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Monday, May 12, 2014

Wenn Ihr Navi Sie an der Nase herumführt

Vertrauen Sie Ihrem Navigationsgerät hundertprozentig? Vertrauen ist zwar gut, aber Kontrolle ist besser – auch im digitalen Zeitalter. Das wissen all jene, die von ihrem Navigationsgerät schon mal so richtig an der Nase herumgeführt wurden. Wer sich bewusst ist, dass dies durchaus passieren kann, versucht sich abzusichern, bevor er in der Sackgasse steckt.

Navigationsgeräte, wie das abgebildete TomTom, sind extrem hilfreich, können
aber durchaus auch in die Irre führe.
“Sie haben Ihr Ziel erreicht“, tönte das TomTom Navigationsgerät mit sonorer Stimme. Tatsächlich war die Küstenstrasse, auf der wir uns befanden, zu einem abrupten Ende gekommen. Nur ein felsiger Steilhang  lag zwischen uns und der Italienischen Riviera. Wo eigentlich ein Hotel stehen sollte, wucherten nur Büsche. Gebäude waren weit und breit keine in Sicht.
Es war nicht das erste Mal, dass uns unser Navi  an der Nase herumgeführt hat. Was normalerweise völlig reibungslos funktioniert, kann mit einem Navigationsgerät ohne weiteres auch fehlschlagen. Statt an einer öffentlichen Adresse am See in Ascona, findet man sich dann in einem nahegelegenen Wohnquartier auf einem privaten Hausvorplatz an einer Adresse, die nicht die geringste Ähnlichkeit mit dem programmierten Ziel aufweist.
Woran kann das liegen?
Eines der häufigsten Probleme, das zu falschen Anweisungen führt, sind veraltete Kartendaten. Ihr Navi ist nur so genau, wie das Kartenmaterial, das darauf abgespeichert ist. Wer sich auf sein Navigationsgerät verlassen will, tut also gut daran, die gespeicherten Karten regelmässig zu aktualisieren.
Es gibt allerdings auch andere Gründe, weshalb ein Navigationsgerät Sie in die Irre führen kann. So gibt es durchaus Situationen, in denen das Satellitennetzwerk, auf das sich ihr Gerät verlässt, keine oder ungenaue Daten übermittelt – zum Beispiel wenn die atmosphärischen oder ionosphärischen Bedingungen schlecht sind. Aber auch die direkte Umgebung des GPS-Empfängers, also wo sie sich gerade befinden, kann zu fehlerhaften Daten führen, weil Satellitensignale in der Umgebung reflektiert werden können. Ein ausgezeichneter Artikel zu diesen Ursachen (in Englisch) ist auf der Website des geographischen Instituts der amerikanischen Pennsylvania State Universtät zu finden. Die Forscher dort kommen übrigens zum Schluss, dass die Qualität der Navigationsgeräte viel mit deren Preis zu tun hat. Mit anderen Worten: Sie bekommen das, wofür Sie bezahlen.
Was also tun, wenn man sich nicht hundertprozentig auf sein Navi verlassen kann?
Es ist ratsam, vor allem längere Reisen in unbekannte Gegenden nicht ohne Kartenmaterial anzutreten. Auch Google-Maps kann bei der Vorbereitung und der Routenplanung helfen. Ausserdem hilft es, wenn man das Navi nicht gegen den gesunden Menschenverstand eintauscht. Treffen Sie die Entscheidung selber, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihr Navi in die Irre führt. Jetzt wissen Sie ja, dass das durchaus vorkommen kann!




 


Friday, November 26, 2010

Was ist besser: Navi oder Smartphone?

Was funktioniert besser? Das Smartphone mit eingebautem GPS-Navigationsgerät, oder das Navigationsgerät, das sich ganz allein dem Navigieren widmet? Der TCS hat sechs Smartphone-Navis und sieben portable Navigationsgeräte getestet. Resultat: Smartphones können den Navis Paroli bieten; Navigeräte verfügen allerdings über grössere Bildschirme und sind im Vergleich zu den multifunktionalen Handys sofort einsatzbereit.

Navis im Test: Schlecht schnitt keines ab.                                                        Bild TCS
 Der TCS-Vergleichstest hat gezeigt, dass die Portablen Navigationsassistenten (PNA) ausgereifter sind als Smartphones mit Navi-Applikation – was ja eigentlich nicht überrascht. Sämtliche geprüften Produkte schneiden in der Gesamtwertung mit "empfehlenswert"oder "sehr empfehlenswert" ab. Die mit sehr leistungsfähigen Mikroprozessoren ausgestatteten Smartphones sind bei der Positionsbestimmung (erster Satellitenkontakt nach dem Einschalten) und der Routenberechnung schneller als die schnellsten PNA der Marken Medion und Tomtom.
Bei der Navigation, Sprachausgabe, Bilddarstellung, Routenqualität und der Reaktionszeit beim Verlassen der empfohlenen Route (zum Beispiel wegen eines Fahrfehlers z.B) erreichten sowohl die PNA als auch die Smartphones mittlere bis gute Noten.
Am meisten unterscheiden sich die Navis und Smartphones allerdings beim Einstieg : Ist ein frisch ausgepackter PNA sofort einsatzbereit, muss das Smartphone konfiguriert werden, was natürlich ein zeitraubendes Unterfangen ist, das manchem User schlicht tzu viel abverlangt.
Beim Bedienungskomfort sind die PNA mit ihren im Vergleich zu den Smartphones grösseren Bildschirmen im Vorteil.
Insgesamt sind die PNA ausgereift, leicht zu bedienen und bieten immer mehr Zusatzfunktionen an. Alle getesteten Produkte sind mit einer Bluetooth Freisprecheinrichtung ausgerüstet. Viele verfügen über Ausstattungsmerkmale wie die Wiedergabe von MP3-, Foto- und Videodateien. Bei der Bewertung wurden jedoch nur die für die Navigation relevanten Funktionen berücksichtigt. Die Navigationssoftware von Smartphones ist teilweise kostenlos. Dies ist nach Ansicht des TCS kein ausschlaggebendes Argument für den Erwerb eines Smartphones.
Kurz: Portable Navigeräte sind im Vergleich zu den Handys sofort einsatzbereit und lotsen Autofahrende souverän ans eingegebene Ziel. Auch Smartphones versehen ihren Dienst einwandfrei und haben ebenfalls gute Resultate in den Disziplinen Navigation, Sprachausgabe, Bilddarstellung und Routenqualität erzielt.

Monday, July 5, 2010

Das TomTom-Sommerrätsel

Navigationsgeräte im Auto sind im heutigen Verkehr so unverzichtbar, wie das Riechbäumchen am Rückspiegel war, als die Schwiegermutter noch auf dem Rücksitz zwischen den Kindern ihre Mentholzigaretten geraucht hat. Wir lieben unsere Garmins und TomToms, auch wenn sie uns manchmal Rätsel aufgeben - zum Beispiel wenn sie sich einfach selber mal einschalten, auch wenn sie auf einem Gestell zwischengelagert werden.

Als es das erste Mal passierte, hab ich noch gedacht, dass ich wohl aus Versehen den Einschaltknopf betätigt hätte. Als sich mein TomTom XL 330-S wenige Tage später dann wieder durch einen eingeschalteten Monitor bemerkbar machte, war ich mir nicht mehr sicher. Beim dritten Mal wusste ich, dass ich nichts damit zu tun hatte. Also hängte ich mich ans Net und suchte die Antwort für das TomTom-Sommerrätsel. Um es vorwegzunehmen: in diesem Fall hat das Internet, das ja sonst eine Antwort auf jede Frage hat, des Rätsels Lösung nicht gefunden. Zwar fand ich unzählige Foren, die sich mit dem Thema der selbsteinschaltenden TomToms befassten, unzählige User, die sich darüber beklagten, dass die Tomtom-Supporter das Problem ignorierten oder ganz einfach keine Lösung dafür wüssten und auch ein paar selbsternannte Experten, die Lösungsvorschläge präsentierten, die meistens mit dem erneuten Installieren von Software zu tun hatten.
Da gab es nur eins: selber TomTom-Support anrufen. Tatsächlich erwies sich das als einfacher, als ich es mir vorgestellt hatte. Es gab keine Wartezeit, und der TomTom-Spezialist am anderen Ende hatte sogar eine Erklärung für das Rätsel:
“Das Gerät schaltet sich selber ein, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. TomToms verbrauchen nämlich auch Strom, wenn sie nicht laufen. Damit kein Datenverlust eintritt, sollte man das Gerät auch bei Nichtgebrauch alle zwei Wochen oder so aufladen. Wenn sie das tun, schaltet sich das Gerät nicht mehr selbstständig ein.“
Keine schlechte Erklärung – oder?
Eine misstrauischere Person, als ich es bin, könnte allerdings auch auf die Idee kommen, dass die Erklärung dem Phänomen der sich selber einschaltenden TomToms angepasst wurde, weil man keine Lösung für das Problem fand… Aber das wird wohl für immer ein Sommerrätsel bleiben.