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Wednesday, August 11, 2010

Unterwegs mit dem Such-Handy

Zur Lancierung des iPhone 4 gibt es von local.ch nun die aktuelle Version  der beliebten Telefonbuch-App. Neben neuen Funktionen wie einer Vertipp-Hilfe und dem Reset von Suchresultaten durch Schütteln des iPhones, zeigt die überarbeitete Applikation von local.ch neu auch die nächstgelegenen Toiletten und Haltestellen des öffentlichen Verkehrs. Die neue App ist ab sofort im Schweizer iTunes Store verfügbar.

local.ch, ein von der Swisscom lanciertes Unternehmen (da sollte man sich immerhin auf die Richtigkeit der Telefonbuchdaten verlassen können), lanciert bereits die achte Version der im März 2009 erstmals veröffentlichten App für das mobile Suchen. Mit über 360'000 Installationen gehört diese kostenlose App inzwischen zu den meist genutzten Anwendungen fürs iPhone. Fast jede zweite Schweizerin oder Schweizer mit iPhone nutzt das Programm schon, um unterwegs Telefonnummern oder Adressen abzufragen oder interessante Orte in der Nähe des aktuellen Standortes aufzufinden.
Die optimierte Telefonbuch-App ist nun auf Apples neues Betriebssystem iOS 4 angepasst. Dadurch ist es möglich, innerhalb der Applikation auf Web-Links zu klicken, ohne dass sich die App schliesst und eine neue geöffnet wird. Die Funktion "In der Nähe" zeigt beispielsweise die nächstgelegenen Geldautomaten an, Restaurants, Spitäler oder Apotheken mit Adresse, Telefonnummer und Standortanzeige auf der Umgebungskarte, ohne dass dabei Text eingetippt werden muss. Auf Wunsch werden neu auch Standorte des öffentlichen Verkehrs oder öffentliche Toiletten angezeigt. Die Kartenansicht ist in der neuen Version direkt im Eintrag integriert und lässt sich intuitiver bedienen. Wer sich bei der Suche nach einer Telefonnummer oder Adresse vertippt, dem unterbreitet die App Alternativvorschläge. Wer bereits eine Suche gestartet hat, kann die bestehende Eingabe mit einer Schüttelbewegung wieder löschen. Zudem sind Firmeneinträge neu mit Öffnungszeiten und Informationen zum Unternehmen ergänzt, analog den Internetverzeichnissen unter local.ch .
Die populäre Telefonbuch-Applikation ist ab sofort kostenlos im Apple iTunes Store erhältlich: www.liip.to/ilocal . Die neue iPhone-App von local.ch funktioniert ab Version 3.1 des iPhone-Betriebssystems. Um die neuesten Features, wie "In der Nähe" zu nutzen, muss in den Einstellungen die Ortungsdienst-Funktion eingeschaltet sein. Die local.ch Applikation für Android-basierte Google- und HTC-Smartphones ist im Android Market erhältlich: http://liip.to/VAY . Die local.ch-Applikation für Symbian-basierte Nokia Smartphones wird im Ovi-Store unter http://www.liip.to/ovilocal angeboten. Für alle weiteren mobilen Endgeräte mit Internetzugang sind das Telefonbuch, die Gelben Seiten und der lokale Veranstaltungskalender von unterwegs via Web-Browser abrufbar: http://m.local.ch

Friday, June 4, 2010

Microsoft rennt gegen das Suchmonopol an

Dass es Bing, die Microsoft Suchmaschine, nicht ganz geschafft hat, Google vom Search-Engine-Thron zu stossen, merkt man schon daran, dass die meisten User gar nicht wissen, was Bing überhaupt bedeutet.

Versuchen Sie es. Fragen Sie ihre Kollegen und Bekannten, ob sie heute schon gebingt haben, und sie werden wahrscheinlich nur fragende Blicke ernten. Trotzdem: Als Microsoft Bing lancierte, wusste man in Redmond genau, dass es enorm schwierig werden würde, ernsthaft Marktanteile zu gewinnen. Google besass im Effekt ein Monopol auf dem Suchmaschinenmarkt und hatte, im Gegensatz zu Microsoft, bei den meisten Usern ein durchaus unbeflecktes Image. Doch je grösser Google wird, desto lauter werden auch die kritischen Stimmen. Wer unerlaubt Daten sammelt, macht sich unbeliebt, auch wenn das Firmenmotto “Do no evil“ heisst. (Auch Apple kommt mit dem Erfolg der letzten Jahre langsam in einen Bereich, wo es nicht mehr nur Apostel, sondern immer mehr kritische Stimmen gibt. Gerade wurde im London Telegraph ein Artikel zum iPhone 4G veröffentlicht, der dringend vom Kauf abrät. Viel zu teuer, mehr Marketing als Innovation, kein Flash, kein Multitasking, kurzes Batterieleben, ergonomisch schlechtes Telefon, waren nur einige der Argumente. Das Einschneidenste: Weil es inzwischen allgegenwärtig ist, sei das iPhone längst total uncool. Aber das ist ein anderes Thema).
Bing kann also zum Geburtstag immerhin Zahlen präsentieren, die zwar nicht wirklich grossartig, trotzdem aber ganz eindrücklich sind. 13 Prozent des Marktes ist ja doch nicht so schlecht. Aber auch nicht wirklich gut, und das gilt auch für bezahlte Suchresultate, wie ecin.de berichtet:
“Auch beim Thema Paid Search gilt das Prinzip „Mühsam nährt sich das Eichhörnchen“: In Auf- und Ab-Bewegungen konnte im zweiten Quartal 2010 der bisherige Höchstmarktanteil von sieben Prozent erzielt werden. Die Sektflaschen dürfen allerdings geschlossen bleiben: Marktführer Google beherrscht erdrückende 75,3 Prozent des Marktes, Kooperationspartner Yahoo hält immer noch 17,8 Prozent – mehr als das doppelte. Nach einem Jahr „Bingen statt Googeln“ steht also fest: Der Google-Goliath wird zumindest gepiekst – ob er sich davon erschüttern lässt, bleibt zweifelhaft.“