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Tuesday, November 7, 2017

Wie zuverlässig ist Wikipedia?

Die Frage im Titel ist deshalb berechtigt, weil sich Wikipedia in den letzten Jahren zum meist benutzten digitalen Nachschlagwerk der Welt entwickelt hat. Jeden Monat werden 18 Milliarden Seiten auf Wikipedia gelesen - oder zumindest angeschaut. Gerade weil Wikipedia so intensiv genutzt wird, ist es wichtig zu wissen, dass darauf nicht immer Verlass ist. Das bestätigt jetzt auch einer der freiwilligen Wikipedia-Autoren.

Die deutschsprachige Wikipedia-Version, war die zweite, die online ging. In-
zwischen gibt es das digitale Lexikon in fast 300 Sprachen. 
Wer ein von Google eine Auskunft zu einer Frage möchte, erhält sie in der Regel blitzschnell - und sehr oft kommt sie von Wikipedia. Allein in der deutschsprachigen Version  pflegen über 5000 freiwillige “Redaktoren“ die mehr als zwei Millionen existierenden Artikel - jedes Jahr kommen rund 130‘000 dazu. Wikipedia ist die grösste digitale Wissenssammlung auf dem Planeten. Das digitale Lexikon enthält fast 40 Millionen Artikel, die alle sofort abgerufen werden können. Das Projekt Wikipedia wurde vor 16 Jahren gegründet und wurde seither oft dafür kritisiert, dass die Mitarbeit daran buchstäblich für alle offen ist. Nun ist die Diskussion darüber wieder aufgeflammt, weil sich ein langjähriger Wikipedia-Mitarbeiter zum Thema geäussert hat. Auch wenn viele Schüler bei der Referatsvorbereitung und andere User auf der Suche nach Antworten die Wikipedia-Inhalte als unumstössliche Wahrheiten wahrnähmen: Nicht alle Artikel der Wikipedia seien inhaltlich korrekt. Das bestätigte auch der oben genannte Wikipedia-Autor  im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa:
“Wir denken viel zu oft: Was auf Wikipedia steht, stimmt alles", sagte "Magiers", der seinen echten Namen wie viele Wikipedia-Autoren nicht nennt. Das Lexikon bemühe sich, Klarnamen der Schreiber geheimzuhalten, sagte Sprecher Denis Schröder vom Verein Wikimedia Deutschland, der die Online-Enzyklopädie unterstützt. Jury-Mitglied "Magiers" ist von Beruf Mathematiker und regelmäßiger Autor von Wikipedia-Texten. Er betonte: Statt Informationen blind zu vertrauen, sollten sich Nutzer genau ansehen, ob diese aus guten Quellen stammen. Das sei nötig, weil für die Qualitätskontrolle der Artikel Laien verantwortlich sind. Zwar müssen langjährige Schreiber die Beiträge unerfahrener Autoren überprüfen, bevor sie online gehen, "doch das verhindert nur die ganz groben Schnitzer", warnte er.“
Wikipedia muss sich immer wieder mit Manipulationen seiner Einträge herumschlagen, die von Usern vorgenommen werden, die nicht nur Gutes im Sinn haben. Das Nachschlagwerk hat aber auch schon ausgezeichnete Noten von Spezialisten bekommen.
Gibt es denn überhaupt Alternativen?

Natürlich gibt es andere Nachschlagewerke im Internet - und zwar einige. Wer sich also über ein Wikipedia-Resultat nicht sicher ist, hat durchaus die Gelegenheit eine Nachprüfung vorzunehmen. 

Thursday, March 28, 2013

Big Data wird zum Schlagwort

Gestern war’s die Cloud, heute ist es Big Data – und beide Begriffe hängen natürlich zusammen. Dass Big Data nun plötzlich zum fast omnipresenten Thema avanciert, ist wohl nur der Anfang. Das Thema wird uns lange beschäftigen, denn die Auswertung der immensen Datenströme des digitalen Zeitalters hat Ähnlichkeiten mit der Goldsuche vergangener Jahrhunderte. Nicht umsonst ist “Datamining“ ein weiterer Begriff, der in diesem Zusammenhang genannt wird.

Big Data visualisiert: Das Bild entstand in einem IBM-Forschungsinstitut
und zeigt die Datenströme auf Wikipedia.                          Quelle Wikipedia
Was ist denn genau mit Big Data gemeint? Gehört da schon die Steuererklärung dazu, die wir so regelmässig ausfüllen dürfen? Vielleicht - wahrscheinlich kommts drauf an, wieviele Daten Ihr Geld generiert. Im Zusammenhang mit Big Data wird eigentlich das Umgekehrte angestrebt - Daten, die Geld generieren.
“Nach aktuellen Berechnungen verdoppelt sich das weltweite Datenvolumen alle 2 Jahre. Diese Entwicklung wird vor allem getrieben durch die zunehmende maschinelle Erzeugung von Daten z. B. über Protokolle von Telekommunikationsverbindungen (CDR) und Web-Zugriffen (Logdateien), automatische Erfassungen von RFID-Lesern, Kameras, Mikrofonen und sonstigen Sensoren. Big Data fallen auch in der Finanzindustrie an (Finanz-Transaktionen, Börsendaten), sowie im Energiesektor (Verbrauchsdaten) und im Gesundheitswesen (Verschreibungen). In der Wissenschaft fallen ebenfalls große Datenmengen an, z. B. in der Geologie, Genetik, Klimaforschung und Kernphysik. Der IT-Branchenverband Bitkom hat Big Data als einen Trend im Jahr 2012 bezeichnet.“
Inzwischen gibt es auch eine Deutsche Websitezum Thema (mit allerdings eher magerem Informationsangebot).
Wer sich aber eingehender mit dem Thema auseinandersetzen möchte, muss tiefer schürfen, um an die richtigen Daten zu kommen. Dabei hilft wieder einmal «GDI Impuls», das Wissenschaftsimagazin des Gottlieb Duttweiler Instituts. Die immensen Datenmengen, die Menschen, Maschinen und Geräte ununterbrochen produzieren, sind das Thema der neusten Ausgabe. Das Magazin geht dem plötzlichen Interesse an Daten auf den Grund und analysiert, wo sich aus dem scheinbar unüberschaubaren Input ein brauchbarer Output generieren lässt; und wo eben nicht. Beispiele:
IT-Unternehmer Nicolas Bissantz warnt im Interview davor, allzu grosse Erwartungen in Big Data zu setzen: «Die Daten bleiben scheu und grausam. Es ist schwierig, aus ihnen zu lernen, und noch schwieriger, das Gelernte umzusetzen.»
Eine Gegenbewegung zum datengetriebenen Business sieht Raymond Bär für die Branche der Privatbanken. Im Kundenverkehr werde «die Kommunikation im wesentlichen analog bleiben», sagt der Ehrenpräsident der Julius Bär Gruppe AG: «Unsere Kunden wollen weder einem Computer noch einem Internet gegenübersitzen.» Bankintern könne es bei sensiblen Daten sogar zu einer teilweisen Ent-Digitalisierung kommen.
Eine Übersicht der Themen mit Kurzzusammenfassungen findet sich hier.