Tuesday, February 21, 2023

Wer will, kann für Social Media bezahlen

Meta hat angekündigt, ein monatliches Abonnement für seine Facebook- und Instagram-Plattformen einzuführen (vorerst in Australien und Neuseeland).

Der blaue Haken hat sich zum Symbol für Social-Media-Verifikation entwickelt.
Bild Wikimedia Commons
Meta Verified soll Konten schützen und sicherstellen, dass der Kontoinhaber derjenige ist, der er vorgibt zu sein. Ausserdem verspricht Meta mehr Kundensupport und eine bessere Reichweite für bezahlende Mitglieder. Wer sich anmeldet, erhält ein verifiziertes Zeichen auf dem Konto, muss aber seine Identität mit einem amtlichen Ausweis nachweisen. Meta will etwas mehr als 10 Euro pro Monat für die Verifikation. Der Grund für die Initiative von Meta ist ziemlich offensichtlich; die Umsätze sinken, der Geldfluss muss stabilisiert werden:

«Der Umsatz von Meta war im vergangenen Quartal um vier Prozent gesunken. Neben der allgemeinen Abkühlung des Onlinewerbemarktes machen Facebook und Instagram auch weiterhin Apples Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre auf dem iPhone zu schaffen. App-Entwickler müssen Nutzer ausdrücklich um Erlaubnis fragen, wenn sie zur Personalisierung der Werbung ihr Verhalten quer über verschiedene Anwendungen und Dienste nachverfolgen wollen. Da viele dies ablehnten, gerieten Onlinewerbemodelle durcheinander…» (spiegel.de)

Auch Twitter unter Elon Musk versucht mit Abonnements mehr Einnahmen zu generieren. Wer zahlt (in Europa acht Euro pro Monat) bekommt eine blaue Verifikations-Check-Mark und die Möglichkeit, längere Videos zu tweeten. 

Sunday, February 12, 2023

 Es konnte ja nicht ewig so weitergehen, schliesslich sind es ja gerade die Amerikaner, die wissen: «There is no such thing as a free lunch». So hat nun also der Streaming-Service Netflix begonnen, für jene Accounts Rechnung zu stellen, die sich ganz einfach einem bezahlten Account angehängt haben. Das sind immerhin rund 100 Millionen Haushalte.

Netflix hat mehr als 230 Millionen bezahlende Abonnenten weltweit.
Screengrab netflix,com 
Das Streaming-Angebot ist in den letzten Jahren enorm gewachsen – und damit auch die Konkurrenz für den Streaming-Platzhirsch Netflix. Der reiche Geldsegen, den die Millionen von Abonnenten in die Kassen des Pioniers gespült haben, ist nicht mehr so reich wie früher, und die Netflix-Aktien sind signifikant billiger geworden. So verwundert es nicht, dass Netflix versucht, die Millionen von Gratiszuschauern zur Kasse zu bitten.

Der Streaming-Riese testet derzeit eine Sperre für die gemeinsame Nutzung von Netflix-Konten in Chile, Peru und Costa Rica und will diese Sperre in Zukunft global einführen. Auf der anderen Seite bietet Netflix den Konteninhabern die Möglichkeit, für zusätzliche Nutzer zu bezahlen. In Europa wird das Angebot vorerst in Spanien und Portugal eingeführt:

«Kunden mit sogenannten Standard- und Premium-Accounts sollen für bis zu zwei weitere Personen bezahlen können, die nicht mit ihnen unter einem Dach wohnen. Offiziell dürfen die Zugänge zum Dienst bisher nur innerhalb des eigenen Haushalts geteilt werden (was Netflix jedoch über Jahre nicht ansatzweise kontrolliert hat). Mit dem Start in Portugal und Spanien zeichnet sich ab, dass die Preise für die Abo-Erweiterung in verschiedenen europäischen Ländern unterschiedlich sein werden. In Portugal sind es 3,99 Euro im Monat pro hinzugefügter Person, in Spanien 5,99 Euro. Jenseits von Europa gilt die neue Regelung ab sofort auch in Neuseeland und Kanada.» (spiegel.de)

Die neue Regelung soll gemäss Netflix in den kommenden Monaten in weiteren europäischen Ländern eingeführt werden.

Wednesday, February 8, 2023

Bing mit KI: ChatGTP soll Google konkurrenzieren

Microsoft hat eine neue Version der Suchmaschine Bing angekündigt, in der eine grosse Portion Künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Es ist die ChatGPT-Technologie von OpenAI, die seit ihrer Einführung im vergangenen Jahr für Aufsehen sorgt.

Wer hätte das gedacht - eine Warteliste für Bing.
Screengrab Bing.com
Bing antwortet jetzt auf Suchanfragen mit detaillierteren Antworten - nicht nur mit Links zu Websites. Im Gegensatz zu ChatGPT, das nicht in der Lage war, Fragen zu aktuellen Ereignissen zu beantworten, verwendet das aktualisierte Bing die neusten Quellen. Es wird Zugang zu den neuesten Informationen haben. Es wird auch in der Lage sein, Links zur Verfügung zu stellen, um zu zeigen, woher die Antworten kommen, eine Funktion, die nicht Teil von ChatGPT war.
Dieser Schritt von Microsoft ist die bei weitem grösste Bedrohung für Googles Dominanz bei der Websuche - und markiert den Beginn eines KI-Wettrüstens zwischen den Unternehmen. 
Die Nutzer können auch mit dem Bot chatten, um ihre Suchanfragen besser anzupassen. 

Die neue Bing-Suchmaschine soll ab sofort verfügbar sein - mit einer begrenzten Anzahl von Suchanfragen für jede Person. Wer das neue Bing benutzen will, muss sich eine Warteliste setzen und seine PC-Standardeinstellungen auf Microsoft einstellen. Die neue KI-Bing-App kann dann mittels QR-Code installiert werden.  In den kommenden Wochen werde man die Vorschau auf Millionen von Nutzern ausweiten, schreibt Microsoft. 

Techcrunch.com kommentiert: «Microsoft hat offensichtlich eine sehr enge Beziehung zu OpenAI. Nach der anfänglichen Investition in Höhe von 1 Milliarde US-Dollar hat das Unternehmen kürzlich angekündigt, dass es noch mehr investieren und seine Partnerschaft mit OpenAI ausbauen würde, was wiederum zur heutigen Ankündigung führte. Obwohl Bing schon immer eine kompetente Suchmaschine war (und wohl besser, als die meisten Leute ihr je zugetraut haben), konnte sie sich nie wirklich im Mainstream durchsetzen. Sie war immer gut genug, aber das für die Nutzer nicht genug, zu wechseln. ChatGPT könnte nun dieser Grund sein - zumindest bis auch Google seine Konkurrenz-App einem breiteren Publikum vorstellt.»

Monday, February 6, 2023

Die Tech Branche streicht sich zusammen

Nun hat es auch den Computerhersteller Dell erwischt: Das Unternehmen will wegen der rückläufigen PC-Nachfrage 6650 Mitarbeiter entlassen. Das sind rund fünf Prozent der weltweiten Belegschaft. Man sei mit schwierigen Marktbedingungen und einer ungewissen Zukunft konfrontiert, und die bisherigen Kostensenkungsmassnahmen seien nicht genug, gab COO Jeff Clarke in einem Memo bekannt. Dell hat während der Pandemie sehr gute Geschäfte gemacht. Unzählige Schüler und Angestellte mussten mit PC ausgerüstet werden, damit sie ihre Aufgaben zuhause erledigen konnten. Noch im ersten Quartal 2021 wurden rund 70 Millionen Laptops und Desktops ausgeliefert. Seitdem ist jedoch ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen - die Mitarbeiter sind zum grössten Teil wieder im Büro und die Schüler wieder in der Schule.
Den Daten von IDC zufolge hat Dell im letzten Jahr im Vergleich zu seinen wichtigsten Konkurrenten den größten Rückgang bei den Auslieferungen zu verzeichnen. Dell hat im letzten Quartal des vergangenen Jahres 10,8 Millionen Geräte ausgeliefert, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 17,2 Millionen gewesen – das entspricht einem Rückgang von mehr als 37 Prozent.

Dell ist allerdings kein Einzelfall. HP will ebenfalls 6000 Angestellte entlassen. Inflation und eine drohende Rezession belasten die ganze Technologiebranche:

Nach der Pandemie schrumpft der PC-Markt -
und Dell leidet darunter.             Bild dell.com

«Die Google-Mutter Alphabet etwa streicht weltweit 12 000 Stellen, beim Software-Konzern Microsoft sind es 10000 Jobs, die wegfallen. Und die Facebook-Mutter baut 11000 Jobs ab - erstmals überhaupt seit der Firmengründung 2004. […] Bei Salesforce sind es 8000 Jobs. Der SAP-Rivale will zudem auch mehrere Standorte schließen. Der Netzwerkausrüster Cisco hat sich ebenfalls ein Restrukturierungsprogramm auferlegt. In dessen Rahmen könnten bis zu fünf Prozent der Stellen gestrichen werden. Aber auch Europa bleibt nicht verschont. SAP, Europas größtes Software-Haus, hat nach einem Gewinnrückgang den Abbau von 3000 Jobs angekündigt, etwa 2,5 Prozent der SAP-Belegschaft. […] Der Online-Händler Amazon will sogar mehr als 18000 Jobs streichen, vor einigen Monaten hatte ein Insider noch von lediglich 10000 Jobs gesprochen.» (sueddeutsche.de)

Monday, January 30, 2023

Twitter will PayPal konkurrenzieren

Twitter will Zahlungen über die eigene Plattform möglich machen. Einem Bericht der Financial Times zufolge, kommt der Schritt zur Integration von Zahlungsfunktionen zu einem Zeitpunkt, da Twitter-CEO Elon Musk nach neuen Einnahmequellen sucht, um das Unternehmen wieder in die Gewinnzone zu bringen. 

Elon Musk begann seine Karriere mit PayPal - nun will
er das Unternehmen mit Twitter konkurrenzieren.
PayPal Logo Wikimedia Commons
Twitter hofft, die Lizenzierung in den USA innerhalb eines Jahres zu erhalten. Danach wird das Unternehmen versuchen, zu expandieren und eine internationale Zulassung zu erhalten. Zitat aus der Financial Times:

«Um Musks Vision zu verwirklichen, müssen neue technologische Herausforderungen bewältigt, erhebliche Auflagen erfüllt und das Vertrauen der Verbraucher gewonnen werden. Es wird wahrscheinlich auch kostspielig werden: Ende letzten Jahres wandte sich Musk an die Investoren von Twitter, um mehr Kapital zu beschaffen, und gab an, dass ein Teil des Geldes zur Finanzierung einer "Einstellungsorgie" von Programmierern verwendet werden würde, um eine "Super-App" zu entwickeln, die Zahlungen verarbeiten könnte, so ein Investor, der das Angebot erhalten hat.»

Es sieht so aus, als ob die Twitter-Übernahme Elon Musk noch mehr unternehmerische Initiative verliehen hat. Auch die Zukunft von E-Auto-Hersteller Tesla, dessen Aktien im letzten Jahr stark gesunken sind, sieht wieder besser aus: Tesla meldete diese Woche Rekordverkäufe, und der Aktienkurs ist wieder auf dem Weg nach oben.

Sunday, January 29, 2023

Die Hitparade des Internets: Google und Youtube an der Spitze

Gemäss Analyse der der meistbesuchten Websites der Welt war google.com im Dezember 2022 auf Platz 1 der beliebtesten Websites. Google.com ist nicht nur die Nummer 1 in der Gesamtrangliste, sondern auch die Top-Website in der Kategorie Computer, Elektronik und Technologie sowie Suchmaschinen. 

Youtube.com und facebook.com liegen auf den Plätzen 2 und 3 der Liste. twitter.com besetzt Platz 4. 

Nummer 5 auf der von similarweb.com zusammengestellten Statistik liegt instagram.com. Instagram ist eine Seite, die vor allem Bilder anbietet. Besucher sehen sich denn durchschnittlich auch 10,77 Seiten pro Besuch an.

Die Schweizer Rangliste sieht ganz ähnlich aus. Allerdings sind schon ab dem vierten Rang verschiedene Schweizer Websites im Rennen. Auf Platz 4 steht die digitale Ausgabe von 20 Minuten; die Zeitung ist besser platziert als die grösste Boulevardzeitung der Schweiz. Diese, der Blick, besetzt Platz 5. Auf Platz 6 findet sich die Schweizer Ausgabe von Google (google.ch). Zwei weitere Schweizer Websites unter den ersten 10 sind SRF (Platz 8) und der Internethändler Galaxus (Platz 10).


Die meistbesuchten Websites der Schweiz. 
Quelle Similarweb.com

Monday, January 23, 2023

Ransom-Attacken und der Krieg in der Ukraine verunsichern Unternehmen

Ransomware-Attacken stellen nach wie vor das grösste Cyber-Risiko für Unternehmen weltweit dar, und es werden immer mehr Geschäfts-E-Mails kompromittiert werden. Gleichzeitig geben der Krieg in der Ukraine und die allgemeinen geopolitischen Spannungen Anlass zu großer Sorge, da die Feindseligkeiten auf den Cyberspace übergreifen und gezielte Angriffe auf Unternehmen, Infrastruktur oder Lieferketten verursachen könnten. Diese Schlussfolgerungen zieht der neue Sicherheitsbericht für Unternehmen von Allianz Global.

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 Es wird prognostiziert, dass Ransomware bis 2023 weltweit Schäden in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar verursachen wird. Die Kosten für Ransomware-Angriffe seien gestiegen, weil die Kriminellen grössere Unternehmen, kritische Infrastrukturen und Lieferketten ins Visier genommen hätten. Doppel- und Dreifach-Erpressungsangriffe seien jetzt die Norm - neben der Verschlüsselung von Systemen werden zunehmend sensible Daten gestohlen und als Druckmittel für Erpressungsforderungen an Geschäftspartner, Lieferanten oder Kunden verwendet. Kleinere und mittelgrosse Unternehmen geraten zunehmend ins Visier der Kriminellen, während grössere Unternehmen mehr in die Sicherheit investieren.

«Wir sehen zwar gute Fortschritte, aber unsere Erfahrung zeigt auch, dass viele Unternehmen ihre Cyber-Kontrollen noch verstärken müssen, insbesondere in Bezug auf IT-Sicherheitsschulungen, eine bessere Netzwerksegmentierung für kritische Umgebungen sowie Reaktionspläne für Cyber-Vorfälle und Sicherheitsmanagement», heisst es im Allianz-Global-Bericht.

Ransom-Attacken durch Kriminelle sind nicht das einzige Sicherheitsproblem, das den Unternehmen Sorgen bereitet. Der Krieg in der Ukraine und die allgemeinen geopolitischen Spannungen sind gemäss Allianz Global ein wichtiger Faktor, der die Cyber-Bedrohungslandschaft verändert, da sie das Risiko von Spionage, Sabotage und zerstörerischen Cyber-Angriffen erhöhen. Staatlich geförderte Cyberangriffe könnten sich gegen kritische Infrastrukturen, Lieferketten oder Unternehmen richten. 

Tuesday, January 17, 2023

Microsoft KI: Drei Sekunden reichen aus, um Ihre Stimme zu imitieren

Microsofts neueste Forschung im Bereich Text-to-Speech-KI überrascht mit einem Stimmenimitator, der VALL-E genannt wird. Zwar gibt es bereits andere Programme, die die Stimmen imitieren können, doch der Weg zur guten Kopie ist dann doch länger als drei Sekunden. Wenn sich diese Technologie verbreitet – was anzunehmen ist – können wir nicht mal mehr jenen Personen trauen, deren Stimme wir zu kennen glauben.

 

Microsoft berichtet, dass Vall-E die Stimme einer Person anhand eines nur drei Sekunden langen Audiobeispiels simulieren kann. Die Sprache kann sowohl das Timbre als auch den emotionalen Ton des Sprechers wiedergeben - sogar die Akustik des Raums, wo das Original aufgenommen wurde.

In einer Veröffentlichung beschreiben die Techniker, wie sie VALL-E anhand von 60’000 Stunden englischer Sprache von über 7’000 Sprechern in der LibriLight-Audiobibliothek von Meta trainiert haben. Die Stimme, die Vall-E zu imitieren versucht, muss einer Stimme, die in den Trainingsdaten enthalten ist, ähnlich sein. Wenn das stimmt, wird daraus abgeleitet, wie die zu imitierende Person klingen würde, wenn sie die Texteingabe sprechen würde. Die Ergebnisse erstaunen, auch wenn sie nicht perfekt sind (siehe Video): Einige Samples tönen nach Computerstimme, während andere sehr realistisch sind.

Microsoft will übrigens den Programm- Code nicht als Open Source zur Verfügung stellen. Das Unternehmen liess verlauten:

«Da VALL-E Sprache synthetisieren könnte, welche die Identität des Sprechers beibehält, birgt es potenzielle Risiken für den Missbrauch des Modells, wie zum Beispiel die Fälschung der Stimmerkennung oder das Nachahmen von Personen…»

Die Sorge ist natürlich berechtigt, und auch wenn Vall-E heute nicht als Open-Source-Programm zur Verfügung stehen wird, ist es mit Sicherheit nur eine Frage der Zeit, bis wir die ersten Deep Fakes mit imitierter Stimme zu sehen und hören bekommen.

Friday, January 13, 2023

Wo Hamburger von Robotern serviert werden

Steigende Arbeitskosten und die Inflation haben McDonalds Vorstoss in die Automatisierung beschleunigt. Die Fast-Food-Kette McDonald’s hat kürzlich in Forth Worth, Texas, ihr erstes Konzeptrestaurant vorgestellt, das ohne menschliche Interaktion auskommt. Sieht so die Zukunft der Fast-Food-Branche aus?

Kleiner, dafür automatisiert: Das Testrestaurant in Texas.          Bild Mc'Donald's

«So ein McDonald's-Restaurant hat es noch nie gegeben», schreibt McDonald’s in einer Mitteilung. Tatsache ist aber, dass Fast-Food-Restaurants schon seit Jahren Roboter testen. Es geht ganz einfach darum, Arbeitskosten zu sparen und die Qualität der Angebote zu steigern. Da die Kosten für die Robotik immer weiter sinken, können Unternehmen in diesem Bereich umfangreichere Investitionen tätigen. Die Schattenseite dieser Entwicklung: Experten gehen davon aus, dass diese Form der Automatisierung schon in den nächsten Jahren weltweit hunderttausende oder gar Millionen von schlecht qualifizierten und gering entlohnten Arbeitnehmern verdrängen wird.

In einer Pressemitteilung von McDonald’s wird beschrieben, was sich das Unternehmen vom automatisierten Restaurant verspricht:

 «Unsere Technologie sorgt für ein besseres Personal- und Kundenerlebnis. Es kommt eine Technologie zum Einsatz, die es dem Restaurantteam ermöglicht, die Bestellungen der Kunden bereits vorzubereiten, wenn diese sich in der Nähe des Restaurants befinden. Die verbesserte Technologie hilft auch dem Restaurantteam. Die App-Updates des Restaurants, das Förderband für Speisen und Getränke und das neue Küchenformat rationalisieren die Abläufe und sorgen für ein schnelles, nahtloses Erlebnis für Kunden und Mitarbeiter. Die Technologie in diesem Restaurant ermöglicht es uns nicht nur, unsere Kunden auf neue, innovative Weise zu bedienen, sie gibt unserem Restaurantteam auch die Möglichkeit, sich mehr auf die Schnelligkeit und Genauigkeit der Bestellungen zu konzentrieren, was das Erlebnis für alle angenehmer macht».

Ganz ohne Menschen geht es im Texanischen Testrestaurant dann aber doch nicht. Ein Sprecher von McDonald's erklärte gegenüber dem Guardian, dass das Testkonzept «nicht vollständig automatisiert» sei und betonte, dass das Restaurant ein Team beschäftige, das mit dem einer traditionellen Filiale vergleichbar sei.


Thursday, January 5, 2023

Amazon baut 18'000 Stellen ab

Amazon hat angekündigt, mehr als 18’000 Stellen zu streichen. Als Grund wird die unsichere Wirtschaftslage angegeben. Eine Rolle gespielt habe auch die Tatsache, dass man während der Pandemie so viele neue Mitarbeiter eingestellt habe.


Ist das grösste Warenhaus der Welt ein Wirtschaftsbarometer?
Logo: Amazon

 "Mit den Kürzungen, die wir im November vorgenommen haben, und denjenigen, die wir heute bekannt geben, planen wir, etwas mehr als 18.000 Stellen zu streichen", gab CEO Andy Jassy in einer Erklärung an seine Mitarbeiter bekannt. Schon im November hatte das Unternehmen angekündigt, 10’000 Stellen zu streichen.

Die meisten der Entlassungen werden in den USA stattfinden, aber auch Europa wird betroffen sein. Die Betroffenen Arbeitnehmer sollen ab 18. Januar informiert werden.
Tatsächlich hatte Amazon während der Covid-Pandemie seine Belegschaft verdoppelt. Die Menschen hatten statt im Laden, immer mehr Online eingekauft.

Auch nach den angekündigten Entlassungen wird Amazon immer noch ein riesiger Arbeitgeber sein: Der Konzern beschäftigt weltweit rund anderthalb Millionen Mitarbeiter - Saisonarbeiter, die in Zeiten erhöhter Aktivität, insbesondere während der Ferienzeit, eingestellt werden, nicht mitgerechnet.

Im Übrigen sind auch andere Unternehmen der digitalen Ökonomie von der sich verschlechternden Wirtschaftslage betroffen: Meta, das Unternehmen das Facebook, Instagram und WhatsApp betreibt, will ebenfalls sparen, und kündigte im November den Abbau von 11’000 Arbeitsplätzen an. Das sind rund 13 Prozent der Belegschaft. Und dann ist da noch Twitter, das im Oktober von dem Milliardär Elon Musk gekauft wurde. Der neue Eigentümer entliess sofort etwa die Hälfte der 7’500 Twitter-Mitarbeiter.

Sunday, January 1, 2023

Ein Tipp zum neuen Jahr, der Windows 11 brauchbarer macht

Es ist nun schon eine ganze Weile auf dem Markt, Windows 11, und sein Marktanteil steigt langsam an. Mit Betonung auf langsam, wie die Daten von StatCounter zeigen.

Das grösste OS ist weltweit immer noch Android. 
Source statcounter   
Windows 10 ist ein gutes Betriebssystem, und es liegt in der menschlichen Natur, dass man etwas Gutes nur ungern abgibt – vor allem wenn man es wie im Fall von Windows 10, mit einem neuen Betriebssystem ersetzen muss. Immerhin ist jetzt der Marktanteil von Windows 10 unter 70 Prozent gesunken und beträgt jetzt 69,77 Prozent. Windows 11 hat endlich einen Marktanteil von 16,12 Prozent erreicht, was darauf schliessen lässt, dass immer mehr Nutzer auf die neueste Version des Betriebssystems umsteigen. (Interessant ist, dass Windows 7 trotz eingestelltem Support von Microsoft weit davon entfernt ist, den Geist aufzugeben. Wie Digital Information World berichtet, liegt Windows 7 liegt mit einem Marktanteil von 10,24 Prozent an dritter Stelle und hat im letzten Jahr die 10 Prozent-Marke nach einem Anstieg von etwa 0,62 Punkten überschritten.)

Doch nun zum im Titel versprochenen Tipp betreffend Windows 11. Wer das Upgrade vornimmt und zum ersten Mal mit Windows 11 arbeitet, gewöhnt sich schnell daran. Es ist dem Vorgängersystem sehr ähnlich. Mit einer unrühmlichen Ausnahme. Microsoft hat aus unerfindlichen Gründen beschlossen, das Kontext-Menü vollständig zu verändern. Wer rechts klickt, zum Beispiel in einem Ordner, hat nun viel weniger Menüpunkte zur Auswahl – gewisse Punkte wie «copy» erscheinen erst in einem erweiterten Menü nach einem zusätzlichen Klick. Das ist sehr lästig. Microsoft wolle das alte Kontextmenu demnächst wieder zurückbringen, liest man in verschiedenen Publikationen, aber bis es so weit ist, gibt es eine einfache Methode, das alte Kontextmenü zu nutzen, indem man gleichzeitig mit dem Rechtsklick die Shift-Taste auf der Tastatur drückt. Funktioniert bestens, und ist empfehlenswerter als im File-Registry-System herumzuspielen, was eine weitere Möglichkeit wäre.
Happy New Year – und viel Spass mit Windows 11. 

Saturday, December 24, 2022

Frohe Weihnachten!

Wir wünschen Ihnen ein wunderschönes Weihnachtsfest mit vielen menschlichen Kontakten und viel Freude.

Ihr DSR-Team


Friday, December 23, 2022

Schweizer Unternehmenskommunikation: Facebook und LinkedIn an der Spitze

Social Media haben sich als wichtiges Kommunikationsinstrument von Unternehmen und Organisationen etabliert. Die beliebteste Plattform ist immer noch Facebook, gefolgt von LinkedIn sowie Instagram und YouTube. Allerdings verfügt noch immer ein Drittel der befragten Unternehmen über keine Social-Media-Strategie. Die Befragten sind ausserdem vom Aufwand-Ertrags-Verhältnis nicht restlos überzeugt.

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Das sind Ergebnisse der sechsten Social-Media-Studie von Bernet Relations und dem Institut für Angewandte Medienwissenschaft IAM der ZHAW. Das Bewusstsein rund um den Einsatz von Budgets und Personal hat sich demnach etwas gefestigt. Knapp drei Viertel aller antwortenden Organisationen verfügen über ein Social-Media-Budget. Eine Mehrheit der Befragten hat bereits Reichweite für organische Posts (Boosted Posts) eingekauft.
Obwohl sich viele der Befragten durchaus für neue Kanäle wie TikTok interessieren, scheint man für Experimente wenig offen zu sein. Immerhin 14 Prozent haben Erfahrungen mit automatisiertem Dialog via Chatbot gesammelt. Etwas weiter ist man beim Einsatz von Automatisation bei der Content-Planung oder -Erstellung. Hier haben 40 Prozent schon Erfahrung: bei 26 Prozent ist der Einsatz bereits institutionalisiert, 14 Prozent haben Pilotversuche unternommen.
Der Anteil der in Social Media engagierten Organisationen ist leicht höher als 2018. Die wenigen abwesenden Unternehmen gaben an, Social Media passten nicht zu ihrer Organisationskultur oder das Interesse der Zielgruppe sei zu gering. Ebenfalls genannt wurde Kontrollverlust, rechtliche Unsicherheiten und der grosse Aufwand.
Mit 94 Prozent ist die Beteiligung in irgendeiner Form von Social Media praktisch lückenlos, auch bei kleineren Organisationen. Entgegen der marketingorientierten Verortung im Unternehmen werden in den Social Media am häufigsten die Ziele Sichtbarkeit, Vertrauen, Image und Reichweite oder Webtraffic genannt. Informationen zu Produkten und Dienstleistungen spielen erstaunlicherweise eine geringere Rolle. Diese Priorisierung ist konstant geblieben.
Allen Kritiken und Unkenrufen zum Trotz: Facebook ist nach wie vor die meistgenutzte Plattform für Organisationen und Unternehmen. Weiterhin stark ist LinkedIn als spezifische Business-Plattform. Es folgen mit Youtube und Instagram zwei Kanäle mit Video und Bild. Vor allem letzterer etabliert sich damit immer mehr im Corporate-Umfeld und bei einem eher älteren Publikum. TikTok wird nur von wenigen Unternehmen genutzt, dafür mehr von NPOs und Behörden/Verbänden

Thursday, December 15, 2022

NFT-Crash: Preissturz bei gelangweilten Affen

Der Zusammenbruch der amerikanischen Kryptowährungsbörse FTX hat sich nicht nur negativ auf die weltweiten Kryptowährungspreise ausgewirkt, sondern auch die Preise von sogenannten NFTs geschrumpft. Die meisten NFTs wurden (und werden) nämlich mit Kryptowährungen bezahlt.

Bored Ape NFTs wurden auch von den ganz
grossen Auktionshäusern erfolgreich angeboten.
Screengrab sothebys.com 
NFTs geben dem Eigentümer einen Eigentumsnachweis für ein digitales Objekt oder den Zugang zu Dienstleistungen durch die wundersame Indentifikationskraft der Blockchain. NFTs können übertragen oder verkauft werden, aber aufgrund ihrer eindeutigen Codes können sie nicht kopiert werden. Sie haben sich in den letzten Jahren zu Spekulationsobjekten und digitalen Statussymbolen entwickelt. Das war wohl auch der Grund für viele Prominente, in diesen Markt einzusteigen. Allerdings hat sich das nicht immer ausbezahlt, wie diversen Fachpublikationen zu entnehmen ist. So habe ein Bored Ape Yacht Club NFT, das der Popstar Justin Bieber im Januar für 1,3 Millionen Dollar gekauft hat, in der Zwischenzeit mehr als 90 Prozent seines Werts verloren und ist jetzt gerade noch 70’000 Dollar wert. 

 Vor dem Krypto-Crash hatten die Preise für NFTs von Bored Ape Ende April einen Höchststand erreicht, sind im November dieses Jahres aber um 82 Prozent gefallen. Das Bored-Ape-Angebot umfasst mehr als 10’000 NFTs, auf denen Cartoon-Affen in verschiedenen Verkleidungen abgebildet sind. Neben Bored Ape hatten auch andere NFT-Sammlungen Preisstürze zu verzeichnen. Noch im letzten Jahr waren NFTs extrem populär bei technologischen Trendsettern mit dickem Portemonnaie. Viele Händler, zum Beispiel auch Uhrmacher, nutzten die digitale Technologie dazu, um digitale Versionen ihrer Produkte teuer zu verkaufen. 

Sunday, December 11, 2022

Google muss Falschinformationen entfernen – auch ohne Gerichtsurteil

Der Europäische Gerichtshof hat gesprochen: Der Betreiber einer Suchmaschine muss Informationen löschen, wenn der Antragsteller nachweist, dass sie offensichtlich unrichtig sind. Ein Gerichtsurteil ist dafür nicht notwendig.

Suchergebnisse, die Falschinformationen enthalten, müssen
auf Verlangen gelöscht werden.
Screengrab Google

Zwei Geschäftsführer einer Gruppe von Investmentgesellschaften hatten Google aufgefordert, Links zu bestimmten Artikeln zu löschen, die das Anlagemodell dieser Gruppe kritisch darstellten. Sie machen geltend, dass diese Artikel unrichtige Behauptungen enthielten. Google lehnte es ab, diesen Aufforderungen Folge zu leisten, und zwar unter Hinweis auf den beruflichen Kontext dieser Artikel und Fotos sowie unter Berufung darauf, nicht gewusst zu haben, ob die in diesen Artikeln enthaltenen Informationen unrichtig seien.

In seinem heutigen Urteil erinnert der Gerichtshof daran, dass das Recht auf Schutz personenbezogener Daten kein uneingeschränktes Recht ist, sondern im Hinblick auf seine gesellschaftliche Funktion gesehen und unter Wahrung des Verhältnismässigkeitsprinzips gegen andere Grundrechte abgewogen werden muss. So sieht die Datenschutz-Grundverordnung ausdrücklich vor, dass das Recht auf Löschung ausgeschlossen ist, wenn die Verarbeitung für die Ausübung des Rechts auf freie Information erforderlich ist. Allerdings kann das Recht auf freie Meinungsäusserung und Information dann nicht berücksichtigt werden, wenn ein für den gesamten Inhalt nicht unbedeutender Teil der Informationen unrichtig ist.
Der Gerichtshof betont, dass die Person, die eine Löschung verlangt, den Nachweis erbringen muss, dass die Informationen oder ein bedeutender Teil davon offensichtlich unrichtig sind. Ein Gerichtsurteil ist dafür
nicht notwendig. Was die Verpflichtungen und den Verantwortungsbereich des Betreibers der Suchmaschine anbelangt, führt der Gerichtshof aus, dass sich dieser Betreiber infolge eines Löschungsbegehrens auf alle betroffenen Rechte und Interessen sowie auf alle Umstände des Einzelfalls zu stützen hat, um zu prüfen, ob ein Inhalt in der Ergebnisübersicht einer Suche verbleiben kann. 

Thursday, December 8, 2022

Der Corona-Effekt im Online-Handel ist nachhaltig

Immer noch sehr gut unterwegs - der Online-Handel nach Corona.
Grafik vectorportal.com
Es gibt einen Industriezweig, der enorm von Corona und den Lockdown-Massnahmen profitiert hat: Der Online-Handel. Die Umsätze nahmen milliardenfach zu, das Wachstum betrug bis zu 25 Prozent. Nun ist die Pandemie vorbei, und der Effekt hat sich leicht abgeschwächt. Trotzdem bleibt die Industrie stark – sehr stark sogar. Nach 2020 und 2021 ist das Onlinewachstum 2022 zwar gebremst, der Umsatz aber dennoch weit über dem Vorkrisenniveau von 2019.

Nach zwei aussergewöhnlich wachstumsstarken Jahren sei das Wachstum im 2022 zunächst gebremst geworden, stellt das IFH Köln fest. Die meisten Konsumentinnen und Konsumenten, die während der Corona-Pandemie das Onlinehopping für sich entdeckt hätten, seien dabeigeblieben und die anderen hätten ihre Ausgaben ebenfalls kaum reduziert. So vollziehe der Onlinehandel derzeit eine Art Seitwärtsbewegung, voraussichtlich mit einem leichten Rückgang von rund 2 Prozent im noch laufenden Jahr 2022. Dabei bleibe das Onlineniveau 2022 im Vergleich zu 2019 erheblich höher, von einem Einbruch des Onlinekanals könne also keine Rede sein. 2022 sei der Onlineumsatz immer noch rund 30 Milliarden Euro höher als 2019 vor der Coronakrise, schreiben die Experten vom IFH Köln.

 In der Schweiz sieht die Situation ähnlich aus. In den ersten neun Monaten 2022 haben die Umsätze im Schweizer Onlinehandel um 1,7 Prozent abgenommen. Verschiedene Medien zitieren Patrik Kessler, Geschäftsführer des Handelsverbandes Schweiz mit der Aussage, dies sei «eine Frage der Perspektive». Nehme man als Basis nämlich das Vorkrisenjahr, liege das Plus immer noch bei fast 50 Prozent. Angesichts der grossen Zunahme während der Coronapandemie sei es beachtlich, dass nun - nach dem Ende der Pandemie - kein stärkerer Rückgang stattfindet. "Der Corona-Shift scheint nachhaltig zu sein", so Kessler. 

Saturday, December 3, 2022

Das drahtlose Internet erlebt einen Wachstumsschub durch FWA

Grosse Fortschritte in der 5G-Technologie erleichtern den Einsatz von drahtlosen Breitbandlösungen für Privathaushalte und Geschäftskunden. Die hohen Geschwindigkeiten und geringen Latenzzeiten von FWA machen die Technologie zu einem Ersatz für kabelgebundene Breitbandverbindungen. Auch die Swisscom bietet den Dienst an - für Geschäftskunden mit Gebäuden ohne Kabelanschluss.

Eine 5G-Antenne. Bild Swisscom
Das Kommunikationsunternehmen Ericsson geht davon aus, dass es bis Ende dieses Jahres weltweit eine Milliarde 5G-Nutzer geben wird. Ausserdem werde sich der Datenverkehr in den globalen Mobilfunknetzen in Zukunft alle zwei Jahre verdoppeln, prognostiziert das Unternehmen in seinem Mobility Report 2022. In sechs Jahren soll es gemäss diesem Report bereits fünf Milliarden 5G-Abonnenten geben. In Europa liegt die 5G-Abdeckung gegenwärtig bereits bei rund 65 Prozent – nur drei Jahre nachdem 5G-Netze erstmals gebaut wurden. 5G ist definitiv nicht mehr aufzuhalten.
Was heisst das für private und geschäftliche Nutzer?
Ericsson rechnet bis 2028 mit 300 Millionen Fixed-Wireless-Verbindungen, die durch 5 G ermöglicht werden. Derartige Verbindungen, auch FWA genannt, entwickeln sich zu einer exzellenten Alternative, was Breitband-Internet betrifft. FWA in Verbindung mit 5G ist eine skalierbare, kosteneffiziente Hochgeschwindigkeits-Breitbandtechnologie, bei der eine drahtlose Verbindung die «letzte Meile» abdeckt. Während der Mobilfunkturm über Kabel und/oder Funkverbindungen mit einem größeren Netz verbunden ist, sind für den Kundenanschluss keine Kabel notwendig, sondern nur ein drahtloses Empfangsgerät. 
Auch die Swisscom will FWA nun für Geschäftskunden anbieten. Laut Swisscom eignet sich die FWA-Lösung für abgelegene Gebäude, die nicht durch den Standardnetzausbau abgedeckt sind, sowie für temporäre Geschäftsstandorte ohne Festnetzanschluss. 5G FWA biete ein grosses Potenzial, lässt Swisscom verlauten. Kunden könnten damit an ihren Standorten vom schnellsten Internet profitieren und alle Dienste in vollem Umfang nutzen. Die Netzwerklösung "Enterprise Connect" von Swisscom ermöglicht es Kunden ohne Glasfaser- oder Kupferanschluss, einen oder mehrere Geschäftsstandorte über 5G FWA in ihr Büronetzwerk zu integrieren.
In den USA gibt es bereits heute mehr als sieben Millionen Haushalte, die durch FWA mit dem Internet verbunden sind. Neue Antennentechnologien wie Multiple-Input-Multiple-Out (MIMO) in Mobilfunkmasten liefern mehr Kapazitäten über größere Entfernungen. Intelligente Signale zielen genau auf den Empfänger. So entwickelt sich FWA zu einer Lösung für vorstädtische und ländliche Gebiete mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s (!) über vier Meilen. Diese Leistungsfähigkeit zahlt sich aus: Die schnelle Verbreitung von Drahtlostechnologien hat in den USA bereits zu Preissenkungen bei drahtgebundenen Breitbandanschlüssen geführt - in den letzten sechs Jahren um bis zu 42 Prozent. Die Fortschritte in der 5G-Technologie machen die Realisierbarkeit von günstigeren  drahtlosen Breitbandlösungen einfach. Die hohen Geschwindigkeiten und geringen Latenzzeiten von FWA sind ein echter Ersatz für kabelgebundene Breitbandverbindungen.

Sunday, November 27, 2022

5G fürs Handy kommt ins Flugzeug

Amerikanischen Behörden lassen aus Sorge um die Flugsicherheit den Einsatz von 5G-Mobilfunktürmen in der Nähe von Flughäfen nur bedingt zu. In Europa soll 5G hingegen schon bald zum Fliegen gehören – zur Freude der einen, zum Leid der anderen.

5G und Fliegen passen laut EU doch zusammen.
Bild Pixnio.com
Fluggesellschaften werden schon bald in der Lage sein, in ihren Flugzeugen die neueste 5G-Technologie bereitzustellen, da die Europäische Kommission den Durchführungsbeschluss über Frequenzen für die mobile Kommunikation an Bord von Flugzeugen angepasst hat; es wurden Frequenzen für die 5G-Technologie während des Fluges zugewiesen. Die Kommission hat schon seit 2008 bestimmte Frequenzen für die mobile Kommunikation in Flugzeugen reserviert, so dass Fluggesellschaften in der EU ihren Fluggästen Nachrichten, Telefonate und Datendienste anbieten konnten. Die aktuelle Anpassung soll gemäss EU-Mitteilung zu einem weit verbreiteten Angebot von 5G-Diensten in Flugzeugen führen.

Passagiere an Bord von Flugzeugen in der EU werden können dann ihre Mobiltelefone mit der maximalen Kapazität und den besten Funktionen nutzen können – genauso, wie bei einem bodengestützten 5G-Mobilfunknetz.

Der Dienst wird in der Flugzeugkabine mit einer speziellen Netzausrüstung, der sogenannten «Pico-Zelle», bereitgestellt, um die Nutzer zu verbinden und Anrufe, Texte und Daten - in der Regel über ein Satellitennetz - zwischen dem Flugzeug und dem Mobilfunknetz am Boden weiterzuleiten.


Tuesday, November 22, 2022

Trotz Gegenwind: Der Schweizer IT-Markt wächst weiter

Laut einer IDC-Studie, die von Microsoft in Auftrag gegeben wurde, werden sich die gesamten IT-Ausgaben in der Schweiz bis 2026 auf 38 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr belaufen. Das Wachstum der Public Cloud in der Schweiz wird für die nächsten Jahre auf jährliche 22 Prozent geschätzt, da immer mehr Kunden die Cloud nutzen, um mit Ihrer digitalen Transformation vorwärts zu kommen.

Quelle IDC
Eigentlich wurde die Studie von Microsoft in Auftrag gegeben, um nachzuweisen, dass sich partnerschaftliche Beziehungen mit Microsoft im IT-Business auszahlen (die Resultate können hier nachgelesen werden). Die Studie zeigt aber auch andere interessante Fakten bezüglich des Schweizer IT-Marktes auf. Zum Beispiel:

·         Für Software-Ausgaben in der Schweiz wird bis 2026 eine mittlere jährliche Wachstumsrate von 10 Prozent vorausgesagt.

·         Für Hardware-Ausgaben wird bis 2026 mit einem durchschnittlich fünfprozentigen jährlichen Wachstum gerechnet.

·         Für IT-Services wird die Jährliche Wachstumsrate bis 2026 durchschnittliche vier Prozent betragen.

·         Der Markt für Public Cloud-Dienste in der Schweiz wächst weiter und soll bis im Jahr 2026 mehr als 11 Milliarden Franken (pro Jahr) wert sein.

Die Autoren der Studie begründen das stärkere Wachstum im Software-Sektor damit, dass die Kunden in der Schweiz softwarebasierte Lösungen in ihren Technologiestacks und Strategien priorisieren. Was den Schweizer Cloud-Markt betrifft, sind die von IDC prognostizierten Wachstumsraten beeindruckend:

·         Der Cloud-Markt in der Schweiz wird sich zwischen 2022 und 2026 mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 22 Prozent mehr als verdoppeln.

·         Software as a Service (SaaS) bleibt die grösste Kategorie der Cloud-Dienstleistungen und wird mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 18 Prozent bis 2026 56 Prozent des Cloud-Marktes einnehmen können.

·         Platform as a Service (PaaS) legt mit durchschnittlichen jährlichen 32 Prozent Wachstum am schnellsten zu.

·         Infrastructure as a Service (IaaS) kann bis 2026 23 Prozent durchschnittliches jährliches Wachstum erwarten.