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Thursday, August 2, 2018

Angst vor dem Fliegen? Nur wenn Laptops mitreisen

Es ist Reisezeit, und es fliegen so viele Menschen wie nie zuvor mit Flugzeugen an ihre Ferienziele. Oft fliegen auch elektronische Geräte mit, und diese haben in den meisten Fällen einen Lithium-Ionen-Akku eingebaut. Und genau da liegt das Problem. Gerade jetzt wird wieder vor Laptops im Gepäck gewarnt.

Wir sind gewarnt: Lithium-Akkus im Flugzeug sind gefährlich.
                                                                                              Bild Aircargonews
Es ist ungefähr ein Jahr her, dass verschiedene Vorfälle mit brennenden Geräten in Flugzeugen für spektakuläre Videos und Schlagzeilen gesorgt haben. Eine der Folgen: Die USA, wo Laptops im Handgepäck schon auf verschiedenen Flugrouten verboten waren, wollten solche Geräte auch im Reisegepäck verbieten und lassen nicht mehr zu, dass Lithium-Akkus in Menge per Passagierflugzeug transportiert werden. Gründe für solche Vorsichtsmassnahmen gibt es genug:
“Bei insgesamt zehn Tests wurden Laptop-Akkus in einem Koffer mit einem Heizstrahler erwärmt. Einmal wurde eine Dose Trockenshampoo am Laptop angebracht, wobei es in kürzester Zeit zu einem Feuer und nach 40 Sekunden zu einer Explosion kam. Auch bei Tests mit Flüssigkeiten wie Desinfektionsmitteln und Nagellackentfernern wurden Brände ausgelöst. Die US-Behörde steht mit der Empfehlung nicht allein da. Auch der Flugzeughersteller Airbus und die europäische Agentur für Flugsicherheit unterstützen die Bestrebungen. In den nächsten Tagen soll im kanadischen Montreal entschieden werden, ob die Regelung in Kraft tritt.“
Die angekündigte Konferenz fand statt - geschehen ist bis jetzt nichts - weder vorschrifts- noch unfallmässig. Nun sind wieder beunruhigende Testergebnisse der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA veröffentlicht worden. Diese bestätigen die Ergebnisse früherer Studien. Ein einziger persönlicher Laptop in einem Gepäckstück im Gepäckraum eines Flugzeugs könne gemäss FAA ein zu einer Katastrophe führen, weil das Anti-Brandsystem der Flugzeuge nicht in der Lage wäre, ein Akku-Feuer zu unterdrücken, wenn andere Materialien, zum Beispiel Kosmetika, die sich gemeinhin in einem Koffer befinden, auch zu brennen beginnen.
Wie die Wirtschaftsagentur Bloomberg berichtet, sei man bis jetzt davon ausgegangen, dass ein Akku-Feuer von den eingebauten Brandunterdrückungssystemen gelöscht werden könnte. Die neuen Untersuchungen hätten diese Schlussfolgerung ungültig gemacht.

Trotz dieser Ergebnisse sieht es nicht so aus, als ob das Mitbringen von Geräten auf Flügen bald verboten wird - wohl weil das für alle Beteiligten zu unpraktisch wäre. Immerhin hat uns aber ein Leser darauf aufmerksam gemacht, dass Akkus durchaus brandsicher transportiert werden können - in entsprechender Verpackung.  

Monday, April 13, 2015

Wenn die Drohne zweimal klingelt

Die automatisierte Zukunft ist gerade wieder einen Schritt näher gerückt und ein weiteres Kapitel Science Fiction scheint wahr zu werden: Amazon hat letzte Woche in den USA die Bewilligung dafür bekommen, Pakete mit Drohnen an Kunden auszuliefern. Die Testflüge sind allerdings immer noch massiven Einschränkungen unterstellt.

Eine Amazon-Paketdrohne in Aktion. Tests mit den Vehikeln wurden letzte
Woche in den USA bewilligt.                                                             Bild Amazon
Es war nicht ganz einfach für Amazon, die Bewilligung der Federal Aviation Administration (FAA) für die Tests der Paketdrohnen zu bekommen. Es sieht aber so aus, als ob die FAA eingelenkt hat, nachdem Amazon begann, derartige Versuche in Kanada durchzuführen und sich auch in England darauf vorbereitete. Der E-Commerce-Riese darf jetzt seine Lieferdrohnen in den USA testen, sofern sie nicht höher als 120 Meter über Grund und nicht schneller als 180 Kilometer fliegen.
Die FAA teilte mit, dass die Erteilung der Bewilligung für diese Tests unumgänglich gewesen sei, um sicherzustellen, dass die Evolution der Auslieferung von Paketen als erstes in den USA vorangehe.
Wired Magazin hält in einem Bericht zum Thema fest, dass die Test-Einschränkungen die Lieferung von Paketen mit Drohnen vorläufig massiv behindern werde:
“Die von der FAA vorgeschlagenen Vorschriften, einschließlich der Erfordernis, dass der Betreiber der Drohne diese immer im Sichtfeld hat, sind während der Testphase noch kein Problem für Amazon. Wenn aber diese Vorschrift mit der Zeit nicht geändert würde, wäre das ein Problem. Genauso wie das Verbot, die Amazon-Drohnen über dichtbesiedelte Gegenden fliegen zu lassen. Mit anderen Worten: Die aktuellen Drohnentests sind eine stark eingeschränkte Version dessen, was Amazon am Ende mit seinem Prime-Air-Projekt verwirklichen will.“ (Übersetzt durch die Redaktion).
Wir gehen davon aus, dass Amazon sein Drohnenprojekt in relativ kurzer Zeit verwirklichen wird. Zumindest jene Kunden, die nicht allzu weit von einem Verteilzentrum entfernt sind, werden dann in den Genuss von Drohnenlieferungen kommen – wenn die Drohne dann zweimal klingeln sollte, wird das wohl nicht an der Haustür sondern auf dem Smartphone sein.