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Monday, November 25, 2013

Geschwätz über den Wolken?

Flugzeugkabinen, heutzutage meistens voll besetzt und naturgemäss längst keine Oasen der Ruhe und Entspannung mehr, könnten bald noch viel nerviger werden. Was wir alle schon vom Nahverkehr kennen, kommt möglicherweise demnächst auch zum Fernverkehr, genauer gesagt ins Flugzeug: Der ununterbrochen am Handy plappernde Sitznachbar. Die amerikanische Telekomaufsicht hat nämlich vorgeschlagen, das Telefonierverbot in Flugzeugen ganz einfach aufzuheben, weil es nicht mehr zeitgemäss sei. Die Flugbegleiter sind nicht begeistert.

Aus technischen Gründen soll das Telefonieren am Handy in amerikanischen
Airlinern bald nicht mehr verboten sein. Ob es allerdings zugelassen wird,
hängt nicht nur von der Technik ab. 
Auf einem Flug von Zürich nach London könnte man es wohl gerade noch aushalten: Nachbarn, die am Handy schwatzen, um sich die relativ kurze Flugzeit zu vertreiben. Was aber passiert, wenn der Flug nach den USA oder gar nach Australien führt?
Das Kabinenpersonal amerikanischer Fluggesellschaften hat eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie sich derartige Flüge entwickeln könnten. Die Vereinigung der amerikanischen Flugbegleiter spricht von einemSicherheitsrisiko und hält fest, dass ein Flugzeug voller telefonierender Passagiere zu Streitigkeiten führen könnte. Ausserdem weisen die Flugbegleiter darauf hin, dass gemäss Umfragen eine grosse Mehrheit der Passagiere die Nutzung von Handys im Flieger ablehne. Jede laute Situation, die zu Streit führen und stören könne, sei nicht nur unerwünscht, sondern auch unsicher, sagen die professionellen Flieger. Das scheint uns eine realistische Einschätzung der Situation zu sein. Deshalb ist auch noch nicht abzusehen, ob es je zum grossen Geplapper über den Wolken kommen wird. Zitat aus der Süddeutschen:
“Wann das Handyverbot fallen wird und was das in der Praxis genau bedeuten könnte, ist noch unklar. Die FCC will den Fluggesellschaften erlauben, die Telefontechnik zu installieren, sie wird ihnen dies jedoch nicht vorschreiben. Konkret installieren die Techniker dabei im Flugzeug eine kleine Basisstation namens "Picocell", die die Funksignale der Handys sammelt und zur Erde schickt.“
Allerdings kann man ja mit einem Smartphone nicht nur telefonieren – sondern auch e-mailen und im Net surfen. Genau diese Möglichkeiten wollen viele Fluggesellschaften ihren Kunden bieten. Das erklärt auch ein Lufthansasprecher gegenüber der SZ:
 “Worauf es ankomme, sei der GSM-Standard, den die Lufthansa so schnell wie möglich auf allen Maschinen installieren will. Dadurch könnten Fluggäste auf ihren iPhones und Blackberrys E-Mails verwalten und im Internet surfen. Die Lufthansa bietet bereits auf Langstreckenflügen Wlan an; auf diese Weise können Reisende am Laptop ins Internet gehen. "Theoretisch könnte jemand so auch über Skype telefonieren. Aber das erlauben wir nicht", sagte der Lufthansa-Sprecher. Allerdings sind auf vielen Flügen bereits normale Telefonate von einem Wand-Fernsprecher möglich. Die Gebühren, die für ein Gespräch verlangt werden, sollen davon jedoch abschrecken: Pro angefangener Minute zahlen Fluggäste 9,95 Dollar…“





Wednesday, December 5, 2012

Beim Fliegen glücklich und zufrieden sein

Es ist einfacher geworden, ein billiges Flugbillett zu kaufen, seit es das Internet gibt. Doch Geld allein macht nicht glücklich – wie wir ja alle wissen. Deshalb gibt es jetzt eine Website, mit der man gleich auch noch ermitteln kann, wie glücklich und zufrieden die Passagiere einzelner Flüge am Ziel ankommen.

Routhappy gibt Flupassagieren Gelegenheit, ihre Flüge zu bewerten.
Bei Hotels ist es ja schon lange gang und gäbe: Kunden geben auf Websites wie TripadvisorBewertungen ab, die ein Hotel zum Erfolg führen oder gar ruinieren können. Wenn die Zimmer schmutzig sind, das Bad zu klein ist, dazu das Personal unfreundlich und das Essen schlecht, dann kommen im digitalen Zeitalter bald keine Gäste mehr. Die fast totale Transparenz herrscht.
Das soll nun auch im Flugverkehr so werden.
Das neue Portal, seit ein paar Wochen im Net, gibt Fluggästen die Möglichkeit, ihre Flüge nach verschiedenen Kriterien zu bewerten. Am Ende geht es ganz einfach darum, wie zufrieden der Passagier am Ende der Reise gewesen ist. Happiness-Faktoren nennt das Portal die verschiedenen Kriterien – Platz, zum Beispiel, oder Pünktlichkeit, Komfort und Freundlichkeit des Personals. Und da gibt es dann doch Überraschungen.
Wer zum Beispiel am 12. Dezember von Zürich nach New York fliegen will, stellt fest, dass die Swiss auf diesem Flug nur am zweitbesten abschneidet – nach der Amerikanischen Airline United. Auch Flüge der gleichen Fluggesellschaft können ganz unterschiedliche Punktzahlen erhalten. Zitat von aerotelegraph.com:
“Wer zum Beispiel am 30. November von Frankfurt nach New York fliegen will, der sieht, was Routehappy mit dem Motto «not all flights are created equal» sagen will. Denn selbst zwei Flüge der Lufthansa erhalten eine unterschiedliche Punktzahl. So erhält der Flug mit einem Airbus A340 um 17:25 Uhr 7,8 von 10 Punkten, der um 13:30 mit einer B747 nur 6,8. Denn auf letzterem gibt es zum Beispiel keine persönlichen Bildschirme. Filme werden auf Bildschirmen über den Köpfen der Passagiere gezeigt. Die meisten Punkte erhält der A380-Flug von Singapore um 8:20 Uhr. Hier gibt es am meisten Platz für die Beine, Steckdosen und einen privaten Bildschirm. Auch detaillierte Daten zu Freundlichkeit und Komfort der Flüge sammelt Routehappy. Ist es angenehm leise? Ist das Essen gut? Das kann man im Zweifel bei einem Klick auf die Details sehen. Noch befindet sich das Projekt in der Beta-Phase. Doch das Team hofft, schon bald ausführliche Daten für so gut wie alle Flüge der Welt beisammen zu haben.“
Es ist nicht anzunehmen, dass der Routehappy- Index sich massiv auf den Geschäftserfolg von Fluglinien auswirken wird. Aber das Feedback der Kunden dürfte womöglich dazu beitragen, dass der Service der Airlines sich in Zukunft etwas mehre nach den Bedürfnissen der Kunden ausrichten wird.