Wieder scheint ein Boom-Kapitel zu Ende zu gehen. Bei Meta (Facebook, Instagram
trifft es, wie vor einer Woche angekündigt wurde, 11'000
Mitarbeiter. Bei Twitter mussten zum
Beginn der Ära von Elon Musk vorerst 3'700
Angestellte ihre Arbeitsplätze räumen, und in der Krypto-Branche
läuft es auch nicht mehr so recht. Die ersten Konkurse werden gerade angemeldet
– was ebenfalls zu zahlreichen Entlassungen führen wird. Und nun trifft es auch
noch den weltgrössten Internethändler.
Auch der grösste Laden der Welt ist von der wirtschaftlichen Unsicherheit betroffen. Screengrab amazon.com
Statt wie jedes Jahr zusätzliche
Mitarbeiter anzustellen, entlässt Amazon nur sechs Wochen vor Weihnachten 10'000
Menschen. Die sieben
fetten Jahre scheinen, jedenfalls für den Moment, vorbei zu sein. Der Grund ist
offensichtlich: Der Krieg in Osteuropa und finanzielle Erschütterungen weltweit
haben das Vertrauen vieler Unternehmer und Konsumenten in die nahe Zukunft
geschmälert. Bei Amazon erwartet man eine Rezession und spricht deshalb
Entlassungen aus. Gemäss amerikanischen
Medienberichten werde man die Geräteeinheit (Alexa etc.), die Handelsabteilung
und die Personalabteilung des Unternehmens verkleinern. Der Schritt kommt, nachdem
Amazon-CEO Andy Jassy kürzlich mit Kürzungen im Unternehmen begonnen hat.
Schon Anfang des Monats hatte Amazon einen Einstellungsstopp für verschiedene
Abteilungen im Unternehmen verhängt. In einer Mitteilung an die Mitarbeiter gab
man bei Amazon bekannt, dass diese Entscheidung aufgrund der unsicheren
Wirtschaftslage und der Zahl der Mitarbeiter, die Amazon in den letzten Jahren
eingestellt habe, getroffen worden sei. Man sehe sich mit einem ungewöhnlichen
makroökonomischen Umfeld konfrontiert und wolle Rekrutierung und Investitionen
mit Rücksicht auf die Wirtschaft abwägen.
Auch Amazon-Gründer
Jeff Bezos hatte schon vor einem Monat davor gewarnt, dass die
Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA gross sei.
Internet-Shopper haben ein gesundes Selbstbewusstsein: Eine grosse Mehrheit (88 Prozent) glaubt, die Vertrauenswürdigkeit eines Onlineshops richtig einschätzen zu können. Doch geht es konkret um Sicherheitsmerkmale, liegen nur 62 Prozent mit ihrer Einschätzung richtig.
Das zeigt eine Umfrage YouGov Umfrage, die im Auftrag von Trusted Shops in Deutschland durchgeführt wurde. Fazit: Shopper sind oberflächlich ganz gut informiert. Ist allerdings Detailwissen gefragt, zeigen sich doch noch große Lücken, die sie im schlimmsten Fall in die Falle tappen lassen. Tatsache ist, dass mehr als ein Drittel der Befragten immer noch nicht über die Kennzeichen eines seriösen Shops Bescheid wissen. Jedem Fünften unterläuft beispielsweise der Irrtum, dass Bestnoten bei den Kundenbewertungen für einen vertrauenswürdigen Onlineshop sprechen. Genau dann ist allerdings Vorsicht geboten: Wenn ein Shop ausschliesslich Bestnoten hat, handelt es sich häufig um eingekaufte Fake-Bewertungen. Vertrauenswürdige Shops erhalten durchaus manchmal negative Bewertungen, zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie darauf professionell reagieren.
Das Angebot an Online-Shops nimmt stetig zu – ebenso die Anzahl an betrügerischen Shops. Daher laufen wir immer öfter Gefahr, einem kriminellen Fake-Shop in die Falle zu gehen. Das Risiko beeindruckt nicht alle Konsumenten: Immerhin sieben Prozent machen sich keinerlei Gedanken zur Seriosität des Online-Shops, in dem sie einkaufen. Dass sie sich dadurch tagtäglich in die Gefahr des Datenmissbrauchs oder Identitätsdiebstahls begeben, ist ihnen nicht bewusst oder ganz egal. Auch das Gegenteil gibt es: Menschen, die gar nie im Internet einkaufen. Etwa 10 Prozent der Befragten kaufen nur das, was sie sehen und anfassen können und vertrauen lediglich den stationären Händlern.
Der Blick auf die Altersgruppen zeigt ein deutliches Bild: Bedenkenlose Shopper sind vor allem jüngere Menschen, kritische zumeist ältere.
Geht es ans Kleingedruckte, spiegelt sich dieses Verhalten ebenfalls wider. Die Hälfte derer, die sich AGB und Co. überhaupt nicht durchlesen, sondern einfach nur das Häkchen setzen, ist zwischen 18 und 24 Jahre alt. Der Anteil derer, die sich das Kleingedruckte immer und komplett durchlesen, ist mit 14 Prozent für die Altergsuppe 55 plus am grössten.