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Thursday, July 13, 2017

Es könnte sich lohnen, Ihren Mobilfunkanbieter zu wechseln

Die Preisunterschiede der Mobilfunkanbieter sind immer noch sehr gross: Mit dem falschen Tarif kann das Smartphone gar zur Kostenfalle werden. Der Wechsel zu einem anderen Anbieter kann gemäss einer aktuellen Studie bis zu 80 Prozent Kosten sparen. Auch die Kundendienstqualität variiert beträchtlich.

Mobilfunkmasten auf einem Wohnhaus.                  Bild Wikimedia Commons
SIQT, ein Unternehmen das unabhängige Marktforschung  unter dem Namen “Schweizer Institut für Qualitätstests“ betreibt, hat in der vorliegenden Studie die Tarife von insgesamt 21 Mobilfunkanbietern untersucht. Das Resultat: Im Extremfall lassen sich sowohl im Bereich Prepaid als auch Postpaid rund 80 Prozent Kosten sparen!
Beispiel Prepaid: Für das Nutzungsszenario eines Wenignutzers mit insgesamt 65 Telefonminuten, 30 SMS und ohne Datenvolumen schwankten die Preise zwischen 8,99 Franken bei Salt und 22,83 Franken bei Lebara pro Monat. Die über alle Szenarien hinweg besten Konditionen im Prepaid-Segment fanden die Tester bei Lycamobile. Salt und Sunrise belegten die Plätze zwei und drei.
Auch bei den Abonnements ergaben sich teilweise deutliche Preisunterschiede. Während die Preise beim Normalnutzer noch zwischen 25 Franken und 60 Franken pro Monat schwankten, lag der günstigste Tarif des Powernutzers bei 29,90 Franken (CoopMobile), der teuerste bei 150,35 Franken (primacall). Im Durchschnitt konnten die Kosten durch die Wahl des günstigsten Anbieters gegenüber dem teuersten um 66 Prozent gesenkt werden. Die besten Konditionen im Bereich Postpaid bot Wingo, gefolgt von M-Budget Mobile und CoopMobile.
Beim Kundendienst-Check traten bei einigen Anbietern zum Teil erhebliche Schwächen zutage: Mal liess sich auch nach zwei Anwahlversuchen keine Mitarbeiter erreichen, mal warteten die Tester vergebens auf Antwort-Mails. Mit dem besten Support im Test der Prepaid-Anbieter überzeugte Salt, gefolgt von ok.- und Swisscom. Den besten Kundendienst der Postpaid-Anbieter erlebten die Tester bei Das-Abo. Salt und yallo platzierten sich auf Rang zwei und drei.

Wer ist denn nun gesamthaft an der Spitze? Lycamobile erfüllt die Anforderungen im Prepaid-Segment am besten und konnte sich mit den besten Preisen sowie dem breitesten Angebot in der Prepaid-Gesamtwertung durchsetzen. Auf Platz zwei landete Salt, noch vor Sunrise. Testsieger im Postpaid-Segment wurde Wingo, M-Budget Mobil und CoopMobile folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Sunday, January 6, 2013

Zahlen auch Sie zuviel für Ihr Handy?

Schweizer Handynutzer sind träge – und die Anbieter profitieren davon. Würden nämlich  alle Mobiltelefonierer  zum jeweils günstigsten Mobilfunkangebot wechseln, könnten sie 2,6 Milliarden Franken sparen. Derart hoch war das Sparpotenzial seit fünf Jahren nicht mehr. Das liegt an neuen Tarifmodellen der grossen Anbieter - aber auch daran, dass die Kunden kaum wechseln.Vielleicht scheuen sie sich davor, sich mit den Kundendiensten der Mobilfunk-Provider herumzuschlagen.

Quelle: comparis.ch
Zufriedenheit mit dem Kundendienst ist auch in der Mobilfunkbranche nicht einfach zu erlangen, wie eine Comparis-Umfrage zeigt. Die Befragten konnten sich zu einer Reihe von Punkten äussern, und die Bewertungen führten zu einer Benotung gemäss Schweizer Schulsystem. Ernüchternd: Nur drei Anbieter haben einen Kundendienst, den die Kunden mit «gut» bewerten: Migros (5,2), Aldi (5,1) und Swisscom (5,0). Bei Orange gibt es für den Kundendienst bloss eine 4,3, bei Sunrise sogar eine 3,8. Insgesamt erhalten die Anbieter eher mittelmässige Zeugnisse. Die Hälfte der Anbieter schneiden höchstens mit «befriedigend» ab. Die obersten Plätze belegen wie in den drei letzten Jahren Aldi, Migros und Yallo, auf dem letzten Platz sitzt Sunrise (siehe nebenstehende Grafik).
Doch zurück zu den Preisen: Ein gewichtiger Grund für das enorme Sparpotenzial liegt gemäss comparis.ch in den Preissenkungen der grossen Anbieter, die im Jahr 2012 für einigen Wirbel im Markt gesorgt haben.
Im Sommer lancierte Swisscom ihre «Infinity»-Produkte; hier zahlt der Kunde grundsätzlich nicht mehr für einzelne Gespräche oder Download-Mengen, sondern einen Pauschalbetrag, der sich nach der Geschwindigkeit der Datenübertragung richtet. Die Konkurrenten liessen nicht lange auf sich warten. Sunrise reagierte bald darauf mit der Flatrate «Sunrise 24», und auch Orange senkte ihre Preise deutlich nach unten. Auch aufgrund dieser Tarifänderungen lohnt es sich für Handynutzer oftmals, innerhalb ihres bestehenden Anbieters nach günstigeren Möglichkeiten Ausschau zu halten. Swisscom-Kunden könnten 1,3 Milliarden Franken sparen, wenn alle das für sie günstigste Swisscom-Angebot abschliessen würden. Bei Sunrise sind es rund 560 Millionen Franken, bei Orange 190 Millionen Franken. Diese Unterschiede haben mehrere Gründe. Swisscom verfügt erstens mit Abstand über mehr Kunden als die Konkurrenz. Zweitens können zahlreiche Kunden dank dem neuen Prepaid-Angebot «Easy Smart» enorm Geld sparen. Drittens stehen die Unterschiede im Zusammenhang mit der Tarifstruktur: Bei Swisscom und Sunrise gibt es grosse Differenzen zwischen den Preisen, welche die Kunden für ihr heutiges Angebot zahlen, und den Preisen, die sie für das günstigste Angebot innerhalb ihres Anbieters zahlen würden. Bei Orange fällt dieser Unterschied geringer aus.