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Thursday, March 10, 2022

So lange geht’s, bis Ihre Passwörter geknackt sind

Eine neue Studie der amerikanischen Sicherheitsfirma Hive Systems zeigt, dass jedes achtstellige Passwort in weniger als einer Stunde geknackt werden kann. Noch erschreckender: Passwörter, die weniger als sieben Zeichen enthalten, können sofort(!) geknackt werden.

Die Tabelle zur Passwortsicherheit von Hive Systems.
Die Untersuchung ergab, dass die technologischen Fortschritte der letzten zwei Jahre die Zeit, die zum Knacken eines Passworts durch Brute Force benötigt wird, exponentiell verkürzt haben. Im Jahr 2020 konnte ein komplexes, aus acht Zeichen bestehendes Passwort in acht Stunden geknackt werden - eine Zeitdauer, die jetzt auf weniger als eine Stunde gesunken ist. Das Aufkommen von erschwinglichem Cloud-Computing hat zu diesem Trend beigetragen. Ein 12-Zeichen-Passwort, das mit einem seriösen Passwort-Manager erstellt wurde, könnte hingegen laut der Studie bis zu 3000 Jahre in Anspruch nehmen, um mit roher Rechenleistung geknackt zu werden. 
Corey Neskey von Hive Systems sagt denn auch, dass Passwörter mit der ständigen Verbesserung der Technologien immer unsicherer würden:

«Die sicherste Option für Verbraucher ist die Verwendung eines Passwortmanagers, um alle Passwörter zu erstellen und zu speichern. Verwenden Sie ein Passwort nie zweimal, und achten Sie immer auf Websites, bei denen ein Passwortverstoss aufgetreten ist. Wenn Sie Passwörter wiederverwenden, können Ihre Informationen sofort gestohlen werden.»

Hive Systems erklärt auch, wie Hacker Passwörter knacken:

«Die Passwörter, die Sie auf Websites verwenden, werden auf den Servern als Hashes und nicht im Klartext wie "Passwort" gespeichert, so dass jemand, der sie ansieht, theoretisch das eigentliche Passwort nicht kennt. Umgekehrt geht das nicht. Ein Hashwert wie 5f4dcc3b5aa765d61d8327deb882cf99 kann nicht umgekehrt berechnet werden, um das Wort "Kennwort" zu ermitteln, mit dem er erstellt wurde. Dieser einseitige Ansatz für Hashing-Funktionen ist beabsichtigt.Wie kommen also Hacker, die Hashes von Websites stehlen, letztendlich an eine Liste mit echten Kennwörtern? Hacker lösen dieses Problem, indem sie stattdessen die Kennwörter knacken. In diesem Zusammenhang bedeutet "knacken", dass sie eine Liste aller Zeichenkombinationen auf Ihrer Tastatur erstellen und sie dann hacken. Indem sie Übereinstimmungen zwischen dieser Liste und den Hashes der gestohlenen Kennwörter finden, können Hacker Ihr wahres Kennwort herausfinden - und sich so bei Ihren bevorzugten Websites anmelden. Wenn Sie also dasselbe Kennwort auf mehreren Websites verwenden, ist das ein gefundenes Fressen für die Kriminellen.»

 Die Ergebnistabelle, die zeigt, wie sicher Ihre Passwörter sind, kann bei Hive Systems
heruntergeladen werden.

Friday, April 5, 2013

Auch Ihr mobiles Gerät braucht Schutz

Smartphones und Tablets sind für viele Nutzer nicht mehr nur unverzichtbare Begleiter im Alltag, sondern gehören oft untrennbar zur Persönlichkeit. Mehr als ein Drittel aller User geben an, dass sie auf keinen Fall mehr auf ihre Mobilgeräte verzichten könnten. Wenn es mal brennen würde, zählt ein Viertel der Nutzer das eigene Smartphone oder Tablet zu einem der beiden persönlichen Gegenstände, die sie als Erstes retten würden. Seltsam nur, dass sich gemäss einer neuen Norton-Studie nur die wenigsten  Anwender über den Schutz ihrer mobilen Geräte und privaten Daten Gedanken machen.

Norton Cybercrime Report: European Mobile Insights, April 2013
Vielen Nutzern von mobilen Geräten ist es offenbar nicht bewusst, welche persönlichen und privaten Daten offen liegen, wenn ihre Geräte verloren gehen, gestohlen werden, oder wenn sie damit über offene WLAN-Hot-Spots surfen, obwohl sie ihre Geräte sehr schätzen.
Eine Norton-Studie zeigt, dass rund 70 Prozent der befragten Anwender private Informationen auf Mobilgeräten speichern. Trotzdem nutzt mehr als ein Drittel kein Passwort um diese sensiblen Daten zu sichern. Im Falle eines Verlustes oder Diebstahls des Geräts haben Diebe oder Finder somit Zugriff auf zahlreiche private Informationen. Dabei geht es nicht nur um Telefonnummern oder Adressen, sondern auch um  persönliche E-Mails, die oft Links enthalten, mit denen vertrauliche Geschäftskorrespondenzen, Dokumente und Passwörter für weitere Onlinedienste eingesehen werden können.
Eigentlich müsste es der Schutz des eigenen Mobilgerätes logisch sein, zeigen doch die Erfahrungen der befragten Nutzer, dass Verluste durchaus nichts Aussergewöhnliches sind. Immerhin drei von zehn Usern geben an, ihr mobiles Gerät bereits einmal verloren zu haben oder Opfer eines Diebstahls geworden zu sein. Die grössten Sorgen der Besitzer sind dabei anfallende Kosten durch teure Telefongespräche, die Belästigung von gespeicherten Kontaktpersonen und der Erwerb digitaler Inhalte in ihrem Namen.
Dennoch kümmert sich der durchschnittliche europäische Konsument nur wenig um die Sicherheit seiner Mobilgeräte: Zwei von fünf Nutzern gaben an, Apps nicht immer aus den offiziellen Marktplätzen herunterzuladen. Mehr als ein Drittel greift zudem nicht auf sichere Bezahlsysteme zurück, wenn über das Smartphone oder Tablet eingekauft wird. Dadurch sind sensible Daten wie etwa Kreditkarteninformationen gefährdet. Dies gilt auch für kostenlosen und ungesicherten WLAN-Hot-Spots. Obwohl sich annähernd die Hälfte der Nutzer über die möglichen Gefahren bewusst ist, wählt sich ein Grossteil der Befragten regelmässig ein, um private E-Mails abzurufen, und jeder Fünfte greift über ungesicherte öffentliche Netzwerke sogar auf seine Bankdaten zu!
Die meisten PC-User Anwender wissen inzwischen, wie wichtig es ist, ihren PC vor Angriffen von Aussen zu schützen. Doch auch mobile Endgeräte, die mit dem Internet verbunden sind, sind ein beliebtes Ziel für Kriminelle. Es lohnt sich deshalb, einige grundlegende Vorsichtsmassnahmen treffen, um vertrauliche Daten vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen.
Zum Beispiel die Sicherung des Gerätes durch ein komplexes Passwort oder einen Pin. Beim Download von Apps lohnt ein Blick in die Berechtigungen: Fordert die Anwendung umfangreiche Zugriffsrechte ein, die nicht nachvollziehbar sind, sollte man von einem Download absehen. Auch geeignete Sicherheitssoftware, wie zum Beispiel Norton Mobile Security, schützt nach einmaliger Installation gegen Gefahren aus dem Netz und ermöglicht auch eine Fernsperrung und die Lokalisierung des Gerätes bei Verlust oder Diebstahl.