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Wednesday, October 17, 2018

Das Fernsehen der Zukunft kommt aus dem Internet

Streaming hat auch in der Schweiz den Massenmarkt erreicht - das zeigt eine Umfrage des Streaming-Providers Zattoo unter Schweizer  Internet-Nutzern. Dabei zeigt sich: Die TV-Streaming auf dem grossen TV-Bildschirm im Wohnzimmer wird immer selbstverständlicher, und die Nutzer wollen Fernsehen zunehmend flexibel konsumieren.

                                                                                                    Quelle: Zattoo
Dass Streaming bei jenen Usern erfolgreich ist, die es schon mal ausprobiert haben, ist nicht verwunderlich. Streaming ist praktisch, oft werbefrei und unabhängig vom Sendeplan der Produzenten der Inhalte. Junge User, die mit dem Internet aufgewachsen sind, können sich gar nicht mehr vorstellen, genau dann vor dem Fernseher zu sitzen, wenn eine Sendung auf dem Programm steht. Man möchte flexibel sein Lieblings-Programm schauen - auch wenn man mal zu spät nach Hause kommt. Die Ergebnisse der Zattoo-Umfrage zeigen denn auch klare Trends:
60 Prozent der Befragten geben an, YouTube zu nutzen. Live-TV via Internet nutzen 54 Prozent und jeweils rund 30 Prozent nutzen Mediatheken und Video-on-Demand-Angebote. Auch das eigentliche Fernsehen kommt zunehmend nicht mehr über Kabel, Satellit oder Antenne, sondern über das Internet: Schon 25 Prozent der Befragten streamen gelegentlich Live-TV. Angebote wie Mediatheken, YouTube, Netflix und Amazon Prime werden immer öfter auf dem großen Fernseher in der guten Stube konsumiert.
Auch das gute alte Fernsehen wird zunehmend flexibel konsumiert: Jeder Zweite User  nennt “zeitversetzt” als den größten Vorteil von Internet-TV. An zweiter Stelle steht die Verfügbarkeit auf mehreren Geräten - also die Ortsunabhängigkeit. Das verdeutlicht das große Potenzial von TV-Streaming - eben weil es den Bedürfnissen der Nutzer nach Flexibilität und Mobilität entspricht.
Das Streaming-Angebot ist auch in der Schweiz in den letzten Jahren rasant angewachsen und entwickelt sich auch hier zu einer Konkurrenz für die herkömmlichen Produzenten von Inhalten. Die Entwicklung zeigt aber, dass vorläufig noch die wenigsten Konsumenten auf ihre Live-TV-Angebote verzichten wollen - auch im Zeitalter von Netflix und Co. Wie die Zattoo-Umfrage zeigt, erfolgt aber auch die Lieferung traditioneller Inhalte, wie sie zum Beispiel von öffentlich rechtlichen Sendern produziert werden, immer öfter durch das Internet.

Tuesday, November 9, 2010

Web-TV als alternatives Fernsehen

“Kundenschwund bei Kabelnetzbetreibern“ titelt das Online-Portal der Schweizer Kommunikationsbranche. Die Story dreht sich darum, dass immer mehr Konsumenten auf ihren Kabel- oder Satellitenanschluss verzichten, unter anderem, weil das Fernsehen aus dem Internet in immer mehr Wohnzimmern Einzug hält.

TV nach Mass: Das ZDF vom Net.
Ziemlich genau vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle über Web-TV berichtet – unter dem Titel: “TV für Wählerische“:
“Die meisten Fernsehstationen bieten heute per Internet Videotheken an, wo ein grosser Teil ihrer Programme sowie zusätzliche Informationen kostenlos zur Verfügung stehen und nach Bedarf abgerufen werden können. Das gilt nicht nur für SF1, sondern auch für die ARD und das ZDF (und die meisten anderen Anbieter). Hier werden die meisten Sendungen kurz nach der Ausstrahlung aufgeschaltet und stehen dann wochen- und monatelang zur Verfügung, ohne dass sie auf der eigenen Anlage Speicherplatz beanspruchen. Wer über eine breitbandige Internetverbindung und einen hochauflöslichen Monitor verfügt, kann diese Sendungen zum Zeitpunkt seiner Wahl in ausgezeichneter Qualität anschauen.“
Wir haben auch darauf hingewiesen, dass Web-TV nicht nur am PC angeschaut werden kann, sondern mit geringem Aufwand am Fernseher konsumiert werden kann. Ein Internetanschluss und ein Kabel genügen, um das TV-Gerät zum Monitor umfunktionieren.
Wie persoenlich.com nun berichtet, scheinen immer mehr Konsumenten zu merken, dass sie auf diese Weise viel Geld sparen können:
“Die Kabelfernsehbetreiber haben sich bisher standhaft gegen den Gedanken gewehrt, dass sich Internet und Web-TV zu einer ernsthaften Bedrohung für das Geschäft mit dem Medium Nummer eins entwickeln können. Genau das legt die jüngste Entwicklung jedoch nahe. Insbesondere in den USA verzeichnen die Anbieter mittlerweile einen starken Kundenschwund. Zwar führen sie ihn offiziell auf die wirtschaftlichen Verhältnisse zurück. Immer mehr Haushalte stornieren ihre Kabel-Abos aber angesichts von Breitband, günstigeren, bzw. kostenfreien Streaming-Diensten und der steigenden Verfügbarkeit von Online-Video-Inhalten…“
Trotz dieser Entwicklung muss festgehalten werden, dass Web-TV immer noch nichts für Couch-Patatoes ist. Web-TV erfordert Aktivität auf der Konsumentenseite – zum Beispiel müssen gewünschte Sendungen selber ausgewählt werden – das Programm wird nicht serviert, wie beim althergebrachten Fernsehen. Dafür kann es exakt zur gewünschten Zeit angeschaut werden und kommt meistens mit viel weniger Werbung.  
Haben Sie Lust, Web-TV selber auszuprobieren? Hier finden Sie die Videotheken von SF, ARD und ZDF.

Monday, November 2, 2009

TV für Wählerische

Fernsehen ist nicht gerade ein interaktives Medium – man sitzt da, und schaut sich an, was gerade serviert wird. Für viele, vor allem jüngere Medienkonsumenten, ist das nicht mehr gut genug. Das ist einer der Gründe, dass Fernsehen weltweit Zuschauer verliert. Doch das Internet bringt die Flimmerkiste ins digitale Zeitalter, indem es TV benutzerfreundlicher und interaktiv macht.

Wer seine Fernsehsendungen zu einem Zeitpunkt anschauen will, der selbst gewählt ist (möglicherweise sogar ohne Werbung) hat heute grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Bereits relativ verbreitet sind HDD-Recorder, also Geräte, die digitale Fernsehsendungen auf einer Harddisk aufzeichnen. Derartige Geräte haben meistens eine riesige Kapazität, damit verschiedenste Programme aufgezeichnet werden können, um sie später abzuspielen. Die zweite Möglichkeit, auf die wir hier näher eingehen wollen, erfordert den Zugriff auf das Internet, entweder direkt vom TV-Gerät oder von einem PC, der mit dem TV-Gerät verbunden ist. Dann eröffnet sich dem Fernsehzuschauer plötzlich eine neue, interaktive Welt. Die meisten Fernsehstationen bieten heute per Internet Videotheken an, wo ein grosser Teil ihrer Programme sowie zusätzliche Informationen kostenlos zur Verfügung stehen und nach Bedarf abgerufen werden können. Das gilt nicht nur für SF1, sondern auch für die ARD und das ZDF (und die meisten anderen Anbieter). Hier werden die meisten Sendungen kurz nach der Ausstrahlung aufgeschaltet und stehen dann wochen- und monatelang zur Verfügung, ohne dass sie auf der eigenen Anlage Speicherplatz beanspruchen. Wer über eine breitbandige Internetverbindung und einen hochauflöslichen Monitor verfügt, kann diese Sendungen zum Zeitpunkt seiner Wahl in ausgezeichneter Qualität anschauen.
Natürlich gibt es auch Nachteile: Produktionen, die von externen Firmen produziert worden sind, kommen oft aus Copyright-Gründen nicht ins Net. Das gilt natürlich auch für Spielfilme.

Noch ein Wort zum Setup: Noch gibt es nicht viele TV-Geräte, die direkt auf das Internet zugreifen. Wer ein wireless Network betreibt, kann aber einfach seinen PC per Monitorkabel mit dem TV-Gerät verbinden, schon läuft der Fernseher als PC-Monitor. Ein Tipp: Qualitätsprobleme, zum Beispiel abgehackte Videos, werden of durch Hardwarebeschleunigung verursacht; diese kann aber meistens problemlos deaktiviert werden.