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Monday, August 3, 2015

Lebensmittel vom Webshop: was Kunden wollen

Auch viele abgebrühte Online-Shopper lassen den virtuellen Laden links liegen, wenn es um Lebensmittel geht. Eine Yahoo-Befragung in verschiedenen Europäischen Ländern hat versucht, die Gründe zu finden. Die Schweiz wurde in der Studie leider nicht eingeschlossen, die Resultate sind trotzdem interessant. Schliesslich bieten auch hier mehrere Detailhändler Online-Bestell- und Lieferdienste an. Ein Resultat: Für viele Konsumenten scheint der digitale Handel an seine Grenzen zu stossen, wenn es ums Essen geht: Sie wollen die Waren genau sehen und auch berühren, bevor sie kaufen.

Für Lebensmittel gelten im Handel spezielle Regeln: Kunden wollen die
Ware sehen und berühren, bevor sie kaufen.                                   Bild PfW
Für die Yahoo-Umfrage wurden immerhin 3‘228 Verbraucher in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Spanien online befragt. Die Hälfte von ihnen kauft Lebensmittel übers Internet ein. 
Dafür haben diese Kunden gute Gründe: Drei Viertel schätzen es, mit wenigen Klicks den Einkaufswagen zu füllen. Fast jeder Zweite kauft wegen der praktischen Lieferung nach Hause online ein, und jeder Dritte schätzt es, sich das Schleppen von Einkaufstaschen zu sparen. 
Klar macht die Befragung aber auch, was Kunden des stationären Handels vom Online-Kauf abhält. Drei Viertel der Befragten, die bisher nur in Geschäften vor Ort einkaufen, wollen die Ware vor dem Kauf vor den Augen haben und auch berühren.
Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer aus dieser Gruppe wartet ausserdem nicht gern auf Lieferungen und fast ein Drittel findet, die Lieferkosten seien zu hoch. 
Ein Teil der bisherigen Online-Verweigerer ließe sich  dazu bewegen, Dinge für den täglichen Bedarf übers Internet einzukaufen. Die Ansprüche sind allerdings eher unrealistisch, weil diese Kunden nämlich für den Service nicht bezahlen möchten – im Gegenteil: Sie möchten dass die Ware kostenlos geliefert würde und pünktlich eintrifft. Die Produkte müssten frisch und von hoher Qualität sein. Und jeder Vierte ließe sich nur zum Online-Kauf motivieren, wenn der Handel im Netz Rabatte anbieten würde.

Ob Online- oder Offline: Günstige Preise sind für die Befragten ohnehin eines der wichtigsten Kaufkriterien. Qualität ist Offline-Einkäufern etwas wichtiger, Online-Shoppern hingegen deutlich weniger.  

Monday, October 22, 2012

Google auf dem absteigenden Ast?

In der Internetwelt ist fast alles möglich – aber dass Google in ein paar Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwinden soll, erscheint doch eher unwahrscheinlich. Unmöglich ist es aber sicher nicht. Vielleicht erinnern sie sich noch an Yahoo oder AltaVista – es ist ja noch nicht so lange her. Aber suchen Sie noch damit?

Die Mobilität der User hilft dem Geschäft nur bedingt: mobile Werbung
bringt weniger Geld als PC-Werbung. Das gilt nicht nur für Google, sondern
auch für Facebook. (Bild Google)
Da drückt einer auf den falschen Knopf und schon rauschen die Kurse talwärts – so geschehen mit den Google-Aktien letzte Woche. Ein paar Milliarden Dollar lösen sich in Minutenschnelle in Luft auf und wecken Erinnerungen an jenen Amerikanischen Senator,der einmal gesagt hat: “Eine Milliarde hier, eine Milliarde dort – und plötzlich geht es um richtiges Geld…“. Damit beschrieb er nicht nur die Einstellung vieler Politiker zum Umgang mit Steuergeldern recht präzise, sondern könnte durchaus auch die aufgeblasenen Börsenkurse gewisser Internetfirmen angesprochen haben (Everett Dirksen verstarb allerdings schon 1969, lange bevor Google und Co. existierten).
Genau diese Börsenkurse mit ihren riesigen Einbrüchen haben nun gewisse Zweifler auf den Plan gebracht. Cadie Thompson schreibt auf CNBC, dass Google in fünf bis acht Jahren durchaus in die Bedeutungslosigkeit versinken könnte. Sie beruft sich dabei auf den Investmentspezialisten Eric Jackson, der Google mit Yahoo vergleicht. Yahoo sei mal der König der Internetsuche gewesen; heute sei die Suchmaschine quasi inexistent. Jackson sieht die potentiellen Probleme für Google darin, dass die Mobilität der User Überhand nimmt. Immer mehr Verbraucher suchen mit mobilen Geräten, die Werbung hinkt da aber weit hinterher, weil Unternehmen sich auf den kleinen Bildschirmen nicht sehr gut ins Bild setzen können. Deshalb sind mobile Inserate auch billiger als PC-Werbung.
Diese Situation biete eine grossartige Gelegenheit für ein junges Unternehmen, eine komplett neue Idee für die Internetsuche in der mobilen Welt zu verwirklichen.
Man darf gespannt sein. Immerhin ist das Potential für einen totalen Umbruch in der digitalen Gesellschaft immer gegeben – man denke an die Entwicklung der letzten 25 Jahre: PC, Internet, Handy, Smartphone, Tablet. Die nächste grosse Idee wird die digitale Gesellschaft wieder von Grund auf umkrempeln!   

Tuesday, November 10, 2009

Wo die Welt surft

Rund 1,2 Milliarden Menschen, also mehr als ein Fünftel der Weltbevölkerung, nutzen heute das Internet. Das sind 20 Prozent mehr als noch im letzten Jahr. Auf welchen Websites verbringen diese digitalen Weltbürger am meisten Zeit? Die amerikanische Firma Comscore, die sich auf die Messung digitaler Einheiten spezialisiert, weiss die Antwort.

Das Resultat dieses global-digitalen Beliebtheitswettbewerbes überrascht nur teilweise. Dass Microsoft zuoberst auf dem Podest steht, hat sicher auch damit zu tun, dass die meisten Anwender in der heutigen PC-Welt gar nicht darum herum kommen, immer wieder mal bei Microsoft hereinzuschauen, da deren Betriebssysteme die meisten unserer Computer antreiben. Ausserdem scheint auch Windows Live Messenger sehr beliebt zu sein, dessen User in diesem Fall für 70 Pozent aller Zeit, die bei Microsoft verbracht wird, verantwortlich sind. Das führt dazu, dass immerhin fast 15 Prozent aller Zeit, die weltweit im Internet verbracht wird, auf das Konto von Microsoft geht. Auf dem zweiten Rang findet sich Google – wer den sonst! Google beherrscht schliesslich den Suchmaschinenmarkt mit einem Useranteil von rund 80 Prozent. Wer sucht, der findet, in der digitalen Welt fast immer mit Hilfe von Google. Deshalb konnte Google 9,3 Prozent aller Surftime für sich verbuchen. Auf dem dritten und vierten Rang stehen Yahoo und Facebook, wobei Facebook sei dem letzten Jahr enorm zugelegt hat.
Zu berücksichtigen gilt, dass öffentliche Computer, zum Beispiel in Internet-Cafés, sowie mobile Geräte, in der Erhebung nicht berücksichtigt wurden. Gerade der Einbezug von Smart-Phones würde wahrscheinlich die Rangliste verändern.
Die genauen Tabellen und Ranglisten können bei Comscore eingesehen werden.

Thursday, July 30, 2009

"Microhoo" gegen Google

Nun gehen sie also zusammen, Microsoft mit Bing und Yahoo mit - Yahoo. Es hat lange gedauert, bis sich die beiden Unternehmen zusammentun konnten, aber schliesslich war es wohl die Google-Übermacht, die zur Zusammenarbeit gezwungen hat. Der Vertrag der beiden Unternehmen soll vorerst 10 Jahre dauern. 10 Jahre im digitalen Zeitalter sind eine sehr lange Zeit. Bis im Jahr 2019 kann sich nicht nur das Suchmaschinen-Umfeld komplett verändert haben, sonder die ganze Internet-Technik und -Kultur könnte sich grundlegend verändert haben. Vorerst erhoffen sich Microsoft und Yahoo aber einmal Synergien von ihrer Zusammenarbeit. Zitat aus dem Spiegel:

"Der Software-Riese [Microsoft] hatte großes Interesse an dem Deal: Auch wenn seine neue Suchmaschine Bing viel gelobt wird - es hätte wohl sehr lange gedauert, bis sie weltweit signifikante Marktanteile gewonnen hätte. Nach zuletzt verfügbaren Daten hatte die Microsoft-Suchmaschine Bing in den USA einen Marktanteil 8,4 Prozent, nachdem der Vorgänger MSN/Live Search im Mai acht Prozent erreicht hatte. Auf den ersten beiden Plätzen rangieren Google mit 65 Prozent und Yahoo mit 19,6 Prozent. In Deutschland liegt Bing nach Erhebungen von Nielsen Media Research mit einer Reichweite von 11,4 Prozent auf dem vierten Platz, hinter Google (78,7 Prozent), T-Online (15,3 Prozent) und Ask.com (12,3 Prozent).
Der Deal mit Yahoo katapultiert Microsofts Suchmaschine, sofern alles glatt läuft, nun auf knapp 30 Prozent Marktanteil im Suchmaschinenmarkt. Es ist ein weiterer Durchbruch im Machtkampf mit Google
."