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Monday, November 7, 2022

Covid bremst das Apple-Weihnachtsgeschäft aus

Covid-19-Beschränkungen zeigen Auswirkungen auf die primäre iPhone 14 Pro- und iPhone 14 Pro Max-Montageanlage in Zhengzhou, China, wie Apple in einer Mitteilung aus Cupertino, Kalifornien meldet. Die Anlage arbeite derzeit mit deutlich reduzierter Kapazität.

4 bis 5 Wochen Wartezeit bei Apple, aber in der Schweiz noch erhältlich.
Screengrab apple.com/ch 
Apple vermeldet weiterhin eine starke Nachfrage nach den iPhone 14 Pro und iPhone 14 Pro Max. Allerdings erwarte man nun geringere Auslieferungszahlen als bisher angenommen und die Kunden müssten mit längeren Wartezeiten rechnen, um ihre Produkte zu erhalten. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg meldet, es werde erwartet, dass in diesem Jahr immerhin drei Millionen iPhone 14 Handys weniger produziert würden, als Apple geplant habe.

Mit anderen Worten: Das iPhone 14 unter dem Weihnachtsbaum könnte schwieriger zu beschaffen sein, als man es sich wünscht. In der Schweiz gibt es bis jetzt allerdings noch keine Anzeichen einer iPhone-14-Verknappung. Auf der Apple-Website werden die entsprechenden Geräte ohne Einschränkung oder Zusatzinfos weiter angeboten.

Die genauen Gründe für das Schrumpfen der iPhone-14-Produktionszahlen sind unklar, wie der britische «Telegraph» vermeldet:

«Nach verschiedenen Covid-Ausbrüche in der Fabrik in Zhengzhou ist eine Abriegelung durch die örtlichen Behörden angeordnet worden, nachdem die Behörden wochenlang immer wieder Einschränkungen verhängt hatten. Rund 20’000 Mitarbeiter seien in der Fabrik unter Quarantäne gestellt worden, berichtete Reuters letzte Woche unter Berufung auf eine lokale Quelle, die aus Angst vor Repressalien nicht genannt werden wollte. Foxconn dementierte die Zahl und sagte, dass die Mitarbeiter frei aus dem Werk in Zhengzhou kommen und gehen könnten…»

Monday, September 6, 2021

Corona-Konsequenzen: Zu wenig Halbleiterchips, höhere Preise, stillgelegte Autofabriken

Corona führt zu Lieferengpässen in Ländern, die Halbleiterchips herstellen, und das wirkt sich auf der ganzen Welt aus – und zwar nicht nur in der IT-Branche. Auch die Autobranche ist stark betroffen.


Die MSC Clea, ein 300 Meter langes Containerschiff, das 2016 gebaut wurde. 
Container und Containerplätze auf Schiffen sind momentan rar und teuer.   
                                                                                                Bild Pixabay
General Motors hat anfangs dieser Woche fast alle seine Montagewerke in Nordamerika stilllegelegt. Ursache: Die Corona-Pandemie beeinträchtigt die Produktion von Halbleiterchips in Übersee, vor allem in Südostasien. Es sind also nicht nur Computer und andere IT-Geräte, die sich wegen der Pandemie verknappt und deshalb verteuert haben; die Autoindustrie und andere Branchen sind ebenfalls stark betroffen. Einige Automobilhersteller mussten ihre Produktion vorübergehend stilllegen oder Fahrzeuge herstellen, die momentan nicht fertiggestellt werden konnten. Die Bestände an Neuwagen sind deshalb weiterhin relativ knapp und die Preise hoch.

In der Autobranche herrscht bereits seit Anfang des Jahres ein weltweiter Mangel an Chips, die beim Automobilbau verwendet werden. Ähnliche Chips werden in unzähligen Geräten eingebaut - wenn sie vorhanden sind. Da während der Pandemie mehr Arbeitnehmer zuhause ihre Aufgaben erledigten, stieg die Nachfrage nach persönlicher Elektronikstark an. Geräte wie zum Beispiel Laptops sind deshalb ebenfalls knapper und teurer geworden. Der von Corona verursachte Engpass in der Lieferkette, der eigentlich nur vorübergehend sein sollte, wird wohl noch längere Zeit andauern, was auf die weltweiten Massnahmen gegen die Delta-Variante zurückzuführen ist. 
Hersteller, die unter Engpässen bei wichtigen Komponenten und höheren Rohstoff- und Energiekosten leiden, sind gemäss einem Bericht der Wirtschaftsagentur Bloomberg gezwungen, für Schiffsplätze zu bieten, was die Frachtraten auf ein Rekordniveau treibt und einige Exporteure dazu veranlasst, die Preise zu erhöhen oder Lieferungen ganz zu streichen.
"Wir bekommen nicht genug Komponenten, wir bekommen keine Container, die Kosten sind enorm gestiegen", sagte Christopher Tse, Geschäftsführer der in Hongkong ansässigen Musical Electronics Ltd, die Konsumgüter von Bluetooth-Lautsprechern bis hin zu Rubic Cubes herstellt, gegenüber Bloomberg.


Thursday, December 10, 2020

Corona-Impfstoffe werden zum Ziel von Cyber-Kriminellen

Hacker haben es auf Impfstoffdaten abgesehen: Bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, die Medikamente und Impfstoffe für Europa untersucht und bewilligt, wurde digital eingebrochen. Dabei wurden  Dokumente über den Pfizer-Coronavirus-Impfstoff eingesehen. Das gab die EMA selber, allerdings ohne weitere Details, bekannt.

Mit Impfstoffen wird in den nächsten Monaten enorm viel Geld gemacht werden.
Herstellerfirmen sind ein Ziel von Cyber-Atacken.                   Bild pixnio
Pfizer und BioNTech, die den Impstoff entwickelt haben, der in Grossbritannien bereits eingesetzt wird, gaben bekannt, sie glaubten nicht, dass persönliche Daten von Studienteilnehmern kompromittiert worden seien. Die EMA habe überdies versichert, dass der Cyberangriff keinen Einfluss auf den Zeitplan für die Prüfung haben werde. Es wurde nicht bekanntgegeben, wie und wann der Angriff stattgefunden hat. Natürlich ist auch nicht bekannt, wer dafür verantwortlich ist.

Experten, die sich mit der Impfstoffherstellung auskennen gehen aber davon aus, dass es sich beim Einruch um Industriespionage handeln könnte. Solche Dokumente könnten für andere Länder und Unternehmen, die sich mit der Entwicklung von Impfstoffen befassen, extrem wertvoll sein, meldet die Nachrichtenagentur Reuter. Die Agentur zitiert Marc Rogers, den Gründer einer Freiwilligengruppe, die gegen Verstösse im Zusammenhang mit Covid kämpft:

"Daten, die bei Regulierungsbehörden eingereicht werden, sind vertrauliche Informationen über den Impfstoff und seinen Wirkmechanismus, seine Effizienz, seine Risiken und mögliche Nebenwirkungen. Ausserdem geht es um einzigartige Aspekte wie Handhabungsrichtlinien. Die Daten liefern auch detaillierte Informationen über andere Parteien, die an der Lieferung und dem Vertrieb des Impfstoffs beteiligt sind.“

Die BBC weist darauf hin, dass es in letzter Zeit eine ganze Reihe von Cyber-Attacken auf Unternehmen gegeben habe, die sich mit Covid-19-Impfstoff befassen:

“ Sicherheitsdienste warnten schon im Sommer, dass der russische Geheimdienst es auf Organisationen abgesehen habe, die versuchen, einen erfolgreichen Impfstoff zu entwickeln. Im Oktober wurde ein in Indien ansässiges Pharmaunternehmen Opfer eines schweren Cyberangriffs. Und in den letzten Tagen teilte IBM mit, dass die Kühlhaus-Lieferkette, die für den Transport lebensfähiger Impfstoffe verwendet wird, einem Cyberangriff zum Opfer gefallen ist - wahrscheinlich durch einen Nationalstaat."

Thursday, December 3, 2020

KI erkennt Covid-19 am Atmen

DeepChest und DeepBreath heissen zwei erstaunliche neue KI-Algorithmen, die Muster von COVID-19 in Lungenbildern und Atemgeräuschen identifizieren können. Die Algorithmen wurden an der ETH in Lausanne (EPFL) entwickelt und könnten nicht nur gegen das neue Coronavirus, sondern in Zukunft auch im Kampf gegen andere Atemwegserkrankungen und die wachsende Herausforderung der Antibiotikaresistenz hilfreich sein.

DeepChest und DeepBreath sollen in der Lunge nicht nur Coronavirus-
Erkrankungen erkennen.                                                              Bild Pixabay
Seit Beginn der COVID-19-Pandemie hat das Forschungsteam von Dr. Mary-Anne Hartley ununterbrochen mit nahe gelegenen Schweizer Universitätsspitälern an zwei grossen Projekten gearbeitet. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) haben die Wissenschaftler neue Algorithmen entwickelt, die mit Daten aus Ultraschallbildern und Lungentönen das neuartige Coronavirus bei Patienten genau diagnostizieren und sogar vorhersagen können, wie krank sie das Virus wahrscheinlich machen wird. Das Forschungsteam hat seinen Sitz im Labor für maschinelles Lernen und Optimierung von Professor Martin Jaggi, einem weltweit führenden Zentrum von KI-Spezialisten an der EPFL. Professor Jaggi erklärt:

"Wir haben die neuen Deep-Learning-Algorithmen DeepChest - unter Verwendung von Lungenultraschallbildern - und DeepBreath - unter Verwendung von Atemgeräuschen aus einem digitalen Stethoskop - benannt. KI hilft uns dabei, komplexe Muster in diesen grundlegenden klinischen Untersuchungen besser zu verstehen. Bisher sind die Ergebnisse sehr vielversprechend."
An den Genfer Universitätskliniken hat Professor Dr. med. Alain Gervaix seit 2017 Atemgeräusche gesammelt, um ein intelligentes digitales Stethoskop, das "Pneumoskop", zu bauen. Ursprünglich als Projekt zur besseren Diagnose von Lungenentzündungen konzipiert, wurde durch das neuartige Coronavirus diese Arbeit neu fokusiert. Die Aufnahmen wurden zur Entwicklung des DeepBreath-Algorithmus an der EPFL verwendet. Dieser wird voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht und soll die Diagnose von COVID-19 aus Atemgeräuschen ermöglichen. Erstaunlicherweise deuten die ersten Ergebnisse darauf hin, dass DeepBreath sogar in der Lage ist, asymptomatisches COVID zu erkennen, indem Veränderungen im Lungengewebe erkannt werden, bevor der Patient sie bemerkt. "Ein Pneumoskop mit dem DeepBreath-Algorithmus kann mit Anwendungen verglichen werden, die auf der Grundlage einer kurzen abgespielten Probe Musik identifizieren können", erklärt Professor Gervaix.

Das Universitätsspital Lausanne leitet den klinischen Teil des DeepChest-Projekts und hat dafür Tausende von Lungenultraschallbildern von Patienten mit Covid-19-kompatiblen Symptomen gesammelt, die in die Notaufnahme eingeliefert worden waren. 

Monday, August 10, 2020

Covid-19 beschleunigt die Digitalisierung auch für KMU

Eine aktuelle Umfrage bestätigt den Trend:  Covid-19 ist ein Beschleuniger der Digitalisierung auch für kleine und mittlere Unternehmen. Was einem Grossteil der Arbeitnehmer in den letzten Wochen aufgefallen ist, bestätigt nun eine Umfrage von Visable. Fast die Hälfte aller Befragten gab an, dass die Krise die Digitalisierung in ihren Unternehmen voranschreiten lässt - bei 21 Prozent sogar deutlich.

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Video-Telefonie, eine Technologie die vor der Pandemie nur in Notfällen (oder privat) genutzt wurde,  gehört bei der Hälfte der Befragten mittlerweile zum Arbeitsalltag. Auch die Cloud legt zu: Jedes vierte Unternehmen nutzt jetzt Cloud-Systeme. Sogar eigene Online-Formate wie Webinare wurden von 17 Prozent der Berfragte  nach dem Ausbruch der Pandemie kurzfristig ins Leben gerufen. Für Peter F. Schmid, CEO von Visable, wird diese Entwicklung nicht zu stoppen sein: "Ohne den zeitnahen, gezielten Einsatz von digitalen Tools müssten eine Vielzahl der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa um ihre Existenz fürchten. Zugespitzt bedeutet das: Nur wer digitalisiert, überlebt die Krise.“
Österreich und die Schweiz scheinen im Übrigen deutlich mehr von der Corona-Krise beeinflusst zu werden als Deutschland. Während in Deutschland nur jeder vierte Befragte (25 Prozent) von deutlichen Umsatzeinbußen berichtet, sind gemäss dieser Umfrage in den beiden Nachbarländern ein Drittel (je 33 Prozent) der Unternehmen betroffen. Aber auch in Österreich und der Schweiz trägt die Corona-Krise massgeblich zu einer Beschleunigung der Digitalisierung in den Unternehmen bei. Dieser Aussage stimmten in Deutschland 44 Prozent der Befragten zu. In Österreich und Schweiz sind sogar mehr als die Hälfte dieser Meinung. Bewerteten 44 Prozent der Befragten die Arbeitsweise im Unternehmen mit einem “Alles wie immer“, können dieser Aussage in Österreich nur 25 Prozent, in der Schweiz sogar nur 22 Prozent beipflichten.
Die Arbeitswelt in den Schweizer KMU hat sich also für fast die Hälfte der Mitarbeiter verändert. Hoffentlich zum Besseren.

Wednesday, March 25, 2020

Wieviele, wo, wann? Die interaktive Karte zur Corona-Pandemie

Falls Sie noch nicht von der Virus-Informationsflut überschwemmt sind, können Sie sich jetzt auf einer regelmässig aktualisierten Karte informieren, wie die lokalen und es weltweiten COVID-19-Ausbrüche verlaufen. Die digitale Karte kommt von der amerikanischen Johns Hopkins University und bietet aktive, aktuelle und detailierte Informationen über die wichtigsten Aspekte der Pandemie.
Klicken Sie hier um zur aktiven Kartenversion zu gelangen.                                                                          Screengrab JHU
Die Karte wurde schon im Januar eingerichtet, also lange bevor der Virus sich weltweit rapide ausgebreitet hat. Jetzt zeigt die Karte weltweit bestätigte Fälle in Echtzeit.Die Benutzer können die Gesamtzahlen nach Ländern geordnet anzeigen. Die Gesamtzahl der Fälle weltweit wird mittels eines Liniendiagramms verfolgt, wobei die tägliche Zunahme in einem Balkendiagramm angezeigt wird.
Die Forscher, die die Karte erstellt haben, arbeiten und studieren im Zentrum für Systemwissenschaften und Ingenieurwesen der Whiting School of Engineering in Baltimore.