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Monday, February 11, 2019

Online am Valentinstag: Parfüm bei Amazon kann teuer werden

Auch der Valentinstag wird langsam aber sicher digitalisiert - zumindest die Einkäufe dafür. Eine Mastercard-Studie zeigt, dass die Online-Einkäufe für diesen Tag seit dem Jahr 2016 um weltweit volle 76 Prozent angestiegen sind. Wer allerdings zum Valentinstag Parfüm kaufen will, sollte das nicht bei Amazon tun - da sind die Preise für gut riechende Essenzen nämlich am höchsten, wie eine weitere Untersuchung herausgefunden hat.

Valentinstag wird immer mehr zum E-Commerce-Tag.
                                                                                    Bild CC0
Valentinstag ist also auch ein E-Commerce-Event - wen wundert’s. Die Konsumenten schätzen dabei vor allem die Schnelligkeit, den Komfort und die Auswahl an Geschenken. Oftmals besorgen sie ihre Geschenke sogar erst am Valentinstag selbst.  Im vergangenen Jahr investierten Verliebte auch gern etwas mehr in romantische Geschenke. In Europa stiegen die Ausgaben hierfür rund um den Valentinstag im Vergleich zu 2016 um 30 Prozent. Dabei zeigte sich ein klarer Trend weg von materiellen Geschenken und hin zu gemeinsamen Erlebnissen: Immer mehr Menschen verwöhnen ihre Liebsten mit einem Restaurantbesuch. Romantische Kurztrips verzeichnen ebenfalls einen Wachstum. In Deutschland stieg die Zahl der Transaktionen in Hotels in den letzten drei Jahren um neun Prozent, und für sonstige Reisen gar um 29 Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Soviel zur Mastercard-Studie.
Viele Nutzer finden dank der im Internet gemachten Vergleiche die besten Angebote, um interessante Rabatte bei ihren Einkäufen zu erhalten. Hier überraschen die Ergebnisse einer weiteren Valentinstag-Untersuchung (von Minderest). Sie zeigt: In Sachen Parfümpreise bildet Amazon das Schlusslicht im Ranking. In der anfangs Februar durchgeführten Studie wurde eine Stichprobe von 1‘231 Parfums für Frauen und Männer bei Amazon Deutschland und Google Shopping analysiert.Die Preise der verschiedenen Amazon-Händler wurden ignoriert und nur der Preis von Amazon als Verkäufer in Betracht gezogen.
Für jedes der Produkte wurde der günstigste Preis in einem der untersuchten Unternehmen ermittelt. Auf der Grundlage dieses billigsten Preises wurde die prozentuale Differenz für jeden der verglichenen Shops berechnet. Das Ergebnis: die Parfum Group führt das Ranking der 15 untersuchten Shops an, Schlusslicht dagegen ist – Amazon.
Nach diesem Vergleich betrug die Preisdifferenz für den gleichen Artikel 52,71 Prozent zwischen Amazon, wo der teuerste Preis gefunden wurde, und den Parfüms von Premium Store, mit dem günstigsten Preis. Während zum Beispiel der Preis im Online Premium Store bei 40,66 Euro lag, kostete ein Fläschen Chloe Fleur de Parfum Eau de Parfum Spray bei Amazon 85,99 Euro.

Die ganze Preisliste mit den entsprechenden Unterschieden kann hier eingesehen werden.

Wednesday, April 26, 2017

Damit Geldausgeben einfacher – und vielleicht auch sicherer wird

Die nächste Generation Plastikgeld kommt:  Mastercard hat diese Woche die neuste Generation der biometrischen Kreditkarte vorgestellt. Dabei wird die inzwischen gebräuchliche Chip-Technologie mit einem Fingerabdruck des Kartenbesitzers kombiniert, um den sicheren Authentifizierungsprozess beim Geldausgeben zu ermöglichen – ohne dass man dabei das Gedächtnis und eine PIN-Code bemühen muss.

Die neue Mastercard funktioniert nur ohne Handschuhe - dafür müssen wir uns
keinen PIN-Code mehr merken.                                                                Bild MC
Die weiterentwickelte Technologie wurde während der letzten Monate in  Südafrika getestet – mit Erfolg, wie Mastercard mitteilt. Die neue Karte setzt auf die Technologie des Fingerabdruck-Scans und verwendet dafür neue biometrische Leser. Dadurch entsteht eine dünnere, flexiblere Karte, welche die gesamte notwendige Authentifizierungstechnologie enthält und Zusatzgeräte an der Ladenkasse absolut unnötig macht.
Eine Zahlung mit biometrischen Daten zu verifizieren – in diesem Fall mit dem Fingerabdruck – macht es möglich, dass einzig und allein der Karteninhaber mit seiner Karte bezahlen kann. Eine Karte in den falschen Händen kann nicht mehr verwendet werden, um unautorisierte Käufe vorzunehmen. Der grosse Vorteil der Mastercard-Technologie, der mit Bestimmtheit zu deren schnellen Verbreitung führen wird: Die Karte kann an jedem Kartenterminal verwendet werden; Händler benötigen keine zusätzliche Hardware oder Softwareupgrades. Die Technologie wird hoffentlich dazu beitragen, Kreditkartenbetrug vorzubeugen.
Wer in Zukunft mit der neuen Karte einkaufen will, registriert sich bei seinem Finanzdienstleister für die biometrische Kartennutzung. Anschliessend wird der Fingerabdruck in eine verschlüsselte digitale Form umgewandelt und auf der Karte gespeichert. Danach ist die Karte weltweit bei allen Kartenterminals einsatzbereit.
Während des Einkaufs und Bezahlens in einem Geschäft funktioniert die biometrische Karte wie jede andere Chipkarte. Der Karteninhaber führt seine Karte in das Kartengerät ein, legt den Finger auf den integrierten biometrischen Sensor, so dass der Fingerabdruck mit dem gespeicherten biometrischen Abdruck in der Karte abgeglichen werden kann. Stimmen die Abdrücke überein, wird die Transaktion von der Bank des Karteninhabers bestätigt. Während des gesamten Ablaufs gibt der Karteninhaber seine Karte nicht aus der Hand. Geplant ist ausserdem eine Version der Karte, die auch kontaktlos einsetzbar ist.
Selbstverständlich sind auch Fingerabdrücke nicht hundertprozentig sicher, wie gewiefte Techniker schon mehrmals demonstriert haben, wie der Standard berichtet:
“Der Hacker Jan Krissler alias Starbug hat im Jahr 2014 auf dem Chaos Communication Congress demonstriert, wie man mit einer handelsüblichen Spiegelreflexkamera Fingerabdrücke kopieren kann. Krissler reichte ein Foto der deutschen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen aus drei Meter Entfernung, um ihren Daumenabdruck mit einem Bildbearbeitungsprogramm zu reproduzieren. Und Forscher der Michigan State University haben eine einfache Methode entwickelt, mit der man Bilder von Fingerabdrücken mit einem simplen Drucker ausdrucken kann, die eine hinreichend hohe Auflösung haben, um damit Fingerabdruck-Lesegeräte auszutricksen.“


Thursday, March 30, 2017

Online Shopping in Europa: geliebt und gefürchtet

Europäer lieben und fürchten das Einkaufen im Internet.  Eine Mastercard-Befragung von Konsumenten in über 20 Ländern im Europäischen Wirtschaftsraum zeigt, dass im letzten Jahr jeder vierte Internetnutzer in Europa mindestens einmal pro Woche online eingekauft hat. Jene Konsumenten, die nicht in virtuellen Läden einkaufen, nennen einen gemeinsamen Grund dafür: die Angst vor dem Betrug.

Europäer kaufen gerne und recht oft im Internet ein, wie der Masterindex 2017
zeigt.                                                                                            Grafik Mastercard
Am beliebtesten ist Online-Shopping in Europa, wenn es um Modeartikel geht. Kleider und Schuhe machen die beliebteste Produktekategorie aus, gefolgt von Tickets, elektronischen Geräten  und Büchern. Über dem europäischen Online-Shopping schwebt aber eine dunkle Wolke, die das Potential der Branche signifikant einschränkt: Die Angst vor Betrug wurde als Hauptgrund dafür genannt, nicht im Internet einzukaufen. Hier gehen die Wahrnehmungen allerdings auseinander, je nach geografischem Standort der potentiellen Kunden: 71 Prozent der Griechen und 64 Prozent der Spanier fürchten sich vor Gaunern, bei den Dänen sind es nur 46 Prozent.
Obwohl es der Einkauf im Internet ermöglicht, weltweit und weitgehend grenzenlos einzukaufen, verhalten sich viele Online-Shopper wie in vordigitalen Zeiten: Bei grenzübergreifendem E-Commerce entscheidet massgeblich die Verfügbarkeit von einheimischen Angeboten. Wer mit der Auswahl, der Qualität und dem Preis in inländischen Webshops zufrieden ist, kauft in der Regel auch dort ein. Die beliebtesten Produkte, die grenzübergreifend bestellt werden, sind Kleider, Accessoires und Schuhe, gefolgt von Büchern, Musik, DVDs und Videospielen.
Generell zeigt die Mastercard-Studie, dass für grenzübergreifenden E-Commerce noch Wachstumspotential besteht: Um dieses Wachstum zu erreichen, müsste das Vertrauen in E-Commerce-Angebote allerdings weiter gestärkt werden.
Hinsichtlich der beliebtesten Online-Zahlungsmethoden zeigen sich europaweit bereits bekannte  Unterschiede. In Tschechien, Deutschland, den Niederlanden und Polen ist die Bestellung auf Rechnung doppelt so beliebt wie Kartenzahlung. In Ländern wie Frankreich, Grossbritannien, Spanien, Irland und Italien sind hingegen Karten mit Abstand das beliebteste Zahlungsmittel.

Ebenfalls in der Befragung berücksichtigt wurden neue Zahlungsmethoden wie E-Wallets, Bank-Apps und QR-Code-Scanning. Während sich in ganz Europa die Konsumenten daran interessiert zeigen, neue Technologien auszuprobieren, schlägt dieses Interesse nicht in Nutzerzahlen um: In der Theorie sind zum Beispiel spanische Internet-Kunden am enthusiastischsten gegenüber E-Wallets. Sie liegen jedoch klar hinter den Norwegern  und  Griechen zurück, was die momentane Nutzung dieser mobilen Technologien betrifft. 

Monday, November 2, 2015

Schmuck statt Plastik

Mastercard will eine praktische Bezahl-Idee umsetzen: Kunden sollen an der Kasse mittels einem selber ausgewählten Gegenstand bezahlen können – zum Beispiel  mit ihrem Autoschlüssel, Fingerring oder Armband. Die ersten Objekte, mit denen auf diese Art bezahlt werden kann, sollen schon im nächsten Jahr auf den Markt kommen; so will zum Beispiel GM seine Autoschlüssel mit einer Bezahlfunktion ausstatten.

Ab 2016 sollen Objekte wie ein Autoschlüssel als Mastercard-Zahlmittel ein-
gesetzt werden können.                                                                 Bild Mastercard 
Auch andere Partner haben Mastercard bereits eine Zusammenarbeit zugesichert. Modedesigner Adam Selman will Kleider und andere sogenannte Payment Wearables produzieren – also tragbare Objekte, die eine Bezahlfunktion haben. Auch Nymi, Hersteller eines smarten Armbandes, das vor allem zu identifikationszwecken verwendet werden kann, macht mit und natürlich auch der Schmuckhersteller Ringly, der, man ahnt es, einen Fingerring zum Bezahlen beisteuern will.
Mastercard nimmt mit dieser Initiative am Wettbewerb um jene Kundschaft teil, die bereit ist, neue smarte Zahlmethoden auszuprobieren. Apple Pay und Android Pay von Google sind Konkurrenten, deren Modelle auf dem Bezahlen mit dem Smartphone basieren.

Die Mastercard-Idee ist an sich gut und muss unserer Ansicht nach nicht als Ersatz, sondern eher als Ergänzung eines Smartphone-Bezahlsystems gesehen werden. Ein Objekt, das immer zur Hand ist, weil man es bei sich oder an sich trägt – wie zum Beispiel ein Fingerring oder ein Autoschlüssel – und das für das bargeld- und drahtlose Bezahlen von kleineren Beträgen eingesetzt werden kann, würde den Geldbeutel und die Plastikkarte in vielen Fällen überflüssig machen. Die Frage ist, ob sich potentielle User derartiger Bezahlobjekte auf deren Sicherheit verlassen werden. Denn wie man weiss, gibt es vor allem in Europa immer noch einen grossen Prozentsatz von Konsumenten, denen nicht nur digitale Bezahlsysteme suspekt erscheinen, sondern denen sogar die althergebrachte Kreditkarte zu unsicher ist – weshalb das Bezahlen per Cash oder Rechnung bei vielen Shoppern auch im digitalen Zeitalter immer noch die bevorzugte Zahlart ist. 

Sunday, November 21, 2010

Online-Shopping wird noch alltäglicher

Was sich zuerst anhört, wie eine schlechte Nachricht für den Online-Handel, ist eigentlich genau das Gegenteil: Gemäss neusten Zahlen ist der durchschnittliche Warenkorbwert für Online-Einkäufe auf den Stand vor fünf Jahren gesunken. Das heisst: Onlin-Shopping wird immer alltäglicher.

Diese Erkenntnis ist im neuen e-Commerce-Report 2010 der Deutschen Bank zu finden. ist der durchschnittliche Warenkorbwert bei Online-Einkäufen auf den Stand von vor fünf Jahren gesunken. Gleichzeitig hat aber das Umsatzwachstum im Onlinehandel angehalten. Die Analysten der Deutschen Card Services schliessen daraus, dass der Rückgang des durchschnittlichen Warenkorbwertes auf rund 65 Euro keine dramatischen Umsatzverluste abbildet, sondern eine Veränderung im Nutzungsverhalten der Konsumenten widerspiegelt. Zwar habe die Finanzkrise auch vor dem Handel in der virtuellen Welt nicht Halt gemacht. Der Hauptgrund für den Rückgang der durchschnittlichen Warenkorbwerte liege aber darin, dass die Konsumenten zunehmend die Scheu davor verlieren, auch billigere Waren und Dienstleistungen online zu beziehen, erklärt ein Sprecher der Deutschen Card Services. So konnte die für alltägliche Produkte, Dienstleistungen oder Musik- und Video-Downloads typische Warenkorbwertgruppe unter zehn Euro ihren Umsatzanteil nahezu verdoppeln. Diese Entwicklung trägt nicht nur maßgeblich zur Veränderung des durchschnittlichen Warenkorbwertes bei, sondern bestätigt auch einen erfreulichen Trend: Einkaufen im Internet wird immer alltäglicher. Der E-Commerce-Report, der das Kauf- und Zahlverhalten sowie das Zahlungsausfallrisiko im Online-Handel erfasst, erscheint seit 2002. Ein sehr wichtiges Detail: Anders als andere Analysen basiert die Auswertung der Deutsche-Bank-Tochter auf realen Kaufvorgängen und damit nicht auf Umfragen. Die Forschungsgrundlage bilden rund 24 Millionen Transaktionen, die über die Plattform der Deutschen Card Services abgewickelt wurden.
Noch eine Bemerkung zum Thema Bezahlen im Web.
Ein Grund für die Barriere, die viele Europäische Kunden gegenüber der Bezahlung von tieferen Beträgen im Web haben, liegt bei der Hemmschwelle, dafür die Kreditkarte zu benutzen. Anders als in Nordamerika, wo vor allem Master- und Visa-Card hemmungslos auch für kleinste Beiträge eingesetzt werden - vor allem auch durch den Einsatz der neuen PayPass-Technologie, ist man in Europa immer noch der Meinung, die Kreditkarte eigne sich vor allem für die Ferien und für grosse Beträge. Es ist mir in der Schweiz schon passiert, in einem Benetton-Laden notabene, dass ich von der Verkäuferin schnippisch darauf aufmerksam gemacht wurde, dass man hier für "kleine Beträge" den Kreditkarteneinsatz nicht sehr schätze - der Einkaufswert betrug etwa 40 Franken.