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Saturday, November 21, 2020

Die Cloud macht IT-Verantwortliche glücklich

Immer mehr Unternehmen in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich nutzen die Cloud – und sie sind sehr zufrieden damit. Zwar führt im deutschsprachigen Raum immer noch die private Cloud die Rangliste an – doch Multicloud-Modelle holen auf. 

Die Cloud bring sehr direkte Vorteile für die IT-Infrastruktur in Unternehmen.
                                                                                                       Bild pixabay 

Die Cloud war das Thema einer Befragung von IT-Verantwortlichen aus Unternehmen unterschiedlicher Grösse, die vom IT-Marktforschungsunternehmen IDG Research Services in Zusammenarbeit mit USU durchgeführt wurde. Die Ergebnisse liefern eine aktuelle Vergleichsbasis für die eigene Standortbestimmung und geben Einblick in die Erfolgsfaktoren für den Hybrid-IT-Einsatz. 

Rund zwei Drittel der Befragten bestätigen eine aktuell schon starke bis sehr starke Nutzung von Cloud-Services. 57 Prozent der IT-Verantwortlichen favorisieren dabei noch das abgeschottete Modell einer Private Cloud. Doch die Hybride Cloud sowie die Public Cloud erhalten mit je 43  Prozent ebenfalls eine hohe Zustimmung – Tendenz steigend. Damit wächst auch die Komplexität im Infrastruktur-Management: Über 70  Prozent der Befragten arbeiten mit mehreren Cloud-Services-Anbietern zusammen. 

Weshalb nutzen Unternehmen die Cloud, was sind aus Sicht der IT-Verantwortlichen die konkreten Vorteile? Am häufigsten werden geringere Kosten  oder flexiblere Kosten als Grund angegeben. Direkt danach folgen Ziele wie die flexiblere Ressourcen-Nutzung, ein höheres Sicherheitsniveau und automatische Software-Updates. Der Nutzungsgrad sowie die Zufriedenheit mit Cloud-Services entwickeln sich gleichermassen positiv: Knapp die Hälfte der Teilnehmer schätzt, dass aktuell bereits 50 bis 70  Prozent der Workloads über die Cloud abgewickelt werden. Bei weiteren 20  Prozent der Teilnehmer liegt dieser Anteil bereits zwischen 80 und 90  Prozent. Die Zufriedenheit der Cloud-Anwender ist ebenfalls hoch: Rund 60  Prozent sind zufrieden oder sehr zufrieden, nur 6  Prozent sind unzufrieden.

Wednesday, January 8, 2014

Privatsphäre im Netz?

Für die Mitglieder der digitalen Gesellschaft wird es immer schwieriger, im Internet ihre Privatsphäre zu wahren. Die Enthüllungen des letzten Jahres haben gezeigt, dass die Daten der digitalen Bürger nicht nur durch Kriminelle, sondern auch durch staatlichen Institutionen bedroht sind. Es sieht nicht so aus, also ob sich diese Situation bald verbessern wird.

Wer seine Daten der Cloud anvertraut, macht sich oft Sorgen über den
Schutz derselben.                                                                     Grafik Wikipedia
Sicherheitsspezialisten sind sich einig, dass vor allem die Entwicklung im Cloud-Computing und im mobilen Bereich zu immer mehr Schwachstellen bei den Anwendern digitaler Technologie führen wird. Eine dieser spezialisierten Firmen, ist der  IT-Security-Hersteller ESET, der gerade einen Sicherheitstrendreport für 2014 veröffentlicht hat. Einer der Schwerpunkte ist die Cloud.  
 Die Cloud-Technologie wurde in den letzten Jahren beträchtlich weiterentwickelt und mittlerweile nutzen immer mehr Computer-Anwender Cloud-Services. ESET erwartet bis im Jahr 2017 einen Zuwachs von 28 Prozent bei der Nutzung von Cloud-Services in Westeuropa. Gleichzeitig wächst bei den Usern aber auch die berechtigte Sorge, dass in der Cloud auch ein Stück der Privatsphäre verloren gehen könnte.
Benutzer von Cloud-Technologie sind deshalb gut beraten, ihr Gerät zunächst mit einer guten Sicherheitslösung vor Bedrohungen zu schützen. So werden ihre Daten wenigstens auf dem eigenen PC geschützt, bevor sie in die Cloud geladen werden. Wenn User aber wissen wollen, was mit ihren Daten passiert, wenn sie einmal in der Cloud gespeichert sind, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Cloud-Service-Dienstleisters genau durchzulesen. Diese Bedingungen sind aber nur ein Teil des Handels: Sehr wichtig ist auch der Standort des Betreibers und die lokale Gesetzgebung inklusive Datenschutzbestimmungen.
Auch mobile Endgeräte werden laut ESET vermehrt bedroht: Cyberkriminelle wenden klassische Computer-Angriffsmethoden auf neuere, mobile Plattformen an. Das marktführende Betriebssystem Android wird am häufigsten attackiert. Bereits im Trendreport zu 2013 hatte ESET eine enorme Zunahme von Android Malware vorhergesagt. Nun zeigen Untersuchungen, dass es im letzten Jahr über 60 Prozent mehr Android-Malware gab. Für 2014 erwartet ESET eine ähnlich grosse Zunahme.
Ein spezielles Bedrohungssegment machen 64-Bit-Rechner aus, wie sie vor allem in Firmen betrieben werden (laut einer Gartner-Studie nutzen gegenwärtig 75 Prozent der Firmenrechner 64-Bit-Versionen von Windows). Malware, die es speziell auf derartige Umgebungen abgesehen hat, taucht laut ESET immer öfter auf.

Der vollständige ESET- Report findet sich auf WeLiveSecurity.com, einer Nachrichtenplattform von ESET, auf der die neuesten Informationen und Analysen zu Cyber-Bedrohungen sowie praktische Tipps zur IT-Sicherheit zu finden sind. Weiterführend zu den Trends für 2014 haben hier auch die Sicherheitsexperten Stephen Cobb, Aryeh Goretsky, Righard Zwienenberg und Lysa Myers "A buffet of 2014 security and privacy predictions" veröffentlicht.

Thursday, February 9, 2012

Die Wolken bleiben

Cloud-Computing wird möglicherweise als Begriff verschwinden – als Technologie steht der Computerwolke aber durchaus eine grosse Zukunft bevor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Forschungsabteilung der Deutschen Bank in Zusammenarbeit mit der Firma Techconsult.

Cloud-Computing hat Zukunft - die digitale Wolke wird weiter wachsen.
Cloud-Computing entwickelt sich nicht so schnell wie, viele Fachleute vorhergesehen haben. Ein Grund dafür sind wahrscheinlich die Schwierigkeiten, die viele Anwender bei der Einführung zu bekämpfen haben. Laut der DB-Studie ist mehr als die Hälfte der befragten KMUs nach Einführung von Cloud Computing vom unmittelbaren Ergebnis derzeit nicht voll überzeugt. “Neben der mit überzogenen Erwartungen verbundenen Desillusionierung führen insbesondere Sicherheitsbedenken und auch die Unsicherheit darüber, welche technische Variante sich schließlich durchsetzen wird, zur aktuellen Zurückhaltung gegenüber Cloud Computing“, heisst es im Bericht.
Dabei werden konkrete Zahlen (für Deutschland) genannt. Anfang 2011 nutzte demnach nur eine Minderheit der mittelständischen Unternehmen Cloud-Lösungen. Für 2012 haben dagegen bereits ein Viertel der Unternehmen konkrete Einsatzplanungen vorgenommen. Es sei darüber hinaus zu erwarten, dass sich dieser Wert im Jahresverlauf 2012 noch steigern werde, schreiben die Autoren.
Gesamthaft sehen sie für Cloud-Computing eine sehr gute Zukunft. Das Marktvolumen werde in fünf Jahren in weltweit auf 71 Milliarden Euro wachsen, prognostizieren sie und halten fest:
“Gut möglich, dass nach dem für neue Bereiche typischen Hype und der anstehenden Desillusion in wenigen Jahren keiner mehr vom Begriff Cloud-Computing sprechen wird. Gleichwohl hat die hinter dem Modewort stehende grundsätzliche Idee der Konzentration auf das Kerngeschäft mittelfristig gute Aussichten, in einer Welt mit global organisierten Wertschöpfungsketten verstärkt umgesetzt zu werden – unabhängig von dem dann verwendeten Produktnamen.“ 
Der gesamte Bericht kann hier als pdf heruntergeladen werden.

Tuesday, October 13, 2009

Wie sicher ist die Computer-Wolke (und wie kompliziert ist die Rechtslage?)

Das Schlagwort “Cloud-Computing“ geistert schon längere Zeit in der IT-Welt herum. Trotzdem stellen sich oft schon bei der Begriffsdefinition gewisse Probleme: “Ist es nun Software as a Service (SaaS) oder schon Cloud-Computing?" Semantik könnte allerdings für Unternehmen, die sich auf eine Computer-Wolke verlassen wollen, das kleinste Problem sein. Sicherheitsbedenken und rechtliche Überlegungen wiegen schwerer.

Auf Wikipedia ist ein ausführlicher Artikel zum Thema Cloud-Computing publiziert. Da findet sich auch die folgende Definition, die von der amerikanischen Beraterfirma Saugatuck Technology stammt:
“Cloud Computing umfasst On-Demand-Infrastruktur (Rechner, Speicher, Netze) und On-Demand-Software (Betriebssysteme, Anwendungen, Middleware, Management- und Entwicklungs-Tools), die jeweils dynamisch an die Erfordernisse von Geschäftsprozessen angepasst werden. Dazu gehört auch die Fähigkeit, komplette Prozesse zu betreiben und zu managen.“
Soweit so gut. Doch die Computer in der Wolke sind, wie alle anderen Computer auch, nicht vor Abstürzen und Datenverlusten gefeit. Selbstverständlich werden Kundendaten deshalb doppelt- und dreifach gespeichert, damit nach einem Unfall einfach weitergearbeitet werden kann. Doch auch das reicht offenbar nicht aus, um den Cloud-Supergau zu verhindern, wie nun ausgerechnet Microsoft demonstriert:
"Es ist der Alptraum eines jeden Computernutzers: Die Festplatte gibt ihren Geist auf, alle Daten sind weg, und das letzte Backup liegt Wochen zurück. Für Microsofts Mobilfunktochter Danger ist dieser Alptraum wahr geworden. Danger betreibt ein großes Rechenzentrum und bietet in Zusammenarbeit mit T-Mobile USA sogenannte Cloud-Computing-Dienste an. Serverfehler sorgten nun für einen Daten-GAU der übelsten Sorte. Tausende T-Mobile-Kunden haben persönliche Daten vermutlich für immer verloren.“
Derartige Datenverluste sind nur ein Teil des Cloud-Computing-Szenarios, das dem IT-Chef und dem Firmenanwalt Kopfschmerzen bereiten könnte. Man müsse sich nämlich als Anwender diesbezüglich sowieso auf eine schwierige Rechtslage einstellen, schreibt Thomas Söbbing in der Computerwoche. Söbbing ist selber Anwalt, und sein Artikel geht ausführlich auf verschiedenste rechtliche Aspekte des Wolkencomputing ein. Sein Fazit:

“Cloud Computing mag ein neues Geschäftsmodell sein, doch aus rechtlicher Sicht steckt dahinter nur eine Bündelung von bereits heute bekannten technischen Verfahren. Eine Herausforderung stellt die hohe Internationalisierung/Globalisierung der Clouds dar. Deshalb muss bei der Vertragsgestaltung Augenmerk auf die Wahl des Gerichtsstands und des anzuwendenden Rechts gelegt werden […] Allerdings sollten sich die Kunden an den Gedanken gewöhnen, dass ihre Daten auch auf fremde Server und ins Ausland gelangen. Wenn die Sicherheits- und Qualitätsstandards eingehalten werden, ist dagegen nichts einzuwenden.“