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Sunday, October 17, 2021

Das Smartphone wird zum Satelliten-Telefon

Möglicherweise gibt es auf der Welt schon bald keine Orte mehr, wo das Smartphone nicht funktioniert. Eine amerikanische Firma hat begonnen, Satelliten in einer Erdumlaufbahn zu platzieren, die mit einem völlig normalen  Handy genutzt werden können – der Satellit funktioniert wie eine gewöhnliche Natel-Antenne.

Mit Lynk-Technologie können Smartphone-User ihr Handy über Satellit verbinden, 
wenn es keinen Erd-basierten Empfang gibt.                                Screengrab Lynk
Das in Virginia ansässige Unternehmen Lynk schickte seinen "Shannon"-Satelliten vor gut drei  Monaten in eine Umlaufbahn. Nach ersten Tests konnten nach Angaben des Unternehmens Hunderte von Mobiltelefonen in den Vereinigten Staaten, in Grossbritannien und auf den Bahamas eine Verbindung mit dem Satelliten herstellen, während er über ihnen schwebte, als wäre er ein virtueller Mobilfunkturm im Weltraum. Um die Verbindung herzustellen braucht es keine spezielle Antenne, schon gar keine Satellitenschüssel und auch keine Software. Ein einziger Satellit liefert allerdings nur Handyverbindungen für einige Minuten pro Tag und über einige Breitengrade hinweg. Mit 10 Satelliten in einer Höhe von etwa 500 km, soll schon im nächsten Jahr ein grosser Teil des Globus‘ alle paar Stunden erfasst werden. Im Jahr 2023, mit etwa 100 Satelliten, soll die Abdeckung bereits alle 5 bis 20 Minuten gewährleistet sein. Für den Aufbau eines kontinuierlichen Echtzeitnetzes werden schliesslich  1500 Satelliten erforderlich sein. Lynk sieht den Service als lebensrettende Technologie. Auf seiner Website heisst es:

“Nur etwa 25 Prozent der Landmasse der Welt sind mit Mobilfunkmasten versorgt. Der Rest der Landmasse sowie alle Ozeane der Welt sind nicht versorgt. Wenn man die Ozeane mit einbezieht, sind nur etwa 10 Prozent der Erdoberfläche mit Mobilfunk versorgt.  Der Grund für die begrenzte Abdeckung: Der Bau und Betrieb von Mobilfunkmasten ist sehr teuer. Deshalb haben die 5,2 Milliarden Menschen mit Mobiltelefonen keinen Empfang, wenn sie sich ausserhalb der Reichweite eines Mobilfunkmastes befinden.  Daten aus der Bevölkerung deuten darauf hin, dass im Durchschnitt etwa 750 Millionen Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt kein Mobilfunksignal empfangen können.“

Das Unternehmen wird zunächst nur SMS-Service anbieten und sich auf das lebensrettende Potenzial für Nutzer konzentrieren, die zum Beispiel bei einer Expedition oder auf See Hilfe brauchen. Aber irgendwann soll es dann genug Satelliten für Breitband-Internet geben – und Sie werden Ihr Handy nutzen können, wo immer Sie sich befinden.

Monday, September 5, 2016

Das Zeitalters des Smartphones hat erst begonnen

Der Trend ist absolut klar und scheint absolut unaufhaltsam zu sein: Das Smartphone, der Minicomputer in der Hosentasche, ist zum allgegenwärtigen Tool geworden, um im Alltag durchs Leben zu kommen. Obwohl immer öfter negative Auswirkungen unserer Smartphone-Abhängigkeit befürchtet werden, ist die Anziehungskraft der Technologie ungebrochen. Wie neuste Studien zeigen, vor allem bei jungen Leuten. Womit wir davon ausgehen können, dass das Smartphone – wenn auch wahrscheinlich nicht in seiner heutigen Form – seinen Siegeszug über Generationen fortsetzen wird.

Das Smartphone schadet der Gesundheit. Es macht dumm. Es verdirbt die Sprache. Es macht süchtig. Es führt zu narzisstischem Verhalten. Es zerstört sozialeStrukturen. Die Nutzung am Lenkrad führt zu Unfällen
All diese Argumente, die schon in Artikeln und Büchern dargelegt wurden, mögen richtig sein, beindrucken aber nur die wenigsten User. Das Smartphone ist heute derart unabdingbar, dass es ein ganz klares Privileg geworden ist – das sich nur wenige Menschen leisten können – ohne Smartphone zu existieren.
Das Smartphone ist nicht zu stoppen, das zeigt auch die neuste Studie von TNSInfratest in Deutschland.
Mehr als drei Viertel aller 14- bis 69jährigen nutzen das Internet mit ihrem Smartphone. In dieser Altersgruppe hat das Smartphone PC und Notebook in Sachen Internetnutzungsdauer bereits überholt; 52 Prozent der Nutzungszeit wird das Internet über das mobile Gerät genutzt. Der Hauptgrund für diese Entwicklung dürfte die starke Nutzung von Instant-Messaging und Social Media sein.
Während das Surfen am PC oder am Notebook in diesem Jahr eine Sättigung erreicht hat – wie im Vorjahr gehen 88 Prozent mit diesem Gerätetyp ins Netz – steigerte sich die Nutzung per Smartphone erneut um 10 Prozentpunkte und liegt nun bei 76 Prozent.

Lässt man Befragte einschätzen, welchen Anteil das Smartphone an der eigenen Internetnutzungsdauer hat, bestätigt sich erneut die zunehmende Bedeutung des Smartphones: Während PC und Notebook mit 49 Prozent erstmals weniger als die Hälfte der im Internet verbrachten Zeit beanspruchen und sich damit auf einem kontinuierlichen Abstieg befinden, zeigt das Smartphone stetiges Wachstum und kommt mit 38 Prozent nahe an die früheren Alleinherrscher heran. Immerhin: Die Smart Watch hat in Deutschland mit nur etwa zwei Prozent derzeit keine Relevanz.

Friday, December 18, 2015

Ohne Smartphone sind Sie attraktiver!

Es gibt mindestens zwei gute Gründe dafür, Ihr Smartphone über die Festtage mal auszuschalten. Erstens zeigen verschiedenste Untersuchungen, dass die Beschäftigung mit dem Smartphone Ihrer Gesundheit schaden kann – psychisch und physisch. Ausserdem sind Sie für den grössten Teil Ihrer Freunde und Bekannten ein attraktiverer Mensch, wenn Sie ohne Smartphone daherkommen, wie eine gross angelegte Umfrage kürzlich ergeben hat.

Quasimodo, der Glöckner von Notre Dame in einem Gemälde
 von Antoine Wirtz: Er hatte seinen Buckel definitiv nicht
vom Smartphone.                                                        Wikimedia
Das Smartphone: Kommunikationsinstrument und Statussymbol des 21sten Jahrhunderts. Ohne das allgegenwärtige Gadget können wir nicht existieren – nie und nirgendwo. Doch das Smartphone ist nicht nur alleswissender Helfer im Alltag, es schadet auch unserer Gesundheit. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern wurde mehrfach in verschiedensten medizinischen Studien nachgewiesen. Die New York Times weisst nun auf einen weiteren Aspekt dieser gesundheitsschädigenden Wirkung hin: Das Smartphone verursacht Haltungsschäden -  und diese wiederum, können zu psychologischen Problemen führen.
Der Neuseeländische Physiotherapeut Steve August hat einen Namen für den Körperschaden, der durch das zusammengesunkene Starren auf das Smartphone verursacht wird: Er nennt ihn den “iHunch“, also den iBuckel. Als er vor dreissig Jahren mit seiner Physiotherapie-Praxis begonnen habe, seien ihm viele Fälle von versteiften runden Rücken begegnet – meistens waren es Grossmütter und Urgrossmütter, die unter einem Buckel litten. Heute  sieht August den gleichen Schaden in unter 20jährigen Patienten. Zitat aus dem Artikel der New York Times:
“Wenn wir traurig sind, sinken wir in uns zusammen – beim Sitzen oder Stehen. Wir nehmen die selbe Haltung ein, wenn wir Angst haben oder wenn wir uns machtlos fühlen. Studien zeigen, dass Menschen mit klinischer Depression eine Körperhaltung einnehmen, die dem iBuckel auf unheimliche Weise gleicht. Eine der Untersuchungen, im Jahr 2010 im Journal der Brasilianischen Psychiatrischen Vereinigung publiziert, zeigte auf, dass depressive Patienten öfter mit einem vorwärtsgebeugten Hals, hängenden Schultern und an den Körper gezogenen Armen dastehen…“
Doch die wirklich schlechte Nachricht kommt erst: Die oben beschriebene Smartphone-Haltung kann nicht nur den iBuckel verursachen, sondern auch zu schlechter Laune und sogar einem schlechteren Gedächtnis führen. Die Times zitiert verschiedene Studien, die nachweisen, dass eine schlechte Stimmung nicht nur zu einer schlechten Haltung führt, sondern die schlechte Haltung auch zu einer schlechten Stimmung.

Wenn das nicht Grund genug ist, das Smartphone zumindest unter dem Christbaum mal wegzulegen, haben wir noch eine andere Untersuchung anzuführen. Die grosse Mehrheit der Internet-Nutzer - und auch Smartphone-Besitzer selbst - fände es durchaus angenehmer, wenn mehr Leute ihr Smartphone dann und wann einfach einmal in der Tasche liessen: “Der Alltag wäre angenehmer, würden mehr Leute ihr Smartphone ab und zu ausschalten“, denken rund drei Viertel von 20‘000 befragten Internet-Usern. Ironischerweise denken auch aktive Smartphone-Nutzer so: Unter ihnen sind es mehr als 70 Prozent, die es begrüssen würden, wenn Smartphones im Alltag weniger präsent wären. Unter Nicht-Smartphone-Besitzern beträgt dieser Anteil 82 Prozent. (Die Zahlen entstammen der aktuellen W3B-Studie der Consulting-Firma Fittkau & Maass.) Mit anderen Worten: Weitaus die  meisten Mitmenschen finden uns ohne Smartphone sympathischer – und das sollte uns eigentlich nicht überraschen!

Friday, August 15, 2014

Online-Shopping: Am liebsten am Laptop

Wer einen Online-Laden betreibt, will wissen, mit welchen Geräten seine Kunden einkaufen. Es macht nämlich durchaus einen Unterschied, ob man als Online-Händler potentielle Kunden anspricht, die mit dem Smartphone unterwegs sind oder solche, die am stationären PC bestellen. Ein schwedischer Softwarehersteller hat jetzt mit einer Umfrage etwas Licht ins Dunkel gebracht.

Immer noch das beliebteste Einkaufstool: der Laptop.
Das Resultat der von Apptus in Auftrag gegebenen Studie zeigt, dass die meisten Online-Shopper zwar mit dem Smartphone nach Produkten suchen und entsprechende Informationen einholen. Eingekauft wird dann aber lieber am Laptop oder am Desktop PC – der Laptop ist das beliebteste Einkaufstool. Dieses Verhalten ist für allem für junge User beispielhaft: In der Gruppe der 18 bis 30jährigen Anwender benutzen 64 Prozent ihr Handy für die Recherche von Produkten, nur 44 Prozent kaufen damit auch ein.
Doch auch zwischen der Benutzung von Laptops und PCs gibt es einen Unterschied. Laptops werden häufiger für die Suche nach Produkten und den anschließenden Kauf gebraucht als stationäre PCs. Insgesamt suchen und kaufen immer noch mehr Kunden Produkte in Online-Shops mit Laptop und PC als mit mobilen Endgeräten.
Allerdings nimmt gemäß Apptus die Nutzung von mobilen Geräten beim Online-Shopping zu – genauso wie sich der Trend zum Online-Einkauf verstärkt. 59 Prozent der befragten Online-Shopper gaben an, häufiger im Online-Shop hereinzuschauen, als noch im Vorjahr.

Was könnten die Gründe für den Einkauf am Laptop oder PC sein?
Vielleicht geht es oft ganz einfach um das Drucken von Bestellbestätigungen und Rechnungen. Vor allem User, die nicht zur Gruppe der Digital Natives gehören, sind sich oft andere Einkaufsabläufe gewöhnt, als sie im digitalen Zeitalter üblich sind. Oder der grössere Bildschirm am PC erlaubt ein angenehmeres und übersichtlicheres Einkaufserlebnis und vermittelt dem Käufer mehr Sicherheit beim Abschluss des Kaufs. Vielleicht haben diese Käufer aber auch jene Story gelesen, die im Frühjahr durch die Fachpresse ging: Verbraucherschützer fanden damals heraus, dass der Einkauf mit Smartphone oder Tablet oft ziemlich viel teurer zu stehen kommt, als Online-Shopping mit dem PC…