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Friday, March 11, 2011

Die Angst vor dem GPS-Crash

GPS, das globale Navigations-Satellitensystem der Amerikaner, hat sich in kürzester Zeit zu einem unverzichtbaren Tool zur Ortung und Zeitmessung entwickelt. Heute wird das System in unzähligen Anwendungen eingesetzt – und das beunruhigt Spezialisten, die sich mit der Verletzlichkeit des Systems auseinandergesetzt haben.

Die Umlaufbahnen der GPS-Satelliten. Eine Minute
 in der Simulation entspricht 48 Stunden Echtzeit. 
Dass man heute für weniger als 100 Franken ein durchaus brauchbares Sat-Nav-Gerät kaufen kann, mit dem das Kartenlesen dann unnötig wird, ist ja bekannt. Wenn das System mal ausfallen sollte, käme dann halt der alte Strassenatlas wieder zum Einsatz. Das wäre zwar lästig, aber längst nicht die schlimmste Auswirkung, die ein Ausfall der GPS-Signale haben würde. GPS wird aber für viel mehr Anwendungen als nur zum Auffinden von Örtlichkeiten eingesetzt, wie unter anderem bei Wikipedia nachzulesen ist:
“GPS war ursprünglich zur Positionsbestimmung und Navigation im militärischen Bereich (in Waffensystemen, Kriegsschiffen, Flugzeugen usw.) vorgesehen. […] Heute wird es jedoch vermehrt auch im zivilen Bereich genutzt: in der Seefahrt, Luftfahrt, durch Navigationssysteme im Auto, zur Positionsbestimmung und -verfolgung im ÖPNV, zur Orientierung im Outdoor-Bereich, im Vermessungswesen etc. In der Landwirtschaft wird es beim so genannten Precision Farming zur Positionsbestimmung der Maschinen auf dem Acker genutzt. Ebenso wird GPS nun auch im Leistungssport verwendet. Speziell für den Einsatz in Mobiltelefonen wurde das Assisted GPS (A-GPS) entwickelt.“
Dieses breite Einsatzfeld in Industrie und Verkehr hat die Britische Royal Academy of Engineering veranlasst, die Verletzlichkeit von GPS zu untersuchen. Das Resultat lässt aufhorchen. Unsere Gesellschaft sei möglicherweise schon viel zu abhängig von Sat-Nav-Systemen, sagt die Studie und zitiert eine EU-Untersuchung die zum Ergebnis kommt, dass heute schon sechs bis sieben Prozent des Europäischen Wirtschaftswachstums (rund 800 Milliarden Euro) von funktionierender Satellitennavigationstechnologie abhängen.
Funktionierende Alternativen sind im Kommen: Bald sollen ein Europäisches (Galileo) und ein Russisches (Glonass) System bereitstehen. 
Noch eine Bemerkung zur alltäglichen Navigation: Dass ein Ausfall des Systems zu Hunderttausenden herumirrenden Autofahrern führen könnte, ist durchaus möglich, aber glücklicherweise nicht in naher Zukunft. Wenn dann mal die native GPS-Generation am Steuer sitzt (also jene User, die mit Sat-Nav aufgewachsen sind und natürlich keine Ahnung mehr vom Kartenlesen haben), wird auch dieses Szenario durchaus wahrscheinlich. Inzwischen geniessen wir einfach mal die ungeahnten Möglichkeiten, die uns die schöne neue digitale Welt bietet; zum Beispiel die Möglichkeit, eine TomTom App aufs iPhone zu laden, so dass sich der Kauf von zusätzlicher Hardware erübrigt - und natürlich hoffen wir auch, dass die Satelliten in gut 20'000 Kilometern Höhe immer schön funktionieren... 

Saturday, April 24, 2010

Radarfallen im Weltall

Darauf habe die meisten Autofahrer gerade noch gewartet. Erdbasierte Radarüberwachung ist die Technolgie von gestern, moderne Radarfallen sind Satelliten und befinden sich im All. Dass das zu weit geht, finden nicht nur Datenschützer.

“Big Brother is watching you“ ist dank GPS und digitaler Technologie längst zur Tatsache geworden. Standorte können dank GPS-Chips in mobilen Geräten leicht ermittelt werden, und wer mit Plastikkarten zahlt oder sich an sozialen Netzwerken beteiligt, gibt oft viel mehr Informationen preis, als ihm oder ihr lieb sein kann. Auch an die Satellitenbilder aus dem All und die Strassenansicht von Google haben wir uns schon gewöhnt. Doch nun wird die Radarfalle im Weltall getestet – und all die vielen Regierungen und Behörden, die ja bekanntlich gar nicht genug Steuer- und Bussgelder bekommen können, werden die neue Methode der Überwachung sicher gerne willkommen heissen.
Wie die der Londoner “Telegraph“ berichtet, wird das neue System mit dem Namen “SpeedSpike“ in England bereits getestet und funktioniert hervorragend.
“Konkret wird zuerst die Autonummer mit einer Kamera erfasst. Die Software identifiziert das Fahrzeug und schickt dann die Daten an den Satelliten weiter. Dieser ist nun in der Lage, das Auto weiterzuverfolgen. Nicht mehr nötig ist eine zweite Messstelle. Die Satellitendaten können so interpretiert werden, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit über längere Strecken ermittelt wird.“
Abgesehen davon, dass sich einem tatsächlich ein mulmiges Gefühl einschleicht, wenn man sich immer und überall vom Himmel her beobachtet fühlen muss, bietet das System natürlich reichlich Möglichkeiten zum Missbrauch. Schliesslich können damit bestimmte Fahrzeuge über ganze Strecken verfolgt werden. Trotzdem ist anzunehmen, dass auch dieser technologische Fortschritt früher später bei uns eintreffen wird – Datenschützer hin oder her. Die Argumente dafür sind in England schon geäussert worden. Es handle sich ganz einfach “um die natürliche Evolution einer bereits existierenden Technologie“, meinte ein Sprecher des britischen Automobilverbandes. Ganz unrecht hat er damit ja nicht.

Saturday, January 2, 2010

Wo geht's hier zurück?

GPS-Gadgets werden immer billiger und kleiner. Ein Beispiel dafür ist der GPS-Schlüsselanhänger Ecco. Dabei handelt es sich um ein Navigationssystem, das dabei hilft, den Weg zurück zu finden – zurück zum Auto, auf einem grossen Parkplatz, oder zurück zum Hotel, in einer grossen Stadt.

Das Gerät ist klein, eben klein genug, um an den Schlüssel zu hängen und in die Hosentasche zu passen. Anwendungsmöglichkeiten gibt es viele, sowohl in der Stadt, als auch in der freien Natur (siehe Video). Der Ecco speichert auf Knopfdruck drei Örtlichkeiten, zu denen er den Benutzer oder die Benutzerin wieder zurück führen kann. Dabei zeigt er nicht nur die Richtung an, sondern auch die Distanz, die zurückzulegen ist. Das Gerät hat eine aufladbare Batterie, die langlebig genug sein sollte, um während ein bis zwei Wochen die GPS-Dienste des Gerätes in Anspruch zu nehmen, bevor wieder aufgeladen werden muss - am PC, per USB.
Eine Gelegenheit also für alle, die bezüglich Weihnachtsgeschenk noch etwas gut zu machen haben – oder die einfach zu oft den Weg zurück nicht finden.
Preismässig bewegt sich der GPS-Schlüsselanhänger am oberen Ende der Skala – vor allem wenn man in Betracht zieht, dass ein GPS-Chip heute nur noch ein paar Franken kostet. Der Ecco kostet immerhin 99 Dollar, wenn man ihn beim Hersteller in Kalifornien oder bei Amazon bestellt, oder 70 Pfund in England bei firebox.com.