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Wednesday, February 16, 2022

Wie frühere Mitarbeiter zum Sicherheitsrisiko werden

Wer kündigt, verlässt in der Regel die Firma endgültig. Nicht immer verlassen die Mitarbeiter auch den digitalen Raum des Unternehmens. Das geschieht bei weitem nicht immer mit bösen Absichten, stellt aber trotzdem ein signifikantes Sicherheitsrisiko dar. Zwar wurde die Studie der Sicherheitsfirma “Beyond Identity“ im angelsächsischen Raum verfasst (USA, Grossbritannien und Irland); interessant und relevant sind die Resultate aber auch für Firmen in anderen Ländern. Das zeigen die Ergebnisse der Befragung:

Es ist erstaunlich, wieviel Zugang zu Firmendaten frühere Mitarbeiter haben. 
Quelle Beyond Identity 

 - Ganze 83 Prozent der Befragten griffen nach ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen weiterhin auf Konten ihres früheren Arbeitgebers zu.

-  56 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihren fortbestehenden digitalen Zugang genutzt haben, um ihrem ehemaligen Arbeitgeber zu schaden.

-  24 Prozent der Befragten gaben zu, dass sie nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen absichtlich ein Passwort behalten hätten.

-  74 Prozent der Arbeitgeber wurden bereits durch ehemalige Mitarbeiter in ihrer digitalen Sicherheit beeinträchtigt.

 Trotz der Risiken, die ein ausscheidender Mitarbeiter für die Cybersicherheit des Unternehmens darstellt, gaben nur neun Prozent der Befragten an, dass ein IT-Spezialist in den Ausstiegsprozess aus der Firma involviert war. Insgesamt würden in Kündigungsfällen bei der Hälfte der Unternehmen nicht genügend Vorsichtsmassanahmen für die Cybersicherheit ergriffen.

 So wurden beispielsweise nur 50 Prozent der Befragten aufgefordert, Firmengeräte zurückzugeben, nur 41 Prozent gaben digitale Schlüssel-Tokens zurück und nur 35 Prozent löschten oder setzten ihre Konten zurück. Auch die Mitarbeiter taten wenig, um ihre eigene Sicherheit zu schützen - nur 40 Prozent gaben an, dass sie ihre persönlichen Daten von den Firmengeräten löschten, bevor sie diese zurückgaben, und nur 38 Prozent richteten eine E-Mail-Weiterleitung ein. 83 Prozent der Befragten gaben an, dass sie noch Zugang zu den digitalen Ressourcen ihres früheren Arbeitgebers hatten. Mehr als ein Drittel der ehemaligen Mitarbeiter hatte noch Zugang zu ihrem Firmen-E-Mail-Konto und arbeitsbezogenen Materialien auf einem persönlichen Gerät. Darüber hinaus gaben die Befragten häufig an, dass sie absichtlich Kontaktinformationen von Kollegen, bestimmte gespeicherte Gespräche mit Kollegen und sogar potenziell wertvolle Ideen des Unternehmens mitnahmen.

Saturday, May 22, 2021

Wie sicher fühlen Sie sich im Internet?

Es kann niemandem verübelt werden, wenn er oder sie sich im Internet nicht sicher fühlt. Cyberattacken generieren täglich Schlagzeilen, die für berechtigte Unruhe sorgen – nicht nur bei Unternehmen, sondern auch bei Privatpersonen. Was für Auswirkungen hat das auf das Sicherheitsgefühl der User? Eine repräsentative Befragung von Suissedigital hat versucht, das herauszufinden.

Zum Vergrössern bitte anklicken.

Für die Studie wurden mehr als 18 bis 79jährige 2000 Schweizer User befragt. Die Resultate zeigen, dass sich die Anwender vieler Risiken im Internet durchaus bewusst sind.  So zeigten sich 64 Prozent der Befragten über die Nutzung ihrer Daten durch internationale Unternehmen sehr besorgt. Grosse Sorgen bereiten mehr als der Hälfte der Befragten auch die Gefahren durch Phishing, Identitäts-Diebstahl und -Missbrauch, Hackerangriffe und den Diebstahl von persönlichen, sensiblen Daten. Deutlich weniger Sorgen macht sich die Bevölkerung hinsichtlich des Risikos, durch die Schweizer Behörden überwacht zu werden: Nur 29 Prozent der Befragten zeigten sich diesbezüglich sehr besorgt. Die Befragung wird weitergeführt und kann im Internet (wo den sonst?) ausgefüllt werden. Sie ist auf der gleichen Seite verfügbar wie der Security-Check, den Suissedigital letztes Jahr lanciert hat. Der Online-Test, der in zwei Schwierigkeitsstufen verfügbar ist, soll die Öffentlichkeit für die Gefahren des Cyberraums sensibilisieren. Dazu dienen auch ein ausführliches Glossar und zwei Merkblätter, die kostenlos heruntergeladen werden können. 

Das Internet hat sich in den letzten 20 Jahren zu einem enorm wichtigen Kommunikations- und Verkaufswerkzeug entwickelt. Es generiert Milliardenumsätze und wird von vielen Menschen als Informationsquelle benutzt. Umso negativer wirkt es sich aus, wenn sich ein grosser Teil der Anwender im Internet nicht sicher fühlt. Im Cybersecurity-Sektor gibt es noch sehr  viel zu tun – auch was private Anwender betrifft.