Thursday, May 20, 2010

Den biometrischen Spreu vom Weizen trennen

Biometrische Sicherheitssysteme werden immer wichtiger, sowohl in grossen als auch in kleinen Unternehmen und auch für private Nutzer. Deshalb streiten sich bereits zahlreiche Anbieter um die Anteile am wachsenden Biometriemarkt. Für Anwender ist es aber nicht immer leicht, diesbezüglich den Spreu vom Weizen zu trennen.

Leicht können sich Unternehmen, Behörden und Privatanwender von gut tönenden Werbesprüchen blenden lassen und falsche Kaufentscheidungen treffen. Das Fraunhofer Institute for Computer Graphics Research (IGD) testet und bewertet deshalb biometrische Systeme. Nach Ansicht von Alexander Nouak, Biometrieexperte und Leiter "Identifikation und Biometrie" am Fraunhofer IGD, ist eine verlässliche Qualitätsprüfung von biometrischen Systemen unabdingbar:
"Bereits heute gibt es eine ganze Reihe von Fingerscannern als Schlüsselersatz für Firmen, Organisationen und Privatleute. Während einige davon wirklich empfehlenswerte hochwertige Systeme sind, eignen sich andere nicht einmal für die Tür zu einer Besenkammer. Als Spielzeug für Technikbegeisterte mag solche Spielzeugbiometrie gerade ausreichen, für den täglichen Einsatz sollte man besser auf sie verzichten."
Die häufigsten Kritikpunkte, die Nouak und sein Team vorbringen müssen, sind mangelhafte Bedienerfreundlichkeit, unzureichender Service der Herstellerfirma und ungenügende Sicherheit des Systems vor allem im Hinblick auf die Speicherung der biometrischen Referenzdaten. Ein verpflichtendes amtliches Prüfsiegel für biometrische Systeme existiert noch nicht.
Nouak rät allen Anwendern, beim Kauf von biometrischen Systemen besondere Sorgfalt walten zu lassen. Allzu preiswerten Angeboten sollte man skeptisch gegenüberstehen.

Monday, May 17, 2010

Jede Minute 24 Stunden Video

Es ist erst fünf Jahre her, dass YouTube lanciert wurde. In diesen fünf Jahren haben sich die Konsumgewohnheiten der Medien-User massiv verändert. YouTube (das seit gut drei Jahren zum Google-Imperium gehört) streamt heute gemäss eigenen Angaben zwei Milliarden Videos. Damit zählt dieses digitale Medium bereits mehr Zuschauer, als alle drei grossen TV-Netzwerke in den USA miteinander zur besten Sendezeit anziehen können.

 YouTube ist ein gesellschaftliches Phänomen. Es drückt die Extrovertiertheit der digitalen Gesellschaft aus – nichts ist so unwichtig, dass es nicht per Video mitgeteilt werden müsste - wie auch das untenstehende Video mit Ausschnitten der 100 populärsten YouTube-Videos zeigt.  Dass YouTube vor allem zur Unterhaltung genutzt wird, beweist auch die Rangliste der meistgesehenen Videos. An erster Stelle steht im Moment Lady Gaga, gefolgt von einem Baby-Video, das zugegebenermassen ganz lustig ist. An dritter Stelle mit immerhin noch rund 144 Millionen Abrufen steht ein Komiker mit einer Tanz-Nummer.
Bei YouTube kommt natürlich immer auch der Viruseffekt zum Tragen. Wenn ein Video gefällt, breitet es sich durch die digitalen Kanäle explosionsartig aus. Diesen Erfolg nutzen inzwischen auch zahlreiche Unternehmen; YouTube ist schon nach wenigen Jahren für viele Firmen zu einem wichtigen Marketingtool geworden, eben weil es so mächtig ist:
  • Jede Minute werden 24 zusätzliche Stunden an Videos auf YouTube geladen.
  • YouTube ist die am drittmeisten besuchte Website.
  •  Durchschnittlich verbringen YouTube-Besucher volle 15 Minuten täglich auf der Site.

Wednesday, May 12, 2010

Die meisten Opfer zahlen freiwillig

Das leidige Thema Onlinebetrug sorgt immer wieder für Schlagzeilen und bei vielen Usern auch für mangelndes Vertrauen, wenn es um Online-Transaktionen geht. Dabei sind die meisten Betrügereien relativ leicht durchschaubar. Trotzdem ist Webbetrug ein einträgliches Geschäft; die meisten Opfer rücken ihr Geld freiwillig heraus und überweisen es an die Täter.

Vorsicht ist besser als Nachsicht, das gilt auch für Transaktionen im Web – und dabei ein wenig gesunden Menschenverstand einzusetzen, schadet auch nichts. Unter dem Titel “Wo die Webmafia zuschlägt“, haben die PC-Zeitschrift Chip und Spiegel Online einen ausführlichen Artikel publiziert, der aufzeigt, wie die Betrüger ihr Geld verdienen und wie sich die Anwender vor diesen Tricks schützen können. Neu sind die Ideen eigentlich nicht. Aber es ist trotzdem empfehlenswert, sich über die gängigen Betrügereien auf dem Laufenden zu halten – wie zum Beispiel Mietbetrug. Zitat:
"Auf dem größten deutschen Immobilienportal ImmobilienScout24 bieten rund 1,2 Millionen Vermieter ihre Wohnungen und Häuser zum Verkauf oder zur Miete an. Zwischen den ehrlichen Angeboten haben die Betrüger ihre Fallen ausgelegt. Besonders vermeintliche Schnäppchen sind oft Lockangebote der Webkriminellen. Ein entsprechendes Mietangebot finden wir schnell - unter der ID 55113948 gibt es 140 m² für 900 Euro in bester Münchner Lage. Sogar Fotos der Wohnung existieren, samt deutscher Hotmail.de-Adresse. […] Die Vermietung der Traumwohnung übernehme die Webseite Rent.com. Diese gibt es tatsächlich und sie ist sogar legitim - es ist das amerikanische Pendant zu ImmobilienScout24. Die Schlüssel lägen samt fertigem Mietvertrag schon bereit zur Unterschrift bei Rent.com. Wenn wir eine Besichtigung wünschten, sollten wir eine Sicherheit in Form der ersten Monatsmiete an Rent.com senden... […] Wir sollen die 900 Euro Sicherheit überweisen - per Western Union nach England. Spätestens hier sollten bei jedem Wohnungs-Interessenten die Alarmglocken läuten…“
Neben dieser Art von Mietbetrug tummeln sich gewerbsmässige Betrüger sehr gerne auf Ebay. Ebenfalls beliebt sind immer noch gefälschte Bankenmails, die dazu führen können, dass Ihre Bankkarte in falsche Hände gerät sowie der Betrug mit Virenschutzprogrammen.

Sunday, May 9, 2010

Geführt zum Essen

Seit einigen Monaten stellt der Schweizer Restaurantführer «guide-bleu.ch» seine Empfehlungen auf dem iPhone zur Verfügung. Die App ist begehrt. Sie wurde bisher von mehr als 18'000 Usern geladen.

Jetzt lancieren die Herausgeber des Gastroguides «guide-bleu.ch» die Version 2.0 des digitalen Führers. Nach einer Suche kann neu die Trefferliste präzisiert werden. Dafür stehen Filter, wie Art der Küche, Preiskategorie, Rollstuhlgängigkeit oder WIR- und Kreditkartenakzeptanz zur Verfügung. Wer ganz sichergehen will, kann sogar noch abfragen, in welchen der 14 anderen etablierten Schweizer Führer sein Restaurant eingetragen ist. Internet-Sites von Restaurants aber auch vieler anderer Guides können direkt aus der App angewählt werden.
Wer sich für ein Restaurant entschieden hat, überträgt die Restaurant-Koordinaten in die Kontaktliste, reserviert mit der angegebenen Telefonnummer oder e-Mail-Adresse einen Tisch und lässt sich dann via GPS zu seinem ausgewählten Restaurant navigieren.
Den Link zur neuen Applikation findet man unter http://www.guide-bleu.ch/, die App kann im iTunes-Store für CHF 8.80 heruntergeladen werden. Verkäufer ist die Brunner AG in Kriens.

Wednesday, May 5, 2010

Speed zählt!

Geschwindigkeit ist in vielen Fällen im Geschäftsleben sehr wichtig, unter anderem auch, wenn es um das Laden der firmeneigenen Website geht. Grundsätzlich gilt: Je schneller desto besser, denn potentielle Kunden sind ungeduldig. Dem trägt jetzt Google Rechnung, indem zukünftig die Ladegeschwindigkeit beim Page-Ranking miteinbezogen wird.

Es ist erstaunlich, wie viele langsame Websites es im Zeitalter des High-Speed-Internets immer noch gibt. Zugegebenermassen sind es nicht nur die Seiten von KMU, die nicht immer up-to-Date sind; häufig laden zum Beispiel Medienseiten besonders erratisch, weil sie übergrosse Ladungen von Werbung mitladen müssen (wie zum Beispiel die NZZ). Auch für Medienseiten gilt selbstverständlich, dass schneller besser ist, für Unternehmen, die vielleicht sogar noch einen Webshop betreiben, ist es aber besonders wichtig. Zu diesem Thema hat nun das Marketingportal Aquisa ein Interview publiziert. Da wird darauf hingewiesen, dass nicht nur Inhalte eine Internet-Site verlangsam können, sondern dass auch der Host eine wichtige Rolle spielt. Zitat:
“Zu bedenken ist dabei natürlich, dass viele kleine bis mittelständische Unternehmen ein Standard-Webpaket bei meist überlasteten Providern hosten und sich dabei den Server mit einer hohen Anzahl von anderen Websites teilen. Darunter leidet nicht nur das Google-Ranking, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit – kein Besucher mag lange Ladezeiten. Wenn man diesen Aspekt beachtet und gleichzeitig sein Google-Ranking optimieren will, wäre ein Server mit weniger Traffic/Websites (z.B. dedizierter oder virtueller Server) sinnvoll und ohne viel Aufwand zu betreiben.“
Apropos Google-Ranking: Niemand weiss so ganz genau, welche rund 200 Messpunkte für das Ranking genutzt werden und welche Formel heute die Rangierung vornimmt, die bestimmt, welche Website zuoberst auf der Ergebnisseite steht. Immerhin ist bei Wikipedia nachzulesen, dass das Google Page-Ranking versuche, einen zufällig durchs Internet surfenden Benutzer zu simulieren. Die Erklärung wird dann aber schnell komplizierter:
“Das Prinzip des PageRank-Algorithmus ist, dass jede Seite ein Gewicht (PageRank) besitzt, das umso größer ist, je mehr Seiten (mit möglichst hohem eigenem Gewicht) auf diese Seite verweisen. Das Gewicht PRi einer Seite i berechnet sich also aus den Gewichten PRj der auf i verlinkenden Seiten j. Verlinkt j auf insgesamt Cj verschiedene Seiten, so wird das Gewicht von PRj anteilig auf diese Seiten aufgeteilt...“
Keine Sorge, wir haben es auch nicht genau verstanden.

Verräterisches Klicken

Forscher in den USA haben es geschafft, Texte zu erkennen, indem sie User belauschen. Scheinbar erzeugt jede Taste im Keyboard ihren eigenen, charakteristischen Ton, wenn sie gedrückt wird.

Computer-Wissenschaftler an der Universität von Berkeley in Kalifornien haben ein Softwareprogramm entwickelt, das es möglicht macht, aufgrund des Keyboard-Klapperns akkurate Kopien von Texten zu erstellen. Passwörter sind da natürlich nicht ausgenommen. Alles was es dazu braucht, ist das besagte Programm, ein PC und ein billiges Mikrophon. Das berichtet der “Economist” in seiner letzten Ausgabe. Doch wie funktioniert diese Art der Spionage?
Die Software löst das Problem auf einer ähnlichen Basis, wie Spracherkennungs-Software. Das heisst, das Programm erstellt ein Klick-Alphabet indem es provisorisch einen Buchstaben zu jedem Ton stellt, der von einer Taste generiert wird. Dann wird der Text aufgrund von statistischen Modellen getestet. Wie der Economist erklärt, ist es (in der englischen Sprache) öfter der Fall, dass nach einem T ein H als ein X folgt, und eine Wortfolge wie „for example“ ist logischer als „fur example“.
Wenn dann die Buchstaben auf diese Weise den entsprechenden Klicks zugeordnet sind, läuft der Text ganz einfach noch durch ein Korrekturprogramm. Das Resultat sind Texte die zu 96 Prozent dem Original entsprechen.
Die Wissenschaftler geben auch einen praktischen Tipp, wie solcher Datenklau verhindert werden kann. Drehen Sie Ihr Radio auf, bevor Sie Ihr Passwort eintippen.

Monday, May 3, 2010

Leuchten und laden

Das wäre praktisch: eine Pultlampe, die auch noch die verschiedenen Geräte auflädt, die wir heute so mit uns herumtragen! Die Hongkonger Firma M&C bietet jetzt eine solche LED-Schreibtischleuchte an, die Ladefunktion für die meisten Notebooks, Mobiltelefone und für alle iPhone und iPod Produkte eingebaut hat.

Wer kennt sie nicht, die Unannehmlichkeiten unauffindbarer oder vergessener Ladegeräte für Notebooks, Mobiltelefone, iPhones oder iPods. Das “Talented Light“, wie M&C ihr neustes Produkt nennt, könne mühelos die meisten Notebooks und Handys sowie alle iPhone- und iPod-Produkte aufladen, teilt die Firma mit. Alle gängigen Kabel und Adapter sollen im Lieferumfang enthalten sein.
Die LED-Pultlampe ist auch sehr effizient. Durch die Verwendung eines 3-Watt LED-Moduls neuester Bauart und des speziellen Diffusors wird eine angenehme Ausleuchtung erreicht und gleichzeitig der Energieverbrauch auf ein Minimum reduziert.
Die Lampe kann im Webshop bei M&C bestellt werden, sie ist in verschiedensten Farben erhältlich und kostet 89 USD plus Versand.
Die Firma M&C wurde 1994 in Hong Kong gegründet und ist seither zu einem führenden Hersteller energiesparender Beleuchtungen für Innen- und Außenanwendungen geworden. M&C Lighting ist ein UL/cUL und ISO9001 zertifiziertes Unternehmen.