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Friday, November 30, 2012

Auffüllen statt wegwerfen

 Glas, Aluminium, Batterien und Papier sind Recyclingklassiker mit Rekordwerten. Und wo bleiben die Patronen von Tintenstrahldruckern? Leider viel zu oft im Abfall, wie die rund 12 Millionen Druckerpatronen beweisen, die in der Schweiz jedes Jahr "entsorgt" werden. Die Hersteller scheint‘s wenig zu kümmern.

Zwischen 300 und 400 Tonnen Abfall verursachen Anwender mit ihren verbrauchten Druckerpatronen jährlich. Während selbst Spitzenmodelle von Tintenstrahldruckern heute zu verführerischen Tiefstpreisen angeboten werden, wird eine Wiederverwendung von vielen Herstellern nicht vorgesehen. Schlimmer noch: Einige Hersteller versehen ihre Geräte mit einem elektronischen Schutz, der die Verwendung von wiedergefüllten Patronen verhindert. Als Kunde ist man aus diesen Gründen gezwungen, Originalprodukte einzusetzen und dafür in vielen Fällen fast gleich viel zu bezahlen wie für den Drucker.
Weil leere Tintenpatronen teilweise mit Steuerelektronik ausgestattet sind, wandern mit den leeren Behältern auch viele wertvolle Rohstoffe in den Müll. In Zeiten wachsenden Umweltbewusstseins und knapper werdender Ressourcen ist das so ziemlich unverantwortlich. Schliesslich gibt es längst alternative Lösungen.
Patronen für Tintenstrahldrucker sind eigentliche "Mehrweg"-Gebinde und können heute bis zu  zehnmal professionell gereinigt, gefüllt und wieder verwendet werden. Unter Laborbedingungen werden die eingegangenen leeren Patronen erst einmal auf ihre Funktionstüchtigkeit und Wiederverwendbarkeit überprüft. Nach der Füllung an Spezialgeräten wird in einem erneuten Test kontrolliert, ob die Patrone einwandfrei druckt. Die Idee, hochentwickelte Tintenpatronen wieder zu verwenden, wurde von der Firma Thinkshop in Basel - zusammen mit der Schweizerischen Post - zu einem umweltfreundlichen Service ausgebaut. Eine Initiative, die nicht nur umweltfreundlich ist, sondern auch als Geschäftsidee Sinn macht.
Der Kunde schickt seine leeren Patronen in dafür vorgesehenen, vorfrankierten Versandtaschen an Thinkshop. Nur wenige Tage später liegen die wiederverwendbaren Ersatzpatronen im Briefkasten. Dieser sinnvolle Kreislauf vermeidet beträchtliche Abfallmengen, und die Tintenpatronen kosten gleichzeitig bis zu 50 Prozent weniger als die Originalprodukte. Der Clou: Einige Recycling-Patronen weisen eine bis zu dreimal höhere Füllmenge auf und können entsprechend länger benutzt werden!

Sunday, February 14, 2010

Was so alles im PC (und im Handy) drin ist

Ohne seltene Rohstoffe würden unsere digitalen Maschinen nicht funktionieren. Tantal, Gallium und Molybdän sind nur drei der Stoffe, die Mikrochips schneller machen und überhaupt zum Funktionieren bringen. Vorläufig gibt es noch genug dieser seltenen Erden, die allermeisten Vorkommen liegen aber in China. Eine Verknappung ist absehbar.

Sie werden auch Gewürzmetalle genannt, diese raren Stoffe, die schon seit Millionen von Jahren in der Erde liegen, im digitalen Zeitalter aber plötzlich extrem gefragt sind. Jeder Computerchip enthält heute Spuren von bis zu 70 verschiedenen Metallen. Selbstverständlich fragt sich die Industrie, wie es um die langfristige Verfügbarkeit dieser Stoffe steht. Das Handelsblatt hat dazu eine Story publiziert:
“Die bislang bekannten Vorkommen liegen zu 95 Prozent in der Volksrepublik China. Seit 2001 beträgt Chinas Anteil an der weltweiten Bergbauförderung der seltenen Erden über 90 Prozent, die Preise werden direkt zwischen Anbieter und Nachfrager ausgehandelt. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach den Metallen […] Die USA haben auf die neue Marktsituation bereits reagiert und bereiten derzeit eine bislang als unrentabel geltende Mine für seltene Erden im kalifornischen Mountain Pass für den Abbau vor.“
Der Artikel kommt zum Schluss, dass sich die Versorgung mit seltenen Metallen in Zukunft zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor entwickeln wird. Ein Grund für eine absehbare Verknappung: Das Recycling dieser Stoffe ist bis heute so gut wie unmöglich.