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Wednesday, March 17, 2021

Google sperrt Milliarden von Anzeigen

Im letzten Jahr verdiente Google fast 150 Milliarden Dollar mit Werbung im Internet. Aber das Unternehmen akzeptiert bei weitem nicht alle Anzeigen: Wie Google jetzt bekanntgab, wurden im letzten Jahr weltweit 3,1 Milliarden Anzeigen gesperrt – 99 Millionen davon im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie.

Google hat dieses Jahr zum ersten Mal Informationen über Anzeigen-
beschränkungen geteilt.                                           Screengrab Google

Google serviert täglich weltweit viele Milliarden Anzeigen und trägt damit massgeblich dazu bei, dass der durchnittliche moderne Mensch in der heutigen digitalen Gesellschaft schätzungsweise 10‘000 Anzeigen pro Tag(!) zu sehen bekommt. Immerhin sorgen die grossen Plattformen wie Google und Facebook dafür, dass unseriöse Werbung zu einem grossen Teil ausgefiltert wird. Google allein hat im letzten Jahr weltweit 99 Millionen Anzeigen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie blockiert.
Zu den blockierten Anzeigen, die mit Corona zu tun hatten, gehörte Werbung für gefälschte Heilmittel, N95-Masken und natürlich: gefälschte Impfstoffe. Das geht aus einem Transparenzbericht hervor, den das Unternehmen jetzt  veröffentlicht hat.
"Als wir mehr über das Virus erfuhren und Gesundheitsorganisationen neue Richtlinien publizierten, haben wir unsere Durchsetzungsstrategie weiterentwickelt“, sagt Scott Spencer, Vice President of Ad Privacy and Safety bei Google, in einem Blogbeitrag.
Insgesamt hat Google letztes Jahr 3,1 Milliarden Anzeigen blockiert und entfernt. Über 850 Millionen davon wurden wegen Missbrauchs des Werbenetzwerks des Unternehmens sanktioniert. Google schränkte ausserdem 6,4 Milliarden Anzeigen in deren Reichweite ein oder verlangte von den Werbern, bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Bei den Einschränkungen von Anzeigen geht es darum,  Werbung auf der Basis von Geografie, lokalen Gesetzen und Zertifizierungsprogrammen anzupassen, so dass Anzeigen nur dort angezeigt werden, wo sie “angemessen“, geregelt und legal sind. 

Thursday, November 26, 2015

Verwirrung im Web: Wenn aus Werbung Information wird

Ganz so gut kennen sich die sogennannten Digital Natives also im Internet doch nicht aus. Eine neue Britische Studie zeigt nämlich, dass ganze 69 Prozent aller Jugendlichen nicht in der Lage sind, Google Werbung von echten Suchergebnissen zu unterscheiden. Dies fand die Ofcom, die britische Medienaufsichtsbehörde “Office of Communications“ kürzlich heraus. 

Quizfrage: Welches sind die Suchergebnisse, wo ist die Werbung?
                                                                                           Screenshot via google.ch
Für die Studie der Ofcom wurden 12- bis 15-Jährige Teenager befragt. Rund zwei Drittel dieser Digital Natives, die im Durchschnitt rund drei Stunden täglich im Internet verbringen, sind laut Studienergebnissen nicht in der Lage, Google Werbung, also bezahlte Suchergebnisse, von echten Suchergebnissen zu unterscheiden. Das Problem besteht, obwohl Google Werbung in der Liste der Suchergebnisse eindeutig mit “Anzeige“ gekennzeichnet wird. 
Die Werber wird es freuen.
Immerhin glauben die befragten Jugendlichen nicht alles, was ihnen Google serviert: Nur 19 Prozent von ihnen vertrauen den  Suchergebnissen.

Ziemlich erstaunlich ist allerdings, dass die jungen Google-Nutzer keine Ahnung haben, wie sich der Internetgigant Google finanziert: Nur 46 Prozent der Befragten wussten, dass der Grossteil von Googles Umsätzen aus Werbeeinnahmen stammt. Der Rest der Befragten hatte keine Ahnung, wie Google die Betriebskosten deckt. Auch bei YouTube war sich nur die Hälfte der Teenager bewusst, dass Google-Werbung als Finanzmittel dient. Dafür gaben immerhin zehn Prozent der befragten Jugendlichen an, dass sie sich auf YouTube ihre Informationen besorgen und glauben, dass diese wahr und akkurat sind…