Showing posts with label Online Video. Show all posts
Showing posts with label Online Video. Show all posts

Saturday, December 18, 2010

Bringt der Video-Tsunami das Internet ins Schleudern?

Videos, heute oft in High-Definition, pumpen enorme Datenmengen durch die Datenleitungen des Internets. Megabytes reichen da längst nicht mehr um mitzuhalten. 30 Gigabytes sind schnell erreicht, wenn ein Film heruntergeladen wird.

Videoservices für Smartphones gehören ebenfalls zu den schnell
 wachsenden Angeboten, die viel Bandbreite beanspruchen.
Weihnachtszeit ist auch Entertainmentzeit – und Filme gehören da dazu. Längst sind es jedoch nicht mehr nur DVDs die unter dem Weihnachtsbaum liegen. Video-Inhalte werden immer häufiger über das Internet auf PC und/oder TV und Smartphone geladen – ein physikalischen Speicher ist höchstens noch notwendig, um den Film zuhause für eine Weile abzulegen und vielleicht nochmals anzuschauen. Videos per Internet zu mieten und auch zu transportieren ist heute kein Problem mehr, und das bringt grosse Belastungen für das Internet. Wie stark die Datenflut in den letzen Jahren angewachsen ist, zeigen Zahlen des Netzwerkunternehmens Cisco. Noch vor vier Jahren wurden monatlich 5 Exabytes durchs Net gepumpt (ein Exabyte entspricht einer Milliarde Gigabytes oder 1018 Bytes). Dieses Jahr sind es ungefähr 22 Exabytes im Monat – also mehr als viermal mehr. Laut Cisco-Schätzungen wird die Datenmenge bis in weiteren vier Jahren nochmals gewaltig anwachsen, nämlich auf monatlich 64 Exabytes. 90 Prozent dieser Daten werden Videodaten sein - unter anderem deshalb, weil viele Filmfans ihre Movies von der Onlinevideothek nicht mehr per Post erhalten, sondern durchs Web direkt in den PC oder das TV-Gerät oder das Smartphone streamen lassen. Kein Wunder gibt es Fachleute, die sich zu fragen, ob dieser Video-Tsunami das Internet ins Schleudern bringen könnte. Businessweek titelte gar einen Artikel zum Thema: “Will Netflix kill the Internet?" Netflix ist der grösste Amerikanische Video-On-Demand Lieferant auf dem Markt. Der Autor des Artikels prognostiziert, dass User in Zukunft für das Absaugen grosser Datenmengen vermehrt zur Kasse gebeten werden. Zitat:
“The issue is as much about economics as technology. For the same $40 monthly broadband fee, consumers can send 1-kilobyte e-mails—or watch the 30-gigabyte director's cut of a Hollywood thriller on their large-screen PC. Unlike with power or water bills, there's no meter to keep gorgers in check. A study from Juniper Networks (JNPR) highlights this "revenue-per-bit" problem. The report predicts that carriers such as AT&T (T) and Comcast (CMCSA) will see Internet revenues grow by 5 percent a year through 2020. Meanwhile, traffic will surge by 27 percent annually, and carriers will need to increase their investments by 20 percent a year to keep up with demand. By this math, the carriers' business models break down in 2014, when the total investment needed exceeds revenue growth.”
Viele Anwender, die ihre Kommentare zu diesem Artikel abgegeben haben, sind allerdings von diesen Argumenten gar nicht beeindruckt und sehen darin nur eine Ausrede der Provider, mehr Geld zu kassieren… Andere User weisen darauf hin, dass immer wieder neue Technologien im Markt erscheinen, die das Potential haben, das Bandbreitenproblem zu entschärfen. 

Tuesday, November 9, 2010

Web-TV als alternatives Fernsehen

“Kundenschwund bei Kabelnetzbetreibern“ titelt das Online-Portal der Schweizer Kommunikationsbranche. Die Story dreht sich darum, dass immer mehr Konsumenten auf ihren Kabel- oder Satellitenanschluss verzichten, unter anderem, weil das Fernsehen aus dem Internet in immer mehr Wohnzimmern Einzug hält.

TV nach Mass: Das ZDF vom Net.
Ziemlich genau vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle über Web-TV berichtet – unter dem Titel: “TV für Wählerische“:
“Die meisten Fernsehstationen bieten heute per Internet Videotheken an, wo ein grosser Teil ihrer Programme sowie zusätzliche Informationen kostenlos zur Verfügung stehen und nach Bedarf abgerufen werden können. Das gilt nicht nur für SF1, sondern auch für die ARD und das ZDF (und die meisten anderen Anbieter). Hier werden die meisten Sendungen kurz nach der Ausstrahlung aufgeschaltet und stehen dann wochen- und monatelang zur Verfügung, ohne dass sie auf der eigenen Anlage Speicherplatz beanspruchen. Wer über eine breitbandige Internetverbindung und einen hochauflöslichen Monitor verfügt, kann diese Sendungen zum Zeitpunkt seiner Wahl in ausgezeichneter Qualität anschauen.“
Wir haben auch darauf hingewiesen, dass Web-TV nicht nur am PC angeschaut werden kann, sondern mit geringem Aufwand am Fernseher konsumiert werden kann. Ein Internetanschluss und ein Kabel genügen, um das TV-Gerät zum Monitor umfunktionieren.
Wie persoenlich.com nun berichtet, scheinen immer mehr Konsumenten zu merken, dass sie auf diese Weise viel Geld sparen können:
“Die Kabelfernsehbetreiber haben sich bisher standhaft gegen den Gedanken gewehrt, dass sich Internet und Web-TV zu einer ernsthaften Bedrohung für das Geschäft mit dem Medium Nummer eins entwickeln können. Genau das legt die jüngste Entwicklung jedoch nahe. Insbesondere in den USA verzeichnen die Anbieter mittlerweile einen starken Kundenschwund. Zwar führen sie ihn offiziell auf die wirtschaftlichen Verhältnisse zurück. Immer mehr Haushalte stornieren ihre Kabel-Abos aber angesichts von Breitband, günstigeren, bzw. kostenfreien Streaming-Diensten und der steigenden Verfügbarkeit von Online-Video-Inhalten…“
Trotz dieser Entwicklung muss festgehalten werden, dass Web-TV immer noch nichts für Couch-Patatoes ist. Web-TV erfordert Aktivität auf der Konsumentenseite – zum Beispiel müssen gewünschte Sendungen selber ausgewählt werden – das Programm wird nicht serviert, wie beim althergebrachten Fernsehen. Dafür kann es exakt zur gewünschten Zeit angeschaut werden und kommt meistens mit viel weniger Werbung.  
Haben Sie Lust, Web-TV selber auszuprobieren? Hier finden Sie die Videotheken von SF, ARD und ZDF.