geliehen: Bücher im Kindle sind zwar bezahlt,
gehören aber trotzdem nicht dem Leser.
Diese Story ist so vielschichtig, dass man gar nicht so recht weiss, wo man beginnen soll. Also das Wichtigste zuerst: Bei Amazon gekaufte E-Bücher gehören nicht Ihnen, sondern sind nur geliehen. Das steht so in den Geschäftsbedingungen. Haben Sie das gewusst? Zitat aus der Frankfurter Rundschau:
Der Fall wirft ein Schlaglicht darauf, was den meisten Nutzern nicht bewusst ist: Digitale Bücher bei Amazon zu kaufen, so heißt es eindeutig in den Nutzungsbedingungen, bedeutet eben nicht, sie wirklich zu kaufen. Die Inhalte werden dem Nutzer von Amazon nur bereitgestellt. Verstößt der Nutzer gegen die Nutzungsbedingungen des E-Book-Giganten, behält es sich Amazon vor, die Bücher wieder zu entziehen. Im Fall der Norwegerin könnte der Verstoß daran gelegen haben, so wird im Netz vermutet, dass sie ein Buch auf der englischen Amazon-Website kaufte - dieses aber nicht in Norwegen bezogen werden konnte.“
Amazon hat sich mit dem Management dieses Falles einen ganz schlechten Dienst erwiesen. Die Angelegenheit hat sich wie ein Lauffeuer weltweit herumgesprochen und verunsichert natürlich nicht nur bestehende, sondern vor allem auch potentielle E-Buch-Kunden – die sich jetzt zu Recht fragen könnten, ob sich wohl ein “richtiges“ Buch nicht doch besser zu Ende lesen lasse. Meint die Rundschau:
Schützen können sich die Kindle-Nutzer gegen den Großen Bruder Amazon nicht: Anders als andere E-Book-Anbieter betreibt Amazon den Kindle als Festung – es ist nicht möglich, die E-Books aus dem Kindle-Lesegerät oder der Kindle-App in andere Apps oder Lesegeräte zu importieren. Wer sich auf Amazon festlegt, ist dem Konzern ausgeliefert.“
Drei wichtige zusätzliche Bemerkungen sind zu machen. Scheinbar weiss (ausser Amazon) niemand, weshalb es so weit gekommen ist – auch nicht die betroffene Leserin. Ob das stimmt, bleibe dahingestellt. Wenn es so wäre, dass Amazon eine völlig unbescholtene Kundin so schlecht behandelt hat, wäre der Fall noch viel schlimmer, als er so schon erscheint.
Zweitens behauptet Amazon, der Kundin sei nur das Konto gesperrt worden. Das Löschen der Bibliothek sei ein auf einen technischen Fehler im Kindle zurückzuführen...
Drittens: Am Ende hat sich Amazon auf eine alte Verkäuferweisheit besonnen, die da heisst: Der Kunde hat immer recht. Das Konto der betroffenen Norwegerin wurde restauriert, und wie es sich am Ende eines Buches gehört, lebten alle glücklich mit ihren Kindles bis an ihr Lebensende. Ausser vielleicht der Kundenmanager bei Amazon, der sich mit Linn die falsche Kundin zum Durchgreifen ausgesucht hatte.

Monday, October 22, 2012

Google auf dem absteigenden Ast?

In der Internetwelt ist fast alles möglich – aber dass Google in ein paar Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwinden soll, erscheint doch eher unwahrscheinlich. Unmöglich ist es aber sicher nicht. Vielleicht erinnern sie sich noch an Yahoo oder AltaVista – es ist ja noch nicht so lange her. Aber suchen Sie noch damit?

Die Mobilität der User hilft dem Geschäft nur bedingt: mobile Werbung
bringt weniger Geld als PC-Werbung. Das gilt nicht nur für Google, sondern
auch für Facebook. (Bild Google)
Da drückt einer auf den falschen Knopf und schon rauschen die Kurse talwärts – so geschehen mit den Google-Aktien letzte Woche. Ein paar Milliarden Dollar lösen sich in Minutenschnelle in Luft auf und wecken Erinnerungen an jenen Amerikanischen Senator,der einmal gesagt hat: “Eine Milliarde hier, eine Milliarde dort – und plötzlich geht es um richtiges Geld…“. Damit beschrieb er nicht nur die Einstellung vieler Politiker zum Umgang mit Steuergeldern recht präzise, sondern könnte durchaus auch die aufgeblasenen Börsenkurse gewisser Internetfirmen angesprochen haben (Everett Dirksen verstarb allerdings schon 1969, lange bevor Google und Co. existierten).
Genau diese Börsenkurse mit ihren riesigen Einbrüchen haben nun gewisse Zweifler auf den Plan gebracht. Cadie Thompson schreibt auf CNBC, dass Google in fünf bis acht Jahren durchaus in die Bedeutungslosigkeit versinken könnte. Sie beruft sich dabei auf den Investmentspezialisten Eric Jackson, der Google mit Yahoo vergleicht. Yahoo sei mal der König der Internetsuche gewesen; heute sei die Suchmaschine quasi inexistent. Jackson sieht die potentiellen Probleme für Google darin, dass die Mobilität der User Überhand nimmt. Immer mehr Verbraucher suchen mit mobilen Geräten, die Werbung hinkt da aber weit hinterher, weil Unternehmen sich auf den kleinen Bildschirmen nicht sehr gut ins Bild setzen können. Deshalb sind mobile Inserate auch billiger als PC-Werbung.
Diese Situation biete eine grossartige Gelegenheit für ein junges Unternehmen, eine komplett neue Idee für die Internetsuche in der mobilen Welt zu verwirklichen.
Man darf gespannt sein. Immerhin ist das Potential für einen totalen Umbruch in der digitalen Gesellschaft immer gegeben – man denke an die Entwicklung der letzten 25 Jahre: PC, Internet, Handy, Smartphone, Tablet. Die nächste grosse Idee wird die digitale Gesellschaft wieder von Grund auf umkrempeln!   

Friday, October 19, 2012

Der Kriminalist im PC

Diebe, die IT-mässig nicht auf der Höhe sind, rechnen nicht damit, dass es Applikationen gibt, die ihnen in kürzester Zeit auf die Spur kommen. Das merkten kürzlich wieder zwei dreiste Laptop-Diebe, die beim Nachbar eingebrochen waren und seine Elektronik geklaut hatten.

Wie die National Post, eine Kanadische Tageszeitung berichtete, kam ein junges Paar in Ontario nach Hause und stellte fest, dass die Wohnung aufgebrochen und ausgeraubt worden war. Auch ein MacBook Pro-Laptop fehlte, und dieser war mit der Applikation “Find my Mac“ ausgerüstet. Dabei handelt es sich um eine Gratis-App, durch die sich der Standort eines Gerätes mit Hilfe lokaler WiFi-Signale ermitteln oder den PC verriegeln – oder gar löschen lässt. Im obigen Fall, stellten die Bestohlenen (mit Hilfe eines weiteren Gerätes) schnell fest, das ihr MacBook sich ganz in der Nähe befand – es war sogar noch in deren Netzwerk eingeloggt. Die herbeigerufene Polizei verhaftete die Bewohner der Nachbarwohnung und konnte die gestohlenen Geräte sicherstellen.
Ähnliche Storys passieren immer häufiger – vor allem auch mit gestohlenen Smartphones. Es gibt inzwischen unzählige Apps, die dafür sorgen, dass Diebe sich nur bedingt oder für kurze Zeit an ihren gestohlenen Geräten erfreuen können. Eine der beliebtesten ist Prey (siehe untenstehendes Video), die hier ausführlich beschrieben wird und die es auch in einer professionellen Ausführung für Unternehmen gibt. Eine solche App zu installieren ist unkompliziert - und könnte sich schnell einmal lohnen!
Ähnliche Sicherheitssysteme werden übrigens immer öfter auch in Autos eingebaut – dort geht es dann soweit, dass die Polizei das gestohlene Fahrzeug nicht nur leicht finden,sonder sogar ferngesteuert stoppen kann, wenn sie auf der Spur des Diebes ist.


Tuesday, October 16, 2012

Social Media im Unternehmen: Was man darf - und was nicht

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich, Mitarbeitern klare Regeln zur Kommunikation im Social Web an die Hand zu geben. In den Jahren 2010 und 2011 wurden jeweils mehr als doppelt so viele Richtlinien über den Umgang mit dem Web 2.0 veröffentlicht als noch 2009. Ausschnitt Medienbeobachtung hat 55 öffentlich verfügbare Social Media-Guidelines auf der Basis einer klassischen Inhaltsanalyse untersucht.

Aus der Ausschnitt-Studie: Gewisse Phrasen wiederholen sich in
verschiedenen Richtlinien - wohl aus gutem Grund.
Die Ergebnisse der Studie hat das Unternehmen zusammengestellt und veröffentlicht.Dabei  handelt es sich um interessantenStoff, der, nach dem Motto, wie machen es die Anderen? geradezu zum Vergleichen auffordert. (Hier kann zum Beispiel die Richtlinie des Schweizer Radio und Fernsehens eingesehen werden).
In Social Media ist Berufliches und Privates schwer trennbar. Unternehmen sehen sich deshalb zunehmend gezwungen und gut beraten, den Umgang mit sozialen Netzwerken in Bezug auf das Arbeitsumfeld zu regeln und Tipps im Umgang mit solchen Plattformen zu geben. Trotz der großen Unterschiede lassen sich einige Ergebnisse wie folgt zusammenfassen:
  • Die Mehrheit der untersuchten Social-Media-Richtlinien stammt von grossen internationalen Konzernen. Etwa die Hälfte von ihnen stammt aus Industrie, Handel und der IT-Branche.
  • Unternehmen wünschen sich Angestellte, die im Social Web "ehrlich", "authentisch", "respektvoll", "höflich" und "transparent" auftreten. Häufig fordern Firmen zudem ihre Mitarbeiter dazu auf, ihren "gesunden Menschenverstand" einzusetzen.
  • 53% der Unternehmen nutzen Social Media-Guidelines nicht nur, um Rahmenbedingungen für die Kommunikation in Social Media festzulegen, sondern auch, um eindeutige Inhaltsempfehlungen zu geben.
  • Arbeitgeber fordern Verbindlichkeit. Fast zwei Drittel aller von Ausschnitt Medienbeobachtung untersuchten Social-Media-Richtlinien sind für Mitarbeiter bindend.
  • 62% der Arbeitgeber bitten um Identifikation der Arbeitnehmer im Netz.
  • Ein Drittel aller Arbeitgeber droht bei Nichtbeachtung der Social-Media-Richtlinien mit Konsequenzen. Diese können von der Löschung der Beiträge bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses reichen.
  • Zwei Drittel der Unternehmen wollen, dass ihre Guidelines intern bleiben.
Scheinbar gibt es nur wenige Unternehmen, die ihren Mitarbeitern den Besuch von Social-Media-Sites erschweren oder verbieten. Dazu meint die Ausschnitt-Studie:
Nur in 5% aller Guidelines werden kon­krete Angaben bezüglich der Nutzungsdauer von Social Media während der Arbeitszeit gemacht. Ein Viertel der Unternehmen erlaubt Angestellten, ihre Zeit im Web nach eigenem Ermessen festzulegen. Passend dazu kam die Universität Kopenhagen im Juni 2011 zu dem Schluss, dass es kontra­produktiv sei, Mitarbeitern das Surfen im Netz zu verbieten; ein kurzer Aufenthalt im Social Web zwischen zwei Arbeitsschritten könne sogar leis­tungssteigernd wirken.“
Die in der Studie erkennbaren Trends und Tendenzen sollen den PR-und Marketing-Verantwortlichen beim Verfassen eigener Social-Media-Richtlinien helfen. Sie bieten unter anderem eine Übersicht zur inhaltlichen Ausgestaltung der Guidelines, zur Haltung der Unternehmen gegenüber Social Media und zu den Handlungsspielräumen der Mitarbeiter.

Monday, October 15, 2012

Mit dem iPhone den Discounter suchen


Lidl ist Deutsch und billig – und in der Schweiz am Aufbau eines Filialnetzes. Und die potentiellen Kunden scheinen es nicht abwarten zu können, bis sie dort einkaufen können. Zu dieser Schlussfolgerung darf man kommen, wenn man die Statistiken der Ladensuch-Applikation filialsuche.ch auswertet. Interessant ist: Ein Drittel aller Suchanfragen kommt von mobilen Geräten; 70 Prozent von diesen werden auf iPhones oder iPads eingetippt!

Von 100'000 Besuchern des Multi-Store-Locators www.filialsuche.ch suchen über 20'000 nach einer Lidl Filiale, gefolgt von den Usern, welche nach einem Hornbach oder Interdiscount Standort Ausschau halten.
In der Rangliste der Suchanfragen liegt Lidl mit Abstand an der Spitze, und das weit vor allen anderen Lebensmittelhändlern. Bei filialsuche.ch hat man dafür eine einfache Erklärung:
«Dies ist durch das im Moment noch wesentlich lichtere Filialnetz der deutschen Ladenkette erklärbar. Das im Vergleich geringe Suchaufkommen bei Denner oder Coop, liegt schlicht an deren hohen Abdeckung. Auf eine Denner Filiale kommen im Schnitt etwa 10'000 Einwohner. Bei einer Lidl Verkaufsstelle sind dies mehr als 95'000. Dazu kommt das die Filialen von Lidl teilweise noch brandneu sind und die Konsumenten die Standorte einfach noch nicht kennen.»
Nach Lidl folgt der Baumarkt Hornbach, der mit aktuell sechs Schweizer Niederlassungen am zweithäufigsten gesucht wird. Insgesamt verteilt sich das Suchvolumen bei filialsuche.ch auf dreissig indexierte Detaillisten.
Auch aus der Statistik geht hervor: Knapp ein Drittel der gesamten Suchanfragen kommen von mobilen Geräten. Hier führt nach wie vor das iPhone zusammen mit dem iPad. Die beiden Apple Geräte kommen hier auf einen Anteil von 70%. Die übrigen Zugriffe stammen mehrheitlich von Smartphones und Tablets mit Android Betriebssystem.
Die kleine Statistik von filialsuche.ch zeigt, dass man auch in der dicht mit Läden bedienten Schweiz weiterhin neue Shops eröffnen kann - was wahrscheinlich nicht viel mit einem Bedürfnis, sondern mehr mit Kauflust als Freizeitgestaltung zu tun hat. Sie zeigt aber auch, dass das Smartphone als mobiles Endgerät das riesige Potential dieser Anwendergruppe erschliessen kann - sozusagen als Einkaufs-Tool für Schnäppchenjäger und andere User, für die Einkaufen sowohl Rappenspalten als auch Entertainment bedeutet. 

Thursday, October 11, 2012

Das Büro im Handy: App statt Website

Ein Geschäft zu eröffnen war nie einfach. Zunächst brauchte man erst mal eine eigene URL und Website, Visitenkarten, Werbebroschüren, ein Büro und eine Geschäftsadresse, wenn man seine Firma präsentieren oder sein Angebot auf dem globalen Marktplatz anbieten wollte. Kunden hatte man deswegen noch lange nicht, dafür aber laufende Kosten. Ein kleine App soll das nun ändern - zumindest für kleinere Unternehmen.

Das Logo der Mila-App: die Cloud hilft,
aus dem Smartphone ein Office zu
machen
Die Computerzukunft steckt im Handy: Als die Smartphones bei den Usern überhand zu nehmen begannen, gab es Experten, die bereits den Tod des PC voraussagten. Tatsächlich entwickelt sich der Markt in diese Richtung – die neustenVerkaufszahlen für PCs und Laptops zeigen es. Apps, wie Mila, unterstützen diesen Trend und könnten der Anfang einer Entwicklung sein, die nicht mehr so leicht aufzuhalten sein wird. Mila, ist eine neue Business App, die die Vorteile globaler Vernetzung demokratisiert und für jedermann zugänglich macht. Jeder, der ein Smartphone hat, kann Mila einsetzen. Mila verknüpft Cloud-Computing, Social-Media und semantische Analyse mit dem Web 3.0. 
Ob es sich um eine Reinigungsfirma, ein Cateringunternehmen, einen kleinen Schokoladen-Produzenten oder einen selbständigen IT-Berater handelt – werden die notwendigen Daten via Mila im Web hinterlegt, durchforstet die App soziale Netzwerke nach Kunden und Geschäftspartnern – und stellt auch gleich die Verbindung her.  
Mila kann einfach aus dem Apple App Store, Google Play oder dem App-Angebot eines Telekom-Anbieters aufs Smartphone heruntergeladen werden. Anhand einfacher Vorlagen erstellt man ein Profil von sich, seiner Firma, seines Angebots, komplett mit Logo und Fotos, und ist damit sofort online, mit eigener Web-Präsenz – und wird gleich von Google oder anderen Suchmaschinen gefunden. Es ist also nicht notwendig, dazu eine URL zu sichern und zu kaufen oder einen Webdesigner anzuheuern. Auch die Kosten für Webhosting, Server und Suchmaschinenoptimierung fallen in diesem Fall weg. 
Aber Mila hilft einem nicht nur, online präsent zu sein, sondern auch bei der Suche nach Kunden. Hat Mila in den Posts von Twitter, Facebook & Co. jemanden entdeckt, der auf der Suche nach einem Produkt oder einem Service ist, das dem eigenen Angebot entspricht, bekommt man von Mila eine Nachricht. Auch bei den nächsten Schritten hilft Mila, denn die App hält für wichtige Geschäftsvorgänge Formatvorlagen bereit, die über den Touchscreen des Smartphones ausgefüllt werden. Man braucht also kein Notebook oder Desktop-PC mehr. Die Rechnung wird zum Beispiel  papierlos direkt vom Smartphone an den Kunden gemailt. Und auch danach bleibt Mila dran: der Zahlungseingang wird kontrolliert und  –  wenn nötig – wird man darauf aufmerksam gemacht, dem Kunden eine Erinnerung zu schicken.
Erklärt Manuel Grenacher, Chef von Mila und CEO von coresystems, dem Schweizer Start-Up-Unternehmen, das Mila entwickelt hat:
“Vom Mobile Office, das keine Büroräume mehr braucht und das man überall hin mitnehmen kann, wird seit 10 Jahren geredet, aber heute wird es Realität. Wir kombinieren dazu das Beste zweier Technologie-Welten: dem Cloud-Computing und der semantischen Analyse. Das  Endgerät, also das Smartphone, dient nur noch dem Zugang, bildet das intuitive Interface -  allesandere läuft im Web oder in der Cloud. Man braucht keinen eigenen Server oder Speicherplatz und keine lokal installierten Programme mehr. Dazu kommt die semantische Analyse, die automatisch anhand von Suchbegriffen Daten analysiert, interpretiert und selbständig neue Informationen generiert. Tausende von Social Media-Einträgen werden permanent gefiltert bis Angebot und Nachfrage zusammen passen. Mila ist ein Kind des Web 3.0 – einer neuen Generation von intelligenten, semantischen WebAnwendungen.“  Mila startet zunächst in sieben verschiedenen Sprachen. Weitere Sprachen sind in Vorbereitung. Die Basisversion ist kostenlos. In Kernmärkten wird Mila zusätzlich zum Apple App Store und zu Google Play von Telekom-Providern angeboten: in der Schweiz z.B. von der Swisscom.