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Monday, March 2, 2015

Aufladen - so ganz nebenbei

Der Akku ist die schwache Stelle unserer mobilen Geräte, und deshalb gibt es unzählige Initiativen und Projekte, die sich damit befassen, die Lebensdauer von Akkus und Batterien zu verlängern. Bislang ist allerdings der grosse Durchbruch ausgeblieben und es bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Geräte bei jeder Gelegenheit aufzuladen. Der Möbelhersteller Ikea kommt nun mit einer neuen Möbellinie auf den Markt, die das Problem ganz anders angeht: hier wird so ganz nebenbei und ohne Kabel aufgeladen.

Ikea-Möbel zum kabellosen Laden: Dafür hat jetzt auch der Nachttisch
ein kabel...                                                                           Bild Ikea
Ikea bietet ab dem 15. April 2015 Tische und Lampen an, bei denen eine kabellose Ladefunktion für Smartphones und Tablets integriert ist. Diese eingebauten kabellosen Ladestationen sind laut Ikea Pressemitteilung “Teil eines langfristigen Engagements, das in Zukunft weitere innovative Lösungen bringen soll“.
Aus Untersuchungen und Besuchen bei Menschen zu Hause wisse man, dass Kabelsalat unbeliebt sei, teilt Ikea mit. Genauso unbeliebt, wie leere Akkus, weil das richtige Ladegerät gerade nicht zur Hand sei.
Die Technologie, die für die Ikea-Ladestationen verwendet wird,  geht auf die Zusammenarbeit mit dem globalen Zertifizierungsstandard Qi zurück. Qi bietet eine Zertifizierung durch eine unabhängige Drittpartei für Produkte mit kabelloser Ladefunktion an. Da zum heutigen Zeitpunkt noch nicht alle Smartphone-Modelle über den Qi-Standard verfügen, wird Ikea zusätzlich Ladeschalen anbieten. Die neue Design-Kollektion, bei der Tische und Lampen in Ladestationen verwandelt werden, wurde von Designern wie dem Schweden David Wahl entworfen.

Die Ikea-Ladestationen, eingebaut in ganz normale Möbel des täglichen Gebrauchs, werden wahrscheinlich Schule machen. Wir können uns vorstellen, dass diese Einrichtung zum Beispiel bei Büromöbeln zum Quasi-Standard werden wird. Ikea ist allerdings nicht die erste Firma, die entsprechende Produkte anbietet.
Einen möglichen Nachteil haben die eingebauten Ladestationen allerdings: Sie geben elektromagnetische Strahlung ab - die Energie muss ja transportiert werden - aber nur in geringer Reichweite und nur, wenn gerade ein Gerät aufgeladen wird.
Wer sich keine neue Möbel kaufen will, aber trotzdem per Möbelstück aufladen möchte, kann seine bestehende Einrichtung nachrüsten. Die Anleitung dazu findet man hier.



Friday, May 11, 2012

Google - bald immer und überall

Google Maps ist für viele Anwender schon lange ein unverzichtbares Tool um Adressen ausfindig zu machen, Routen zu planen und Reisezeiten auszurechnen. Nun geht Google einen Schritt weiter: In Zukunft will man auch im Innern von Gebäuden den Weg weisen – und dazu noch sehr gezielte Werbung verkaufen. In den USA und Japan funktioniert es schon.

Google offeriert den neuen Service im letzten Google-Maps-Update für Android (6.7). Die Idee, die dahinter steckt, ist höchst einfach: “Ab sofort hilft Google Maps nicht mehr dabei, den Weg zu einer Eingangstür zu finden, sondern hilft auch hinter dieser Türe“, schreibt Benjamin Grol von Google in seinem Blog. Vor allem Flughäfen, U-Bahnstationen und Einkaufzentren bieten sich für diesen Service an. Laut Fox News funktioniert der Dienst zum Beispiel bereits in zwei Dutzend U-Bahnstationen in Boston – neben Ein- und Ausgängen werden vor allem Treppen, Rolltreppen und Lifte angezeigt.
Doch Google hat mit diesem neuen Service wohl mehr im Sinn, als nur zu helfen. Viel mehr demonstriert Google die Evolution im Mobile-Commerce-Sektor.
Vor allem in Shopping Centers, kann der neue Dienst nämlich mit weiteren Angeboten verknüpft werden – zum Beispiel mit Google Business Photos. So findet der potentielle Kunde dann nicht nur den Weg zu einem Laden oder einem Restaurant, sondern kann vorher auch  ein Panoramabild vom Innern des betreffenden Geschäfts anschauen.  In den USA werden die User von Google Maps 6.7 dann auch noch digitale Spezialangebote, Coupons zum Beispiel, für bestimmte Geschäfte erhalten, die sie sich auf der Karte angeschaut haben. Laut Google Sprecher Eric Rosenbloom will das Unternehmen in Zukunft auf weiteren Benutzeroberflächen auf Businessangebote hinweisen, die in der Nähe zur Verfügung stehen.
Um auf die Navigation in grossen Läden zurückzukommen: Google hat schon vor ein paar Monaten am Beispiel von Ikea gezeigt, wie es funktioniert (siehe untenstehendes Video).