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Tuesday, October 21, 2014

Ein Speichermedium für 1000 Jahre

Die weltweite Datenmenge verdoppelt sich gegenwärtig alle zwei Jahre – kein Wunder: So gut wie alles wird digitalisiert, durchs Internet versandt, gespeichert. Hier liegt das Problem. Speichermedien waren und sind vergänglich. Früher waren es Papiere oder Bücher, die nach Jahrhunderten nicht mehr lesbar waren. Heute sind es digitale Medien wie Magnetspeicherplatten oder DVDs, die teilweise schon nach wenigen Jahren unbrauchbar werden.  Die sogenannte M-Disc will hier einen Ausweg für Firmen sowie private Anwender schaffen.

Speicher-Disks für 1000 Jahre verspricht Millenniata und verkauft diese bereits
auf  ihrer Website.                                                                          Screengrab mdisc.com
Dass wir manchmal fast ertrinken im Datenmeer ist wohl unumstritten; die Datenmengen die weltweit fliessen sind tatsächlich beeindruckend, wie Welt-Redakteur Thomas Jüngling erklärt:
“Im menschlichen Gehirn ist reichlich Platz für Daten. Würde man es mit Werten für die digitale Speichermenge ausdrücken, passen dort geschätzte 2,5 Petabytes hinein. Ein Petabyte ist eine Eins mit 15 Nullen.
So viel ist es aber dann auch nicht; schon Blizzard Entertainment braucht etwa diese Menge, um sein Onlinespiel "World of Warcraft" am Laufen zu halten. Ganz zu schweigen von den Datenmengen, die durch das Internet rauschen oder auf Speichern weltweit lagern. Da wird dann mit Zahlenwerten jongliert, die kaum noch jemand kennt: mit Exa-, Zetta- oder gar Yottabytes. Ein Exabyte entspricht einer Milliarde Gigabytes, Zettabytes sind 1000 Exabytes und Yottabytes entsprechen einer Million Exabytes…“
Privat jongliert wohl kaum jemand mit Zetta-, Exa- und Yottabytes. Trotzdem kommt es für viele Anwender überraschend, wie kurzlebig digitale Speicher sind. Wer seine Musik oder seine Bilder auf einer DVD speichert, muss damit rechnen, dass die Daten schon nach wenigen Jahren, sicher aber Jahrzehnten, nicht mehr lesbar sind. Zwar geben die Hersteller Haltbarkeitsfristen von bis zu hundert Jahren an, das gilt aber nur, wenn das Medium unter perfekten Bedingungen gelagert wird.
Hier will nun die sogenannte M-Disc von Millenniata in die Lücke springen, wie die Firma mitteilt:
“Millenniatas beschreibbare M-Disc verwendet eine Schicht eines patentierten, steinartigen anorganischen Materials, was bedeutet, dass die archivfähigen M-Disc-DVDs und Blu-ray-Discs so gut wie unempfindlich auf Umwelteinflüsse sind – ganz anders als gewöhnliche Blu-rays oder DVDs. Der Gebrauch dieses steinartigen Materials bedeutet, dass es fast unmöglich ist, dass die auf einer M-Disc BD-R oder DVD-Platte gespeicherten Daten verloren gehen.
Tatsächlich hat sich Millenniatas patentierte M-Disc-Technik in standardmäßigen Langzeittests gemäß ISO/IEC 10995/16963 bewährt und ist die einzige Speicherlösung, die den anspruchsvollen Tests des US-Verteidigungsministeriums standgehalten hat. Laut Millenniatas umfassenden Labortests haben M-Discs eine Nutzungszeit von bis zu 1000 Jahren.“
Millenniata verkauft die Discs bereits per Internet zu durchaus günstigen Preisen. Ausserdem ist das Unternehmen eine Partnerschaft mit dem Speichermedienhersteller Verbatim eingegangen, der die M-Disc weltweit vertreiben wird - für all jene Menschen und Unternehmen, die davon ausgehen, dass ihre Daten auch in 1000 Jahren noch massgebend sein werden…



Tuesday, July 13, 2010

Schnell genug, scharf genug!

Eine Meldung aus Deutschland lässt aufhorchen: Gemäss einer neuen Studie sind die meisten Internet-User ganz zufrieden mit der Geschwindigkeit, mit der sie Daten von und zu ihrem PC transportieren können. Grössere Bandbreiten sind demzufolge kein echtes Bedürfnis mehr. DSL reicht den meisten Surfern – genauso wie die gute alte DVD den meisten Filmfans gut genug ist, obwohl es längst viel schärfere Scheiben gibt.

Wir Technik-Fans sind da natürlich ganz anders. Je schneller die Leitung und je schärfer das Bild, desto besser. Aber beim durchschnittlichen Publikum scheint sich diese Einstellung, die den Elektronikfirmen immerwährendes Wachstum garantieren würde, in Grenzen zu halten. Blu-ray, das Videoformat, das die DVDs ablösen sollte, ist ein Beispiel dafür. Zwar bietet es klar bessere Bilder, aber den allermeisten Konsumenten sind DVDs gut genug – umsomehr als man heute Abspielgeräte kaufen kann, die auch eine DVD auf Fast-High-Definition hochrechnen. Ausserdem ist die DVD-Technologie immer noch billiger. Ein Anzeichen dafür, dass Blu-ray nicht eine Technologie ist, die jeder sofort haben will, zeigt übrigens die Tatsache, dass im letzten Jahr nur gut 3 Prozent aller ausgelieferten PCs ein Blu-ray Laufwerk aufwiesen.
Nun machen auch die Anbieter von dicken Internetleitungen ähnliche Erfahrungen, wie die Blu-ray-Verkäufer. Wie eine Infas-Studie zeigt, sind zum Beispiel in Deutschland gerade mal 5 Prozent aller Haushalte potentiell an VDSL, einem dreimal schnelleren DSL-Service interessiert. Zitat:
“Kaum ein Internet-Surfer benötigt für seine gegenwärtigen Online-Aktivitäten Bandbreiten, die über klassisches DSL hinausgehen. Während die Jüngeren vor allem Chatten – 56 Prozent der unter 20-Jährigen machen das täglich (unter allen Surfern nur jeder Zehnte), nutzen die Älteren das Netz primär zum Mailen und Informieren. Diese und andere regelmäßig genutzten Online-Anwendungen (z.B. Social-Media, Shoppen, Onlinebanking) erfordern nur geringe Verbindungsgeschwindigkeiten. Lediglich neun Prozent laden hingegen regelmäßig größere Dateien (z.B. Filme oder Musik) aus dem Internet, eine Anwendung, für die eine schnelle VDSL-Verbindung sinnvoll erscheint. Bisher fehlen weitere Online-Anwendungen, die die High-Speed-Anbindung erfordern und für große Teile der Surfer attraktiv sind.“
In der Schweiz steht das superschnelle Internet gemäss Swisscable bereits in 300 Ortschaften zur Verfügung und es wird an einer Glasfaserinfrastruktur gebaut, die auch das Internet per Telefonleitung viel schneller machen wird.