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Saturday, August 11, 2018

Samsung Note 9: "besser als das iPhone X"

Das Galaxy Note 7, das dazu tendierte, in den Hosentaschen der Nutzer in Flammen aufzugehen,  war ein totales Debakel für den Koreanischen Konzern Samsung. Das Galaxy Note 9 soll die Verluste wieder wettmachen. Tester haben das Gefühl, dass das durchaus gelingen könnte.

Das Samsung Galaxy Note 9 wird dieser Tagein vielen Medien getestet und beschrieben. Man darf sagen, dass das Echo im Allgemeinen sehr positiv ist - obwohl es natürlich nicht möglich ist, alle Journalisten zufriedenzustellen. Das Note 9 sei “nicht wirklich aufregend“, schreibt Lisa Hegemann in der Zeit:
“Die Betonung auf die verbesserte Leistungsfähigkeit der Batterie steht symptomatisch für die aktuelle Genese von Smartphones: Jedes neue Modell der großen Hersteller wird in den Details feinjustiert. Im Fall des neuen Note ist der Speicher etwas größer, die Kamera etwas intelligenter und der kleine Stift, das Markenzeichen des Smartphones, multifunktionaler. Doch so revolutionär wie Apples erstes iPhone ist keines dieser Geräte mehr. Die Weiterentwicklung des Smartphones ist längst evolutionär, wir befinden uns in einer Phase vergleichbar mit der nach der Erfindung der Dampfmaschine: Nachdem der erste Zug mal mit Kohle befeuert über Gleise ratterte, kamen bald immer schnellere und bequemere Züge, doch mit keinem verband sich eine grundsätzliche Neuerfindung der Transportart mehr. Genauso ist es jetzt auch mit Smartphones, egal ob sie aus den Hallen von Apple stammen oder denen von Samsung.“
Andere Tester sehen das neue Samsung Smartphone positiver. Das Gerät sei jetzt der König im Android-Smartphone-Universum; sogar Apples Konkurrenzprodukt, das iPhone X, bleibe, zumindest was Bildschirm, Speichergröße, Funktionsreichtum und Akkulaufzeit angeht, dahinter zurück, schreibt die Welt:
“Satte 512 Gigabyte Speicher, Stifteingabe und Präsentationsmodus, SD-Erweiterungsslot, Doppel-SIM und Profi-Kamera mit variabler Blende. Samsung positioniert sein neues Phablet Note 9 klar als Arbeitstier. Unter den Smartphones steht es fast konkurrenzlos da.“
Die Fachjournalisten sind sich also einig: Das neue Samsung Smartphone ist gut. Allerdings ist die oben zitierte Lisa Hegemann nicht die einzige, die sich fragt, wie wichtig die Verbesserungen wirklich sind. Die Süddeutsche Zeitung geht noch weiter und behauptet, dass der Smartphone-Hype endgültig vorbei sei:
“Mögen sich die Pixel-Zähler über eine leicht verbesserte Kamera freuen, die Prozessor-Kenner über noch schnellere Recheneinheiten - für den Alltag tun es ältere oder billigere Handys genauso. Der Reiz des Neuen ist zwar noch nicht völlig verflogen. Wenn Apple ein neues iPhone präsentiert oder Konkurrent Samsung, ist das eine Nachricht. Doch sind Smartphones zu etwas Gewöhnlichem, zu Alltagsgegenständen geworden. Die Hersteller versuchen dem entgegenzuwirken, indem sie immer wieder neue Trends ausrufen. Am augenfälligsten ist sicher der zu immer größeren Bildschirmen. In jüngerer Zeit ist es zudem Mode geworden, nahezu die gesamte Frontseite der Smartphones dem Bildschirm zu überlassen, wofür in manchen Fällen sogar der zentrale Knopf samt Fingerabdrucksensor geopfert wird. Apple hat dafür sogar eigens eine sichere Entsperrmethode per Gesichtserkennung entwickelt. Doch die Hersteller wissen (oder sollten es zumindest), dass das Geschäft nicht ewig so weitergehen kann…“
Vorläufig spielen allerdings die Medien noch mit, im grossen Smartphone-Verkaufsspiel. Strategische Leaks derHersteller werden den Konsumenten als News verkauft, und die neuen Geräte werden von vielen Journalisten geradezu bejubelt. Wir gehen davon aus, dass das auch in naher Zukunft so bleiben wird.

Wednesday, September 27, 2017

Teuer hin oder her: Das iPhone X wird ein Verkaufshit werden

Apples iPhones sind voll im Trend, sehen gut aus und funktionieren meistens auch ganz gut. Genauso wie das Apple Marketing. Denn obwohl in den Wochen seit der Vorstellung der neusten Apple Handys einige sehr kritische Artikel über die Preispolitik des Konzerns erschienen sind, scheint die Marketing-Strategie des Konzerns aufzugehen und die Nachfrage ungebrochen.

Das iPhone X wird Apple noch
viel reicher machen.     Bild PD
Schon vor zehn Tagen meldete das deutsche Fachmagazin Heise, dass es wohl schwierig werde, die iPhone X Nachfrage zu befriedigen. Das iPhone X werde sehr knapp werden, weil Apple nicht vor 2018 ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei dem erstmals mit OLED-Bildschirm ausgestatteten Gerät erreichen werde:
“Die Stückzahlen, die 2017 zur Verfügung stehen, sollen nur bei 40 Millionen Einheiten weltweit liegen. Was womöglich nach viel klingt, sind bei Apples Nachfrage "Peanuts". Apple startet die Vorbestellung des iPhone X Ende Oktober, die Auslieferung beginnt am 3. November. 2018 sei mit der Auslieferung von 80 bis 90 Millionen Einheiten zu rechnen.“
Die Apple-Verkaufsmaschinerie läuft also wie geschmiert, obwohl immer mehr User merken, dass die Preise für das iPhone wirklich hoch angesetzt sein. Auch Journalisten und Publikationen, die in den letzten Jahren als willige Wasserträger im Apple-Marketing-Team gewirkt haben, schreiben jetzt mit eher spitzen Feder. „Enorme Gewinnmarge: So viel verdient Apple an einem einzigen iPhone X“ titelt zum Beispiel der Stern und rechnet vor, dass Apple an einem in Deutschland verkauften Modell knapp 900 Euro(!) verdiene. Auch bei heise.de fragt man sich, ob Apple zu teuer geworden ist:
“Apple setzt seine perfide Aufpreispolitik für Speicherplatz selbst jenseits der 1100-Euro-Marke fort: Wer sein iPhone X lieber mit 256 GByte haben möchte, soll dafür mal eben weitere 170 Euro drauflegen – für ein ansonsten völlig identisches Gerät und etwas Flash-Speicher, den Apple im Einkauf geschätzt für einen niedrigen zweistelligen Dollarbetrag erhält…“
Heise lässt aber auch einen Apple-Fan zu Wort kommen, der gerne viel bezahlt für ein iPhone X, weil es sich dabei um "die Mercedes S-Klasse unter den Smartphones" handle:
“Apple verbaut hier die beste Technik, die man derzeit für Geld kaufen kann: Vom vollflächigen OLED-Bildschirm, welcher, so ist es jedenfalls zu erwarten, die Konkurrenz um Längen schlagen wird, über den A11-Bionic-Chip, der manches MacBook Pro übertrumpfen kann, bis hin zu Face ID, was die Sicherheit erhöht, ohne die Einfachheit der Benutzung zu stören. Die TrueDepth-Kamera-Einheit verspricht zudem tolle neue Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der erweiterten Realität – und das erstmals auch bei der Frontkamera…“
Unterdessen treiben sich jene Apple-Fans, denen neue iPhones schlicht zu teuer sind, auf Websiten herum, wo sie billigere kaufen können. Tutti.ch gehört in diese Kategorie und hat kürzlich einige interessante Statistiken über den privaten Handel mit iPhones veröffentlicht:
“Im Total gab es von September 2016 bis August 2017 über 12'300 iPhone 7 zu einem Durchschnittspreis von 698 Franken auf tutti.ch zu kaufen. Die durchschnittliche Onlinezeit eines iPhone 7 lag dabei bei 5,9 Tagen. Am teuersten waren neue iPhone 7 Geräte erwartungsgemäss nach ihrem Launch mit einem durchschnittlichen Wochenpreis von 961 Franken, der in der Zwischenzeit auf 640 Franken gesunken ist."
Ob es sich bei den Verknappungsprognosen für das iPhone X um geschicktes Marketing oder um Tatsachen handelt, eines ist klar: Alles deutet daraufhin, dass das iPhone X zu einem Verkaufshit werden wird - hoher Preis und obszöne Gewinnmargen hin oder her.