Showing posts with label Cloud Computing. Show all posts
Showing posts with label Cloud Computing. Show all posts

Tuesday, May 17, 2016

Fog, Cloud und das Internet der Dinge

Cloud-Computing wird nicht nur in Unternehmen eingesetzt, sondern auch von den allermeisten End-Usern, wenn auch oft völlig unbewusst. Doch die digitale Welt ist in ständiger Bewegung,  und deshalb wabert jetzt plötzlich digitaler Nebel  um die digitale Wolke. Schuld daran ist das Internet der Dinge.

Geprägt hat den Begriff vom Fog-Computing der amerikanische Konzern Cisco, der selbstverständlich auch Fog-Computing-Lösungen anbietet. Und obwohl Wolken und Nebel aus dem meteorologischen Wortschatz stammen, haben sie hier weniger mit dem Wetter, als mit der digitalen Umwelt zu tun. (Dass die englischsprachigen Fachausdrücke aus der IT-Branche sich jeweils blitzschnell im neudeutschen Sprachgerbrauch etablieren, daran haben wir uns inzwischen gewöhnt, auch wenn sie anfänglich oft ziemlich lächerlich erscheinen.)
Doch worum geht es denn nun beim Fog-Computing? In welchem Zusammenhang steht es zum Cloud-Computing, und wieso wird es oft im Zusammenhang mit dem Internet der Dinge (IoT) genannt? Eine gute - und kurze – Erklärung dafür findet sich auf der Website der diesjährigen CeBit:
Weil viele IoT-Geräte klein sind, mit wenig Strom auskommen müssen und sehr eng definierte Funktionen haben, benötigen sie sozusagen einen großen Bruder, der ihnen richtige Rechenleistung zur Verfügung stellt. Das erledigt die Cloud perfekt. Doch wenn Informationen nur lokal und für kurze Zeit gebraucht werden, sieht die Situation anders aus. Solche Daten müssen schnell und am besten vor Ort verarbeitet werden. Eine Speicherung der Daten ist nicht nötig. In so einem Fall bietet Fog Computing die richtige Lösung. Die Technik, früher auch als Edge Computing bezeichnet, verarbeitet Daten nicht zentral, sondern an den Rändern des Netzwerkes. Weil die Rechenleistung und der Strombedarf von Prozessoren in den letzten Jahren extrem verbessert wurden, sind heute sehr kleine Computer in der Lage, komplexe Berechnungen durchzuführen. Ein Beispiel für ein mögliches Fog-Computing-Szenario ist die zukünftige Car-2-Car Kommunikation in Notfällen. Wenn ein Fahrzeug auf der Autobahn eine Notbremsung einleitet, sollten andere Fahrzeuge im Umkreis einiger Hundert Meter darüber informiert werden, um Auffahrunfälle zu vermeiden. Die Beschleunigungsdaten erst durch die Cloud zu einem Rechenzentrum zu schicken, dann alle relevanten Fahrzeuge zu bestimmen und die Informationen an diese zurückzugeben ist zu aufwändig. Hier muss die Datenverarbeitung mit den entsprechenden Konsequenzen – der Benachrichtigung benachbarter Fahrzeuge – durch lokale Rechenleistung erfolgen." 
Man könne sich Fog-Computing wie eine zusätzliche Schicht zwischen Datenerzeuger und Cloud vorstellen, schreiben die Autoren. Diese  lokale Entscheidungs- und Verarbeitungsebene, die nachgeordnete Instanzen entlastet, bereite Daten nach vorgegebenen Regeln auf und verbessere dadurch die Antwortzeiten, reduziere den Bandbreitenbedarf für eventuell nötige Cloud-Verbindungen und verringere die benötigte Speicherkapazität im Rechenzentrum.
Gemäß Manfred Bauer von Sisco Deutschland, trägt Fog-Computing auch zur erhöhten Sicherheit bei:
Während Cloud-Computing für große zentralistische Rechenzentren steht, beschreibt Fog-Computing verteilte Mikro-Recheneinheiten in der Nähe der Endgeräte. Indem die Datenverarbeitung beim Fog-Computing lokal erfolgt, verringert sich die Menge der übertragenen Daten zu den zentralen Rechenzentren. Dies entlastet nicht nur die Übertragungswege, sondern senkt auch den Bedarf an Speicherplatz. Gleichzeitig erhöhen sich Datensicherheit und Servicequalität, da sich Daten nicht mehr im Internet ausspionieren lassen und schnellere Reaktionen möglich sind. So können die Netzwerkgeräte anfallende Daten sofort selbst bearbeiten und Entscheidungen vor Ort treffen.“

Saturday, March 26, 2011

Entertainment aus der Amazon-Wolke?

Wenn man amerikanischen Fachmedien glauben darf, plant Amazon in Kürze, den totalen Entertainment-Service aus der Wolke anzubieten. Inhalte, beim grössten Online-Händler gekauft, müssten dann gar nicht mehr persönlich gespeichert werden. Stattdessen wäre der ständige Zugriff auf ein persönliches Schliessfach in der Amazon-Cloud gewährleistet.

Einmal kaufen, im digitalen Schliessfach ablegen, immer und
überall Zugang haben: Musik im digitalen Zeitalter.
Als der Microsoft-Gründer und Merheitsaktionär Bill Gates vor etwas mehr als zehn Jahren einmal voraussagte, dass wir unsere Musik schon bald nicht mehr als “Sache“, zum Beispiel als CD besitzen würden, konnten sich das viele User nicht so ganz vorstellen. Wer mit Vinyl-Schallplatten aufgewachsen war und dann später sogar eine umfangreiche CD-Sammlung angelegt hat, konnte sich diese körperlose Musik nicht so recht vorstellen. Das hat sich massiv geändert. Bill Gates hatte recht: Musik wird heute vorwiegend in elektronischer Form gekauft, heruntergeladen oder gar gratis gestreamt, wie auf YouTube.
Nun soll die Entwicklung noch einen logischen Schritt weitergehen. Der amerikanische Branchendienst Cnet berichtet, dass Amazon schon in Kürze persönliche Entertainment-Schliessfächer in der Cloud anbieten will. Mit anderen Worten: Inhalte, wie Videos, Musik oder Bücher, müssten dann nicht mehr heruntergeladen und gespeichert werden, sondern könnten bei Bedarf ganz einfach von einem persönlichen Schliessfach auf einem Amazon-Server abgerufen werden. Cnet geht sogar davon aus, dass auch Inhalte, die nicht bei Amazon gekauft werden, dort abgelegt werden können. Das hat natürlich auch den Vorteil, dass die geographische Situation des Users keine Rolle mehr spielt: ob im Ferienhaus oder in der Stadtwohnung, die neuste Black-Eyed-Peas oder Arcade-Fire CD kann nach Bedarf im digitalen Schliessfach abgeholt werden.
Die einzige Bedingung ist natürlich der Zugang zum Internet.
Amazon bietet übrigens in den USA schon ähnliche Dienste aus der Wolke an, für die Besitzer des Lesegerätes Kindle und auch für Miglieder eines Videoservices.
Google arbeitet übrigens an einem ähnlichen Konzept, vorerst beschränkt auf musikalische Angebote.  

Monday, February 28, 2011

Cebit und Wolke

Fünf Tage lang treffen sich in Hannover wieder die IT-Verantwortlichen vieler Firmen, die IT-Journalisten und auch wieder die ganz gewöhnlichen IT-Fans der Konsumentenklasse. Die Organisatoren haben nämlich gemerkt, dass es ohne die Fans für die grösste Computer-Messe der Welt kein Überleben gibt.

Natürlich ist die Cebit nicht jedermanns Sache, aber in den guten Jahren, zum Beispiel vor 10 Jahren, haben immerhin mehr als 800'000 Besucher die IT-Ausstellung in Hannover besucht. Dann begann der langsame Rückgang, der durch den Ausschluss derjenigen Besucher, die normalerweise keine Visitenkarten mitbringen, sondern eher Plastiktaschen mit Unterlagen herumschleppen, auch nicht aufgehalten wurde. Nun soll also wieder alles beim Alten sein: Konsumenten sind willkommen, die Cebit will wieder populistisch sein. Fachleute sind sich allerdings nicht sicher, ob die Rechnung aufgehen wird. Zitat aus der Süddeutschen:
Cloud Computing ist das diesjährige Thema an der Cebit. Unser Bild zeigt eine echte
Wolke des Typs Altocumulus Floccus Virga.
“So weckt das neue Bekenntnis für den Verbraucher eher Erinnerungen an einen ähnlich halbherzigen Versuch namens Cebit Home, mit dem die Messe Ende der neunziger Jahre schon einmal scheiterte. Auf dem Spiel steht dabei mehr als die Zukunft der Cebit. Es geht um die Frage, ob Deutschland noch ein Impulsgeber für die digitale Welt sein kann. Eine Messe, die - wie die Cebit lange Zeit - keinen Spaß machen soll, ist wie ein Museum, in dem man nichts anfassen darf. Oft klagt die Branche über fehlenden Nachwuchs, aber selten nimmt sie junge Menschen, ihre Träume, aber auch ihre Bedürfnisse ernst. Neidisch schielen die Unternehmer auf die Eliteunis und Jungfirmen in Amerika. Wer aber einen Teenager an seinem Messestand nicht haben will, der darf die fehlende Innovationskultur hierzulande nicht beklagen. Ausgerechnet die Branche, die mit ihren Musikspielern und Plaudertreffs im Internet den Alltag der Jugendlichen durchdringt, schafft es nicht, den Nachwuchs für Technologie zu begeistern. Der Wandel der Cebit kommt spät. Vielleicht zu spät.“
Die “Cloud“ ist das Hauptthema an der diesjährigen Cebit, die bis zum 5. März dauert. Dass hier noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss, zeigte eine neue PWC-Studie, die Cloud-Computing bei KMU untersucht hat. Das Resultat ist einigermassen ernüchternd: 80 Prozent der Mittelständler halten Cloud-Computing für derzeit nicht relevant. Ein Drittel weiss nicht, was Cloud-Computing ist, und eine Mehrheit der Firmen sorgt sich um die Datensicherheit. Auf der anderen Seite stehen diejenigen, die schon mitmachen. Diese Nutzer bewerten die Technologie überwiegend als durchaus positiv.

Wednesday, November 11, 2009

Virenschutz aus der Computer-Wolke

Nun gibt es wirklich keinen Grund mehr, den Virenschutz auf dem PC zu vernachlässigen: Die neuste Lösung ist nicht nur gratis, sondern nimmt auch nur minimale Ressourcen in Anspruch. Es handelt sich um eine Thin-Client-Solution des Spanischen Anbieters Panda Security. Der Schutz kommt aus der digitalen Wolke, Virusdefinitionen auf dem PC sind nicht mehr notwendig.

Der Betatest dauerte rund ein halbes Jahr, jetzt wird das Produkt offiziell angeboten. Cloud Antivirus 1.0 ist für private User gratis und ist auch in deutscher Sprache verfügbar. Das Produkt wird deshalb viele Anwender interessieren, weil es sich dabei nicht um ein umfangreiches Programm handelt, sondern um eine Lösung, die nur 20 MB in Anspruch nimmt ist und keine Virusdefinitionen auf dem eigenen PC mehr erforderlich macht. Stattdessen werden all die bösen Programme, die im Net unterwegs sind, durch ein intelligentes Netzwerk von Servern erkannt und mit den verbundenen PCs abgeglichen. Dieses Antivirus-Cloud-Computing werden vor allem Netbook-User zu schätzen wissen, die in der Regel mit weniger digitalen Ressourcen unterwegs sind, als andere Surfer. Chip-Online hat Cloud Antivirus 1.0 bereits getestet. Das Fazit:
“Panda Cloud Antivirus ist nett anzusehen, derzeit aber noch nicht ganz so Ressourcen- schonend, wie versprochen. Außerdem scannt die Software ein System vergleichsweise langsam. Der Cloud-Ansatz gefällt uns dagegen sehr gut. Hinweis: Um "Panda Cloud Antivirus" nutzen zu können, müssen Sie sich nach der Installation kostenlos beim Hersteller registrieren.“
Bei einem früherer Test, der von pcworld.com durchgeführt wurde (noch mit der Betaversion), landete Cloud Antivirus bei der Erkennungsrate von Malware auf dem ersten Platz.
Panda bietet auch eine Lösung für KMU: Panda Cloud Protection funktioniert auf der gleichen Basis, wie die Antivirussoftware, und wird als Managed Security Service angeboten. Was dieses Angebot kostet, ist aus den aktuellen Angaben (noch) nicht ersichtlich.