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Tuesday, May 7, 2019

Drohnentest: die Teuerste ist die beste

Schätzungen gehen davon aus, dass in der Schweiz im letzten Jahr mehr als 100'000 Drohnen verkauft wurden. Der Touring Club Schweiz, der sich schon lange nicht mehr nur mit dem Strassenverkehr befasst und seit längerem Drohnenkurse für Anfänger und Profis anbietet, hat nun fünf 4K-fähige Videodrohnen getestet. Neben einer günstigen und einer teuren Drohne, wurden auch drei vergleichbare Drohnen aus dem Mittleren-Preissegment genauer unter die Lupe genommen.

Im TCS Drohnentest wurden die Flugobjekte auf Flugeigenschaften, Bedienung und Handlichkeit, Kamera, Verarbeitung und Sicherheit sowie Effizienz getestet. Dabei schnitt die günstigste und leichteste Drohne im Test (Wingsland S6) am schlechtesten ab. Sie überzeugte zwar punkto Verarbeitung und Sicherheit, schnitt aber bei den Foto- und Videoaufnahmen schlecht ab. Auch die sechs Minuten Flugzeit konnten im Vergleich zu den deutlich teureren anderen vier Drohnen nur bedingt überzeugen und führten zur Gesamtbewertung “bedingt empfehlenswert“.
Von den drei getesteten Drohnen im Mittleren-Preissegment wurden immerhin zwei mit “sehr empfehlenswert“ und eine mit „“empfehlenswert“ bewertet. Gründe für die tiefere Gesamtwertung der Mantis Q von Yuneec sind der fehlende mechanische Bildstabilisator, sowie Probleme bei der Flugstabilität. Während Fotoaufnahmen noch gut gelingen, sind Videos stark verwackelt. Besonders positiv fällt hingen die zweitlängste Flugzeit mit rund 27 Minuten auf. Mit „sehr empfehlenswert“ abgeschlossen hat die Parrot Anafi. Sie überzeugte durch sehr gute Flugeigenschaften, die ausführlichste Bedienungsanleitung aller getesteten Drohnen, sowie einer einfachen und übersichtlichen App. Die Flugzeit von rund 24 Minuten beeindruckt, wird aber von der langen Akkuladezeit getrübt. Leider fehlt ein 230 Volt Netzadapter im Lieferumfang. Ebenfalls sehr empfehlenswert ist die DJI Mavic Air. Die Mavic Air überzeugt durch hervorragende Flugeigenschaften, der umfangreichsten App, ihrer guten Verarbeitung und punktete im Bereich Sicherheit durch das Hinderniserkennungssystem. In der Flugzeit liegt die Mavic Air mit rund 18 Minuten hinter den beiden direkten Konkurrenten. Zudem ist zur Verwendung der App eine Registrierung notwendig.
Die DJI Mavic 2 Pro war die grösste und teuerste Drohne im Test. Sie erreichte die Gesamtbewertung “hervorragend“. Sie überzeugte durch die besten Flugeigenschaften, einer Fernbedienung mit Infodisplay, der fortschrittlichsten Kamera und ein rundum Hinderniserkennungssystem. Zudem überzeugte die Mavic 2 Pro mit einer Flugzeit von rund 28 Minuten. Durch die Verwendung der gleichen App wie bei der Mavic Air, ist auch bei der Mavic 2 Pro eine Registrierung notwendig. Mit einem Gewicht von über 500 Gramm ist zudem eine Haftpflichtversicherung notwendig, die einen Deckungsbedarf von mindestens 1 Million Schweizer Franken aufweist.
Die Schlussfolgerung der TCS-Tester: Der Vergleichstest habe aufgezeigt, dass Qualität auch bei Drohnen ihren Preis hat!

Friday, November 26, 2010

Was ist besser: Navi oder Smartphone?

Was funktioniert besser? Das Smartphone mit eingebautem GPS-Navigationsgerät, oder das Navigationsgerät, das sich ganz allein dem Navigieren widmet? Der TCS hat sechs Smartphone-Navis und sieben portable Navigationsgeräte getestet. Resultat: Smartphones können den Navis Paroli bieten; Navigeräte verfügen allerdings über grössere Bildschirme und sind im Vergleich zu den multifunktionalen Handys sofort einsatzbereit.

Navis im Test: Schlecht schnitt keines ab.                                                        Bild TCS
 Der TCS-Vergleichstest hat gezeigt, dass die Portablen Navigationsassistenten (PNA) ausgereifter sind als Smartphones mit Navi-Applikation – was ja eigentlich nicht überrascht. Sämtliche geprüften Produkte schneiden in der Gesamtwertung mit "empfehlenswert"oder "sehr empfehlenswert" ab. Die mit sehr leistungsfähigen Mikroprozessoren ausgestatteten Smartphones sind bei der Positionsbestimmung (erster Satellitenkontakt nach dem Einschalten) und der Routenberechnung schneller als die schnellsten PNA der Marken Medion und Tomtom.
Bei der Navigation, Sprachausgabe, Bilddarstellung, Routenqualität und der Reaktionszeit beim Verlassen der empfohlenen Route (zum Beispiel wegen eines Fahrfehlers z.B) erreichten sowohl die PNA als auch die Smartphones mittlere bis gute Noten.
Am meisten unterscheiden sich die Navis und Smartphones allerdings beim Einstieg : Ist ein frisch ausgepackter PNA sofort einsatzbereit, muss das Smartphone konfiguriert werden, was natürlich ein zeitraubendes Unterfangen ist, das manchem User schlicht tzu viel abverlangt.
Beim Bedienungskomfort sind die PNA mit ihren im Vergleich zu den Smartphones grösseren Bildschirmen im Vorteil.
Insgesamt sind die PNA ausgereift, leicht zu bedienen und bieten immer mehr Zusatzfunktionen an. Alle getesteten Produkte sind mit einer Bluetooth Freisprecheinrichtung ausgerüstet. Viele verfügen über Ausstattungsmerkmale wie die Wiedergabe von MP3-, Foto- und Videodateien. Bei der Bewertung wurden jedoch nur die für die Navigation relevanten Funktionen berücksichtigt. Die Navigationssoftware von Smartphones ist teilweise kostenlos. Dies ist nach Ansicht des TCS kein ausschlaggebendes Argument für den Erwerb eines Smartphones.
Kurz: Portable Navigeräte sind im Vergleich zu den Handys sofort einsatzbereit und lotsen Autofahrende souverän ans eingegebene Ziel. Auch Smartphones versehen ihren Dienst einwandfrei und haben ebenfalls gute Resultate in den Disziplinen Navigation, Sprachausgabe, Bilddarstellung und Routenqualität erzielt.