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Wednesday, April 19, 2017

Der Second-Screen als Ablenkung vom Fernseher

Fernsehen und sich darauf konzentrieren was am Bildschirm läuft? Bei der Mehrheit aller Medienkonsumenten läuft das nicht mehr so. Da müssen es mindestens zwei Bildschirme sein, damit es nicht langweilig wird. 80 Prozent dieser Nutzer surfen im Internet, während der Fernseher läuft. Früher bot der Fernseher Ablenkung vom Alltag, heute lenken wir uns mit einem Second-Screen vom Fernseher ab. Das muss vor allem die TV-Werber beunruhigen.

Der Second-Screen lenkt immer mehr Zuschauer vom Fernseher ab.
                                                                                                             Bild PfW
Eine aktuelle Studie der Medienagentur Initiative zeigt, dass vor allem Werbepausen dazu genutzt werden, um mit dem Tablet oder dem Smartphone zu surfen, E-Mails zu schreiben oder sonst zu kommunizieren.  Der meist genutzte zweite Bildschirm ist das Smartphone, und auch Tablets  werden eingesetzt. Der PC hingegen wird nur selten als Second-Screen gebraucht. Junge User  nutzen den zweiten Bildschirm besonders intensiv. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen sind es 77 Prozent, bei den 50- bis 59-Jährigen nur 60 Prozent, denen ein Bildschirm nicht genügt.
Der Anteil der TV-Zuschauer, die am Fernseher einen zweiten Bildschirm brauchen,  ist in den letzten Jahren ständig angestiegen, wie die My Screens Studie der Medienagentur Initiative schon im letzten Jahr zeigte:
“Knapp drei Viertel der Fernsehnutzer nutzen mittlerweile einen sogenannten Second Screen, wenn sie vor dem TV sitzen. Nachdem dieser Anteil 2014 von 68 Prozent auf 74 Prozent stark angestiegen ist, pendelt er sich in der aktuellen Befragung auf dem hohen Niveau des Vorjahres ein. Auch der zeitliche Anteil der Nutzung eines zweiten Geräts während des Fernsehens hat sich in den vergangenen Jahren nicht verändert. 35 Prozent der Multiscreener nutzen in mehr als der Hälfte ihrer Fernsehzeit gleichzeitig ein weiteres Gerät.“
Dass sich die Fernsehzuschauer so gar nicht mehr konzentrieren können, muss vor allem die Werber beunruhigen. Auch Marktforscher Nielsen ist nämlich zum Schluss gekommen, dass der Second-Screen die häufigste Ablenkung für Fernsehzuschauer darstellt - allerdings bei weitem nicht die einzige. Lesen, essen, mit Hund oder Katze spielen oder mit einem Mitmenschen kommunizieren sind andere beliebte Arten der Ablenkung beim Fernsehen.
Fernsehmacher und Werber haben einen Trost: Der Second-Screen lenkt zwar von Hauptbildschirm ab, sorgt aber auch dafür, dass bei Langeweile oder Werbung nicht sofort weggezappt wird.

Sunday, February 26, 2017

So wenig Zeit - und so viel Social Media

Der Tag hat nur 24 Stunden, die Woche nur 7 Tage – und trotzdem verbringen wir einen grossen Teil dieser wertvollen Zeit am Bildschirm, um Social Media zu nutzen oder um fern zu sehen. Am meisten Zeit für diese Art der Beschäftigung wenden aber nicht etwa die Mitglieder der viel zitierten Generation Y auf.

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Die Generation Y (18 bis 34 Jahre), verbringt zwar viel Zeit am Bildschirm – aber immer noch nicht so viel wie die Generation X (35 bis 49 Jahre). Diese “mittel-alterlichen“ Medienkonsumenten scheinen nämlich von Fernseher und Social Media besonders fasziniert zu sein und sitzen pro Woche fast 25 Stunden vor dem Fernseher und fast 7 Stunden an einem Bildschirm, um via Social Media zu kommunizieren – gesamthaft also fast 32 Stunden.
Auch die Millennials lieben ihre Bildschirme, sie haben aber nicht die Ausdauer ihrer Vorgängergeneration. Ihre allgemeine Mediennutzung liegt bei 26 Stunden und 49 Minuten; 6 Stunden und 19 Minuten entfallen dabei auf Social Media. Auf dem dritten Platz liegen die Baby-Boomer. Der Generation jener Mediennutzer, die noch in schwarz/weiss ferngesehen und in Büros gearbeitet hat, die mit Schreibmaschinen ausgerüstet waren,  scheint die Zeit am wertvollsten zu sein. Sie konsumiert nur  gute 20 Stunden Bildschirm-Medien – davon gut vier Stunden Social Media. Die Zahlen stammen aus dem Social Media Report 2016 von Nielsen. Sie zeigen, dass Erwachsene im Durchschnitt wöchentlich rund 25 Stunden Medien konsumieren, volle fünfeinhalb Stunden entfallen dabei auf  Social Media. Eigentlich erstaunlich, wenn man in Betracht zieht, dass Facebook erst gute zehn Jahre existiert…
Apropos Facebook: Gemäss einer aktuellen deutschen Studie nutzen 65 Prozent der über 14jährigen User Facebook. Das ist eine eindrückliche Zahl, auch wenn Youtube mit 69 Prozent noch besser abschneidet. (Youtube ist für die meisten User keine Social Media Plattform, an der sie sich aktiv beteiligen, sondern eher ein Medien-Kanal. Deshalb können die Userzahlen unseres Erachtens nur bedingt verglichen werden.) Die höchste Nutzungsquote hat Facebook übrigens bei sogenannten Twens mit 88 Prozent, und auch bei den unter 30 bis 39jährigen ist Facebook mit 74 Prozent sehr beliebt. Das Unternehmen Facebook hat bekanntlich mit WhatsApp und Instagram zwei zusätzliche Kanäle im Portfolio, die unter Teenagern ihre größten Nutzeranteile haben: 89 Prozent der 14 bis 19jährigen Internet-Nutzer in Deutschland verwenden WhatsApp, 71 Prozent Instagram.


Monday, August 20, 2012

Die unendliche Musikbox

Teenager lieben YouTube – und zwar nicht nur, um sich dort die beliebtesten Videos anzuschauen, sondern auch um Musik zu hören. Wie der neuste Musik Report von Nielsen zeigt, hat sich YouTube zum wichtigsten Musikmedium für amerikanische Teenager entwickelt.

Gesamthaft gesehen ist zwar Radio immer noch das wichtigste Medium, wenn es um Musik geht. Aber bei den jungen Musikkonsumenten, haben die digitalen Medien enorm aufgeholt. YouTube steht hier an der Spitze mit 64 Prozent, gefolgt vom guten alten Radio (56 Prozent) und  iTunes (53 Prozent). Interessant zu wissen ist, das auch die CD, obwohl schon länger totgesagt, noch lange nicht tot ist – immerhin 50 Prozent aller Teenagers konsumieren regelmässig Musik ab CD. Erstaunlicherweise finden aber die Musikkonsumenten, dass der Download eines digitalen Musikstücks einen besseren Wert darstelle, als eine CD, die man nicht nur auf der Festplatte, sondern auch auf dem Gestell lagern kann.
Dass YouTube sich als digitales Musikmedium etablieren konnte, hat damit zu tun, dass hier, in dieser musikalischen Cloud, schon seit Jahren mehr Musik zum Abruf bereitsteht, als man sich während eines ganzen Menschenlebens anhören könnte und wollte. Für Musikliebhaber hat sich das Medium YouTube deshalb schon längst zu einer unermesslich grossen Musikbox entwickelt.
Diese Evolution passiert weltweit; nicht nur im Westen, sondern auch in den Schwellenländern und vor allem in Asien. Asiatische Künstler mischen die YouTube Musikranglisten der Justin Biebers und Katy Perrys auf  – wie zum Beispiel der Koreanische Hiphop-Artist Park Jae Sang (siehe untenstehendes Video). 

Nachtrag: Der Erfolg des Koreanischen YouTub-Stars ist jetzt auch den CNN-Redaktoren aufgefallen, die darüber jetzt auch einen Video-Beitrag gedreht haben.