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Tuesday, September 1, 2015

SBB SpeedyShop: 30 Minuten statt Same-Day Delivery

Einkaufen für Gestresste - oder für entspannte Pendler? Die SBB, die Migros und die Post bieten ab heute eine neue Online-Einkaufsmöglichkeit nach dem Prinzip „Click&Collect“ an, die sich speziell an Pendler richtet. Kundinnen und Kunden können unterwegs über ihr Smartphone, Tablet oder Laptop im SBB SpeedyShop aus rund 1000 Produkten der Migros aussuchen, einkaufen und diese 30 Minuten später im My Post 24-Automaten der Post im Hauptbahnhof Zürich abholen.

Auf der Anreise zum Hauptbahnhof bestellen, 30 Minuten später abholen.
Ist das nun entspannend oder stressig? Die Initianten werden in neun Monaten
entscheiden, ob das Projekt ausgebaut wird.                 Screenshot SpeedyShop
Mit dem SBB SpeedyShop kämen die drei Partner dem Kundenbedürfnis nach Zeitersparnis, Bequemlichkeit, Einfachheit und der Möglichkeit zum zeit- und ortsunabhängigen Einkaufen nach, teilen die Initianten mit. Die Kunden können die Zeit im Zug nutzen, um kurzfristig Produkte für den Alltagsbedarf - wie Lebensmittel, Haushalts-und Hygieneprodukte - online zu bestellen und diese eine halbe Stunde später bei der Zugankunft abholen. Die Bestellung läuft wie meistens im Online-Shop: Die Kunden bestellen die gewünschten Artikel online und bezahlen mit den gängigsten Kreditkarten oder mit der PostFinance Card. Die rund 1000 Produkte, vom Apfel bis zur Zahnbürste, sind zu Migros-Preisen erhältlich. Für das Abholen der Waren erhalten die Kunden per E-Mail einen QR-Code, womit die bestellte Ware 30 Minuten später im Abholfach im My Post 24-Automaten im Hauptbahnhof Zürich, im Zwischengeschoss unterhalb der grossen Halle, abgeholt werden kann. Die 30-Minuten-Lieferung ist in der Schweiz einzigartig.
Ein E-Commerce-Experte erklärt im Interview mit dem Tagi, dass vor allem die Geschwindigkeit der Bereitstellung der Artikel beeindruckend sei:
“Die Zeit zwischen Bestellung und Auslieferung ist bei solchen Konzepten ein Schlüsselfaktor. Bei diesem neuen Angebot beträgt sie nur 30 Minuten. Das ist sehr schnell und auch im internationalen Vergleich eine Bestmarke. Selbst Amazon ist noch nicht auf diesem Wert. Der Pendler kann wirklich die Zugfahrt nutzen, um die Produkte auszuwählen und zu bezahlen. Bei den gescheiterten Projekten lag diese Frist zwischen Bestellung und Auslieferung bei mehreren Stunden.“

Thursday, February 27, 2014

Digitale Dienste helfen dem stationären Handel

Digitale Services am Point of Sale liefern echte Kundenvorteile beim Kauf im stationären Handel. Aus diesem Grund werden sie von knapp der Hälfte der Befragten regelmäßig genutzt. Laut einer aktuellen Studie des ECC Köln am Institut für Handelsforschung in Zusammenarbeit mit Demandware, sind bei den Konsumenten vor allem Cross-Channel-Services wie Verfügbarkeitsabfragen beliebt. Auch das kostenfreie WLAN im Laden stösst bei 70 Prozenz der Befragten auf hohes Interesse.

Man könnte die Ergebnisse der ECC-Köln-Studie wie folgt zusammenfassen: Kunden schätzen jene digitalen Dienste, die ihnen den Einkauf im Laden erleichtern. Dazu gehören neben möglichen Verfügbarkeitsabfragen und einem Gratis-WLAN im Laden auch die Bestellung bei Nicht-Verfügbarkeit im Ladengeschäft sowie die Möglichkeit, Produkte Online zu bestellen aber im stationären Geschäft abholen zu können (Click&Collect).
Auf Spielereien ohne eindeutigen Nutzen können die Verbraucher hingegen verzichten. Konsumenten möchten digitale Dienste nämlich am liebsten über ihr eigenes Smartphone nutzen – vor allem, wenn ihnen im Ladengeschäft ein kostenfreies WLAN zur Verfügung steht.
Digitale Services helfen Händlern, den stationären Einkauf schneller und einfacher zu gestalten und so auch zukünftig in Sachen Bequemlichkeit mit dem traditionellen Online-Shop konkurrieren zu können. Mit Hilfe von digitalen Services am Point of Sale kann das Personal bei der Beratung unterstützt, das Informationsbedürfnis der Konsumenten befriedigt und der stationäre Einkauf schneller und bequemer abgewickelt werden. Gleichzeitig wird die Integration der Verkaufskanäle möglich.

Nicht zu übersehen ist ein weiteres wichtiges Ergebnis der Studie: Digitalisierung ersetzt die Kundenberatung nicht. Drei von fünf Konsumenten sind der Ansicht, dass „die tollsten digitalen Services nichts nützen, wenn die Beratung im Geschäft schlecht ist.“