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Saturday, September 14, 2019

Cyberkriminalität: Werden Unternehmen erst aus Schaden klug?

Computerkriminalität trifft immer mehr Unternehmen. Trotzdem herrscht in vielen Unternehmen die Ansicht, dass das Risiko für andere Firmen deutlich höher sei, als für die eigene Organisation. Dies dürfte ein entscheidender Grund dafür sein, dass die Bereitschaft, in die Prävention zu investieren, nach wie vor gering ist.

In vielen Unternehmen glaubt man nicht so recht daran, dass man zum Ziel
eines Cyberangriffs werden könnte - obwohl die Statistiken eine andere
Sprache sprechen.                                                                        Bild maxpixel
Vier von zehn Unternehmen geben in einer deutschen KPMG-Studie an, dass sie in den letzten zwei Jahren von Cybercrime betroffen worden seien. Die Resultate zeigen unter anderem, dass 85 Prozent der von Computerkriminalität betroffenen Unternehmen die Täter lediglich der Kategorie “unbekannt extern“ zuordnen können. Sie sind nicht in der Lage, Angriffe effektiv zu verfolgen und aufzuklären - was die Erfolgsquote der Angreifer verbessert.
Eines der gefährlich verbreiteten Angriffsszenarien sind Ransomware-Angriffe, auch als Verschlüsselungs-Trojaner bekannt. Bei der letzten KPMG-Umfrage im Jahr 2017 kannte erst knapp die Hälfte(!) der Unternehmen diese Art von Computerkriminalität, inzwischen ist Ransomware immerhin fast allen Befragten ein Begriff. Das kommt nicht von ungefähr: Ein Drittel aller befragten Unternehmen wurde schon mit Ransomware konfrontiert. Weitere 28 Prozent konnten Angriffe abwehren, bevor diese zum Erfolg führten. Insbesondere bei grossen Unternehmen zeigt sich im Vergleich zur Vorgängerstudie ein deutlicher Anstieg bei der Zahl der Attacken. So hat sich der Anteil der Betroffenen verdoppelt – der diesjährigen Befragung zufolge war dies bei etwa jedem dritten grossen Unternehmen der Fall und auch jedes dritte KMU war betroffen.
Ernüchternd ist die Tatsache, dass es bei mehr als einem Viertel aller von Ransomware betroffenen Unternehmen infolge einer Attacke zu einem Betriebsausfall kam. Dieser dauerte durchschnittlich 39,8 Stunden, bei jedem fünften Unternehmen dauerte es mehr als zwei Tage, bis der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte.
Nach wie vor werden 37 Prozent der Cyberangriffe rein zufällig aufgedeckt. Es gilt also für Unternehmen, die Zufallsabhängigkeit durch effektive und angemessene Präventionsmassnahmen zu minimieren. Daher müssten insbesondere grundlegende Vorkehrungen im Umgang mit Computerkriminalität, wie beispielsweise die Schulung der Mitarbeiter, getroffen werden. Nach wie vor fehlt es vielen Mitarbeitern an Verständnis für komplexe Technologien, um Verdachtsfälle effizient zu beurteilen. Zudem ist es für zwei Drittel der Unternehmen eine massive Herausforderung, kompetente Mitarbeiter zu rekrutieren oder entsprechend weiterzubilden.
Darüber hinaus ist die Investitionsbereitschaft der Unternehmen im Bereich der Prävention nach wie vor verhältnismässig gering. Knapp 20 Prozent der befragten Unternehmen investieren weniger als 10‘000 Euro im Jahr, um vorbeugend gegen Cybercrime vorzugehen, weitere 28 Prozent zwischen 10‘000 und 50‘000 Euro und nur jedes vierte Unternehmen mehr als 50‘000 Euro.
Immerhin geben mehr als zwei Drittel der Befragten an, dass sie nach einem Vorfall ihre präventiven Massnahmen angepasst hätten. “Aus Schaden wird man klug“, scheint auch zu gelten, wenn es um Cyberkriminalität geht.

Wednesday, October 26, 2011

Online-Coupons bringen Kunden in den Laden

Online-Couponangebote, Preisportale und soziale Netzwerke bieten für den stationären Handel interessante Möglichkeiten, neue Kunden zu gewinnen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, für die sich 1000 Kunden zu ihren Motiven und Präferenzen beim Onlineshopping äusserten.

Auch in der Schweiz gibt es schon einige Couponing-Websites, hier
zum Beispiel gutscheinblog.ch
Demnach würden 86 Prozent derjenigen, die sich über ein Online-Gutscheinangebot in ein Restaurant oder Geschäft haben locken lassen, den Anbieter später auch ohne Rabattcoupon erneut aufsuchen. Und rund 60 Prozent der Befragten haben schon einmal im Internet nach einem regionalen Händler recherchiert, um zunächst bei ihm den gewünschten Artikel zu begutachten.
“Das zeigt, dass ein gezielter Internetauftritt auch für lokale Händler sehr wichtig ist. Vor allem ein Argument spricht aus Kundensicht dafür, die Ware im Einzelhandel zu kaufen statt sie online zu bestellen: Zwei von drei Befragten möchten den Fernseher, die Schuhe oder das Kleid sofort mitnehmen können. Dazu kommt, dass sich viele Kunden beim Kauf- und Bezahlprozess im Geschäft sicherer fühlen als bei einer Internet-Bestellung“, sagt KPMG-Partner Mark Sievers. 
Dennoch birgt das Internet auch Gefahren für den stationären Handel. So haben 60 Prozent der Kunden, die nach einer Internetrecherche zunächst einen regionalen Händler aufsuchten, das gewünschte Produkt dann doch andernorts (oder gar nicht) gekauft. Hierbei spielt die zunehmende Verbreitung von Smartphones eine wichtige Rolle. So hat fast jeder zweite Kunde es sich im Laden schon einmal anders überlegt, weil er spontan über sein Mobiltelefon online eine Kaufalternative ermittelte. Die Umfrage zeigt: In 95 Prozent dieser Fälle ist der Kunde für den regionalen Händler verloren und kehrt nicht wieder in den Laden zurück.
Im Übrigen bleibt das gelungene Suchmaschinenmarketing ein wichtiger Baustein in der Online-Strategie der Handelsunternehmen. So beginnen 82 Prozent der Kunden ihre Recherche über Produkte und Anbieter über Suchmaschinen. Über die Hälfte nutzt darüber hinaus Preisportale, die zunehmend auch das Angebot lokaler Händler mit einschliessen. Auch soziale Netzwerke sind aus Händler-Sicht für das Marketing nicht zu unterschätzen: Jeder dritte Befragte hat seinen Freunden über derartige Netzwerke bereits ein Produkt oder eine Dienstleistung empfohlen. Ebenso viele haben wiederum selbst schon entsprechende Vorschläge von Bekannten erhalten.  
Eine gute Möglichkeit, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen, stellen für Händler Online-Rabattcoupons dar. So nutzen bereits 41 Prozent der Kunden entsprechende Gutschein-Portale. Bei den Smartphone-Besitzern unter 30 Jahren sind es sogar schon 55 Prozent.
Die Studie wurde von von KPMG und dem E-Commerce Center Handel durchgeführt und kann hier heruntergekladen werden.