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Wednesday, May 26, 2010

Wie sicher ist Ihr WLAN?

Gibt es sie tatsächlich noch, jene User, die mit ihrem WLAN unverschlüsselt die Nachbarschaft bestrahlen und sich damit einem unnötigen Datenklau-Risiko aussetzen?

Wie der Wirbel um die Google-Street-View “Abhöraffäre“ zeigt, gibt es immer noch genügend ungesicherte Netze, die es unerwünschten Eindringlingen leicht machen, auf fremde Kosten zu surfen, das Netz illegal zu nutzen, oder im schlimmeren Fall sogar Daten zu klauen. Auch wer viel mit dem Laptop unterwegs ist, realisiert schnell, dass es unzählige ungesicherte Netze gibt – vor allem in Grossstädten ist es nicht schwierig, kostenlos und ungesichert im Netz zu surfen. Vor etwa dreieinhalb Jahren wurden in Deutschland immer noch etwa ein Viertel aller geschäftlichen und privaten Netze unverschlüsselt betrieben. In der Schweiz dürfte die Situation ähnlich ausgesehen haben. In der Zwischenzeit haben allerdings mehrere Gerichtsurteile klar gemacht, dass die Betreiber eines unverschlüsselten WLANs für den illegalen Gebrauch ihres Netzes durch Drittpersonen haftbar gemacht werden können. Das letzte Urteil dieser Art fällte der Deutsche Bundesgerichtshof vor wenigen Tagen.
Dabei ist es eigentlich sehr einfach, ein WLAN sicher zu machen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, und pcwelt-online hat (schon vor der Google-Affäre) einen Ratgeber-Artikel zum Thema veröffentlicht. Da wird denn auch darauf hingewiesen, dass nicht alle Verschlüsselungsmodi gleich gut sind:
“Verschlüsseln Sie Ihre Daten im Router-Menü. Hacker sehen dann nur noch Zeichensalat. Die WEP-Verschlüsselung sollten Sie aber nicht wählen - schneidet ein Hacker genügend Datenverkehr mit, kann er daraus den Verschlüsselungs-Algorithmus rekonstruieren. Wählen Sie WPA oder noch besser WPA2. In der Entscheidung sind Sie aber womöglich auch an Ihre Geräte gebunden: Wenn das alte Notebook kein WPA2 erkennt, muss eben WPA reichen - hier hilft aber oft ein Update auf dem betroffenen Gerät.“
Es ist wahrscheinlich unumgänglich, die Betriebsanleitung Ihres Routers zu Rate zu ziehen. Falls Sie mit einem veralteten Router arbeiten, kann es sogar notwendig werden, ein neues Gerät anzuschaffen, um Ihr Netz sicher zu machen.

Friday, October 16, 2009

Wi-Fi wird direkt

Nun soll auch Wi-Fi direkt kommunikationsfähig werden: Ein neuer Drahtlosstandard, über den die Wi-Fi-Allianz kürzlich informiert hat, wird es möglich machen, dass Wi-Fi-fähige Geräte direkt miteinander kommunizieren können, ohne dass dazu ein Router notwendig ist. Bluetooth kann das schon lange. Wi-Fi-Direct soll schon im nächsten Jahr erhältlich sein und wird Bluetooth sicherlich konkurrenzieren.

Es sind die ganz grossen und gewichtigen Namen der IT-Branche, die in der Wi-Fi-Allianz vertreten sind: Intel, Microsoft, Dell, Cisco, IBM und viel andere. Deshalb darf angenommen werden, dass der neue Standard sich schnell durchsetzen wird, genauso wie schon der ursprüngliche Wi-Fi-Standard, der ja inzwischen die IT-Welt beherrscht.
Wi-Fi-Direct wird es möglich machen, per Wi-Fi Daten ohne umweg über einen Router Peer-to-Peer auszutauschen. Als Verschlüsselung wird WPA2, ein weiterer verbreiteter Standard eingesetzt. Peer-to-Peer bedeutet, dass mit dem neuen Standard von PC zu PC, von der Maus zum PC, vom PC zum Drucker, vom PC zum Kopfhörer oder vom Handy zum PC kommuniziert werden kann. Nach Angaben der Wi-Fi-Allianz wird ein Wi-Fi-Direct-fähiges Gerät auch in der Lage sein, mit einem “alten“ Gerät zu kommunizieren. Zitat aus einem netzwelt.de-Artikel:
“Mithilfe des neuen Standards können Geräte Verbindung untereinander aufnehmen oder sich als Gerätegruppe zu einem Netzwerk zusammenschließen. Zudem soll jedes Gerät bei Bedarf die Funktion einer Basisstation übernehmen, andere "Wi-Fi Direct"-Geräte erkennen und diesen entsprechende Funknetz-Dienste anbieten. [...] Mit "Wi-Fi-Direct" zertifizierte Geräte sollen Übertragungsgeschwindigkeiten erreichen, wie sie heute schon über Basisstationen hergestellt werden können, teilt der Industrieverband weiter mit. Zur Frage, welche Bandbreiten die neue Hardware anbietet, gibt es noch keine verbindlichen Aussagen. Die Wi-Fi Allianz spricht aber davon, dass zertifizierte Geräte "bandbreitenhungrige Aufgaben mit Leichtigkeit" erledigen sollen...“