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Tuesday, March 3, 2020

Die beste AV-Software für Windows ist gratis

Angriffe aus dem Cyberspace sind für viele PC-User eine ständige Sorge. Darauf basiert das Geschäftsmodell jener Software-Hersteller, die Antivirusprogramme verkaufen. Die Stiftung Warentest hat wieder einmal eine ganze Anzahl dieser Programme unter die Lupe genommen. Das Resultat ist einigermassen beruhigend: Viren, Hacker, tückische Links – dagegen helfen die meisten der 28 Antivirenprogramme im Test der Stiftung Warentest gut. Einige der besten sind sogar kostenlos, darunter einer der zwei Gewinner.

Die Tester haben über 40‘000 Schadprogramme, bösartige Webseiten und Phishingmails zusammengetragen, um damit 19 Schutzprogramme für Windows- und 9 für Apple-Rechner zu prüfen. Darunter auch neue Bedrohungen, die zum Testzeitpunkt oft erst wenige Stunden im Netz kursierten.
Erfreulicherweise wehrten die Sicherheitsprogramme die meisten Angreifer ab. Erkennungsraten von über 90 Prozent seien bei topaktuellen Angriffen ein respektables Ergebnis. Es bedeute jedoch auch, dass es keine Software gebe, die hundertprozentigen Schutz biete, halten die Tester fest.
Mac-User sind durch ihr Betriebssystem besser vor Viren geschützt als Windows-Nutzer. Vor Datenklau durch Phishing-Angriffe sind sie jedoch nicht gefeit. Insbesondere die Zugangsdaten für Apple Store und Apple ID sind bei Angreifern beliebt. Hier empfehle sich eine Sicherheitssoftware mit gutem Phishing-Schutz, am besten in Kombination mit dem Safari-Browser, der im Test bereits 80 Prozent der Phishing-Versuche erkannt habe, teilen die Tester mit. Und sie halten fest: Bezahlprogramme seien nicht besser als kostenlose Software, sie kämen aber ohne die oft nervige Eigenwerbung aus. Der vollständige Test Antivirenprogramm-Test findet sich (gegen Bezahlung) in der März-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/internetsicherheit. Der Stern kennt allerdings ein wichtiges Detail der Untersuchung:
“Die beiden besten Programme für Windows kommen vom deutschen Anbieter Avira: Das kostenlose Free Security Suite und das ab 10 Euro (für ein Gerät) erhältliche Antivirus Pro sind die einzigen "sehr guten" Programme im Test. Beide schützen hervorragend in allen drei Kategorien, also dem Virenschutz, der Erkennung von bösartigen Links und dem Schutz vor Phishing. Die Kaufversion belastet etwas weniger den Prozessor, dafür ist das Gratisprogramm einfacher zu bedienen. Am Ende teilen sich die beiden die Gesamtnote 1,5. Das klare Fazit von Warentest: Es gibt als Privatnutzer eigentlich keinen guten Grund, für die Kaufversion zu zahlen.“
Im Test wird übrigens auch Windows Defender, das Schutzprogramm, das in Windows 10 eingebaut ist, erwähnt. Defender biete ‘Basisschutz‘ schreiben die Tester. Hier gilt es einige Anmerkungen zu machen: Leistungsprobleme, Datenschutzbedenken und andere Probleme machen es schwieriger denn je, Antivirenlösungen von Drittanbietern für Windows zu empfehlen. Zu einem grossen Teil sind solche Lösungen auch nicht notwendig. Windows Defender liefert immer wieder sehr gute Testergebnisse. So im letzten Jahr mit AV-Test, einer unabhängigen Organisation, die Sicherheitsprodukte bewertet. Windows Defender schnitt in allen drei Bewertungskategorien mit perfekten Ergebnissen ab. AV-Test bewertete 20 Produkte nach Schutz, Leistung und Benutzerfreundlichkeit. Windows Defender, F-Secure, Kaspersky Internet Security und Norton Security waren die einzigen Dienste, die in allen drei Kategorien perfekte Werte erhielten.

Thursday, August 30, 2018

Virenschutzprogramme: lebenswichtig oder überflüssig?

Sind Virenschutzprogramme überhaupt noch notwendig? Die Diskussion zu diesem Thema ist im Gang, und die Meinungen unterscheiden sich diametral. Eine neue Statistik, die jetzt vom grössten Deutschen Antivirusspezialisten veröffentlicht wurde, trägt nicht dazu bei, das Sicherheitsgefühl der Anwender zu erhöhen.
Das Internet ist nach wie vor eine Schlangengrube, wie diese Grafik des
Virenspezialisten G Data zeigt.
Der Virentrend in diesem Jahr hat mit Bitcoin und Co. zu tun: es geht um das heimliche und illegale Schürfen von Kryptowährungen. Schädlinge für den Windows-PC, die Kryptowährungen schürfen, sogenannte Cryptominer, verstecken sich häufig auf Webseiten. Dabei werden die Computer der User dazu missbraucht, einen finanziellen Gewinn für die Kriminellen zu erwirtschaften. Die Sicherheitsexperten des deutschen IT-Security-Herstellers G Data haben in einer Analyse festgestellt, dass dabei immer häufiger Webassembly, ein neuer Webstandard, von den Kriminellen ausgenutzt wird. Dieser Standard ist eigentlich als Ergänzung zu Javascript gedacht, um eine schnellere Ausführung von Code zu erreichen.
Normalerweise hinterlassen Schaddateien Spuren auf den Festplatten des Rechners. Anders agiert sogenannte dateilose Malware. Diese Schadprogramme verstecken sich häufig auf präparierten Webseiten und nisten sich dann im Arbeitsspeicher des attackierten Computers ein. Einmal im System können dateilose Schadprogramme die Benutzerrechte des aktuellen Anwenders ausnutzen. So können sensible Dateien gestohlen oder andere Schädlinge nachgeladen werden.
Insgesamt hat G Data fast 2,4 Millionen neue Samples als schädlich klassifiziert. Im Durchschnitt entdeckten die Analysten pro Minute neun neue Samples.
Das Virenproblem ist also definitiv nicht gelöst - und trotzdem wird immer öfter gegen Virenschutzlösungen argumentiert - aktuell gerade  in der Frankfurter Allgemeinen:
“Weg mit dem Virenscanner lautet jetzt die Devise. Die erste und wichtigste Maßnahme lautet: Wenn der Notebook-Hersteller ein solches Programm von Drittanbietern aufgespielt hat, deinstalliere man es und prüfe die Einstellungen des gratis mitgelieferten Windows Defender. Der Windows Defender reicht zur Absicherung aus. Antivirensoftware von Dritten ist aber nicht nur überflüssig, sondern verursacht mit ihrer Systemarchitektur wie auch mit fortwährenden Mängeln selbst neue Sicherheitsprobleme. Sicherheitssoftware wird oft quasi per Definition als sicher erachtet. Die schlimmste Gefahr für einen Rechner besteht jedoch nicht darin, dass die Wächter einen Schädling übersehen, sondern sie selbst die Tore weit öffnen […] Konflikte zwischen zugekauften Virenschützern und anderen Sicherheitssystemen des Betriebssystems führen dazu, dass bewährte Schutzmechanismen ausgehebelt werden. Antivirenprogramme laufen mit hohen Systemrechten, was dazu führt, dass sich Fehler in der Wächter-Software einfach ausnutzen lassen und gravierende Folgen mitbringen…“
Das sind starke Worte; Beweise für seine Theorie bleibt der Autor allerdings schuldig. Das macht die Entscheidung für den durchschnittlichen User nicht leichter - vor allem weil es zahlreiche Artikel gibt, die genau das Gegenteil sagen:
“Der Ex-Mozilla-Entwickler Robert O'Callahan empfahl PC-Nutzern im Januar 2017 in einem Beitrag auf seinem Blog, sämtliche externe Antivirus-Softwares zu deinstallieren und nur auf den Windows Defender zu vertrauen […] Die meisten IT-Sicherheitsexperten halten jedoch den Verzicht auf eine separate Sicherheitssoftware für gefährlich. Ihnen zufolge ist der Windows Defender keineswegs in der Lage, einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten. Die Erkennungsraten der externen AV-Programme sind nicht nur bei bekannten und in die Malwaredatenbank übernommenen Viren signifikant höher, sondern insbesondere auch bei sogenannten Zero-Day-Schädlingen. Der Begriff bezeichnet bislang unbekannte Malware, deren Signatur noch nicht in den Datenbanken vorhanden ist, weshalb sie gegebenenfalls nicht sofort als Malware erkannt wird. Sehr gute Virenscanner erkennen solche Zero-Day-Angriffe zuverlässig aufgrund des spezifischen Verhaltens dieser Schadprogramme, der Windows Defender hingegen lässt einen von zehn Angriffen dieser Art unbehelligt geschehen.“
Bei uns auf dem PC läuft auf jeden Fall ein Antivirenprogramm - und bevor dessen Überflüssigkeit hieb- und stichfest bewiesen ist, wird es weiterlaufen.  

Saturday, February 18, 2017

Virenschutz im Internet: You get what you pay for!

Virenschutz-Pakete waren gerade erst in den Schlagzeilen, weil ein ehemaliger Firefox-Entwickler die Öffentlichkeit dazu aufrief, ihre Virenschutzprogramme vom PC zu entfernen, weil diese mehr Schaden als Nutzen brächten. Der einzig gute Virenschutz seien die Sicherheitsprogramme, die mit Windows geliefert würden. Ein sehr ausführlicher Test der Computerbild-Redaktion hat nun ergeben, dass das nicht stimmt. Das Gegenteil sei wahr, sagen die Tester; den schlechtesten Schutz biete Windows Defender.
Kostenpflichtige Sicherheitspakete sind besser als Windows Defender - das
sagen zumindest die Computerbild-Tester.                                             Bild PD 

Täglich erfinden Cyberkriminelle neue Schadsoftware, mit der sie Nutzer aushorchen, abzocken und erpressen. Die Internet-Schutzpakete der Antiviren-Hersteller gehören daher seit langem zur Pflichtausstattung für jeden Windows-PC (auch wenn das immer noch nicht alle User gemerkt haben). Doch welches Paket bietet den besten Schutz? Das hat Computerbild für die aktuelle Ausgabe getestet und acht Security-Pakete unter die Lupe genommen: 20 Mitarbeiter investierten gesamthaft 2‘100 Stunden, 83‘477 Schädlinge und 48‘910 Angriffe auf die Testkandidaten loszulassen.
Dabei etablierte sich das Schutzprogramm von Bitdefender als Testsieger, dicht gefolgt von den Produkten der Hersteller Eset, G Data, Norton, F-Secure, Kaspersky und McAfee. Eine Schwäche haben allerdings alle Kandidaten: Im Kampf gegen Erpresser-Viren (Ransomware), welche Dateien der Nutzer heimlich verschlüsseln und nur gegen Lösegeld wieder freigeben, zeigten sich die Hersteller weitgehend ideenlos. Bei der Abwehr von Ransomware machten die meisten Kandidaten noch eine gute Figur; der Versuch, ein infiziertes System zu reinigen, gelang aber im Test nur mit Eset. Eine Rettung der vom Angreifer verschlüsselten Dateien schaffte keines der getesteten Produkte.
Der Test zeigt zudem, dass es der Branche an Lösungen für neue Herausforderungen, wie der Sicherheit von smarten Geräten im Haushalt, fehlt. So preist Eset einen "Heimnetzwerkschutz" an, der letztlich keiner ist: Das Programm spürt zwar veraltete Software bei Geräten im WLAN-Netz auf, bei Kunden von Kabelanbietern funktioniert das allerding nicht. Zudem wird der Nutzer nicht gewarnt, wenn unbekannte Geräte im heimischen Netzwerk auftauchen.
Eine wichtige Schlussfolgerung: Alle kostenpflichtigen Testkandidaten sind die bessere Wahl, bevor man sich auf den Windows Defender verlässt. Im Test ließ das Gratis-Sicherheitspaket mehr als ein Prozent aller aktuellen Schadprogramme durch. Das sind 20mal so viele wie bei den anderen Testkandidaten. Wer sich relativ sorgen- und virenfrei im Internet bewegen möchte, braucht also unbedingt ein vollwertiges Internet-Schutzpaket. Der Internet Security-Test findet sich in der aktuellen Ausgabe von Computerbild.

Wednesday, September 12, 2012

Vorsicht: Emma Watson ist gefährlich für Ihren PC

Zwei  führende Internet-Sicherheitsfirmen haben dieser Tage Berichte über den Zustand des Internets herausgegeben. Ihr Fazit: Cyberkriminalität wächst exponentiell, und das Internet wird immer gefährlicher.  Da überrascht es auch nicht, dass Emma Watson, berühmt geworden als Hermione Granger  in den Harry Potter Filmen, die PCs besonders gefährdet.

McAfee nennt Emma Watson die gefährlichste Berühmtheit für Ihren PC.
“EmmaWatson ist die gefährlichste Berühmtheit des Jahres 2012“, titelt McAfee eine Rangliste, in der die Stars, die oft zu Viren und Spam führen,  aufgelistet sind. Allerdings können die Reichen und Schönen nichts dafür, dass sie für ihre Fans so gefährlich sind.  Finstere Internet-Gauner benutzen ihre Namen (auf den Rängen 1 bis 10 sind übrigens alles Frauen), um ihre Malware an die User zu bringen.  
Das funktioniert hervorragend!
Wer im Internet nach Bildern oder Downloads sucht, die mit Emma Watson zu tun haben, landet gemäss McAfee mit mehr als 12 Prozent Wahrscheinlichkeit auf einer “bösartigen“ Website.
Diese Meldung, die uns davon abhalten soll, im Web nach Bildern von hübschen jungen Frauen zu suchen, ohne dass wir entsprechende Antivirensoftware installiert haben, pass gut zum Norton 2012 Cybercrime Report und zum neusten Quartalsbericht von McAfee. Beide Organisationen sind sich einig, dass die Gefährdung der User im Web immer schnell anwächst und immer grösser wird. Diese Bedrohung zu bekämpfen ist teuer und für die Sicherheitsfirmen ein einträgliches Geschäft. Norton meldet, dass im letzten Jahr 110 Milliarden Dollar für die Bekämpfung von Cyberkriminalität ausgegeben worden sei. Gemäss Norton sind mobile Geräte und soziale Netzwerke besonders gefährdet.
Das zeigen auch die Zahlen im McAfee-Report.
Im letzten Jahr gab es demzufolge rund 2000 mobile Malware-Beispiele in der  McAfee-Datenbank. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es bereits 13‘000!
Da freut es uns Anwender, dass Windows 8 schon mit einem eingebauten Antivirenschild, genannt Windows Defender, geliefert werden soll. Allerdings überrascht es auch nicht, dass die grossen Sicherheitsunternehmen nicht viel davon halten – Defender könnte sich ja mittel- und langfristig ganz schlecht aufs Geschäft auswirken!
Hier ist übrigens die Rangliste der gefährlichen Berühmtheiten:

  1. Emma Watson
  2. Jessica Biel
  3. Eva Mendes
  4. Selena Gomez
  5. Halle Berry
  6. Megan Fox
  7. Shakira
  8. Cameron Diaz
  9. Salma Hayek
  10. Sofia Vergara