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Sunday, July 28, 2019

Flüge buchen im "grössten Bazaar der Welt"

Klimaschutz, Klimademos und Greta hin oder her: Die Schweizer fliegen wie verrückt - am liebsten billig. Tatsächlich sind sie noch nie so häufig mit dem Flugzeug verreist, wie jetzt. Deshalb ist auch das ganze Internet voller mehr oder weniger guter Tipps, wie man am besten und günstigsten Flüge buchen kann.

Eine Momentaufnahme des Himmels über der Schweiz und Europa am Sonntag,
28. Juli um 20 Uhr 50. Tatsächlich fliegen zu jeder Zeit weltweit etwa 600'000
bis 700'000 Menschen mit dem Flugzeug irgendwohin.     Screenshot flightradar 
“2019 ist das Jahr, in dem junge Menschen nicht Open Airs, sondern Klimafestivals besuchen, in dem Schüler fürs Klima die Schule schwänzen, Eltern sich am Familientisch rechtfertigen müssen, warum sie Fleisch essen, und Gymnasiasten ihre Matura-Reise mit dem Nachtzug antreten…“

Das schreibt die Sonntagszeitung am Anfang eines Artikels, in dem es nicht etwa ums Klima geht, sondern ums Reisen. Die Zeitung hat dazu eine Umfrage durchgeführt, und das das Resultat ist natürlich wieder einmal ernüchternd, vor allem für jene Zeitgenossen, die jeden Medienhype für bare Münze nehmen:
“Auch in der Schweiz waren es Schüler und Jugendliche, welche die Klimastreiks angestossen haben – doch ausgerechnet diese Generation verhält sich beim Reisen am wenigsten umweltfreundlich.“

Die Jungen sind aber natürlich nicht die Einzigen, die sich nicht klimakorrekt verhalten. Auch Beamte sind ganz spezifische Sünder, wie ebenfalls der Tagi weiss:
“In der zivilen Bundesverwaltung stieg die Zahl der Flüge in den letzten sieben Jahren von 21'200 auf 29'700, wie das Bundesamt für Energie (BFE) mitteilt. Das entspricht einem Plus von rund 40 Prozent.“
Und genau weil Fliegen so populär ist, möchten wir an dieser Stelle hilfeleisten, was das Buchen von Tickets im Internet betrifft. Eines gleich zum Anfang: Die beste Übersicht, was Destinationen und Preismöglichkeiten betrifft, bietet Google mit seiner “Flight“ Dienstleistung. Wer bei Google seinen Abflugort eingibt, kann die Preisspanne, die Destination und das Reisedatum anpassen, damit die günstigsten Angebote ersichtlich werden. Das Google Angebot lässt Sie auf der Website so richtig in die Reise-Vorfreude eintauchen. Vor allem wenn die Destination noch nicht feststeht, kann man hier stundenlang Flüge planen.
Das Google schon seit Jahren erfolgreich mit Flugbuchungen Erfolg hat, verwundert nicht. Der Markt für Flugtickets sei der grösste Bazar der Welt, schreibt die Handelszeitung:
“Per Yield- oder Revenue-Management steuern die Airlines Kapazitäten und Preise so, dass für sie die höchstmögliche Rendite herausschaut. Mit dem Effekt, dass eine längere Strecke plötzlich einmal billiger ist als eine kurze. Oder ein Umsteigeflug, der von den Kosten her teurer sein müsste, unter dem Preis eines Direktflugs liegt.“
Die Handelszeitung prüft im gleichen Artikel einige Mythen, was das Buchen im Internet betrifft. Zum Beispiel bestättigt sie, dass früh buchen günstiger ist, Umsteigeflüge und Abreisen im Ausland ebenfalls. Nicht bestätigen konnten die Autoren, dass man für bessere Preise anonym surfen sollte. Allerdings sind sie sich nicht sicher:
“Wer einen bestimmten Flug mehrmals abfragt, signalisiert der Airline einen dringenden Wunsch. Und tut gut daran, im Inkognito-Modus zu surfen oder – besser noch – den Browser zu wechseln.“

Guten Flug allerseits!

Monday, January 11, 2010

Nur nicht fliegen ist schöner


Schon bevor Unterhosenbomber und Ganzkörper-Scanner das Reisen noch etwas mühsamer machten, gab es genügend Gründe dafür, Flugreisen nicht mehr als uneingeschränktes Vergnügen anzusehen. Die Folge: Videokonferenzen gewinnen immer mehr Anhänger. Mit dem neuen 787 Dreamliner will nun aber Boeing Fliegen wieder attraktiver machen.

Fliegen war einmal etwas Aufregendes, gar Romantisches. Dann kamen Flugzeugentführungen, Terroranschläge, verschärfte Sicherheitsbestimmungen, teurer Treibstoff und teurere Flugtickets. Die Schlangen in den Flughäfen werden immer länger, die Sitzreihen in den Jets immer enger, und die Laune der Fliegenden immer schlechter. All diese Faktoren haben dazu geführt, dass sich die Flugindustrie heute in einer Krise befindet, deren Ende noch nicht abzusehen ist. Dafür verzichten immer mehr Geschäftsleute ganz auf den Trip, und treffen sich mit den Verhandlungspartnern auf virtueller Ebene, per digitale Kommunikation. Diese Art der Kommunikation wird nämlich dank leistungsfähiger Netze und PCs immer günstiger und einfacher.
Der amerikanische Flugzeughersteller Boeing hofft nun aber, mit dem sogenannten 787 Dreamliner das Fliegen wieder attraktiver zu machen. Das Flugzeug, von dem die ersten Exemplare gegen Ende Jahr ausgeliefert werden sollen, wird so sparsam sein, dass die Fluggesellschaften deswegen sogar ihre Routen ändern, sprich verlängern können. Aus Verbundstoffen gebaut und deshalb nicht korrosionsanfällig, ermöglicht die 787 mehr Komfort für die Passagiere: einen erhöhten Innendruck, zum Beispiel und eine höhere Luftfeuchtigkeit. Natürlich sind auch die Motoren wirtschaftlicher und leiser. Das Eindrücklichste am neuen Jet sei aber, wie einem ausführlichen Artikel im Wired-Magazine zu entnehmen ist, das total neuartige Design, das unter anderem den Eindruck von mehr Raum vermitteln soll. Dazu gehört auch die Beleuchtung im neuen Flieger:
“The light is fairly standard during boarding and while cruising. During meals it is adjusted to warmer tones. Once you're done eating and want to tilt the seat back and relax, the cabin can be bathed in a relaxing lavender hue. When it's time to sleep, the lights are turned way down. But it's how the crew wakes you that's the best part of the Dreamliner's lighting. Instead of flicking the lights on and flooding the cabin in light, the cabin will brighten slowly, with the light transitioning from the purples and oranges of a sunrise to yellows, and eventually white against a blue sky. Boeing's thought is mimicking the light schedule of your destination, some of the dreaded jet lag can be alleviated.
Gone is that dreaded moment when, after you finally fall asleep, that passenger in the window seat raises the shade to make sure the Pacific Ocean is still there and fills the cabin with sunlight. The windows of the 787 don't have shades. They use an electrochromic dimmable system. You can let in all the light you want -- or none at all -- at the flick of a switch. Of course, the crew has a master switch, so when it's time to sleep, that guy in the window seat can only get just enough light to confirm the Pacific hasn't gone anywhere without bothering everybody else...”