Thursday, March 14, 2019

Facebook ist down - und die Nutzer “verzweifeln“

Facebook fällt ab und zu mal aus - meistens handelt es sich um regionale oder lokale Störungen, die nie so lange anhalten, dass die User Entzugserscheinungen zeigen. Dass es zu einem Ausfall kommt, wie in die Social-Network-Nutzer am Mittwoch erlebt haben, hat es noch nie gegeben.  In Europa und in Nordamerika war Facebook, während Stunden nicht zu erreichen. Auch WhatsApp und Instagram waren betroffen. Nicht weiter schlimm - ist ja nur Social Media, könnte man sagen. Weit gefehlt!

Facebook down machte viele User sehr unglücklich. Aber jetzt
funktioniert der Service ja wieder :-)                       
Der Facebook-Ausfall habe die Nutzer “verzweifeln“ lassen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Was verrückt tönt, ist eigentlich nicht weiter verwunderlich. Facebook wird von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt - viele davon könnten wohl ohne die Plattform gar nicht mehr leben. Deshalb hatte der bisher grösste Ausfall in der Geschichte des Netzwerkes massive Auswirkungen auf die Psyche vieler User: Die Zwangspause am Smartphone führte bei ihnen zu Endzeitstimmung:
“Innerhalb weniger Stunden konnte man zusehen, wie die Stimmung vieler Nutzer kippte von Verwunderung zu Belustigung und schließlich zu Ärger ("Noch eine Stunde weiterversuchen oder ins Bett gehen und hoffen, dass morgen alles wieder gut ist - was macht ihr?"). Kulturpessimisten sollten sich unbedingt die Twitter-Hashtags "#FacebookDown", "#InstagramDown" und "#WhatsappDown" merken, bessere Argumentationshilfe dafür, dass es mit der Menschheit zu Ende geht, wird es für sie so bald wohl nicht wieder geben. Was die Endzeitstimmung noch anheizte: Von Facebook selbst gab es nach den ersten beiden Stellungnahmen stundenlang überhaupt keine Nachrichten. Die neuseeländische Polizei sah sich schließlich genötigt, der aufgebrachten Bevölkerung zu erklären, sie sei nicht zuständig: "Wir sind die Polizei. Bitte rufen Sie uns wegen dieser Sache nicht an.“ (SZ)
Wer oder was bei Facebook den Stecker gezogen hat, ist nicht bekannt und wird, wenn man die Kommunikationsstrategie des Konzerns in Betracht zieht, wahrscheinlich nie im Detail bekannt werden:
“Die größte Störung in Facebooks Geschichte gibt weiter Rätsel auf. Vom vergangenen Nachmittag an beschwerten sich rund um die Welt Hunderttausende Nutzer darüber, dass sie nicht auf die Facebook-Plattformen zugreifen konnten. Betroffen waren ebenfalls der Fotodienst Instagram, der Facebook Messenger sowie einzelne Funktionen des Chatprogramms Whatsapp. Mehr als 1,5 Milliarden Menschen nutzen Facebook jeden Tag, einen so langen Ausfall hat es bislang noch nicht gegeben. Erst um 5:41 Uhr deutscher Zeit meldete sich das Social-Media-Team von Instagram auf Twitter, um mitzuteilen, dass die Probleme behoben seien. Darunter beschweren sich aber zur Stunde immer noch Nutzer, dass sie Schwierigkeiten haben, auf ihre Konten zuzugreifen. Was die Ursache für den mehr als zehnstündigen Aussetzer war, ist noch unklar. Facebook hat sich noch nicht detailliert geäußert. Bestätigt wurde einzig, dass es keine DDoS-Attacke gegeben habe…“ (FAZ)
Facebooks Absturz wirft mindestens eine Frage auf. Zum Beispiel: Wie kann es sein, dass der grösste Kommunikationskonzern der Welt derartig lausig kommuniziert?

Nachtrag: Facebook hat jetzt (auf vier Zeilen) bekanntgegeben, was die Panne ausgelöst hat. Eine "Server-Neukonfigutration" sei Schuld gewesen...  

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